[...]Färöer Inseln Die Färöer Inseln sind wohl vor allem Naturliebhabern mit einem Hang zu eher ausgefallenen Reisezielen ein Begriff. So war es zunächst eine interessante Abwechslung, als bei HUBER Mitte 2017 die Anfrage für eine Anlage zur Behandlung von Fäkalschlamm für überwiegend häusliche Schlämme einging. Es sollten jährlich mindestens 10.000 t Schlamm angenommen, gesiebt und anschliessend auf ≥ 35 % Trockenrückstand (TR) entwässert werden. Transport mit Saug- und Tankfahrzeugen Was diese Aufgabenstellung besonders macht, ist allen voran der Eingangs-TR: Der Schlamm wird inselweit mit Saug- und Tankfahrzeugen der Firma Simon Moos eingesammelt. Diese speziellen Fahrzeuge haben mehrere Tanks und können den Schlamm unter Zugabe von Polymer auf 9 – 11 % TR eindicken, bei längeren Standzeiten auch mehr. Dies reduziert den unnötigen Transport von Wasser auf den teils langen Distanzen auf der Insel. Die Aufgabenstellung Die Siebung des fliessfähigen Schlamms ist eine Standardaufgabe für HUBER und vielfach erprobt, aber das voreingedickte Material ist nahezu stichfest und kann in diesem Zustand nicht gesiebt werden. Die Aufgabenstellung war es aber, Schlämme von 2 % bis etwa 11 % TR gleichermassen zu behandeln. HUBER Annahmebunker, Waschtrommel und Schneckenpresse Für ein erstes Budgetangebot hat man sich nach Abwägung verschiedener Optionen für einen HUBER Annahmebunker RoSF7 mit bedarfsweiser Rückverdünnung des Schlamms und zur anschliessenden Siebung für eine HUBER Waschtrommel RoSF9 entschieden. Danach sollte der Schlamm gepuffert und von dort aus zur Entwässerung auf die bewährte HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® gepumpt werden. Proben, Analysen, Versuche Als nächster Schritt wurde im Herbst 2017 eine Schlammprobe im HUBER Labor analysiert und Entwässerungsversuche durchgeführt – mit vielversprechenden Ergebnissen. Das Interesse des Betreibers IRF in Leirvik war nun gross und es galt nur noch, die „Unbekannte“ mit dem eingedickten Schlamm zu bewerten. Bei einem Besuch auf den Färöern im Sommer 2018 wurde der angelieferte Schlamm begutachtet, einfache Versuche zur Rückverdünnung durchgeführt und die Erwartungen und Anforderungen des Betreibers besprochen. IRF ist für die meisten der Färöer Inseln der zentrale Ver- bzw. Entsorger für Wasser, Abwasser, Müll und Energie. Basierend auf den Erkenntnissen und Absprachen des Besuchs konnte nun in Zusammenarbeit mit einem dänischen Anlagenbauer das Angebot konkretisiert und mit der detaillierten Planung von Verfahrenstechnik und Bauwerk begonnen werden. Die Maschinen in der Beauftragung an HUBER Die Beauftragung an HUBER erfolgte im Dezember 2020 und umfasste folgende Bestandteile zur Lieferung im Dezember 2021: 1x HUBER Schlammannahmebunker RoSF7 mit integrierter Einheit zur Rückverdünnung 1x HUBER Waschtrommel RoSF9 zur Schlammsiebung 1x HUBER Waschpresse WAP® zur Entwässerung des Siebguts 3x Dünnschlammpumpe zur Beschickung der Schneckenpressen 3x Flockungshilfsmittel-Aufbereitung 3x HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Vereinbarte Garantiewerte erreicht Die Nassinbetriebnahme ging nach der Fertigstellung von Gebäude und Verfahrenstechnik im Dezember 2022 vor einer spektakulären Naturkulisse erfolgreich über die Bühne. Die vereinbarten Garantiewerte von 35 % TR im entwässerten Schlamm wurden erreicht und dies mit minimalem Polymereinsatz. Fazit: IRF erhält zukunftsweisende Technik zur Behandlung von Fäkalschlämmen und HUBER erweitert sein Projektportfolio um eine Referenz inmitten beeindruckender Umgebung.[...]
