[...]Bad Orb, Hessen, Deutschland Zur IFAT 2016 wurde die weiterentwickelte HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® vorgestellt. Die ersten Maschinen dieser Baureihe sind seit über einem Jahr in Betrieb. Nun ist es an der Zeit, die gewonnenen Betriebserfahrungen mit den Entwicklungszielen abzugleichen. In Bad Orb wurde im April 2016 eine neue Schlammentwässerung zum Ersatz einer Kammerfilterpresse ausgeschrieben. Vorausgegangen waren 2015 ausführliche Vor-Ort-Versuche, bei denen sich die Schneckenpressen als die geeignetste Entwässerungstechnologie herausgestellt hatte. Die Ausschreibung über Schneckenpresse, Schaltanlage, Fördertechnik, Flockmittelanlage zur gleichzeitigen Aufbereitung von Flüssig- und Pulverpolymer sowie ein Überbrückungsbetrieb während der Montagezeit wurde von der HUBER SE mit der gerade neu entwickelten HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® 620.2 gewonnen. Im Oktober 2016 wurde die Schneckenpresse installiert und erfolgreich in Betrieb genommen. Das Kläranlagenpersonal konnte sich während der Installationsphase bereits beim Übergangsbetrieb mit einer mobilen Schneckenpresse Q-PRESS® 440 mit der Fahrweise einer HUBER Schneckenpresse vertraut machen. Leistungsdaten der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® 620.2 Durchsatz: 5 – 7 m³/h, 100 – 210 kgTR/h Polymerbedarf: 15 kg/t; 1:1 Mischung aus Pulver- und Flüssigpolymer Entwässerungsgrad: 24 – 27 % TR Abscheidegrad: > 97 % Schneckendrehzahl: 0,3 - 0,4 U/min Leistungsaufnahme: 0,5 – 0,8 kW Die Q-PRESS® in Bad Orb hat seit ihrer Inbetriebnahme mittlerweile ca. 7000 m³ Schlamm entwässert. Wir danken den Betreibern für die gute Zusammenarbeit und auch für die hervorragende Unterstützung während der Tests von neuartiger Antriebstechnologien an der Schneckenpresse. Neben der Installation in Bad Orb sind mittlerweile weitere acht HUBER Schneckenpressen Q-PRESS® 620.2 erfolgreich in Betrieb gegangen. HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® – Merkmale der neuen Maschine Erleichterte Wartung und geringerer Platzbedarf Die optional erhältlichen axial teilbaren Filterkörbe erleichtern zukünftig die Wartungsarbeiten erheblich. Massive Bauteile wie Schneckenwelle und einige Filterelemente können nun während der Revisionen vollständig in der Maschine verbleiben. So wird während der Wartung deutlich weniger Platz und Zeit benötigt. Selbst beim Einsatz von nicht teilbaren Filterkörbe reduziert sich der benötigte Platzbedarf zur Wartung am Maschinenstandort jetzt auf ein sowieso zur Bedienung und Inspektion nötiges Minimum. Effiziente Siebreinigung für Innen und Aussen für mehr Leistung Die Aussenabreinigung der zylindrischen Filterkörbe erfolgte bisher durch Drehung der Filterkörbe entlang eines stationären Düsenbalkens, wobei während dieser Zeit der Entwässerungsvorgang unterbrochen war. Die neuen Schneckenpressen zeichnen sich durch einen kontinuierlichen Entwässerungsbetrieb aus, wobei die periodische Abreinigung der Filterkörbe mit einem rotierenden Spülsystems erfolgt. Der Entwässerungsgrad sowie der Maschinendurchsatz werden also nicht mehr durch Unterbrechungen, bzw. An- und Abfahrvorgänge für das Spülsystem beeinflusst. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbsmaschinen ermöglicht das rotierende Spülsystem das unabhängige Reinigen der Filterflächen von Zulauf- und Pressbereich. Zusätzlich können obere und untere Filterhälften separat gereinigt werden. Es werden so also gezielt nur die verschmutzten Filterflächen gereinigt, bereits gereinigte Abschnitte werden nicht durch herablaufendes Spülwasser erneut verschmutzt. Dadurch wird nicht nur der Wasserverbrauch zur Filterreinigung deutlich reduziert, sondern auch der durchs Spülen bedingte Rückbenässung des Schlammkuchens auf ein Minimum beschränkt. Ebenso wichtig wie die Aussenabreinigung ist die zuverlässige Innenabreinigung der Filterflächen. Dies geschieht typischerweise mittels eines Abstreiferbesatzes, der auf der Schneckenwendel befestigt wird und durch die Drehung der Schneckenwelle die Filterinnenfläche frei räumt. Die Effizienz dieses Räum- und Wischvorgangs beeinflusst unmittelbar den Filterwiderstand bzw. die Wasserabgabegeschwindigkeit der Schneckenpresse. Dies hat Einfluss auf den Entwässerungsgrad, die Durchsatzleistung, die Filtratqualität, den Polymerbedarf und damit die Betriebskosten der Entwässerung. Nach ausgiebigen Entwicklungs- und Testreihen sind HUBER Schneckenpressen mit einem speziell konzipierten innovativen Abstreiferbesatz ausgerüstet, der die Filterinnenfläche deutlich besser und zuverlässiger abreinigt, als marktübliche Bürsten und Dichtlippensystem. Mehr Siebfläche für gesteigerten hydraulischen Durchsatz Neu sind um bis zu 100 % gesteigerte offene Filterflächen in den Filterkörben. Dadurch können die einzelnen Baugrössen deutlich höhere hydraulische Lasten verarbeiten ohne dabei die Filterflächen, und damit das Filtrat höher zu belasten, oder den Polymerbedarf zu steigern. Effiziente Antriebe für bessere Leistung bei geringeren Stromkosten Neue Antriebe übertreffen aktuelle Energieeffizienzstandards, damit spart der Betreiber nicht nur Stromkosten, sondern kann aufgrund deutlich breiterer Motordrehzahlbänder die Schlammentwässerung auch flexibler betreiben. Angewinkelte Aufstellung für bessere Entwässerung Das grundsätzliche Erscheinungsbild, geprägt durch die angewinkelte Aufstellung, bleibt aus gutem Grund erhalten. So können Abförderaggregate meist ohne zusätzliche Aufständerung der Schneckenpresse angeschlossen werden und das starke Gefälle der Filtratwannen vermeidet Ablagerungen und manuelle Reinigungsarbeiten. Ein entscheidender Vorteil der angewinkelten Aufstellung ist die verbesserte Entwässerungsleistung. So fliesst abgetrenntes Filtrat unter Schwerkrafteinfluss entgegen der Förderrichtung des Pressschlammes am Siebkorb ab, die Rückbenässung hydrophiler Schlämme durch Filtrat wird also reduziert, der Entwässerungsgrad verbessert. Die angewinkelte Aufstellung erleichtert weiterhin speziell den Anfahrvorgang der Schneckenpresse.[...]
[...]Isle of Man, Grossbritannien Der erste HUBER Bandtrockner BT in Grossbritannien ist offiziell in Betrieb gegangen. Auf der Isle of Man werden nun bis zu 12.775 t Klärschlamm pro Jahr effizient getrocknet. Zu Beginn des Jahres 2015 erhielt HUBER den Auftrag zum Bau eines Bandtrockners auf der Isle of Man. Das Ziel des Kunden ist es, den Energieaufwand zur Trocknung des Schlammes und somit die hohen Entsorgungskosten auf der Insel zu reduzieren. Mit dem HUBER BT 16 gelingt dies auf eindrucksvolle Weise. Da die Kläranlage der Stadt Douglas über keine Schlammfaulung verfügt, steht für den Betrieb des Trockners keine Abwärme zur Verfügung. Ebenso sind Gas oder Heizöl nur in limiertem Umfang verfügbar und somit entsprechend teuer. Aus diesem Grund entschied der Anlagenbauer, einen hocheffizienten, strom-beheizten Boiler zur Wärmeversorgung des Trockners einzusetzen. Die Nähe des Standortes zum Meer (ca. 300m) machte es nötig, sämtliche Komponenten des Trockners aus V4A zu fertigen. Nicht nur die Segmente des Trockners, sondern auch die gesamte Aussenhülle sowie die Isolierung der Luft- und Heizungsleitungen. Im Bereich der Kühlwasserversorgung der Brüdenkondensation kommt in diesem Fall sogar Titan zum Einsatz, um den extrem hohen Chlorid-Gehalten von über 1.000 mg/l Stand zu halten. Nach gut einjähriger Bauzeit ging der Bandtrockner im Juni 2016 in Betrieb. Bereits nach kurzer Anlaufzeit konnte der HUBER Bandtrockner BT in den Regelbetrieb übergehen. Dieses Projekt zeigt, wie flexibel und anpassungsfähig der HUBER Bandtrockner BT ist. Selbst mit den schwierigen Randbedingungen des Inselstandortes kommt er spielend zu recht und bietet dem Kunden eine effiziente und robuste Lösung zur Reduktion der Betriebskosten. Zahlen und Fakten zum Projekt: Projektort: Douglas, Isle of Man Baugrösse: HUBER Bandtrockner BT 16 Länge des Trockners: 19 m Wasserverdampfung: 2.013 kg/h Durchsatz: 12.775 t/a bzw. 2.500 kg/h Betriebszeit: 5.110 h/a Trocknung: von 18 % TR auf 90 % TR Wärmequelle: Boiler mit Strom beheizt; 140° C[...]
[...]Für uns als Hersteller des weltweit bekannten HUBER Fremdstoffabscheiders STRAINPRESS® ist es besonders interessant zu verfolgen, für welch unterschiedlichste Anwendungsfälle die STRAINPRESS® inzwischen angefragt und eingesetzt wird. Nach der Markteinführung 1990, als die STRAINPRESS® noch mit Stahlgussgehäuse, Kettenantriebsmotor und alten Stopfbuchsendichtungen ausgeführt war, folgten 1999 eine Reihe von Neuerungen. Die neue, überarbeitete Ausführung wurde dann 2000 auf den Markt gebracht. Die technischen Modifikationen umfassten u.a. das komplette Gehäuse, das jetzt standardmässig aus Edelstahl 1.4307 (AISI 304L) gefertigt und somit langlebiger ist als die Vorgängerversion mit Stahlgehäuse, welches oft nach 10 Jahren korrosionsanfällig wurde. Weitere wichtige Änderungen waren der Motor mit Direktantrieb anstatt des alten Kettenantriebs sowie eine moderne mechanische Dichtung anstelle der alten Stopfbuchsendichtung. Diese Verbesserungen bedeuteten, dass die Gesamtlebenszykluskosten der STRAINPRESS® nun so weit reduziert waren, dass die neuesten Vorschriften und Marktanforderungen erfüllt werden konnten. Mit dem neuen Design und mehr als 345 verkauften Maschinen in UK bzw. mehr als 1000 Maschinen weltweit gilt die STRAINPRESS® in diesem Bereich als führend im Markt. Eine der wichtigsten Merkmale eines guten Lieferanten ist, dass er weiss, was seine Produkte leisten können – in Bezug auf Dimensionierung, Durchsatz und Leistung, aber auch dahingehend, welche Auswirkungen die spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Anwendungsfälle, Produkte und Feststofffrachten auf eine Maschine haben können. Auf dem kommunalen Abwassermarkt sind meist gut bekannte Anwendungen zu finden und die Kunden haben Vertrauen in die bewährten Produkte. Dies ist bei industriellen Anwendungen oft anders. Ganz besonders deutlich zeigt sich dies auf dem Markt der anaeroben Faulung, der die letzten 5-6 Jahre stetig gewachsen ist. HUBER erkannte dieses Spezialgebiet als potentiellen Markt für die STRAINPRESS® bereits vor 7-8 Jahren und führte eine ganze Reihe von Versuchen für unterschiedliche Einsatzzwecke durch. Von Anfang an zeigte sich dabei, dass aufgrund der besonderen Eigenschaften der Gärreste überdacht werden musste, wie die Maschine am besten zu optimieren ist, damit sie auch hier maximale Ergebnisse erzielt. Es folgten weitere Versuche mit verschiedenen Endnutzern an verschiedenen Einsatzorten und mit unterschiedlichen Siebdurchmessern. Dabei wurden jeweils eine Reihe von Daten aufgezeichnet, wie hydraulischer Durchsatz, Feststoffdurchsatz, Schlammtemperatur und Rechengutrückhalt. Die Versuche ergaben, dass sowohl an der Maschine als auch an der Steuerung einige Änderungen nötig waren. Mit der Umsetzung dieser technischen Änderungen entstand die Industrieversion der bekannten STRAINPRESS®. Die wichtigste, aus diesem Prozess gewonnene Erkenntnis war, dass es keine für alle Einsatzfälle passende Einheitsausführung gibt. Dennoch konnten wir in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche Maschinen in diesen anspruchsvollen und schwierigen Marktsektor liefern und alle funktionieren bestens. Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrung wissen wir, dass jeder einzelne Anwendungsfall individuell für sich betrachtet und gelöst werden muss. Sollte jemand etwas Anderes behaupten, hat er ganz offensichtlich seine Hausaufgaben nicht gemacht und die für eine entsprechende Erfahrung nötigen Vorarbeiten nicht geleistet. In dieser Beziehung sind wir durch die umfangreichen Testreihen und die weitreichenden Erfahrungen nicht nur zum Marktführer geworden. Dies ist auch die Basis für das Vertrauen unserer Kunden, die wissen: der HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® hält, was sie verspricht. Wir sind sowohl für die jetzigen, als auch die zukünftigen Markbedürfnisse im Bereich der anaeroben Faulung gerüstet. Sprechen Sie uns einfach an – auch wenn Sie einen sehr speziellen Anwendungsfall haben![...]
[...]Bayreuth, Deutschland Solare Klärschlammtrocknung nach dem HUBER SRT-Verfahren In einer neuen Schlammbehandlungsanlage in Bayreuth wird der Schlamm von 300.000 Einwohnerwerten entwässert und getrocknet – vollautomatisiert, mit Abwärmenutzung und Abluftbehandlung. Das Anlagenkonzept der HUBER SE, das der Anlagenbauer KG Nellingen Ende 2013 im Rahmen einer Ausschreibung angeboten hatte, konnte das Ingenieurbüro Miller und die Stadt technisch und wirtschaftlich überzeugen. Die Anlage zeigt, was technisch möglich ist, und wie ein Anlagenaufbau sinnvoll aussehen kann, der einen einfachen Betrieb gewährleistet, die örtlichen Gegebenheiten miteinbezieht und Sicherheit bietet bezüglich der Abluft. Von der Entwässerung in den Trockner Der Faulschlamm mit einem TR-Gehalt zwischen der 2,5 und 3,5 Prozent liegt wird von zwei Zentrifugen entwässert und mit Schneckenförderern automatisiert in den Solartrockner transportiert. Der Trockenrückstand wird über eine Sonde automatisch gemessen, so können Polymerverbrauch optimiert und Entwässerungsleistung geregelt werden. Die nachfolgenden Transportschnecken sind über einen Frequenzumformer so gesteuert, dass der Verschleiss bei der gewählten Transportleistung möglichst gering ist. Gleichzeitig kann der Betreiber auch unterschiedliche Durchsatzleistungen bei den Zentrifugen und bei den Transportschnecken einstellen. In einem Venlo-Glas-Gewächshaus wird der Presskuchen gleichmässig auf fünf verschiedene Linien verteilt. Die Ausbringung auf die Trocknerflächen ist weitestgehend redundant. Sollte eine oder mehrere Linien ausfallen, stellt die Steuerung die Aufgabe selbstständig so um, dass die übrigen Linien den anfallenden Schlamm verarbeiten. Der entwässerte Schlamm kann im Notfall auch direkt in einen Container gefördert werden. Vom Presskuchen zum trockenen Granulat Von der Aufgabe wendet und fördert die Maschinentechnik von HUBER den Schlamm durch das Gewächshaus, gleichzeitig gibt er Feuchtigkeit an die Luft ab, bis er am Ende der Trocknungsbeete zu einem trockenen, runden, körnigen Granulat geworden ist. Die Besonderheit der Maschinentechnik von HUBER ist das einzigartige Wendewerkzeug: Der HUBER Schlammwender SOLSTICE® wird mit einer sich ständig drehenden Doppelschaufel bewegt. Dadurch wird der Schlamm zu einem runden, kompakten Korn gerollt und gleichzeitig intensiv mit Luft in Verbindung gebracht. Die Doppelschaufel kann aber auch dazu genutzt werden, den Schlamm gezielt zu verfahren – dabei nimmt der HUBER Schlammwender SOLSTICE® in einer der beiden Schaufeln Schlamm auf und stellt das Wendewerkzeug horizontal. So kann der HUBER Schlammwender von HUBER nicht nur trockenen in den nassen Schlamm rückmischen, sondern die Auf- und Abgabe von Schlamm kann auch an derselben Seite des Trockners erfolgen – so wird es in Bayreuth umgesetzt wird. Das Schlammwenden ist so angeordnet, dass 99 % der schlammbedeckten Fläche bearbeitet werden. Die Doppelschaufel reicht so nahe an die Begrenzungsmauern heran, dass nahezu kein Schlamm in den Ecken liegen bleibt. Die Wendeschaufeln werden von leistungsfähigen Motoren angetrieben, sodass bis 1000 m³ pro Stunde an Schlamm umgelegt werden können. Im Eingangsbereich, wo der Schlamm noch recht feucht ist und Komposteffekte bei geringer Schlammbeet-Behandlung starten können, kann die Maschinentechnik von HUBER alle 15 Minuten den organisch hochaktiven Schlamm umlegen und die unerwünschten Komposteffekte reduzieren. Diese intensive, vollständige Schlammbeet-Behandlung fördert den Wasserentzug und verbessert die mechanische Bearbeitbarkeit des Schlamms reduziert die Geruchsemissionen und sorgt für ein durchgetrocknetes, stabiles Endprodukt – ein rieselfähiges, einfach zu verarbeitendes Trockengranulat. Wind und Wärme trocknen den Schlamm Über dem Schlammbeet sind eine Reihe von Heizregistern installiert, die Abwärme aus einer benachbarten Biogasanlage in den TrocknungsProzess einbringt. Das Glashaus ist mit einer speziellen Kondenswasser-Abführung ausgerüstet, sodass eine Rückbefeuchtung des Schlammes gering ausfällt. Die Heizregister sind stahlverzinkt, um Korrosion zu verhindern. Gleichzeitig sind die Heizregister so dimensioniert, dass auch bei Verschmutzung die gewünschte Wärmemenge eingebracht werden kann. Ausserdem sind über dem Schlammbeet auch Ventilatoren angeordnet. Mit diesen wird die trockene und warme Luft über die Trocknerfläche getrieben und durch die Halle geführt. Dabei werden Ventilatoren eingesetzt, die drehzahlgeregelt sind – je nach gewünschter Einstellung können die Ventilatoren sehr schnell drehen und eine starke Verwirbelung der Luft auf der Schlammbeet-Fläche erreichen oder energieoptimiert langsam drehen. Erreicht die durch den feuchten Schlamm aufgesättigte Luft die Aufgabeseite des Trockners, wird sie über eine Abluftbehandlung aus dem System geschleust. Der zweistufige Wäscher ist unter Fabrikbedingungen hergestellt und ausgiebig getestet worden, um ihn dann auf der Baustelle nur noch aufzustellen. So konnten alle Abdichtungen in hoher Qualität ausgeführt werden. Die Luftführung durch den Wäscher erfolgt im Querstrom, damit sind die Druckverluste durch die Abluftbehandlung reduziert - dies geht mit einem geringen Stromverbrauch einher. Das Trockengranulat wird gesammelt, gespeichert und zum Abtransport schnell ausgetragen Das Trockengranulat wird über sich im Boden befindliche Schnecken zu einem Becherwerk geleitet, das den Schlamm in ein Flachsilo fördert. Eine geringe Schlammspeicherhöhe ist vorteilhaft bei der Lagerung, da Prozesse, die den Schlamm erwärmen, reduziert sind. Aus dem Flachsilo wird der Schlamm zügig ausgetragen – dabei kann der Schlamm mit dem Verladebalg das Granulat entweder offen, also in einen Mulden-Kipper, oder geschlossen in ein Silofahrzeug entladen. Das Flachsilo ist auf Wäge-Zellen gesetzt, so kann einerseits der Füllgrad kontrolliert werden, andererseits kann sichergestellt werden, dass das Abtransport Fahrzeug nicht überladen wird. Technische Auslegungsdaten der Anlage in Bayreuth: 8.940 m³/a Faulschlamm nach Entwässerung (28%TR) 3.340 m³/a Faulschlamm nach Solartrocknung (75%TR) 5.600 m³/a Wasserverdampfung (inkl. Abwärmenutzung aus Biogasanlage) 4.970 m³/a Wasserverdampfung (ohne Abwärmenutzung aus Biogasanlage) Ohne Abwärmenutzung aus der Biogasanlage kann im reinen Solarbetrieb ein TR-Gehalt nach der Trocknung von 63% gewährleistet werden. Flächennutzung: 7.000 m² für das Venlo-Glasgewächshaus mit integrierter Abluftbehandlung 300 m² über 2 Stockwerke für das Maschinengebäude mit Entwässerung, Chemieraum, Wärmeübergabestation, Trockengranulat-Speicher sowie den Schalt- und Steuerungsraum Das getrocknete Granulat wird mit dem HUBER Schlammwender SOLSTICE® zum Hallenanfang zurück gebracht Solare Klärschlammtrocknung nach dem HUBER SRT Verfahren mit dem HUBER Schlammwender SOLSTICE® Automatische Aufgabe von entwässertem Schlamm Luftbild der gesamten Anlage in Bayreuth HUBER Schlammwender SOLSTICE®[...]
[...]Kaditz, Deutschland Heiss und fettig – Schlammsiebung mit der STRAINPRESS® Den Weg von der Kläranlage zum Energiepark beschreitet die Stadtentwässerung Dresden mit verschiedenen Massnahmen auf der Kläranlage Kaditz. Eine der vielen Massnahmen ist die Annahme und Aufbereitung von Fremdstoffen zur Co-Vergärung in den Faulbehältern. Energiereiche Fettschlämme sollen die Gasproduktion in den beiden 10.500-m³-Faultürmen steigern und somit für eine deutlich erhöhte Stromproduktion in den beiden Blockheizkraftwerken sorgen. Von Tankfahrzeugen angelieferte Fettabscheiderinhalte werden über einen Steinfang in Pufferbehälter geleitet, wo die Fettschlämme mit Schwimmschlamm der KA vermischt und mit Abwärme aus den BHKW auf 50 °C erhitzt werden. Bevor der energiereiche Fettschlamm in den Faulturm gepumpt werden kann, müssen allerdings nicht vergärbare Störstoffe entfernt werden. Folien, Verpackungsbestandteile, Besteck oder Geschirrreste, die sich im Fettschlamm befinden, ziehen sonst teure Wartungsarbeiten an Faulraumeinbauten, Wärmetauschern, Pumpen oder der nachfolgenden Schlammentwässerung nach sich. Bereits seit 2008 setzt die Kläranlage Dresden-Kaditz erfolgreich HUBER STRAINPRESS® Maschinen zur Siebung des Primärschlammes ein. Die STRAINPRESS® ermöglicht eine Siebung direkt in der Druckrohrleitung – mit integrierter Entwässerung des Siebgutes. Dieses System hat sich seit vielen Jahren auf der Anlage in Dresden-Kaditz bewährt. Bei der Siebung von Fettabscheiderinhalten spielen zwei weitere Vorteile der STRAINPRESS® eine wichtige Rolle: Die STRAINPRESS® kann auch von heissen Medien durchflossen werden. Indem die zylinderförmige Maschine mit einer Isolierung ummantelt wird, stellen heisse Oberflächen keine Gefährdung für das Betriebspersonal dar. Durch die vollständig geschlossene Bauweise der Maschine verbreiten sich potenziell explosive Atmosphären und unangenehme Gerüche nicht unkontrolliert im Betriebsgebäude, sondern können konzentriert im nachgeschalteten Zwischenbehälter abgesaugt werden. Aus diesem Zwischenbehälter wird der gesiebte Fettschlamm dann in die Faultürme gepumpt. Durch die Anlieferung der Fettschlämme aus den unterschiedlichsten Quellen können sich die Art und Konzentration der Schlämme in den einzelnen Tankfahrzeugen stark unterscheiden. Die Schlammsiebung reagiert selbsttätig auf unterschiedliche Schlamm- und Siebguteigenschaften, indem die Reinigungshäufigkeit der Siebfläche und der Entwässerungsdruck automatisch angepasst werden. So werden auch bei schwankenden Eigenschaften der angelieferten Fettschlämme ein gleichmässiges Siebergebnis und ein stabiler Entwässerungsgrad des Siebgutes sichergestellt. Seit Mitte 2012 ist die Fremdschlammannahme der Kläranlage Dresden-Kaditz nun in Betrieb, zwei STRAINPRESS® Schlammsiebungen reinigen den heissen Fettschlamm zuverlässig. Jeden Monat werden in den zwei Annahmelinien ca. 500 t Fremdschlämme angenommen, die daraus von den STRAINPRESS® abgeschiedene Siebgutmenge liegt bei 15 bis 25 t. Insgesamt konnte durch die Annahme von Fettschlämmen die Stromgewinnung aus den BHKW über das erwartete Ergebnis hinaus gesteigert werden. Zum seither stabilen und sicheren Betrieb der gesamten Fettschlammannahme tragen die beidenSTAINPRESS® einen erheblichen Teil bei.[...]
[...]Braunschweig, Deutschland Der Baby-Solartrockner kehrt zurück 2012 produzierte die HUBER SE für das BMBF-Forschungsvorhaben Expoval Sludge einen mobilen, container-gestützten Solartrockner. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft der TU Braunschweig in Deutschland, Polen und Kolumbien ausgiebig getestet. Die mit dem Trockner erzielten Ergebnisse werden in einem DWA-Merkblatt über die solare Trocknung zusammengefasst. Jetzt wurde der zurückgekehrte Baby-Solartrockner von der HUBER SE aus dem Vorhaben ausgelöst und überholt. Anschliessend soll er für Versuchstrocknungen an verschiedenen kommunalen und industriellen Kläranlagen eingesetzt werden und Labordaten mit Praxisdaten abgleichen. Dadurch wird die Auslegung von Solartrocknungsanlagen zukünftig weiter erleitert - vor allem auch die Entscheidung, ob eine Abluftbehandlung notwendig ist oder nicht. Dem Geruch auf der Spur Im Rahmen zweier Masterarbeiten von Studentinnen der OTH Amberg-Weiden wurde ein Labortrockenschrank für Abluftmessungen umgebaut und getestet. Ziel der Arbeiten ist es, aus Versuchstrocknung Vorhersagen für geruchstragende Stoffe in der Abluft der Solartrocknung durchführen zu können. Hierbei wurden die Temperatur im Bereich von 30 bis 70°C, der pH-Wert und der Rückführgrad an Trockengut abgeändert und die Auswirkungen auf den Ammoniakgehalt der Abluft gemessen. Es zeigte sich, dass der Ammoniakgehalt in der Abluft durch Einmischen von Trockengut in den entwässerten Schlamm – so wie es beim HUBER Schlammwender SOLSTICE® durchgeführt wird – zu deutlichen Verminderungen der Ammoniakemissionen führt. Andererseits zeigt sich mit wachsender Temperatur im Trockner – wie dies in wärmeren Regionen oder bei zusätzlicher Abwärmenutzung im Solartrockner über Fussbodenheizung oder Warmluft der Fall ist – eine Zunahme der Ammoniakbeladung der Trocknerabluft. Durch Messungen an der Grosstrocknungsanlage in Bayreuth sollen die Labordaten mit den Praxisdaten abgeglichen werden. Die Entscheidung, ob eine Abluftbehandlung für die Solartrocknung notwendig ist oder nicht, hat grosse Auswirkungen auf die Investitions- und Betriebskosten der solaren Klärschlammtrocknung.[...]
[...]Magilligan, Nordirland Erfolgreicher Abschluss der Projektmassnahme bei Northern Ireland Water, KA Magilligan durch HUBER Technology UK. Das Projekt: Magilligan im Nordosten Nordirlands, nördlich der Stadt Limvardy, ist eine bei Touristen sehr beliebte Gegend. Ein beachtlicher Teil der Region ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Eine Vorabanalyse ergab, dass ein einheitliches Konzept für die Region Magilligan die kostengünstigste Lösung wäre, die zudem noch qualitative Vorteile für die Region und deren Bewohner und Besucher brächte. Von HUBER gelieferte Maschinen: 1 x HUBER Scheibeneindicker S-DISC, BG 1, inkl. elektrischer Steuerung Ziel: Die erfolgreiche Zusammenarbeit von HUBER Technology UK mit Northern Ireland Water und dem Hauptanlagenbauer Williams Industrial Services geht ursprünglich zurück auf einen sehr gut besuchten Tag der offenen Tür, der 2002 vom zuständigen Vertriebsgebietsleiter Fred Neumann auf der KA Enniskillen’s Silverhills organisiert wurde. Zu dieser Zeit war dort eine Versuchsanlage RoS3 (jetzt S-PRESS) im Container sehr erfolgreich im Einsatz. Seither wurde gerade in dieser Region eine beträchtliche Anzahl an Schneckenpressen und Schneckeneindickern installiert, die Zahl der insgesamt verkauften Maschinen beläuft sich inzwischen auf 65 Stück. Vor Kurzem nahm HUBER die zwei kleinen Grössen des Schneckeneindickers RoS2 (jetzt S-DRUM) aus dem Programm und bietet jetzt stattdessen den neuen HUBER Scheibeneindicker S-DISC in zwei Grössen an. Die Kunden waren anfangs etwas skeptisch, schliesslich waren sie mit ihren HUBER Schneckenpressen sehr zufrieden und mit dem Betrieb vertraut. Nach der Besichtigung anderer Kläranlagen in Grossbritannien, auf denen der Scheibeneindicker S-DISC installiert ist, waren eventuelle Bedenken jedoch schnell ausgeräumt. So entschied man sich, es auch auf der neuen Kläranlage Magilligan mit einem HUBER Scheibeneindicker S-DISC zu versuchen. Seit der Inbetriebnahme 2013 ist der neue Scheibeneindicker dort nun im Einsatz – zur vollsten Zufriedenheit des Betriebspersonals. Besonders beeindruckt ist man davon, wie problemlos der Scheibeneindicker mit unterschiedlichen Durchflussmengen, dick- wie dünnflüssigen Zuflüssen und variierenden Betriebszeiten aufgrund saisonaler Schwankungen zurechtkommt. Letztere entstehen vor allem wegen der vielen Campingplätze im Einzugsgebiet. Inzwischen sind es so viele, dass bereits weitere Maschinen nachgeordert wurden. Lösung: Northern Ireland Water benötigte eine Maschine für einen Durchsatz von 6,3 m³/h und einen Schlamm mit 0,6% TS. Als Entwässerungsleistung waren 6% TS gewünscht. HUBER lieferte dafür einen Scheibeneindicker S-DISC plus Flockungsreaktor, Polymerimpf- und Mischeinrichtung sowie elektrischer Steuerung. Die Montage wurde von Williams Industrial Services durchgeführt, die Inbetriebnahme übernahm HUBER. Produkteigenschaften und Vorteile des HUBER Scheibeneindickers S-DISC zur Schlammeindickung: Das Eindicken des Schlammes reduziert den Bedarf an Lagerplatz auf der Anlage, ebenso die zum Schlammabtransport nötigen Tankwagenfahrten; Hauptvorteile sind: niedriger Energie- und Polymerverbrauch einfache Montage, geringer Bedienaufwand Aufstellung im Gebäude oder im Freien einzigartiges Design und geringer Platzbedarf einfache, robuste Ausführung auch als vorgefertigtes Komplettpaket erhältlich Fred Neumann, Vertriebsgebietsleiter Schottland & Irland zum Projekt: “ Durch enge Zusammenarbeit mit dem Projektmanager von Northern Ireland Water, dem Betriebspersonal vor Ort sowie dem Ingenieurbüro und Anlagenbauer konnte ich schliesslich alle überzeugen, dass der neue HUBER Scheibeneindicker S-DISC für diesen Einsatzfall perfekt geeignet ist, wie auch für weitere zukünftige Projekte zur Schlammeindickung. Man hatte ausserdem bereits andere Maschinen von HUBER im Einsatz und wusste daher, wie zuverlässig die HUBER-Produkte im Betrieb sind. Auch mit Service und Beratung durch HUBER Technology hatte man bereits gute Erfahrung gemacht, sodass die Wahl dann auch für dieses Projekt auf den HUBER Scheibeneindicker S-DISC fiel. Und die Betriebsberichte zum S-DISC sind bis dato alle sehr positiv. Ähnlich erfreulich verlief ein weiteres Projekt mit zwei Scheibeneindickern auf der KA Ballycastle. ” Aidan Diamond, zuständiger Projektmanager bei Williams Industrial Services, fügte an: “ Auch bei der Montage und Inbetriebnahme des S-DISC wurde ein sehr hoher Qualitätsstandard erfüllt. Die Eindickergebnisse sind hervorragend und die Maschine ist einfach zu bedienen und zu warten. ”[...]
[...]Waging am See, Deutschland HUBER Schlammeindickung besticht durch Betriebssicherheit und Energieeffiezienz bei Primär- und Überschussschlammeindickung im Automatikbetrieb! Bei den Gemeindewerken Waging am See im Rupertiwinkel suchte man Mitte 2015 intensiv nach einer energieeffizienten und leistungsfähigen Schlammeindickungsanlage. Die seit der Inbetriebnahme der Kläranlage Waginger See im Jahre 1995 eingesetzte Zentrifugen-Technik war mittlerweile in die Jahre gekommen, weshalb eine Veränderung im Bereich der Schlammeindickung erforderlich war. Aufgrund eines im Wirtschaftsjahr 2015 eingeführten Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001, entschloss man sich für eine bewährte und energieeffiziente Lösung, den HUBER Scheibeneindicker S-DISC. Als Grundstein für die neue Schlammeindickung, wurde in 2015 ein Vor-Ort-Versuch mit einem HUBER Scheibeneindicker S-DISC im Container auf der Kläranlage Waginger See durchgeführt. Beim Versuch wurde Überschussschlamm und separat auch Primärschlamm eingedickt. Ziel war es, eine Optimierung der Faulraumkapazität, Gasausbeute sowie des Schlammhandlings im Gesamtverfahren zu erzielen. Im Testbetrieb überzeugte der HUBER Scheibeneindicker S-DISC auf der ganzen Linie. Nach Auswertung aller Testergebnisse stellte sich heraus, dass die Eindickung vom Überschussschlamm mit 0,6 % TS und Primärschlamm mit 1,8 % TS auf mehr als 6% als auch die Eindickung von Primärschlamm mit 1,8 % TS auf mehr als 8 % mit dem HUBER Scheibeneindicker problemlos möglich war. Um eine entsprechende Automatisierung zu gewährleisten, wird bei den verschiedenen Schlämmen der Zulauf-TS ermittelt, so dass sich die Schlammeindickungsanlage im Betriebsmodus „Automatikbetrieb“ selbstständig auf die wechselnde Schlammart einstellt. Beim HUBER Scheibeneindicker S-DISC handelt es sich um eine schräg installierte, sich langsam drehende Scheibenkonstruktion, welche in einem geschlossenen Edelstahlbehälter eingebaut ist. Die Filterscheibe unterteilt den Behälter in die Feststoffaufgabe, den Eindickbereich, unterstützt durch Umwälzschikanen, sowie den Schlammaustragsbereich. Das heisst, der vorgeflockte Schlamm fliesst vom Flockungsreaktor auf die Oberfläche der Filterscheibe, das freigesetzte Filtrat dringt durch ein Maschengewebe und fliesst frei ab. Der verbleibende Schlamm konzentriert sich auf die gewünschte Feststoffkonzentration und wird dann im oberen Bereich des Scheibeneindickers per Abstreifsystem in die Dickschlammvorlage transportiert. Der Hauptvorteil des HUBER Scheibeneindickers S-DISC besteht darin, dass mit niedrigen Investitionskosten sowie niedrigen Betriebskosten eine sehr hohe Effizienz bei der Schlammeindickung erreicht wird (siehe Betriebsergebnisse). Beim Projekt Waging am See wurde der HUBER Scheibeneindicker S-DISC im Keller des Betriebsgebäudes installiert. Der Standort hat den Vorteil, dass der Primärschlamm und Überschussschlamm zentral entnommen, sowie der resultierende Dickschlamm, direkt der Faulung zugegeben werden kann. In diesen Zusammenhang möchten wir uns nochmals bei den Gemeindewerken Waging am See und dem Betriebspersonal der Kläranlage Waginger See für eine reibungslose Umsetzung bedanken und wünschen weiterhin einen störungsfreien Betrieb mit der HUBER Scheibeneindicker S-DISC. Betriebsergebnisse bei der Inbetriebnahme mit Überschussschlamm und Primärschlamm: Schlammart | Überschussschlamm | Primärschlamm Schlammindex|120| OTS|| 78 % Zulauf TS %| 1,0| 1,8 Durchsatzleistung m³/ h| 30| 20 Durchsatzleistung kg/ h| 250| 360 Austrags TS %| 6 – 8| 6 – 10 Polymerverbrauch g/kg TS| 3| 3 Abscheidegrad %| > 99| > 99 Drehzahl Scheibe U/min| 1,5 – 3| 3[...]
