[...]Zur IFAT 2005 werden wir die 1.000ste COANDA-Sandwaschanlage, Typ: RoSF 4 dem geschätzten Messepublikum und dem verdutzten Wettbewerb präsentieren. Diese 1.000 Originale stehen für Innovation, Kontinuität, Qualität und bestes Know-how – für Sie. Unser Original bietet ihnen optimale Abscheide- und Waschleistungen, langjährige Erfahrung und beste Verfahrenstechnik zur Behandlung von Kläranlagensand. Diese 1.000 Originale zeigen aber auch eindrucksvoll auf, dass unsere COANDA-Sandwaschanlage weltweit auf grossen und auf kleinen Kläranlagen beheimatet ist. Ein kleiner Auszug aus der Referenzliste (siehe nebenstehende Tabelle) zeigt, dass die COANDA-Sandwaschanlage auch auf sehr grossen Kläranlagen bereits vielfach im Einsatz und akzeptiert ist. Dies ist eigentlich nicht verwunderlich, denn folgende Vorteile der COANDA-Sandwaschanlage sind unschlagbar: keine zusätzliche Absiebung (z.B. < 4 mm) vor der Sandwaschanlage hohe Sand-/Splittausbeute auch zur Behandlung von Kanalsand, Sinkkasteninhalte oder Strassenkehricht ohne Einschränkungen geeignet kein Zermahlen von Steinchen und Kies geringster Verschleiss an der Schnecke durch beidseitige Lagerung online Sandpegelmessung während der Beschickung Sandpegelmessung unabhängig von der Korngrösse niedrige Oberflächenbeschickung plus Drallkammer plus COANDA-Tulpe separater Organikabzug dicke Schnecken garantieren einen hohen Feststoffdurchsatz auch Rührwerk und Schnecke aus Edelstahl mittlerweile mehr als 1000 Referenzen Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung, ... Lassen Sie sich bei Ihrer Entscheidung nicht alleinig durch einen niedrigen Kaufpreis in die Irre führen! Der Kaufpreis muss immer in Verbindung mit der Funktionalität und der eingesetzten Verfahrenstechnik abgewogen werden. Das böse Erwachen kommt dann erst später, wenn Abscheide- und Waschleistungen nicht erreicht werden, die Anlage einen völlig überhöhten Verschleiss produziert oder die mineralische Ausbeute zu wünschen übrig lässt. Ärger und zusätzliche Investitionen sind in diesem Fall vorprogrammiert. Kommen Sie zu uns, wir beraten Sie ausführlich und zeigen Ihnen gerne einer unserer über 1.000 Referenzen weltweit. Nutzen Sie unser Know-how![...]
[...]Winterthur, Schweiz Mit jedem der nun folgenden Projekte leisten unsere Kunden einen wichtigen Beitrag zu den CO 2 -Reduktionszielen. Abwasserwärmenutzung Wintower in Winterthur - Realisiert und in Betrieb - 22.000 m² – das entspricht in etwa der Fläche von drei Fussballfeldern. 22.000 m² – das entspricht aber auch der Fläche der 28 Stockwerke des Wintowers in Winterthur in der Schweiz. Diese im Sommer ausreichend zu kühlen (=Zusatznutzen) und in der kalten Jahreszeit mit Wärme zu versorgen stellt heizungstechnisch eine Herausforderung dar. In den Wintermonaten werden circa 600 kW Heizleistung benötigt. Anfang des Jahres wurde das HUBER ThermWin®-System installiert und erfolgreich in Betrieb genommen. Aus dem Abwasserkanal werden ca. 50 l/s entnommen und über eine ROTAMAT® Schachtsiebanlage RoK 4 700/3 grob vorgereinigt. Mittels zweier Tauchpumpen werden die beiden HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin der Baugrösse 8 in den Kellerräumen des Wintowers beschickt. In