[...]Isle La Plume, WI, USA Im Jahr 2021 erhielt HUBER Technology Inc., das in Denver, North Carolina ansässige Tochterunternehmen der HUBER SE, den Zuschlag für die Modernisierung der auf Isle La Plume gelegenen Kläranlage La Crosse. Die rund 52.000 Einwohner zählende Stadt La Crosse befindet sich im Bundesstaat Wisconsin, der im Mittleren Westen der USA gelegen ist. Gesamtes Investitionsvolumen von rund 60 Millionen US-Dollar Im beauftragen Lieferumfang enthalten sind ein HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® CF im Rechengebäude zulaufseitig der Kläranlage, ein HUBER Bandtrockner BT 18 zur Klärschlammtrocknung sowie ein HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® zur Primärschlammsiebung. Das gesamte Investitionsvolumen des Modernisierungspakets beläuft sich auf rund 60 Millionen US-Dollar. Topseller: Der HUBER Bandtrockner BT ist eines der umsatzstärksten Produkte des Unternehmens. Hier kurz nach Start der Bauphase auf der Kläranlage La Crosse Der zuvor installierte Zerkleinerer auf der Kläranlage La Crosse. Henk-Jan van Ettekoven (rechts), Geschäftsführer von HUBER Technology Inc., beim Start der Modernisierung. Auf der Kläranlage La Crosse kommt künftig ein HUBER Bandtrockner BT der Baugrösse 18 zum Einsatz. Rechengebäude: HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® CF Einer der Gründe zur Umsetzung dieses Modernisierungsprojekts waren zwei defekte Zerkleinerer, die regelmässig überflutet wurden und erhebliche Bypass-Probleme verursachten. HUBER löste dieses Problem durch das Einbringen eines seiner weltweit tausendfach bewährten Harken-Umlaufrechen. Hierdurch kann auf dem Betriebsdeck gearbeitet werden. Der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® CF mit seiner vertikalen Ausrichtung ermöglichte es dem Ingenieur, beide Zerkleinerungskanäle zu einem grösseren Kanal zusammenzufassen und 100 % des Zulaufs durch einen Rechen zu leiten. Dieser ist in der Lage, den vollen stündlichen Spitzendurchfluss zu bewältigen. Spezielle Leitbleche für den Zulauf ermöglichen einen Notüberlauf (Bypass) im Falle eines Stromausfalls der Anlage. Dadurch dass er kein unteres Lager und somit keine untergetauchten Verschleissteile besitzt, ist er zudem sehr wartungsfreundlich. Durchsatzleistung von über 90.000 Kubikmetern pro Tag Aufgrund des robusten und vertikalen Designs des HUBER Harken-Umlaufrechens RakeMax® CF und der damit verbundenen minimalen Anpassungen am Bestandsbauwerk konnte HUBER Technology Inc. überzeugen. Der Rechen ist auf eine Durchsatzleistung von 24 Mio. Gallonen pro Tag (90.850 m³/d) ausgelegt. Der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® CF besteht aus einem U-förmig feststehendem Rechenrost, der parallel zur Fliessrichtung des Abwassers angeordnet ist. Das Abwasser strömt in die offene Stirnseite des Rechens und dann sowohl durch den linken als auch den rechen Rechenrost wieder hinaus. Die Feststoffe werden effizient im Inneren zurückgehalten. Das zurückgehaltene Rechengut wird vertikal nach oben aus dem Betongerinne ausgetragen und in den oberen Abwurfbereich übertragen. Im Vergleich zu Zerkleinerern wird das ankommende Rechengut effizient aus dem Abwasserstrom entfernt. Primärschlammsiebung: HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® Zum idealen Schutz