[...]Die erste HUBER Serviceberater-Tour in Neuseeland organisiert und geplant von unserem langjährigen Serviceberater Martin Burger, markiert einen bedeutenden Meilenstein für HUBER. Mit einem Zeitunterschied von 12 Stunden und einer Flugzeit von ca. 22 Stunden lagen grosse Herausforderungen vor ihm, die er Ende 2024 gemeinsam mit Kollegen unseres Partnerunternehmens Hydroflux erfolgreich meisterte. In seinem Serviceberater-Bericht erzählt Martin Burger von einer unvergesslichen Reise: „Neuseeland, bekannt für seine aktiven Vulkane und beeindruckenden Landschaften, bot den Rahmen für eine Tour voller technischer Highlights und bereichernder Begegnungen. Bereits 2022 hatte die erste Serviceberater-Tour in Australien stattgefunden, die in Zusammenarbeit mit Hydroflux organisiert worden war. Diese erwies sich als so erfolgreich, dass nun die Ausweitung auf Neuseeland folgte. Die nächste Tour in dieser Region ist für 2026 geplant. Die Tour wurde vorbildlich von Hydroflux organisiert und umfasste Kundenbesuche auf der Nordinsel Neuseelands. Ziel war es, den Kunden vor Ort professionelle Serviceberatung anzubieten und gleichzeitig das Wissen unserer lokalen Partner zu vertiefen. Begleitet wurde ich auf der Tour von drei Kollegen aus dem Hydroflux-Team: Stewart Harris, Jamsheed Tata und Joshua Eickhoff. Details der Tour Tag 1 und 2: Region Taupo Nach der Ankunft in Taupo besuchten wir die Kläranlagen Taumarunui und Whakapapa, letztere am Fusse des Vulkans Ruapehu. Dieser zuletzt 2007 aktive Vulkan diente als Schauplatz für den Film „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“. Weitere Stationen waren die Kläranlagen in Ohakune und Motuoapa. Tag 3 und 4: Region Kerikeri Die zweite Etappe führte uns nördlich von Auckland in die Region Kerikeri. Hier standen Besuche der Kläranlagen Kaihoe, Rawene, Whatuwhiwhi und Kaitaia auf dem Programm. Ein besonderer Moment der Tour war das Treffen mit Michael Jackson von der Kläranlage Ventia. Die Begeisterung des Kunden über die direkte Unterstützung durch einen deutschen HUBER Serviceberater war überwältigend . Ein kulturelles Highlight war der Besuch der „Hundertwassertoilette“ in Kawakawa. Gestaltet von dem österreichischen Künstler und Architekten Friedensreich Hundertwasser, wurde sie 1999 eröffnet und ist heute eine der bekanntesten öffentlichen Toiletten weltweit. Tag 5: Hydroflux-Büro, Auckland Der fünfte und letzte Tag der Tour fand im Büro von Hydroflux statt. Hier tauschte ich mich mit 15 Kollegen aus Australien und Neuseeland über unsere Erfahrungen aus und organisierte ein weiteres digitales Training zu den HUBER-Maschinen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Serviceberater-Tour in Neuseeland ein voller Erfolg war. Neben der technischen Betreuung und Kundenberatung konnte das Wissen unserer Partner erweitert und die Zusammenarbeit vertieft werden. Die enge Zusammenarbeit mit Hydroflux zeigte einmal mehr die Bedeutung von starken Partnerschaften. Die positiven Rückmeldungen der Kunden bestätigen, dass der HUBER Global Service und insbesondere unsere Serviceberater mit ihrem Engagement auf dem richtigen Weg sind, um langfristig die Kundenbeziehungen zu stärken und auszubauen. Wir freuen uns bereits auf die nächste Tour im Jahr 2026!“[...]
[...]Roeselare + Beringen, Belgien Die HUBER SE liefert insgesamt fünf HUBER Bandtrockner BT an das belgische Unternehmen Aquafin für die zwei Standorte Roeselare und Beringen. Die Anlagen zur Trocknung und thermischen Verwertung von Klärschlamm werden eine Mindestkapazität von 32.500 t Trockensubstanz bzw. 120.446 t Originalsubstanz bei einem Trockenrückstand-Gehalt (TR) von 27 % pro Jahr behandeln. Der Lieferumfang umfasst neben den HUBER Bandtrocknern die gesamte Nassschlammlogistik, Kühlwasserversorgung, Abluftreinigung für die Trockner- und die Bunkerabluft sowie die Behandlung und Lagerung des Trockenschlamms. Der Gesamtauftrag für die HUBER SE über ca. 40 Mio. Euro erfolgte Mitte 2023. Projektkonstellation Das Projekt wird von einem Team aus drei Unternehmen getragen: Auftragnehmer: Stadsbader Group Technologiepartner Trocknung: HUBER SE Engineering und Studie: Sweco Damit vereinen sich für den Endkunden Aquafin die Stärken eines gesunden Bauunternehmers, eines spezialisierten Technologiepartners in der Trocknungstechnologie sowie eines erfahrenen Ingenieurbüros mit spezifischen Erfahrungen in den Bereichen Wasserbau, Bautechnik, Hydrologie und (Geo-)Stabilität. Die Zusammenarbeit von Stadsbader Group, HUBER und Sweco gewährleistet eine qualitativ hochwertige Bearbeitung des Projekts durch lokale Verankerung einerseits und verfahrenstechnisches und technisches Knowhow andererseits. Nach Einreichung der Genehmigungsunterlagen Ende 2023 liegt die Umweltgenehmigung für den Standort Beringen schon nach nur etwas mehr als sechs Monaten vor. Die Genehmigung für die Anlage in Roeselare wird ebenfalls noch für dieses Jahr erwartet. Damit ist die Engineering-Phase für dieses Grossprojekt so gut wie abgeschlossen und bereits in diesem Jahr können die ersten Arbeiten vor Ort starten. 