[...]Einsteighilfe aufsteckbar, mit Bauartzulassung entsprechend DIN 19572 Aus Edelstahl Werkstoff-Nr. 1.4307 (AISI 304 L), passend für 300 mm, 400 mm oder 500 mm breite Sicherheitssteigleitern. Gesamtlänge: 1200 mm. Einsteighilfe gemäss DIN 19572. Steigleitern müssen an ihrer Austrittsstelle eine Haltevorrichtung haben. Diese Forderung ist erfüllt, wenn die Leiter die Austrittsstelle mit einem oder beiden Holmen um mindestens 1,1 m überragt. Die aufsteckbare Einsteighilfe kann mittels angeschweisster Haken an der obersten Leitersprosse eingehängt werden und somit im Schacht verbleiben. Einsteighilfe vollständig unter Schutzgas geschweisst, im Tauchbad gebeizt und passiviert. Optional erhältlich in: Edelstahl Werkstoff-Nr. 1.4404 (AISI 316 L)[...]
[...]Einholm-Einsteighilfe, mit Bauartzulassung entsprechend DIN 19572 Aus Edelstahl 1.4404 (AISI 316 L). Wahlweise einsetzbar als herausnehmbar-transportable oder stationär-versenkbare Einsteighilfe. Bestehend aus Führungsrohr und Haltestange. Führungsrohr mit zwei Bohrungen, Durchmesser: 12 mm, vorgerichtet zum Andübeln an die Schachtwand. Mit einer Aufnahmemöglichkeit für die Haltestange. Haltestange aus verwindungsstabilem Rohr 33,7 x 3,6 mm, Gesamtlänge: 1500 mm. Einsteighilfe vollständig unter Schutzgas geschweisst, im Tauchbad gebeizt und passiviert. Optional erhältlich in: Edelstahl Durchsteckanker als Befestigungsmaterial Sonderausführung: Passend für econorm-Schächte, Wandabstand bis Beginn Einführöffnung: 158 mm[...]
[...]Einsteighilfe versenkbar mit Doppelholm, mit Bauartzulassung entsprechend DIN 19572 Aus Edelstahl Werkstoff-Nr. 1.4307 (AISI 304 L), passend für 300 mm, 400 mm oder 500 mm breite Sicherheitssteigleitern, geeignet ab einer Leiterlänge von 2010 mm. Gesamtlänge: 1800 mm. Einsteighilfe gemäss DIN 19572. Steigleitern müssen an ihrer Austrittsstelle eine Haltevorrichtung haben. Diese Forderung ist erfüllt, wenn die Leiter die Austrittsstelle mit einem oder beiden Holmen um mindestens 1,1 m überragt. Einsteighilfe vollständig unter Schutzgas geschweisst, im Tauchbad gebeizt und passiviert. Optional erhältlich in: Edelstahl Werkstoff-Nr. 1.4404 (AISI 316 L)[...]
[...]Herausforderungen in der mechanischen Vorreinigung Abwasser-Rechen, wie der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® , werden im Zulauf von Kläranlagen eingesetzt, um grobe Verschmutzungen aus dem ankommenden Abwasserstrom zu entfernen. Gleichzeitig wird dadurch auch der Betrieb der nachfolgenden Maschinen und Aggregate wie beispielsweise eine Transportschnecke oder eine Waschpresse geschützt und der reibungslose Betrieb der gesamten Kläranlage sichergestellt. Neben den erwarteten Stoffen, gelangen jedoch immer wieder unvorhergesehene Materialien, wie Kanister, Kanthölzer und Reifen, in den Zulauf der Kläranlage. Auch wenn Rechenanlagen für den groben Einsatz gebaut sind, können durch derartige Stoffe massive Schäden entstehen, welche lange Ausfallzeiten, hohe Kosten und vor allem zusätzlichen Stress zur Folge haben. Um eben dies zu verhindern hat HUBER ein weltweit einzigartiges System für Rechen im Abwasserbereich entwickelt: HUBER Störstofferkennung Safety Vision . Störstofferkennung Mit dem innovativen System HUBER Störstofferkennung Safety Vision wird es dem Rechen ermöglicht, das Rechengut zu „sehen“ und so potenziell kritische Störstoffe zuverlässig zu identifizieren. Realisiert wird dies durch eine präzise Echtzeit-Vermessung des Rechenguts mit Sensoren, schnelles Verarbeiten des Messergebnisses sowie eine intelligente Auswertlogik, bei der die Messergebnisse nach definierten Auffälligkeiten untersucht werden. Sobald auf diese Weise potenziell kritisches Rechengut erkannt wird, stoppt der Betrieb des Rechens sofort. Gleichzeitig wird ein Bild von der Situation im Rechen aufgenommen und an den Betreiber übermittelt. Anhand dieser Meldung kann der Betreiber individuell entscheiden, ob der Rechen weiter betrieben werden oder bis zur Entfernung des Störstoffes stehen bleiben soll. Durch diesen effektiven Schutzmechanismus wird eine Beschädigung des Rechens oder der nachgeschalteten Aggregate zuverlässig verhindert, was nicht nur die Verfügbarkeit der beteiligten Maschinen erhöht, sondern die Betriebssicherheit der gesamten Anlagentechnik verbessert. Weitere Funktionen – Laufzeitoptimierung und adaptiver Betrieb Neben der Störstofferkennungsfunktion werden die ermittelten Messergebnisse darüber hinaus auch genutzt, um zwei weitere Funktionen zu ermöglichen. Den adaptiven Betrieb der Maschinenkombination auf Basis der Erkennung von Ereignissen und die Optimierung der Laufzeit von nachgeschalteten Maschinen. Adaptiver