[...]Unsere Vorführanlagen mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID zur Entfrachtung des Kläranlagenzulaufs sind gefragt und bereits für Monate ausgebucht. Sogar in der Lokalpresse findet unsere Maschinentechnik immer wieder Beachtung. Im Schnitt wechselt alle 8 Wochen der Standort der jeweiligen Versuchsanlage. Damit alles reibungslos funktioniert, übernimmt ein eingespieltes HUBER-Team die Organisation und bindet die verantwortlichen Personen vor Ort ein. Zwei Anwendungen sind dabei äusserst gefragt bei unseren Kunden: Überbrückungsbetrieb während der Sanierung von bestehenden Vorklär- und/oder Belebungsbecken Nicht nur die Maschinentechnik auf einer Kläranlage unterliegt Verschleiss und bedarf regelmässiger Wartung und Überholung. Ähnlich ergeht es, nur in längeren Zeitabständen, den Betonbauwerken wie Vorklärbecken oder Belebungsbecken. Eine solche Sanierungsphase muss gut durchdacht sein, da auch während der Stilllegung einzelner Becken die Reinigungsleistung der Anlage nicht beeinträchtigt werden darf. Die mobile Anlage mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID kann hier eine wichtige Rolle übernehmen, indem sie die Entfrachtung des ungeklärten Abwassers von partikulären Kohlenstoff übernimmt. So kann im laufenden Betrieb der Kläranlage eine derartige Beckensanierung erfolgen und trotzdem die Reinigungsleistung der Kläranlage sichergestellt werden. Versuchsbetrieb zur technischen Vorklärung einer Kläranlagenumrüstung Im Zuge der Planung für den Um- und/oder Ausbau einer Kläranlage sind viele Punkte zu klären. U.a. sind häufige Fragestellungen: Mit welchen Massnahmen kann die Kapazität der Kläranlage möglichst platzsparend und kosteneffizient gesteigert werden? Lohnt die Umstellung einer aeroben Schlammstabilisierung hin zu einer anaeroben Faulung mit Faulbehälter und energetischer Verwertung des Klärgases? Welche Auswirkung hat eine mechanische Vorklärung auf die Reinigungsleistung und die notwendige Belüftungsenergie für die biologische Stufe? Welche Vorteile ergeben sich bei Verwendung eines Trommelsiebes? Unabhängig davon, welche Aufgabenstellung ansteht, die mobile Anlage HUBER Trommelsieb LIQUID ist darauf vorbereitet. Die Beschickung der Versuchsanlage mit dem Rohabwasser kann dabei sowohl mit Pumpen als auch im Freispiegel erfolgen. Die beim Betriebes des HUBER Trommelsiebes abgeschiedenen Feststoffe fallen als Dünnschlamm an, der weiter eingedickt und entsorgt werden muss. Falls die Kläranlage bereits über einen Faulbehälter verfügt, kann der Dünnschlamm der vorhandenen Schlammbehandlung zugeführt werden. Findet der Versuchsbetrieb allerdings auf einer Kläranlage statt, auf der es bislang keine Schlammbehandlung gibt, so sind in der Praxis verschiedene Lösungswege möglich, die je nach den gegebenen Rahmenbedingungen zum Einsatz kommen: Maschinelle Eindickung: Der Dünnschlamm wird mit einer mobilen Anlage maschinell auf ca. 5% eingedickt und zur nächst gelegenen Kläranlage mit freien Kapazitäten im Faulbehälter transportiert. Als mobile Eindickung verwendet HUBER eine Versuchsanlage mit dem HUBER Scheibeneindicker S-DISC. Maschinelle Entwässerung: Der Dünnschlamm wird mit einer mobilen Anlage maschinell auf ca. 25% TR entwässert und zusammen mit dem Rechengut entsorgt. Als mobile Entwässerung verwendet HUBER eine Versuchsanlage mit der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® . Statische Eindickung: Vorhandene Becken oder ein umfunktionierter Schönungsteich können als statische Eindicker verwendet werden. Der eingedickte Schlamm kann dann nach Ende des Versuchsbetriebes entsorgt werden. Im Fall des Überbrückungs- bzw. Versuchsbetriebes muss die Logistik für die Entsorgung des Dickschlamms vom Anlagenbetreiber sichergestellt werden. Die anfallende Siebgut-/Schlammmengen dürfen dabei nicht unterschätzt werden. Wird die mobile Anlage mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID mit maximalem Durchsatz beschickt, so kann trotz Eindickung mit einem HUBER Scheibeneindicker S-DISC ein 7 m³ Container über Nacht gefüllt sein. Ganz gleich, um welchen Anwendungsfall es geht, die Vorteile der mobilen Versuchsanlage mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID sind: Hohe Betriebssicherheit Geringer Platzbedarf Hohe Flexibilität Ausreichende Durchsatzleistungen für Kläranlagen von 10.000 - 50.000 EW HUBER Trommelsieb LIQUID - Versuchsanlagen bieten Ihnen: 50 - 250 m³/h Abwassersiebung Volumenproportionale Regelung zum Kläranlagenzulauf HUBER OPERATION CONTROL HOC-System mit online Datenaufzeichnung Fig. 1: Validation operation - a pump sump was retrofitted into an existing buffer tank with concrete shaft segments. The demonstration plant HUBER Drum Screen LIQUID is fed with the effluent from the mechanical pre-treatment system. The effluent (screened wastewater) of the LIQUID machine flows by gravity back into the buffer tank Fig. 2: Bridging operation - pump feeding of the demonstration plant HUBER Drum Screen LIQUID (right container) and discharge of screened wastewater by gravity, thin sludge thickening with a mobile HUBER Disc Thickener S-DISC (left container) Bild 3: Eingedickter Primärschlamm der HUBER Vorführanlage Trommelsieb LIQUID nach einem HUBER Scheibeneindicker S-DISC Bild 4: Validierungsbetrieb - Vorführanlage HUBER Trommelsieb LIQUID (rechter Container) kombiniert mit der Vorführanlage HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® linker Container) Bild 5: Maschinell entwässerter Dünnschlamm der Vorführanlage HUBER Trommelsieb LIQUID in einer HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Bild 6: Überbrückungsbetrieb - Schönungsteich umfunktioniert als Absetzbecken zur statischen Eindickung des Dünnschlammes der HUBER Trommelsieb LIQUID Vorführanlage[...]