der Faultürme vor störendem Feststoffeintrag aus dem Primärschlamm wurde zulaufseitig ein HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® installiert. Dieser ist auf eine Durchsatzleistung von max. 314 Gallonen pro Minute (ca. 72 m³/h) ausgelegt, bei einem Feststoffgehalt von 3,36 % TR. Im Feststoffaustrag erreicht die Schlammsiebung ca. 35 % TR. Klärschlammtrocknung: HUBER Bandtrockner BT 18 Neben der Modernisierung des Klärwerks liess der Kunde auch die bestehenden Probleme bei der Behandlung von Klärschlamm von HUBER angehen. Die feuchte Witterung der letzten Zeit hat die Einbringung von Klärschlamm in den Boden aufgrund der Geruchsbelästigung erschwert, die Lagerung des Materials für eine spätere Ausbringung war für den Kunden keine Option. Auf der Suche nach neuen Wegen für die Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm entschied sich der Kunde für die Trocknung des Klärschlamms, um somit die Entsorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Das beste Trocknungsverfahren: Kunde besuchte HUBER-Referenzanlage Um das individuell passendste und beste Trocknungsverfahren zu wählen, besuchte der Kunde die Referenzanlage von HUBER in Sheboygan, Wisconsin. Dort konnte er sich von der Qualität der HUBER Bandtrocknungsanlage überzeugen, zumal die von HUBER im Jahr 2014 schlüsselfertig erstellte Anlage seit Fertigstellung zur vollsten Zufriedenheit des Kunden in Betrieb ist. Über 28.000 Tonnen Schlamm pro Jahr Die mechanische Installation des Bandtrockners BT 18 begann Anfang August 2022 und ist bereits abgeschlossen. Die finale Inbetriebnahme der Anlage ist für das 2. Quartal 2023 vorgesehen. Die zu trocknende Klärschlammmenge in La Crosse beträgt zukünftig 28.654 Tonnen pro Jahr. Kompetenz, Entwicklung und Innovation Auch in den kommenden Jahren wird HUBER den Bandtrockner BT kontinuierlich weiterentwickeln und an die Marktsituation anpassen. Mit Kompetenz, neuen innovativen Ideen und Pioniergeist stellt sich HUBER auch zukünftig den Herausforderungen auf dem hochdynamischen Markt der Klärschlammtrocknung. Die Kläranlage La Crosse wird das Portfolio im Bereich der Klärschlammtrocknung um ein weiteres, von HUBER erfolgreich abgeschlossenes Projekt erweitern. USA nun zweitgrösster Markt für HUBER Bandtrockner Für HUBER Technology Inc. wächst unterdessen der Markt für Bandtrockner: Im Jahr 2022 erhielt die US-amerikanische Tochtergesellschaft von HUBER den Zuschlag für drei weitere Bandtrocknerprojekte – die USA sind nun der zweitgrösste Markt für HUBER Bandtrockner. Bislang gibt es in den USA 8 Installationen mit insgesamt 9 Trocknern. Die Grössen reichen vom Bandtrockner BT 10 bis zur grössten verfügbaren Grösse, dem Bandtrockner BT 30. Installierte HUBER Bandtrockner in den USA: Mooresville, North Carolina Sheboygan, Wisconsin Savannah, Georgia Springdale, Arkansas Jordan Basin, Utah La Crosse, Wisconsin Swatara, Pennsylvania Hickory, North Carolina[...]