20 Jahre, 82 Anlagen und 1,8 Mio. Tonnen Schlamm pro Jahr HUBER Bandtrockner haben in den letzten 20 Jahren weltweit in 82 Anlagen 1,8 Mio. t/a Schlamm verarbeitet. Mit der Ernennung von HUBER als Technologiepartner greifen die Projektpartner somit auf jahrzehntelange Praxiserfahrung in der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Schlammtrocknungsanlagen zurück. HUBER sammelte mit seiner Trocknungstechnologie bereits regionale Erfahrungen im Benelux-Raum: beim Kunden HVC in Alkmaar entsteht aktuell eine der grössten Bandtrocknungsanlagen, wohl die grösste Anlage der Welt. Aquafin – aktuelle Schlammkette Aquafin ist ein belgisches Unternehmen, das 1990 von der flämischen Regierung gegründet wurde und für die überkommunale Infrastruktur und Behandlung häuslicher Abwässer verantwortlich ist. Jährlich fallen dabei ca. 350.000 Tonnen entwässerten Schlamms mit durchschnittlich 27 % Trockenrückstand an. Die Entsorgung dieses Schlamms ist aktuell über drei Entsorgungswege organisiert: Ein Drittel des Schlamms wird mit Restwärme und fossilen Brennstoffen getrocknet und anschliessend extern in der Zementindustrie verwertet (Mitverbrennung). Ein Drittel wird entwässert und unter autothermen Bedingungen in der Klärschlammverarbeitungsanlage in Brügge verwertet. Das restliche Drittel wird ebenfalls entwässert und zusammen mit Industrieabfällen von einem externen Unternehmen thermisch verwertet. Aquafin – neue Schlammkette Ab 2026 wird Aquafin im Rahmen seiner Klima- und Energieziele zunächst bis zu einem Drittel des entwässerten Schlamms mit Hilfe der HUBER Bandtrocknertechnologie trocknen. Dies geschieht mit Restwärme, die andernfalls verloren gehen würde. Dazu werden in Roeselare und Beringen zwei weitgehend analoge Trocknungsanlagen errichtet. Der über LKW angelieferte Klärschlamm von rund 40 verschiedenen Kläranlagen wird mit einer Krananlage vom Bunker über einen nachgelagerten Schubboden und Dickschlammpumpen direkt in die HUBER Bandtrockner gegeben. In der Anlage in Beringen werden mit einer Vorlauftemperatur von 110 °C insgesamt 84.446 t/a entwässerter Klärschlamm von 27 % auf 90 % TR getrocknet. Dabei kommen drei HUBER Bandtrockner BT 28 werden zwei HUBER Bandtrockner BT 22 genutzt, um mit einer Vorlauftemperatur von 90 °C 36.000 t/a entwässerten Klärschlamms von 27 % auf 90 % TR zu trocknen. Die Abluftbehandlung von Bunker- und Trocknerabluft erfolgt getrennt, wobei die Trocknerabluft eine 4-stufige Reinigung – mit Wäschern, Biofiltern und nachgeschalteten Aktivkohlefiltern – unterläuft. Nach der Trocknung wird der Klärschlamm über Schneckenförderer und ein Becherförderwerk in eine Pelletpresse gegeben. Die abgekühlten Pellets werden anschliessend in Trockengutsilos gelagert, bevor der Transport nach Gent erfolgt. Errichtung einer Monoverbrennungsanlage in Gent Auf dem Gelände des Stahlunternehmens ArcelorMittal im Hafen von Gent wird Aquafin bis 2026 eine Monoverbrennungsanlage bauen, in welcher der in Beringen und Roeselare getrocknete Klärschlamm verwertet wird. Dabei wird ArcelorMittal 100 % des von der Schlammbehandlungsanlage erzeugten Dampfes abnehmen. Für das Stahlunternehmen ist dies eine zusätzliche Energiequelle für sein internes Dampfnetz, wodurch der Einsatz fossiler Brennstoffe weiter reduziert werden kann. Die direkte Abnahme der gesamten Dampfproduktion in Verbindung mit dem Schwerpunkt auf der Rohstoffrückgewinnung (Phosphor) gibt dem Gesamtprojekt einen erheblichen ökologischen Mehrwert. Diese neue Anlage wird von dem BESIX-Indaver-Konsortium geplant, gebaut, finanziert und bis 2046 gewartet. Musterbeispiel für nachhaltiges Ressourcenmanagement Mit seiner Bandtrocknungstechnologie liefert HUBER einen wesentlichen Beitrag zum Ziel von Aquafin, bis 2030 keine fossilen Brennstoffe mehr zu verwenden und sich langfristig zu einem klimaneutralen Unternehmen zu entwickeln. Zudem wird Abwärme am Entstehungsort direkt genutzt und der getrocknete Klärschlamm als Energieträger zur Verwertungsstelle gebracht. Das Grossprojekt Aquafin stellt somit ein übertragbares Beispiel für nachhaltiges Ressourcenmanagement dar.[...]