[...]Stassfurt und Spaichingen, Deutschland HUBER Trommelsieb LIQUID - ein innovatives Produkt setzt sich mehr und mehr in Deutschland durch HUBER konnte in 2017 in zwei Bundesländern das innovative HUBER CarbonWin®-Verfahren erfolgreich zur Kohlenstoffausschleusung implementieren. Neben Sachsen-Anhalt wird auch in Baden-Württemberg fleissig an der Umsetzung der gewonnenen Projekte gearbeitet. Projekt Stassfurt - Erstes HUBER CarbonWin®-Verfahren Deutschlands Stassfurt ist eine Stadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt. Stassfurt wurde am 31. Januar 1851 Geburtsort und Wiege des weltweiten Kalibergbaus. Dort war das einstige Königlich Preussische Salzbergwerk mit den beiden Schächten von der Heydt und von Manteuffel das erste Kalibergwerk der Erde. Stassfurt erlebte nach dem Niederbringen der ersten Kalischächte der Welt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Bergbau selbst und die sich hier ansiedelnde chemische Industrie. Die Kläranlage in Stassfurt ist auf eine Anschlussgrösse von 40.000 EW ausgelegt. Durch die angesiedelte stetig wachsende Industrie ist mittlerweile jedoch eine CSB – Zulauffracht vorhanden, welche einer Kläranlagengrösse von ca. 46.000 EW entspricht. Die eingeleitete Stickstoffkonzentration hingegen sprechen für eine Anlagengrösse von 27.000 EW. Aus diesen Rahmenbedingungen heraus musste eine wirtschaftlich attraktive Lösung zur Eliminierung des in sehr hohem Masse anfallenden Kohlenstoffes (CSB) ausgearbeitet werden. Das Gesamtkonzept beinhaltete die Umstellung der Verfahrensführung der Kläranlage von aerob zu anaerober Schlammstabilisierung und Faulung. Um eine derartige Umstellung gewährleisten zu können ist es notwendig eine Vorklärung zu errichten. Das HUBER Trommelsieb LIQUID stellte in diesem Zusammenhang die platztechnisch als auch wirtschaftlich bessere Lösung zu der alternativ betrachteten traditionellen Vorklärung dar. Das HUBER Trommelsieb LIQUID wird für die Feinstsiebung des Abwasssers eingesetzt und ist auf eine Teilstrombehandlung von 100 l/s ausgelegt. Da bei Regenwetter der Gesamtzufluss zur Kläranlage 256 l/s beträgt, werden in diesem Fall 156 l/s abgeschlagen. Durch die sehr hohe CSB - Entnahmeleistung des HUBER Trommelsiebes LIQUID kann zukünftig eine biologische Behandlungsstufe (siehe Abb. 1) ausser Betrieb genommen. Somit werden beträchtliche Summen an Belüftungsenergie eingespart. Zusätzlich wird der durch die HUBER Feinstsiebung anfallende Primärschlamm im Faulturm in energiereiches Faulgas und nachfolgend über ein BHKW zu elektrischer Energie umgewandelt. Verfahrensprinzip auf der Kläranlage Stassfurt Das HUBER Trommelsieb LIQUID wurde nach dem Sandfang anstelle eines Vorklärbeckens installiert und in das bestehende System integriert. Mittels Durchflussmessung und Regelschieber wird der max. Zulauf zum Sieb reguliert. Ein besonderes Augenmerk wurde darauf verwendet, dass die HUBER Feinstsiebung im Freispiegel durchflossen werden kann. Das HUBER Trommelsieb LIQUID ist horizontal in ein Gerinne montiert und wird von innen nach aussen durchströmt. Durch die horizontale Lage der Siebtrommel ist ein sehr hoher Einstau vor der Maschine und somit eine optimale Nutzung der vorhandenen Filterfläche möglich. Mit steigendem Wasserstand vor der Maschine wird ein Filterteppich auf dem Maschengewebe aufgebaut. Durch den Filterteppich und dem damit einhergehenden Tiefenfiltrationseffekt werden Partikel zurückgehalten, welche wesentlich kleiner als die nominale Öffnungsweite des Gewebes sind. Wenn der maximale Wasserstand vor dem HUBER Trommelsieb LIQUID erreicht ist, wird der Siebkorb gereinigt. Das Feinstsiebgut (Primärschlamm) wird in den innenliegenden Trichter abgereinigt und über Freispiegelgefälle in den nachgeschalteten Durchlaufeindicker gefördert. Aus dem Durchlaufeindicker wird der statisch eingedickte Schlamm über eine Pumpe wahlweise direkt in den Faulturm oder über einen HUBER Scheibeneindicker S-Disc weiter eingedickt. Der anfallende Überschussschlamm wird ebenfalls über den HUBER Scheibeneindicker S-DISC eingedickt und anschliessend in den Faulturm gepumpt. Mit effizienten Faulturmsystemen, die ein geringes Reaktorvolumen aufweisen, und dem HUBER CarbonWin®-Verfahren wird ein wirtschaftliches Gesamtsystem abgebildet, welches auf mittleren Kläranlagen ab 15.000 EW zu wesentlichen Betriebskosteneinsparungen hinsichtlich des Energie- und Schlammentsorgungsaufwandes beiträgt. Projekt Spaichingen Spaichingen ist eine Kleinstadt an der Prim am Fuss des Dreifaltigkeitsberges und die drittgrösste Stadt im Landkreis Tuttlingen. Die Prim ist ein rechter Nebenfluss am Oberlauf des Neckars in Baden-Württemberg und fliesst am Albtrauf entlang des Grossen Heubergs. Der Dreifaltigkeitsberg und der dahinterliegende Heuberg gehören zum Naturpark Donaubergland. Das Klärwerk Spaichingen reinigt das kommunale und gewerbliche Abwasser der Stadt Spaichingen und der Gemeinden Balgheim und besitzt eine zukünftige Ausbaukapazität von ca. 23.000 Einwohnergleichwerten. Die Verfahrensführung auf der Kläranlage wird bereits als anaerobe Schlammstabilisierung mit Faulung betrieben. Der max. Regenwetterzulauf in die Anlage beträgt derzeit 175 l/s und soll nach Abschluss der Ausbaustufe 225 l/s betragen. Die Kläranlage besitzt einen Emscherbrunnen (auch Imhoff-Tank genannt) und dieser wird als Vorklärung genutzt, hat jedoch die kapazitive Auslegungsgrenze erreicht. Dies bedeutet, dass dieser im Trockenwetterfall die Funktion erfüllt und diese auch weiterhin erfüllen wird, jedoch im Regenwetterfall überlastet ist. Durch die geplante Erweiterung der Kläranlage um weitere 50 l/s musste ein Lösungsansatz zur Verbesserung der Situation ausgearbeitet werden, wobei verschiedene Varianten diskutiert wurden. Erster Lösungsansatz war die Integration einer zweistrassigen Vorklärung und Ausserbetriebnahme des Emscherbrunnens. Platztechnisch wäre dies möglich gewesen. Um jedoch die vorhandene bei Trockenwetter sehr gut funktionierende Vorklärung (Emscherbrunnen) nicht auflösen zu müssen wurde seitens der Stadt Spaichingen und dem Planungsbüro SAG-Ingenieure aus Ulm nach einer Alternative gesucht. Als zweiter Lösungsansatz wurde auch die maschinelle Kohlenstoffausschleusung mit dem HUBER Trommelsieb LIQUID als Feinstsiebung betrachtet und man stellte dabei fest, dass dies die insgesamt wirtschaftlichere Variante darstellt. Durch den Einsatz des Trommelsiebes LIQUID (Durchsatz im Normalbetrieb 100 l/s) ist es möglich den Emscher Brunnen in Stosszeiten zu entlasten und einen Regelbetrieb aufzubauen. Somit kann der Emscher Brunnen trotz der Erweiterung an seinem optimalen Betriebspunkt weiter betrieben werden und je nach Auslastung und gewünschte Abscheidewerte das HUBER Trommelsieb hinzu geschaltet werden. Eine Besonderheit ist dabei, dass das HUBER Trommelsieb LIQUID im Behälter in ein altes, nicht mehr benötigtes Belebungsbecken eingeplant wurde. Für optimale Arbeitsbedingungen wurde auf das bestehende Becken eine Gebäudehülle geplant. Die Durchsatzmenge wird über eine Durchflussmessung mit Regelschieber nach dem Sandfang über Freispiegelleitung zum HUBER Trommelsieb LIQUID geregelt. Verfahrensprinzip Kläranlage Spaichingen Das HUBER Trommelsieb LIQUID im Behälter wird von innen nach aussen durchströmt (siehe Abb. 3) und über eine Freispiegelleitung nach dem Sandfang mit Abwasser beschickt. Mit steigendem Wasserstand vor der Maschine wird ein Filterteppich auf dem Maschengewebe aufgebaut. Das Feinstsiebgut (Primärschlamm) wird in den innenliegenden Trichter abgereinigt und über Freispiegelleitung in eine nachgeschaltete HUBER Waschpresse WAP® liquid befördert. Mit dieser Entwässerungseinheit kann ein frei einstellbarer definierter TR-Gehalt des Primärschlammes erreicht werden. Der mechanisch eingedickte Primärschlamm wird mit einer Exzenterschneckenpumpe mit aufgebautem Pufferbehälter in den bestehenden Faulturm transportiert. Der anfallende Überschussschlamm wird wahlweise mit dem Primärschlamm des Emscherbrunnens eingedickt oder optional mit einem statischen Eindicker weiter behandelt und anschliessend der Faulung zugeführt. Die Projekte Stassfurt und Spaichingen befinden sich in der Bauphase und werden beide Mitte 2018 ihren Betrieb aufnehmen. Beide Kläranlagen gehen mit HUBER einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Kläranlage der Zukunft.[...]
[...]Morgantown, West Virginia, USA USA setzt weiterhin für Siebung vor Membrananlagen auf HUBER Die HUBER Feinsiebanlagen zum Schutz von nachgeschalteten Membrananlagen können auf eine sehr lange Tradition in den USA zurückblicken. Durch stetige Weiterentwicklung konnten wir für unsere Kunden massgeschneiderte Lösungen für die Membransiebung anbieten und so die unterschiedlichsten Anwendungen umsetzen. In dem Projekt Morgantown konnte sich die HUBER Maschinentechnik zum Schutz von Evoqu's Memcor Hohlfasermembranen durchsetzen. Morgantown ist eine Stadt und County Seat des Monongalia Countys im Norden des US-amerikanischen Bundesstaates West Virginia. Morgantown wurde 1810 gegründet. Die Stadt liegt am Monongahela River, unweit der Grenze zum Bundesstaat Pennsylvania. Durch die rapide ansteigende Infrastruktur und die damit einhergehenden zusätzlichen Belastungen auf die Kläranlage Morgantown musste der Abwasserbehandlungsprozess auch hinsichtlich der Einhaltung von EPA Standards angepasst werden. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Erteilung des Auftrags vergingen drei Jahre. Schlussendlich konnte HUBER USA den Auftrag für die komplette mechanische Vorreinigung inklusive Membransiebung für sich entscheiden. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2018 vorgesehen und insgesamt wird HUBER folgende Maschinen installieren: HUBER Stufenrechen STEP SCREEN® SSV als bewährte Rechen im Zulauf HUBER Waschpressen WAP® zur Rechengutbehandlung HUBER Coanda Sandwäscher RoSF4 zur Sandklassierung und Abtrennung organischer Stoffe vom Sand HUBER Siebanlage ROTAMAT® STAR liquid für die Membransiebung HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 zur Behandlung des Feinsiebgutes aus den Membransiebung Zuverlässiger Schutz der Membrananlagen mit HUBER Siebanlage ROTAMAT® STAR liquid Die Anforderungen des Endkunden hinsichtlich der Maschinentechnik zum Schutz der Hohlfasermembranen waren: Zuverlässige Abscheidung der Störstoffe Platzsparende Installation nach dem Vorklärbecken Einfacher Abtransport