[...]Leukerbad, Schweiz "Leukerbad ist der grösste Thermalbade- und Wellnessferienort der Alpen und verfügt über die schönsten Thermen der Schweiz. Ob für ein Wellness-Wochenende oder für einen längeren Aufenthalt, die entspannende Wirkung des mineralreichen Thermalwassers überzeugt. Entdecken Sie das passende, perfekt auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtete Thermalbad, offen an 365 Tagen im Jahr. In Leukerbad sprudeln täglich 3.9 Millionen Liter 51 Grad warmes Thermalwasser in die Becken der grössten Schweizer Thermen. Dies entspricht dem reichsten Thermalwasser-Vorkommen von ganz Europa." (Quelle: www.leukerbad.ch ). Mit diesen Sätzen und einem atemberaubenden Bergpanorama lockt die Ortschaft Leukerbad Jahr für Jahr abertausende Winter- und Wandersport begeisterte Urlauber in das idyllische Örtchen in mitten des Wallis. Die Firma HUBER wurde dabei von einem Satz ganz besonders angelockt: „… sprudeln täglich 3,9 Millionen Liter 51 Grad warmes Thermalwasser…“. Eine gigantische Wassermenge mit einer sehr hohen Temperatur sind ideale Voraussetzungen für Wärmerückgewinnung aus Abwasser. Hierbei handelt es sich zwar nicht um kommunales Abwasser mit all seinen Schmutzstoffen, allerdings findet durch den Bäderbetrieb neben der Abkühlung des Quellwassers auch ein Eintrag von Fett, Ölen und Hautpartikeln statt. Durch diese Verunreinigungen und durch das Spülwasser der Filteranlagen scheiden herkömmliche Plattenwärmetauscher als Überträger aus. Zu gross ist die Gefahr von Verblockungen oder Verstopfungen der schmalen Kanäle, ganz zu schweigen von Ablagerungen auf den Tauscherflächen und dem damit verbundenen Rückgang der Übertragungsleistung. Speziell für diese Probleme hat die HUBER SE bekanntermassen den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin entwickelt. Seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit hat er bereits in einigen Projekten eindrucksvoll bewiesen. Nun galt es das Burgerbad in Leukerbad von seinen Vorzügen zu überzeugen. Das Bad nutzt ca. 20% der Thermalquelle um auf 1.400 m Höhe seine Gäste in einer umfangreichen Schwimmlandschaft zu verwöhnen. Das Thermalwasser verliert zwar in den Becken einen Teil seiner Energie, verliess das Bad bisher allerdings mit einer Temperatur von ca. 30°C. Mit diesem Temperaturniveau liesse sich problemlos ein modernes Heizsystem versorgen, was das hohe Energiepotential der Thermalquelle abermals verdeutlicht. Was das Projekt Burgerbad von den bisher ausgeführten RoWin-Projekten unterscheidet, ist die Tatsache, dass hierbei erstmals die Beckenversion des HUBER RoWin verwendet wurde. Die Wärmetauschermodule werden dabei nicht in einem Edelstahlbehälter eingebracht, sondern direkt in einem Betonbecken installiert. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit die Module unterirdisch zu platzieren. Im Wallis geschah dies in einem Becken unter einer Parkfläche auf der Rückseite des Thermalbades. Um die Funktion der Fläche als Parkareal nicht einzuschränken, wurde das Becken mit befahrbaren Abdeckungen versehen. Somit verschwindet die Anlage aus den Augen, aber aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit gewiss nicht aus dem Sinn. Durch diese unterschiedliche Anordnung wird der Freispiegelauslauf des Gebäudes ausgenutzt, weshalb auf eine Abwasserpumpe zur Beschickung des Wärmetauschers verzichtet werden kann. Dadurch wird Pumpenergie eingespart und Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit enorm verbessert. Mittels einer