[...]Berching, Deutschland Neben fest installierten Anlagen in Gebäuden nimmt die Nachfrage nach HUBER Lösungen in modularer Containerbauweise zur Miete deutlich zu. Diese Systeme werden insbesondere für den temporären Betrieb eingesetzt, etwa zur Überbrückung von Bauphasen oder für einen schnellen und flexiblen Einsatz bei Kapazitätsengpässen in der Abwasserbehandlung. Modular und sofort einsatzbereit HUBER hat diese Anforderungen erkannt und stellt hierfür Maschinen und Anlagen zur Miete zur Verfügung. Alle Anlagen sind mit Steuerungen und dem notwendigen Zubehör ausgestattet. Somit sind sie vollständig anschluss- und betriebsfertig, wodurch sie vor Ort temporär schnell aufgebaut und in Betrieb gesetzt werden können. Um der stetig wachsenden Nachfrage weiterhin gerecht zu werden, hat HUBER seinen Mietpark sowohl um zusätzliche Maschinen als auch um weitere Technologien aus dem Leistungsspektrum erweitert. Verfügbare Anlagen im Überblick Mittlerweile stehen Anlagen zur chemisch-physikalischen Abwasserbehandlung, zur mechanischen Vorbehandlung und zur Schlammbehandlung in dem Mietpark zur Verfügung. Siebschnecken und Siebanlagen in verschiedenen Baugrössen zur mechanischen Vorbehandlung Scheiben- und Tuchfilteranlagen zur Feinstsiebung HUBER Druckentspannungsflotation HDF bis 80 m³/h Durchsatzleistung, zur Vor- und Nachbehandlung industrieller und kommunaler Abwässer (Reduktion AFS, Fette und CSB) HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® in unterschiedlichen Durchsatzleistungen, zur Entwässerung industrieller und kommunaler Schlämme und Reststoffe Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne und bieten Ihnen die richtige Lösung für Ihre Herausforderungen im Bereich Abwasser und /oder Klärschlamm.[...]
[...]Barueri, Brasilien Für das brasilianische Grossprojekt Barueri, eines der grössten Kläranlagenprojekte Südamerikas, wurde in der HUBER Service Academy eine umfassende zweiwöchige Intensivschulung durchgeführt. Das Projekt, für das die Auslieferung der Maschinentechnik bereits begonnen hat, umfasst insgesamt 85 Anlagen für die mechanische Vorreinigung und Sandbehandlung. Dazu gehören – inklusive des Lieferumfangs für ein Schwesterprojekt – vier verschiedene Rechentypen: der HUBER Grobrechen TrashMax®, der HUBER Schalengreiferrechen TrashLift, der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® und der HUBER Lochblech-Umlaufrechen EscaMax®. Ergänzt wird das Portfolio durch HUBER Schwemmrinnen HLC, die nachgeschaltete HUBER Waschpresse WAP® L, HUBER Sandfänge GritWolf® sowie die HUBER Coanda Sandwaschanlage RoSF4. Umfassendes Trainingsprogramm Die Schulung kombinierte ausführliche Theorieeinheiten mit praxisnahen Trainingsmodulen. Vermittelt wurden Funktionsweisen, Steuerungslogiken, Installationshinweise und systematische Vorgehensweisen beim Troubleshooting. In den praktischen Teilen standen typische Inspektions-, Einstell- und Wartungsarbeiten im Mittelpunkt. Ergänzend boten zwei Anlagenbesuche die Möglichkeit, gemeinsam mit dem HUBER Service-Fachpersonal die Wartung eines HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® auf nahegelegenen Kläranlagen zu begleiten, Verschleissteile zu begutachten und die Funktionsabläufe eines HUBER Schalengreiferrechen TrashLift im Detail nachzuvollziehen. Über die maschinenspezifischen Inhalte hinaus wurden zusätzliche Trainings zu Messtechnik und Sensorik, zu Steuerungsabläufen komplex verketteter Anlagen sowie zum Umgang mit Vermessungs- und Nivelliergeräten durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erkennung und Vermeidung von Korrosion. Die internationale Schulungsgruppe setzte sich aus vier Teilnehmern aus Brasilien – sowohl vom Kunden als auch von HUBER do Brasil – sowie Servicekollegen aus Kanada, Polen, Tschechien und Lettland zusammen. Neben dem fachlichen Austausch bot das Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abendessen sowie dem Besuch eines Heimspiels des FC Bayern und des Berchinger Wintervolksfests „Rossmarkt“ auch Einblicke in die bayerische Kultur. Kompetenzaufbau als Zukunftsbaustein Zur Sicherstellung einer hohen Schulungsqualität waren sechs Trainer aus verschiedenen HUBER Fachbereichen im Einsatz. Für die brasilianischen Teilnehmer stand zudem eine Simultanübersetzerin bereit. Mit Abschluss der zweiwöchigen Intensivphase sind die brasilianischen Kollegen bestens auf ihre Aufgaben im Grossprojekt Barueri vorbereitet. Wir danken unserem Kunden für das grosse Vertrauen, das er uns mit diesem bedeutenden Grossprojekt entgegenbringt. Durch derart umfassende Schulungsmassnahmen stellen wir sicher, dass der spätere Anlagenbetrieb bestmöglich vorbereitet ist und langfristig auf höchstem Niveau erfolgen kann.[...]
[...]Ilkley, England Im Mai 2024 erhielt HUBER von Ward and Burke Construction Ltd. den ersten Planungsauftrag für ein Projekt in Ilkley. Geplant werden sollte das Projekt für den Endkunden Yorkshire Water. Im Oktober 2024 folgte dann die endgültige Auftragserteilung über Lieferung, Montageüberwachung, Inbetriebnahme und Schulung für folgende Anlagen: 2 x HUBER Siebanlage ROTAMAT® RoK1 2 x HUBER Transportschnecke Ro8 T 2 x HUBER Waschpresse WAP® L 4 Umfangreiches Infrastrukturprojekt Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts waren Planung und Bau eines 17.500 m³ grossen Regenrückhaltebeckens, das die Kläranlage bei der Bewältigung erhöhter Regenwassermengen entlasten soll. Das Becken wurde mit den Abmessungen 135 m Länge, 25 m Breite und einer durchschnittlichen Tiefe von 5,2 m geplant. Es verfügt über fünf Spülkammern mit den Massen 1,8 m x 4,9 m x 2,975 m (Länge x Breite x Tiefe), mit einem Spülvolumen von ca. 26 m³ pro Kammer. Als Teil des Projekts beauftragten Ward and Burke HUBER mit der Lieferung einer Anlage zur Regenwassersiebung, um Störstoffe aus dem Zulauf zum Becken zu entfernen. Dafür sollten zwei HUBER Siebanlagen ROTAMAT® RoK1 eingesetzt werden. Der erwartete Spitzendurchfluss beträgt 3.500 l/s. Die Anlagen sind für jeweils 1.834 l/s ausgelegt, also insgesamt für 3.668 l/s. Von Anfang an war klar, dass dieses Projekt ein komplexes Unterfangen sein würde. In den folgenden Monaten erforderte die Planungsphase eine intensive Zusammenarbeit mit dem Kunden, mit zahlreichen Überarbeitungen und Diskussionen, um bauliche Einschränkungen, betriebliche Anforderungen und Planungsänderungen sowohl für das Regenrückhaltebecken als auch für die HUBER-Anlagen zu berücksichtigen. Die von HUBER vorgeschlagene Lösung bestand aus zwei Siebanlagen ROTAMAT® RoK1 500/6 9,375 mm 0°, ausgelegt jeweils für 1.834 l/s. Jeder Siebanlage schliesst sich jeweils eine Transportschnecke an, die das abgeschiedene Siebgut in jeweils eine Waschpresse WAP® L4 fördert. Die Förderschnecken sind 7.200 mm lang und können je 4,0 m³/h transportieren. Die Waschpressen sorgen für eine effiziente Abscheidung des organischen Materials aus dem Rechengut. Dabei wird das Material gesiebt, verdichtet und entwässert, bevor es in einen Container abgeworfen wird. Jede Waschpresse ist für bis zu 4,0 m³/h ausgelegt. Erfolgreiche Lieferung und Inbetriebnahme Die Fertigungsfreigabe erfolgte im Januar 2025. Nach der Lieferung der Maschinen aus Deutschland führte dann das Werkstattteam von HUBER UK die Endmontagearbeiten durch. Die gesamte Ausrüstung wurde im Juni 2025 in einer einzigen Lieferung zur Baustelle gebracht, wobei gleichzeitig die Montageüberwachung erfolgte. Aufgrund der Grösse der Baustelle und der laufenden Bauarbeiten erstreckte sich die Montage, ebenso wie die Bauarbeiten, über einen längeren Zeitraum und wurde schliesslich von Ward and Burke erfolgreich abgeschlossen. Die Inbetriebnahme durch HUBER erfolgte dann im Februar 2026. Dies war wieder ein hochinteressantes Projekt – von der Planung bis zum endgültigen Anlagenbetrieb –, das dazu beiträgt, unsere „Wasserwelt“ sauberer und nachhaltiger zu machen. Zum Gesamterfolg beigetragen haben mehrere HUBER-Maschinen. Wir freuen uns sehr über das gelungene Ergebnis! Ein besonderer Dank gilt unserem Team in der Region Nord, das uns die ganze Zeit über unterstützt hat.[...]