des abgeschiedenen Feinsiebgutes Nachgeschaltete Behandlung des Feinsiebgutes Zum Einsatz kamen schliesslich drei HUBER Siebanlage ROTAMAT® STAR liquid, von denen jeweils zwei für den Betrieb und eine als Reserve vorgesehen sind. Die Durchsatzleistung pro Maschine beträgt 608 l/s. Das Feinsiebgut wird über Freispiegelleitungen von jeder Maschine in eine zentrale Schwemmleitung vereinigt und gelangt in einen Pumpensumpf. Von dort aus wird das Wasser/ Feststoffgemisch zu zwei höher aufgestellten HUBER Siebschnecken ROTAMAT® Ro9 gepumpt. Die Siebschnecken sind ca. 6 m oberhalb der Feinsiebung platziert. Aufgrund der einzigartigen und besonderen Konstruktion der HUBER Siebanlage ROTAMAT® STAR liquid kann diese in einem geringen Neigungswinkel installiert werden. In Kombination mit der 30% grösseren Siebfläche des Siebkorbes aufgrund des innovativen STAR Design sind sehr hohe Durchsatzleistungen realisierbar. Ausserdem ist es möglich, das abgeschiedene Siebgut als Wasser-/Feststoffgemisch ohne zusätzliche Austragsschnecke einer nachfolgenden Behandlung zuzuführen. Ein grosser Vorteil dieser maschinentechnischen Lösung ist, dass die Siebgutbehandlung nicht in der Maschine, sondern zentralisiert auch an einem weiter entfernten Ort durchgeführt werden kann. Aufwändige Transportschnecken mit hohem Platzbedarf sind somit nicht notwendig. Dieses Konzept, welches weltweit schon vielfach umgesetzt wurde, kann nun auch erstmals in den USA realisiert werden. Die Anforderung nach platzsparenden Lösungen bei gleichzeitig hohen Durchsatzleistungen und maximaler planerischer Freiheit für die Rechengutbehandlung machen dieses System sehr interessant und wirtschaftlich.[...]
[...]Eine gute Idee findet immer Nachahmer! Beim RakeMax® HF werden die Vorzüge des bewährten RakeMax® mit den positiven Eigenschaften eines Rechens mit flach geneigtem Rechenrost exzellent vereint. Im Bereich der mechanischen Vorreinigung wurde durch HUBER im Jahre 2003 der Harken-Umlaufrechen RakeMax® entwickelt und zur IFAT 2005 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Maschine hat sich auf dem weltweiten Markt der Abwasser-technologie, aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten mit inzwischen weit über 1.300 Referenzen, sehr gut bewährt und etabliert. Im Zuge der stetigen Weiterentwicklung bei HUBER wurde ein weiterer neuer Rechentyp auf Basis des erfolgreichen RakeMax® im Bereich der Zulaufsiebung entwickelt und erstmals auf der IFAT 2010 vorgestellt: der gekröpfte Umlaufrechen RakeMax® HF (high flow, hoher Durchfluss). Dieser gehört, ebenso wie der RakeMax®, zu den Feinstrechen und ist Bestandteil der Max-Familie. Dass wir mit dieser innovativen Weiterentwicklung richtig liegen, wurde uns auf der IFAT 2014 indirekt durch zahlreiche Wettbewerber bestätigt: Als "Neuheit" konnte man dort auf vielen Ständen ähnliche Modelle "bewundern". Der Harken-Umlaufrechen RakeMax® HF ist in einen flachen und daher hydraulisch günstigen Siebabschnitt mit anschliessendem Übergang in einen steilen Förderabschnitt unterteilt. Hierbei werden die positiven Eigenschaften des bewährten RakeMax® vereint: zuverlässige Feststoffseparation und eine hohe Rechengutaustragskapazität mit geringem hydraulischem Rechenverlust durch eine grosse und wirksame Rechenrostfläche. Aufgrund der äusserst flach geneigten Rechenrostfläche ist der durchflossene Siebbereich des mittlerweile über fünfzigfach im Einsatz befindlichen RakeMax® HF immer doppelt so gross wie das Fliessprofil vor dem Rechenrost. Ein weiterer Vorteil der grossen wirksamen Rechenrostfläche besteht darin, dass die Fliessgeschwindigkeiten im Rechenspalt sehr gering sind, was eine wesentlich verbesserte Abscheideleistung zur Folge hat. Ausserdem werden durch den flachen Aufstellwinkel des Rechenrostes und die nahezu sohlebene Räumung störende Ablagerungen vor dem Rechen vermieden bzw. können erst gar nicht entstehen. Wesentliche Eigenschaften des RakeMax® HF: hohe hydraulische Durchsatzleistung bei geringer Spaltweite, auch bei tiefem Gerinne robuste, bewährte Maschinentechnik hohe Räumleistung Vermeidung von störenden Ablagerungen vor den Rechen Gerade bei bestehenden Rechenanlagen werden oft die Mindestanforderungen an den Feststoffrückhalt im Zulauf nicht betriebssicher eingehalten. Dies liegt sicherlich auch darin begründet, dass sich das Angebot an Hygieneartikeln und die Gewohnheiten der Bevölkerung in den letzten Jahren deutlich geändert haben. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden muss die Durchlassöffnung am Rechenrost reduziert werden. Dies geht meist mit einer wachsenden hydraulischen Belastung einher. Diese Bedingungen haben zwangsweise zur Folge, dass eine grössere hydraulische Durchlassfläche zur Verfügung gestellt werden muss. Das wiederum bedeutet in der Regel die Verbreiterung des bestehenden Rechengerinnes oder sogar einen Neubau des Rechenhauses. Die Folgen sind hohe Baukosten. Hier bietet HUBER mit dem bewährten gekröpften Umlaufrechen RakeMax® HF eine weitere Maschine im Bereich der Zulaufsiebung an. Der RakeMax® HF wird den vorhandenen Verhältnissen in baulicher und hydraulischer Hinsicht bestens gerecht und reduziert Investitions- und Betriebskosten.[...]
[...]Uhldingen-Mühlhofen, Deutschland Im August 2023 ist auf dem Verbandsklärwerk Uhldingen-Mühlhofen nach mehr als zwei Jahren Bauzeit eine der modernsten Anlagen zur Spurenstoffentfernung erfolgreich in Betrieb genommen worden. Herzstück der neuen Reinigungsstufe ist eine Verfahrenskombination aus Ozonierung und Aktivkohlefiltration in einer technischen Grössenordnung, wie sie derzeit noch nicht realisiert worden ist. 24 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK und HUBER Drucktür TT7 HUBER hat hierfür die zweistrassige Aktivkohle-Stufe mit insgesamt 24 Aktivkohlefiltern CONTIFLOW® GAK für eine zuverlässige biologische Nachfiltration und Adsorption geliefert. Darüber hinaus wurde der vorgeschalte Ozonreaktor mit der bewährten HUBER Drucktür TT7 ausgestattet. In der Ozonierung werden die Spurenstoffe zunächst oxidiert und zu verschiedenen Transformationsprodukten umgewandelt. In der nachgeschalteten Aktivkohlefilterstufe werden diese Produkte zum einen Teil biologisch abgebaut, zum anderen Teil adsorbiert. Zuverlässige Abscheidung persistenter und gefährlicher Spurenstoffe Bis zu 230 l/s behandelt die grösste Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Überlinger See ab sofort mit dieser zusätzlichen Reinigungsstufe. Persistente und gefährliche Spurenstoffe wie Arzneimittelrückstände, Hormone und Flammschutzmittel werden zuverlässig abgeschieden, noch bevor sie in den Überlinger See gelangen. Dieser Teil des Bodensees versorgt rund vier Millionen Menschen in weiten Teilen Baden-Württembergs mit jährlich etwa 135 Mio. m³ Trinkwasser.[...]
[...]Mittelhessen, Deutschland Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) will mit einer neuen Anlage ein bislang wenig beachtetes Potenzial nutzen: Heizen und Kühlen mit Energie aus Abwasser. Die neue Anlage, deren Herzstück das HUBER ThermWin-System ist, wurde Ende Mai vom THM-Präsidium, Giessens Oberbürgermeister Frank Tilo Becher und Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), in Betrieb genommen. THM-Präsident Prof. Dr. Willems: „Bislang ungeborgener Schatz“ Die Anlage befindet sich auf dem Campus Wiesenstrasse der THM. Mit Mensa, zahlreichen Hörsälen, zentralen Verwaltungseinrichtungen sowie Labors und Werkstätten mehrerer Fachbereiche ist der Campus dauerhaft stark frequentiert. Entsprechend viel Abwasser fällt an. Zudem nutzt die Hochschule vor allem das Abwasser aus dem öffentlichen Kanal. „Es mag seltsam klingen, aber dieses Abwasser ist ein bislang ungeborgener Schatz“, sagte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems bei der Inbetriebnahme. Denn Abwasser hat im Winter Durchschnittstemperaturen von 10 bis 12 Grad Celsius, im Sommer knapp unter 20 Grad. Mithilfe von Wärmetauschern und Wärmepumpen lässt sich dieser „Schatz“ zum Kühlen und Heizen nutzen. Mit HUBER ThermWin jährlich 300 Tonnen CO 2 einsparen An der THM wird das Abwasser künftig durch eine HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT ® RoK4 aus dem Kanal der Mittelhessischen Wasserbetriebe geholt. Von dort wird das flüssige Medium in den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin im Gebäude gepumpt, während die Feststoffe direkt wieder in den Kanal zurückgefördert werden. Über den Wärmetauscher wird im Winter eine Wärmepumpe und im Sommer eine Kältemaschine betrieben. Die Wärmepumpe kann rund 850 kW Wärmeleistung bereitstellen, die Kältemaschine erzeugt rund 600 kW Kälte. Eingespart werden sollen so etwa 300 Tonnen CO 2 pro Jahr. Hessens Staatssekretärin Asar: „Anlage spart CO 2 und bringt Forschung in Nachhaltigkeit voran“ „Hessen soll bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein, die Landesregierung will mit gutem Beispiel vorangehen und 2030 CO 2 -neutral arbeiten – dazu werden die Hochschulen schon wegen ihres Anteils am Energieverbrauch der Landesliegenschaften einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Ayse Asar. „Und natürlich bilden unsere Hochschulen auch die klugen Köpfe von morgen aus, die Lösungen für die klimaschonende Energieversorgung entwickeln. Die Abwasserwärmenutzungsanlage hier spart also nicht nur CO 2 , sie bringt auch Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit einen grossen Schritt voran.“ Rund 1 Mio. Euro Förderung Das HMWK fördert Bau und Betrieb der Anlage mit rund einer Million Euro aus dem Fonds „REACT-EU“, der als Reaktion auf die Covid-Pandemie aufgesetzt wurde, um Projekte im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu fördern, insbesondere auch in Bildungseinrichtungen.Die Idee zur Abwasserwärmenutzung gab es an der THM hingegen schon vor der Pandemie, wie Prof. Dirk Metzger, Vizepräsident für strategische Bauplanung und Nachhaltigkeit, erklärte. An die Umsetzung des Projekts ging es im Jahr 2022, als das Facility Management der THM ein Energiekonzept entwickelte und nach Besichtigung der HUBER-Pilotanlage im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg in die konkrete Planung einstieg. Die baulichen Kernelemente der Anlage zur Nutzung der Energie im Abwasser wurden im vergangenen Dezember angeliefert, ehe die Inbetriebnahme nun im Mai dieses Jahres vollzogen werden konnte. Bundesministerin Geywitz informierte sich vor Ort Ende August informierte sich Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, vor Ort über das Potenzial von kommunalem Abwasser für die Wärme- und Kälteversorgung: „Es wird immer wichtiger, dass wir bei der Energie- und Wärmeversorgung möglichst viele dezentrale Lösungen haben“, sagte Geywitz. Bei einer Führung durch die Technik-Räume zeigte sie sich beeindruckt von der Ingenieursleistung und ihrer kompakten Umsetzung, die einen Einsatz auch im Bestand oder in neuen Wohnungsbauquartieren ermöglicht. „Was Sie hier tun, ist im Prinzip kommunale Wärmeplanung – nur eben auf einem Campus“, hob Bundesministerin Geywitz hervor. Dass die Hochschule dafür auf Abwasser als überall verfügbaren Energieträger setze, sei innovativ: „Sie nutzen etwas, das eigentlich als Problem angesehen wird, ohne zusätzliche Kosten oder Umweltbelastungen zu erzeugen.“ Dass die Technik im Sinne eines Reallabors zudem für Lehre und Forschung zur Verfügung stehe, komplettiere den Gedanken der Nachhaltigkeit.[...]
