Nutzen der thermischen Energie des Prozesswassers zur Reduzierung von Betriebskosten
Ein Großteil der industriellen Abwässer stammt aus dem Bereich der Nahrungsmittelproduktion: Schlachthäuser, Brauereien und Getränkeindustrie, Brennereien und Molkereien.
Auch Abwässer aus der Chemischen Industrie oder der Mineralölverarbeitung sind Bestandteil der industriellen Abwässer. Industriespezifisch unabhängig haben diese unterschiedlichen Abwässer eine Gemeinsamkeit: Der hohe Energiegehalt dieser Abwasserströme.
Rückgewinnung thermischer Energie aus Prozesswasser
Die Wiederverwendung der bereits im Produktionskreislauf enthaltenen thermischen Energie wird in der aktuellen Zeit immer wichtiger. Hierzu kann gerade bei industriellen Prozesswässern mit hohen Temperaturniveaus beträchtliche Mengen an thermischer Energie zurückgewonnen werden, um so beispielsweise frisches Prozesswasser auf das für den eigentlichen Produktionsprozess notwendige Temperaturniveau zu heben. Ist dies nicht sinnig, dann besteht die Möglichkeit, diese Energie anderen Prozessen zuzuführen oder für andere Zwecke (z.B. Energiecontracting) einzusetzen.
Kühlung von industriellem Abwasser
Die Abwasserreinigung von Industrieabwasser kann entweder in einer eigenen Kläranlage erfolgen (Direkteinleiter) oder nach einer eventuellen Teilreinigung in eine öffentliche Kläranlage (Indirekteinleiter) erfolgen. Unabhängig davon, ob gereinigtes Abwasser direkt in einen Vorfluter abgegeben oder in die öffentliche Kanalisation eingeleitete wird muss sichergestellt werden, dass die Einleittemperaturen nicht zu hoch sind und die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden.