[...]Muta Mazar , Jordan Bisher wird der anfallende Klärschlamm in Jordanien zum Grossteil an freien Stellen gelagert oder auf dafür meist ungeeigneten Deponien untergebracht. Dieses Vorgehen wirkt sich negativ auf die Qualität des Oberflächen- und Grundwassers in den betroffenen Regionen aus und verursacht ausserdem hohe Emissionen durch die Freisetzung von Methan. Zudem führt es in der Praxis dazu, dass vorhandene Ressourcen ungenutzt bleiben. Verbesserung des Klärschlamm-Managements Durch die Zielsetzung, die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit des Klärschlamm-Managements im Land zu verbessern, sind derzeit vielerorts vergleichbare Projekte in Planung. Nun gelang es der HUBER SE Anfang 2024, das erste derartige Projekt für sich zu gewinnen. Damit konnten HUBER und seine Tochtergesellschaft MENA Water einen ersten Meilenstein setzen. Die Bauzeit bis zur Inbetriebnahme betrug nur zehn Monate, die schlüsselfertige Anlage mit dem Gewächshausbau wurde somit in Rekordgeschwindigkeit fertiggestellt. Komplett geplant wurde das Projekt durch MENA Water und die HUBER SE, koordiniert wurde es von MENA Water. HUBER Schlammwender SOLSTICE ® für Kläranlage Muta Mazar Nach jahrelanger, intensiver Beratung und in enger Zusammenarbeit mit MENA Water konnte zu Beginn des Jahres der Auftrag für die Lieferung einer Linie HUBER Schlammwender SOLSTICE® inklusive dazugehöriger Steuerung, Ventilatoren, Sicherheits- und Klimatechnik gemeinsam gewonnen werden. Auf der Kläranlage in Muta Mazar im Westen Jordaniens können künftig 1.500 t/a Klärschlamm von 70.000 Einwohnern bei einer Entwässerungsleistung auf 20 % TR in einem Gewächshaus von 12 x 80 m getrocknet werden – nachhaltig und klimaneutral durch die Nutzung der vorhandenen Sonnenenergie. Klärschlamm wird wertvoller Rohstoff Der HUBER Schlammwender SOLSTICE® zeichnet sich durch seine einfache Bedienbarkeit und hohe Zuverlässigkeit aus. Beschickt wird die neue Anlage künftig manuell mit Hilfe von Radladern. Der behandelte Klärschlamm wird im Nachgang zu alternativem Brennstoff, Industrierohstoff oder Kompostzusatz verarbeitet. Damit wird der Klärschlamm zukünftig für den Betreiber zum wertvollen Rohstoff und kann somit eine Wertsteigerung erzielen. Die HUBER SE ist stolz, den internationalen Markt erweitern zu können und die Nachhaltigkeit in der Region zu verbessern.[...]
[...]Vohburg und Kahla, Deutschland Die Thematik des Ersatzes eines traditionellen Vorklärbeckens durch eine mechanische Siebung war bereits Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen. Die HUBER SE stellte sich bereits vor einigen Jahren und dies als erstes Unternehmen in Deutschland dieser neuen Herausforderung. Die Leistung der bereits installierten Anlagen, deren zuverlässiger Betrieb und daraus resultierend energetische Einsparungen beim Betrieb der Kläranlagen stellen bereits heute eine Erfolgsgeschichte dar, wie die Projekte Vohburg und Kahla eindrucksvoll demonstrieren. Kläranlage Vohburg: Komplette Modernisierung zur energetischen Optimierung Vohburg an der Donau ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Die Stadt liegt an der Nordgrenze des Landkreises, etwa 15 km donauabwärts von Ingolstadt. Die Altstadt wird eingerahmt von den Flussläufen der Donau, Kleine Donau und der Paar. Am südlichen Stadtrand fliesst zudem die Ilm. Vohburg könnte somit als „Vierflüssestadt“ bezeichnet werden. Die Gemeinde Vohburg und deren Anschlussgebiete wachsen stetig, die Kapazität der Kläranlage leider nicht. Aus diesem Zusammenhang heraus hat sich die Notwendigkeit ergeben, die Kapazität der Kläranlage Vohburg von 9.000 EW auf 14.000 EW auszubauen. Der Umfang der Sanierung beinhaltet eine grundlegende Umstellung der Prozessführung von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung. Ein Vorteil der anaeroben Prozessführung ist, dass bis zu 30% Belüftungsenergie eingespart werden können. Die Kosten für die Belüftungsenergie einer aerob schlammstabilisierten Kläranlage sind mit einer der grössten Posten im Haushalt einer Gemeinde. Für Kläranlagen bedeutet dies, dass ca. 60% der Gesamtkosten durch die Belüftungsenergie der biologischen Reinigungsstufe anfallen. Ein zusätzlicher Vorteil ist bei Umstellung auf anaerobe Faulung, dass 50% des Stroms von der Kläranlage zukünftig selbst produziert werden. Um dieses Vorhaben einer Prozessumstellung überhaupt realisieren zu können, sind viele Faktoren von Bedeutung. Zum einen muss der Platzbedarf für ein traditionelles Vorklärbecken gegeben sein und zum anderen muss genügend Fläche vorhanden sein, um einen Faulbehälter und ein BHKW planerisch umsetzen zu können. Falls die Kläranlage noch nicht über eine Schlammentwässerung verfügt, muss zusätzlich eine mechanische Entwässerung mit eingeplant werden. Bei dem Projekt Vohburg war der technische Aufwand zum Bau eines Vorklärbeckens nicht wirtschaftlich darstellbar. Das planende Ingenieurbüro BBI Ingenieure GmbH und die Stadt Vohburg haben deshalb die Möglichkeit einer mechanischen Alternative zum Vorklärbecken genauer untersucht. Dem Einsatz des HUBER Trommelsiebes LIQUID zur Entfrachtung des Abwasserstroms vor der biologischen Stufe sollte jedoch nur zugestimmt werden, wenn vorangehende Tests mit einer HUBER Vorführanlage zeigen, dass das HUBER Trommelsieb LIQUID die geforderten Reduktionsleistungen erreicht. Die HUBER SE stellte daher eine Versuchsanlage für 3–4 Wochen bereit. Betreut wurde dieser Versuch durch die Fachhochschule Nürnberg und ein HUBER Team. Das Trommelsieb LIQUID musste sich auf dieser Kläranlage mit einem Siebbandsystem eines Wettbewerbers vergleichen. Wie die Ergebnisse zeigten, konnte das Trommelsieb LIQUID durch wesentlich bessere Reduktionsleistungen hinsichtlich AFS und CSB als auch durch die Betriebssicherheit des Systems deutliche Vorteile vorweisen. Trotz der sehr geringen Konzentration hinsichtlich AFS zeigte die HUBER-Lösung eine Reduktionsleistung von 70%. Und trotz des teilweise hohen Fremdwassereintrags und einem Verhältnis von 50% partikulär / 50 % gelöstem CSB konnte immer noch eine Abscheideleistung von 29% CSB Gesamt erreicht werden. Ein hervorragendes Ergebnis unter diesen Bedingungen. Der max. Zufluss auf die Kläranlage Vohburg beträgt 360 m³/h. Das dort installierte HUBER Trommelsieb LIQUID ist ebenfalls auf 360 m³/h ausgelegt und trägt zur Entlastung der biologischen Stufe bei. Dies bedeutet konkret eine Senkung der Belüftungskosten um bis zu 30%. Zur Verarbeitung des anfallenden Schlammes aus dem Trommelsieb LIQUID sind HUBER Scheibeneindicker S-DISC auf der Kläranlage installiert. Um diesen eingedickten Schlamm energetisch zu verwerten, wurde ein Faulbehälter errichtet. Der ausgefaulte Schlamm wird anschliessend über eine HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® entwässert. Des Weiteren war es notwendig, ein BHKW zu integrieren, welche den Gasertrag aus dem Faulbehälter in Elektrizität umwandelt. Wie bereits erwähnt, kann der selbst erzeugte Strom zur Eigennutzung verwendet oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die Inbetriebnahme fand Ende 2019 statt. Reduktion der Betriebskosten um 35.000 Euro pro Jahr Zum Zeitpunkt der Planung wurde für diese Kläranlage mit einer Ausbaustufe von 14.000 EW mit einer Reduktion der Betriebskosten von 35.000 Euro/Jahr gerechnet. Das HUBER Trommelsieb LIQUID hat als wichtigster Baustein des Gesamtkonzepts massgeblich zur erfolgreichen energetischen Sanierung der Kläranlage Vohburg beigetragen. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie mit der Massnahme der Prozessumstellung von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung wertvolle Ressourcen geschont, ein finanzieller Mehrwert beim Kläranlagenbetreiber generiert und gleichzeitig die Umwelt entlastet werden kann. Massnahmen: HUBER Trommelsieb LIQUID HUBER Scheibeneindicker S-DISC Faulbehälter inkl. BHKW HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Nutzen: 24 % Einsparung Belüftungsenergie nach Erreichen der Ausbaustufe Eigenstromversorgung der Kläranlage von 50 % (ca. 140.000 kWh/a) 40 % Reduzierung der Entsorgungskosten Nutzung der Abwärme von BHKW zur Gebäudeheizung Einsparung durch reduzierte Strombezugs- und Schlammentsorgungskosten betragen ca. 80.000 €/Jahr Neue Wege – neue Möglichkeiten: Die energetische Ertüchtigung der KA Kahla Kahla ist eine Kleinstadt im Mittleren Saaletal, südlich von Jena. Kahla ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal, selbst aber kein VG-Mitglied. Bekannt ist Kahla für das Kahlaer Porzellan, welches dort seit über 150 Jahren hergestellt wird. Die Kläranlage Kahla profitierte von einem europäischen Förderprogramm. Um die Kläranlage energetisch zu sanieren, wird bei Kläranlagen der Grösse 8.000–50.000 EW häufig eine verfahrenstechnische Optimierung vorgenommen. Im Speziellen bedeutet dies für kleinere bis mittlere Kläranlagen, das ursprünglich für solche Kläranlagengrössen geplante Konzept der aerob schlammstabilisierten Kläranlage auf das neue Konzept der anaerob schlammstabilisierten Kläranlage umzurüsten. Ab einer Grösse von 50.000 EW werden Kläranlagen in der Regel ohnehin nur mit anaerober Schlammstabilisierung betrieben. Im Projekt Kahla mit einer Ausbaugrösse von 15.000 EW konnte das HUBER Trommelsieb LIQUID in die hydraulische Verbindungsleitung zwischen Sandfang und Belebung über einen Nebenstrang eingebunden werden. Hierfür wurde ein leerstehendes Becken für die Aufnahme der Maschinentechnik genutzt. Somit musste kein neuer Baukörper errichtet werden. Ausschlaggebend war auch der höhere Abscheidegrad gegenüber einer Vorklärung. Denn das Abwasser in Kahla ist kein Herkömmliches. Es liegt ein überwiegender Anteil an löslichem CSB vor, welcher aus dem Bereich der angeschlossenen Lebensmittelbranche stammt. Hierdurch wird das Verhältnis zwischen löslichem CSB und partikulärem CSB in Richtung löslichen CSB verschoben. Da die Auslegung eines Vorklärbeckens massgeblich von der hydraulischen Belastung bestimmt wird, muss ein unnötig grosser Baukörper für den gewünschten Abscheidegrad an partikulärem CSB (nur dieser ist durch mechanisch-physikalische Verfahren abscheidbar) errichtet werden. Bei der Auslegung einer Feinstsiebung spielt diese Verhältnisverschiebung eine untergeordnete Rolle. Die ansässige Lebensmittelbranche hatte ihre Produktionskapazität wesentlich erhöht, so dass eine Belebungsbeckenvergrösserung notwendig gewesen wäre. Durch die Installation der Feinstsiebung konnte jedoch aufgrund der bereits beschriebenen Vorteile dieser Technologie die notwendige Belebungsbeckenvergrösserung unterbunden werden. Das Trommelsieb wurde so eingeplant, dass keine zusätzlichen Anpassungen an das Bauwerk notwendig waren. Lediglich eine Rohrleitung in und eine Rohrleitung aus dem Behälter des HUBER Trommelsiebes LIQUID war erforderlich. Eine Notumgehung war bereits vorhanden. Zur Verarbeitung des anfallenden Schlammes aus dem HUBER Trommelsieb LIQUID sind HUBER Scheibeneindicker S-DISC installiert. Um diesen eingedickten Schlamm energetisch verwertbar aufzuschliessen, wurde ein 2-Phasen-Faulbehälter errichtet. Des Weiteren war es notwendig, ein BHKW in Form einer Gasturbine zu integrieren, welche den Gasertrag aus dem Faulbehälter in elektrischen Strom umwandelt. Die Inbetriebnahme der Anlage fand Ende 2019 statt. Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Arequa konnte dieses aussergewöhnliche, innovative und zukunftsfähige Konzept entwickelt werden. Die Bürger werden es danken, wenn durch diese Massnahmen der energetischen Sanierung einer Kläranlage Kosten für Abwassergebühren trotz steigender Strom- und Schlammentsorgungspreise mittelfristig stabil gehalten werden können. Massnahmen: HUBER Trommelsieb LIQUID HUBER Scheibeneindicker S-DISC Faulbehälter inkl. BHKW Nutzen: Gleichbleibende Belüftungsenergie trotz erhöhter Frachten (CSB/AFS) Eigenstromversorgung der Kläranlage von ca. 146.000 kWh/a 20 – 30% weniger Schlammanfall zur Entwässerung (Reduzierung der Entsorgungskosten) Nutzung der Abwärme von BHKW zur Beheizung des Faulbehälters[...]