[...]Bremen, Deutschland In Bremen entsteht aktuell ein neues Zukunftsquartier für Wirtschaft, Wohnen, Arbeit, Kultur und Freizeit – und das mit nachhaltiger Energieversorgung aus Abwasser: Europas einst grösste Tabakfabrik wird zum Gebäudekomplex „Tabakquartier“ revitalisiert. Das Quartier hat sich neu erfunden, aus veralteter Industriestätte wird ein Musterbeispiel an städtebaulicher Entwicklung am Puls der Zeit. Es ist eines der grössten städtischen Entwicklungsgebiete Norddeutschlands. Das neue Tabakquartier nutzt künftig mithilfe des Systems HUBER ThermWin die Energie aus Abwasser zum Heizen und Kühlen. So werden durchschnittlich 1 MW thermische Energie zum Heizen und rund 0,4 MW zum Kühlen von Gebäudeabschnitten des neuen Stadtquartiers verwendet. Das nachhaltige Gesamtkonzept des Tabakquartiers wurde 2023 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem DGNB-Gold-Vorzertifikat ausgezeichnet. Technische Lösung zusammen mit swb und hanseWasser Bei einem ersten Termin im Jahr 2021 fand eine Begehung einer bestehenden Pumpstation statt, um die Entnahmesituation beurteilen zu können. Dies geschah mit den am Projekt Beteiligten der hanseWasser Bremen GmbH und der swb Services AG & Co. KG. Anhand der Abwassermengen und Temperaturen wurden zahlreiche Potentialermittlungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die hanseWasser Bremen GmbH konnte umfangreiche Messdaten zur Verfügung stellen und sehr bald zeichnete sich ab, dass die Ressource Abwasser für das Projekt einen grossen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung des neuen Quartiers leisten kann. Erfahrungen aus bestehendem HUBER-System in Bremen genutzt Die swb Services AG & Co. KG., die Vertriebsgesellschaft für technische Dienstleistungen der swb AG, hatte sich an die HUBER SE gewandt: Grund hierfür war unter anderem, dass HUBER bereits vor ca. zehn Jahren eine Anlage zur Energierückgewinnung aus Abwasser an die hanse Wasser Bremen GmbH geliefert hatte. Auf der Pumpstation in Bremen verrichtet ein HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin der Baugrösse 4 zuverlässig seine Arbeit. „Ausschliesslich positive Rückmeldungen“ Laut Frank Estler, Projektleiter bei swb Services, lagen die Gründe für das System HUBER ThermWin auf der Hand: „Bei der Suche nach einem geeigneten Wärmeübertragungssystem waren uns zwei Punkte besonders wichtig. Das System sollte seine Leistungsfähigkeit schon in der Praxis bewiesen haben und der Instandhaltungsaufwand auf der Abwasserseite sollte minimal sein. Sowohl zu den beiden Punkten als auch zur Zusammenarbeit mit der Firma HUBER haben wir von hanseWasser aus dem Projekt in Findorff ausschliesslich positive Rückmeldungen erhalten.“ Das System HUBER ThermWin Das Verfahren HUBER ThermWin ermöglicht das Heizen und Kühlen von Gebäuden unter Nutzung des Abwassers in der Kanalisation als regenerative Energiequelle. Die Temperatur von Abwasser in der Kanalisation beträgt in der Regel zwischen 12 und 20 °C und sinkt selbst im Winter kaum unter 10 °C ab, weshalb das Abwasser eine ideale Energiequelle zum Betrieb einer Wärmepumpe darstellt. Als Abnehmer der so gewonnenen Heizenergie bieten sich alle grösseren Gebäude und Nahwärmenetze an. Ein Teilstrom des durch den Kanal fliessenden Abwassers wird zunächst über eine HUBER-Lösung zur Vorsiebung geleitet (z.B. meist über Siebanlagen wie die HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT® RoK4), welche die Grobstoffe aus dem Abwasser entfernt. Im Projekt „Tabakquartier Bremen“ wird das Rohabwasser über eine HUBER Siebanlage ROTAMAT® RPPS 1400 vorgesiebt. Das Abwasser wird dann in drei oberirdisch aufgestellte und speziell für Abwasser entwickelte HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin verteilt und fliesst dann wieder zurück in den Abwasserkanal. Innerhalb des Wärmetauschers erfolgt der Wärmeaustausch mit dem Sekundärkreislauf, welcher mit der Wärmepumpe gekoppelt ist. Bundesförderung für effiziente Wärmenetze Das Verfahren HUBER ThermWin nutzt Abwasser als eine langfristig gesicherte und sich stets erneuernde Energiequelle, um ein umweltfreundliches und nachhaltiges Verfahren zum Heizen und Kühlen von Gebäuden zu ermöglichen. Fossile Energieträger wie Gas, Öl oder Kohle können eingespart werden und CO 2 -Emissionen werden minimiert. Das Tabakquartier wird künftig ca. 245 Tonnen an CO 2 pro Jahr einsparen. Deshalb ist dieses Projekt von der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Das BMWK unterstützt mit dieser Fördermassnahme den Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien sowie die Dekarbonisierung von bestehenden Netzen. 1 MW zum Heizen, 0,4 MW zum Kühlen des Tabakquartiers Die Anlage zur Energierückgewinnung aus Abwasser wird voraussichtlich im Oktober 2024 Energie in das Stadtquartier liefern. Dann werden über drei HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin durchschnittlich 1 MW thermische Energie zum Heizen und rund 0,4 MW zum Kühlen von Gebäudeabschnitten verwendet. Ein weiterer wichtiger Beitrag zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Gebäude- und Städteplanung mit Vorbildcharakter – und ein Leuchtturmprojekt für HUBER.[...]
[...]Kein seltener Anblick! Der Zahn der Zeit nagt und nagt! Sind Ihre Pumpwerkschächte noch auf einem hygienisch unbedenklichen undvor allem sicheren Stand? Haben Sie mit Korrosion, Undichtigkeit oder anderen Schwierigkeiten oder Risiken zu kämpfen? Dann wenden Sie sich an uns! Lassen Sie sich vom Expertenteam für Edelstahlausrüstungsteile der HUBER SE fachgerecht beraten! Wir entwerfen gemeinsam mit Ihnen massgeschneiderte Sanierungsvorschläge! Hier sind einige Beispiele, wie Sie Ihren Pumpwerkschacht sicher und korrosionsbeständig gestalten können: Schachtabdeckungen: Vollständig aus Edelstahl (1.4307 oder 1.4404), im Tauchbad gebeizt und passiviert, Baugrösse nach Mass gefertigt, je nach Wunsch einbruchhemmend mit Prüfzeugnis, überflutungssicher, rückstausicher, befahrbar (bis 40t). Für jeden Anwendungsfall erhalten Sie von uns die passende Abdeckung! Sicherheitssteigleitern und Einsteighilfen: Geprüfte Sicherheit nach DIN EN 14396, DIN 19572, mit CE-Kennzeichnung, vollständig aus Edelstahl (1.4307 oder 1.4404), im Tauchbad gebeizt und passiviert, Leiter mit Fallschutzschiene als Absturzsicherung, diverse Einsteighilfen erhältlich. SPRECHEN SIE MIT UNS. Wir beraten Sie gerne![...]
[...]Ibbenbüren-Püsselbüren, Deutschland Kläranlage Ibbenbüren-Püsselbüren setzt auf zukunftsweisende Partnerschaft mit der HUBER SE HUBER Service- und Wartungsverträge haben sich zu einem massgeblichen Erfolgsfaktor auf dem deutschen Markt entwickelt. Mit mehr als 4.000 Maschinen und Anlagen, die allein in Deutschland von HUBER Serviceverträgen profitieren, spiegelt sich die hohe Nachfrage und Wirksamkeit wider. Ende Herbst 2023 erreichte die Erfolgsgeschichte des HUBER Global Service mit dem Abschluss des 1500. Service- und Wartungsvertrags für die Kläranlage Ibbenbüren-Püsselbüren einen weiteren Meilenstein. Dieser bedeutende Höhepunkt wurde mit einem besonderen Besuch der HUBER SE auf der Kläranlage gefeiert, um Dank auszudrücken und die hervorragende partnerschaftliche Zusammenarbeit zu würdigen. Josef Stephan, Service-Vertriebsteamleiter für den Raum Deutschland, Österreich und Luxemburg, wurde gemeinsam mit den Kollegen aus dem HUBER Global Service Team, Anja Barth (Maintenance Solutions) und Kevin Schneider (Serviceberater international), sowie dem Aussendienst-Mitarbeiter der Region, Timo Giese, herzlich auf der Kläranlage Ibbenbüren von Herrn Hagedorn (Abteilungsleiter der Stadtentwässerung) und dem Technischen Leiter Herrn Scherer empfangen. Langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit Herr Hagedorn verdeutlichte eindrucksvoll die essenzielle Bedeutung der mechanisch-biologischen und chemischen Kläranlage Ibbenbüren-Püsselbüren. Diese fortschrittliche Anlage ist gezielt darauf ausgerichtet, Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphatverbindungen äusserst effizient zu reduzieren. Mit einer Ausbaugrösse von 121.300 Einwohnerwerten spielt sie eine zentrale Rolle bei der umfassenden Reinigung und Klärung von Abwasser in der Region. Für Herrn Hagedorn ist es von herausragender Bedeutung, stets einen verlässlichen Ansprechpartner für seine Maschinentechnik zu haben. Er setzt seine hohen Erwartungen in das umfassende Fachwissen der HUBER SE und vertraut darauf, dass er bei eventuellen Problemen oder Anliegen immer auf sofortige Unterstützung zählen kann. Der HUBER Service- und Wartungsvertrag bildet hier die Grundlage für eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die nicht nur die optimale Funktionalität der Anlagen gewährleistet, sondern auch einen kompetenten Partner an seine Seite stellt, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Zuverlässigkeit und Qualität Der massgebliche Grund für den Service- und Wartungsvertrag nach erfolgreichen zehn Jahren regelmässiger einmaliger HUBER Wartungen liegt in der bewährten Zuverlässigkeit und Qualität der langjährigen Partnerschaft mit HUBER. Angesichts aktueller Herausforderungen bietet der Vertrag eine umfassende Lösung mit erhöhter Betriebssicherheit und einer rund um die Uhr verfügbaren Servicehotline. Die proaktive Erkennung von Verschleiss und der rechtzeitige Austausch von Verschleissteilen, sowie die Minimierung von ungeplanten, oft teuren Stillständen unterstreichen die strategische Entscheidung der Stadt Ibbenbüren. Der Service- und Wartungsvertrag wird somit zu einem entscheidenden Instrument für eine nachhaltige und effiziente Betriebsführung der Kläranlage Ibbenbüren-Püsselbüren. HUBER Service- und Wartungsvertrag: Rundum zuverlässig Die Firma HUBER erhielt im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung eine informative Führung durch die Kläranlage, die von Abwassermeister Herrn Scherer geleitet wurde. Während dieser Gelegenheit erfolgte ein Austausch mit dem Klärmeister und seinem Fachpersonal. Ein Teammitglied schätzt die Möglichkeit, durch den HUBER Service- und Wartungsvertrag während der jährlichen HUBER Wartung zusätzliche Informationen und Fachkenntnisse zu erwerben. Dies bietet ihm die Möglichkeit, sein berufliches Wissen fortlaufend zu vertiefen, da der Lernprozess nie aufhöre. Herr Hagedorn und Herr Scherer heben neben den genannten Gründen besonders die Betriebssicherheit, die pünktliche Einhaltung von Terminabsprachen und die umfassende Ersatzteilvorhaltung der HUBER SE hervor. Diese entscheidenden Aspekte werden durch die präventive Wartung und Inspektion von HUBER im Rahmen eines HUBER Service- und Wartungsvertrages gewährleistet, was zu einer rundum zuverlässigen Lösung für den Kunden beiträgt. Abschliessend möchte sich die HUBER SE herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die Gastfreundschaft bei Herrn Hagedorn, Herrn Scherer und allen dort verantwortlichen Mitarbeiten bedanken. Wir sehen einer kooperativen Zusammenarbeit, einem regen Austausch und einer partnerschaftlichen Zukunft sehr gerne entgegen! Zahlen und Fakten der Kläranlage Ibbenbüren-Püsselbüren: Mechanisch-biologische und chemische Kläranlage Ausbaugrösse: 121.300 EW 7 Mitarbeiter und 1 Auszubildender Installierte HUBER Maschinentechnik 2x HUBER Lochblech-Umlaufrechen EscaMax® 4000x952x8 2x HUBER Waschpresse WAP® 4 Die immer stärker wachsenden Anforderungen und die damit verbundenen Bedürfnisse an Servicedienstleistungen im Bereich Abwasserreinigungsanlagen wollen wir als HUBER Global Service auch in Zukunft bestmöglich und umfassend für Sie sicherstellen und empfehlen Ihnen hierzu: HUBER Service- und Wartungsverträge: „Auf der sicheren sowie zukunftsweisenden Seite mit einer HUBER Service-Partnerschaft“ Wählen auch Sie die für sich passende Variante und profitieren Sie dadurch von Vorteilen wie dem wertvollen Know-How-Transfer durch das hochqualifizierte HUBER Fachpersonal, der professionellen und zuverlässigen Unterstützung des Betriebspersonals, der detaillierten Dokumentation und Ergebnisberichte Ihrer Maschinen, der Werterhaltung und Sicherheit für Ihre Investitionen, den niedrigen und kalkulierbaren Betriebskosten und der konstant hohen Betriebssicherheit und Maschinenleistung. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der für Sie und Ihre Maschinentechnik richtigen HUBER Service-Vertragsvariante und erstellen Ihnen ein optimal passendes Lösungskonzept, um all Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ansprüche abzudecken! Ihr HUBER Service Center international erreichen Sie unter: Telefon: +49 8462/201-455 oder per E-Mail unter: maintenance@huber.de[...]
