[...]Die Stadt Nürnberg verfügt über zwei Klärwerke im Stadtkern. Zum einen das Klärwerk Nürnberg I in der Adolf-Braun-Strasse und zum anderen das Klärwerk Nürnberg II in der Gertrudstrasse. Beide Klärwerke verarbeiten die Abwässer der Stadt Nürnberg und setzen besonders in der mechanischen Vorreinigung auf die ebenso nachhaltige wie effiziente HUBER Maschinentechnik: im Klärwerk I sind der Rechen und der Sandfang von der Firma HUBER, im Klärwerk II bisher ebenso die Rechenanlage. In der Vergangenheit hatte HUBER bereits mehrere seiner Waschpressen WAP® an die beiden Klärwerke geliefert. Dadurch konnten wertvolle Einblicke in die verfahrungstechnischen Anforderungen der Anlagen gewonnen werden. Projektstart im Klärwerk Nürnberg I Demzufolge wurde HUBER bereits 2016 in die Planungen für die Umrüstung des Klärwerkes Nürnberg I durch das Ing.-Büro Arnold aus Kissing involviert. Nach gewonnener Ausschreibung 2018 und Beauftragung wurde im Jahr 2019 der 3-strassige Umbau im laufenden Betrieb sukzessive realisiert. Installierte HUBER-Technik im Klärwerk I Dabei wurde folgende Maschinentechnik installiert: 3x Grobrechen – HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® 6080x1575 mit 30 mm Spaltweite, max. Durchfluss 2200 l/s, inkl. jeweils HUBER Störstofferkennung Safety Vision 3x Feinrechen – HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® J 7040x1775 mit 6 mm Spaltweite 9x HUBER Trogförderschnecke Ro8 T, Baugrösse 355 3x HUBER Waschpresse WAP® 8 S HD mit mechanischem Hochdruckpressteil. Optimierung der Rechengutbehandlung Zur weiteren Optimierung der Rechengutbehandlung und zur automatischen Befüllung der bauseitigen Rechengutcontainer wurden im Anschluss noch 3 HUBER Kipptröge DN 500 an die Austragsrohre der Rechengutwaschpressen installiert. Darüber hinaus erhielt HUBER 2021 den Auftrag zur Lieferung und Montage zweier HUBER Coanda Sandwaschanlagen RoSF4 BG 3-Sonder, V4A, 40 l/s. Sanierung im Klärwerk Nürnberg II Nach Abschluss der Arbeiten im Klärwerk I stand nun auch die Erweiterung und Sanierung der mechanischen Vorreinigung (Rechen und Rechengutbehandlung) des Klärwerks Nürnberg II auf dem Programm. Auch hier setzte sich HUBER im Ausschreibungsverfahren durch und freute sich 2023 über die Beauftragung von: 2x Grobrechen – HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® 3840x2275 mit 40mm Spaltweite, max. Durchfluss 2000 l/s, inkl. jeweils HUBER Störstofferkennung Safety Vision 2x Feinrechen HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® J 3840x2275 mit 6 mm Spaltweite 2x HUBER Trogförderschnecke Typ Ro8 T, Baugrösse 355 4x HUBER Rechengutwaschpresse WAP® 4 HP mit Hochdruckpressteil Montage unter besonderen Bedingungen Gerade die Montage beim Klärwerk II gestaltete sich als etwas herausfordernd. Aufgrund der Tatsache, dass die Einbringung der grossen Rechenanlagen nur über Dach möglich war und eine enorme Ausladung vorlag, konnte die Montage nur mit einem 100-Tonnen-Kran erfolgen. Ein herzlicher Dank geht an das Betriebspersonal der Klärwerke. Durch die konstruktive und intensive Zusammenarbeit bei den beschriebenen Massnahmen profitierte auch HUBER von den erfahrenen Mitarbeitern. Gerade das hauseigene Elektroteam lernte durch die Programmierungsarbeiten die HUBER-Technik perfekt kennen und optimierte dabei die eine oder andere Verfahrenstechnik. Nochmals vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen.[...]
[...]Für den Produktionsstart eines neu errichteten Fischverarbeitungswerks im norwegischen Ulvan hat HUBER Technology Nordics eine mobile, leistungsstarke Lösung zur Abwasserbehandlung geliefert. Die Container-Mietanlage mit integrierter HUBER Druckentspannungsflotation HDF wurde im Auftrag der Måsøval Fiskeoppdrett AS Slakteri installiert und sichert die Einhaltung der Umweltstandards während der Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte. Mobile Abwasserbehandlung auf höchstem Niveau Zum Einsatz kommt eine HUBER Mietanlage vom Typ HDF S8 mit einer Durchsatzleistung von bis zu 100 m³/h. Die komplette Anlage ist in zwei 40-Fuss-High-Cube-Containern untergebracht – einer enthält die Flotationstechnik, der andere alle notwendigen Peripheriekomponenten. Die Containerlösung ermöglicht eine schnelle Inbetriebnahme und flexible Standortwahl – ideale Voraussetzungen für temporäre Einsätze in industriellen Produktionsprozessen. Der Standort Ulvan in Trøndelag, an der Westküste Norwegens, ist geprägt durch die Fischzucht und -verarbeitung. Die Måsøval-Gruppe gehört zu den etablierten Akteuren im Bereich nachhaltiger Aquakultur. Das neue Werk ist ein zentraler Bestandteil der erweiterten Produktionskapazitäten des Unternehmens. Projektverlauf und Zielsetzung Die Inbetriebnahme der Mietanlage erfolgte planmässig im September 2024. Die Mietdauer ist zunächst auf 12 bis 24 Monate angesetzt – je nach Fortschritt der parallel laufenden Planungen für eine dauerhafte Installation. Die temporäre Lösung dient dabei als Brücke, um bereits ab Produktionsstart eine gesetzeskonforme und effiziente Abwasserbehandlung zu gewährleisten. Die Projektumsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen HUBER Technology Nordics und der HUBER SE. Erweiterung des Mietparks um Q-PRESS® Seit März 2025 wird der HUBER Mietanlagenpark um die Q-PRESS® erweitert: Eine Schneckenpresse Q-PRESS® 620 wurde zusätzlich zur Entwässerung des anfallenden Flotatschlamms geliefert und vor Ort in Betrieb genommen. Diese Ergänzung optimiert den Aufbereitungsprozess und reduziert gleichzeitig die Entsorgungskosten nachhaltig. Die Lieferung und Inbetriebnahme der Q-PRESS® 620 erfolgte durch unsere schwedische HUBER-Tochtergesellschaft. Fazit Das Projekt in Ulvan zeigt eindrucksvoll, wie flexibel und leistungsfähig HUBER Mietanlagen im industriellen Umfeld eingesetzt werden können – als temporäre Übergangslösung oder als Pilotprojekt für eine spätere Festinstallation. Die Kombination aus technischer Zuverlässigkeit, schneller Verfügbarkeit und umfassendem Service macht HUBER zu einem geschätzten Partner – auch in der dynamischen Welt der Fischverarbeitung.[...]