[...]Barueri, Brasilien Für das brasilianische Grossprojekt Barueri, eines der grössten Kläranlagenprojekte Südamerikas, wurde in der HUBER Service Academy eine umfassende zweiwöchige Intensivschulung durchgeführt. Das Projekt, für das die Auslieferung der Maschinentechnik bereits begonnen hat, umfasst insgesamt 85 Anlagen für die mechanische Vorreinigung und Sandbehandlung. Dazu gehören – inklusive des Lieferumfangs für ein Schwesterprojekt – vier verschiedene Rechentypen: der HUBER Grobrechen TrashMax®, der HUBER Schalengreiferrechen TrashLift, der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® und der HUBER Lochblech-Umlaufrechen EscaMax®. Ergänzt wird das Portfolio durch HUBER Schwemmrinnen HLC, die nachgeschaltete HUBER Waschpresse WAP® L, HUBER Sandfänge GritWolf® sowie die HUBER Coanda Sandwaschanlage RoSF4. Umfassendes Trainingsprogramm Die Schulung kombinierte ausführliche Theorieeinheiten mit praxisnahen Trainingsmodulen. Vermittelt wurden Funktionsweisen, Steuerungslogiken, Installationshinweise und systematische Vorgehensweisen beim Troubleshooting. In den praktischen Teilen standen typische Inspektions-, Einstell- und Wartungsarbeiten im Mittelpunkt. Ergänzend boten zwei Anlagenbesuche die Möglichkeit, gemeinsam mit dem HUBER Service-Fachpersonal die Wartung eines HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® auf nahegelegenen Kläranlagen zu begleiten, Verschleissteile zu begutachten und die Funktionsabläufe eines HUBER Schalengreiferrechen TrashLift im Detail nachzuvollziehen. Über die maschinenspezifischen Inhalte hinaus wurden zusätzliche Trainings zu Messtechnik und Sensorik, zu Steuerungsabläufen komplex verketteter Anlagen sowie zum Umgang mit Vermessungs- und Nivelliergeräten durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erkennung und Vermeidung von Korrosion. Die internationale Schulungsgruppe setzte sich aus vier Teilnehmern aus Brasilien – sowohl vom Kunden als auch von HUBER do Brasil – sowie Servicekollegen aus Kanada, Polen, Tschechien und Lettland zusammen. Neben dem fachlichen Austausch bot das Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abendessen sowie dem Besuch eines Heimspiels des FC Bayern und des Berchinger Wintervolksfests „Rossmarkt“ auch Einblicke in die bayerische Kultur. Kompetenzaufbau als Zukunftsbaustein Zur Sicherstellung einer hohen Schulungsqualität waren sechs Trainer aus verschiedenen HUBER Fachbereichen im Einsatz. Für die brasilianischen Teilnehmer stand zudem eine Simultanübersetzerin bereit. Mit Abschluss der zweiwöchigen Intensivphase sind die brasilianischen Kollegen bestens auf ihre Aufgaben im Grossprojekt Barueri vorbereitet. Wir danken unserem Kunden für das grosse Vertrauen, das er uns mit diesem bedeutenden Grossprojekt entgegenbringt. Durch derart umfassende Schulungsmassnahmen stellen wir sicher, dass der spätere Anlagenbetrieb bestmöglich vorbereitet ist und langfristig auf höchstem Niveau erfolgen kann.[...]
[...]Deutschland Die Wiederverwertung von Kunststoffen gewinnt in Zeiten globaler Unsicherheiten, steigender Rohstoffpreise und wachsender Umweltanforderungen zunehmend an Bedeutung. Dennoch ist die Produktion von Neumaterialien aus fossilen Rohstoffen oft noch günstiger als das Recycling. Umso entscheidender ist deshalb die Qualität des Rezyklats und die Wirtschaftlichkeit des gesamten Kunststoffrecyclingprozesses. Genau hier setzt HUBER mit seinen Technologien zur Aufbereitung von Prozesswasser und Schlamm an – als Basis für nachhaltige und wirtschaftliche Recyclingverfahren. Vorteile der HUBER-Technik auf Basis von Kunden-Feedback HUBER bietet im Vergleich zu vielen Mitbewerbern ein vollumfängliches Maschinen- und Anlagenportfolio zur Aufbereitung von Prozesswasser und Schlamm. Für Planer, Consultants und Hersteller von Kunststoffmaschinen ist dies ein grosser Vorteil: Nur ein Ansprechpartner – ein Spezialist – deckt sämtliche Anforderungen rund um das Thema Wasseraufbereitung ab. Zudem erlaubt die Variantenvielfalt im HUBER-Portfolio auch hohe Durchsatzleistungen mit nur einer Maschine (z. B. 350 m³/h pro Flotationseinheit). Höchste Qualität und Materialien HUBER setzt bei seinen Produkten und Lösungen auf höchste Edelstahlqualität, die vollständig im Vollbad gebeizt werden. Das sorgt für Langlebigkeit und Prozesssicherheit. HUBER Global Service Ein weiterer entscheidender Vorteil: HUBER bietet mit Tochtergesellschaften, Repräsentanzen