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Innovative Trocknungslösung für die Zukunft: Erste Referenzanlage mit HUBER Kaltlufttrockner HPS® setzt Maßstäbe

Mit der Einführung des modularen HUBER Kaltlufttrockners HPS® und der Inbetriebnahme der ersten Referenzanlage auf der Kläranlage in Todtenweis (Abwasserzweckverband Kabisbachgruppe) präsentiert HUBER eine zukunftsweisende und energieeffiziente Lösung für die Schlammtrocknung.

Der HUBER Kaltlufttrockner HPS® erweitert das Produktportfolio im Bereich der thermischen Schlammtrocknung und ist speziell für kleinere bis mittlere Kläranlagen

mit einer Kapazität bis 50.000 Einwohnerwerten (EW) konzipiert. Die innovative Trocknungstechnologie behandelt den Schlamm in einer geschlossenen, modular aufgebauten Einheit. Jedes Modul des HUBER Kaltlufttrockners HPS® nutzt ein integriertes Wärmepumpensystem, das eine Wasserverdampfung im Bereich von rund 50 kg/h ermöglicht. Die Trocknung erfolgt bei moderaten Lufttemperaturen im Bereich von etwa 40 bis 50 °C. Das in der Prozessluft enthaltene Wasser wird im geschlossenen Luftkreislauf durch gezielte Abkühlung wieder auskondensiert. Da die Prozessluft im Kreislauf geführt wird, entfällt eine Abluftbehandlung komplett. Als Ablaufstrom entsteht lediglich Kondensat, das in den Vorlauf der Kläranlage zurückgeführt wird.

Gerade an Standorten ohne verfügbare Abwärmequelle und mit gleichzeitigem Überschussstrom aus einer Photovoltaikanlage kann der HUBER Kaltlufttrockner HPS® seine Stärken optimal ausspielen. Die Novellierung der Abfallklärschlammverordnung (AbfKlärV) führt dazu, dass Entsorgungskosten für Klärschlamm künftig steigen werden. Die Trocknung reduziert Volumen und Masse des Schlamms und erzeugt zugleich einen hochkalorischen Brennstoff für die Mono- oder Mitverbrennung.

Die Referenzanlage in Todtenweis – ein Meilenstein

Die Kläranlage Todtenweis liegt im Lechfeld nahe Augsburg im Oberbayerischen Tertiärhügelland. Sie übernimmt die mechanische und biologische Behandlung der kommunalen Abwässer der Gemeinden Todtenweis, Aindling und Petersdorf und ist für 18.500 EW ausgelegt. Zusätzlich werden saisonal industrielle Abwässer einer benachbarten Sauerkraut- und Konservenfabrik eingeleitet. Ein weiterer zu verwertender Stoffstrom entsteht durch die Annahme von Klärschlamm aus der Teichkläranlage Edenhausen. Dieses Zusammenspiel verschiedener Abwässer und damit Schlämme macht die Anlage als Referenz besonders interessant.

Ein Schlammzwischenspeicher erlaubt die bedarfsgerechte Mischung der verschiedenen Schlämme nach Mineral- und Organikgehalt. Bereits seit 2009 erfolgt die mechanische Entwässerung des Mischschlamms über die bewährte HUBER Schneckenpresse Q-Press® 440. Dabei fallen jährlich rund 1.100 t Schlamm mit einem TR-Gehalt von durchschnittlich 23 % an. Der entwässerte Schlamm wird bislang in einem überdachten Schlammpolder zwischengelagert und anschließend per Radlader in Container verladen und von einem Entsorgungsfachbetrieb abtransportiert.