Betrieb: Mit dem adaptiven Betrieb wird die Herausforderung von Kanalspülstössen angegangen. Diese treten allen voran kurz nach dem Beginn von Starkregenereignissen auf und sorgen für eine extrem hohe Schmutzstofffracht im Zulauf der Kläranlage. In ungünstigen Fällen kann es dazu kommen, dass der Rechen durch die hohen Frachtmengen überlastet wird und ausfällt, was zur Folge hat, dass das Abwasser kaum gereinigt in die nächste Verfahrensstufe gelangt. Um solche Situationen sicher zu vermeiden, werden die von Safety Vision aufgenommenen Messergebnisse herangezogen und mit Hilfe einer ausgeklügelten Auswertung auf bekannte Ereignisse überprüft. Werden bei der Auswertung Anzeichen für einen beginnenden Spülstoss registriert, wird der Rechen automatisch freigefahren und in die Betriebsart „Spülstossmodus“ versetzt. Dies hat den positiven Effekt, dass die Gefahr einer Überlastung des Rechens auf ein Minimum gesenkt wird. Sinkt im Laufe der Zeit die Schmutzstofffracht und damit auch die Gefahr einer Überlastung des Rechens, passt sich der Rechen den aktuellen Bedingungen an, indem er selbständig in den dafür geeigneten Betriebsmodus wechselt. Durch den adaptiven Betrieb wird somit sowohl präventiv eine Überlastung des Rechens vermieden als auch für eine stets optimale Auslastung des Rechens gesorgt. Diese Funktion wirkt sich jedoch nicht nur auf den Rechen aus, sondern bezieht auch weitere HUBER Maschinen mit ein, die mit dem Rechen in direkter Verbindung stehen. Laufzeitoptimierung: Dasselbe Ziel wie die optimale Auslastung der Maschinen verfolgt auch die dritte Funktion von Safety Vision – die Laufzeitoptimierung. Mithilfe dieser Funktion wird es ermöglicht, die Betriebszeiten von nachgeschalteten Maschinen wie der HUBER Waschpresse WAP® oder HUBER Transportschnecke Ro8 T um bis zu 40 % zu reduzieren. Dies gelingt durch eine permanente Auswertung des gemessenen Rechengutvolumens auf dem Harkenbalken. Die intelligente Steuerung sorgt dann dafür, dass die angesprochenen Maschinen nach dem tatsächlichen vorhandenen Rechengutvolumen aktiviert werden und nicht nach starren Vorgaben. Durch die Laufzeitreduzierung der Maschinen können nicht nur die Betriebskosten verringert werden, sondern auch der Verschleiss. Das führt folglich sowohl zu einem geringeren Wartungsaufwand als auch zu einer höheren Maschinenlebensdauer. Mediengalerie HUBER Störstofferkennung Safety Vision erkennt Biber in HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® und rettet ihm das Leben HUBER Störstofferkennung Safety Vision bewahrt HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® vor grösseren Schaden durch Rohrdichtkissen Animation: HUBER Störstofferkennung Safety Vision Störstoffe zuverlässig identifizieren und Maschinen vor Beschädigungen schützen: Safety Vision überwacht kontinuierlich die Rechenanlagen und warnt vor kritischen Stoffen Safety Vision im Einsatz Unter Beweis stellt HUBER Safety Vision seine Funktion täglich auf vielen Kläranlagen und verrichtet dort zuverlässig und effektiv seinen Dienst. So wurde bei der Stadtentwässerung Nürnberg – dort sind drei als Grobrechen eingesetzte HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® mit Safety Vision ausgestattet - nicht nur die Laufzeit der nachgeschalteten HUBER Waschpressen WAP® um rund ein Drittel gesenkt, sondern auch mehrere Schadensfälle verhindert. Eindrucksvoll dargelegt wird dies anhand der Aufnahme mit dem Rohrdichtkissen, welches während der Inbetriebnahme eines Rechens im September 2019 mit der HUBER Störstofferkennung Safety Vision erkannt worden ist und den Rechen vor einem grösseren Schaden geschützt hat. Neben dem Rohrdichtkissen wurden auch mehrmals grössere Holzstücke sowie ein lebender Biber identifiziert. Dieser konnte nach einer Befreiung aus dem Rechen durch die Berufsfeuerwehr Nürnberg wieder sicher in seinem ursprünglichen Lebensraum freigelassen werden. Die bisherigen Erfahrungen und beschriebenen Anwendungsbeispiele zeigen eindrucksvoll, dass die HUBER Störstofferkennung Safety Vision nicht nur ein einzigartiges System ist, mit dem der Betrieb und die Sicherheit der mechanischen Vorreinigung einer Kläranlage optimiert werden kann, sondern dass Safety Vision auch noch Leben retten kann. QuickFacts zu HUBER Safety Vision: Maximale Maschinenverfügbarkeit und Betriebssicherheit durch Schutz des Rechens und der nachgeschalteten Maschinen Reduzieren von Verschleiss und Wartungsaufwand, Erhöhen der Maschinenlebensdauer und Senken der Kosten durch Laufzeitoptimierung der nachfolgenden HUBER Maschinen Optimale Maschinenauslastung durch adaptiven Betrieb auf Basis der Ereigniserkennung[...]
