[...]Die Energie der Sonne nutzen Bei der solaren Trocknung von Schlamm wird als thermische Energiequelle die Energie der Sonne genutzt. Damit steht ein sehr ökologisches, umweltfreundliches und energieeffizientes Verfahren für die Behandlung von Schlamm aus Anlagen der Abwasserreinigung oder Wasserreinigung zur Verfügung. Das Grundprinzip des Verfahrens besteht darin, dass der Schlamm in einer Gewächshauskonstruktion getrocknet wird. Die Einbringung des Schlammes in das Gewächshaus kann sowohl manuell, beispielsweise mit einem Radlader, oder auch automatisch – direkt von der Entwässerung mittels spezieller Förderaggregate - erfolgen. Im Gewächshaus muss der Schlamm für eine optimale Trocknung verteilt und immer wieder gewendet werden. Diese Aufgabe übernimmt der HUBER Schlammwender SOLSTICE®, der das Herzstück des gesamten Verfahrens darstellt. Auch der Schlammtransport im Gewächshaus wird durch die Wendemaschine erledigt. Der getrocknete Schlamm kann dann in eine Mulde am Ende der Halle abgelegt oder über eine maschinelle Einrichtung direkt in eine Verladestation gebracht werden. Solare Energie Regenerative und umweltfreundliche Energie Das Verfahren mit dem HUBER Schlammwender SOLSTICE® ermöglicht eine kontinuierliche Betriebsweise. Entwässerter Schlamm wird kontinuierlich zugeführt und getrockneter Schlamm wird regelmässig abgeführt. Das Schlammbeet im Gewächshaus bleibt dabei konstant bleibt. Durch verschiedenen Funktionen der Wendeeinrichtung (Mischen, Zerkleinern, Belüften und Transportieren) und insbesondere das Rückmischen, wird über einen Grossteil der Fläche ein offenporiges, leicht feuchtes Schlammbeet erzeugt, das weder Geruchsprobleme noch unnötige Staubbelastung hervorruft. Das Verfahren kann auch um eine Hochleistungsfussbodenheizung oder einen Warmluftgebläse erweitert werden, so dass neben der solaren Energie auch andere thermische Energiequellen genutzt werden können. Damit ist auch in Regionen, in denen es auch weniger sonnenintensive Jahreszeiten gibt, eine ganzjährige Trocknung von Schlamm realisierbar. So werden Speicher für den nassen, im Winter rein solar nicht zu trocknenden Schlamm überflüssig bei einer gleichzeitigen Verkleinerung der notwendigen Fläche. HUBER hat umfangreiche Erfahrung in der Planung und Ausführung von Anlagen für die solare Trocknung von Schlamm. Das Herzstück des Verfahrens ist der HUBER Schlammwender SOLSTICE® der hundertfach weltweit im Einsatz ist. Auch für die Beschickung der Anlage mit entwässertem Schlamm sowie der Abfuhr von getrockneten Schlamm bietet HUBER massgeschneiderte Lösungen für den Transport von Schlamm. HUBER hat umfangreiche Erfahrung in der Planung und Ausführung von Anlagen für die solare Trocknung von Schlamm. Das Herzstück des Verfahrens ist der HUBER Schlammwender SOLSTICE® , der hundertfach weltweit im Einsatz ist. Auch für die Beschickung der Anlage mit entwässertem Schlamm sowie der Abfuhr von getrockneten Schlamm bietet HUBER massgeschneiderte Lösungen für den Transport von Schlamm .[...]
[...]Penzing, Deutschland Die solare Klärschlammtrocknung ist in den letzten Jahren zu einem anerkannten ökologischen und ökonomischen Verfahren geworden. Um eine solare Trocknungsanlage erfolgreich und nachhaltig zu errichten, müssen alle notwendigen Gesichtspunkte stimmen: neben den wirtschaftlichen und planerischen Aspekten sind dies vor allem auch die Akzeptanz beim Betreiber und bei der Bevölkerung. Eine der Anlagen, bei dem Konzept und Akzeptanz ineinander greifen, steht in der Nähe des Ammersees, in Penzing-Weil. An die aerob stabilisierende Kläranlage sind 