[...]Vor 45 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der HUBER ROTAMAT®-Familie. Damals wurde das Patent für den HUBER Feinstrechen ROTAMAT® Ro1 angemeldet und seitdem hat sich die ROTAMAT®-Familie immer weiter durch kontinuierliche Innovationen und Anpassungen bewährt. In dem Patent wurde die Kombination von Sieben, Entwässern, Pressen und Austragen beschrieben. Über die Jahre entstanden weitere Varianten des Ro1-Systems, das mit einem Fangkorb und einer Rechenharke ausgestattet ist. Dazu gehören die Ro2 mit rotierendem Spaltsieb, die RPPS, die aus einem Lochblech als Siebkorb besteht, oder die neuste Variante des Systems, die ROTAMAT® STAR mit gefaltetem Lochblech als Siebkorb. Über 9.000 Maschinen im Einsatz Heute sind über 9.000 Maschinen in den verschiedenen Varianten im Einsatz, die in unterschiedlichsten Bereichen und Branchen genutzt werden. Trotz der jahrelangen Erfolge streben wir weiterhin nach Innovationen und Neuerungen, um unseren Kunden stets die besten Lösungen bieten zu können. Einstellbares Lochblech: Fertigungs- und Kundenvorteil Im Siebkorbbereich bestehen alle oben beschriebenen Maschinen aus einem Trichterbereich, in dem das Rechengut aufgefangen wird. Dieses wurde bis jetzt als festverschweisstes Lochblech gefertigt. Das einstellbare Lochblech bietet erhebliche Vorteile im Fertigungsprozess. Dadurch kann der Bereich genauer und einfacher an die Schnecke zur Förderung angestellt werden. Verfahrenstechnische Vorteile Nicht nur die Fertigung wird dadurch vereinfacht, auch verfahrenstechnisch und für unsere Kunden ergeben sich Vorteile. Durch diese Möglichkeit, das Lochblech besser anzustellen, wird die Förderung im Betrieb noch effizienter. Unsere Kunden haben festgestellt, dass nach jahrelangem Einsatz Verschleiss an der Schneckenwelle auftreten kann. Mit dem einstellbaren Lochblech kann dieser Bereich nachgestellt werden, um die Lebensdauer der Maschine zu verlängern und die Effizienz zu steigern. Einstellbarer Schieber: Anpassung an individuelle Anforderungen Der einstellbare Schieber im Auswurfbereich wurde bereits bei grossen Baugrössen erfolgreich umgesetzt. Die Anforderungen unserer Kunden sind jedoch immer verschieden und die Zusammensetzung des Rechenguts führt zu unterschiedlichen Entwässerungsgraden. Mit Hilfe des einstellbaren Schiebers kann nun auch bei unseren kleineren Maschinen eine optimale Anpassung an die individuelle Situation erreicht und der Entwässerungsgrad optimiert werden. Dies ermöglicht eine massgeschneiderte Lösung für jeden Kunden und trägt zur Effizienzsteigerung im Betrieb bei. Stets am Puls der Zeit Durch kontinuierliche Innovationen und Anpassungen an die Bedürfnisse unserer Kunden bleiben wir stets am Puls der Zeit und bieten Lösungen, die den höchsten Anforderungen gerecht werden. Selbst nach 45 Jahren optimieren wir bei unserer ROTAMAT®-Familie unser System und passen uns so den immer wieder veränderten Bedingungen unserer Kunden an.[...]
[...]Muta Mazar , Jordan Bisher wird der anfallende Klärschlamm in Jordanien zum Grossteil an freien Stellen gelagert oder auf dafür meist ungeeigneten Deponien untergebracht. Dieses Vorgehen wirkt sich negativ auf die Qualität des Oberflächen- und Grundwassers in den betroffenen Regionen aus und verursacht ausserdem hohe Emissionen durch die Freisetzung von Methan. Zudem führt es in der Praxis dazu, dass vorhandene Ressourcen ungenutzt bleiben. Verbesserung des Klärschlamm-Managements Durch die Zielsetzung, die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit des Klärschlamm-Managements im Land zu verbessern, sind derzeit vielerorts vergleichbare Projekte in Planung. Nun gelang es der HUBER SE Anfang 2024, das erste derartige Projekt für sich zu gewinnen. Damit konnten HUBER und seine Tochtergesellschaft MENA Water einen ersten Meilenstein setzen. Die Bauzeit bis zur Inbetriebnahme betrug nur zehn Monate, die schlüsselfertige Anlage mit dem Gewächshausbau wurde somit in Rekordgeschwindigkeit fertiggestellt. Komplett geplant wurde das Projekt durch MENA Water und die HUBER SE, koordiniert wurde es von MENA Water. HUBER Schlammwender SOLSTICE ® für Kläranlage Muta Mazar Nach jahrelanger, intensiver Beratung und in enger Zusammenarbeit mit MENA Water konnte zu Beginn des Jahres der Auftrag für die Lieferung einer Linie HUBER Schlammwender SOLSTICE® inklusive dazugehöriger Steuerung, Ventilatoren, Sicherheits- und Klimatechnik gemeinsam gewonnen werden. Auf der Kläranlage in Muta Mazar im Westen Jordaniens können künftig 1.500 t/a Klärschlamm von 70.000 Einwohnern bei einer Entwässerungsleistung auf 20 % TR in einem Gewächshaus von 12 x 80 m getrocknet werden – nachhaltig und klimaneutral durch die Nutzung der vorhandenen Sonnenenergie. Klärschlamm wird wertvoller Rohstoff Der HUBER Schlammwender SOLSTICE® zeichnet sich durch seine einfache Bedienbarkeit und hohe Zuverlässigkeit aus. Beschickt wird die neue Anlage künftig manuell mit Hilfe von Radladern. Der behandelte Klärschlamm wird im Nachgang zu alternativem Brennstoff, Industrierohstoff oder Kompostzusatz verarbeitet. Damit wird der Klärschlamm zukünftig für den Betreiber zum wertvollen Rohstoff und kann somit eine Wertsteigerung erzielen. Die HUBER SE ist stolz, den internationalen Markt erweitern zu können und die Nachhaltigkeit in der Region zu verbessern.[...]