[...]Titting, Deutschland Als langjähriger HUBER-Kunde, der neuen Lösungen sehr offen gegenübersteht, hat sich die Brauerei Gutmann aus Titting auch auf unserer neuen digitalen Plattform umgesehen. Der für die Wartung der Kläranlage zuständige Mitarbeiter Florian Reinhold erhielt über shop.huber.de Zugang zum Kundenbereich und fand sich sofort intuitiv zurecht: „Ich sehe hier unsere Maschine und kann in der Ersatzteilliste genau erkennen, welchen Artikel ich nachbestellen kann“, berichtet Reinhold, der bereits mehrfach über unseren Onlineshop Onlinebestellungen getätigt hat. Seine Rückmeldungen zur Benutzerfreundlichkeit sind durchweg positiv. Besonders langwieriges Durchblättern von Ordnern und Unterlagen entfällt, was Zeit und Nerven beim zuständigen Mitarbeiter einspart. Im Gespräch mit Digital Plattform Manager Christian Meier und den Global Service Mitarbeitern Christian Thede und Verena Burger berichtete Reinhold von seinen Erfahrungen im Umgang mit anderen Online-Plattformen, die er in seinem Arbeitsalltag in der Brauerei für Bestellungen und Kundenservice nutzt. HUBER setzt sich mit diesem Digitalisierungsschritt als der erste Maschinenhersteller im Wasser- und Abwasserbereich an die Spitze und überzeugt durch Kundennähe und moderne Prozesslösungen. Live-Test der Plattform beim Kunden vor Ort Beim gemeinsamen Navigieren durch den Mitgliederbereich und Auslösen einer Angebotsanfrage erlebte Meier die Performance der Plattform im Live-Test vor Ort beim Kunden: „Es war sehr informativ zu sehen, wie der Kunde auf die Shop-Seite gelangt, worauf sein Blick als erstes fällt und wo er instinktiv klicken möchte“, fasst Meier den Kundenbesuch positiv zusammen. „Besonders Kunden mit mehreren installierten HUBER-Maschinen würden von einer kleinen bildlichen Darstellung zur Erleichterung der Unterscheidung profitieren. Für uns sind die Maschinennamen und die notwendigen Ersatzteile alltäglich, aber dem Kunden hilft ein kleines Bild und erläuternde Texte, um sich beim Onlineshopping noch einfacher zurechtzufinden.“ Historie der Gutmann-Anlage Die Privatbrauerei Gutmann steht seit vielen Jahren in gutem Kundenkontakt zur HUBER SE. Im Jahre 1998 errichtete Gutmann eine neue Abwasserbehandlungsanlage zur Reinigung des Produktionsabwassers aus Mälzerei, Sudhaus, Flaschenreinigung, Abfüllung, usw. Es wurde damals eine HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 zur Feststoffabscheidung installiert. Nach Behandlung im Misch- und Ausgleichsbecken (Abk. MAB mit Lufteintrag und Homogenisierung) wird das Abwasser an die kommunale Kläranlage abgegeben, da mittels dieser Abwassereinigungsanlage die CSB-Einleitwerte bzw. EGW-Werte erreicht werden. Da bei Gutmann damals die Produktion enorm gestiegen ist, musste die Anlage mehr Produktionsabwasser reinigen. Die Siebung verkraftete diese Steigerung ohne Problem, doch das belüftete MAB hatte das Problem, zu viel Schlamm zu produzieren und in die Kläranlage abzugeben. Durch die erhöhte Schlammabgabe im Ablauf zur Kläranlage wurden die geforderten Einlaufwerte nicht mehr erreicht. Lösung dank eigener Kläranlage Die Firma Gutmann wandte sich im Mai 2003 erneut an HUBER und erläuterte ihr Problem mit dem erhöhten Schlammanfall und dessen Auswirkung. Wir schlugen vor, den Ablauf des MAB mit unserem ROTAMAT® Scheibeneindicker RoS2S (Versuchsanlage) zu behandeln, um den Schlamm zurückzuhalten und dem Kunden die Anlage in Betrieb zu zeigen. Nachdem die Analyse des Ablaufs der Versuchsanlage einen Feststoffgehalt von 0,4% TS erreichte, wurden Flockungsmittelversuche durchgeführt. Mit einem Produkt aus dem Hause CIBA konnte die beste Flockenbildung erreicht werden, dieses kam somit beim ersten Anfahren des Scheibeneindickers zum Einsatz. Der Schlamm im Zulauf mit 0,4 % TS konnte sofort auf 7,20 % TS eingedickt werden. Der zurückgehaltene Schlamm wurde wieder in das MAB zurückgepumpt, um die dortige Schlammkonzentration zu erhöhen. Das nahezu feststofffreie und glasklare Filtrat hatte eine Belastung von 1 bis 2 ml/l. So konnte es bedenkenlos in den Kanal abfliessen. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC Gutmann war seitdem derart zufrieden mit den HUBER Maschinen und Lösungen, dass die Entscheider 2017 beim Bau einer eigenen Kläranlage erneut darauf zurückgriffen. Die Anlage sollte eine Auslastung von 16.000 EW haben, da die kommunale Kläranlage in Titting mit einer Auslegung für 6.000 EW nicht ausreichte. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC ist dort installiert und läuft zur höchsten Zufriedenheit. Auch in Zukunft eng verbunden Der Austausch endete mit einer interessanten Brauereiführung zum Thema CO 2 -Fussabdruck und Emissionen, die den gelungenen Abschluss bildete. Florian Reinhold bestätigte, auch weiterhin Angebote in PDF-Form und Bestellungen direkt über die HUBER Digital Platform abzuwickeln. Unser Team ist dankbar für den authentischen und hilfreichen Austausch.[...]
