Es können sowohl biologische Überschussschlämme, Flotatschlämme, Primärschlämme, aber auch andere Reststoffe wie Papierfasern behandelt werden. Gerade bei industriellen Schlämmen sollte aber vorab ein Test im Labor oder mittels Pilotanlage stehen.
Entsorgungskosten für Reststoffe und Schlämme reduzieren
Verfahrenstechnologie
HUBER Lösungen für die Reduktion der Entsorgungskosten
Je nach dem vorgelagerten Prozessschritt weisen die Schlämme Wassergehalte von 95 bis über 99 % auf, d. h. bestehen zum allergrössten Teil aus Wasser. Da sowohl die Entsorgung derart wässriger Schlämme schwierig und aufwändig ist und ausserdem hohe Transportkosten anfallen, müssen diese Schlämme weiter behandelt werden.
Folgende Prozessschritte sind üblich:
- Schlammeindickung: Wassergehalt wird reduziert auf 90 – 95%, der Schlamm verhält sich trotzdem noch wie eine Flüssigkeit
- Schlammentwässerung: Wassergehalt wird reduziert auf 60 – 80 %, der Schlamm ist stichfest
- Schlammtrocknung: Wassergehalt wird reduziert auf weniger als 10 %, der Schlamm ist ein trockenes Material
Zumindest die Eindickung und Entwässerung von Schlamm ist direkt am Ort der Entstehung, d. h. beim Industriebetrieb – üblich, währenddessen eine Schlammtrocknung nur bei sehr grossen Schlammmengen wirtschaftlich ist und daher eher in externen Einrichtungen durchgeführt wird.
Durch die starke Kompaktierung des Klärschlamms und Prozessschlamms wird der Trockenrückstand (TR) erhöht, die Transportmengen und damit auch die Transportkosten auf ein Minimum reduziert und der Schlamm optimal für nachfolgende Aufbereitungsschritte vorbereitet.
HUBER hat über jahrzehntelange Erfahrung mit der Dimensionierung und Auswahl der optimalen Maschinentechnik für den jeweiligen Anwendungsfall der Schlammbehandlung. Überwiegend kommen bei industriellen Anwendungen der HUBER Scheibeneindicker S-DISC sowie die HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® und die HUBER Schneckenpresse S-PRESS zum Einsatz. Zur Vorabeinschätzung können Laborversuche durchgeführt, sowie containergestützte Pilotanlagen zur Verfügung gestellt werden.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Die maximale Entwässerung oder Volumenreduktion hängt von vielen Faktoren hinsichtlich der Schlammqualität ab. So spielen beispielsweise der Glühverlust (Anteil der Masse organischen Materials an der gesamten Masse des Materials), Leitfähigkeit und v. a. die Wahl der richtigen polymeren Flockungshilfsmittel eine grosse Rolle. Im Rahmen von Labor- oder Pilottests kann HUBER vorab die möglichen Potentiale ermittelt werden.
Der maximale Entwässerungsgrad lässt sich analytisch bestimmen und wird auch oft als TRA-Wert bezeichnet. Dieser Wert bezeichnet den maximalen Trockenrückstand (TR), der durch mechanische Schlammbehandlung erreichbar ist und hängt wie oben genannt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Manche Schlämme entwässern bis über 50 % TR, bei anderen Schlämmen hingegen ist bei 15 % TR oder weniger Schluss.
Das grösste Potential zur Reduzierung von Entsorgungskosten für Schlämme stellt neben der grundsätzlichen Vermeidung die Eindickung oder Entwässerung dar. Dabei werden durch Wasserentzug die Volumina und damit die Mengen bei gleichbleibenden Feststoffgehalt reduziert. Da die Abrechnung meist nach Volumen oder Tonnage erfolgt, sinken damit die Kosten.
Bei Bei Schlamm und Reststoffen aus der Industrie ist die Entsorgung über private Entsorgungsunternehmen, über kommunale Kläranlagen (z. B. auch Co-Vergärung energiereicher Flotatschlämme) oder in zugelassenen Biogasanlagen üblich. Durch diese Stellen werden die Schlämme nach maximaler mechanischer Entwässerung oftmals in Schlammtrocknungsanlagen thermisch weiter behandelt und danach thermisch verwertet bzw. verbrannt.
Bei Produktionsschlämmen kann auch eine Wiederverwendung möglich sein.











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