und Partnern einen globalen Service – gestützt durch vier internationale Produktionsstandorte. Damit ist schnelle Unterstützung auch ausserhalb Europas gewährleistet. Betriebserfahrungen im Kunststoffrecycling Als eines von vielen Beispielen setzt ein international tätiger Produzent von Hochleistungs-Kunststofffolien an mehreren Standorten (u. a. Schweden und Frankreich) auf HUBER-Technik. Dort werden gebrauchte Agrar- und Baufolien recycelt. Eingesetzte HUBER-Technologie: HUBER Kompaktanlage ROTAMAT® Ro5: Entfernt zuverlässig Störstoffe wie Kunststoffpartikel und Sand. Die gleichzeitige Kompaktierung senkt die Entsorgungskosten erheblich. HUBER Druckentspannungsflotation HDF mit Chemikaliendosierung DIGIT-DOSE: Das Klarwasser kann im Recyclingprozess und als Betriebswasser für die HUBER-Maschinentechnik wiederverwendet werden. Das intelligente DIGIT-DOSE-System senkt den Fällmittelverbrauch und reduziert gleichzeitig das Schlammvolumen – ein klarer Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Durchsatz: 150 m ³ /h – eine einzelne HUBER-Anlage ersetzt bis zu drei Flotationen anderer Anbieter. HUBER Schneckenpresse Q-PRESS®: Vollautomatische, kontinuierliche Entwässerung mit minimalem Energieverbrauch (<1 U/min durch IE4-Antrieb). Im Gegensatz zu Zentrifugen oder Kammerfilterpressen sind Personalaufwand, Stillstandzeiten und Verschlei ss stark reduziert. Das anfallende Presswasser wird ü ber die HUBER-Flotation direkt wieder aufbereitet – ein geschlossener Wasserkreislauf. Kundenzufriedenheit Dank hoher Effizienz und des zentralen Ansprechpartners plant der Kunde, auch zukünftige Standorte (u. a. in den USA und Dänemark) mit HUBER-Technik auszustatten. Zusammenarbeit mit Hersteller von Maschinen für Kunststoffrecycling Ein Hersteller von Maschinen für das Kunststoffrecycling setzt standardmässig auf HUBER-Technik zur Aufbereitung von Prozesswasser- und -schlamm. Eingesetzte Technik: HUBER Trommelsieb RoMesh®: Entfernt Feinststoffe aus dem Prozesswasser. Das integrierte Spülsystem ermöglicht einen Betrieb ganz ohne Frischwasserzufuhr. HUBER Druckentspannungsflotation HDF und Schneckenpresse Q-PRESS®: Beide Maschinen liefern überdurchschnittliche Ergebnisse hinsichtlich Abscheideleistung, Betriebskosten und Wartungsaufwand – laut Kundenfeedback deutlich effizienter als Wettbewerbsprodukte. Zusätzlicher Kundennutzen Fachkompetenz bleibt bei den jeweiligen Experten Synergien bei gemeinsamen Ausschreibungen Nur ein Ansprechpartner für mehrere Prozesse Verlässlicher Vor-Ort-Service durch HUBER-Partnernetzwerk Effizienteste Flotation auf dem Markt Exzellente Filtratqualität Minimaler Personal- und Wartungsaufwand Unschlagbarer After-Sales-Support – global und schnell Hochwertige Ausführung als Grundlage für lange Laufzeiten Fazit HUBER bietet dem Kunststoffrecyclingsektor nicht nur Einzelmaschinen, sondern vollständige, durchdachte Lösungen. Durch hochwertige Technik, Energieeffizienz, ein globales Servicenetz und fundiertes Anwendungswissen schafft HUBER einen klaren Mehrwert für Maschinenbauer, Betreiber und Planer – und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.[...]
[...]Parsberg, Deutschland Mitten im Bayerischen Jura zwischen Nürnberg und Regensburg liegt die Stadt Parsberg. Die Stadt ist besonders als Naherholungsgebiet und durch die perfekte Anbindung an den Fünf-Flüsse-Radweg bei Touristen beliebt. Im Tal entlang der schwarzen Laber befindet sich die Kläranlage Parsberg. Sie besitzt eine mechanische, biologische und chemische Reinigungsstufe und ist für bis zu 13.300 EW ausgelegt. Für die stationäre Entwässerung wurde auf dem hügeligen Terrain speziell zur örtlichen Schlammentwässerung ein zweistöckiges Gebäude gebaut – eine bewusste Entscheidung der Stadt Parsberg. Neubau zur Optimierung der Schlammentwässerung Hintergrund der Entscheidung für einen Neubau einer Anlage zur Schlammentwässerung und -lagerung nahe des bestehenden Schlammstapelbehälters ist die wachsende Belastungssteigerung der Kläranlage um 10 bis 15 % und die bis dato stattgefundene kostenintensive Entwässerung durch einen Lohnunternehmer. Die Entwässerung des Schlamms erfolgte bisher im Vierteljahres-Rhythmus. Die Folge des Prozesses war eine grosse Lagerungsmasse an Klärschlamm und das daraus resultierende Filtrat, welches dann alle vier Monate im Überschuss vorlag. Es konnte aufgrund der grossen Menge, welche in kürzester Zeit vorhanden