den Wärmetauschern erfolgt die Wärmeübertragung auf das Kühl-medium. Dieses erwärmt sich und versorgt die Wärmepumpe mit der benötigten Energie. Dem Heizsystem werden somit circa 600 kW zur Verfügung gestellt. Die Anlage wird in den Sommermonaten auch zu Kühlzwecken genutzt, wobei dem Gebäude bis zu 600 kW Wärme entzogen werden. Nicht nur durch die weitaus grössere Wärmekapazität, sondern auch durch Tem-peraturen von ~20 °C, stellt es gegenüber der heissen Sommerluft mit rund 30 °C eine ideale Energiesenke dar. Durch die ganzjährige Nutz-ung und gute Leistungszahlen der Wärme- / Kältemaschine ergeben sich hohe Einsparungs-potenziale, welche die Investitionskosten der Anlage in kurzer Zeit amortisieren. Projektdaten Wintower im Überblick: Technische Daten: – 2 Abwasserwärmetauscher RoWin – 1 Schachtsiebanlage RoK 4 Betriebsparameter: – Lastfall Heizen: - Max. 480 kW Wärmeentzug aus dem Abwasser - 585 kW Wärmeeintrag in das Gebäude – Lastfall Kühlen: - 600 kW Wärmeentzug aus dem Gebäude - Max. 840 kW Wärmeeintrag in das Abwasser – Abwassermenge: max. 50 l/s Abwasserwärmenutzung Burgerbad Therme in Leukerbad - Projektauftrag in Ausführung - Mehrere 50 °C heisse natürliche Quellen speisen konstant die zehn Thermalbäder des auf 1.400 m Höhe gelegenen grössten Alpinen Thermalbades Europas. Das vitalisierende und mineralreiche Thermalwasser lädt ganzjährig zum Entspannen und Erholen mit viel Spass, inmitten einer imposanten Bergwelt, ein. Das Abwasser aus dem Badebetrieb verschmutzt durch Fett aus Sonnencremen, Hautpartikeln, Haaren, Sand etc. Es hat noch immer eine Temperatur von 30 °C und fällt konstant mit 8 l/s an. In Zukunft wird diese Energie in die Gebäudeheizung eingebunden, anstatt direkt und ungenutzt in die Kläranlage abgeleitet zu werden. Der Kanalisationsablauf ausserhalb des Gebäudes leitet das 30 °C warme Abwasser in einen Betonkanal, in dem die zwei HUBER Wärmetauscher RoWin B (= Beckenversion) unterhalb der Erdoberfläche installiert werden. Das abgekühlte Abwasser kann danach in die bestehende Kanalisationsleitung abgegeben werden. Die konstante garantierte Wärmeübertragung wird durch die automatische Tauscherflächenreinigung im HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin sichergestellt. Der Sekundärkreislauf der zwei Wärmetauscher, gekoppelt mit einem parallel geschalteten Sauberwasser-Plattentauscher, überträgt die gemeinsame Abwärmeenergie mit einer Temperatur von ca. 20 °C in die neue Wärmepumpenanlage für eine Heizleistung von > 1000 kW. Die Anlageninbetriebnahme erfolgt im Herbst 2011 und danach wird der alte Ölkessel demontiert. Projektdaten Burgerbad im Überblick Technische Daten: – 2 Abwasserwärmetauscher RoWin B (Beckenversion) Betriebsparameter: – Lastfall Heizen: - Max. 585 kW Wärmeentzug aus dem Abwasser - 780 kW Wärmeeintrag in das Gebäude – Abwassermenge: max. 50 l/s Abwasserwärmenutzung in Holzverarbeitender Industrie Können Sie sich vorstellen, wieviel Abwärmeenergie in einem prozessinternen Kreislaufwasser von 150 m³/h bei 50 bis 58 °C steckt und wie dieses mit unseren HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin um ca. 8 °C abgekühlt wird? Es steht rund 1.200 kW Energie (Kälteleistung) für die