[...]Rundsandfänge Sandabscheidung mittels Zentrifugalkraft zur Trennung der im Abwasser mit gespülten Sande und mineralischer Stoffe HUBER Rundsandfang HRSF Rundsandfänge HUBER Rundsandfang VORMAX Rundsandfänge Die Sandabscheidung mittels Rundsandfängen und Vortex-Sandfängen erfolgt durch Zentrifugenkraft. Der Abscheideeffekt wird dabei durch die Rotationsbewegung des Abwassers massgeblich unterstützt. Aufgrund der radialen Rotationsbedingungen sammeln sich die Feststoffe sehr schnell im Zentrum des Sandfanges und können dort zielgerichtet separiert und ausgetragen werden.[...]
[...]STP Vorra, Deutschland Kläranlage Vorra entscheidet sich für RoDisc® Scheibenfilter von HUBER Die 1982 erbaute TKN (Tropfkörper mit ausgelagertem Nachklärbecken) Kläranlage Vorra musste 2006 nach ATV-DVWK A281 neu bemessen werden. Hierbei wurde festgestellt, dass der Bau eines neuen, grösseren Nachklärbeckens mit einem Volumen von 350 m³ erforderlich ist. Unter Berücksichtigung der bauseitigen Bedingungen (Bodenbeschaffenheit, hoher Grundwasserspiegel) lag die Kostenschätzung für die nötigen Massnahmen (Spundwand, Wasserhaltung, Verteilerbauwerk, Zu- und Ableitung und Nachklärbecken) bei ca. 525.000,- €. Auf der Suche nach preiswerteren Alternativen setzte sich der Betriebsleiter, Herr Sauerbrey, 2007 mit der Firma HUBER SE in Verbindung. Innerhalb kurzer Zeit kam man zu dem Ergebnis, dass sich die erforderlichen Verbesserungen durch den Einsatz eines RoDisc® Scheibenfilters erzielen lassen. Zur Feststellung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit entschied sich der Gemeinderat Vorra für einen Versuchsbetrieb mit dem HUBER Scheibenfilter. Hierbei erreichte die Anlage alle gewünschten Parameter. Die Messergebnisse des Testbetriebes Zulauf AFS = 22 mg/l -> Ablauf AFS = 8 mg/l Zulauf CSB = 51 mg/l -> Ablauf CSB = 37 mg/l Nach ausführlicher Prüfung der technischen Möglichkeiten durch das Ingenieurbüro Siegle fiel 2009 die Entscheidung für einen ergänzenden Entwurf, der die Alternativlösung einer Scheibenfilteranlage in Betracht zieht. Diese sollte im Anschluss an das bestehende Nachklärbecken installiert werden. Die Kostenschätzung für die gesamte Massnahme lag diesmal bei ca. bei 330.000,- €. Ferner wurde im Zuge der Ausführungsplanung ein zusätzlicher Betrag in Höhe von ca. 50.000,- € eingespart. Letztlich liessen sich die Investitionskosten also, bei voller Einhaltung der geforderten Parameter, um ca. 250.000,- € im Vergleich zu einer konventionellen Lösung (Neubau des Nachklärbeckens) reduzieren. Nach Erteilung des Auftrags zur Lieferung und Montage des HUBER RoDisc® Scheibenfilters Ende 2011 wurde diese bereits im Juni 2012 in Betrieb genommen und funktioniert seither zur vollsten Zufriedenheit des Betreibers. Die HUBER SE darf sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen sowie für die konstruktive und reibungslose Zusammenarbeit bedanken. Unsere Anerkennung gilt dem Auftraggeber – der Gemeinde Vorra –, dem Personal des Klärwerks Vorra, dem Betriebsleiter Herrn Sauerbrey und dem Ingenieurbüro Siegle aus Nürnberg.[...]