8.500 Einwohnergleichwerte angeschlossen. Ab dem Jahr 2008 musste die Kläranlage Penzing Weil den PFT Parameter messen lassen. Da sich hohe Konzentrationen von Perfluorierten Tensiden fanden, stiegen die Entsorgungskosten von vormals 30.000 € auf ca. 100.000 € an. Eine Investition in die Schlammbehandlung mit dem Ziel, die jährlichen Entsorgungskosten zu reduzieren, wurde daher wirtschaftlich interessant. Anfang 2010 begann man mit dem Bau einer Schlammbehandlungsanlage mit Entwässerung und Trocknung. Nach Fertigstellung und Probebetrieb ging die neu errichtete Anlage im Juli 2010 in Betrieb. Der Weg der Schlammbehandlung beginnt mit einer HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® 440. Der gepresste Schlamm wird über eine Schnecke automatisch in das Gewächshaus transportiert und fällt dann auf den Boden. Von dort wird der Schlamm mit der Wendetransportkombination SRT 9 im Gewächshaus sowohl verteilt als auch transportiert. Am Ende des Gewächshauses fällt der getrocknete Schlamm in Form von Granulat in einen Abwurfbunker. Von dort wird er 5 bis 6 Mal pro Jahr mit einem Radlader aufgenommen und von Lastwagen abtransportiert. Schwankungen der Trocknungsleitung zwischen Sommer und Winter werden durch zwei bestehende Dünnschlammbehältern mit je 700 Kubikmeter Fassungsvermögen abgepuffert. Je nach Wetter gibt der Klärwärter mehr oder weniger Schlamm auf den Trockner. Dabei kann er entweder direkt den im Nachklärbecken abgesetzten Dünnschlamm oder den voreingedickten Schlamm aus den Behältern über die Schneckenpresse entwässern. Das Bedienprogramm der Anlage ermöglicht die Umstellung auf Knopfdruck – so wird entweder Überschussschlamm mit ca. 1 % Trockensubstanz oder statisch eingedickter Schlamm mit etwa 3,5 % Trockensubstanz über die Schneckenpresse gefahren. Sollten auf einer Kläranlage keine Speichermöglichkeiten vorhanden sein oder ist das Platzangebot begrenzt, kann die Leistung der solaren Trocknung mit Abwärme oder Umweltwärme gesteigert werden. Unter Umweltwärme ist in diesem Fall die ökologisch erzeugte Wärme einer Wärmepumpe zu verstehen, welche die Wärmeenergie aus dem gereinigten Abwasser bezieht. Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin garantiert hierbei einen wartungsarmen und sicheren Betrieb. Es handelt sich dabei um einen Wärmetauscher, der auftretende Algen und andere Verschmutzungen an den Tauscherflächen automatisch abreinigt. Die Länge und damit die Fläche der Trocknungshalle ergeben sich durch die geforderte Trocknungsleistung. Die notwendige Leistung ist abhängig von dem möglichen Entwässerungsergebnis der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS®. Vor diesem Hintergrund ist die Gewächshaushalle in Penzing um einige Meter länger gebaut worden als eigentlich erforderlich. Die daraus resultierende höhere Leistung des Trockners nutzt der Betreiber, um den Polymerverbrauch am Entwässerungsaggregat zu reduzieren und so weiter Kosten zu sparen. Mit der automatischen Aufgabe von Schlamm in die Halle spart sich die Kläranlage die Übergabestellen, einen Radlader und die Arbeitszeit, um den Trockner zu beschicken. Der Betreiber bekommt damit auch ein hervorragendes Schlammhandling, das Geruchsprobleme minimiert: direkt in den Trockner gebracht und dort sofort bewegt und belüftet bedeutet, dass der Schlamm augenblicklich in einen sicheren, quasi aeroben Zustand gebracht wird. In diesem Zustand ist die Geruchsentwicklung des Schlammes minimal In Penzing Weil ist überhaupt kein unangenehmer Geruch wahrnehmbar. Für eine effektive und geruchsarme Trocknung ist es erforderlich die Klimatechnik