Heizung der Produktionshallen und Büros in einem holzverarbeitenden Betrieb zur Verfügung. Das Kreislaufwasser der im 24-h-Betrieb produzierenden Anlage ist stark mit Holzfasern und kritischen Zuschlagsstoffen verschmutzt, die bisher jede Versuchs-Wärmetauscherfläche innerhalb kurzer Zeit stark belegt haben. Eine zuverlässige Abwärmenutzung wird jetzt erst durch den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin mit automatischer Tauscherflächenreinigung und Feststoffausschleusung ermöglicht. Basistests über mehrere Wochen haben bestätigt, dass die Tauscherflächen täglich sauber abgereinigt werden und dadurch nicht verkrusten können. Im Sommer hingegen heizt sich das Kreislaufwasser zeitweise auf ca. 58 °C auf und kommt in einen kritischen Temperaturbereich, der die Produktequalität negativ beeinflussen kann. Es bietet sich somit an die vorgesehenen HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin im Sommer für die Kühlung des Kreislaufwassers zu nutzen. Dies kann realisiert werden indem aus dem nahegelegenen Fluss die bewilligte Kühlwasserentnahme dem Sekundärkreislauf der gleichen Wärmetauscher zugeführt wird (= Zusatznutzen). Somit kann das grosse Abwärmepotential im Winter für die Gebäudeheizung genutzt und im Sommer die konstante Produktqualität sichergestellt werden. Der wirtschaftliche Anreiz dieses Verfahren zu realisieren ist gegeben. Projektdaten Holzindustrie im Überblick: Technische Daten: – 2 Abwasserwärmetauscher RoWin Betriebsparameter: – Lastfall Heizen: - Max. 1000 kW Wärmeentzug aus dem Prozesswasser - 1300 kW Wärmeeintrag in das Gebäude - Prozesswassermenge: max. 42 l/s – Lastfall Kühlen: - 940 kW Wärmeentzug aus dem Prozesswasser - max. 940 kW Wärmeeintrag in den Vorfluter - Prozesswassermenge: max. 17 l/s Weitere Abwasserwärmenutzungsprojekte in Bearbeitung Chemieproduktion Kartoffelverarbeiter Thermalbad Kommunale Abwässer vor und nach Kläranlage Seewasser Papierherstellung Schlachthofabwasser Das HUBER ThermWin®-Verfahren mit der RoWin-Tauschertechnik im Behälter oder in getauchter Version für Kanäle bietet neue Lösungen der Abwärmerückgewinnung und Mediumkühlung die bisher nicht realisierbar waren.[...]
[...]Berching, Germany Umweltkatastrophen wie die Ölpest im Golf von Mexiko, die Weltwirtschaftskrise und immer knapper werdende Ressourcen lassen den Ruf nach einer sicheren, umweltfreundlichen und finanziell attraktiven Energiequelle immer lauter werden. Von vielen unbemerkt fliesst unter unseren Füssen ein Strom, welcher diese Kriterien erfüllt: Kommunales Abwasser. Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin wurde speziell für dieses Verfahren entwickelt. Wärmepumpen bedienen sich einer Energiequelle aus der Umwelt. In der Regel ist dies Grundwasser oder Luft. Beide Elemente haben allerdings den Nachteil, dass in den Wintermonaten ihr Energielevel abnimmt, wohingegen in den Sommermonaten die Luft- bzw. Grundwassertemperatur ansteigt. Die Nutzung als Quelle oder Senke für die Energie zur Klimatisierung von Gebäuden wird hierdurch erschwert. Abwasser hingegen besitzt auch während der Kälteperiode ein grosses Wärmepotential. Der Eintrag von warmen Dusch- und Waschwasser lässt das Temperaturniveau im