[...]Spurenstoffelimination Elimination und Reduktion von Mikroverunreinigungen Adsorptionsverfahren mit Pulveraktivkohle (PAK) Elimination und Reduktion von Mikroverunreinigungen: Die Entfernung der Spurenstoffe erfolgt adsorptiv mit Pulveraktivkohle, welche dem Abwasser zugegeben und anschliessend wieder abgetrennt wird. Ein Polishing Filter entfernt feinste Kohlepartikel, bevor das gereinigte Abwasser dem Vorfluter zugegeben wird. Adsorptionsverfahren mit granulierter Aktivkohle (GAK) Elimination und Reduktion von Mikroverunreinigungen aus Abwasser: Die Elimination von Spurenstoffen erfolgt adsorptiv mit granulierter Aktivkohle, wobei zusätzlich Ozon eingesetzt werden kann. Es ist nachgewiesen, dass Kläranlagenabläufe bedeutende Eintragswege für anthropogene Spurenstoffe (v.a. Arzneimittelrückstände) in unsere Gewässer sind. In der aquatischen Umwelt haben diese Spurenstoffe negative Auswirkungen und in konventionellen Kläranlagen werden diese Stoffe nur unzureichend abgebaut. Um eine weitergehende Elimination der Spurenstoffe bei der kommunalen Abwasserreinigung zu erreichen, sind spezielle Verfahren der weitergehenden Abwasserreinigung notwendig. Die Spurenstoffelimination wird auch als vierte Reinigungsstufe bezeichnet. Für die Spurenstoffelimination gibt es verschiedenen Verfahren, für welche HUBER jeweils unterschiedlicher Maschinen- und Anlagentechnik im Produktprogramm hat. Adsorptionsverfahren mit Pulveraktivkohle : Beim Verfahren mit Pulveraktivkohle, dem sogenannten PAK-Verfahren erfolgt die Adsorption der Spurenstoffe an Pulveraktivkohle. Adsorptionsverfahren mit granulierter Aktivkohle : Beim Verfahren mit granulierter Aktivkohle, dem sogenannten GAK-Verfahren erfolgt die Adsorption der Spurenstoffe an granulierter Aktivkohle. Hinweis: Bei den Überlegungen zur Spurenstoffelimination ist es sehr empfehlenswert, die Synergieeffekte der Feststoffreduktion und Phosphorelimination mit im Blick zu haben, da man sich diese unter Berücksichtigung aller individuellen Randbedingungen geschickt zu Nutze zu machen kann. FAQ Häufig gestellte Fragen Was sind anthropogene Spurenstoffe? Anthropogene Spurenstoffe sind vom Menschen erzeugte Chemikalien, welche im u.a. über das Abwasser in die Gewässer gelangen und auch in geringen Konzentration negative Auswirkungen haben. Typische Spurenstoffe sind zum Beispiel Medikamente, Kosmetika, Reinigungsmittel oder Weichmacher in Plastik. Auch Industriechemikalien, Korrosionsschutzmittel, Pflanzenschutzmittel und Biozide zählen dazu. Warum sollen Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernt werden? Obwohl Spurenstoffe nur in sehr geringen Konzentrationen im Abwasser enthalten sind, können sie dennoch eine umweltschädliche Wirkung entfalten. Nicht nur Wirkstoffe der Antibabypille sondern auch viele andere Stoffe wie z.B. Bisphenol A können den Hormonhaushalt von Wasserlebewesen negativ beeinflussen. Andere Spurenstoffe können Kiemen und innere Organe von Fischen schädigen. Darüber hinaus können sich Spurenstoffe in den Wassertieren anreichern und so letztendlich über die Nahrungskette in den Menschen gelangen. Warum verhindert man nicht, dass Spurenstoffe überhaupt ins Abwasser gelangen? Grundsätzlich sollten Medikamente und Chemikalien nicht über die Toilette entsorgt werden. Aber selbst wenn sich alle Menschen an diese Regel halten würden, gelangen diese Stoffe dennoch in die Kanalisation und damit in die Kläranlagen. Alle Medikamente, welche wir einnehmen, verlassen mit unseren Ausscheidungen den Körper und sind damit automatisch im Abwasser. Viele Gegenstände, welche dem Regen, der Verwitterung oder einem mechanischen Verschleiss ausgesetzt sind, können schädliche Stoffe abgeben, welche dann mit dem Regenwasser in die Kanalisation gespült werden. Da sich ein Eintrag von Spurenstoffen also in der Praxis also nicht verhindern lässt, ist die Spurenstoffelimination auf der Kläranlage eine effektive Möglichkeit, um die unerwünschten Stoffe zu entfernen.[...]