und die Maschinentechnik exakt aufeinander abzustimmen. Dabei gehen in die HUBER Klimasteuerung Erfahrungen aus dem Betrieb, Messungen im Gewächshaus sowie theoretische thermodynamische Gesetzmässigkeiten ein. Das Gewächshaus ist mit Klimasensoren, Ventilatoren und Lüftungsklappen ausgestattet. Die Steuerung sorgt stets für das ideale Trocknungsklima in der Halle. Um dies dauerhaft zu erreichen, wird die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft innerhalb und ausserhalb des Gewächshauses betrachtet und der Kondenswasseranfall begrenzt. Die Laufzeiten der Ventilatoren, die das Schlammbeet direkt belüften, werden entsprechend der Arbeitszyklen der Wendemaschine (und dem jeweiligen, frisch gewendeten Schlammbeetzonen) sowie der Trocknungsfähigkeit der Luft gesteuert. Die Luft wird abgestimmt auf die unterschiedlichen Trocknungsbereiche des Schlammes unterschiedlich geführt. Vorrang vor den Klimabedingungen haben für die Steuerung natürlich die Sicherheit für die Maschinentechnik sowie der Sturm- und Unwetterschutz für das Gebäude. Das Herzstück des solaren Trockners ist die Maschinentechnik für den Transport und das Wenden des Schlammes: Die Schlammwendeeinrichtung besteht aus einer drehbaren Doppelschaufel, die sich an einer Kette durch die Halle zieht. Beim Rotieren und gleichzeitigem nach vorne Fahren wird der Schlamm belüftet, gewendet, granuliert und transportiert. Dabei wird der Schlamm in die Schaufeln aufgenommen und übergeworfen. Fährt die Wendetransportkombination einmal durch die Halle, ist jedes Schlammgranulatkorn belüftet worden. Das geschieht normalerweise jede Stunde. Die feuchten Anfangsbereiche werden in der Einbringphase sogar in einem 20 Minutentakt gewendet und belüftet und zwar über die gesamte Breite des Gewächshauses. Die vollständige Umlagerung des gesamten Schlammbeetes bedeutet, dass der Schlamm sicher in einem „quasi“ aeroben Zustand bleibt und gleichzeitige beste Bedingungen für den Trocknungsprozess herrschen. Ein weiteres Merkmal des HUBER SRT-Verfahrens ist die kontinuierliche Rückmischung des Schlamms: Die Doppelschaufel wird neben dem Mischen auch zum gezielten Verfahren von Schlamm eingesetzt. Beim Rückmischen mit Trockengranulat wird so der eingebrachte Schlamm direkt nach der Aufgabe auf etwa 40 % Trockenrückstand gehoben. Dies liegt in einen Bereich, bei dem mögliche geruchsintensive biologische Aktivitäten zum Erliegen kommen. Ausserdem ist der Schlamm mit 40 % TR offenporiger und einfacher zu trocknen und wegen der geringeren Klebrigkeit einfacher mit der Maschinentechnik zu bearbeiten. Das kommt vor allem der Langlebigkeit der Maschinentechnik entgegen. Auf der gegenüberliegenden Seite, d.h. der trockenen Seite des Schlammbeetes, entsteht durch das kontinuierliche Rückmischen der gegenteilige Effekt. Die Zone, in der das Granulat sehr trocken wird, ist sehr kurz und damit auch der Bereich, in dem trockenes Material mechanisch beansprucht wird und Staub entsteht. Das Schlammbeet, das sich über die Hallenlänge durch den Rückmischeffekt ausbildet, zeichnet sich durch einen sehr langen Grundtrocknungsbereich aus, bei dem der Trockenrückstand langsam von 40 % auf 60 % ansteigt. Hier findet der eigentliche Trocknungsprozess statt. Erst in den letzten 10 bis 15 m steigt der Trockenrückstand auf die normalerweise gewünschten 80 bis 85 % TR an. Der Wender ermöglicht durch den Transport die Verfahrung des Schlamms in den Schaufeln, das getrocknete Granulat an der Giebelseite der Schlammaufgabe auch wieder abzugeben. Er wirft das Granulat beispielsweise in eine im Boden versenkte, mit