[...]Lyon, Frankreich Im Südwesten von Frankreichs drittgrösster Stadt Lyon entsteht aktuell das neue moderne Viertel La Saulaie. Dort werden neue Wohnungen und Häuser für mehr als 2.000 Menschen sowie Gewerbeflächen, Parks und Freizeiteinrichtungen entstehen. Zu diesem Zweck wird das direkt am Ufer der Rhone gelegene bestehende Viertel modernisiert und erweitert, wofür das mittlerweile ungenutzte Gelände der französischen Bahngesellschaft SCNF zur Verfügung steht. Nachhaltige Energieversorgung Da das Thema Nachhaltigkeit in Frankreich eine ähnlich grosse Rolle wie in Deutschland spielt, war für die Projektentwickler der Stadt Lyon eine nachhaltige Energieversorgung des Viertels besonders wichtig. Der naheliegende Abwasserkanal bietet für die Wärmeversorgung optimale Voraussetzungen. Der Konzern Engie SA hatte bereits 2021 den Zuschlag als Energieversorger erhalten. HUBER-Technik für Energierückgewinnung Im Laufe der Planung konnte HUBER mit zuverlässiger Maschinentechnik und mittlerweile mehr als 14 Jahren Erfahrung im Bereich Energie aus Abwasser punkten. Unsere Tochtergesellschaft HUBER Frankreich erhielt 2024 den Auftrag für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von sechs HUBER Abwasserwärmetauschern RoWin14. Leistungsdaten Abwassermenge: 336 l/s (1.200 m³/h) Abwassertemperatur: 11 °C – 23 °C Heizleistung im Winter: 2,9 MW Kühlleistung im Sommer: 4,6 MW Mehr Informationen auf der offiziellen Website des Projekts: https://www.projet-lasaulaie.fr/le-projet/decouvrir-le-projet[...]
[...]Deutschland Seit 1. Januar 2025 ist sie nun in Kraft – die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL). Einer der zentralen Punkte ist die flächendeckende Einführung der vierten Reinigungsstufe in Europa. Diese betrifft alle Kläranlagen grösser 150.000 EW und grösser 10.000 EW in sensitiven Gebieten, welche von den Mitgliedsstaaten bis Ende 2030 festgelegt werden müssen. Deutschland, allen voran Baden-Württemberg, hat hier bereits eine wichtige Vorreiterrolle übernommen und in den vergangenen Jahren schon etliche Kläranlagen um eine Vierte Reinigungsstufe erweitert. Viele dieser ersten grosstechnischen Pionieranlagen setzen dabei auf die bewährten Technologie-Bausteine von HUBER. Vierte Reinigungsstufe Westerheim bereits seit 2015 in Betrieb So zum Beispiel die Kläranlage Westerheim auf der Schwäbischen Alb, welche als eine der ersten Kläranlagen Deutschlands schon 2015 eine Vierte Reinigungsstufe erhielt. Dort schützen die beiden HUBER Sandfilter CONTIFLOW® die nachgeschaltete Aktivkohlestufe vor Schmutz- und Störstoffeintrag. Lonsee: Vorfiltration ist gleichzeitig Flockungsfiltration Auch schon seit 2020 in Betrieb ist die Vierte Reinigungsstufe auf der Kläranlage Lonsee/Halzhausen. Wie in Westerheim fungieren hier die insgesamt 6 HUBER Sandfilter CONTIFLOW® als zuverlässige Vorfiltration vor der Aktivkohlestufe und übernehmen zusätzlich noch die Funktion der Flockungsfiltration für die Phosphorelimination. Klärwerk Uhldingen-Mühlhofen: 24 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW ® GAK Deutschlands bisher grösste Verfahrenskombination aus Ozonierung und Aktivkohlefiltration wurde 2023 auf dem Klärwerk Uhldingen-Mühlhofen in Betrieb genommen. HUBER hat hier die Aktivkohle-Stufe mit insgesamt 24 HUBER Aktivkohlefiltern CONTIFLOW® GAK für die biologische Nachfiltration und Adsorption geliefert. Der Ozonreaktor erhielt darüber hinaus die bewährte HUBER Drucktür TT7. Im Jahr 2024 leitete das Klärwerk Uhldingen-Mühlhofen über 6.5 Mio. m³ gereinigtes Abwasser in den Überlinger See ein. Dieser Teil des Bodensees versorgt rund vier Millionen Menschen in weiten Teilen Baden-Württembergs mit jährlich etwa 135 Mio. m³ Trinkwasser. Kläranlage Bickenbach: Hessens modernste Vierte Reinigungsstufe Auch in Bickenbach hat man sich für das so genannte „Kombi-Verfahren“ aus Ozonierung und Aktivkohlefiltration entschieden und im April 2025 erfolgreich in Betrieb genommen . Zusammen mit der vorgeschalteten Tuchfiltration ist es laut Betreiber die derzeit modernste Vierte Reinigungsstufe in Hessen. Immer noch beachtlich hohe Eliminationsleistung im fünften Betriebsjahr Bei der Kläranlage Fridingen mit ihren angeschlossenen 5.300 EGW dürfte es sich sehr wahrscheinlich um die kleinste Kläranlage Deutschlands handeln, welche bisher mit einer grosstechnischen Vierten Reinigungsstufe ausgerüstet wurde. Sie wurde bereits im Jahr 2020 in Betrieb genommen und besteht aus zwei HUBER Aktivkohlefiltern CONTIFLOW® GAK 72, welche täglich etwa 700 m³ Abwasser aufbereiten. Nach vier Jahren Betrieb wurde im November 2024 mit 88 % eine immer noch sehr beachtlich hohe Eliminationsleistung erreicht, weshalb über einen zeitnahen Austausch der Aktivkohle noch nicht nachgedacht werden muss. Gerade für kleinere Kläranlagen wie Fridingen sind GAK-Verfahren ideal als 4. Reinigungsstufe. Die Aktivkohlefilter lassen sich einfach nachrüsten und benötigen keine aufwändige Kohle-Dosiertechnik. Zusätzlich kann die granulierte Aktivkohle, im Gegensatz zur Pulveraktivkohle, reaktiviert und danach grösstenteils wiederverwendet werden, was für Betreiber, wie die Gemeinde Fridingen, eine deutliche Kosteneinsparung