optimierten Verschaltung der beiden Wärmetauscher können dem Abwasserstrom von 8-9 l/s ca. 450 kW Leistung entzogen werden. Durch die Zugabe von ca. 300 kW aus einer zusätzlichen Energiequelle erhält die Wärmepumpe 750 kW mit einer Temperatur von ca. 20°C. Hieraus wird eine Heizleistung von > 1 MW erzeugt, welche dem Burgerbad zu Heizzwecken zur Verfügung steht. Die Wärme der Thermalquelle verwöhnt somit nicht nur die Besucher des Burgerbads, sondern auch deren Betreiber. Eine natürliche Energiequelle, eine ganzjährliche Nutzung, Einbau des Wärmetauschers in den Ablaufstrom des Bades, sehr gute Leistungszahlen für die Wärmepumpe,… die Liste der Punkte welche für die Abwasserwärmenutzung sprechen könnte sicherlich noch weitergeführt werden. In Leukerbad wurde diese Chance erkannt und gewinnbringend ausgenutzt. Sobald diese Anwendung ausserhalb der Grenzen des Wallis Bekanntheit findet, wird das Burgerbad wohl nicht das einzige Bad bleiben, welches seinen Energiehaushalt mit dem HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin optimiert. Projektdaten zu Burgerbad 2x HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin, Baugrösse 8 in der Beckenversion Abwasserstrom: ca. 8 l/s mit einer Temperatur von ca. 30°C Gewonnene Energie: ca. 450 kW[...]
[...]Abwasserreinigung und Schlammbehandlung für die Herstellung und Verarbeitung von Textilien und Leder Entsorgungskosten sparen Abwasser reinigen Reststoffe minimieren Feststoffe abtrennen Betriebskosten reduzieren Abwasserwärme rückgewinnen Primärenergie einsparen Abwasser der Textil- und Lederindustrie enthält viele Feststoffe, insbesondere auch Fasern und Haare. Durch das Waschen der Rohstoffe gelangt ausserdem viel Sand in das Abwasser. In der Regel ist das Abwasser stark verfärbt und enthält hohe BSB- und CSB-Frachten. Hierfür müssen Starkverschmutzergebühren bezahlt werden. Es ist deshalb wirtschaftlich, die Frachten vor Ort so weit zu vermindern, dass das Abwasser ohne Zuschläge in die öffentliche Kanalisation oder sogar direkt in ein Gewässer eingeleitet werden kann. Während kleine Betriebe nur Feststoffe abtrennen müssen, wird in grösseren Betrieben auch die CSB- und BSB-Fracht vermindert. Wegen des grossen Wasserverbrauchs ist es oft wirtschaftlich, das Abwasser so gut zu reinigen, dass es als Betriebswasser im Kreislauf geführt werden kann. HUBER Produkte und Lösungen für Ihre Anforderungen Abwasser der Textil- und Lederindustrie enthält viele Feststoffe, insbesondere auch Fasern und Haare. Durch das Waschen der Rohstoffe gelangt ausserdem viel Sand in das Abwasser. In der Regel ist das Abwasser stark verfärbt und enthält hohe BSB- und CSB-Frachten. Hierfür müssen Starkverschmutzergebühren bezahlt werden. Es ist deshalb wirtschaftlich, die Frachten vor Ort so weit zu vermindern, dass das Abwasser ohne Zuschläge in die öffentliche Kanalisation oder sogar direkt in ein Gewässer eingeleitet werden kann. Während kleine Betriebe nur Feststoffe abtrennen müssen, wird in grösseren Betrieben auch die CSB- und BSB-Fracht vermindert. Wegen des grossen Wasserverbrauchs ist es oft wirtschaftlich, das Abwasser so gut zu reinigen, dass es als Betriebswasser im Kreislauf geführt werden kann. HUBER Lösungen für verschiedene Prozessstufen Für die mechanische Vorreinigung von Prozesswasser oder Abwasser werden HUBER Kompaktanlagen ROTAMAT® Ro5 eingesetzt. Hier werden grössere Feststoffe abgesiebt und absetzbare Stoffe wie Sand im integrierten Sandfang abgeschieden. Der abgetrennte Sand kann in