Gitterrost geschützte Schnecke ab. So kann das Gewächshaus im Randbereich der Kläranlage gebaut werden, ohne dass eine weitere Strasse und ein zweiter Fahrbereich am Ende des Gewächshauses erforderlich werden. In Penzing kam allerdings die klassische Variante zum Zuge, bei der die Schlammaufgabe und -abgabe an gegenüberliegenden Seiten des Gewächshauses realisiert wird. Diese Variante machte bei der bestehenden Bebauung mehr Sinn. Auf der Anlage in Penzing besteht neben der automatischen Aufgabe auch die Möglichkeit den Schlamm mittels Radlader einzubringen. „Das ist aber nicht angedacht. Uns reicht unser eigener Schlamm“, sagt der Leiter der Kläranlage, Markus Keller mit einem Schmunzeln. Ein Knopfdruck würde genügen und der Wender arbeitet einen mit dem Radlader aufgehäuften Schlammberg nach und nach ab. Bei der kontinuierlichen automatischen Beschickung bringt die Schnecke immer sofort die Menge ins Schlammbeet ein, die sich nach einer viertel Stunde gebildet hat. Für einen möglichst geruchsarmen Betrieb ist das wie eingangs beschrieben die bessere Variante. Bei stabilisiertem, gut entwässertem Schlamm ist die automatische Aufgabe aber nicht unbedingt erforderlich. Die Schlammwendekombination fährt auf Betonfertigteilen durch die Gewächshaushalle. Die eigentliche Trocknungsfläche ist in Penzing einer normalen Strasse nachempfunden. Die Betonfertigteile übernehmen die Funktion der Bordsteinkante, dazwischen wurde asphaltiert. Der Untergrund ist frostsicher gegründet, die Maschine und der Schlamm belasten die Fläche statisch kaum. Durch die installierte Fernanbindung kann der Be-treiber während und nach der Inbetriebnahmephase optimal unterstützt werden: Die Steuerung registriert die wichtigen Werte und lässt diese via gesicherter Internetverbindung von der HUBER-Zentrale in Berching aus einsehen. Neben diesen Werten werden aktuelle Zustände wie die gesamte Schlammbeethöhe oder der gerade ablaufende Zyklus in Echtzeit übertragen. Die am Wender direkt installierten elektronischen Bauteile sind auf das Nötigste beschränkt worden. Auf dem Wender fährt somit kein Schaltschrank sondern nur ein grösserer komplett geschlossener Klemmkasten mit. Die meisten Steuerungskomponenten sind in einem Hauptschaltschrank untergebracht, der sich in einem geschützten Bereich der Halle befindet. Die Belastung für die elektronischen Bauteile durch Umweltbedingungen ist damit deutlich reduziert, was eine einfachere Wartung und eine längere Lebensdauer bedeutet. In Penzing ist ein Solartrockner SRT 9 -Wender in die 100 m lange Halle eingebaut – eine Wendetransportkombination, die in einem 10 m breiten Gewächshaus arbeitet. Darüber hinaus stehen als weitere Alternativen auch Wender für 7 m und 12 m breite Gewächshäuser zur Verfügung. Die solare Trocknung ist die umweltfreundlichste Art, Klärschlamm zu Trocknen. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen durch die Verringerung der zu entsorgenden Klärschlammmenge kommen verringerte Umweltbelastungen hinzu: weniger Lastwagen, die den Schlamm abfahren, bedeutet den Ausstoss von weniger Kohlendioxid. Höherer Trockenrückstand im Trockengranulat bedeutet einen besseren Brennwert des zu entsorgenden Gutes. Dem Betreiber öffnen sich weitere Entsorgungswege Er ist damit unabhängiger und eigenständiger in Bezug auf die Schlammentsorgung.[...]