war, nicht komplett ins System zurückgeführt werden und musste mit zusätzlichen Gebühren entsorgt werden. Neue Technik, neue Gebäude Ende des Jahres 2022 fiel mit der Vorstellung des Neubaus der Schlammentwässerung im Stadtrat der Startschuss auf der Kläranlage in Parsberg. Neben dem Gebäude der Schlammentwässerungsanlage ist zudem beschlossen worden, einen integrierten durchmischten Faulschlammvorlagebehälter mit Gashaube sowie eine Schlammlagerhalle zu bauen. Zusätzlich zur HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® wurde für die Schlammentwässerung die gesamte Pumpen- und Messtechnik, die Polymeraufbereitung inklusive Polymereinmischung, Schalt- und Steuerungstechnik mit Leitsystemanbindung mit angefordert. Erste Tests und positive Ergebnisse der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Bereits im Jahr 2017 war auf der Kläranlage eine Leistungsfahrt auf der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® Q440.2 mittels der mobilen Vorführanlage durchgeführt worden, um das Entwässerungspotential des Klärschlamms zu untersuchen. Es konnten dort bereits die positiven Merkmale der HUBER Schneckenpresse bestätigt werden: Entwässerungsleistung > 26 % TR Durchsatz von bis zu 4 m³/h Möglichkeit eines 24/7-Betriebs Sehr guter Abscheidegrad von > 98 % Bau und Inbetriebnahme Im Herbst 2023 startete der Bau des Gebäudes der Klärschlammentwässerung. Das Gebäude wurde so geplant, dass die Anlagentechnik raumtechnisch optimal gestaltet wurde. Die Ausführung der maschinen- und elektrotechnischen Peripherie der HUBER-Komponenten oblag in partnerschaftlicher Zusammenarbeit der Fa. SCHARR TEC aus Hunderdorf (Niederbayern), den Generalunternehmer des Gesamtprojektes, für den die HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® mit intelligentem Fördersystem inkl. Verfahrenstechnik geliefert wurde. Somit erfolgte im Januar 2025 die Inbetriebnahme der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® Q440.2. Durch die Steuerung der Schneckenpresse regelt die Maschine auf den voreingestellten optimalen Arbeitspunkt, sodass als Ziel ein hoher Entwässerungsgrad sowie eine minimale Filtratbelastung erreicht werden. Zusätzlich ist ein automatischer Füllstandsabbau des Schlamms im Vorlagebehälter mittels doppelt abgesicherter Füllstanderkennung installiert worden, wodurch eine automatische Beschickung der Maschine erfolgt. Leistungsdaten und Optimierungen Es konnten folgende Leistungsdaten der Schlammentwässerung erreicht werden: Entwässerungsleistung von 25 % – 28 % TR Um 25 % reduzierter Polymervebrauch bei 25 % TR-Austrag gegenüber 28 % TR-Austrag (gewünschter Austrags-TR: 25 %) Durchsatz von bis zu 15 m³/d Sehr guter Abscheidegrad von > 98 % Drehzahl der Schneckenwelle bei 0,3 U/min Elektrische Antriebsleistung der Maschine von 0,4 kW Zusätzliche positive Nebeneffekte: Eigenständige Optimierung durch den Betreiber möglich Automatisierter Schlammtransport und Containerwechsel Der entwässerte Schlamm wird nachfolgend mit einem an die Q-PRESS® anschliessenden Schacht automatisch vom Obergeschoss ins Untergeschoss und über eine HUBER Trogförderschnecke Containerverteiler Ro8 TC in einen Container gefördert. Die zwei vorhandenen Freiheitsgrade der Ro8 TC – Rotation und Translation – bewirken ein optimales Füllvolumen des Containers. Der automatische Schwenkmechanismus durch die Rotationsbewegung in Kombination mit der zusätzlichen Positionseinstellung der Schurre der Trogförderschnecke mit integrierter Füllstandserkennung sorgen für einen gleichmässig gefüllten 20 m³-Container. Die abwechselnde Befüllung von zwei Containern findet auf der Kläranlage Parsberg automatisiert statt, wodurch die Anwesenheit durch Mitarbeiter oder ein fester Zeitraum nicht gewährleistet werden muss. Beim Abtransport des entwässerten Schlamms, welcher alle 6–7 Tage stattfindet, gilt ebenso keine Anwesenheitsplicht des Personals. Durch die eigenständige Betätigung der Schaltung in „Containerwechsel“ nimmt die Verteilschnecke automatisiert eine Parkposition ein, wodurch ein eigenverantwortlicher Containerwechsel ohne Kollision stattfinden kann. Ein herzliches Dankeschön gilt der Stadt Parsberg, dem Betriebsleiter Herrn Schrems der Kläranlage Parsberg, dem Ingenieurbüro GFM Bau und Umweltingenieure GmbH sowie dem Generalunternehmer Fa. SCHARR TEC für die angehnehme und geschätzte Zusammenarbeit sowie das entgegengebrachte Vertrauen.[...]