[...]Berching, Deutschland Gut geschultes und qualifiziertes Personal ist für den sicheren und effizienten Betrieb von Maschinen und Anlagen von entscheidender Bedeutung. Deshalb haben wir bereits zwei exklusive Betreiberschulungen für die HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® mit theoretischem und praktischem Teil am Unternehmensstandort in Berching abgehalten. Das Training ist auf verantwortliche Betreiber von HUBER Maschinen- und Anlagentechnik zugeschnitten und wird von unserem hochqualifizierten Schulungspersonal, welches über langjährige Erfahrung und entsprechendes Knowhow verfügt, durchgeführt und begleitet. Die Teilnehmerzahl ist limitiert, um einen maximalen Lernerfolg zu erzielen und gleichzeitig auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Teilnehmer detailliert eingehen zu können. HUBER Betreiberschulungen – Schwerpunkte in Theorie und Praxis Die Betreiberschulung beinhaltet eine Reihe von Themen, die sowohl theoretische als auch praktische Anforderungen für den optimalen Betrieb der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® abdecken. Zu Beginn des Trainings werden Baugrössen und besondere Merkmale der Maschine behandelt, inklusive Varianten und Optionen, die je nach den verschiedenen Prozessen auf den Kläranlagen gewählt werden können. Den Teilnehmern wird die richtige Anwendung der Schneckenpresse Q-PRESS® und zugehöriger Aggregate vermittelt, sowie fundierte Kenntnisse über die Steuerungseinheiten, Maschineneinstellungen und Prozessparameter. Ein Schulungsschwerpunkt zeigt das richtige Einmischen und Dosieren von Polymeren zur Erzeugung einer stabilen, entwässerbaren Schlammflocke. Dies ist elementar, um optimale Ergebnisse zu erreichen, und muss entsprechend an die Anforderungen vor Ort abgestimmt werden. Weitere wichtige Aspekte der Schulung sind: mögliche Prozessoptimierungen, Inspektions- und Wartungsaufgaben der Betreiber, die Dokumentation, aber auch die Handhabung und der Einsatz von Betriebsmitteln, die zum effizienzenten und optimalen Betrieb beitragen, was ebenfalls die Minimierung von Entsorgungskosten und Stillstandzeiten zur Folge hat. Aktuelle Entwicklungen und Innovationen Weiter werden die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen und Innovationen informiert und lernen, wie diese in den Betrieb integriert werden können. Ein zentraler Gesichtspunkt der Schulung ist die Identifizierung potenzieller Risiken, Probleme und Störfaktoren beim täglichen Maschinenbetrieb, sowie Strategien und Lösungen zu deren Vermeidung bzw. Behebung. Durch die Verbindung dieser übergeordneten Themenschwerpunkte entwickeln die Teilnehmer ein umfassendes Verständnis und fundiertes Wissen über den Betrieb und mögliche Optimierungsmassnahmen an Ihrer HUBER Schneckenpresse Q-PRESS®. Ablauf Die Betreiberschulung ist in drei aufeinanderfolgende Trainingstage strukturiert: Am ersten Tag erfolgt ein intensiver Theorieblock, der grundlegende Konzepte und Betriebsprinzipien abdeckt. Zum Abschluss des ersten Tages können die Teilnehmer in einer ausführlichen, informativen Werksführung durch die HUBER Produktion einen Eindruck gewinnen, wie ihre Maschine vom Edelstahl-Blech zur HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® gefertigt wurde. Am zweiten Tag findet ein Praxisblock statt, bei dem die Teilnehmer das Gelernte direkt vor Ort auf einer Kläranlage anwenden. Die beprobten Entwässerungs- und Filtrat-Ergebnisse werden am dritten Trainingstag im HUBER Labor analysiert. Zum Abschluss findet eine Feedbackrunde statt, in der alle Teilnehmer ihre Eindrücke schildern, offene Fragen beantwortet werden können und unter den Teilnehmern und mit den Dozenten diskutiert werden kann. Sind alle Punkte und Fragen abgearbeitet, erhält jeder Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat. Die bisher abgehaltenen Betreiberschulungen waren v.a. nach Meinung der teilnehmenden Kunden ein voller Erfolg und ermöglichte den Teilnehmern die Sicherstellung von hohem Wissen über die effiziente und optimale Betriebsweise der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS®. Über unser weiteres Schulungsprogramm werden wir unsere Kunden rechtzeitig informieren! Sollten Sie vorab Anregungen und Wünsche zu HUBER Betreiberschulungen haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme per Mail an: service@huber.de oder telefonisch: +49-8462-201-455. Weitere Informationen zu unseren Schulungen für das Betriebspersonal finden Sie auf unserer speziellen Service-Seite Betreiberschulungen . Was unsere Kunden zu den HUBER Betreiberschulungen sagen: „Durch eine schriftliche Einladung seitens HUBER wurde ich auf die Betreiberschulung aufmerksam und nutzte die Gelegenheit, um mein Wissen aus der intensiven Inbetriebnahmephase nochmals aufzufrischen und zu