[...]Freystadt, Deutschland Durch die neuen Richtlinien und Gesetzesvorgaben beim Klärschlamm haben sich die Kosten für dessen Entsorgung für viele Kläranlage verdoppelt oder sind weit über 100 € pro Tonne Originalsubstanz hinaus angestiegen. Der Grund dafür: Die Standardlösung für die Einhaltung der neuen rechtlichen Vorgaben ist die Verbrennung. Verbrennungskapazitäten sind aber ungleichmässig verteilt und weitestgehend ausgeschöpft, die Transportwege für Klärschlamm sind in vielen Fällen deutlich länger geworden. Kosten können dann gesenkt werden, wenn der Schlamm durch Trocknung reduziert wird. In Freystadt, einer Gemeinde in Bayern, hat man sich für eine eigene dezentrale Lösung entschieden. Eine komplette Schlammbehandlungsanlage, die aus nassem Dünnschlamm körniges Trockengranulat erstellt, arbeitet hier seit Beginn letzten Jahres in Vollautomatik. „Am Anfang haben wir uns natürlich in die neue Verfahrenstechnik einarbeiten müssen, nach kurzer Zeit wussten wir aber, wie alles funktioniert. Jetzt müssen wir pro Tag nicht mehr als anderthalb Stunde für die gesamte Schlammbehandlung aufwenden,“ sagt Klärmeister Johann Weihrich. Die Schlammbehandlungsanlage besteht aus einer Schneckenpresse und einer solaren Klärschlammtrocknung. Die solare Klärschlammtrocknung ist seit Jahren eine anerkannte Technik, um aus teils klebrigem Schlammkuchen ein körniges Granulat zu generieren und gleichzeitig die Menge auf ca. ein Viertel zu reduzieren. Das Verfahren kann ab einem Entsorgungspreis von ca. 80 € pro Tonne wirtschaftlich dargestellt werden – wobei kaum Betriebskosten anfallen. Mit den niedrigen Betriebskosten geht ein niedriger Stromverbrauch und eine sehr gute Klimabilanz einher. Auf der Kläranlage in Freystadt wurden mit der solaren Klärschlammtrocknung gleich mehrere Vorteile erzielt. Vor der Errichtung der Schlammbehandlung leerten Lohnentwässerungsfirmen die Schlammspeicher-Teiche in regelmässigen Abständen. Bei diesen Entleerungen gab es erheblichen betrieblichen Aufwand: Das Rühren der 8.000 m³ grossen Schlammteiche zur notwendigen Homogenisierung, die Belastung durch das Filtratwasser für die Reinigungsstufen der Kläranlage, der Aufwand beim regelmässigen Aufbau der mobilen Maschinen und der Abtransport des Schlamms. Bei der stationären Entwässerung kommt es zu keiner Stossbelastung mehr durch Filtratwasser, das Trockengranulat ist schüttbar und klebt nicht – der Transport ist also einfach und sauber. Und die Mengen sind deutlich geringer, am Ende müssen nur noch 180 t/a von der Anlage weggefahren werden. Die Anlage Freystadt zeigt, dass eine vollständig automatisierte Schlammbe-handlungsanlage auch bei kleineren Anlagen wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Die Ausschreibung, die das Nürnberger IB Miller erarbeitete, konnte die HUBER SE gewinnen. HUBER baute die gesamte Maschinentechnik, liess die Bauwerke erstellen und nahm die Anlage in Betrieb. Die gesamte Anlage ist so „aus einem Guss“, alle Aggregate sind aufeinander abgestimmt. Der Dünnschlamm wird in einem Vorlageschacht der Teiche nun homogenisiert und dann 350m gepumpt, bis er in das Entwässerungsgebäude gelangt. Hier wird er mit einer Neuentwicklung, dem HUBER Inline-Polymer-Mischer IPM, konditioniert. Dem Mischer ist nicht nur ein erhöhter Trockenrückstand am Austrag der Schlammentwässerungen zu verdanken, auch Ausgasungen innerhalb der Schlammleitung sind kein Problem für den Betrieb. Die Entwässerung übernimmt die bewährte HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® , diese wirft dann den Schlammkuchen in die HUBER Trogförderschnecke Ro8 T. Mit dem Förderaggregat gelangt der Schlamm ins Gewächshaus. Nun übernimmt der Schlammwender SOLSTICE ® - der Schlamm wird kontinuierlich durch die Halle transportiert, dabei zerkleinert und ständig umgelegt. Im Gewächshaus sorgt eine Klimasteuerung