[...]Spanien In Spanien bzw. im gesamten Mittelmeerraum kommt es immer wieder zu intensiven Niederschlägen innerhalb kürzester Zeiträume. Dies vermehrt im letzten Jahrzehnt. Bei solchen Starkregenereignissen von mehreren 100 mm Niederschlag pro Quadratmeter in kürzester Zeit kann das Niederschlagswasser nicht mehr vom Boden aufgenommen werden. Zumal dann, wenn dem Starkregen eine längere heisse und niederschlagslose Zeit voranging. Aus kleinsten Fliessgewässern bilden sich rasch beängstigende Flüsse, die alles mit sich reissen und grossen Schaden für Mensch und Umwelt anrichten können. Jüngste Ereignisse im Jahr 2024 im Grossraum Valencia haben gezeigt, wie schnell sich ein Starkregenereignis in eine Katastrophe verwandeln kann. Um solche Katastrophen möglichst zu vermeiden, muss Platz für das überschüssige Regenwasser geschaffen werden, damit sich dieses nicht unkontrolliert durch die Städte bahnen kann und alles mitreisst. Die spanische Lösung: Regenrückhaltebecken Spaniens Antwort hierauf sind Regenrückhaltebecken (storm water tanks). Das Regenwasser wird in grossen, bis zu sechs Meter breiten Kanälen gesammelt und in einem unterirdischen Wasserspeicher zusammengeführt. Somit werden die Kläranlagen entlastet und das wertvolle Regenwasser kann zwischengespeichert werden bzw. kontrolliert abgeleitet werden. Dieses Regenwasser ist stark verschmutzt und führt alle Grobstoffe mit sich, die bei solchen Starkregenereignissen auf der Strasse bzw. in den Kanälen liegen. HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® im Einsatz Hier kann der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® eingesetzt werden, um das Regenwasser von Rechengut effektiv zu befreien – und das vollautomatisiert. Somit wird die Umwelt geschützt und die Betriebskosten können massiv gesenkt werden, da eine manuelle Reinigung im Nachgang hinfällig ist. In der Region Madrid werden grosse Anstrengungen unternommen, um den Herausforderungen jetzt und in der Zukunft begegnen zu können. An Canal de Isabel II, eine staatliche Behörde, die für die Bewirtschaftung aller Phasen des integralen Wasserkreislaufs im Grossraum Madrid verantwortlich ist, sind derzeit mehr als 6,6 Mio. Menschen angebunden und versorgt. Das vorhandene Kanalnetz ist ca.16.000 km lang und umfasst 155 Kläranlagen mit einer Gesamtkapazität von 3,2 Mio. m 3 pro Tag. Spanien besitzt derzeit insgesamt 470 Regenrückhaltebecken. In der Grossregion Madrid sind es in Summe 70, die in der Verantwortung von Canal de Isabel II liegen. Regenrückhaltebecken Butarque und Arroyofresno Mit den Regenrückhaltebecken Butarque und Arroyofresno (Pinos), die jeweils eine Kapazität von bis zu 400.000 m³ haben (jene mit der grössten Kapazität in der EU), konnte die spanische HUBER-Tochtergesellschaft HUBER Technology España, S.L.U. bereits bedeutende Projekte mit dem Harken-Umlaufrechen RakeMax® zur Siebung von Regenwasser realisieren. In beiden Anlagen sorgen die HUBER RakeMax®-Rechen zuverlässig dafür, dass das Regenwasser von Schwimmstoffen und Müll befreit wird und das Regenwasser somit entfachtet in die Kläranlagen zur weiteren Behandlung gepumpt werden kann, ohne diese zu belasten. Regenrückhaltebecken Abronigales Mit dem Projekt Abronigales konnte HUBER Technology España, S.L.U. einen weiteren Auftrag zur Behandlung von Regenwasser in storm water tanks gewinnen. Das Regenrückhaltebecken Abronigales umfasst etwa 200.000 m³ und ist damit zwar deutlich kleiner als Butarque und Arroyofresno – jedoch ist der ankommende Volumenstrom von 100 m³/s der bislang grösste. Die Anfrage der Behörde Canal de Isabel II erreichte HUBER Technology España, S.L.U. Ende 2023 und das Projekt wurde innerhalb von nur sechs Monaten realisiert. Vorher eingetretene Starkregenereignisse hatten am unterirdischen Regenrückhaltebecken Abronigales gezeigt, dass eine manuelle Reinigung im Nachgang mit hohen Betriebskosten einhergeht. Eine schnelle und effektive Lösung musste innerhalb von kürzester Zeit realisiert werden. Da bis dato keine Gerinne in diesem unterirdischen Gebäude vorhanden waren, waren wir in der Gerinnegestaltung frei und Canal de Isabel II baute diese basierend auf unseren Vorschlägen und hydraulischen Berechnungen. 20 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® Die Entscheidung fiel auf 20 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® 5760x1775/40 75°, die das Rechengut anschliessend in ein bauseitiges Förderband abwerfen. Dank der sehr guten Zusammenarbeit von HUBER Technology España, S.L.U. mit Canal de Isabel II und internen Abteilungen der HUBER SE konnte der Auftrag bereits im April 2024 verbucht und mit der Fertigung gestartet werden. Die 20 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® wurden in vier Etappen bis Ende September 2024 planmässig ausgeliefert. Ziel war es, noch vor der Regenzeit im Herbst 2024 alle 20 Maschinen einzubauen und in Betrieb zu nehmen. Die Wetterprognosen spielten leider nicht ganz mit und somit verzögerte sich der Einbau um ein paar Wochen. Die Inbetriebnahme konnte im Dezember 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Erste Regenereignisse haben bereits gezeigt, dass man sich auf den HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® verlassen kann: Ein zuverlässiger Partner zur Siebung von Regenwasser – state of the art. Weitere Projekte in der Pipeline Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Ende 2025 soll ein weiterer storm water tank in Madrid (la China mit 130.000 m 3 Fassungsvermögen) mit HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® ausgestattet werden. Zudem sind wir bereits mit Canal de Isabel II im Austausch bezüglich der Notentlastung des storm water tanks Abronigales, ausgestattet mit HUBER Siebanlagen ROTAMAT® RoK2. Wir freuen uns auf viele weitere storm water Projekte mit unserem HUBER RakeMax®, eine Erfolgsgeschichte![...]