[...]Ingolstadt, Deutschland Trocknung erfolgt auf einem sehr geringen Temperaturniveau Auf der Kläranlage Ingolstadt sind seit August 2005 zwei HUBER Bandtrockner des Typs BT in Betrieb. Die installierte Trocknerfläche je Trockner beträgt 80 m². Dies entspricht unserem neuen Trocknertyp BT 16. Der Lieferumfang der Firma HUBER SE umfasste damals neben den Trocknungsanlagen auch die Schlammbunker und die Dickschlammpumpen. Die Abluftreinigung wurde bauseits errichtet. Die Gesamtanlage ist auf Bild 2 dargestellt. Die Besonderheit der Klärschlammtrocknung in Ingolstadt ist, dass die Trocknung auf einem sehr geringen Temperaturniveau erfolgt. Als Wärmeträgermedium wird Warmwasser mit einer Temperatur von nur 53 °C genutzt. Dieses Warmwasser wird im angrenzenden Müllheizkraftwerk (MVA) durch den ganzjährig zur Verfügung stehenden Abdampf einer Kondensationsturbine über einen Wasser/ Dampf-Wärmetauscher erwärmt. Das Warmwasser wird der Kläranlage kostenlos zur Verfügung gestellt, sodass die Betriebskosten für die Klärschlammtrocknung sehr gering sind. Der auf 90 % TS getrocknete Klärschlamm wird anschliessend in der MVA thermisch verwertet, womit der Kreislauf wieder geschlossen ist. Einsparung von 294.000 Fahrtenkilometern pro Jahr Einsparung von 88.000 Litern Diesel pro Jahr Vermeidung von 225.000 kg CO 2 -Emissionen pro Jahr Verzicht auf den Einsatz von Primärenergie Nutzung von Sekundärenergie in Form von kostenloser Abwärme aus der MVA Nutzung des bei der MVA aus regenerativen Quellen erzeugten Stroms Die meisten Wartungsarbeiten (z. B. Reinigung der Pelletierung) können in der Regel während des laufenden Betriebes erledigt werden. Es gibt deswegen kaum Stillstandszeiten und die Trockner können meist sieben Tage pro Woche durchlaufen. Die Trocknungsanlagen erreichen dadurch mühelos eine durchschnittliche jährliche Betriebszeit von deutlich über 8.000 h. Der technische Betriebsleiter der KA Ingolstadt ist besonders vom geringen Wartungsaufwand der Anlage begeistert. Die technischen Daten der Trocknungsanlage sind im Folgenden aufgeführt: Schlamm-Input: 12.000 t/a Anzahl Trocknerlinien: 2 Eingangs-TS: 30 % Ausgangs-TS: 90 % Betriebszeit: > 8.000 h/a Durchsatzleistung pro Linie: ca. 900 kg/h max. Wasserverdampfung pro Linie: ca. 600 kg/h max. Warmwasservorlauftemperatur: ca. 53 °C Wärmebedarf: ca. 7.500 MWh/a von MVA Strombedarf: ca. 150 kW[...]
[...]Neuvorstellung – HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® 420 Mit nahezu 1000 produzierten Maschinen ist der HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® eines der bewährtesten HUBER Produkte. Als Ergänzung oder auch als Alternative zu in Gerinnen installierten Feinrechen ermöglicht die STRAINPRESS® das Abtrennen von Störstoffen auch aus geschlossenen Rohrleitungssystemen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rechenanlagen separiert die STRAINPRESS® nicht nur Fremdstoffe, sondern entwässert diese auch vor dem Ausstoss. Bei der typischen Siebung von Primärschlämmen kommen üblicherweise Siebperforationen von 3 mm oder 5 mm zum Einsatz, das Siebut wird dabei bereits im Auswurf der STRAINPRESS® auf Trockensubstanzgehalte von 35 bis 45 % entwässert. Zur Anpassung an wechselnde Schlamm- und Fremdstoffeigenschaften werden die Schneckendrehzahl und die Anpresskraft der Entwässerungseinrichtung abhängig von den Druckverhältnissen und der Motorlast der STRAINPRESS® automatisch geregelt. Neben der leicht anpassbaren Siebperforation kann auch der Entwässerungsbereich modular für unterschiedliche Siebguteigenschaften vorbereitet werden. So eignet sich die STRAINPRESS® gleichermassen für die grobe Siebung von Biosubstrat wie für die Abtrennung feiner Kunststoffpartikel aus dem Gärprodukt von Biogasanlagen. Mit der neuentwickelten und jetzt vorgestellten Baugrösse 420 des HUBER Fremdstoffabscheiders STRAINPRESS® können bei Schlammdurchsätzen über 150 m³/h bis zu 2000 l/h Siebgut separiert und entwässert werden. Selbstverständlich ist auch die neue Baugrösse in Druckleitungen integrierbar vollständig gekapselt mit Siebperforationen von 2 mm bis 10 mm aus- und nachrüstbar Dabei bleiben weiterhin alle Komponenten aus korrosionsbeständigem Edelstahl gefertigt, zur Minimierung von Verschleiss sind die Aussenkanten der Schneckenwelle mit einer erneuerbaren Panzerung auf Karbidbasis versehen.[...]