Abwasserkanal selten unter 12 °C sinken. Im Sommer hingegen schottet das Erdreich das Abwasser von den wärmenden Sonnenstrahlen ab, wodurch eine maximale Temperatur von ca. 20 °C eingehalten wird. Diese geringe Spreizung zwischen Min- und Maxwert macht kommunales Abwasser zum idealen Medium für den Betrieb einer Wärmepumpe. Der bisher seltene Einsatz von Abwasserwärmenutzung lässt sich dadurch erklären, dass die im Abwasser vorhandenen Grob- und Schmutzstoffe die Wärmepumpen in ihrer Funktion beeinträchtigen. Die Reinigung des Abwassers wäre ein nicht vertretbarer Aufwand. Der von Spezialisten entwickelte Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin verfolgt einen anderen Lösungsansatz. Die Übertragung der im Abwasser enthaltenen Energie auf ein Medium mit welchem die Wärmepumpe betrieben werden kann. Das patentierte Verfahren HUBER ThermWin® beinhaltet neben dem Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin eine optimierte Entnahme des Abwassers aus dem öffentlichen Schmutzwasserkanal. Durch einen Tangentialschacht in der Nähe des Abwassersammlers können mehrere Punkte abgedeckt werden. Zum einen kann das Abwasser im Freispiegel in den Schacht zulaufen, zum anderen dient er als Vorlage für die Beschickungspumpe des HUBER RoWin. Eine HUBER RoK 4 Schachtsiebanlage reinigt das Abwasser vor und schützt somit den HUBER RoWin vor Grobstoffen. Die von der Siebanlage zurückgehaltenen Grobstoffe werden mit dem abgewärmten Abwasser stromabwärts in den Kanal zurückgeführt. Um dem negativen Einfluss von Biofouling durch im Abwasser enthaltenen Mirkoorganismen vorzubeugen, ist der HUBER RoWin mit einer Reinigungseinrichtung ausgestattet. Diese reinigt die Oberfläche der Tauscherrohre periodisch und beugt somit einer wachsenden Verschmutzung vor. Diese Präventivreinigung sorgt für einen kontinuierlich hohen Wärmeübergang. Die im Abwasser enthaltenen Grobstoffe sinken im HUBER RoWin nach unten und werden durch eine Schnecke aus dem System ausgetragen. Das Herzstück des Abwasserwärmetauschers HUBER RoWin steckt jedoch in seinem Inneren. Speziell gefertigte Austauscherrohre garantieren einen idealen Wärmeübergang. Der kompakte Aufbau sorgt für eine optimale Umströmung der Rohre. Die Grundversion des HUBER RoWin besteht aus einem Behälter, welcher die Rohrmodule aufnimmt. Er kann somit nahezu überall aufgestellt werden. Insbesondere auf Industrieanlagen ergeben sich dadurch verfahrenstechnische Vorteile. Alternativ hierzu können die Module auch direkt in einem Gerinne oder Becken installiert werden. Dies hat den Vorteil, dass keine zusätzliche Pumpenergie für das Abwasser benötigt wird. Die Rohre werden direkt vom energiereichen Wasserstrom umspült, welcher dadurch seine Energie an das Kühlmedium abgibt. Durch diese Anwendung wird keine weitere Aufstellfläche benötigt. Aufgrund der Modulbauweise kann der HUBER RoWin den gegebenen Umständen angepasst werden. Die Möglichkeit die Rohrmodule in einem Behälter oder Becken zu installieren lässt alle Einsatzmöglichkeiten offen. Abwasser ist an vielen Orten verfügbar, und ist aufgrund seines Energieniveaus eine ideale Möglichkeit zur Beheizung und Kühlung von Schulen, Hotels, Sporthallen oder Industrieanlagen.[...]