[...]Regen, Deutschland Die Kreisstadt Regen im Regierungsbezirk Niederbayern, auch bekannt als Luftkurort, besticht durch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Bauwerke und Naturdenkmäler. Zu den regelmässigen Veranstaltungen gehört das jährliche Pichelsteiner Fest. Der Name kommt vom gleichnamigen Gericht und entwickelte sich zum grössten Fest im Bayerischen Wald sowie zum absoluten Besuchermagneten in der Region. Umso wichtiger ist es, sich auf eine voll funktionstüchtige, 24 Stunden betriebene Abwasserbehandlungsanlage wie auf der Kläranlage Regen bei jedem Ereignis verlassen zu können. Energieeffiziente und leistungsfähige Schlammentwässerung Die veraltete und energieaufwendige Kammerfilterpresse sollte durch ein energieeffizientes und leistungsfähiges Schlammentwässerungssystem erneuert werden. Speziell die Energie- und Entsorgungskosten des zu entwässernden Schlamms standen im Fokus des neu anzuschaffenden Entwässerungssystems. Nach zahlreichen Besichtigungen der im Markt befindlichen Anlagen hat man sich bei der KA Regen für das Prinzip der Schneckenpresse entschieden. Grundlage der Entscheidung waren der geringe spezifische Stromverbrauch, Wartungskosten und der sehr hohe im Dauereinsatz erzielte Entwässerungsgrad. Wichtig erschien dabei auch die geringe Drehzahl und spezifische Anschluss-Leistung, was als nachhaltig und sehr effizient in die Entscheidungsfindung einbezogen wurde. Ausschreibung Im Jahr 2023 wurden zwei Schlammentwässerungsanlagen mit einem vollautomatischen Container-Befüllsystem ausgeschrieben. Des Weiteren wurde die gesamte Pumpentechnik, Polymeraufbereitung, Schalt- und Steueranlage und alle weiteren Komponenten für einen vollautomatischen Entwässerungsbetrieb spezifiziert. Auftragsvergabe an HUBER SE Die ausschlaggebenden Vorteile – hoher Austrags-TS, komplette Fertigung in Edelstahl, keine billige Mischbauweise, minimaler Betriebsaufwand, problemloser unbeaufsichtigter 24-Stunden-Betrieb und sehr niedrige Betriebskosten – gaben den Ausschlag, sodass die HUBER SE den Zuschlag erhielt. Mit der Beauftragung Ende 2023 wurden folgende Komponenten durch HUBER umgesetzt: 2 HUBER Schneckenpressen Q-PRESS® 440.2 Pumpentechnik mit Flockungsmittelaufbereitung und Verrohrung Automatische Fördertechnik mit Schlammverteilung inkl. Vollfüllkontrolle und Höhenstandüberwachung Elektrische Schalt- und Steueranlage Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, verfahrenstechnische Schulung Umsetzung Nach Startschuss mit Bauanlaufbesprechung konnte nach einer intensiven Planungsphase eine optimale Verfahrenslösung und Einbindung im Bestand, gemäss den Vorstellungen des Betreibers und Ing. Büro, Mitte 2024 realisiert werden. Garantiewerte weit übertroffen Seit der Inbetriebnahme im August 2024 wird der anfallende Faulschlamm mit 3–3,5 % TS und 51–54 % Glühverlust auf über 32–35 % TS entwässert. Die im Angebot abgegebenen Garantiewerte werden im Realbetrieb zur Freude der Betreiber weit übertroffen. An dieser Stelle bedanken wir uns bei der Stadt Regen sowie beim gesamten Betriebspersonal und dem zuständigen Planungsbüro EBB Ingenieurgesellschaft für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen weiterhin beste Verfahrensergebnisse mit den installierten Anlagen.[...]
[...]Quarzbichl, Deutschland Die Werkstoffgewinnungs- und Vermarktungsgesellschaft (WGV) Quarzbichl betreibt für die Landkreise Bad Tölz und Wolfratshausen die Dienstleistungsaufgaben der kommunalen Abfallwirtschaft. Weiterhin wird vor Ort Kompost zu hochwertigen Erden aufbereitet. Die anfallenden Oberflächenabwässer werden in einem Zwischenspeicher gesammelt und zur Direkteinleitung in die Loisach aufbereitet. Für das Verfahren mit der HUBER Druckentspannungsflotation HDF hat man sich entschieden, weil die Abwässer fast ausschliesslich partikulär belastet sind, die Trennung von Schwebstoffen und Klarwasser ohne Verblockung funktioniert und anfallende Reststoffe entsprechend aufkonzentriert werden. Pilotierung als Nachweis der Machbarkeit Jedes neue Verfahren bringt von Haus aus gewisse Unsicherheiten und noch fehlende Erkenntnisse über weitergehende Auswirkungen mit sich. Um eine Vertrautheit für den späteren Betreiber der Anlage zu erreichen, wurde die Praxistauglichkeit des gewählten Verfahrens mit einer Pilotanlage überprüft. Diese Anlage wurde temporär beim Kunden installiert, um den Nachweis der Machbarkeit zu erbringen. Bei dieser Pilotierung können die späteren Aufwände für den Betrieb realistisch abgeschätzt werden. Weitere Kostenfaktoren wie Chemikalien werden spezifisch ermittelt und erlauben daher eine wirtschaftliche Betrachtung der Anlagentechnik. Auch die Zuverlässigkeit der Anlage bei wechselnden betrieblichen Abwasserzusammensetzungen wird hier auf Herz und Nieren geprüft. Unabhängige Prüflabore sowie eine qualifizierte Auswertung danach bringen verlässliche Daten für einen späteren Betrieb der Anlagentechnik mit sich. Übertrag der Ergebnisse zur Festinstallation Wertvolle Erkenntnisse wirken Überraschungen entgegen: Ausgehend von den erreichten Erkenntnissen und Ergebnissen kann die Dimensionierung der späteren Grossanlage vorgenommen werden. Die Herausforderungen des Pilotbetriebes fliessen in die Konzeptionierung der Grossanlage mit ein. In diesem Projekt wurde grosstechnisch als erste Stufe ein Inline-Sieb verbaut, welche als sogenannter Polizeifilter Grobstoffe zuverlässig zurückhält. Die folgende chemische Stufe wurde in Form eines Röhrenflockulators mit entsprechenden Erkenntnissen aus dem Pilotversuch konzipiert. Eine Besonderheit hierbei ist, dass trinkwasserzertifizierte Produkte zur chemischen Konditionierung zum Einsatz kommen müssen. So ist gewährleistet, dass der später entstehende Flotatschlamm innerbetrieblich einer natürlichen Kompostierung zugeführt werden kann. Abwasserreinigung für Isarzulauf In der Flotationszelle werden abschliessend mit Hilfe von feinsten Gasblasen die Feststoffe aus dem Abwasser an die Wasseroberfläche transportiert. Das im Unterstand verbleibende Wasser ist komplett frei von Partikeln und kann somit in den Vorfluter, die später in die Isar mündende Loisach, direkt eingeleitet werden. Um die konstant hohe Qualität des Wassers im Ablauf zu gewährleisten, ist entsprechende Messtechnik zur Überwachung installiert.[...]