[...]Freystadt, Deutschland Freystadt trocknet mit Sonne - ein Schlammbehandlungs-Konzept das sich für den Betreiber rechnet Die neu installierte Verfahrenskette löst den bisherigen Betrieb mit Lohnentwässerung und den damit einhergehenden Schwierigkeiten ab. Früher wurde der Schlamm auf der Kläranlage Freystadt, die auf ca. 8.000 Einwohnerwerte ausgebaut ist, nur einmal pro Jahr entwässert. Durch die neue Maschinentechnik der Fa. HUBER SE, bestehend aus der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® und dem HUBER Schlammwender SOLSTICE®, werden neben dem gleichmässigeren und einfacheren Betrieb die Entsorgungskosten für die Stadt Freystadt deutlich sinken. Aus den Schlammstapel- und Kaltfaulungsteichen wird Schlamm abgezogen und über eine Schlammleitung zum Entwässerungsgebäude gepumpt. Dort wird der Schlamm mit einer HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® 280 auf ca.24% TR entwässert. Danach fördern zwei HUBER Transportschnecken Ro8 T den Schlamm in eine Gewächshauskonstruktion, in der ein HUBER Schlammwender SOLSTICE® den Schlamm für die solare Trocknung „empfängt“. Der neue HUBER Schlammwender SOLSTICE® 9 hat eine intensive Überarbeitung erfahren, dabei wurde auf einfache Wartung, geringen Verschleiss und nachhaltige Langlebigkeit geachtet. Auch die konsequente Umstellung auf energiesparende Motoren der Effizienzklasse IE4 ist sowohl für die HUBER Maschinentechnik als auch für die Ventilatoren/Lüfter umgesetzt worden. Ein neues Sicherheitssystem ist zusammen mit einem TÜV Sachverständigen entwickelt und installiert worden, so dass für den Betreiber der Aspekt der Arbeitssicherheit weiter verbessert werden konnte. Die vielen vorteilhaften Details lassen sich am besten vor Ort erläutern und darstellen. Alle Anlagenteile sind aufeinander abgestimmt, HUBER erstellte auf den Fixpunkten, die durch das Leistungsverzeichnis vorgegeben waren eine Funktionsbeschreibung, die dann mit dem planenden Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg und dem Betreiber vor Ort diskutiert und angepasst wurde. Hier wurde insbesondere auch die Steuerung, wie sie für den Anlagenbetreiber Sinn macht, individuell angepasst.[...]
[...]Bayreuth, Deutschland Solare Klärschlammtrocknung nach dem HUBER SRT-Verfahren In einer neuen Schlammbehandlungsanlage in Bayreuth wird der Schlamm von 300.000 Einwohnerwerten entwässert und getrocknet – vollautomatisiert, mit Abwärmenutzung und Abluftbehandlung. Das Anlagenkonzept der HUBER SE, das der Anlagenbauer KG Nellingen Ende 2013 im Rahmen einer Ausschreibung angeboten hatte, konnte das Ingenieurbüro Miller und die Stadt technisch und wirtschaftlich überzeugen. Die Anlage zeigt, was technisch möglich ist, und wie ein Anlagenaufbau sinnvoll aussehen kann, der einen einfachen Betrieb gewährleistet, die örtlichen Gegebenheiten miteinbezieht und Sicherheit bietet bezüglich der Abluft. Von der Entwässerung in den Trockner Der Faulschlamm mit einem TR-Gehalt zwischen der 2,5 und 3,5 Prozent liegt wird von zwei Zentrifugen entwässert und mit Schneckenförderern automatisiert in den Solartrockner transportiert. Der Trockenrückstand wird über eine Sonde automatisch gemessen, so können Polymerverbrauch optimiert und Entwässerungsleistung geregelt werden. Die nachfolgenden Transportschnecken sind über einen Frequenzumformer so gesteuert, dass der Verschleiss bei der gewählten Transportleistung möglichst gering ist. Gleichzeitig kann der Betreiber auch unterschiedliche Durchsatzleistungen bei den Zentrifugen und bei den Transportschnecken einstellen. In einem Venlo-Glas-Gewächshaus wird der Presskuchen gleichmässig auf fünf verschiedene Linien verteilt. Die Ausbringung auf die Trocknerflächen ist weitestgehend redundant. Sollte eine oder mehrere Linien ausfallen, stellt die Steuerung die Aufgabe selbstständig so um, dass die übrigen Linien den anfallenden Schlamm verarbeiten. Der entwässerte Schlamm kann im Notfall auch