[...]Winterthur, Schweiz Winterthur, im Kanton Zürich gelegen, liegt im Bekanntheitsgrad sicherlich hinter Bern, Zürich oder Genf zurück. Allerdings befindet sich in der sechstgrössten Stadt der Schweiz ein Wahrzeichen der besonderen Art. Der Wintower, 1966 von der Firma Sulzer errichtet, hielt knapp 40 Jahre den Titel des höchsten Hochhauses der Schweiz. Im Rahmen einer Sanierung wurde auch das Heiz- und Kühlsystem überarbeitet. Den Zuschlag erhielt hierbei die Abwasserwärmenutzung mit dem HUBER ThermWin-Verfahren. Auf 28 Stockwerken verteilen sich ca. 22.000 m² Bürofläche. Durch eine Komplettsanierung des Innenausbaus und der Aussenfassade kann das Minergie-Konzept der Schweiz angewandt werden. Dieses Konzept sieht einen äusserst niedrigen spezifischen Heizwärmebedarf von ca. 30 W/m² vor. Die niedrige Vorlauftemperatur des Heizkreislaufes ist ideal für den Einsatz von Wärmepumpen. Als Energiequelle für diese Art von Heizsystemen wurde bisher Umgebungsluft oder Erdwärme genutzt. Das HUBER ThermWin-Verfahren bedient sich allerdings einer anderen Quelle. Die notwendige Energie zur Klimatisierung des Wintowers wird aus dem Abwasser des öffentlichen Kanalnetzes gewonnen. Die räumliche Nähe zum Hauptsammler ist ein weiterer Aspekt welcher für die Nutzung von Abwasserwärme spricht. Der Lösungsansatz des HUBER ThermWin-Verfahrens liegt in einem oberirdischen Wärmeaustausch. Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin befindet sich im Kellergeschoss des knapp 100 Meter hohen Hochhauses. Beschickt wird der Wärmetauscher über eine Tauchpumpe. Diese sitzt in einem Schacht direkt neben Abwasserkanal. Dieser Schacht ist mit dem Kanal verbunden und dient somit als Vorlage für die Abwasserpumpe. Weiterhin findet hier die vertikale HUBER Siebanlage ROTAMAT® RoK 4 Platz. Im Wärmetauscher findet ein Energieaustausch zwischen gesiebtem Abwasser und dem Zwischenkreismedium der Wärmepumpe statt. Diese Art des Aufbaus ermöglicht eine einfache Zugänglichkeit zu allen Anlagenteilen und sorgt somit für eine einfache und kostengünstige Wartung. Bei einem Trockenwetterfluss von ca. 160 l/s werden dem Kanal ca. 50 l/s entnommen, vorgereinigt und der Wärmetauscheranlage zugeführt. Durch eine Abkühlung von ca. 2,1 Kelvin werden dem kommunalen Abwasser somit ca. 440 kW entzogen. Eine Wärmepumpe nutzt diese Energiequelle um durch den Einsatz von ca. 150 kW elektrischen Stromes ca. 590 kW Wärme zu erzeugen. Hieraus ergibt sich ein COP (Coefficient of Performance) bzw. Leistungszahl der Wärmepumpe von ca. 4,0. Somit haben ca. 75 % der benötigten Energie ihren Ursprung im Abwasser der Stadt Winterthur. Das System aus HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin und Wärmepumpe kann nicht nur während der Heizperiode günstige und umweltfreundliche Heizenergie liefern. In den Sommermonaten kann durch das HUBER ThermWin-System Kälte erzeugt werden. Zur Kühlung des Wintowers werden während der heissen Jahreszeit ca. 600 kW Kälte benötigt. Durch eine einfache Umschaltung der Wärmepumpe zur Kältemaschine kann die die dem Gebäude entzogene Wärme an das Abwasser abgeben werden. Die hierzu benötigte Energie beträgt wiederum nur einen Bruchteil der Nutzleistung. Somit ergibt sich durch das HUBER ThermWin-Verfahren eine ganzjährliche Einsparmöglichkeit von Betriebskosten und schädlichen Umweltemissionen wie beispielsweise Kohlendioxid. Erwärmung und Abkühlung des Abwassers wurden von den Verantwortlichen des Projektes mit max. 0,16 K während des Winters und mit max. 0,26 K in den Sommermonaten begrenzt. Diese Werte können eingehalten werden, wodurch eine Beeinflussung auf die Funktion der Kläranlage ausgeschlossen werden kann. Der nachhaltig denkende Eigentümer gibt dem Wintower durch eine aufwändige Sanierung seinen Glanz vergangener Tage wieder zurück. Die Abwasserwärmenutzung mit dem HUBER ThermWin-Verfahren trägt ihren Teil hierzu bei.[...]