für optimale Trocknungsergebnisse. Diese setzt den elektrische Energieverbrauch der Ventilatoren in Beziehung zur Trocknungsleistung; so wird entschieden, ob es wirtschaftlich ist, die Ventilatoren anzusteuern. In direkter Nachbarschaft zur Kläranlage befindet sich ein Sportplatz, ein Spielplatz und ein Vereinshaus für Motorradfreunde. Geruch stört hier aber nicht. Das kontinuierliche Verfahren verhindert Spitzen in der Geruchsbelastung. Durch das intensive Umlegen des Trocknungsbeetes durch den Schlammwender und durch die Rückmischung von trockenem Granulat in nassen Klärschlamm sind die geruchsproduzierenden Prozesse zurückgedrängt. Die Rückmischung von Schlamm gelingt dem Wender, indem er am Ende der Trocknungsstrecke das Granulat mit seinen Werkzeugen aufnimmt und zu einer definierten Stelle zurückbringt. Die Platzverhältnisse auf der Anlage in Freystadt sind beengt. Die notwendigen Verkehrsflächen um die Schlammbehandlungsanlage mussten deswegen so gering wie möglich ausfallen. Durch die Rückführung des Materials kann beim Schlammwender SOLSTICE ® die Aufgabe des Schlamms und die Abgabe des Trockengranulates an einer Seite platziert werden. Also musste nur ein Zugang zur Trocknungshalle gebaut werden. Nach der Entscheidung, dass eine Anlage gebaut werden soll, wurde keine Lohnentwässerung mehr beauftragt. Durch die sehr guten Entwässerungsergebnisse und die hervorragende Leistung des Solartrockners konnte innerhalb eines Jahres der über ein Jahr angestaute Schlamm und der frisch angefallene Schlamm verarbeitet werden. Johann Weihrich, Klärmeister, ist mit seiner neuen Anlage sehr zufrieden: „Da haben wir uns richtig entschieden und eine Anlagentechnik bekommen, die wirklich gut funktioniert. Wartungsaufgaben, die Prozessüberwachung, der Betrieb – die Anlage ist so gebaut, dass das alles sauber und gut läuft.“[...]
[...]Gärreste können eine wichtige Rolle bei der Bodenanreicherung spielen, müssen aber erst aufbereitet werden, bevor sie als alternativer Mineraldünger verwendet werden können. Das Problem In Abfallvergärungsanlagen landet ein Mix verschiedener Nahrungsmittelabfälle unterschiedlichster Herkunft, manche in Handelsverpackungen, manche mit einem nicht geringen Anteil an Plastik. Um den Abfall verwerten zu können, werden in einer speziellen Anlage die nutzbaren Essensreste vom Verpackungsmaterial getrennt. Als Nebeneffekt werden dabei aber einige der Plastikteile in zu kleine Stücke zerbrochen, die dann nicht mehr entfernt werden. Diese Trennanlagen leisten gute Arbeit, wenn es darum geht, grössere, sperrigere Teile zurückzuhalten, können aber Plastik nicht zu 100% entfernen. Da Plastik nicht abgebaut werden kann, passiert es die Anlage und fliesst mit den Gärresten ab. Das öffentliche Bewusstsein für die Plastikproblematik ist auch in England gerade derzeit besonders hoch; die Folgen für die Umwelt werden ausführlich publiziert. Abgesehen von der unerwünschten schlechten Presse können durch Plastik in den Gärresten möglicherweise auch die Anforderungen des Industrie-Standards PAS-100 nicht erfüllt werden, was die Weiterverwertung des Gärguts einschränkt und seinen Wert mindert. PAS 110 ist eine “Publicly Available Specification” der British Composting Association, also eine öffentlich verfügbare Spezifikation (öffentliche Anforderung, jedoch noch keine Norm). Diese stellt sicher, dass Anlagen “Gärgut produzieren, das die Marktbedürfnisse erfüllt und die Umwelt schützt.” Für “Gesamtglas, Metall, Plastik und ‘andere’ (Nicht-Stein-)Fragmente > 2 mm” beträgt die Obergrenze 0,5 % m/m Trockensubstanz. Unsere Lösung – HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® Soll Gärgut als Dünger verwendet werden, muss der Plastikanteil reduziert werden. Wir bei HUBER haben zur Entnahme von Plastik auf mehreren Anlagen eine STRAINPRESS ® erfolgreich eingesetzt. Die STRAINPRESS ® entfernt Plastik und andere grössere Materialien, sodass die PAS-110-Anforderungen erfüllt werden. Die Maschine arbeitet automatisch und benötigt nur sehr wenig Wartung – optimal für Abfallvergärungsanlagen. Die Vorteile des HUBER Fremdstoffabscheiders STRAINPRESS®: Kontinuierliche Siebung, Entwässerung und Transport von Grobmaterialien in einem Schritt Gekapseltes, mit Druck betriebenes System – keine Pumpen erforderlich, in Druckleitungen einsetzbar Langlebig, da komplett aus Edelstahl gefertigt Zuverlässige mechanische Reinigung des Lochblechs ohne Wasser oder Chemikalien Automatisches Presskonussystem für maximale Entwässerungsleistung und Kompaktierung des separierten Materials (Rechengut mit 40-50% TS) – reduzierte Entsorgungsmengen Höhere Betriebssicherheit für nachfolgende Systeme, wie Schlammeindickung, -desinfektion, -stabilisierung, -entwässerung, -und -trocknung, sowie reduzierter Wartungsbedarf Einfache Wartung durch Schnellverschlüsse zum Öffnen und Schliessen. Der Siebteil ist feststehend, die Presszone ist mit Schwenkrollen leicht zu verschieben. Bei Einbau zwischen Faulbehälter und erstem Gärgutlagerbehälter kann der konstante Druck im Faulbehälter dazu genutzt werden, die STRAINPRESS® ohne zusätzliche Pumpen mit Druck zu beaufschlagen. Bei Aufstellung auf einer Plattform fallen die Plastikpartikel aus der STRAINPRESS® direkt in einen darunter stehenden Container. Die HUBER STRAINPRESS® ist auch erhältlich mit: Frostschutz Elektrischer Steuerung Platform oder Förderer James Tucker, Industrial Business Development Manager bei HUBER Technology UK, dazu: “Die STRAINPRESS ® ist ideal geeignet für diese Art von Anwendung – die Ergebnisse sind hervorragend. Bei fast 400 verkauften Maschinen allein in Grossbritannien und der jahrzehntelangen Erfahrung mit Betrieb und Wartung ist die HUBER STRAINPRESS ® die naheliegende Wahl.“ HUBER Technology ist Spezialist für Ausrüstung zur Verbesserung der anaeroben Faulung. Zahlreiche Zusatzoptionen werden angeboten. Des Weiteren sind Lösungen zur Sandentnahme, Sandwäsche, Kompaktierung von Verpackungsmaterial und Entwässerung von Gärresten erhältlich. Gerne kommen wir mit auf Rahmen vormontieren Vorführanlagen auch gerne zu Ihnen und zeigen Ihnen vor Ort die Leistungsfähigkeit unserer Maschinen. Unsere vormontierten Maschinen sind ideal für den Vorführbetrieb vor Ort, sie werden anschlussfertig geliefert mit: HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® SP290 mehrere verschiedene Siebkörbe für unterschiedliche Anforderungen am Rahmen montierter Schaltschrank und vorverkabelt (Plug-and-Play) am Rahmen montierte Beschickungspumpe Es ist auch möglich, die STRAINPRESS® mit vorhandenen Pumpen anstelle der mitgelieferten Pumpe zu beschicken. Die STRAINPRESS® arbeitet im Druckbetrieb und kann daher in Druckleitungen eingebaut und ohne zusätzliche Pumpe betrieben werden. Prinzipskizze des HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® Drei STRAINPRESS®-Maschinen auf Plattform montiert, mit Schaltschränken und Frostschutz Vormontierte Vorführanlage mit Beschickungspumpe und Steuerung[...]