bedeutet. Abwasserverband Mittlerer Rheingau: PAK-Direktfiltration mit HUBER Tuchfilter RotaFilt® Der Abwasserverband Mittlerer Rheingau geht bei der Wahl seiner neuen Vierten Reinigungsstufe einen anderen Weg und setzt auf der Verbandskläranlage Geisenheim auf ein platzsparendes, flexibles Pulveraktivkohle-Verfahren. Dabei hat man sich für das Verfahren der PAK-Direktfiltration entschieden, bei dem Pulveraktivkohle (PAK) in ein vorgeschaltetes Kontaktbecken gegeben wird und die beladene Pulveraktivkohle anschliessend nach Fällmittelzugabe mit Hilfe einer zweistrassigen Tuchfiltration abgeschieden wird. Konkret wurden in Geisenheim zwei HUBER Tuchfilter RotaFilt® 2700 installiert, welche mit einem speziellen Mikrofaserpolstoff zum optimalen Rückhalt der PAK ausgerüstet wurden. Aktuell befindet sich die Anlage kurz vor der Fertigstellung. Die Inbetriebnahme wird zeitnah im Sommer 2025 stattfinden. Weitere interessante Projekte zur Spurenstoffentfernung derzeit im Bau Etliche weitere interessante Projekte, bei denen Tuch- und Aktivkohlefilter von HUBER zum Einsatz kommen werden, befinden sich derzeit im Bau: Auf der Kläranlage Eglosheim bei Ludwigsburg entsteht derzeit ein weiteres Pulveraktivkohleverfahren. Anders als in Geisenheim erfolgt hier die PAK-Dosierung direkt in die Biologische Stufe. Die dreistrassige HUBER Tuchfiltration fungiert hier als so genannte Polishing Stufe und wird der gesamten Kläranlage nachgeschaltet. Auf den Kläranlagen Schwäbisch Hall, Talhausen und Vörbach werden in naher Zukunft Verfahren mit Granulierter Aktivkohle für eine effiziente Elimination der Spurenstoffe sorgen. In allen drei Projekten hat man sich dazu entschieden, die Vierte Reinigungsstufe mit einer mehrstrassigen Vorfiltrationsstufe vor Störstoffeintrag zu schützen. Diese Aufgabe übernehmen überall die bewährten HUBER Tuchfilter RotaFilt®. In Vörbach kommen zusätzlich 12 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK zum Einsatz, um die Adsorption der Spurenstoffe an Aktivkohle sicherzustellen. Mehr zu Produkten und Lösungen von HUBER für die weitergehende Abwasserreinigung finden Sie unter: https://www.huber.de/de/loesungen/klaeranlagen/vierte-reinigungsstufe.html[...]
[...]Titting, Deutschland Als langjähriger HUBER-Kunde, der neuen Lösungen sehr offen gegenübersteht, hat sich die Brauerei Gutmann aus Titting auch auf unserer neuen digitalen Plattform umgesehen. Der für die Wartung der Kläranlage zuständige Mitarbeiter Florian Reinhold erhielt über shop.huber.de Zugang zum Kundenbereich und fand sich sofort intuitiv zurecht: „Ich sehe hier unsere Maschine und kann in der Ersatzteilliste genau erkennen, welchen Artikel ich nachbestellen kann“, berichtet Reinhold, der bereits mehrfach über unseren Onlineshop Onlinebestellungen getätigt hat. Seine Rückmeldungen zur Benutzerfreundlichkeit sind durchweg positiv. Besonders langwieriges Durchblättern von Ordnern und Unterlagen entfällt, was Zeit und Nerven beim zuständigen Mitarbeiter einspart. Im Gespräch mit Digital Plattform Manager Christian Meier und den Global Service Mitarbeitern Christian Thede und Verena Burger berichtete Reinhold von seinen Erfahrungen im Umgang mit anderen Online-Plattformen, die er in seinem Arbeitsalltag in der Brauerei für Bestellungen und Kundenservice nutzt. HUBER setzt sich mit diesem Digitalisierungsschritt als der erste Maschinenhersteller im Wasser- und Abwasserbereich an die Spitze und überzeugt durch Kundennähe und moderne Prozesslösungen. Live-Test der Plattform beim Kunden vor Ort Beim gemeinsamen Navigieren durch den Mitgliederbereich und Auslösen einer Angebotsanfrage erlebte Meier die Performance der Plattform im Live-Test vor Ort beim Kunden: „Es war sehr informativ zu sehen, wie der Kunde auf die Shop-Seite gelangt, worauf sein Blick als erstes fällt und wo er instinktiv klicken möchte“, fasst Meier den Kundenbesuch positiv zusammen. „Besonders Kunden mit mehreren installierten HUBER-Maschinen würden von einer kleinen bildlichen Darstellung zur Erleichterung der Unterscheidung profitieren. Für uns sind die Maschinennamen und die notwendigen Ersatzteile alltäglich, aber dem Kunden hilft ein kleines Bild und erläuternde Texte, um sich beim Onlineshopping noch einfacher zurechtzufinden.“ Historie der Gutmann-Anlage Die Privatbrauerei Gutmann steht seit vielen Jahren in gutem Kundenkontakt zur HUBER SE. Im Jahre 1998 errichtete Gutmann eine neue Abwasserbehandlungsanlage zur Reinigung des Produktionsabwassers aus Mälzerei, Sudhaus, Flaschenreinigung, Abfüllung, usw. Es wurde damals eine HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 zur Feststoffabscheidung installiert. Nach Behandlung im Misch- und Ausgleichsbecken (Abk. MAB mit Lufteintrag und Homogenisierung) wird das Abwasser an die kommunale Kläranlage abgegeben, da mittels dieser Abwassereinigungsanlage die CSB-Einleitwerte bzw. EGW-Werte erreicht werden. Da bei Gutmann damals die Produktion enorm gestiegen ist, musste die Anlage mehr Produktionsabwasser reinigen. Die Siebung verkraftete diese Steigerung ohne Problem, doch das belüftete MAB hatte das Problem, zu viel Schlamm zu produzieren und in die Kläranlage abzugeben. Durch die erhöhte Schlammabgabe