[...]Šumperk, Tschechischen Republik Am Donnerstag, den 12. Oktober, fand die offizielle Einweihung der Schlammbehandlungsanlage auf der Kläranlage Šumperk in der Tschechischen Republik statt. Mit dieser hochmodernen Lösung zur Schlammbehandlung haben der Betreiber der Kläranlage, die Vodohospodářská zařízení Šumperk, a. s. (VHZ) und ihre Tochtergesellschaft, die Šumperská provozní vodohospodářská společnost, a.s. (SPVS), ein Meilensteinprojekt realisiert und sind für alle zukünftigen Umweltgesetze und Herausforderungen im Bereich der Klärschlammbehandlung gerüstet. In nur drei Monaten realisiert In einer Rekordzeit von nur drei Monaten realisierte das Team der HUBER SE, der tschechischen Tochtergesellschaft HUBER CS spol. s r.o. und ihr lokaler Technologiepartner Kunst spol. s.r.o. die Installation, Trockentests und Inbetriebnahme der Schlammentwässerung mit der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® 440.2 und der Schlammtrocknung mit dem HUBER Bandtrockner BT 12 FAS. Beide Maschinen sind hochenergieeffiziente Technologien, bei deren Entwicklung grösster Wert auf eine einfache Bedienung gelegt wurde. Während die Schneckenpressen den Schlamm aus der örtlichen Kläranlage in Šumperk entwässern, ist die Lösung zur Schlammtrocknung auch für die Behandlung von extern angeliefertem Schlamm aus umliegenden Kläranlagen ausgelegt. Die Gesamtkapazität des Bandtrockners beträgt 8.000 t entwässerten Klärschlamms pro Jahr. Vorteile bei Betriebskosten ausschlaggebend Die Vorteile hinsichtlich der Betriebskosten über eine Betriebsdauer von 10 Jahren waren ausschlaggebend für die erfolgreiche Ausschreibung und Vergabe an die Firma Kunst zusammen mit dem Schlammbehandlungskonzept von HUBER. Hervorragende Ergebnisse bei Entwässerungsgrad und Trocknungsleistung Von der ersten Inbetriebnahme an funktionierten alle Maschinen einwandfrei und lieferten hervorragende Ergebnisse. Die HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® konnte bis zu 28% TR erreichen und wird derzeit mit einem stabilen Entwässerungsgrad von ca. 22% TR betrieben. Der Bandtrockner wurde sofort mit und über seinem Auslegungsdurchsatz und einer kontinuierlichen Trocknungsleistung von >95% TR betrieben. Dank eines exzellenten Teams wird dieses Projekt dazu beitragen, anspruchsvolle Schlammbehandlungsprozesse voranzutreiben – und es zeigt, dass erfahrene Projektpartner und Technologieanbieter für die erfolgreiche Realisierung entscheidend sind.[...]
[...]Färöer Inseln Die Färöer Inseln sind wohl vor allem Naturliebhabern mit einem Hang zu eher ausgefallenen Reisezielen ein Begriff. So war es zunächst eine interessante Abwechslung, als bei HUBER Mitte 2017 die Anfrage für eine Anlage zur Behandlung von Fäkalschlamm für überwiegend häusliche Schlämme einging. Es sollten jährlich mindestens 10.000 t Schlamm angenommen, gesiebt und anschliessend auf ≥ 35 % Trockenrückstand (TR) entwässert werden. Transport mit Saug- und Tankfahrzeugen Was diese Aufgabenstellung besonders macht, ist allen voran der Eingangs-TR: Der Schlamm wird inselweit mit Saug- und Tankfahrzeugen der Firma Simon Moos eingesammelt. Diese speziellen Fahrzeuge haben mehrere Tanks und können den Schlamm unter Zugabe von Polymer auf 9 – 11 % TR eindicken, bei längeren Standzeiten auch mehr. Dies reduziert den unnötigen Transport von Wasser auf den teils langen Distanzen auf der Insel. Die Aufgabenstellung Die Siebung des fliessfähigen Schlamms ist eine Standardaufgabe für HUBER und vielfach erprobt, aber das voreingedickte Material ist nahezu stichfest und kann in diesem Zustand nicht gesiebt werden. Die Aufgabenstellung war es aber, Schlämme von 2 % bis etwa 11 % TR gleichermassen zu behandeln. HUBER Annahmebunker, Waschtrommel und Schneckenpresse Für ein erstes Budgetangebot hat man sich nach Abwägung verschiedener Optionen für einen HUBER Annahmebunker RoSF7 mit bedarfsweiser Rückverdünnung des Schlamms und zur anschliessenden Siebung für eine HUBER Waschtrommel RoSF9 entschieden. Danach sollte der Schlamm gepuffert und von dort aus zur Entwässerung auf die bewährte HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® gepumpt werden. Proben, Analysen, Versuche Als nächster Schritt wurde im Herbst 2017 eine Schlammprobe im HUBER Labor analysiert und Entwässerungsversuche durchgeführt – mit vielversprechenden Ergebnissen. Das Interesse des Betreibers IRF in Leirvik war nun gross und es galt nur noch, die „Unbekannte“ mit dem eingedickten Schlamm zu bewerten. Bei einem Besuch auf den Färöern im Sommer 2018 wurde der angelieferte Schlamm begutachtet, einfache Versuche zur Rückverdünnung durchgeführt und die Erwartungen und Anforderungen des Betreibers besprochen. IRF ist für die meisten der Färöer Inseln der zentrale Ver- bzw. Entsorger für Wasser, Abwasser, Müll und Energie. Basierend auf den Erkenntnissen und Absprachen des Besuchs konnte nun in Zusammenarbeit mit einem dänischen Anlagenbauer das Angebot konkretisiert und mit der detaillierten Planung von Verfahrenstechnik und Bauwerk begonnen werden. Die Maschinen in der Beauftragung an HUBER Die Beauftragung an HUBER erfolgte im Dezember 2020 und umfasste folgende Bestandteile zur Lieferung im Dezember 2021: 1x HUBER Schlammannahmebunker RoSF7 mit integrierter Einheit zur Rückverdünnung 1x HUBER Waschtrommel RoSF9 zur Schlammsiebung 1x HUBER Waschpresse WAP® zur Entwässerung des Siebguts 3x Dünnschlammpumpe zur Beschickung der Schneckenpressen 3x Flockungshilfsmittel-Aufbereitung 3x HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Vereinbarte Garantiewerte erreicht Die Nassinbetriebnahme ging nach der Fertigstellung von Gebäude und Verfahrenstechnik im Dezember 2022 vor einer spektakulären Naturkulisse erfolgreich über die Bühne. Die vereinbarten Garantiewerte von 35 % TR im entwässerten Schlamm wurden erreicht und dies mit minimalem Polymereinsatz. Fazit: IRF erhält zukunftsweisende Technik zur Behandlung von Fäkalschlämmen und HUBER erweitert sein Projektportfolio um eine Referenz inmitten beeindruckender Umgebung.[...]