Das Konzept einer zweijährigen Miete des HUBER Kaltlufttrockners HPS® mit anschließender Kaufoption überzeugte den Abwasserzweckverband für die erste Referenzanlage. Der Trockner für die Kläranlage Todtenweis ist für eine Betriebsdauer von 3.600 h/a ausgelegt. Der Grund für die verhältnismäßig geringen Betriebsstunden pro Jahr ist die Flexibilisierung der Trocknung in Bezug auf Entwässerung und der Verfügbarkeit von günstiger elektrischer Energie. Insgesamt vier Wärmepumpenmodule sorgen für eine Wasserverdampfung von rund 50 kg/h pro Modul. Der Bau einer 300 kWp Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher im Mai 2026 ermöglicht zudem die flexible Nutzung von Überschussstrom, insbesondere von März bis Oktober, für den Betrieb des Trockners. 

Neben der energiewirtschaftlichen Flexibilität bietet der Kaltlufttrockner HPS® auch prozesstechnische Anpassungsmöglichkeiten, etwa im Signalaustausch mit der HUBER Schneckenpresse Q-Press®. Alle Zu- und Abförderkomponenten sind über Frequenzumrichter intelligent miteinander vernetzt und lassen sich zeitlich abstimmen. Der Wartungsaufwand ist dank intelligenter Prozessführung minimiert. Sämtliche Maschinenkomponenten sind durch großzügige Wartungszugänge im Container gut erreichbar.

Der Containertrockner wurde neben dem bestehenden Schlammpolder auf einem neu errichteten Fundament platziert. Für den Transport des Materials kommen mehrere HUBER Trogförderschnecken Ro8 T zum Einsatz. Die schwenkbare Austragsschnecke nach der Schneckenpresse ermöglicht die direkte Förderung über einen Trichter auf die Zuführungsschnecke und somit in den Kaltlufttrockner. Bei Bedarf kann die Austragsschnecke in den Schlammpolder ausschwenken, was maximale Betriebssicherheit garantiert. Die Austragsschnecke aus dem Trockner übergibt auf eine weitere, ansteigende Trogförderschnecke, die den getrockneten Schlamm in einen mobilen, geschlossenen beziehungsweise überdachten Abrollcontainer fördert – eine Lösung, die dem Betreiber maximale Flexibilität bietet.

Der HUBER Kaltlufttrockner HPS® – Effizienz trifft Nachhaltigkeit

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technik und intelligente Steuerung nachhaltige Entsorgungsstrategien auch mit kleinen, mobilen Anlagen ermöglichen. Ein besonderer Vorteil der containerisierten Anlagen ist, dass die Montage und Kalt-Inbetriebnahme des Trockners bereits in der Fertigungshalle am Standort Berching erfolgt. Anschließend wird der Trockner mit nur einem LKW zur Kläranlage transportiert und per Autokran auf das Fundament gesetzt. Die Integration der peripheren Komponenten sowie der Anschluss von Strom, Kühlwasser und Kondensatablauf ermöglichen die unmittelbare Warm-Inbetriebnahme direkt nach der Lieferung.

Konzept für die Zukunft

Mit dem HUBER Kaltlufttrockner HPS® setzt der AZV Kabisbachgruppe auf eine Lösung, die Wirtschaftlichkeit und Umweltbewusstsein optimal vereint. Die Referenzanlage in Todtenweis zeigt, wie intelligente Technik und nachhaltige Konzepte die Zukunft der Schlammtrocknung gestalten. Für Betreiber bedeutet dies: geringere Entsorgungskosten, eine erleichterte Handhabung des Klärschlamms und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

Das Innenleben des Containers: Je nach Bedarf können zwischen eins bis fünf Trocknungsmodule eingesetzt werden
Das Innenleben des Containers: Je nach Bedarf können zwischen eins bis fünf Trocknungsmodule eingesetzt werden
Der Trockner ist nach dem Prinzip „Plug and Play“ entwickelt
Der Trockner ist nach dem Prinzip „Plug and Play“ entwickelt
Der Kaltlufttrockner kann per LKW transportiert und per Autokran platziert werden
Der Kaltlufttrockner kann per LKW transportiert und per Autokran platziert werden

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