[...]München, Deutschland Im Rahmen der Münchner Bildungsbauoffensive, Deutschlands grösstem kommunalen Bildungsbauprogramm, wurde 2020 beschlossen, im Stadtteil Freimann / Kleinlappen einen Neubau einer Kindertagesstätte mit drei Kinderkrippengruppen zu errichten. Die Wahl der Örtlichkeit fiel auf ein noch unbebautes Grundstück im Josef-Wirth-Weg. Besonders an dem Bauplatz ist ein Abwasserkanal, der etwas erhöht im Norden des Grundstücks in einem Damm verläuft. Es handelt sich nicht nur um einen einfachen Sammelkanal, sondern einen der Hauptzuläufe des Münchener Klärwerks Gut Grosslappen. Nachhaltigkeit als Leitgedanke bei Planung und Bau Von Anfang an stand das Thema Nachhaltigkeit beim Planen der Kita im Vordergrund. Die Kita wurde als Passivhaus in Holzbauweise geplant. Das Gebäude sollte zu 100 % erneuerbar sein. So wurde das Ingenieurbüro Eder damit beauftragt, ein den Nachhaltigkeitsanforderungen des Bauherrn entsprechendes Energiekonzept zu erarbeiten und aufzuplanen. Alternative Energiequellen im Fokus Da die Örtlichkeit aber ausserhalb der städtischen Fernwärme lag, musste man andere Möglichkeiten der Energiegewinnung untersuchen. Neben der oberflächennahen Geothermie wurde überlegt, sich die Wärme des Abwassers im direkt vorbeifliessenden Kanal zunutze zu machen. HUBER als Partner für innovative Energienutzung So kam es, dass bei HUBER Ende 2021 eine Anfrage des Ingenieurbüros für eine Machbarkeitsuntersuchung des HUBER ThermWin-Systems gestellt wurde. Erste energetische Auslegungen von HUBER zeigten, dass hier hervorragende Bedingungen zur Abwasserwärmerückgewinnung herrschten. Auch zeigte ein Vorort-Termin gemeinsam mit HUBER, dem Ingenieurbüro und den Münchner Stadtentwässerungsbetrieben, dass die Lage des Kanals und dessen Höhenverhältnis zum Bauplatz eine solche Anwendung begünstigen. Die Stadt München forcierte nun, die Kita mit einer Anlage zur Abwasserwärmerückgewinnung zu beheizen und das Ingenieurbüro Eder bekam den Planungsauftrag. Bisher einzigartige Aufstellung der Anlagentechnik Während der gesamten Planungsphase stand HUBER immer für Fragen zur Verfügung und stellte kostenlos über die hauseigene Anlagenplanung entsprechende Pläne des Schachtes und der Anlagentechnik zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Hochbauamt, dem Architekten und dem Ingenieurbüro wurde die Implementierung des ThermWin-Systems in das offene Gruppenkonzept der Kita erarbeitet. So kam es zu einer bis jetzt einzigartigen Aufstellung der Anlagentechnik: Im ersten Obergeschoss sollte der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin samt Wärmepumpe installiert werden, in einem Nebengebäude unter dem Kinderwagenstellplatz wurde der Schacht für die Schachtsiebanlage geplant. Lieferung und Inbetriebnahme Mitte 2023 kam es dann zur Ausschreibung des Gewerks für den Heizungsbau, welcher auch die HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT® RoK4 300 und den Abwasserwärmetauscher RoWin 4 umfasste. Den Zuschlag bekam ein in München ansässiger Anlagenbauer für den Heizungsbau, welcher Ende 2023 bei HUBER bestellte. Im Herbst 2024 wurde dann die HUBER-Technik auf die Baustelle geliefert und vom Service montiert. Im Dezember fand die Inbetriebnahme der Heizzentrale statt.[...]