vertiefen. Besonders wertvoll war es, Fragen, die erst im laufenden Betrieb aufkamen, direkt und verständlich klären zu können. Die Schulung bot nicht nur fachliche Vorteile, sondern auch eine persönliche Komponente: Der direkte Kontakt mit den verantwortlichen HUBER-Mitarbeitern ermöglichte eine hervorragende Vernetzung, die den Austausch auch nach der Schulung erleichtert. Ebenso schätzte ich den Austausch mit anderen Betreibern – insgesamt waren wir zwölf Teilnehmer mit jeweils eigenen Erfahrungen und Perspektiven. Die Möglichkeit, von den Herausforderungen und Lösungen der anderen zu lernen und im direkten Austausch mit ihnen zu stehen, war ein grosser Mehrwert. Besonders hilfreich fand ich die zeitliche Nähe der Schulung zur Inbetriebnahme, wodurch ich das Erlernte direkt in die Praxis umsetzen konnte. Die Schulung, die eine Mischung aus Theorie im Hause HUBER SE und Praxis auf einer Kläranlage bot, ermöglichte es mir, mein Wissen weiter zu vertiefen, eventuelle Unklarheiten aus dem Selbstbetrieb auszuräumen und das Entwässerungsergebnis sogar zu verbessern. Sehr hilfreich war auch die Möglichkeit, die Entstehung der Maschine bei einer Werksführung kennenzulernen. Insgesamt hat mir die Schulung sehr geholfen, den Betrieb unserer HUBER Q-PRESS® zu optimieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Ich würde diese Schulung jederzeit weiterempfehlen.“ Matthias Weissenberger, Betriebsleiter Kläranlage Waigolshausen „Auf das Schulungsangebot zur Q-PRESS® wurde ich direkt durch eine Einladung von HUBER aufmerksam und habe die Gelegenheit sehr gerne wahrgenommen. Besonders wertvoll war für mich der persönliche Austausch mit den HUBER-Mitarbeitern sowie den anderen Teilnehmern der Schulung. Die Werksführung bot zudem die Möglichkeit, die Pressen im Detail kennenzulernen und Einblicke in die Herstellung zu gewinnen. Durch die Schulung konnte ich nicht nur die genaue Funktionsweise der Q-PRESS® besser verstehen, sondern auch Optimierungen an unserer Anlage vornehmen, die die Entwässerungsleistung um etwa 3–4 % erhöhten. Zu wissen, dass ich Einstellungen sicher ausprobieren kann, ohne Schäden an der Maschine zu riskieren, war dabei besonders hilfreich. Das praktische Arbeiten – das „learning by doing“ – machte die Schulung sehr effizient und praxisnah. Inhaltlich wurden in den drei Schulungstagen alle für mich relevanten Themen ausführlich behandelt. Ich kann die Schulung nur empfehlen und würde vorschlagen, dieses Angebot direkt mit jedem Q-PRESS®-Verkauf zu kombinieren.“ Frank Probsteder, Elektrofachkraft/Klärwärter Ruhstorf[...]
[...]Uhldingen-Mühlhofen, Deutschland Im Juli 2023 ist auf dem Verbandsklärwerk Uhldingen-Mühlhofen eines der grössten Kombi-Verfahren zur Spurenstoffentfernung erfolgreich in Betrieb gegangen. Die Anlage behandelt bis zu 230 l/s und besteht aus einer Ozonierung und einer zweistrassigen Aktivkohle-Stufe mit insgesamt 24 Stück HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK. Betriebsleiter: „Von Beginn an nahezu störungsfreier und wartungsfreundlicher Betrieb“ Betriebsleiter Reinhold Dillmann und sein Mitarbeiter Andreas Herfurth zeigten sich mit Blick auf die Inbetriebnahme und das Einfahren der Anlage sehr zufrieden: „Von Beginn an haben wir einen nahezu störungsfreien und wartungsfreundlichen Anlagenbetrieb.“ In enger Abstimmung mit den Betreibern wurde die Anlage in den vergangenen Monaten noch weiter optimiert. So wurde beispielsweise die Umwälzung der Aktivkohle bestmöglich an die lokalen Randbedingungen eines Kombi-Verfahrens, bestehend aus Ozonung und GAK, angepasst. Ziel war es, die Aktivkohle so schonend wie möglich im Filtersystem zu bewegen und gleichzeitig nur so häufig wie nötig zu reinigen. Sehr positive Ergebnisse bei der Spurenstoffelimination Wie bei neuen Anlagen mit Aktivkohlestufe zu erwarten, fielen auch die ersten Ergebnisse der Spurenstoffelimination vom Februar 2024 sehr positiv aus. Mit Hilfe der Vierten Reinigungsstufe wurden auf dem Klärwerk Uhldingen fast 89 % aller sieben Indikatorsubstanzen entfernt, die in Baden-Württemberg gemäss KomS-Liste B für den Nachweis einer ausreichenden Spurenstoffentfernung herangezogen werden. Eine genaue Übersicht zeigt die nebenstehende Tabelle. Gleichzeitig sind die hohen Eliminationsraten für diese repräsentativen Substanzen ein sehr guter Indikator dafür, dass auch viele weitere persistente und potenziell gefährliche Spurenstoffe, wie andere Medikamentenrückstände, Hormone und Haushaltschemikalien, zuverlässig entfernt werden. Bei Kläranlagen, die wie das Verbandsklärwerk Uhldingen in den Überlinger See einleiten, ist dies von überregionaler Bedeutung. Denn dieser Teil des Bodensees versorgt rund vier Millionen Menschen in weiten Teilen Baden-Württembergs mit jährlich etwa 135 Mio. m³ Trinkwasser.[...]