[...]Vohburg und Kahla, Deutschland Die Thematik des Ersatzes eines traditionellen Vorklärbeckens durch eine mechanische Siebung war bereits Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen. Die HUBER SE stellte sich bereits vor einigen Jahren und dies als erstes Unternehmen in Deutschland dieser neuen Herausforderung. Die Leistung der bereits installierten Anlagen, deren zuverlässiger Betrieb und daraus resultierend energetische Einsparungen beim Betrieb der Kläranlagen stellen bereits heute eine Erfolgsgeschichte dar, wie die Projekte Vohburg und Kahla eindrucksvoll demonstrieren. Kläranlage Vohburg: Komplette Modernisierung zur energetischen Optimierung Vohburg an der Donau ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Die Stadt liegt an der Nordgrenze des Landkreises, etwa 15 km donauabwärts von Ingolstadt. Die Altstadt wird eingerahmt von den Flussläufen der Donau, Kleine Donau und der Paar. Am südlichen Stadtrand fliesst zudem die Ilm. Vohburg könnte somit als „Vierflüssestadt“ bezeichnet werden. Die Gemeinde Vohburg und deren Anschlussgebiete wachsen stetig, die Kapazität der Kläranlage leider nicht. Aus diesem Zusammenhang heraus hat sich die Notwendigkeit ergeben, die Kapazität der Kläranlage Vohburg von 9.000 EW auf 14.000 EW auszubauen. Der Umfang der Sanierung beinhaltet eine grundlegende Umstellung der Prozessführung von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung. Ein Vorteil der anaeroben Prozessführung ist, dass bis zu 30% Belüftungsenergie eingespart werden können. Die Kosten für die Belüftungsenergie einer aerob schlammstabilisierten Kläranlage sind mit einer der grössten Posten im Haushalt einer Gemeinde. Für Kläranlagen bedeutet dies, dass ca. 60% der Gesamtkosten durch die Belüftungsenergie der biologischen Reinigungsstufe anfallen. Ein zusätzlicher Vorteil ist bei Umstellung auf anaerobe Faulung, dass 50% des Stroms von der Kläranlage zukünftig selbst produziert werden. Um dieses Vorhaben einer Prozessumstellung überhaupt realisieren zu können, sind viele Faktoren von Bedeutung. Zum einen muss der Platzbedarf für ein traditionelles Vorklärbecken gegeben sein und zum anderen muss genügend Fläche vorhanden sein, um einen Faulbehälter und ein BHKW planerisch umsetzen zu können. Falls die Kläranlage noch nicht über eine Schlammentwässerung verfügt, muss zusätzlich eine mechanische Entwässerung mit eingeplant werden. Bei dem Projekt Vohburg war der technische Aufwand zum Bau eines Vorklärbeckens nicht wirtschaftlich darstellbar. Das planende Ingenieurbüro BBI Ingenieure GmbH und die Stadt Vohburg haben deshalb die Möglichkeit einer mechanischen Alternative zum Vorklärbecken genauer untersucht. Dem Einsatz des HUBER Trommelsiebes LIQUID zur Entfrachtung des Abwasserstroms vor der biologischen Stufe sollte jedoch nur zugestimmt werden, wenn vorangehende Tests mit einer HUBER Vorführanlage zeigen, dass das HUBER Trommelsieb LIQUID die geforderten Reduktionsleistungen erreicht. Die HUBER SE stellte daher eine Versuchsanlage für 3–4 Wochen bereit. Betreut wurde dieser Versuch durch die Fachhochschule Nürnberg und ein HUBER Team. Das Trommelsieb LIQUID musste sich auf dieser Kläranlage mit einem Siebbandsystem eines Wettbewerbers vergleichen. Wie die Ergebnisse zeigten, konnte das Trommelsieb LIQUID durch wesentlich bessere Reduktionsleistungen hinsichtlich AFS und CSB als auch durch die Betriebssicherheit des Systems deutliche Vorteile vorweisen. Trotz der sehr geringen Konzentration hinsichtlich AFS zeigte die HUBER-Lösung eine Reduktionsleistung von 70%. Und trotz des teilweise hohen Fremdwassereintrags und einem Verhältnis von 50% partikulär / 50 % gelöstem CSB konnte immer noch eine Abscheideleistung von 29% CSB Gesamt erreicht werden. Ein hervorragendes Ergebnis unter diesen Bedingungen. Der max. Zufluss auf die Kläranlage Vohburg beträgt 360 m³/h. Das dort installierte HUBER Trommelsieb LIQUID ist ebenfalls auf 360 m³/h ausgelegt und trägt zur Entlastung der biologischen Stufe bei. Dies bedeutet konkret eine Senkung der Belüftungskosten um bis zu 30%. Zur Verarbeitung des anfallenden Schlammes aus dem Trommelsieb LIQUID sind HUBER Scheibeneindicker S-DISC auf der Kläranlage installiert. Um diesen eingedickten Schlamm energetisch zu verwerten, wurde ein Faulbehälter errichtet. Der ausgefaulte Schlamm wird anschliessend über eine HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® entwässert. Des Weiteren war es notwendig, ein BHKW zu integrieren, welche den Gasertrag aus dem Faulbehälter in Elektrizität umwandelt. Wie bereits erwähnt, kann der selbst erzeugte Strom zur Eigennutzung verwendet oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die Inbetriebnahme fand Ende 2019 statt. Reduktion der Betriebskosten um 35.000 Euro pro Jahr Zum Zeitpunkt der Planung wurde für diese Kläranlage mit einer Ausbaustufe von 14.000 EW mit einer Reduktion der Betriebskosten von 35.000 Euro/Jahr gerechnet. Das HUBER Trommelsieb LIQUID hat als wichtigster Baustein des Gesamtkonzepts massgeblich zur erfolgreichen energetischen Sanierung der Kläranlage Vohburg beigetragen. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie mit der Massnahme der Prozessumstellung von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung wertvolle Ressourcen geschont, ein finanzieller Mehrwert beim Kläranlagenbetreiber generiert und gleichzeitig die Umwelt entlastet werden kann. Massnahmen: HUBER Trommelsieb LIQUID HUBER Scheibeneindicker S-DISC Faulbehälter inkl. BHKW HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Nutzen: 24 % Einsparung Belüftungsenergie nach Erreichen der Ausbaustufe Eigenstromversorgung der Kläranlage von 50 % (ca. 140.000 kWh/a) 40 % Reduzierung der Entsorgungskosten Nutzung der Abwärme von BHKW zur Gebäudeheizung Einsparung durch reduzierte Strombezugs- und Schlammentsorgungskosten betragen ca. 80.000 €/Jahr Neue Wege – neue Möglichkeiten: Die energetische Ertüchtigung der KA Kahla Kahla ist eine Kleinstadt im Mittleren Saaletal, südlich von Jena. Kahla ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal, selbst aber kein VG-Mitglied. Bekannt ist Kahla für das Kahlaer Porzellan, welches dort seit über 150 Jahren hergestellt wird. Die Kläranlage Kahla profitierte von einem europäischen Förderprogramm. Um die Kläranlage energetisch zu sanieren, wird bei Kläranlagen der Grösse 8.000–50.000 EW häufig eine verfahrenstechnische Optimierung vorgenommen. Im Speziellen bedeutet dies für kleinere bis mittlere Kläranlagen, das ursprünglich für solche Kläranlagengrössen geplante Konzept der aerob schlammstabilisierten Kläranlage auf das neue Konzept der anaerob schlammstabilisierten Kläranlage umzurüsten. Ab einer Grösse von 50.000 EW werden Kläranlagen in der Regel ohnehin nur mit anaerober Schlammstabilisierung betrieben. Im Projekt Kahla mit einer Ausbaugrösse von 15.000 EW konnte das HUBER Trommelsieb LIQUID in die hydraulische Verbindungsleitung zwischen Sandfang und Belebung über einen Nebenstrang eingebunden werden. Hierfür wurde ein leerstehendes Becken für die Aufnahme der Maschinentechnik genutzt. Somit musste kein neuer Baukörper errichtet werden. Ausschlaggebend war auch der höhere Abscheidegrad gegenüber einer Vorklärung. Denn das Abwasser in Kahla ist kein Herkömmliches. Es liegt ein überwiegender Anteil an löslichem CSB vor, welcher aus dem Bereich der angeschlossenen Lebensmittelbranche stammt. Hierdurch wird das Verhältnis zwischen löslichem CSB und partikulärem CSB in Richtung löslichen CSB verschoben. Da die Auslegung eines Vorklärbeckens massgeblich von der hydraulischen Belastung bestimmt wird, muss ein unnötig grosser Baukörper für den gewünschten Abscheidegrad an partikulärem CSB (nur dieser ist durch mechanisch-physikalische Verfahren abscheidbar) errichtet werden. Bei der Auslegung einer Feinstsiebung spielt diese Verhältnisverschiebung eine untergeordnete Rolle. Die ansässige Lebensmittelbranche hatte ihre Produktionskapazität wesentlich erhöht, so dass eine Belebungsbeckenvergrösserung notwendig gewesen wäre. Durch die Installation der Feinstsiebung konnte jedoch aufgrund der bereits beschriebenen Vorteile dieser Technologie die notwendige Belebungsbeckenvergrösserung unterbunden werden. Das Trommelsieb wurde so eingeplant, dass keine zusätzlichen Anpassungen an das Bauwerk notwendig waren. Lediglich eine Rohrleitung in und eine Rohrleitung aus dem Behälter des HUBER Trommelsiebes LIQUID war erforderlich. Eine Notumgehung war bereits vorhanden. Zur Verarbeitung des anfallenden Schlammes aus dem HUBER Trommelsieb LIQUID sind HUBER Scheibeneindicker S-DISC installiert. Um diesen eingedickten Schlamm energetisch verwertbar aufzuschliessen, wurde ein 2-Phasen-Faulbehälter errichtet. Des Weiteren war es notwendig, ein BHKW in Form einer Gasturbine zu integrieren, welche den Gasertrag aus dem Faulbehälter in elektrischen Strom umwandelt. Die Inbetriebnahme der Anlage fand Ende 2019 statt. Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Arequa konnte dieses aussergewöhnliche, innovative und zukunftsfähige Konzept entwickelt werden. Die Bürger werden es danken, wenn durch diese Massnahmen der energetischen Sanierung einer Kläranlage Kosten für Abwassergebühren trotz steigender Strom- und Schlammentsorgungspreise mittelfristig stabil gehalten werden können. Massnahmen: HUBER Trommelsieb LIQUID HUBER Scheibeneindicker S-DISC Faulbehälter inkl. BHKW Nutzen: Gleichbleibende Belüftungsenergie trotz erhöhter Frachten (CSB/AFS) Eigenstromversorgung der Kläranlage von ca. 146.000 kWh/a 20 – 30% weniger Schlammanfall zur Entwässerung (Reduzierung der Entsorgungskosten) Nutzung der Abwärme von BHKW zur Beheizung des Faulbehälters[...]