[...]Vohburg und Kahla, Deutschland Die Thematik des Ersatzes eines traditionellen Vorklärbeckens durch eine mechanische Siebung war bereits Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen. Die HUBER SE stellte sich bereits vor einigen Jahren und dies als erstes Unternehmen in Deutschland dieser neuen Herausforderung. Die Leistung der bereits installierten Anlagen, deren zuverlässiger Betrieb und daraus resultierend energetische Einsparungen beim Betrieb der Kläranlagen stellen bereits heute eine Erfolgsgeschichte dar, wie die Projekte Vohburg und Kahla eindrucksvoll demonstrieren. Kläranlage Vohburg: Komplette Modernisierung zur energetischen Optimierung Vohburg an der Donau ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Die Stadt liegt an der Nordgrenze des Landkreises, etwa 15 km donauabwärts von Ingolstadt. Die Altstadt wird eingerahmt von den Flussläufen der Donau, Kleine Donau und der Paar. Am südlichen Stadtrand fliesst zudem die Ilm. Vohburg könnte somit als „Vierflüssestadt“ bezeichnet werden. Die Gemeinde Vohburg und deren Anschlussgebiete wachsen stetig, die Kapazität der Kläranlage leider nicht. Aus diesem Zusammenhang heraus hat sich die Notwendigkeit ergeben, die Kapazität der Kläranlage Vohburg von 9.000 EW auf 14.000 EW auszubauen. Der Umfang der Sanierung beinhaltet eine grundlegende Umstellung der Prozessführung von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung. Ein Vorteil der anaeroben Prozessführung ist, dass bis zu 30% Belüftungsenergie eingespart werden können. Die Kosten für die Belüftungsenergie einer aerob schlammstabilisierten Kläranlage sind mit einer der grössten Posten im Haushalt einer Gemeinde. Für Kläranlagen bedeutet dies, dass ca. 60% der Gesamtkosten durch die Belüftungsenergie der biologischen Reinigungsstufe anfallen. Ein zusätzlicher Vorteil ist bei Umstellung auf anaerobe Faulung, dass 50% des Stroms von der Kläranlage zukünftig selbst produziert werden. Um dieses Vorhaben einer Prozessumstellung überhaupt realisieren zu können, sind viele Faktoren von Bedeutung. Zum einen muss der Platzbedarf für ein traditionelles Vorklärbecken gegeben sein und zum anderen muss genügend Fläche vorhanden sein, um einen Faulbehälter und ein BHKW planerisch umsetzen zu können. Falls die Kläranlage noch nicht über eine Schlammentwässerung verfügt, muss zusätzlich eine mechanische Entwässerung mit eingeplant werden. Bei dem Projekt Vohburg war der technische Aufwand zum Bau eines Vorklärbeckens nicht wirtschaftlich darstellbar. Das planende Ingenieurbüro BBI Ingenieure GmbH und die Stadt Vohburg haben deshalb die Möglichkeit einer mechanischen Alternative zum Vorklärbecken genauer untersucht. Dem Einsatz des HUBER Trommelsiebes LIQUID zur Entfrachtung des Abwasserstroms vor der biologischen Stufe sollte jedoch nur zugestimmt werden, wenn vorangehende Tests mit einer HUBER Vorführanlage zeigen, dass das HUBER Trommelsieb LIQUID die geforderten Reduktionsleistungen erreicht. Die HUBER SE stellte daher eine Versuchsanlage für 3–4 Wochen bereit. Betreut wurde dieser Versuch durch die Fachhochschule Nürnberg und ein HUBER Team. Das Trommelsieb LIQUID musste sich auf dieser Kläranlage mit einem Siebbandsystem eines Wettbewerbers vergleichen. Wie die Ergebnisse zeigten, konnte das Trommelsieb LIQUID durch wesentlich bessere Reduktionsleistungen hinsichtlich AFS und CSB als auch durch die Betriebssicherheit des Systems deutliche Vorteile vorweisen. Trotz der sehr geringen Konzentration hinsichtlich AFS zeigte die HUBER-Lösung eine Reduktionsleistung von 70%. Und trotz des teilweise hohen Fremdwassereintrags und einem Verhältnis von 50% partikulär / 50 % gelöstem CSB konnte immer noch eine Abscheideleistung von 29% CSB Gesamt erreicht werden. Ein hervorragendes Ergebnis unter diesen Bedingungen. Der max. Zufluss auf die Kläranlage Vohburg beträgt 360 m³/h. Das dort installierte HUBER Trommelsieb LIQUID ist ebenfalls auf 360 m³/h ausgelegt und trägt zur Entlastung der biologischen Stufe bei. Dies bedeutet konkret eine Senkung der Belüftungskosten um bis zu 30%. Zur Verarbeitung des anfallenden Schlammes aus dem Trommelsieb LIQUID sind HUBER Scheibeneindicker S-DISC auf der Kläranlage installiert. Um diesen eingedickten Schlamm energetisch zu verwerten, wurde ein Faulbehälter errichtet. Der ausgefaulte Schlamm wird anschliessend über eine HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® entwässert. Des Weiteren war es notwendig, ein BHKW zu integrieren, welche den Gasertrag aus dem Faulbehälter in Elektrizität umwandelt. Wie bereits erwähnt, kann der selbst erzeugte Strom zur Eigennutzung verwendet oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die Inbetriebnahme fand Ende 2019 statt. Reduktion der Betriebskosten um 35.000 Euro pro Jahr Zum Zeitpunkt der Planung wurde für diese Kläranlage mit einer Ausbaustufe von 14.000 EW mit einer Reduktion der Betriebskosten von 35.000 Euro/Jahr gerechnet. Das HUBER Trommelsieb LIQUID hat als wichtigster Baustein des Gesamtkonzepts massgeblich zur erfolgreichen energetischen Sanierung der Kläranlage Vohburg beigetragen. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie mit der Massnahme der Prozessumstellung von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung wertvolle Ressourcen geschont, ein finanzieller Mehrwert beim Kläranlagenbetreiber generiert und gleichzeitig die Umwelt entlastet werden kann. Massnahmen: HUBER Trommelsieb LIQUID HUBER Scheibeneindicker S-DISC Faulbehälter inkl. BHKW HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Nutzen: 24 % Einsparung Belüftungsenergie nach Erreichen der Ausbaustufe Eigenstromversorgung der Kläranlage von 50 % (ca. 140.000 kWh/a) 40 % Reduzierung der Entsorgungskosten Nutzung der Abwärme von BHKW zur Gebäudeheizung Einsparung durch reduzierte Strombezugs- und Schlammentsorgungskosten betragen ca. 80.000 €/Jahr Neue Wege – neue Möglichkeiten: Die energetische Ertüchtigung der KA Kahla Kahla ist eine Kleinstadt im Mittleren Saaletal, südlich von Jena. Kahla ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal, selbst aber kein VG-Mitglied. Bekannt ist Kahla für das Kahlaer Porzellan, welches dort seit über 150 Jahren hergestellt wird. Die Kläranlage Kahla profitierte von einem europäischen Förderprogramm. Um die Kläranlage energetisch zu sanieren, wird bei Kläranlagen der Grösse 8.000–50.000 EW häufig eine verfahrenstechnische Optimierung vorgenommen. Im Speziellen bedeutet dies für kleinere bis mittlere Kläranlagen, das ursprünglich für solche Kläranlagengrössen geplante Konzept der aerob schlammstabilisierten Kläranlage auf das neue Konzept der anaerob schlammstabilisierten Kläranlage umzurüsten. Ab einer Grösse von 50.000 EW werden Kläranlagen in der Regel ohnehin nur mit anaerober Schlammstabilisierung betrieben. Im Projekt Kahla mit einer Ausbaugrösse von 15.000 EW konnte das HUBER Trommelsieb LIQUID in die hydraulische Verbindungsleitung zwischen Sandfang und Belebung über einen Nebenstrang eingebunden werden. Hierfür wurde ein leerstehendes Becken für die Aufnahme der Maschinentechnik genutzt. Somit musste kein neuer Baukörper errichtet werden. Ausschlaggebend war auch der höhere Abscheidegrad gegenüber einer Vorklärung. Denn das Abwasser in Kahla ist kein Herkömmliches. Es liegt ein überwiegender Anteil an löslichem CSB vor, welcher aus dem Bereich der angeschlossenen Lebensmittelbranche stammt. Hierdurch wird das Verhältnis zwischen löslichem CSB und partikulärem CSB in Richtung löslichen CSB verschoben. Da die Auslegung eines Vorklärbeckens massgeblich von der hydraulischen Belastung bestimmt wird, muss ein unnötig grosser Baukörper für den gewünschten Abscheidegrad an partikulärem CSB (nur dieser ist durch mechanisch-physikalische Verfahren abscheidbar) errichtet werden. Bei der Auslegung einer Feinstsiebung spielt diese Verhältnisverschiebung eine untergeordnete Rolle. Die ansässige Lebensmittelbranche hatte ihre Produktionskapazität wesentlich erhöht, so dass eine Belebungsbeckenvergrösserung notwendig gewesen wäre. Durch die Installation der Feinstsiebung konnte jedoch aufgrund der bereits beschriebenen Vorteile dieser Technologie die notwendige Belebungsbeckenvergrösserung unterbunden werden. Das Trommelsieb wurde so eingeplant, dass keine zusätzlichen Anpassungen an das Bauwerk notwendig waren. Lediglich eine Rohrleitung in und eine Rohrleitung aus dem Behälter des HUBER Trommelsiebes LIQUID war erforderlich. Eine Notumgehung war bereits vorhanden. Zur Verarbeitung des anfallenden Schlammes aus dem HUBER Trommelsieb LIQUID sind HUBER Scheibeneindicker S-DISC installiert. Um diesen eingedickten Schlamm energetisch verwertbar aufzuschliessen, wurde ein 2-Phasen-Faulbehälter errichtet. Des Weiteren war es notwendig, ein BHKW in Form einer Gasturbine zu integrieren, welche den Gasertrag aus dem Faulbehälter in elektrischen Strom umwandelt. Die Inbetriebnahme der Anlage fand Ende 2019 statt. Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Arequa konnte dieses aussergewöhnliche, innovative und zukunftsfähige Konzept entwickelt werden. Die Bürger werden es danken, wenn durch diese Massnahmen der energetischen Sanierung einer Kläranlage Kosten für Abwassergebühren trotz steigender Strom- und Schlammentsorgungspreise mittelfristig stabil gehalten werden können. Massnahmen: HUBER Trommelsieb LIQUID HUBER Scheibeneindicker S-DISC Faulbehälter inkl. BHKW Nutzen: Gleichbleibende Belüftungsenergie trotz erhöhter Frachten (CSB/AFS) Eigenstromversorgung der Kläranlage von ca. 146.000 kWh/a 20 – 30% weniger Schlammanfall zur Entwässerung (Reduzierung der Entsorgungskosten) Nutzung der Abwärme von BHKW zur Beheizung des Faulbehälters[...]