einer nachgeschalteten HUBER Sandwaschanlage vor organischen Begleitstoffen befreit werden. Das so vorgereinigte Wasser kann dann mit einer HUBER Feinstsiebung weiter aufbereitet werden, so dass auch feine Fasern und Haare entfernt werden. Eine chemisch-physikalische Behandlungsstufe mit der HUBER Druckentspannungsflotation HDF steigert die Reinigungsleistung noch weiter. Feststoffe und Fette werden hier weitestgehend als Flotatschlamm abgetrennt. Die BSB- und CSB-Konzentration wird dadurch deutlich vermindert, so dass der Abfluss in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden kann. Für die Eindickung und Entwässerung von Flotatschlamm und Überschussschlamm stehen HUBER Eindicker und HUBER Schneckenpressen zur Verfügung. Mit dem HUBER Abwasserwärmeauscher RoWin können die oftmals sehr hohen Abwassertemperaturen gesenkt und die so zurückgewonnene Wärme zur Vorheizung von Prozesswasser oder zur Gebäudebeheizung verwendet werden. Als einer der weltweit führenden Anbieter lösen unsere bewährten Maschinen und Anlagen auch Ihre Herausforderung im Bereich der Abwasserreinigung. Unsere Lösungen für Ihre Herausforderungen: CSB, Feststoff und Fett-Reduktion Einleitgrenzwerte zuverlässig einhalten Betriebskosten für Abwasserreinigung reduzieren Entsorgungskosten für Reststoff und Schlämme reduzieren Abwasserwärme gewinnen und Abwassertemperatur senken Zugangslösungen für Schacht und Behälter[...]
[...]Winsen, Deutschland Wachsende hydraulische Belastungen sowie Veränderungen im Absetzverhalten des Belebtschlammes verursachen, dass Kläranlagen häufig die heutigen Mindestanforderungen an den Feststoffrückhalt im Ablauf nicht betriebssicher einhalten. Die verursachte erhöhte CSB-, BSB- und Phosphor-Belastung im Ablauf verursacht wiederum erhöhte Abwasserabgaben und eine sauerstoffzehrende Belastung der Vorfluter. Im folgendem wird eine effiziente und wirtschaftlich schnell umsetzbare Möglichkeit zur Erweiterung oder Ertüchtigung einer Kläranlage, mit der ein nahezu feststofffreier Ablauf erreicht wird, vorgestellt. Situation auf der Kläranlage Winsen an der Aller Die Gemeinde Winsen (Aller) liegt im Landkreis Celle, in Niedersachsen. Zur Gemeinde zählen sechs Ortsteile mit insgesamt ca. 13.000 Einwohnern. Die mechanisch-biologische Kläranlage Winsen, wurde 1986/87 gebaut. In den Jahren 2000/2001 wurde die Anlage erheblich auf 22.000 EW mit weitgehender Nitrifikation und Denitrifikation erweitert. Das Abwasser wird ausschliesslich über Pumpwerke zur Kläranlage gefördert. Die Kläranlage besteht aus einer Rechen-/Sandfang-Kompaktanlage und einem anaeroben Absetzbecken zur biologischen Phosphorelimination. Die Belebung besteht aus zwei Belebungsbecken, die intermittierend belüftet werden und zwei Nachklärbecken. Bei Bedarf kann zur Entfernung des Restphosphors simultan gefällt werden. Das gereinigte Wasser wird in die Aller, ein Gewässer I. Ordnung, Gewässergüteklasse II, eingeleitet. Der in der Belebung simultan stabilisierte Überschussschlamm wird maschinell eingedickt, zwischengespeichert und landwirtschaftlich verwertet. Eine vorhandene aerob-thermophile Schlammstabilisierungsanlage ist nicht in Betrieb. Nach Stilllegung der Kläranlage einer Nachbargemeinde ist zukünftig die Überleitung dieser Abwässer geplant. Daraus ergibt sich ein neu ermittelter Anschlusswert von 25.000 EW. Im Rahmen dieser Erweiterung ergab die Nachrechnung der Kläranlage Winsen, dass die geforderten Ablaufwerte mit der vorhandenen Nachklärung für die zu berücksichtigende Zulaufspitze von knapp 520 m³/h nicht sicher eingehalten werden können. Daraufhin wurden mehrere Möglichkeiten zur sicheren Einhaltung der Ablaufwerte, wie die Aufrüstung der Nachklärbecken, ein weiteres Nachklärbecken, ein zulaufseitiges Zwischenspeicherbecken und eine nachgeschaltete Filteranlage in die Überlegungen einbezogen. Entschieden wurde sich am Ende für die Filteranlage, da diese nicht nur die Extremzuläufe sicher abreinigt, sondern z.B. auch bei Störfällen auf der Anlage eine Art Polizeifunktion übernehmen kann und damit am vielseitigsten betrieben werden kann. Mehrere am Markt befindliche Filtersysteme sind bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt worden. Verfahrenstechnik eines Scheibenfilters Der geringe Platzbedarf, der geringe Druckverlust, der modulare Aufbau sowie die Beschickung im freien Gefälle des Huber RoDisc Scheibenfilters ermöglicht eine einfache Anpassung an die vorhandenen Gegebenheiten und beschränkt die baulichen Massnahmen auf ein Minimum. Der RoDisc® Scheibenfilter arbeitet grundlegend nach dem bewährten und bekannten Prinzip eines Trommelfilters. Die Maschine besteht aus horizontal gelagerten und drehbaren Filterscheiben, die auf einer Zentrumswelle montiert und bis zu 60% eingestaut werden. Die Scheibensegmente sind mit einem gewobenen Maschengewebe aus Polyester bestückt und werden durch das zu reinigende Abwasser von innen nach aussen durchströmt, wobei das gewonnene Filtrat stirnseitig über ein Ablaufwehr aus der Maschine geleitet wird. Die besonderen Vorteile in der Verwendung des Maschengewebes liegen speziell im definierten Trennschnitt, der zweidimensionalen Struktur, der Lebensdauer und der Stabilität. Während der Filtration verbleiben die Scheiben in der Ruhestellung, wodurch geringe Betriebskosten anfallen. Die an der Siebfläche abgeschiedenen Feststoffe bewirken einen Rückstau und damit verbunden ein Anwachsen des Wasserspiegels innerhalb der Scheiben bzw. des Zentrumsrohrs, bei Erreichen des vorgewählten maximalen Wasserspiegels erfolgt die Reinigung der Siebfläche von den abgelagerten Feststoffen durch eine Spritzdüsenleiste während der langsamen Rotation der Scheibe. Die Beschickung der Düsen erfolgt über eine Pumpe mit filtriertem Abwasser (interner Spülwasserkreislauf) – es wird keine externe Wasserversorgung benötigt. Die sich durch die Wirkung der Sprühstrahlen ablösenden Feststoffe werden über einen unterhalb der Segmentöffnungen angeordneten Trichter aus dem Behälter entfernt. Die sich ausbildende Höhendifferenz zwischen Wasserspiegel innerhalb des Zentrumsrohrs und im Betonbecken ist die treibende Kraft innerhalb des Filtrationsprozesses, wodurch kein Anheben oder Absaugen des Abwassers notwendig ist. Zusammenfassung Erhöhte Einwohneranschlusswerte und damit einhergehende erhöhte hydraulische Belastungen führen bestehende Anlagen an ihre Kapazitätsgrenzen. Zeitweise abtreibende Belebtschlammflocken aus dem Nachklärbecken sorgen für eine gesteigerte Belastung des Vorfluters. Eine Scheibenfilteranlage ist eine einfache, wirtschaftliche und effiziente Lösung und kann somit einen entscheidenden Beitrag zum Schutz des Gewässers vor sauerstoffzehrender Fracht und Eutrophierung darstellen. Der geringe Druckverlust sowie der geringe Platzbedarf ermöglichen eine problemlose Integration der nachgeschalteten Filtrationsstufe in bestehende Kläranlagen. In der Planung zur Erweiterung oder der Ertüchtigung einer Kläranlage sollte die verfahrenstechnische Möglichkeit einer nachgeschalteten Filtrationsstufe auf jeden Fall berücksichtigt werden.[...]
[...]Luzern, Schweiz Die steigende Bebauungsdichte stellt Grossstädte generell während Regenereignissen vor die Problematik einer stark eingeschränkten Versickerung von Niederschlagswasser und dem damit erhöhten Risiko von Überschwemmungen der örtlichen Kanalnetze [3]. Des Weiteren beinhaltet das von Strassen abfliessende Wasser neben Kies und Sand auch beträchtliche Mengen an ökotoxikologisch relevanten Substanzen aus Reifenabrieb und Teerrückstände. Darunter fallen beispielsweise Schwermetalle wie Cadmium, Kupfer, Zink und Blei, sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe [PAK] und Mineralölkohlenwasserstoffe [MKW]. Bei der Abtragung dieser Stoffe von Strassenflächen während Regenperioden werden diese direkt in Oberflächengewässer oder die Mischwasserkanalisation eingeleitet. Dieses Strassenabwasser fällt im Vergleich zu kontinuierlich anfallendem Siedlungswasser im Durchschnitt nur 5 % der Zeit und in unterschiedlichen Intensitäten an. Die punktuell auftretenden Regenereignisse generieren dann massive Konzentrationen im abfliessenden Strassenwasser. Eine umweltgerechte Behandlung des auftretenden Strassenabwasser stellt weitgehend ein ungelöstes Problem dar [1]. Speziell für diese Anwendung wurde in der Schweiz eine Gewässerschutzvorschrift, welche die Behandlung von Abwässern stark befahrener Strassen vorsieht, ins Leben gerufen. Diese sogenannten Strassenabwasserbehandlungsanlagen ["SABA"] werden grundsätzlich in zwei Typen unterschieden. In Abhängigkeit zur vorherrschenden Flächenversiegelung ist der Abfluss nicht mehr mittels Retentionsbodenfilter mit natürlicher Behandlung realisierbar, sondern wird über eine sogenannte technische SABA behandelt [2]. Um der Aufgabenstellung einer technischen SABA gerecht zu werden, hat die Firma HUBER SE speziell für diese Anwendung den HUBER Scheibenfilter RoDisc® modifiziert. Seit Ende des Jahres 2015 sind bereits zwei dieser Behandlungsanlagen im Grossraum Luzern in Betrieb. Die SABA Seetalplatz wurde hierbei auf ein Strasseneinzugsgebiet von 3,2 ha und die SABA Frohburg auf 2,1 ha konzeptioniert. Das Einzugsgebiets der SABA Seetalplatz wird pro Tag mit rund 50.000 Kraftfahrzeugen befahren. Ein wichtiger Bestandteil während der Projektierungsphase war die exakte Betrachtung des Strassenverlaufes im Einzugsbereich. Auf kurvenreichen Strassen ist mit einer deutlich erhöhten Konzentration durch den Abrieb des Teer- und Strassenbelags zu rechnen. Die Strassenabwasserbehandlungsanlage besteht aus mehreren Behandlungsstufen. Der Strassenabfluss fliesst über ein Leitungsnetz und möglichst im Freispiegel auf die SABA. In einem vorgelagerten Grobstoffabscheider sedimentieren Sinkstoffe wie Sand und Kies aufgrund der Dichteunterschiede. Im Anschluss fliesst das Abwasser in ein Absetzbecken. Dort sinken feinere partikuläre Schwebestoffe ab und werden intervallweise über den Schlamm abgezogen [2]. In der letzten Reinigungsstufe wird das vorgereinigte Abwasser mit einem Volumenstrom von 30 l/s auf die HUBER Scheibenfiltration RoDisc® geleitet bevor es zur Versickerung eingeleitet oder einem Gewässer zugeführt wird. Der Wirkungsgrad von SABA Anlagen wird gemäss der Reduktionleistungen von Feststoffen und Schwermetallen kategorisiert. Für die Feststoffe kann eine Abscheideleistung über 85 % und für die Schwermetalle, gemessen an Zink und Kupfer von mehr als 60 % betriebssicher eingehalten werden. Die entscheidenden Vorteile der HUBER Scheibenfiltration liegen in der absoluten Oberflächenfiltration und der Intensität der Abreinigung des Filtergewebes. Diese beiden Bestandteile sind zwingend erforderlich, da sowohl Teer- und auch Reifenabrief eine deutliche Tendenz zur irreversiblen Anhaftung aufweisen. Zudem ermöglicht die Bauform der Filterscheiben ein minimaler Platzbedarf der gesamten Anlage. Literaturverzeichnis: [1] https://www.bve.be.ch/bve/de/index/wasser/wasser/betrieblicher_gewaesserschutz/Publikationen.assetref/dam/documents/BVE/AWA/de/AWA_Publikationen/BA_GA_berbro_gbl069.pdf [2] https://www.astra.admin.ch/astra/de/home/themen/nationalstrassen/baustellen/bern-wallis/abgeschlossene-projekte/a1-a12-strassenabwasser-behandlungsanlagen--saba-/strassenabwasser-behandlungsanlagen--saba-.html [3] https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/muenchen-ist-die-am-staerksten-versiegelte-grossstadt-36418[...]
[...]Barueri, Brasilien Für das brasilianische Grossprojekt Barueri, eines der grössten Kläranlagenprojekte Südamerikas, wurde in der HUBER Service Academy eine umfassende zweiwöchige Intensivschulung durchgeführt. Das Projekt, für das die Auslieferung der Maschinentechnik bereits begonnen hat, umfasst insgesamt 85 Anlagen für die mechanische Vorreinigung und Sandbehandlung. Dazu gehören – inklusive des Lieferumfangs für ein Schwesterprojekt – vier verschiedene Rechentypen: der HUBER Grobrechen TrashMax®, der HUBER Schalengreiferrechen TrashLift, der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® und der HUBER Lochblech-Umlaufrechen EscaMax®. Ergänzt wird das Portfolio durch HUBER Schwemmrinnen HLC, die nachgeschaltete HUBER Waschpresse WAP® L, HUBER Sandfänge GritWolf® sowie die HUBER Coanda Sandwaschanlage RoSF4. Umfassendes Trainingsprogramm Die Schulung kombinierte ausführliche Theorieeinheiten mit praxisnahen Trainingsmodulen. Vermittelt wurden Funktionsweisen, Steuerungslogiken, Installationshinweise und systematische Vorgehensweisen beim Troubleshooting. In den praktischen Teilen standen typische Inspektions-, Einstell- und Wartungsarbeiten im Mittelpunkt. Ergänzend boten zwei Anlagenbesuche die Möglichkeit, gemeinsam mit dem HUBER Service-Fachpersonal die Wartung eines HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® auf nahegelegenen Kläranlagen zu begleiten, Verschleissteile zu begutachten und die Funktionsabläufe eines HUBER Schalengreiferrechen TrashLift im Detail nachzuvollziehen. Über die maschinenspezifischen Inhalte hinaus wurden zusätzliche Trainings zu Messtechnik und Sensorik, zu Steuerungsabläufen komplex verketteter Anlagen sowie zum Umgang mit Vermessungs- und Nivelliergeräten durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erkennung und Vermeidung von Korrosion. Die internationale Schulungsgruppe setzte sich aus vier Teilnehmern aus Brasilien – sowohl vom Kunden als auch von HUBER do Brasil – sowie Servicekollegen aus Kanada, Polen, Tschechien und Lettland zusammen. Neben dem fachlichen Austausch bot das Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abendessen sowie dem Besuch eines Heimspiels des FC Bayern und des Berchinger Wintervolksfests „Rossmarkt“ auch Einblicke in die bayerische Kultur. Kompetenzaufbau als Zukunftsbaustein Zur Sicherstellung einer hohen Schulungsqualität waren sechs Trainer aus verschiedenen HUBER Fachbereichen im Einsatz. Für die brasilianischen Teilnehmer stand zudem eine Simultanübersetzerin bereit. Mit Abschluss der zweiwöchigen Intensivphase sind die brasilianischen Kollegen bestens auf ihre Aufgaben im Grossprojekt Barueri vorbereitet. Wir danken unserem Kunden für das grosse Vertrauen, das er uns mit diesem bedeutenden Grossprojekt entgegenbringt. Durch derart umfassende Schulungsmassnahmen stellen wir sicher, dass der spätere Anlagenbetrieb bestmöglich vorbereitet ist und langfristig auf höchstem Niveau erfolgen kann.[...]