[...]HUBER Praxisberichte zu Anwendungen für Heizen und Kühlen mit Abwasser 17.11.2025 Wittenberge, Deutschland Innovatives Flusswärmeprojekt in Wittenberge: Klimaschonende Fernwärme mit HUBER ThermWin Die Stadtwerke Wittenberge haben sich das Ziel gesetzt, bis 2045 die Wärmeversorgung der Stadt im Nordwesten... Weiterlesen 17.11.2025 München, Deutschland Energie aus Abwasser: Haus für Kinder in München nutzt HUBER ThermWin Im Rahmen der Münchner Bildungsbauoffensive, Deutschlands grösstem kommunalen Bildungsbauprogramm, wurde 2020... Weiterlesen 13.05.2025 Lyon, Frankreich 6 HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin 14 für neues Stadtviertel La Saulaie in Lyon Im Südwesten von Frankreichs drittgrösster Stadt Lyon entsteht aktuell das neue moderne Viertel La Saulaie. Dort werden... Weiterlesen 30.07.2024 Ontario, Kanada HUBER ThermWin für das künftig weltgrösste Abwasser-Energie-Transfer-Projekt bei Markham District Energy (Ontario, Kanada) Offizieller Spatenstich: Markham District Energy (MDE) hat den Start für das weltgrösste... Weiterlesen 18.06.2024 Bremen, Deutschland Energie aus Abwasser: Neuer Gebäudekomplex „Tabakquartier“ in Bremen nutzt HUBER ThermWin zum Heizen und Kühlen In Bremen entsteht aktuell ein neues Zukunftsquartier für Wirtschaft, Wohnen, Arbeit, Kultur und Freizeit – und das mit... Weiterlesen 29.01.2024 Senkung der Ablauftemperaturen industrieller Kläranlagen – Nutzungskonzepte überschüssiger Wärme Im Rahmen industrieller Produktion werden typischerweise unter Verwendung von Wasser sowie externer Energie aus... Weiterlesen 12.06.2023 Mittelhessen, Deutschland Energie in die Heizung statt in den Kanal: Technische Hochschule Mittelhessen nutzt HUBER ThermWin zum Heizen und Kühlen mit Abwasser Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) will mit einer neuen Anlage ein bislang wenig beachtetes Potenzial nutzen:... Weiterlesen 30.11.2022 Schallstadt, BW, Deutschland Heizen ohne Brennstoff mit HUBER ThermWin: Kaltes Nahwärmenetz in Schallstadt (Baden-Württemberg) Im Baden-Württembergischen Schallstadt fand der Bauherr und Betreiber des Nahwärmenetzes, die Energiedienst AG aus... Weiterlesen 17.07.2021 Toronto, Kanada Weltweit grösstes Projekt zur Energierückgewinnung aus Abwasser HUBER und Noventa Energy Partners arbeiten seit drei Jahren zusammen, um massgeschneiderte Lösungen rund um das... Weiterlesen 23.03.2020 Arosa, Schweiz Ein CO2-neutrales Hotel mit HUBER Technik? Ja, Valsana. Das Schweizer Hotel Valsana setzt neue Massstäbe bei Nachhaltigkeit und Lifestyle unter anderem durch Einsatz des HUBER... Weiterlesen 05.04.2017 Regensburg, Deutschland Heizen und Kühlen mit Abwasser: Museum der Bayerischen Geschichte bekommt ein ThermWin® System der HUBER SE Das ThermWin® System von HUBER ist Teil eines fortschrittlichen Konzepts zur Nutzung energetischer Potentiale... Weiterlesen 02.05.2016 München, Deutschland Abwasserwärmenutzung und Wiederverwendung von Prozesswärme im Klinikum rechts der Isar Das Klinikum rechts der Isar ist das Universitätsklinikum der Technischen Universität München (TUM). Auf vielen Gebieten... Weiterlesen 12.05.2015 Basel, Schweiz Nutzung der Abwärme von vor Ort anfallendem Abwasser - Praxisbericht am Beispiel des Altersheims Hofmatt/Schweiz Abwasser als Wärmequelle für Wärmepumpensystem stellt eine hocheffiziente Energiequelle und -senke dar. Ihre Verwendung... Weiterlesen 23.03.2015 "Win - Win" durch RoWin: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Wärmerückgewinnung Nachfolgende Anwendungen der Abwasser- und Prozesswasserwärmenutzung zeigen, wie auch in der Praxis die... Weiterlesen 18.10.2012 München, Deutschland Heizen mit Wärme aus Abwasser: Bayerischer Energiepreis 2012 in der Kategorie Energiekonzepte und Initiativen geht an HUBER SE! Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Zeil verlieh am 18. Oktober in Nürnberg den Energiepreis 2012. Das Unternehmen... Weiterlesen 15.10.2012 Witzenhausen, Deutschland Energie aus Abwasser - der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin etabliert sich mehr und mehr A sewage treatment plant in Witzenhausen, a retirement home in Switzerland, and an office building in France – What do... Weiterlesen 21.03.2012 Leukerbad, Schweiz Thermalbad nutzt HUBER-Technik zur Wärmerückgewinnung Leukerbad hat eines der grössten Spa & Ferien Resorts in den Alpen. Die Huber SE hat den RoWin Wärmetauscher unter... Weiterlesen 24.10.2011 Winterthur, Schweiz Drei HUBER-Projekte zur Abwasserwärmenutzung in der Schweiz Die Technik der Abwasserwärmenutzung wir in der Schweiz sehr gut angenommen. Drei Projekte zeigen, wie unsere Kunden... Weiterlesen 30.08.2010 Berching, Germany Wärmerückgewinnung aus Rohabwasser Umweltkatastrophen wie die Ölpest im Golf von Mexiko, die Weltwirtschaftskrise und immer knapper werdende Ressourcen... Weiterlesen 21.07.2010 Winterthur, Schweiz Erste HUBER ThermWin-Anlage für Abwasser-Wärmenutzung in der Schweiz HUBER ThermWin hilft dem Wintower in Winterthur bei einer aufwändigen Sanierung seinen Glanz vergangener Tage... Weiterlesen 01.06.2010 Berching, Deutschland Energierückgewinnung aus Filtratwasser auf Kläranlagen Durch den Einsatz des Abwasserwärmetauschers HUBER RoWin kann Wärmenergie aus Filtratwasser entzogen und genutzt werden... Weiterlesen 10.12.2009 HUBER Abwasserwärmetauscher als Beckenversion RoWin C For optimal utilisation of the potential energy contained within the wastewater flow the best position where to install... Weiterlesen[...]