[...]Kressberg and Bickenbach, Germany Mit der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie werden die Anforderungen an die Reinigungsleistung kommunaler Kläranlagen deutlich ansteigen. Im Fokus stehen dabei vor allem die weitgehende Elimination von gelösten organischen Spurenstoffen („Vierte Reinigungsstufe“). Aber auch die verstärkte Reduzierung von Phosphoreinträgen in die Gewässer rückt durch die Novellierung zunehmend in den Fokus. Phosphorfrachten aus Kläranlagen sind derzeit auch einer der Gründe, warum in Deutschland die Kriterien der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL 2000) noch immer nicht eingehalten werden. Auch deshalb werden auf vielen mittleren und grossen Kläranlagen zukünftig weitere Massnahmen notwendig werden. Weitestgehende Phosphorelimination Mit Blick auf den Parameter Gesamt-Phosphor hat sich hier die Flockungsfiltration als eine sehr zuverlässige Verfahrensstufe bewährt. Mit ihr lassen sich Phosphorkonzentrationen von < 0,2 mg/l problemlos einhalten. Das haben auch die Untersuchungen mit dem HUBER Tuchfilter RotaFilt® auf der Kläranlage Berching deutlich gezeigt. Die Ergebnisse der weitestgehenden Phosphorelimination sind in nebenstehendem Diagramm anschaulich zusammengefasst. Mit einer für Flockungsfiltrationen üblichen spezifischen Fällmittelmenge (β-Wert: 3) wurde die anvisierte Gesamt-Phosphor-Konzentration von 0,2 mg/l zuverlässig unterschritten. Bei weiterer Erhöhung des β-Wertes auf den Wert 5 konnte die Phosphorkonzentration nach dem Tuchfilter noch signifikanter reduziert werden. Dabei wurden in den Versuchsreihen Werte von < 0,1 mg/l erreicht. Das zeigt, dass so gut wie alle kolloidalen und fällbaren Phosphoranteile im Ablauf in eine feste Form überführt und als Flockenstruktur im Polstoff des Tuchfilters zurückgehalten werden können. Gleichzeitig lässt sich durch den speziellen Mikrofaser-Polstoff ein nahezu feststofffreier Kläranlagenablauf erzielen. Nach Abscheidung fast aller partikulären Stoffe lag die Trübung im Ablauf im gesamten Versuchszeitraum bei 0,8 – 1,0 FNU, was einem Feststoffgehalt von deutlich < 2 mg/l an abfiltrierbaren Stoffe (AFS) entspricht. Flockungsfiltration in Kressberg Eine weitere Flockungsfiltration wird im Frühjahr 2024 auf der baden-württembergischen Kläranlage Kressberg (GK3) in Betrieb genommen. Als Flockungsfilter kommt dort ein >HUBER Tuchfilter RotaFilt® 2700 mit vier Filterscheiben zum Einsatz, der dafür sorgt, dass im Ablauf der Kläranlage eine Phosphorgesamtkonzentration von 0,2 mg/l im Jahresmittel nicht überschritten wird. Bickenbach nutzt Synergieeffekte Tuchfilter sind aber nicht nur eine elegante Lösung für die weitestgehende Phosphorelimination. Sie lassen sich auch sehr gut mit einer nachgeschalteten vierten Reinigungsstufe verbinden. In Bickenbach (Hessen) wird diese Kombination gerade mit dem HUBER Tuchfilter RotaFilt ® realisiert. Durch die vorgeschaltete zweistrassige Filtrationsstufe werden sich für Kläranlage wertvolle Synergieeffekte ergeben, da neben Phosphorverbindungen zusätzlich auch Störstoffe, Schlammflocken und Mikroplastik betriebssicher abgeschieden werden. Die Ozonierungsstufe und die 16 nachgeschalteten HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW ® GAK werden so zuverlässig vor erhöhten Feststoffeinträgen geschützt, was zu einem stabilen, wartungsarmen und vor allem störungsfreien Anlagenbetrieb beitragen wird. Zusätzlich geht man durch die Abscheidung ozonzehrender organischer Substanzen vor der Ozonierung von einer merklichen Reduzierung des Ozonverbrauchs aus. Die Inbetriebnahme der vierten Reinigungsstufe in Bickenbach ist für Herbst 2024 geplant.[...]