[...]München, Deutschland Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Zeil verlieh am 18. Oktober in Nürnberg den Energiepreis 2012. Das Unternehmen HUBER SE belegte in der Kategorie Energiekonzepte und Initiativen den ersten Platz und wurde für den innovativen und verantwortungsvollen Umgang mit Energie ausgezeichnet. Minister Martin Zeil bezeichnete die ausgezeichneten Projekte als „Herausragende Entwicklungen für eine innovationsorientierte Energiewende“. Das CO 2 -sparende Projekt „Heizwärme aus dem Abwasserkanal“, das die HUBER SE in Zusammenarbeit mit der Stadt Straubing/Stadtentwässerung und der GFM beratende Ingenieure GmbH umsetzte, versorgt in Straubing 102 Wohneinheiten mit rund 65 % des Wärmebedarfs über das Abwasser. Bei diesem Objekt mit guter Wärmedämmung entspricht das jährlich knapp 350.000 kWh. Ermöglicht wird diese Einsparung durch ein Verfahren, bei dem die Wärme des Abwassers – also warmes Wasser das beim Duschen, Baden, Waschen und Spülen in die Kanalisation fliesst – durch einen speziellen Wärmetauscher entzogen wird. Eine Wärmepumpe passt die Temperatur der entzogenen Abwasserwärme der benötigten Heiztemperatur der Wohnungen an. Im Vergleich zur Erd- und Grundwasserwärme punktet das Verfahren der Abwasserwärmenutzung mit ganzjährig hohen Temperaturen von mindestens 12 Grad Celsius. HUBER erkannte die Abwasserwärme früh als Energieschatz und entwickelte im Stammhaus in Berching das in Straubing installierte ThermWin-Verfahren. Wichtigster Bestandteil dieser zukunftsweisenden Entwicklung ist der Wärmetauscher RoWin. Er steht in direktem Kontakt mit dem kommunalen Abwasser, trotz aller Unreinheiten und Störstoffe, die das Abwasser enthält. Deshalb entwickelten Ingenieure der HUBER SE ein Selbstreinigungsverfahren für den Wärmetauscher RoWin um bestmögliche Übertragungswerte liefern zu können, damit die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage garantiert ist. Das Projekt läuft seit dem eisigen Winter des Jahres 2010 und überzeugte gleich bei seinem ersten Härtetest mit zuverlässiger Wärmeleistung. Entscheidend für die Auszeichnung mit dem Bayerischen Energiepreis waren die Nutzung regenerativer Energiequellen und die daraus resultierende Einsparung von 70 circa Tonnen CO 2 . Der Bayerische Energiepreis wurde erstmals 1999 verliehen und wird seit 2000 im Zwei-Jahres-Turnus vergeben. Die Preisträger werden durch eine unabhängige Jury von Energieexperten verschiedener bayerischer Universitäten in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gekürt.[...]
[...]Ortenburg, Deutschland In der Sitzung am 21.10.2010 beschloss der Marktrat Ortenburg das erarbeitete Konzept des Ingenieurbüros Richter aus Passau. Im September 2013, nach fast drei Jahren Planungs- und Bauzeit, hat der Markt Ortenburg nun den Neubau der Kläranlage in Blindham mit einer grossen Einweihungsfeier der bestimmungsgemässen Verwendung übergeben. Mit dem für 11.000 Einwohnerwerte gebauten Klärwerk wird nun das Abwasser nach dem neusten Stand der Technik gereinigt und in den Vorfluter Wolfach geleitet. Der komplette mechanische Teil der Abwasserreinigungsanlage wird von einer ROTAMAT®-Kompaktanlage vom Typ Ro5-HD mit dem innovativen Sandfangsystem erledigt. Aus einem unterirdisch liegenden Pumpensumpf werden mit mehreren Tauchpumpen bis zu 100 l/s Abwasser in die oberirdisch aufgestellte Kompaktanlage gepumpt, so dass nach der Kompaktanlage das Abwasser im Freispiegel ohne zusätzliche Energie bis zur späteren Nachklärung fliessen kann. In der Ro5-HD Kompaktanlage wird nun zum einen das Abwasser komplett mechanisch gereinigt (Siebung mittels Ro2-Siebanlage, Sandabscheidung, Fettabscheidung) und zum anderen werden dort gleichzeitig noch die zurückgehaltenen Schmutzstoffe (Rechengut, Sandfangut, Fett) weitgehend behandelt. Durch den Einsatz dieser multifunktionalen Kompaktanlage konnte der umbaute Raum für die benötigte Maschinentechnik und somit die Baukosten deutlich verringert werden. Mittelfristig werden sich auch die in der Kompaktanlage integrierten Optionen der Rechen- und Sandfanggutwäsche ausbezahlen, denn dadurch werden die zu entsorgenden Abfälle deutlich verringert. Mit der Wahl der ROTAMAT® Kompaktanlage Ro5-HD besitzt der Markt Ortenburg nun nicht nur eine optimale mechanische Abwasservorreinigung, sondern hat gleichzeitig die passende Antwort auf steigende Entsorgungskosten. Die Verantwortung für eine saubere Umwelt in Verbindung mit kostengünstigen Lösungen werden in Ortenburg gross geschrieben.[...]