[...]Witzenhausen, Deutschland Was haben eine Kläranlage in hessischen Witzenhausen, ein Seniorenheim in der Schweiz und ein Bürogebäude in Frankreich gemeinsam? Die Antwort lautet: Sie werden in der kommenden Heizperiode mit umweltfreundlicher und "regenerativer" Energie aus Abwasser versorgt. Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin zeigt dabei seine Fülle an Einsatzmöglichkeiten auf. Im Schatten des Grossauftrages zur Klimatisierung des Innenministeriums in Stuttgart waren es in den vergangenen Monaten die "Kleinaufträge", welche die Bandbreite der Energierückgewinnung aus Abwasser mit dem HUBER ThermWin®-System aufzeigten. So wird beispielsweise auf der Kläranlage Witzenhausen die Energie des Abwassers zur Erwärmung des Faulturms, sowie zur Beheizung der Kammerfilterpresse und des Betriebsgebäudes genutzt. Grund für diese Massnahme war die Tatsache, dass die benötigte Energiemenge durch das mit Klärgas betriebene BHKW vorwiegend in den Wintermonaten nicht bereitgestellt werden kann. Diesem Umstand begegnete man bisher durch den Einsatz von Erdöl zur Unterstützung des Brennwertkessels. Nachdem insbesondere auf Kläranlagen eine grosse Menge an (warmen) Abwasser vorliegt, kann dieses ideal als alternative Energiequelle zu teurem Öl verwendet werden. HUBER erstellte hierzu ein schlüssiges Konzept mit dem HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin sowie einer abgestimmten Wärmepumpe und ist somit für die Wärmebereitstellung verantwortlich. Ein Verfahren, welches sicherlich auf vielen Kläranlagen reproduzierbar ist. Gut 500 km südlich von Witzenhausen, in der Nähe von Basel, liegt Münchenstein. Der Ort mit ca. 12.000 Einwohnern ist bereits seit dem Jahr 2000 offiziell als Energiestadt gelistet. Eine Tatsache, welcher die gesamte Bevölkerung mit Stolz erfüllt. Trägt man doch seinen Teil dazu bei, dass Klimaziele erreicht werden und unser Lebensraum erhalten bleibt. Da diese Auszeichnung allerdings nach drei Jahren überprüft und neu vergeben wird, steht Münchenstein sozusagen in der Bringschuld. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass das ortsansässige Alters- und Pflegeheim Hofmatt regenerative Energiequellen für den Um- und Neubau der Pflegeeinrichtung vorsieht. Erstmals wird hierbei der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin exklusiv mit dem Abwasser des Gebäudes beschickt. Kurze Wege innerhalb des Gebäudes und eine gewisse Pufferwirkung des Wärmetauschers sorgen für ein hohes Wärmeniveau an der angeschlossenen Wärmepumpe. Diese arbeitet dadurch mit hohen Leistungszahlen und sorgt somit wirtschaftlich und effizient für die Warmwasseraufbereitung des Gebäudes. Durch diese innovative „Kreislaufführung“ der Wärmeenergie werden fossile Brennstoffe eingespart und Münchenstein kann zurecht auf weitere Auszeichnungen hoffen. Wandert man von Münchenstein ca. 700 km auf der europäischen Landkarte nach Westen macht man Station in Tours. Die Grossstadt mit knapp 140.000 Einwohnern liegt zwischen Orléans und der Atlantikküste und erhält ab diesem Herbst das Prädikat der ersten HUBER ThermWin®-Anwendung in Frankreich. Im Ortsteil Saint Pierre des Corps wird ein Bürogebäude mit ca. 2.100 m² Fläche errichtet, welches an Firmen und Ämter vermietet werden soll und noch in diesem Jahr mit dem örtlichen Arbeitsamt seinen ersten Mieter findet. Wie bereits in dem Projekt Winterthur in der Schweiz erfolgreich umgesetzt wird auch hier die Anlage zum Heizen und Kühlen genutzt. Die Entscheidung für HUBER fiel letztendlich nach der Besichtigung der seit zwei Jahren in Betrieb befindlichen Anlage in Straubing. Die vom dortigen Betreiber bescheinigte hohe Betriebssicherheit und die somit konstante Wärmeübertragung überzeugten den Investor aus Frankreich. Anwendungsfälle, wie Energieeinsparung auf Kläranlagen, Unterstützung von Heizanlagen in Wohngebäuden und öffentlichen Anlagen oder Klimatisierung von Bürogebäuden, sind für Wärmepumpen nichts Besonderes. Allerdings stellt das kommunale Abwasser in den vorgestellten Anwendungsfällen eine bisher kaum beachtete und selten genutzte Energiequelle dar. Eine Quelle, die idealerweise über eine hohe Wärmekapazität und hohe Temperaturen während der Heizperiode verfügt. Bei der Vergabe dieser Merkmale stand das Abwasser in der vordersten Reihe und der Makel des Verschmutzungsgrades des Abwassers wird durch den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin eindrucksvoll eliminiert. Nach Deutschland und der Schweiz springt nun auch Frankreich auf den „Energie-aus-Abwasser-Zug“ auf. Bepackt mit Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen und lukrativen Einsparungsmöglichkeiten wird er in naher Zukunft rasant an Fahrt aufnehmen und sicherlich weitere europäische Standorte in seinen Fahrplan aufnehmen.[...]