direkt in einen Container gefördert werden. Vom Presskuchen zum trockenen Granulat Von der Aufgabe wendet und fördert die Maschinentechnik von HUBER den Schlamm durch das Gewächshaus, gleichzeitig gibt er Feuchtigkeit an die Luft ab, bis er am Ende der Trocknungsbeete zu einem trockenen, runden, körnigen Granulat geworden ist. Die Besonderheit der Maschinentechnik von HUBER ist das einzigartige Wendewerkzeug: Der HUBER Schlammwender SOLSTICE® wird mit einer sich ständig drehenden Doppelschaufel bewegt. Dadurch wird der Schlamm zu einem runden, kompakten Korn gerollt und gleichzeitig intensiv mit Luft in Verbindung gebracht. Die Doppelschaufel kann aber auch dazu genutzt werden, den Schlamm gezielt zu verfahren – dabei nimmt der HUBER Schlammwender SOLSTICE® in einer der beiden Schaufeln Schlamm auf und stellt das Wendewerkzeug horizontal. So kann der HUBER Schlammwender von HUBER nicht nur trockenen in den nassen Schlamm rückmischen, sondern die Auf- und Abgabe von Schlamm kann auch an derselben Seite des Trockners erfolgen – so wird es in Bayreuth umgesetzt wird. Das Schlammwenden ist so angeordnet, dass 99 % der schlammbedeckten Fläche bearbeitet werden. Die Doppelschaufel reicht so nahe an die Begrenzungsmauern heran, dass nahezu kein Schlamm in den Ecken liegen bleibt. Die Wendeschaufeln werden von leistungsfähigen Motoren angetrieben, sodass bis 1000 m³ pro Stunde an Schlamm umgelegt werden können. Im Eingangsbereich, wo der Schlamm noch recht feucht ist und Komposteffekte bei geringer Schlammbeet-Behandlung starten können, kann die Maschinentechnik von HUBER alle 15 Minuten den organisch hochaktiven Schlamm umlegen und die unerwünschten Komposteffekte reduzieren. Diese intensive, vollständige Schlammbeet-Behandlung fördert den Wasserentzug und verbessert die mechanische Bearbeitbarkeit des Schlamms reduziert die Geruchsemissionen und sorgt für ein durchgetrocknetes, stabiles Endprodukt – ein rieselfähiges, einfach zu verarbeitendes Trockengranulat. Wind und Wärme trocknen den Schlamm Über dem Schlammbeet sind eine Reihe von Heizregistern installiert, die Abwärme aus einer benachbarten Biogasanlage in den TrocknungsProzess einbringt. Das Glashaus ist mit einer speziellen Kondenswasser-Abführung ausgerüstet, sodass eine Rückbefeuchtung des Schlammes gering ausfällt. Die Heizregister sind stahlverzinkt, um Korrosion zu verhindern. Gleichzeitig sind die Heizregister so dimensioniert, dass auch bei Verschmutzung die gewünschte Wärmemenge eingebracht werden kann. Ausserdem sind über dem Schlammbeet auch Ventilatoren angeordnet. Mit diesen wird die trockene und warme Luft über die Trocknerfläche getrieben und durch die Halle geführt. Dabei werden Ventilatoren eingesetzt, die drehzahlgeregelt sind – je nach gewünschter Einstellung können die Ventilatoren sehr schnell drehen und eine starke Verwirbelung der Luft auf der Schlammbeet-Fläche erreichen oder energieoptimiert langsam drehen. Erreicht die durch den feuchten Schlamm aufgesättigte Luft die Aufgabeseite des Trockners, wird sie über eine Abluftbehandlung aus dem System geschleust. Der zweistufige Wäscher ist unter Fabrikbedingungen hergestellt und ausgiebig getestet worden, um ihn dann auf der Baustelle nur noch aufzustellen. So konnten alle Abdichtungen in hoher Qualität ausgeführt werden. Die Luftführung durch den Wäscher erfolgt im Querstrom, damit sind die Druckverluste durch die Abluftbehandlung reduziert - dies