[...]Titting, Deutschland Als langjähriger HUBER-Kunde, der neuen Lösungen sehr offen gegenübersteht, hat sich die Brauerei Gutmann aus Titting auch auf unserer neuen digitalen Plattform umgesehen. Der für die Wartung der Kläranlage zuständige Mitarbeiter Florian Reinhold erhielt über shop.huber.de Zugang zum Kundenbereich und fand sich sofort intuitiv zurecht: „Ich sehe hier unsere Maschine und kann in der Ersatzteilliste genau erkennen, welchen Artikel ich nachbestellen kann“, berichtet Reinhold, der bereits mehrfach über unseren Onlineshop Onlinebestellungen getätigt hat. Seine Rückmeldungen zur Benutzerfreundlichkeit sind durchweg positiv. Besonders langwieriges Durchblättern von Ordnern und Unterlagen entfällt, was Zeit und Nerven beim zuständigen Mitarbeiter einspart. Im Gespräch mit Digital Plattform Manager Christian Meier und den Global Service Mitarbeitern Christian Thede und Verena Burger berichtete Reinhold von seinen Erfahrungen im Umgang mit anderen Online-Plattformen, die er in seinem Arbeitsalltag in der Brauerei für Bestellungen und Kundenservice nutzt. HUBER setzt sich mit diesem Digitalisierungsschritt als der erste Maschinenhersteller im Wasser- und Abwasserbereich an die Spitze und überzeugt durch Kundennähe und moderne Prozesslösungen. Live-Test der Plattform beim Kunden vor Ort Beim gemeinsamen Navigieren durch den Mitgliederbereich und Auslösen einer Angebotsanfrage erlebte Meier die Performance der Plattform im Live-Test vor Ort beim Kunden: „Es war sehr informativ zu sehen, wie der Kunde auf die Shop-Seite gelangt, worauf sein Blick als erstes fällt und wo er instinktiv klicken möchte“, fasst Meier den Kundenbesuch positiv zusammen. „Besonders Kunden mit mehreren installierten HUBER-Maschinen würden von einer kleinen bildlichen Darstellung zur Erleichterung der Unterscheidung profitieren. Für uns sind die Maschinennamen und die notwendigen Ersatzteile alltäglich, aber dem Kunden hilft ein kleines Bild und erläuternde Texte, um sich beim Onlineshopping noch einfacher zurechtzufinden.“ Historie der Gutmann-Anlage Die Privatbrauerei Gutmann steht seit vielen Jahren in gutem Kundenkontakt zur HUBER SE. Im Jahre 1998 errichtete Gutmann eine neue Abwasserbehandlungsanlage zur Reinigung des Produktionsabwassers aus Mälzerei, Sudhaus, Flaschenreinigung, Abfüllung, usw. Es wurde damals eine HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 zur Feststoffabscheidung installiert. Nach Behandlung im Misch- und Ausgleichsbecken (Abk. MAB mit Lufteintrag und Homogenisierung) wird das Abwasser an die kommunale Kläranlage abgegeben, da mittels dieser Abwassereinigungsanlage die CSB-Einleitwerte bzw. EGW-Werte erreicht werden. Da bei Gutmann damals die Produktion enorm gestiegen ist, musste die Anlage mehr Produktionsabwasser reinigen. Die Siebung verkraftete diese Steigerung ohne Problem, doch das belüftete MAB hatte das Problem, zu viel Schlamm zu produzieren und in die Kläranlage abzugeben. Durch die erhöhte Schlammabgabe im Ablauf zur Kläranlage wurden die geforderten Einlaufwerte nicht mehr erreicht. Lösung dank eigener Kläranlage Die Firma Gutmann wandte sich im Mai 2003 erneut an HUBER und erläuterte ihr Problem mit dem erhöhten Schlammanfall und dessen Auswirkung. Wir schlugen vor, den Ablauf des MAB mit unserem ROTAMAT® Scheibeneindicker RoS2S (Versuchsanlage) zu behandeln, um den Schlamm zurückzuhalten und dem Kunden die Anlage in Betrieb zu zeigen. Nachdem die Analyse des Ablaufs der Versuchsanlage einen Feststoffgehalt von 0,4% TS erreichte, wurden Flockungsmittelversuche durchgeführt. Mit einem Produkt aus dem Hause CIBA konnte die beste Flockenbildung erreicht werden, dieses kam somit beim ersten Anfahren des Scheibeneindickers zum Einsatz. Der Schlamm im Zulauf mit 0,4 % TS konnte sofort auf 7,20 % TS eingedickt werden. Der zurückgehaltene Schlamm wurde wieder in das MAB zurückgepumpt, um die dortige Schlammkonzentration zu erhöhen. Das nahezu feststofffreie und glasklare Filtrat hatte eine Belastung von 1 bis 2 ml/l. So konnte es bedenkenlos in den Kanal abfliessen. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC Gutmann war seitdem derart zufrieden mit den HUBER Maschinen und Lösungen, dass die Entscheider 2017 beim Bau einer eigenen Kläranlage erneut darauf zurückgriffen. Die Anlage sollte eine Auslastung von 16.000 EW haben, da die kommunale Kläranlage in Titting mit einer Auslegung für 6.000 EW nicht ausreichte. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC ist dort installiert und läuft zur höchsten Zufriedenheit. Auch in Zukunft eng verbunden Der Austausch endete mit einer interessanten Brauereiführung zum Thema CO 2 -Fussabdruck und Emissionen, die den gelungenen Abschluss bildete. Florian Reinhold bestätigte, auch weiterhin Angebote in PDF-Form und Bestellungen direkt über die HUBER Digital Platform abzuwickeln. Unser Team ist dankbar für den authentischen und hilfreichen Austausch.[...]