[...]München, Deutschland Im Rahmen der Münchner Bildungsbauoffensive, Deutschlands grösstem kommunalen Bildungsbauprogramm, wurde 2020 beschlossen, im Stadtteil Freimann / Kleinlappen einen Neubau einer Kindertagesstätte mit drei Kinderkrippengruppen zu errichten. Die Wahl der Örtlichkeit fiel auf ein noch unbebautes Grundstück im Josef-Wirth-Weg. Besonders an dem Bauplatz ist ein Abwasserkanal, der etwas erhöht im Norden des Grundstücks in einem Damm verläuft. Es handelt sich nicht nur um einen einfachen Sammelkanal, sondern einen der Hauptzuläufe des Münchener Klärwerks Gut Grosslappen. Nachhaltigkeit als Leitgedanke bei Planung und Bau Von Anfang an stand das Thema Nachhaltigkeit beim Planen der Kita im Vordergrund. Die Kita wurde als Passivhaus in Holzbauweise geplant. Das Gebäude sollte zu 100 % erneuerbar sein. So wurde das Ingenieurbüro Eder damit beauftragt, ein den Nachhaltigkeitsanforderungen des Bauherrn entsprechendes Energiekonzept zu erarbeiten und aufzuplanen. Alternative Energiequellen im Fokus Da die Örtlichkeit aber ausserhalb der städtischen Fernwärme lag, musste man andere Möglichkeiten der Energiegewinnung untersuchen. Neben der oberflächennahen Geothermie wurde überlegt, sich die Wärme des Abwassers im direkt vorbeifliessenden Kanal zunutze zu machen. HUBER als Partner für innovative Energienutzung So kam es, dass bei HUBER Ende 2021 eine Anfrage des Ingenieurbüros für eine Machbarkeitsuntersuchung des HUBER ThermWin-Systems gestellt wurde. Erste energetische Auslegungen von HUBER zeigten, dass hier hervorragende Bedingungen zur Abwasserwärmerückgewinnung herrschten. Auch zeigte ein Vorort-Termin gemeinsam mit HUBER, dem Ingenieurbüro und den Münchner Stadtentwässerungsbetrieben, dass die Lage des Kanals und dessen Höhenverhältnis zum Bauplatz eine solche Anwendung begünstigen. Die Stadt München forcierte nun, die Kita mit einer Anlage zur Abwasserwärmerückgewinnung zu beheizen und das Ingenieurbüro Eder bekam den Planungsauftrag. Bisher einzigartige Aufstellung der Anlagentechnik Während der gesamten Planungsphase stand HUBER immer für Fragen zur Verfügung und stellte kostenlos über die hauseigene Anlagenplanung entsprechende Pläne des Schachtes und der Anlagentechnik zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Hochbauamt, dem Architekten und dem Ingenieurbüro wurde die Implementierung des ThermWin-Systems in das offene Gruppenkonzept der Kita erarbeitet. So kam es zu einer bis jetzt einzigartigen Aufstellung der Anlagentechnik: Im ersten Obergeschoss sollte der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin samt Wärmepumpe installiert werden, in einem Nebengebäude unter dem Kinderwagenstellplatz wurde der Schacht für die Schachtsiebanlage geplant. Lieferung und Inbetriebnahme Mitte 2023 kam es dann zur Ausschreibung des Gewerks für den Heizungsbau, welcher auch die HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT® RoK4 300 und den Abwasserwärmetauscher RoWin 4 umfasste. Den Zuschlag bekam ein in München ansässiger Anlagenbauer für den Heizungsbau, welcher Ende 2023 bei HUBER bestellte. Im Herbst 2024 wurde dann die HUBER-Technik auf die Baustelle geliefert und vom Service montiert. Im Dezember fand die Inbetriebnahme der Heizzentrale statt.[...]