geht mit einem geringen Stromverbrauch einher. Das Trockengranulat wird gesammelt, gespeichert und zum Abtransport schnell ausgetragen Das Trockengranulat wird über sich im Boden befindliche Schnecken zu einem Becherwerk geleitet, das den Schlamm in ein Flachsilo fördert. Eine geringe Schlammspeicherhöhe ist vorteilhaft bei der Lagerung, da Prozesse, die den Schlamm erwärmen, reduziert sind. Aus dem Flachsilo wird der Schlamm zügig ausgetragen – dabei kann der Schlamm mit dem Verladebalg das Granulat entweder offen, also in einen Mulden-Kipper, oder geschlossen in ein Silofahrzeug entladen. Das Flachsilo ist auf Wäge-Zellen gesetzt, so kann einerseits der Füllgrad kontrolliert werden, andererseits kann sichergestellt werden, dass das Abtransport Fahrzeug nicht überladen wird. Technische Auslegungsdaten der Anlage in Bayreuth: 8.940 m³/a Faulschlamm nach Entwässerung (28%TR) 3.340 m³/a Faulschlamm nach Solartrocknung (75%TR) 5.600 m³/a Wasserverdampfung (inkl. Abwärmenutzung aus Biogasanlage) 4.970 m³/a Wasserverdampfung (ohne Abwärmenutzung aus Biogasanlage) Ohne Abwärmenutzung aus der Biogasanlage kann im reinen Solarbetrieb ein TR-Gehalt nach der Trocknung von 63% gewährleistet werden. Flächennutzung: 7.000 m² für das Venlo-Glasgewächshaus mit integrierter Abluftbehandlung 300 m² über 2 Stockwerke für das Maschinengebäude mit Entwässerung, Chemieraum, Wärmeübergabestation, Trockengranulat-Speicher sowie den Schalt- und Steuerungsraum Das getrocknete Granulat wird mit dem HUBER Schlammwender SOLSTICE® zum Hallenanfang zurück gebracht Solare Klärschlammtrocknung nach dem HUBER SRT Verfahren mit dem HUBER Schlammwender SOLSTICE® Automatische Aufgabe von entwässertem Schlamm Luftbild der gesamten Anlage in Bayreuth HUBER Schlammwender SOLSTICE®[...]
[...]Dharan, Saudi-Arabien Ein umfassendes Gesamtkonzept Das Rührwerk ist mit einem langsam drehenden, starken Getriebemotor ausgestattet. Der Servicefaktor für dieses Getriebe ist dabei auf den Faktor 5 dimensioniert, damit immer ausreichend „Power“ zur Verfügung steht. Als Verschleissschutz sind die Rührpropeller mit einer Hartmetallaufschweissung behandelt, um die Standzeiten des Rühraggregates zu erhöhen. Der abgeschiedene Sand wird wie beschrieben in das Zentrum des Sandfanges „gesaugt“ und fällt automatisch in einen tiefer liegenden Pumpensumpf. Vor dort wird das Sand-/Wasser-Gemisch mittels einer oberirdisch aufgestellten Zentrifugalpumpe in den COANDA Sandklassierer RoSF 3 gefördert. Der Auslauf des Rundsandfanges ist dabei immer so dimensioniert, dass nur ein sehr geringer hydraulischer Verlust erzeugt wird. Die Anlagen sind nun seit einem Jahr in Betrieb und die ersten Wanderdünen sind sicher im Container gelandet. Das Gesamtkonzept mit den HUBER STEP SCREEN® SSV Stufenrechen, HUBER Rechengut-Wasdchpresse WAP , HUBER Coanda Sandklassierern RoSF3 und vier HUBER Vortex Sandfängen VORMAX kann sich dabei sehen lassen. Es gibt Langsandfänge (unbelüftet oder belüftet) und es gibt Rundsandfänge. Bei den Rundsandfängen wird dabei nochmals unterschieden zwischen einfachen hydraulischen und Vortex-Sandfanganlagen, die unabhängig vom Zufluss, mittels Rührwerk dem Abwasser eine konstante Rotationsgeschwindigkeit aufzwängen. Vier dieser Vortex-Sandfanganlagen, die wir kurz VORMAX bezeichnen, wurden vor einem Jahr in Dhahran in Betrieb genommen. Über einen zu kleinen Sandanfall müssen sich die VORMAX-Sandfänge in Saudi