[...]Madrid-Butarque, Spanien Es ist ein erfolgreiches Grossprojekt vor den Toren der spanischen Hauptstadt: HUBER hat Ende 2021 18 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® im Regenrückhaltebecken in Madrid-Butarque installiert und erfolgreich in Betrieb genommen. Nach zehn Jahren des wenig zufriedenstellenden Betriebs mit Produkten von anderen Herstellern, verbunden mit hohem zusätzlichen Aufwand, erneuerte die Stadt Madrid die Anlage im Süden der Stadt mit innovativen und zuverlässigen Produkten von HUBER. Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 400 Millionen Litern (400.000 m³) zählt das Regenrückhaltebecken zu den grössten seiner Art in Europa. Maximaler Durchsatz von 63 m³/s: Neue Rechenanlage mit 18 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® Die neue Rechenanlage für den Schutz des Regenrückhaltebeckens Butarque besteht aus 18 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® 5120 x 1775 mit einem Stababstand von 40 mm für einen maximalen Wasserdurchsatz von 63 m³/s. Der Abtransport des Rechenguts wird über ein Förderbandsystem gewährleistet. HUBER Technology España, die spanische Tochtergesellschaft von HUBER, erarbeitete eine kundenspezifische Lösung, die einen zuverlässigen und reibungslosen Betrieb unter realen Bedingungen gewährleistet. Nach der Kontaktaufnahme durch die Stadt Madrid im Jahr 2019 überzeugte HUBER mit seiner massgeschneiderten Lösung: durch detaillierte und spezifische Kenntnisse über die Abwassersituation in Spanien und speziell im Grossraum Madrid, gepaart mit bedeutsamer Praxiserfahrung aus laufenden Projekten. Erste Projektphase von Dezember 2020 bis April 2021: Erfolgreiche Inbetriebnahme der ersten neun HUBER RakeMax® Da der Zufluss in das Regenbecken nicht unterbrochen werden konnte und die ständige Verfügbarkeit der Anlage gegeben sein musste, wurde das Projekt in zwei Phasen durchgeführt. In Phase I wurde von Dezember 2020 bis Februar 2021 die erforderliche Anpassung der Betonarbeiten an die neue Ausrüstung vorgenommen. Die Montage der ersten neun HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® inklusive der Elektroinstallation wurde im März 2021 erfolgreich durchgeführt und die Inbetriebnahme der ersten Projektphase Anfang April 2021 abgeschlossen. Hervorragende Leistung der HUBER Maschinen: Erwartungen des Kunden vollumfänglich erfüllt Kurz nach der Inbetriebnahme hatten die neu installierten Produkte die erste Bewährungsprobe zu meistern: mit dem Einsetzen des Frühjahrsregens kamen die ersten Überschwemmungen auf das Regenrückhaltebecken zu, welche die Rechengutcontainer innerhalb weniger Minuten mit mehreren Kubikmetern Rechengut füllten. Die Leistung der neuen HUBER-Anlage erwies sich als hervorragend und entsprach den Erwartungen des Kunden vollumfänglich. Zweite Projektphase von Juli bis November 2021: Vollständige Aufrüstung und Inbetriebnahme Die zweite Projektphase wurde zwischen Juli und November 2021 durchgeführt. Bis Ende 2021 wurde das Regenwasserrückhaltebecken Butarque mit den neuen HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® vollständig aufgerüstet und in Betrieb genommen. Mit diesem Grossprojekt hat sich HUBER einmal mehr als sehr verlässlicher Partner für seine Kunden erwiesen. Stadt Madrid hatte 90 Millionen Euro für neues Regenrückhaltebecken investiert Im Rahmen des Infrastrukturplans zur Verbesserung der Qualität des Manzanares, des circa 90 km langen Flusses durch die spanische Hauptstadt, hatte die Stadt Madrid von 2005 bis 2010 den Bau eines der grössten Regenrückhaltebecken in Europa durchgeführt. Für den Bau investierte die Stadt etwa 90 Mio. Euro. Insgesamt wurden mehr als 2,5 Mio. m³ Erde bewegt und über 90.000 m³ Beton verbaut. Verschmutzung und negative Umweltauswirkungen minimiert, Qualität von Fluss und Ökosystem gewährleistet Dank dieser Massnahme konnte Madrid mit einem Bewirtschaftungs- und Speichersystem (Gesamtkapazität: 1,3 Millionen m³) ausgestattet werden, das die direkte Einleitung der grossen, über das Kanalisationsnetz aufgefangenen Regenwassermengen in den Manzanares verhindert. So war es praktisch möglich, die Verschmutzung dieses Gewässers aufzuhalten, negative Umweltauswirkungen zu minimieren und die Qualität des Flusses sowie seines gesamten aquatischen Ökosystems zu gewährleisten. Installierte Produkte anderer Firmen mussten ersetzt werden Die ursprünglich vorgeschlagene und installierte Lösung für das Einlaufwerk umfasste zehn einzelne Greiferrechen, für den Transport und die Entfernung des Rechenguts war ein Rinnenkanal gebaut worden. Schon beim ersten Unwetterereignis jedoch zeigte sich, dass die installierten Anlagen, Rechen und Schwemmrinnen nicht in der Lage waren, die sehr grossen Mengen an Abwasser und Rechengut zu bewältigen, die in das Einlaufbauwerk des Regenbeckens gelangten. Das ineffiziente und ungeeignete Reinigungssystem dieser Rechen führte zu einer starken Verstopfung der Stäbe, sodass die Befüllung des Regenbeckens erschwert war. Ausserdem hatte das Betriebspersonal grosse Mühe, die Überflutung des Geländes zu vermeiden, und musste nach jedem Regenereignis viele Stunden für die manuelle Reinigung der Rechen und der gesamten Bauanlage aufwenden. Nach knapp zehn Jahren Betrieb: HUBER liefert innovative und zuverlässige Produkte Nach knapp zehn Jahren Betrieb unter diesen unzureichenden Bedingungen, die vor allem für Betrieb und Wartung hohen Aufwand und Kosten verursachten, planten die Behörden den Austausch der mechanischen Ausrüstung. Im Jahr 2019 war HUBER Technology España kontaktiert und die aktuelle Situation vor Ort durch die zuständigen Berater, Betreiber und Eigentümer besprochen worden. Die erfolgreiche Umsetzung solcher Projekte zeigte wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die nicht nur über grosse Erfahrung, sondern vor allem auch über detaillierte Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten und Abläufe verfügen. Nur so können massgeschneiderte Lösungen gefunden werden, die am Ende funktionieren und die Erwartungen der Kunden erfüllen. Und dies ist HUBER im Grossprojekt Madrid-Butarque eindrucksvoll gelungen.[...]