[...]Zell am See, Österreich Die österreichische Stadtgemeinde Zell am See betreibt gemeinsam mit der Gemeinde Bruck an der Glocknerstrasse eine Wasserversorgungsanlage, deren Ursprung in der Wölflernquelle auf 940 m ü.d.M. liegt. Die Quelle hat eine Mindest-Schüttung von ca. 40 l/s. Die im hinteren Fuschertal in Salzburg gefasste Quelle befindet sich in der Bergkette Glocknergruppe. Der höchste Gipfel der Glocknergruppe und gleichzeitig der höchste Berg Österreichs ist der Grossglockner. Unmittelbar nach dem Quellschacht wird das Trinkwasser durch einen Düker durch die Talsohle geleitet und gelangt in das Einlaufbauwerk. Hier wird es durch eine HUBER RoDisc® Scheibenfilteranlage filtriert. Der RoDisc® Scheibenfilter ist mit 10 Scheiben mit 18 µm-Edelstahl-Maschensieb-Bespannung ausgerüstet. Er stellt die erste Stufe der Trinkwasseraufbereitung dar und dient dem Schutz der nachgeschalteten Anlagenbauteile. Durch den Scheibenfilter werden die im Quellwasser mitgeführten mineralischen Bestandteile zurückgehalten, hauptsächlich bestehend aus plättchenförmigen Glimmerschieferpartikeln, die insbesondere während der Schneeschmelze und nach Unwettern in höheren Mengen auftreten. Neben dem Schutz der Turbine gewährleistet der Scheibenfilter eine verbesserte Reinhaltung des Trinkwasserspeichers. Das Trinkwasserkraftwerk weist ein Regelarbeitsvermögen von 370MWh/a auf, was einer Versorgungsleistung für ca. 85 Haushalte entspricht. Vorweg waren die aus vielen Trinkwasser-Anwendungen bekannten zylinderförmigen Rückspülfilter vorgesehen gewesen. Durch die richtige Information zur rechten Zeit wurden die Vorteile des Scheibenfilters durch die Verantwortlichen des Auftraggebers sofort klar erkannt. Da es für diese Bauart von Filtern keine DVGW- oder ÖVGW-Prüfrichtlinien gab, wurde seitens des Bauherrenvertreters verlangt, die Eignung der verwendeten nichtmetallischen Werkstoffe prüfen zu lassen. Um den RoDisc® Scheibenfilter im Trinkwasserbereich einsetzen zu können, mussten für die nichtmetallischen Werkstoffe die Zulassungen gemäss DVGW Arbeitsblatt W270 und der KTW-Leitlinie erlangt werden. Die Untersuchungen nach dem DVGW Arbeitsblatt W270 bestätigten, dass die eingesetzten nichtmetallischen Werkstoffe in mikrobiologischer Hinsicht für den Einsatz im Trinkwasserbereich geeignet sind. Mit den Prüfungen nach KTW-Leitlinie konnte nachgewiesen werden, dass die eingesetzten nichtmetallischen Werkstoffe keine Substanzen an das Trinkwasser abgeben und damit keine intolerable Veränderung des Trinkwassers vorliegt. Zwei wesentliche Vorteile des Scheibenfilters RoDisc® führten zur Entscheidung für das HUBER-Produkt: Erstens arbeitet der Scheibenfilter im Vergleich zu Rückspülfiltern mit einer sehr geringen Druckdifferenz im Bereich von 10-15 cm WS und zweitens wird im Fertigungsprozess der HUBER-Maschine komplett auf den Einsatz von Klebern verzichtet. Weitere Vorteile des Scheibenfilters sind der geringe Platzbedarf sowie die Filtration im freien Gefälle aufgrund des geringen Druckverlustes. Die sich ausbildende Höhendifferenz zwischen Wasserspiegel vor und nach dem Scheibenfilter ist die treibende Kraft innerhalb des Filtrationsprozesses, wodurch kein Anheben oder Absaugen des Trinkwassers notwendig ist. Der RoDisc® Scheibenfilter ermöglicht eine einfache Anpassung an die vorhandenen Gegebenheiten und beschränkt die notwendigen baulichen Massnahmen auf ein Minimum. Eine Scheibenfilteranlage ist eine einfache, wirtschaftliche und effiziente Lösung. Es ist angeraten, einen HUBER RoDisc® Scheibenfilter zur Vorbehandlung in einer Trinkwasseraufbereitung in Erwägung zu ziehen.[...]