[...]Lyon, Frankreich Im Südwesten von Frankreichs drittgrösster Stadt Lyon entsteht aktuell das neue moderne Viertel La Saulaie. Dort werden neue Wohnungen und Häuser für mehr als 2.000 Menschen sowie Gewerbeflächen, Parks und Freizeiteinrichtungen entstehen. Zu diesem Zweck wird das direkt am Ufer der Rhone gelegene bestehende Viertel modernisiert und erweitert, wofür das mittlerweile ungenutzte Gelände der französischen Bahngesellschaft SCNF zur Verfügung steht. Nachhaltige Energieversorgung Da das Thema Nachhaltigkeit in Frankreich eine ähnlich grosse Rolle wie in Deutschland spielt, war für die Projektentwickler der Stadt Lyon eine nachhaltige Energieversorgung des Viertels besonders wichtig. Der naheliegende Abwasserkanal bietet für die Wärmeversorgung optimale Voraussetzungen. Der Konzern Engie SA hatte bereits 2021 den Zuschlag als Energieversorger erhalten. HUBER-Technik für Energierückgewinnung Im Laufe der Planung konnte HUBER mit zuverlässiger Maschinentechnik und mittlerweile mehr als 14 Jahren Erfahrung im Bereich Energie aus Abwasser punkten. Unsere Tochtergesellschaft HUBER Frankreich erhielt 2024 den Auftrag für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von sechs HUBER Abwasserwärmetauschern RoWin14. Leistungsdaten Abwassermenge: 336 l/s (1.200 m³/h) Abwassertemperatur: 11 °C – 23 °C Heizleistung im Winter: 2,9 MW Kühlleistung im Sommer: 4,6 MW Mehr Informationen auf der offiziellen Website des Projekts: https://www.projet-lasaulaie.fr/le-projet/decouvrir-le-projet[...]
[...]Deutschland Seit 1. Januar 2025 ist sie nun in Kraft – die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL). Einer der zentralen Punkte ist die flächendeckende Einführung der vierten Reinigungsstufe in Europa. Diese betrifft alle Kläranlagen grösser 150.000 EW und grösser 10.000 EW in sensitiven Gebieten, welche von den Mitgliedsstaaten bis Ende 2030 festgelegt werden müssen. Deutschland, allen voran Baden-Württemberg, hat hier bereits eine wichtige Vorreiterrolle übernommen und in den vergangenen Jahren schon etliche Kläranlagen um eine Vierte Reinigungsstufe erweitert. Viele dieser ersten grosstechnischen Pionieranlagen setzen dabei auf die bewährten Technologie-Bausteine von HUBER. Vierte Reinigungsstufe Westerheim bereits seit 2015 in Betrieb So zum Beispiel die Kläranlage Westerheim auf der Schwäbischen Alb, welche als eine der ersten Kläranlagen Deutschlands schon 2015 eine Vierte Reinigungsstufe erhielt. Dort schützen die beiden HUBER Sandfilter CONTIFLOW® die nachgeschaltete Aktivkohlestufe vor Schmutz- und Störstoffeintrag. Lonsee: Vorfiltration ist gleichzeitig Flockungsfiltration Auch schon seit 2020 in Betrieb ist die Vierte Reinigungsstufe auf der Kläranlage Lonsee/Halzhausen. Wie in Westerheim fungieren hier die insgesamt 6 HUBER Sandfilter CONTIFLOW® als zuverlässige Vorfiltration vor der Aktivkohlestufe und übernehmen zusätzlich noch die Funktion der Flockungsfiltration für die Phosphorelimination. Klärwerk Uhldingen-Mühlhofen: 24 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW ® GAK Deutschlands bisher grösste Verfahrenskombination aus Ozonierung und Aktivkohlefiltration wurde 2023 auf dem Klärwerk Uhldingen-Mühlhofen in Betrieb genommen. HUBER hat hier die Aktivkohle-Stufe mit insgesamt 24 HUBER Aktivkohlefiltern CONTIFLOW® GAK für die biologische Nachfiltration und Adsorption geliefert. Der Ozonreaktor erhielt darüber hinaus die bewährte HUBER Drucktür TT7. Im Jahr 2024 leitete das Klärwerk Uhldingen-Mühlhofen über 6.5 Mio. m³ gereinigtes Abwasser in den Überlinger See ein. Dieser Teil des Bodensees versorgt rund vier Millionen Menschen in weiten Teilen Baden-Württembergs mit jährlich etwa 135 Mio. m³ Trinkwasser. Kläranlage Bickenbach: Hessens modernste Vierte Reinigungsstufe Auch in Bickenbach hat man sich für das so genannte „Kombi-Verfahren“ aus Ozonierung und Aktivkohlefiltration entschieden und im April 2025 erfolgreich in Betrieb genommen . Zusammen mit der vorgeschalteten Tuchfiltration ist es laut Betreiber die derzeit modernste Vierte Reinigungsstufe in Hessen. Immer noch beachtlich hohe Eliminationsleistung im fünften Betriebsjahr Bei der Kläranlage Fridingen mit ihren angeschlossenen 5.300 EGW dürfte es sich sehr wahrscheinlich um die kleinste Kläranlage Deutschlands handeln, welche bisher mit einer grosstechnischen Vierten Reinigungsstufe ausgerüstet wurde. Sie wurde bereits im Jahr 2020 in Betrieb genommen und besteht aus zwei HUBER Aktivkohlefiltern CONTIFLOW® GAK 72, welche täglich etwa 700 m³ Abwasser aufbereiten. Nach vier Jahren Betrieb wurde im November 2024 mit 88 % eine immer noch sehr beachtlich hohe Eliminationsleistung erreicht, weshalb über einen zeitnahen Austausch der Aktivkohle noch nicht nachgedacht werden muss. Gerade für kleinere Kläranlagen wie Fridingen sind GAK-Verfahren ideal als 4. Reinigungsstufe. Die Aktivkohlefilter lassen sich einfach nachrüsten und benötigen keine aufwändige Kohle-Dosiertechnik. Zusätzlich kann die granulierte Aktivkohle, im Gegensatz zur Pulveraktivkohle, reaktiviert und danach grösstenteils wiederverwendet werden, was für Betreiber, wie die Gemeinde Fridingen, eine deutliche Kosteneinsparung