im Ablauf zur Kläranlage wurden die geforderten Einlaufwerte nicht mehr erreicht. Lösung dank eigener Kläranlage Die Firma Gutmann wandte sich im Mai 2003 erneut an HUBER und erläuterte ihr Problem mit dem erhöhten Schlammanfall und dessen Auswirkung. Wir schlugen vor, den Ablauf des MAB mit unserem ROTAMAT® Scheibeneindicker RoS2S (Versuchsanlage) zu behandeln, um den Schlamm zurückzuhalten und dem Kunden die Anlage in Betrieb zu zeigen. Nachdem die Analyse des Ablaufs der Versuchsanlage einen Feststoffgehalt von 0,4% TS erreichte, wurden Flockungsmittelversuche durchgeführt. Mit einem Produkt aus dem Hause CIBA konnte die beste Flockenbildung erreicht werden, dieses kam somit beim ersten Anfahren des Scheibeneindickers zum Einsatz. Der Schlamm im Zulauf mit 0,4 % TS konnte sofort auf 7,20 % TS eingedickt werden. Der zurückgehaltene Schlamm wurde wieder in das MAB zurückgepumpt, um die dortige Schlammkonzentration zu erhöhen. Das nahezu feststofffreie und glasklare Filtrat hatte eine Belastung von 1 bis 2 ml/l. So konnte es bedenkenlos in den Kanal abfliessen. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC Gutmann war seitdem derart zufrieden mit den HUBER Maschinen und Lösungen, dass die Entscheider 2017 beim Bau einer eigenen Kläranlage erneut darauf zurückgriffen. Die Anlage sollte eine Auslastung von 16.000 EW haben, da die kommunale Kläranlage in Titting mit einer Auslegung für 6.000 EW nicht ausreichte. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC ist dort installiert und läuft zur höchsten Zufriedenheit. Auch in Zukunft eng verbunden Der Austausch endete mit einer interessanten Brauereiführung zum Thema CO 2 -Fussabdruck und Emissionen, die den gelungenen Abschluss bildete. Florian Reinhold bestätigte, auch weiterhin Angebote in PDF-Form und Bestellungen direkt über die HUBER Digital Platform abzuwickeln. Unser Team ist dankbar für den authentischen und hilfreichen Austausch.[...]
[...]Bickenbach, Deutschland Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde im Beisein von zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik am 2. April die Vierte Reinigungsstufe auf der Verbandskläranlage Bickenbach feierlich in Betrieb genommen. Die Vierte Reinigungsstufe in Bickenbach behandelt bis zu 150 Liter Abwasser pro Sekunde und wird künftig den grössten Anteil an gefährlichen und persistenten Mikroverunreinigungen wie Arzneimittelrückstände, Hormone, Biozide und Haushaltschemikalien zuverlässig zurückhalten. Ministerin Hofmann: „Heute ist ein guter Tag für Bickenbach, für die gesamte Region, für ganz Hessen!“ „Mit der Inbetriebnahme der Vierten Reinigungsstufe haben wir heute etwas Wegweisendes geschaffen, um die Trinkwasserqualität im Hessischen Ried weiter zu verbessern“, sagte die Hessische Arbeitsministerin Heike Hofmann in ihrer Laudatio. Dank ihrer bereits bestehenden hochmodernen Systeme und der zusätzlichen Vierten Reinigungsstufe ist die Verbandskläranlage Bickenbach jetzt die fortschrittlichste und leistungsfähigste Kläranlage in Hessen. Vierte Reinigungsstufe behandelt bis zu 150 Liter Abwasser pro Sekunde Die zusätzliche Vierte Reinigungsstufe behandelt bis zu 150 Liter Abwasser pro Sekunde und setzt sich zusammen aus einer Tuchfiltration, einer Ozonierungsstufe und einer nachgeschalteten vierstrassigen Aktivkohle-Stufe. 16 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK gewährleisten dabei die Adsorption der schwer oxidierbaren Spurenstoffe und übernehmen den biologischen Abbau der Transformationsprodukte aus der Ozonung. Vor Eintritt in die Vierte Reinigungsstufe sorgt eine zweistrassige Tuchfiltration, bestehend aus zwei HUBER Tuchfiltern RotaFilt® 2700, für eine zuverlässige Entfernung von Schmutz- und Störstoffen. Bei Bedarf wird diese Stufe auch als Flockungsfiltration zur Phosphorentfernung eingesetzt. Fast schon zur Standardausrüstung von Ozonierungsstufen gehören die bewährte HUBER Drucktür TT7 sowie die HUBER Schachtabdeckung SD5, welche auch in Bickenbach fester Bestandteil des Ozonreaktors sind. Bürgermeister Hennemann: „Entscheidender Beitrag in Sachen Umweltschutz“ Bereits im November 2024 nahm die Tuchfiltration ihren Betrieb in Bickenbach auf, die Aktivkohle-Stufe folgte Mitte Februar und die Ozonierung schliesslich Ende März. „Erste Proben konnten bereits ins Labor zur Begutachtung geschickt werden“, berichtet Jörg Stanzel, seit 22 Jahren Geschäftsführer des Abwasserverbandes, stolz. Das Ziel der neuen Reinigungsstufe ist, das Wasser so sauber wie möglich aus der Kläranlage zu entlassen. „Das sollte uns allen ein grosses Anliegen sein“, sind sich Verbandsvorsteher und Bürgermeister von Bickenbach Markus Hennemann und seine Stellvertreterin Birgit Kannegiesser, Bürgermeisterin in Seeheim-Jugenheim, einig. „Wir leisten damit nicht nur einen entscheidenden Beitrag in Sachen Umweltschutz, sondern tun auch Wichtiges für die nachfolgenden Generationen.“ Mit ihrer neuen modernen Vierten Reinigungsstufe trägt Bickenbach massgeblich zum Schutz des Hessischen Riedes bei. Es ist das grösste Grundwasser-Reservoir des Bundeslandes Hessen und stellt Trinkwasser für rund zwei Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet bereit.[...]