[...]Linz-Asten, Österreich Grobrechen ausgetauscht, Rechengutbehandlung erneuert und eine Rechengut-Verladung errichtet In der grössten oberösterreichischen Kläranlage mit einer Ausbaugrösse von 950.000 EW, wurden die Grobrechen getauscht, die Rechengutbehandlung erneuert und eine Rechengut-Verladung errichtet. Das gesamte Stadtgebiet der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz sowie 39 Umlandgemeinden mit einem Einzugsgebiet von insgesamt 900 Quadratkilometern werden über die Regionalkläranlage Asten entwässert. Darüber hinaus werden auch die biologisch abbaubaren Abwässer der Grossindustrie, wie die Kokereiwässer der Hütte Linz der voestalpine Stahl und der DSM Chemie aufgenommen. Der Industrieanteil der Gesamtbelastung beträgt ca. 30 %. Der maximale Zufluss aus dem überwiegend im Mischsystem entwässerten Einzugsgebiet beträgt 8,8 m³/s, der maximale Trockenwetterzufluss 2,7 m³/s. Der Standort der KA ist durch die Donaustaustufe Abwinden-Asten bestimmt. Der Stau des Kraftwerks reicht bis in das Stadtgebiet von Linz. Daher ist der Standort der Kläranlage in der östlichen Nachbargemeinde von Linz, in Asten auf Höhe des Kraftwerks so gewählt, dass die Linzer Kanäle im freien Gefälle bis zur Kläranlage entwässern können. Das Abwasser wird in die Kläranlage gehoben, mechanisch und biologisch gereinigt und anschliessend in das Unterwasser des Kraftwerks geleitet. Die vier alten Gleichstrom-Harkenrechen mit einer Spaltweite von 80 mm stammten noch aus der Zeit um 1979 als die KA Asten in der derzeitigen Form in Betrieb ging. Die Feinrechen waren im Jahre 2000 auf Ketten-Umlaufrechen mit 10 mm Spaltweite erneuert worden. HUBER lieferte damals die zugehörige Fördertechnik und die Rechengutbehandlungsanlagen sowohl für die neuen Feinrechen als auch die Waschpresse für die Grobrechen. Da die Regionalkläranlage Linz sowohl eine Schulungs-Kläranlage für Klärwärter ist, als auch häufig als Exkursionsziel gewählt wird und vor allem auch aus technischen Gründen, war es geboten, die Grobrechen dem Stand der Technik anzupassen sowie die Geruchsbelastung im Rechenhaus zu reduzieren. Anstelle der bestehenden Gleichstrom-Rechen mit 80 mm Spaltweite wurden HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® mit 35 mm Spaltweite zum Einsatz gebracht. Der verringerten Spaltweite, höheren Abscheideleistung und grösseren Rechengutmenge wird durch die raschere Siebflächenreinigung, die ein Umlaufrechen hat, entsprochen. Quer zu den vier neuen Grobrechen und den vorhandenen vier Feinrechen, die jeweils nebeneinander angeordnet sind, wurden Doppel-Förderschnecken mit 600 bzw. 500 mm Durchmesser eingebaut, die das Rechengut in je eine HUBER Waschpresse WAP® Baugrösse 2x8 mit einer Rohrechengut-Durchsatzleistung von je 16 m³/h befördern und über einen zusätzlichen Notabwurf verfügen. Die zwei Doppel-Waschpressen waschen, entwässern und schieben das Rechengut durch vier steil angeordnete Ausschubrohre in Richtung bis oberhalb der Rechengutverladung. An den Ausschubrohr- Enden werden die Rechengutpfropfen zerkleinert, um undefiniert grosse Klumpen zu vermeiden. Das aufgelockerte Rechengut fällt an vier Stellen in eine Verteil-Förderschnecke, die es – je nach Drehrichtung - in zwei abgedeckte Abrollcontainer verteilt. Jeder der beiden Container ist mit einer giebeldachförmigen Abdeckung versehen, unter deren „First“ eine unten offene Verteilförderschnecke die Längsverteilung im Container bewerkstelligt. Ist der eine Container voll, schaltet die Verteilförderschnecke die Förderrichtung um und befüllt den anderen Container. Die Planung der Rechenhaus-Ertüchtigung wurde vom Büro Dr. Lengyel ZT-GmbH aus Wien durchgeführt. Den Ingenieuren von BDL sowie der Betriebsleitung der Regionalkläranlage Asten sei ein grosses Dankeschön dafür ausgesprochen, dass die Zusammenarbeit von der Ausführungsphase bis hin zur Inbetriebnahme stets in kongenialer, konstruktiver Atmosphäre stattgefunden hat.[...]