Arbabien, dem Land des Sands, sicher nicht beschweren. Jedem VORMAX wurde dabei ein Stufenrechen vom Typ HUBER STEP SCREEN® Vertical SSV vorgeschaltet, so dass einer ordentlichen Entsandung nichts im Wege steht. Die VORMAX-Anlagen sind dabei jeweils für einen maximalen Zufluss von 876 l/s ausgelegt, so dass Sand der Korngrösse von 200 µm zu 90 Prozent sicher abgeschieden wird. Das Arbeitsprinzip des VORMAX beruht auf dem physikalischen Prinzip der Zentripetalkraft, die besagt, dass an Krümmungen Feststoffpartikel sich zum Zentrum hin bewegen (besser bekannt als Teetasseneffekt). Durch das langsam drehende Rührwerk wird im Sandfang eine konstante Kreisbewegung erzwungen, so dass sich der Sand von der Sohle nach innen bewegt. Die Grundvoraussetzung für die gute Sandabscheidung wird aber bereits im Zulauf gelegt. Eine gleichmässige, konstante Strömung nach dem Stufenrechen bis zur Sandfangsohle ist die Voraussetzung. Auf Sohlsprünge im Sandfangzulauf oder dem Einbau von Leitblechen wurde aufgrund der besseren Sandabscheidung verzichtet.[...]
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[...]Unsere Vorführanlagen mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID zur Entfrachtung des Kläranlagenzulaufs sind gefragt und bereits für Monate ausgebucht. Sogar in der Lokalpresse findet unsere Maschinentechnik immer wieder Beachtung. Im Schnitt wechselt alle 8 Wochen der Standort der jeweiligen Versuchsanlage. Damit alles reibungslos funktioniert, übernimmt ein eingespieltes HUBER-Team die Organisation und bindet die verantwortlichen Personen vor Ort ein. Zwei Anwendungen sind dabei äusserst gefragt bei unseren Kunden: Überbrückungsbetrieb während der Sanierung von bestehenden Vorklär- und/oder Belebungsbecken Nicht nur die Maschinentechnik auf einer Kläranlage unterliegt Verschleiss und bedarf regelmässiger Wartung und Überholung. Ähnlich ergeht es, nur in längeren Zeitabständen, den Betonbauwerken wie Vorklärbecken oder Belebungsbecken. Eine solche Sanierungsphase muss gut durchdacht sein, da auch während der Stilllegung einzelner Becken die Reinigungsleistung der Anlage nicht beeinträchtigt werden darf. Die mobile Anlage mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID kann hier eine wichtige Rolle übernehmen, indem sie die Entfrachtung des ungeklärten Abwassers von partikulären Kohlenstoff übernimmt. So kann im laufenden Betrieb der Kläranlage eine derartige Beckensanierung erfolgen und trotzdem die Reinigungsleistung der Kläranlage sichergestellt werden. Versuchsbetrieb zur technischen Vorklärung einer Kläranlagenumrüstung Im Zuge der Planung für den Um- und/oder Ausbau einer Kläranlage sind viele Punkte zu klären. U.a. sind häufige Fragestellungen: Mit welchen Massnahmen kann die Kapazität der Kläranlage möglichst platzsparend und kosteneffizient gesteigert werden? Lohnt die Umstellung einer aeroben Schlammstabilisierung hin zu einer anaeroben Faulung mit Faulbehälter und energetischer Verwertung des Klärgases? Welche Auswirkung hat eine mechanische Vorklärung auf die Reinigungsleistung und die notwendige Belüftungsenergie für die biologische Stufe? Welche Vorteile ergeben sich bei Verwendung eines Trommelsiebes? Unabhängig davon, welche Aufgabenstellung ansteht, die mobile Anlage HUBER Trommelsieb LIQUID ist darauf vorbereitet. Die Beschickung der Versuchsanlage mit dem Rohabwasser kann dabei sowohl mit Pumpen als auch im Freispiegel erfolgen. Die beim