[...]Houston, TX USA Im August 2017 erreichte der Hurrikan Harvey die texanische Golfküste und traf sie schwer. Der verheerende Hurrikan der Kategorie 4 verursachte beispiellose Überschwemmungen. Neben dem finanziellen Sachschaden von mehr als 125 Milliarden Dollar wurden Hunderttausende Häuser komplett zerstört. Innerhalb von nur vier Tagen fiel in der Region Houston in vielen Gebieten mehr als ein Meter Regen pro Quadratmeter – damit ist Harvey der regenreichste Sturm, der jemals in den Vereinigten Staaten registriert wurde. Seit Hurrikan Harvey kommt es in der Region Houston immer wieder zu schweren Unwettern, weshalb der Nationale Wetterdienst (NWS) Houston als „Amerikas Hochwasserhauptstadt“ bezeichnet hat. Die Bezirke der Region Houston verfügen über ein komplexes System aus Dämmen, Pumpstationen, Reservoirs und Rückhaltebecken. Fort Bend County, ein Bezirk im Südwesten von Texas, ist Teil dieses Systems und verfügt über mehr als 100 Meilen an Deichen, um das Hochwasser einzudämmen.[...]
[...]Tofino, BC, Kanada Paketlösung „Wolf Pack System“: HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 plus HUBER Sandfang Kläranlage Tofino Die Kläranlage Tofino stellt einen bedeutenden ökologischen und technologischen Meilenstein für den Bezirk Tofino dar. Sie ist die erste kommunale Kläranlage der Stadt, auf der mit der Siebschnecke ROTAMAT ® Ro9 und dem Sandfang GritWolf ® die innovativen Anlagen von HUBER Technology eingesetzt werden, um die Abwasserreinigung zu verbessern und das lokale Ökosystem zu schützen. Hintergrund Tofino auf Vancouver Island, British Columbia, ist eine kleine Gemeinde mit etwa 2.500 Einwohnern. Die Region zieht jährlich mehr als 600.000 Touristen an, was zu einer starken Beanspruchung der lokalen Infrastruktur führt. In der Vergangenheit wurden ungeklärte Abwässer an der Duffin-Passage direkt ins Meer eingeleitet, was ein erhebliches Umweltrisiko darstellte. Der Bau einer rund 80 Millionen Dollar teuren Kläranlage behebt nun dieses seit langem bestehende Problem und macht Tofino zu einem Modell für nachhaltiges Abwassermanagement. Herausforderungen Die Kläranlage Tofino stand während der Planungs- und Bauphase vor mehreren kritischen Herausforderungen: Umrüstung von der Ableitung unbehandelter Abwässer zu einer modernen Kläranlage. Begrenzter verfügbarer Platz für die benötigten Hochleistungslösungen Sicherstellung der nahtlosen Integration fortschrittlicher Klärtechnologien bei gleichzeitiger Erhaltung des Ökosystems Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, werden auf der Kläranlage Tofino für die Zulaufsiebung modernste Technologien von HUBER eingesetzt: HUBER Siebschnecke ROTAMAT ® Ro9 : Hochleistungssiebsystem, das feine Verunreinigungen entfernt und den Schutz nachgeschalteter Anlagen verbessert. Durchflussmenge: 150 l/s 2x HUBER ROTAMAT® Ro9 700/3 im Edelstahlbehälter Material: SS 316L HUBER Sandfang GritWolf ® : Fortschrittliche Sandfangtechnologie, die hohe Sandfrachten mit aussergewöhnlicher Abscheideleistung bewältigt. Die kompakte Bauweise ermöglicht den Einbau bei beengten Platzverhältnissen und erfüllt die räumlichen Anforderungen der Anlage Tofino. 2x HUBER GritWolf® SSS-2 im Edelstahlbehälter Material 316L Abscheidegrad 95% >= 150 µm - Modulares Design und Automatisierung: Die Maschinen Ro9 und GritWolf ® arbeiten nahtlos mit automatisierten Steuerungen, die eine gleichbleibende Leistung bei unterschiedlichen Durchflussbedingungen gewährleisten und das Bedienmanagement vereinfachen. - Nachhaltige Integration: Die Maschinen sind so konzipiert, dass sie strenge Umweltauflagen erfüllen und gleichzeitig den Energieverbrauch im Betrieb minimieren. Ergebnisse Die seit der Fertigstellung der Kläranlage Tofino erzielten Ergebnisse sind bemerkenswert: Umweltschutz: Die HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 und der HUBER Sandfang GritWolf® gewährleisten eine hohe Abwasserqualität und schützen den Clayoquot-Sund und den Pazifischen Ozean. Effizienzgewinn: Die fortschrittlichen Sieb- und Sandfangsysteme verringern den Wartungsaufwand und erhöhen die Gesamtzuverlässigkeit. Auswirkungen auf das Allgemeinwesen: Die Anlage unterstützt den nachhaltigen Tourismus, indem sie die lokale Umwelt schützt und das öffentliche Vertrauen fördert. Hervorragend in der Betriebsweise: Durch die Automatisierung und den modularen Aufbau ist die Anlage flexibel anpassbar und für zukünftiges Wachstum und steigende Nachfrage gerüstet. HUBER-Ausrüstung Die Siebschnecke Ro9 von HUBER Technology ist bekannt für ihre Langlebigkeit und Effektivität bei der Entfernung von Feinstpartikeln aus Abwasserströmen, wodurch die Belastung nachgeschalteter Prozesse deutlich reduziert wird. Der Sandfang GritWolf ® ist für eine optimale Sandabscheidung auch unter schwierigen Bedingungen ausgelegt. Sein energieeffizienter Betrieb und der minimale Wartungsaufwand machen ihn ideal für Anlagen wie die Kläranlage Tofino, bei denen Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit an erster Stelle stehen. Fazit Die Kläranlage Tofino ist ein Beispiel für die erfolgreiche Integration innovativer Technologien in die Abwasserinfrastruktur. Durch den Einsatz der HUBER Siebschnecke ROTAMAT ® Ro9 und des HUBER Sandfang GritWolf ® sowie weiterer Spitzentechnologien wird die Anlage nicht nur den Herausforderungen der Vergangenheit gerecht, sondern positioniert sich auch als führend in nachhaltiger und effizienter Abwasserreinigung. Das Projekt setzt Massstäbe für andere Kommunen, die technische Entwicklung und Umweltschutz in Einklang bringen wollen. Website: Wastewater Treatment Plant - District of Tofino[...]