[...]Ruggell, Liechtenstein Die fortschreitende Oberflächenversiegelung führt dazu, dass Regenwasser konzentrierter anfällt und zusammen mit dem häuslichen Abwasser in die Kanalisation gelangt. Da die Regenwasser-Anfallmenge hierbei wesentlich grösser ist, muss die Abflusskapazität mittels Regenbecken reguliert werden, um das Kanalisationssystem zu entlasten. Deshalb wurde das Ingenieurbüro Wenaweser+Partner Bauingenieure AG aus Ruggell (Liechtenstein) von der Gemeinde Ruggell mit der Planung und Realisierung des Regenbeckens „Kirche“ beauftragt. Nach dem Bau dieses Regenbeckens kann nun das Mischwasser (Regen- und häusliches Abwasser) aus den Kanalisationsleitungen gespeichert und nach Abklingen des Niederschlags zur Kläranlage weitergeleitet werden. Bereits beim Beckeneinlauf wird das Regenüberlaufwasser mittels HSW-Rechen der Firma HUBER SE einer ersten Reinigung unterzogen. Sollte die Kapazität des Regenbeckens überschritten werden, erfolgt eine zweite Reinigungsstufe im Durchlaufbecken, bevor das Überlaufwasser in den Vorfluter entlastet wird. So wird dieser in möglichst geringem Ausmass mit Schmutzstoffen belastet. Je nach Wirkungsweise der Becken unterscheidet man zwischen Fang- und Durchlaufbecken. Eine Kombination beider Typen wird als Verbundbecken bezeichnet. Das Fangbecken dient dem Zurückhalten und der Speicherung des bei Regenbeginn anfallenden ersten „Spülstosses“, der - bedingt durch das Ausspülen von Ablagerungen in den Kanalisationsleitungen - einen stark erhöhten Verschmutzungsgrad aufweist. Das Durchlaufbecken ermöglicht neben der Speicherung von Regenüberlaufwasser auch das Zurückhalten von Schwimmstoffen und eine weitere Reinigung des in den Vorfluter entlasteten Regenüberlaufwassers. Beim Regenbecken „Kirche“ wurde ein solches Verbundbecken realisiert. Im Zuge einer Projektgemeinschaft zwischen der Picatech Huber AG und der Helmut Breschan AG kommen in diesem Becken zwei HUBER Hochleistungssiebrechen sowie Drucktüren TT7, TT7.Z und Schachtdeckel SD7 zum Einsatz. Die Drucktüren TT7 sind so konstruiert, dass sie bis zur Beckenoberkante dicht sind und dem Wasserdruck standhalten. Sie sind mit den Einreibern sehr einfach zu betätigen, und die Tür ist bequem begehbar. Für die Schachtabdeckungen wurde der begehbare Schachtdeckel SD7 gewählt. Durch die serienmässig eingebaute Gasdruckfeder können die Deckel einfach geöffnet und wieder verschlossen werden. Wir danken der Gemeinde Ruggell für ihr Vertrauen in die HUBER-Produkte und dem Ingenieurbüro Wenaweser+Partner Bauingenieure AG für die überaus konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Eckdaten des Regenbeckens „Kirche“: Länge 28,4 m; max. Breite 16,5 m; max. Tiefe 8,4 m max. Beckenvolumen (Fang- und Durchlaufbecken): 250 m³ max. Pumpensumpfvolumen (Entlastungspumpwerk): 200 m³ Installierte Pumpleistung Entlastungspumpwerk: ca. 1.800 l/s[...]
[...]Rednitzhembach, Deutschland Zur Erneuerung der Rechenanlage erhielt HUBER Anfang 2024 den Auftrag für die Lieferung und Montage einer HUBER Siebanlage ROTAMAT ® Ro2 mit nachgeschalteter HUBER Waschpresse WAP ® . Diese sind nun seit Ende August 2024 in Betrieb. Technische Herausforderung und Lösung im Rechengerinne Besondere Herausforderung bei diesem Projekt war es, dass das Rechengerinne im Bereich des Siebkorbes von 600 mm auf 1000 mm aufgeweitet werden musste. Um die Umbauzeit mit Abbruch des alten Gerinnes und den damit verbundenen Weiterbetrieb der Kläranlage mit einer Mietrechenanlage so gering wie möglich zu halten, wurde im Bereich des Siebkorbes ein vorgefertigtes und vorab geliefertes Edelstahlgerinne eingesetzt. Somit konnte die gesamte Massnahme von der Demontage über den Umbau bis hin zur Inbetriebnahme in weniger als zwei Arbeitswochen vollständig erledigt werden. Erste Betriebserfahrungen mit der neuen Anlagentechnik Über die Erfahrung mit dem Betrieb dieser neuen Anlagentechnik im Vergleich zu der vorher eingebauten Rechenanlage (Doppelrostrechen mit nachgeschalteter Rechengutpresse) berichten Betriebsleiter Herr Strauss und Herr Rühl: Was waren die wesentlichen Gründe für den Austausch der alten Rechenanlage? Hier