[...]Beilngries, Deutschland Die Kläranlage Beilngries liegt im bei Touristen beliebten Altmühltal, die Anlage reinigt das Abwasser von ca. 10.000 Einwohnern. Die Entwässerung des Faulschlammes erfolgt bisher 3-mal jährlich über einen Zeitraum von jeweils 2 Wochen mittels Dekanter eines Lohnunternehmers. Aus folgenden Gründen wurde die Praxis der Lohnentwässerung hinterfragt: Das lange Stapeln des Faulschlammes führte, auch wegen der Auskühlung, in Verbindung mit der hohen Durchsatzleistung auf dem Dekanter zu schlechten Entwässerungsergebnissen von lediglich 20 % Trockensubstanzgehalt im Presskuchen. Die Entsorgungskosten für den schlecht entwässerten Pressschlamm waren dementsprechend hoch. Das anfallende Zentratwasser musste dann, ebenfalls gestapelt und personalaufwändig, möglichst gleichmässig rückgeführt werden, um die biologische Reinigung nicht zu überfrachten, bzw. Rückbelastungsspitzen zu vermeiden. Seit Kurzem wird der Faulbehälter zusätzlich mit grossen Mengen an Speiseresten/-fetten aus der umliegenden Gastronomie beschickt, um die Gasausbeute und damit die Stromerzeugung aus dem Faulgas signifikant zu erhöhen. Die Speisereste enthalten allerdings hohe Stickstoff- und Phosphorfrachten, die bei der diskontinuierlichen Schlammentwässerung über das Zentrat die Grenzwerteinhaltung im Ablauf der Kläranlage zusätzlich gefährdeten. Zuschlag für HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® 620.2 Die Planungen für den kompletten Neubau wurden massgeblich durch den Betriebsleiter Herrn Porkert beeinflusst mit den Schwerpunkten: Weitestgehende Automatisierung und Prozessvisualisierung Steuerungstechnisches Sicherheitskonzept für die Schlamm- und Gasbehandlung Möglichkeit der Entwässerung von 45°C warmem Faulschlamm aus der Faulbehältersole Resistenz des Schlammweges gegen Grobstoffe und Sedimente aus dem Faulbehälter, bzw. der Speisefettannahme Konsequente Ableitung korrosiver Prozessluft Maximale Flexibilität bei der Befüllung and Abfuhr der Pressschlammmulden Leistungsdaten aus Tests übertroffen Die Leistungsdaten der Schlammentwässerung übertreffen mittlerweile die Ergebnisse der vorab getesteten mobilen HUBER Vorführanlage. Bei einem Durchsatz von 5 m³/h wird ein Entwässerungsgrad > 28 % TR erreicht. Die Schneckenwelle der Presse arbeitet dabei mit einer Umdrehungszahl von maximal 0,3 U/min, dazu ist eine elektrische Leistungsaufnahme von lediglich 1 kW nötig. Die Steuerung der Schneckenpresse reguliert dabei selbsttätig die Umdrehungszahl mit dem Ziel, das Entwässerungsergebnis zu maximieren und die Filtratbelastung zu minimieren. Automatisierung der Fördertechnik Der vollautomatische Betrieb der Schlammentwässerung setzt sich bei der Abförderung des entwässerten Schlammes mit einer HUBER Trogförderschnecke Ro8 TC als Verteilschnecke fort. Mittels der automatisch schwenkbaren Verteilschnecke können drei Mulden ohne Betreibereingriff befüllt werden. Dabei sind z.B. zu jeder Mulde fünf voreingestellte Abwurfpunkte anfahrbar und bis zu einem gewünschten Höhenstand befüllbar. So kann das Volumen der Mulden maximal ausgenutzt werden, ohne z.B. vor dem Abtransport die Füllung noch händisch glätten zu müssen. Die motorischen Positionsverstellungen für die Verteilschnecke und die Abwurfschurre ermöglichen sogar das schichtweise, parallele Befüllen mehrerer Mulden. Diese Funktion ermöglicht das Nachfüllen einer Mulde, nachdem sich der Pressschlamm gesetzt, bzw. verdichtet hat. Einige Betreiber berichten sogar von einer systematischen Lufttrocknung des entwässerten Schlammes, wenn mehrere Mulden abwechselnd schichtweise befüllt werden. Die Automatisierung der Fördertechnik endet nicht mit der Befüllung der Mulde: Vor der Abholung der Mulden durch den Transportunternehmer schwenkt die Verteilschnecke automatisch in eine sichere Parkposition und ermöglicht so das gefahrlose und schnelle Abholen der Mulden, auch ohne Zutun des Betreibers. Die HUBER SE darf sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die sehr gute, konstruktive und reibungslose Zusammenarbeit beim Auftraggeber, der Stadt Beilngries, dem Leiter der Kläranlage Herrn Porkert und dem für die Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung zuständigen Ingenieurbüro Goldbrunner aus Gaimersheim bedanken.[...]
[...]Ontario, Kanada Offizieller Spatenstich: Markham District Energy (MDE) hat den Start für das weltgrösste Abwasser-Energie-Transfer-Projekt in seinem Low Carbon Energy Centre in Downtown Markham bekannt gegeben. MDE wird das HUBER ThermWin-System einsetzen, um Energie aus Abwasser zurückzugewinnen und zu nutzen. Dadurch wird der CO 2 -Fussabdruck erheblich reduziert und Energie für die Einwohner und die Infrastruktur von Markham bereitgestellt. 18 MW kohlenstoffarme Wärmeenergie Das HUBER ThermWin-System in diesem Projekt besteht aus 5 HUBER Schachtsiebanlagen ROTAMAT® RoK4 700XL und 16 HUBER Abwasserwärmetauschern RoWin BG14. Sie werden 18 MW an kohlenstoffarmer Wärmeenergie erzeugen, die zum Heizen und Kühlen von Häusern und Unternehmen in Markham genutzt wird. Reduktion der Treibhausgasemissionen um 30.000 t pro Jahr Es wird erwartet, dass das System die Treibhausgasemissionen um 30.000 Tonnen pro Jahr reduzieren wird. Damit wird ein Beitrag zu den Klimazielen von Ontario und Kanada geleistet. Henk-Jan van Ettekoven (Geschäftsführer, HUBER Technology Inc.): „HUBER freut sich sehr, einen wichtigen Beitrag zu MDE‘s transformativem Low Carbon Energy Centre zu leisten. Unser HUBER ThermWin-System ermöglicht es uns, den bisher ungenutzten Energiereichtum in unserer bestehenden Abwasserinfrastruktur zu erschliessen und als regenerative Energiequelle zu nutzen. Mit der Integration unserer ThermWin-Lösung in dieses Projekt gehen HUBER und MDE einen bedeutenden Schritt in Richtung einer sauberen, umweltfreundlicheren Zukunft. Wir freuen uns auf die positiven Auswirkungen, die diese Initiative auf unsere Gemeinden und die Umwelt haben wird.“[...]