Betriebes des HUBER Trommelsiebes abgeschiedenen Feststoffe fallen als Dünnschlamm an, der weiter eingedickt und entsorgt werden muss. Falls die Kläranlage bereits über einen Faulbehälter verfügt, kann der Dünnschlamm der vorhandenen Schlammbehandlung zugeführt werden. Findet der Versuchsbetrieb allerdings auf einer Kläranlage statt, auf der es bislang keine Schlammbehandlung gibt, so sind in der Praxis verschiedene Lösungswege möglich, die je nach den gegebenen Rahmenbedingungen zum Einsatz kommen: Maschinelle Eindickung: Der Dünnschlamm wird mit einer mobilen Anlage maschinell auf ca. 5% eingedickt und zur nächst gelegenen Kläranlage mit freien Kapazitäten im Faulbehälter transportiert. Als mobile Eindickung verwendet HUBER eine Versuchsanlage mit dem HUBER Scheibeneindicker S-DISC. Maschinelle Entwässerung: Der Dünnschlamm wird mit einer mobilen Anlage maschinell auf ca. 25% TR entwässert und zusammen mit dem Rechengut entsorgt. Als mobile Entwässerung verwendet HUBER eine Versuchsanlage mit der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® . Statische Eindickung: Vorhandene Becken oder ein umfunktionierter Schönungsteich können als statische Eindicker verwendet werden. Der eingedickte Schlamm kann dann nach Ende des Versuchsbetriebes entsorgt werden. Im Fall des Überbrückungs- bzw. Versuchsbetriebes muss die Logistik für die Entsorgung des Dickschlamms vom Anlagenbetreiber sichergestellt werden. Die anfallende Siebgut-/Schlammmengen dürfen dabei nicht unterschätzt werden. Wird die mobile Anlage mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID mit maximalem Durchsatz beschickt, so kann trotz Eindickung mit einem HUBER Scheibeneindicker S-DISC ein 7 m³ Container über Nacht gefüllt sein. Ganz gleich, um welchen Anwendungsfall es geht, die Vorteile der mobilen Versuchsanlage mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID sind: Hohe Betriebssicherheit Geringer Platzbedarf Hohe Flexibilität Ausreichende Durchsatzleistungen für Kläranlagen von 10.000 - 50.000 EW HUBER Trommelsieb LIQUID - Versuchsanlagen bieten Ihnen: 50 - 250 m³/h Abwassersiebung Volumenproportionale Regelung zum Kläranlagenzulauf HUBER OPERATION CONTROL HOC-System mit online Datenaufzeichnung Fig. 1: Validation operation - a pump sump was retrofitted into an existing buffer tank with concrete shaft segments. The demonstration plant HUBER Drum Screen LIQUID is fed with the effluent from the mechanical pre-treatment system. The effluent (screened wastewater) of the LIQUID machine flows by gravity back into the buffer tank Fig. 2: Bridging operation - pump feeding of the demonstration plant HUBER Drum Screen LIQUID (right container) and discharge of screened wastewater by gravity, thin sludge thickening with a mobile HUBER Disc Thickener S-DISC (left container) Bild 3: Eingedickter Primärschlamm der HUBER Vorführanlage Trommelsieb LIQUID nach einem HUBER Scheibeneindicker S-DISC Bild 4: Validierungsbetrieb - Vorführanlage HUBER Trommelsieb LIQUID (rechter Container) kombiniert mit der Vorführanlage HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® linker Container) Bild 5: Maschinell entwässerter Dünnschlamm der Vorführanlage HUBER Trommelsieb LIQUID in einer HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Bild 6: Überbrückungsbetrieb - Schönungsteich umfunktioniert als Absetzbecken zur statischen Eindickung des Dünnschlammes der HUBER Trommelsieb LIQUID Vorführanlage[...]