[...]Erhöhung der Betriebssicherheit für Pumpwerke Pumpen und Hebeanlagen werden in der Regel dort eingesetzt, wo Abwasser auf ein höheres Niveau angehoben wird, damit es anschliessend im Freispiegelabfluss weitergeleitet werden kann. Die im Abwasser enthaltenen Feststoffe (Grobstoffe, Störstoffe, Faserstoffe) führen jedoch häufig zu einem Ausfall der eingesetzten Aggregate, da sie durch Verzopfungen und Verstopfung Betriebsausfälle verursachen. Nur durch eine aufwändige, manuelle Reinigung kann die Funktion wiederhergestellt werden oder die Aggregate müssen im schlimmsten Fall sogar erneuert werden. Um einen störungsfreien und gesicherten Betrieb eines Pumpwerkes oder einer Hebenanlage sicher zu stellen, ist die Installation einer vorgelagerten Siebung die beste Lösung. HUBER hat spezielle Sieb- und Rechenanlagen im Produktprogramm, welche speziell für den Einsatz in Pumpstationen, Schachtbauwerken oder Hebeanlagen geeignet sind und sowohl für Kläranlagen als auch in der Kanalisation eingesetzt werden können. Damit wird die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit der Pumpwerke erhöht und Kosten für Material- und Personaleinsatz deutlich reduziert. Für kleinere Anwendungen bietet sich speziell die HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT® RoK4 an und für grössere Anwendungen der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® , der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® CF sowie der HUBER Grobrechen TrashLift .[...]
[...]Siebanlagen für Entlastungsbauwerke Rechen und Siebe für Entlastungsbauwerke in der Misch- und Regenwasserbehandlung HUBER Siebanlage ROTAMAT® RoK1 Siebanlagen für Entlastungsbauwerke HUBER Siebanlage ROTAMAT® RoK2 Siebanlagen für Entlastungsbauwerke Rechen und Siebe für Entlastungsbauwerke in der Misch- und Regenwasserbehandlung Die weitergehende Misch- und Regenwasserbehandlung ist ein zentraler Punkt im Hinblick auf einen nachhaltigen Umwelt- und Gewässerschutz. Zur Eintragsverhinderung von Schwimm- und Grobstoffen aus dem Kanalnetz in Gewässer können HUBER Siebanlagen vorgesehen werden und eine verbesserte Gewässergüte nachhaltig sichern. Der Feststoffrückhalt mittels Lochblechsiebung kann vor , auf oder nach der Überfallschwelle installiert werden. Die innovative Kombinationen von Maschinentechnik zur Misch- und Regenwasserbehandlung bietet eine grosse Betriebssicherheit durch ausgereifte Technik und reduziert Investitions- und Betriebskosten. Für einen grösstmöglichen Rückhalt werden die Anlagen den örtlich hydraulischen Vorgaben und baulichen Bedingungen optimal angepasst. Mit weltweit über 1000 erfolgreich eingesetzten Sieb- und Rechenanlagen im Bereich der Misch- und Regenwasserbehandlung verfügt HUBER über sehr grosse Erfahrung im Rahmen der Planung und Ausführung. FAQs Häufig gestellte Fragen Wo kommt eine Mischwassersiebanlage zum Einsatz? Mischwassersiebanlagen werden im Mischsystem einer Kanalisation an Entlastungsbauwerken eingesetzt. Entlastungsbauwerke dienen zur Entlastung des Kanalnetzes bei Regenereignissen durch Zwischenspeicherung oder direkte Abführung von Abwasser ins Gewässer. Wie häufig findet eine Entlastung an einer Mischwassersiebanlage statt? Die Häufigkeit eines Entlastungsereignisses hängt von der Region, dem Kanalsystem sowie dem jeweiligen Bauwerk ab. Üblicherweise kann man davon ausgehen, dass eine Mischwassersiebanlage in einem Zeitraum von 10 Jahren etwa 1000 Betriebsstunden aufweist. Was kann unternommen werden, um Rechengut aus Mischwasserentlastungen einem Gewässer fern zu halten? Bei einem Mischwassersystem kann es mehrere Male pro Jahr eine direkte Entlastung in ein Gewässer geben. Viele Kommunen setzen deshalb eine Mischwassersiebung ein, damit der Eintrag von gröberen Feststoffen ins Gewässer im Falle einer Entlastung vermieden wird.[...]