[...]Kodersdorf, Germany Kodersdorf in Sachsen liegt an der Weissen Schöps und ist geprägt durch eine reizvolle Landschaft, eingebettet zwischen den Königshainer Bergen und der Oberlausitzer Teichlandschaft in der Nachbarschaft von Görlitz. Im Industriegebiet befindet sich die Kläranlage mit einer Ausbaugrösse von 7.500 EW mit einer aeroben Schlammstabilisierung. Die Anlage wurde 2023 von 4.500 EW auf 7.500 EW erweitert. Mit der Erweiterung der Kapazität wurde auch die Errichtung eines zweiten Schlammspeichers und einer stationären Schlammentwässerung erforderlich. Um eine effiziente Schlammentsorgung für die Zukunft zu gewährleisten, wurde die Kläranlage mit einer solaren Schlammtrocknung ausgerüstet. Premiere für den HUBER Schlammwender SOLSTICE® FloorRunner Mit dem Anlagenkonzept baut die Gemeinde Kodersdorf ein System, das durch die Vollautomatisierung einen mannlosen, eigenständigen Betrieb ermöglicht. Die Anlage muss überwacht, eingestellt und gewartet werden – beim eigentlichen Betrieb ist aber kein Personal notwendig. Vom Dünnschlamm bis zum Trockengranulat ist der gesamte prozesstechnische Ablauf automatisiert. Durch die Automatisierung ist der Aufwand für das Betriebspersonal gering – in Zeiten von Fachkräftemangel ist die automatisierte Schlammbehandlung in Kodersdorf somit zukunftssicher. Bedient wird die Anlage entweder direkt an den HMI-Touch-Panels der Anlage oder über eine Bildschirmumleitung auf den bauseitigen Endgeräten. Details zum Verfahren Effiziente Entwässerung mit der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® In Kodersdorf entwässert eine HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® 440 knapp 150 t Trockenmasse auf ca. 20–23 % Trockenrückstand. Die jährlichen 730 t entwässerten Klärschlamms fördert eine HUBER Trogförderschnecke Ro8 TSF in den solaren Klärschlammtrockner. Optimale Trocknung durch intelligentes Systemdesign Dort übernimmt der HUBER Schlammwender SOLSTICE® FloorRunner, der, auf einer neu entwickelten Stahlwinkelkonstruktion verfahrbar, den Schlamm auf einer 660 m² grossen Trocknungsfläche verteilt. Die Trocknerfläche ist in einer 68 m langen und 12 m breiten Gewächshauskonstruktion untergebracht, die mit gesteuerten Ventilatoren ausgestattet ist. Durch Umlegen des Schlamms mit dem HUBER Schlammwender SOLSTICE® FloorRunner, die Luftverwirbelungen der Ventilatoren und die aufgestaute Wärme im Gewächshaus wie auch die direkte Sonneneinstrahlung auf die Oberfläche trocknet der Schlamm im Jahresmittel auf über 80 % Trockenrückstand. Bei einer jährlichen Globalstrahlung von ca. 1.085 kWh/m²/a vor Ort verdunsten also 550 t Wasser. Am Ende sind noch ca. 180 t Trockengranulat mit einer Dichte von ungefähr 0,8 kg/l zu entsorgen. Automatisierte Schlammabgabe für effiziente Weiterverarbeitung Die automatische Schlammabgabe, eine HUBER Trogförderschnecke TSD gefolgt von einem Becherwerk mit Verteilung, fördert das Granulat in zwei Container. Durch die durchgängige Nutzung der HUBER Maschinentechnik sind alle Bestandeile der Anlage effizient aufeinander abgestimmt. Kompaktheit und Funktionalität durch innovative Technik Wie die Vorgängermaschine, die ein Betonfundament benötigte, ist der HUBER Schlammwender SOLSTICE® FloorRunner mit einer Doppelschaufel ausgestattet, die das Schlammbeet umlegt und durch das Umlegen das Schlammbeet nach vorne versetzt. Um Material gezielt an bestimmte Punkte zu verfahren, nutzt der Schlammwender die Doppelschaufel auch als Transportgefäss. In Kodersdorf wird diese Funktion dazu genutzt, die Auf- und Abgabe des Schlamms an dieselbe Giebelseite des Gewächshauses zu setzen. Dadurch konnte die Gewächshauskonstruktion bis an die Grundstücksgrenze der Kläranlage geführt werden. Die kompakte Bauweise nutzt die verfügbare Fläche optimal aus. HUBER Schlammwender SOLSTICE® FloorRunner nun auch weltweit HUBER bietet den SOLSTICE® FloorRunner nun auch weltweit an. Der Referenzcharakter der solaren Klärschlammtrocknung mit HUBER-Technik wird sich mit der Weiterentwicklung in Zukunft noch stärker zeigen – ein langjähriger, problemloser Betrieb der Solartrocknung dank ausgereifter HUBER-Maschinentechnik wird Kunden weltweit überzeugen. Die Inbetriebnahme der Anlage wurde im Mai 2025 erfolgreich abgeschlossen. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit beim Ingenieurbüro IBOS, dem ZV Kodersdorf und der Fa. Stowasser.[...]