bedeutet. Abwasserverband Mittlerer Rheingau: PAK-Direktfiltration mit HUBER Tuchfilter RotaFilt® Der Abwasserverband Mittlerer Rheingau geht bei der Wahl seiner neuen Vierten Reinigungsstufe einen anderen Weg und setzt auf der Verbandskläranlage Geisenheim auf ein platzsparendes, flexibles Pulveraktivkohle-Verfahren. Dabei hat man sich für das Verfahren der PAK-Direktfiltration entschieden, bei dem Pulveraktivkohle (PAK) in ein vorgeschaltetes Kontaktbecken gegeben wird und die beladene Pulveraktivkohle anschliessend nach Fällmittelzugabe mit Hilfe einer zweistrassigen Tuchfiltration abgeschieden wird. Konkret wurden in Geisenheim zwei HUBER Tuchfilter RotaFilt® 2700 installiert, welche mit einem speziellen Mikrofaserpolstoff zum optimalen Rückhalt der PAK ausgerüstet wurden. Aktuell befindet sich die Anlage kurz vor der Fertigstellung. Die Inbetriebnahme wird zeitnah im Sommer 2025 stattfinden. Weitere interessante Projekte zur Spurenstoffentfernung derzeit im Bau Etliche weitere interessante Projekte, bei denen Tuch- und Aktivkohlefilter von HUBER zum Einsatz kommen werden, befinden sich derzeit im Bau: Auf der Kläranlage Eglosheim bei Ludwigsburg entsteht derzeit ein weiteres Pulveraktivkohleverfahren. Anders als in Geisenheim erfolgt hier die PAK-Dosierung direkt in die Biologische Stufe. Die dreistrassige HUBER Tuchfiltration fungiert hier als so genannte Polishing Stufe und wird der gesamten Kläranlage nachgeschaltet. Auf den Kläranlagen Schwäbisch Hall, Talhausen und Vörbach werden in naher Zukunft Verfahren mit Granulierter Aktivkohle für eine effiziente Elimination der Spurenstoffe sorgen. In allen drei Projekten hat man sich dazu entschieden, die Vierte Reinigungsstufe mit einer mehrstrassigen Vorfiltrationsstufe vor Störstoffeintrag zu schützen. Diese Aufgabe übernehmen überall die bewährten HUBER Tuchfilter RotaFilt®. In Vörbach kommen zusätzlich 12 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK zum Einsatz, um die Adsorption der Spurenstoffe an Aktivkohle sicherzustellen. Mehr zu Produkten und Lösungen von HUBER für die weitergehende Abwasserreinigung finden Sie unter: https://www.huber.de/de/loesungen/klaeranlagen/vierte-reinigungsstufe.html[...]
[...]Titting, Deutschland Als langjähriger HUBER-Kunde, der neuen Lösungen sehr offen gegenübersteht, hat sich die Brauerei Gutmann aus Titting auch auf unserer neuen digitalen Plattform umgesehen. Der für die Wartung der Kläranlage zuständige Mitarbeiter Florian Reinhold erhielt über shop.huber.de Zugang zum Kundenbereich und fand sich sofort intuitiv zurecht: „Ich sehe hier unsere Maschine und kann in der Ersatzteilliste genau erkennen, welchen Artikel ich nachbestellen kann“, berichtet Reinhold, der bereits mehrfach über unseren Onlineshop Onlinebestellungen getätigt hat. Seine Rückmeldungen zur Benutzerfreundlichkeit sind durchweg positiv. Besonders langwieriges Durchblättern von Ordnern und Unterlagen entfällt, was Zeit und Nerven beim zuständigen Mitarbeiter einspart. Im Gespräch mit Digital Plattform Manager Christian Meier und den Global Service Mitarbeitern Christian Thede und Verena Burger berichtete Reinhold von seinen Erfahrungen im Umgang mit anderen Online-Plattformen, die er in seinem Arbeitsalltag in der Brauerei für Bestellungen und Kundenservice nutzt. HUBER setzt sich mit diesem Digitalisierungsschritt als der erste Maschinenhersteller im Wasser- und Abwasserbereich an die Spitze und überzeugt durch Kundennähe und moderne Prozesslösungen. Live-Test der Plattform beim Kunden vor Ort Beim gemeinsamen Navigieren durch den Mitgliederbereich und Auslösen einer Angebotsanfrage erlebte Meier die Performance der Plattform im Live-Test vor Ort beim Kunden: „Es war sehr informativ zu sehen, wie der Kunde auf die Shop-Seite gelangt, worauf sein Blick als erstes fällt und wo er instinktiv klicken möchte“, fasst Meier den Kundenbesuch positiv zusammen. „Besonders Kunden mit mehreren installierten HUBER-Maschinen würden von einer kleinen bildlichen Darstellung zur Erleichterung der Unterscheidung profitieren. Für uns sind die Maschinennamen und die notwendigen Ersatzteile alltäglich, aber dem Kunden hilft ein kleines Bild und erläuternde Texte, um sich beim Onlineshopping noch einfacher zurechtzufinden.“ Historie der Gutmann-Anlage Die Privatbrauerei Gutmann steht seit vielen Jahren in gutem Kundenkontakt zur HUBER SE. Im Jahre 1998 errichtete Gutmann eine neue Abwasserbehandlungsanlage zur Reinigung des Produktionsabwassers aus Mälzerei, Sudhaus, Flaschenreinigung, Abfüllung, usw. Es wurde damals eine HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 zur Feststoffabscheidung installiert. Nach Behandlung im Misch- und Ausgleichsbecken (Abk. MAB mit Lufteintrag und Homogenisierung) wird das Abwasser an die kommunale Kläranlage abgegeben, da mittels dieser Abwassereinigungsanlage die CSB-Einleitwerte bzw. EGW-Werte erreicht werden. Da bei Gutmann damals die Produktion enorm gestiegen ist, musste die Anlage mehr Produktionsabwasser reinigen. Die Siebung verkraftete diese Steigerung ohne Problem, doch das belüftete MAB hatte das Problem, zu viel Schlamm zu produzieren und in die Kläranlage abzugeben. Durch die erhöhte Schlammabgabe