gibt es grundsätzlich zwei Hauptgründe, die letztendlich für den kompletten Austausch der eingebauten Anlagentechnik sprachen: Der erste Grund liegt sicher im verfahrenstechnischen Bereich der Anlage. Zum einen konnte das alte Rechensystem bei Mischwasserspitzen nicht die erforderliche Durchsatzleistung erbringen, was zum Anspringen der Notumgehung führte. Zum anderen war die Spaltweite für die vorhandene Abwasserzusammensetzung zu gross, sodass die Verunreinigungen in den weiteren Bereichen der Kläranlage – etwa Schwimmdecken auf Belebung und Nachklärbecken sowie Rechengutanfall am Grobrechen im Rücklaufschlammhebewerk – viel zu hoch waren. Gerade im Bereich des manuell zu reinigenden Grobrechens (e=20mm) war dies am intensivsten. Dieser musste zum Teil zweimal täglich von Hand gereinigt werden. Der Rechengutanfall war hier, trotz der verhältnismässig groben Spaltweite, fast so hoch wie beim alten Zulaufrechen mit 6 mm Spaltweite! Als weiteren Grund ist die in die Jahre gekommene Anlagentechnik und die damit verbundenen Probleme bei Reparatur und Beschaffung von erforderlichen Ersatz- und Verschleissteilen zu sehen. Seit Anfang August 2024 ist nun die neu installierte HUBER Siebanlage mit nachgeschalteter Rechengutwaschpresse in Betrieb. Was hat sich seither aus Ihrer Sicht grundlegend geändert? Eigentlich alles. Es sind weder Schwimmdecken im Bereich der Belebung und des Nachklärbeckens noch des Rücklaufschlammbereiches erkennbar. Die Abscheideleistung im Bereich des Rechens hat sich enorm erhöht. Bei gleichen Randbedingungen fällt jetzt ca. zwei- bis dreimal so viel gewaschenes und entwässertes Rechengut an. Der Zeitaufwand für die manuelle Reinigung des Grobrechens im Bereich des Rücklaufschlammhebewerkes wurde deutlich reduziert: vorher ca. zweimal täglich mit hohem Rechengutanfall, jetzt einmal wöchentlich mit sehr, sehr geringem Rechengutanfall. Hierfür reicht ein kleiner Eimer. Wie zufrieden waren Sie mit der Beratung zur Verbesserung der Betriebssituation, der Projektierung der Anlage sowie den ausgeführten Arbeiten? Genau so wie man sich das idealerweise vorstellt – wie versprochen, so geliefert. Für das in uns gesetzte Vertrauen und für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken wir uns bei allen Projektbeteiligten, insbesondere bei den Mitarbeitern der Kläranlage Rednitzhembach, dem Betriebsleiter Herrn Strauss und Herrn Rühl.[...]
[...]Linz-Asten, Österreich Grobrechen ausgetauscht, Rechengutbehandlung erneuert und eine Rechengut-Verladung errichtet In der grössten oberösterreichischen Kläranlage mit einer Ausbaugrösse von 950.000 EW, wurden die Grobrechen getauscht, die Rechengutbehandlung erneuert und eine Rechengut-Verladung errichtet. Das gesamte Stadtgebiet der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz sowie 39 Umlandgemeinden mit einem Einzugsgebiet von insgesamt 900 Quadratkilometern werden über die Regionalkläranlage Asten entwässert. Darüber hinaus werden auch die biologisch abbaubaren Abwässer der Grossindustrie, wie die Kokereiwässer der Hütte Linz der voestalpine Stahl und der DSM Chemie aufgenommen. Der Industrieanteil der Gesamtbelastung beträgt ca. 30 %. Der maximale Zufluss aus dem überwiegend im Mischsystem entwässerten Einzugsgebiet beträgt 8,8 m³/s, der maximale Trockenwetterzufluss 2,7 m³/s. Der Standort der KA ist durch die Donaustaustufe Abwinden-Asten bestimmt. Der Stau des Kraftwerks reicht bis in das Stadtgebiet von Linz. Daher ist der Standort der Kläranlage in der östlichen Nachbargemeinde von Linz, in Asten auf Höhe des Kraftwerks so gewählt, dass die Linzer Kanäle im freien Gefälle bis zur Kläranlage entwässern können. Das Abwasser wird in die Kläranlage gehoben, mechanisch und biologisch gereinigt und anschliessend in das Unterwasser des Kraftwerks geleitet. Die vier alten Gleichstrom-Harkenrechen mit einer Spaltweite von 80 mm stammten noch aus der Zeit um 1979 als die KA Asten in der derzeitigen Form in Betrieb ging. Die Feinrechen waren im Jahre 2000 auf Ketten-Umlaufrechen mit 10 mm Spaltweite erneuert worden. HUBER lieferte damals die zugehörige Fördertechnik und die