[...]Barueri, Brasilien Für das brasilianische Grossprojekt Barueri, eines der grössten Kläranlagenprojekte Südamerikas, wurde in der HUBER Service Academy eine umfassende zweiwöchige Intensivschulung durchgeführt. Das Projekt, für das die Auslieferung der Maschinentechnik bereits begonnen hat, umfasst insgesamt 85 Anlagen für die mechanische Vorreinigung und Sandbehandlung. Dazu gehören – inklusive des Lieferumfangs für ein Schwesterprojekt – vier verschiedene Rechentypen: der HUBER Grobrechen TrashMax®, der HUBER Schalengreiferrechen TrashLift, der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® und der HUBER Lochblech-Umlaufrechen EscaMax®. Ergänzt wird das Portfolio durch HUBER Schwemmrinnen HLC, die nachgeschaltete HUBER Waschpresse WAP® L, HUBER Sandfänge GritWolf® sowie die HUBER Coanda Sandwaschanlage RoSF4. Umfassendes Trainingsprogramm Die Schulung kombinierte ausführliche Theorieeinheiten mit praxisnahen Trainingsmodulen. Vermittelt wurden Funktionsweisen, Steuerungslogiken, Installationshinweise und systematische Vorgehensweisen beim Troubleshooting. In den praktischen Teilen standen typische Inspektions-, Einstell- und Wartungsarbeiten im Mittelpunkt. Ergänzend boten zwei Anlagenbesuche die Möglichkeit, gemeinsam mit dem HUBER Service-Fachpersonal die Wartung eines HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® auf nahegelegenen Kläranlagen zu begleiten, Verschleissteile zu begutachten und die Funktionsabläufe eines HUBER Schalengreiferrechen TrashLift im Detail nachzuvollziehen. Über die maschinenspezifischen Inhalte hinaus wurden zusätzliche Trainings zu Messtechnik und Sensorik, zu Steuerungsabläufen komplex verketteter Anlagen sowie zum Umgang mit Vermessungs- und Nivelliergeräten durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erkennung und Vermeidung von Korrosion. Die internationale Schulungsgruppe setzte sich aus vier Teilnehmern aus Brasilien – sowohl vom Kunden als auch von HUBER do Brasil – sowie Servicekollegen aus Kanada, Polen, Tschechien und Lettland zusammen. Neben dem fachlichen Austausch bot das Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abendessen sowie dem Besuch eines Heimspiels des FC Bayern und des Berchinger Wintervolksfests „Rossmarkt“ auch Einblicke in die bayerische Kultur. Kompetenzaufbau als Zukunftsbaustein Zur Sicherstellung einer hohen Schulungsqualität waren sechs Trainer aus verschiedenen HUBER Fachbereichen im Einsatz. Für die brasilianischen Teilnehmer stand zudem eine Simultanübersetzerin bereit. Mit Abschluss der zweiwöchigen Intensivphase sind die brasilianischen Kollegen bestens auf ihre Aufgaben im Grossprojekt Barueri vorbereitet. Wir danken unserem Kunden für das grosse Vertrauen, das er uns mit diesem bedeutenden Grossprojekt entgegenbringt. Durch derart umfassende Schulungsmassnahmen stellen wir sicher, dass der spätere Anlagenbetrieb bestmöglich vorbereitet ist und langfristig auf höchstem Niveau erfolgen kann.[...]