im Ablauf zur Kläranlage wurden die geforderten Einlaufwerte nicht mehr erreicht. Lösung dank eigener Kläranlage Die Firma Gutmann wandte sich im Mai 2003 erneut an HUBER und erläuterte ihr Problem mit dem erhöhten Schlammanfall und dessen Auswirkung. Wir schlugen vor, den Ablauf des MAB mit unserem ROTAMAT® Scheibeneindicker RoS2S (Versuchsanlage) zu behandeln, um den Schlamm zurückzuhalten und dem Kunden die Anlage in Betrieb zu zeigen. Nachdem die Analyse des Ablaufs der Versuchsanlage einen Feststoffgehalt von 0,4% TS erreichte, wurden Flockungsmittelversuche durchgeführt. Mit einem Produkt aus dem Hause CIBA konnte die beste Flockenbildung erreicht werden, dieses kam somit beim ersten Anfahren des Scheibeneindickers zum Einsatz. Der Schlamm im Zulauf mit 0,4 % TS konnte sofort auf 7,20 % TS eingedickt werden. Der zurückgehaltene Schlamm wurde wieder in das MAB zurückgepumpt, um die dortige Schlammkonzentration zu erhöhen. Das nahezu feststofffreie und glasklare Filtrat hatte eine Belastung von 1 bis 2 ml/l. So konnte es bedenkenlos in den Kanal abfliessen. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC Gutmann war seitdem derart zufrieden mit den HUBER Maschinen und Lösungen, dass die Entscheider 2017 beim Bau einer eigenen Kläranlage erneut darauf zurückgriffen. Die Anlage sollte eine Auslastung von 16.000 EW haben, da die kommunale Kläranlage in Titting mit einer Auslegung für 6.000 EW nicht ausreichte. Einer der ersten HUBER Scheibeneindicker S-DISC ist dort installiert und läuft zur höchsten Zufriedenheit. Auch in Zukunft eng verbunden Der Austausch endete mit einer interessanten Brauereiführung zum Thema CO 2 -Fussabdruck und Emissionen, die den gelungenen Abschluss bildete. Florian Reinhold bestätigte, auch weiterhin Angebote in PDF-Form und Bestellungen direkt über die HUBER Digital Platform abzuwickeln. Unser Team ist dankbar für den authentischen und hilfreichen Austausch.[...]
[...]Bickenbach, Deutschland Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde im Beisein von zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik am 2. April die Vierte Reinigungsstufe auf der Verbandskläranlage Bickenbach feierlich in Betrieb genommen. Die Vierte Reinigungsstufe in Bickenbach behandelt bis zu 150 Liter Abwasser pro Sekunde und wird künftig den grössten Anteil an gefährlichen und persistenten Mikroverunreinigungen wie Arzneimittelrückstände, Hormone, Biozide und Haushaltschemikalien zuverlässig zurückhalten. Ministerin Hofmann: „Heute ist ein guter Tag für Bickenbach, für die gesamte Region, für ganz Hessen!“ „Mit der Inbetriebnahme der Vierten Reinigungsstufe haben wir heute etwas Wegweisendes geschaffen, um die Trinkwasserqualität im Hessischen Ried weiter zu verbessern“, sagte die Hessische Arbeitsministerin Heike Hofmann in ihrer Laudatio. Dank ihrer bereits bestehenden hochmodernen Systeme und der zusätzlichen Vierten Reinigungsstufe ist die Verbandskläranlage Bickenbach jetzt die fortschrittlichste und leistungsfähigste Kläranlage in Hessen. Vierte Reinigungsstufe behandelt bis zu 150 Liter Abwasser pro Sekunde Die zusätzliche Vierte Reinigungsstufe behandelt bis zu 150 Liter Abwasser pro Sekunde und setzt sich zusammen aus einer Tuchfiltration, einer Ozonierungsstufe und einer nachgeschalteten vierstrassigen Aktivkohle-Stufe. 16 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK gewährleisten dabei die Adsorption der schwer oxidierbaren Spurenstoffe und übernehmen den biologischen Abbau der Transformationsprodukte aus der Ozonung. Vor Eintritt in die Vierte Reinigungsstufe sorgt eine zweistrassige Tuchfiltration, bestehend aus zwei HUBER Tuchfiltern RotaFilt® 2700, für eine zuverlässige Entfernung von Schmutz- und Störstoffen. Bei Bedarf wird diese Stufe auch als Flockungsfiltration zur Phosphorentfernung eingesetzt. Fast schon zur Standardausrüstung von Ozonierungsstufen gehören die bewährte HUBER Drucktür TT7 sowie die HUBER Schachtabdeckung SD5, welche auch in Bickenbach fester Bestandteil des Ozonreaktors sind. Bürgermeister Hennemann: „Entscheidender Beitrag in Sachen Umweltschutz“ Bereits im November 2024 nahm die Tuchfiltration ihren Betrieb in Bickenbach auf, die Aktivkohle-Stufe folgte Mitte Februar und die Ozonierung schliesslich Ende März. „Erste Proben konnten bereits ins Labor zur Begutachtung geschickt werden“, berichtet Jörg Stanzel, seit 22 Jahren Geschäftsführer des Abwasserverbandes, stolz. Das Ziel der neuen Reinigungsstufe ist, das Wasser so sauber wie möglich aus der Kläranlage zu entlassen. „Das sollte uns allen ein grosses Anliegen sein“, sind sich Verbandsvorsteher und Bürgermeister von Bickenbach Markus Hennemann und seine Stellvertreterin Birgit Kannegiesser, Bürgermeisterin in Seeheim-Jugenheim, einig. „Wir leisten damit nicht nur einen entscheidenden Beitrag in Sachen Umweltschutz, sondern tun auch Wichtiges für die nachfolgenden Generationen.“ Mit ihrer neuen modernen Vierten Reinigungsstufe trägt Bickenbach massgeblich zum Schutz des Hessischen Riedes bei. Es ist das grösste Grundwasser-Reservoir des Bundeslandes Hessen und stellt Trinkwasser für rund zwei Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet bereit.[...]