Rechengutbehandlungsanlagen sowohl für die neuen Feinrechen als auch die Waschpresse für die Grobrechen. Da die Regionalkläranlage Linz sowohl eine Schulungs-Kläranlage für Klärwärter ist, als auch häufig als Exkursionsziel gewählt wird und vor allem auch aus technischen Gründen, war es geboten, die Grobrechen dem Stand der Technik anzupassen sowie die Geruchsbelastung im Rechenhaus zu reduzieren. Anstelle der bestehenden Gleichstrom-Rechen mit 80 mm Spaltweite wurden HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® mit 35 mm Spaltweite zum Einsatz gebracht. Der verringerten Spaltweite, höheren Abscheideleistung und grösseren Rechengutmenge wird durch die raschere Siebflächenreinigung, die ein Umlaufrechen hat, entsprochen. Quer zu den vier neuen Grobrechen und den vorhandenen vier Feinrechen, die jeweils nebeneinander angeordnet sind, wurden Doppel-Förderschnecken mit 600 bzw. 500 mm Durchmesser eingebaut, die das Rechengut in je eine HUBER Waschpresse WAP® Baugrösse 2x8 mit einer Rohrechengut-Durchsatzleistung von je 16 m³/h befördern und über einen zusätzlichen Notabwurf verfügen. Die zwei Doppel-Waschpressen waschen, entwässern und schieben das Rechengut durch vier steil angeordnete Ausschubrohre in Richtung bis oberhalb der Rechengutverladung. An den Ausschubrohr- Enden werden die Rechengutpfropfen zerkleinert, um undefiniert grosse Klumpen zu vermeiden. Das aufgelockerte Rechengut fällt an vier Stellen in eine Verteil-Förderschnecke, die es – je nach Drehrichtung - in zwei abgedeckte Abrollcontainer verteilt. Jeder der beiden Container ist mit einer giebeldachförmigen Abdeckung versehen, unter deren „First“ eine unten offene Verteilförderschnecke die Längsverteilung im Container bewerkstelligt. Ist der eine Container voll, schaltet die Verteilförderschnecke die Förderrichtung um und befüllt den anderen Container. Die Planung der Rechenhaus-Ertüchtigung wurde vom Büro Dr. Lengyel ZT-GmbH aus Wien durchgeführt. Den Ingenieuren von BDL sowie der Betriebsleitung der Regionalkläranlage Asten sei ein grosses Dankeschön dafür ausgesprochen, dass die Zusammenarbeit von der Ausführungsphase bis hin zur Inbetriebnahme stets in kongenialer, konstruktiver Atmosphäre stattgefunden hat.[...]
[...]Reduzierung von Rechengutmengen und Entsorgungskosten Das Rechengut aus der kommunalen Abwasserreinigung besteht im Wesentlichen aus hausmüllähnlichen Stoffen, Fäkalien, Papier und mineralischen Partikeln. Die anfallende Rechengutmenge ist abhängig von der Durchlassweite der Rechenanlage oder Siebanlage. Der Feststoffgehalt von kommunalem, unbehandelten Rechengut schwankt, je nach Rechentyp, zwischen 5 – 20 %. Der organische Anteil des Rechengutes beträgt im Durchschnitt ca. 90 % des Trockenrückstandes [TR]. Die Ziele der Rechengutbehandlung sind: Entwässerung des Rechengutes und somit Reduktion von Gewicht und Volumen. Damit reduzieren sich auch die Entsorgungskosten für das Rechengut. Rückführung von leicht abbaubaren Kohlenstoff in den Abwasserreinigungsprozess Verbesserung der Hygienebedingungen für das Kläranlagenpersonal Waschpressen Die beste Art der Rechengutbehandlung sind Rechengutwaschpressen Durch Zugabe von Waschwasser und mechanischer Energie werden Fäkalien und suspendierbare organische Stoffe aus dem Rechengut ausgewaschen und wieder dem Abwasser zugeführt, wodurch das C / N-Verhältnis des zu behandelnden Abwassers positiv beeinflusst wird. Nach der Wäsche wird das Rechen gut gepresst, so dass der Wassergehalt im gewaschenen Rechengut deutlich reduziert wird. Eine Gewichts- und Volumenreduktion um bis zu 80 % kann, je nach Waschverfahren und Pressentechnologie, erreicht werden. Die Gewichts- und Volumenreduktion ist gleichzusetzen mit einer Verringerung der Entsorgungsmenge und beeinflusst somit direkt die Kosten, welche für die Entsorgung von Rechengut erbracht werden müssen. HUBER hat umfangreiche Erfahrung mit der Ausführung von Anlagen für die Rechengutbehandlung und hat unterschiedliche Waschpressen im Produktprogramm. Des Weiteren hat HUBER auch die richtige Lösung für den Transport von Rechengut sowie die Rechengutbeschickung von Container.[...]