[...]Kressberg and Bickenbach, Germany Mit der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie werden die Anforderungen an die Reinigungsleistung kommunaler Kläranlagen deutlich ansteigen. Im Fokus stehen dabei vor allem die weitgehende Elimination von gelösten organischen Spurenstoffen („Vierte Reinigungsstufe“). Aber auch die verstärkte Reduzierung von Phosphoreinträgen in die Gewässer rückt durch die Novellierung zunehmend in den Fokus. Phosphorfrachten aus Kläranlagen sind derzeit auch einer der Gründe, warum in Deutschland die Kriterien der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL 2000) noch immer nicht eingehalten werden. Auch deshalb werden auf vielen mittleren und grossen Kläranlagen zukünftig weitere Massnahmen notwendig werden. Weitestgehende Phosphorelimination Mit Blick auf den Parameter Gesamt-Phosphor hat sich hier die Flockungsfiltration als eine sehr zuverlässige Verfahrensstufe bewährt. Mit ihr lassen sich Phosphorkonzentrationen von < 0,2 mg/l problemlos einhalten. Das haben auch die Untersuchungen mit dem HUBER Tuchfilter RotaFilt® auf der Kläranlage Berching deutlich gezeigt. Die Ergebnisse der weitestgehenden Phosphorelimination sind in nebenstehendem Diagramm anschaulich zusammengefasst. Mit einer für Flockungsfiltrationen üblichen spezifischen Fällmittelmenge (β-Wert: 3) wurde die anvisierte Gesamt-Phosphor-Konzentration von 0,2 mg/l zuverlässig unterschritten. Bei weiterer Erhöhung des β-Wertes auf den Wert 5 konnte die Phosphorkonzentration nach dem Tuchfilter noch signifikanter reduziert werden. Dabei wurden in den Versuchsreihen Werte von < 0,1 mg/l erreicht. Das zeigt, dass so gut wie alle kolloidalen und fällbaren Phosphoranteile im Ablauf in eine feste Form überführt und als Flockenstruktur im Polstoff des Tuchfilters zurückgehalten werden können. Gleichzeitig lässt sich durch den speziellen Mikrofaser-Polstoff ein nahezu feststofffreier Kläranlagenablauf erzielen. Nach Abscheidung fast aller partikulären Stoffe lag die Trübung im Ablauf im gesamten Versuchszeitraum bei 0,8 – 1,0 FNU, was einem Feststoffgehalt von deutlich < 2 mg/l an abfiltrierbaren Stoffe (AFS) entspricht. Flockungsfiltration in Kressberg Eine weitere Flockungsfiltration wird im Frühjahr 2024 auf der baden-württembergischen Kläranlage Kressberg (GK3) in Betrieb genommen. Als Flockungsfilter kommt dort ein >HUBER Tuchfilter RotaFilt® 2700 mit vier Filterscheiben zum Einsatz, der dafür sorgt, dass im Ablauf der Kläranlage eine Phosphorgesamtkonzentration von 0,2 mg/l im Jahresmittel nicht überschritten wird. Bickenbach nutzt Synergieeffekte Tuchfilter sind aber nicht nur eine elegante Lösung für die weitestgehende Phosphorelimination. Sie lassen sich auch sehr gut mit einer nachgeschalteten vierten Reinigungsstufe verbinden. In Bickenbach (Hessen) wird diese Kombination gerade mit dem HUBER Tuchfilter RotaFilt ® realisiert. Durch die vorgeschaltete zweistrassige Filtrationsstufe werden sich für Kläranlage wertvolle Synergieeffekte ergeben, da neben Phosphorverbindungen zusätzlich auch Störstoffe, Schlammflocken und Mikroplastik betriebssicher abgeschieden werden. Die Ozonierungsstufe und die 16 nachgeschalteten HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW ® GAK werden so zuverlässig vor erhöhten Feststoffeinträgen geschützt, was zu einem stabilen, wartungsarmen und vor allem störungsfreien Anlagenbetrieb beitragen wird. Zusätzlich geht man durch die Abscheidung ozonzehrender organischer Substanzen vor der Ozonierung von einer merklichen Reduzierung des Ozonverbrauchs aus. Die Inbetriebnahme der vierten Reinigungsstufe in Bickenbach ist für Herbst 2024 geplant.[...]