[...]Regensburg, Deutschland In Regensburg in der Oberpfalz entsteht derzeit das Museum der Bayerischen Geschichte. Mit im Bauprojekt aktiv ist die HUBER SE, das weltweit erfolgreiche Umweltunternehmen mit Stammsitz in Berching. HUBER liefert eine nachhaltige und innovative Systemlösung, die es ermöglicht, mit Abwasser das Museumsgebäude zuverlässig und je nach Bedarf zu heizen und zu kühlen. Ein Prestigeprojekt, das für HUBER nicht allein aufgrund seiner Nähe zum Firmensitz von besonderer Bedeutung ist. Der Mythos Bayern ist legendär, der Freistaat ein Erfolgsmodell, seine Kulturlandschaften hoch geschätzt. Es gibt in Bayern Museen zu den vielfältigsten Themen, nicht jedoch zur eigenen jüngsten Vergangenheit. Diese Lücke soll 2018 geschlossen werden – zum 100. Geburtstag des Freistaats Bayern. In seiner Regierungserklärung vom Dezember 2008 hat Ministerpräsident Horst Seehofer die Errichtung eines Museums der Bayerischen Geschichte angekündigt. Im Mittelpunkt stehen die Menschen in Bayern, alle Stämme, auch die Zugezogenen von weither, die hier ihre Heimat gefunden haben. Alle sind aufgerufen, am Museum mitzubauen – mit ihren persönlichen Geschichten und Erinnerungsstücken. Erzählt wird, wie der Freistaat Bayern wurde, was er heute ist, und was ihn so besonders macht. Bayern setzt seit langem auf die Kombination von Vergangenheit und Gegenwart, von bewährtem Alten und innovativem Neuen. Innovationen bayerischen Ursprungs, wie das ThermWin® System von HUBER es ist, belegen die Leistungsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft und insbesondere das Potenzial des Mittelstands. Eine logistische Herausforderung Über 20 Baufirmen, davon viele aus Bayern und der Region, sind am Bau des Grossprojektes beteiligt – einer der grössten Baustellen in Regensburg. „Die äusserst beengte Baustellensituation inmitten der historischen Altstadt stellt hier eine ganz besondere Herausforderung dar“, erklärte Staatsminister Joachim Herrmann. Ein straffer Terminplan liegt bis zur Fertigstellung im Jubiläumsjahr 2018 vor den Projektbeteiligten. Bayern feiert dann zweihundert Jahre Verfassung des Königreichs und einhundert Jahre Freistaat. HUBER ThermWin® System liefert saubere Energie zum Heizen und Kühlen des Museums Um das Abwasser aus dem Abwasserkanal entnehmen zu können, wurde ein spezielles Entnahmebauwerk geschaffen, wodurch nun bis zu 70 Liter Abwasser pro Sekunde entnommen werden können. Das Abwasser wird mit einer HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT® RoK4 von groben Feststoffen befreit und anschliessend mit Beschickungspumpen zu den beiden HUBER Abwasserwärmetauschern RoWin gepumpt. Im Zusammenspiel von Abwasserwärmetauscher und Wärmepumpe wird dem Abwasser entweder Wärme entzogen und dem Gebäude zugeführt (Heizen) oder es wird dem Gebäude Wärme entzogen und dem Abwasser zugeführt (Kühlen). Das geringfügig gekühlte bzw. erwärmte Abwasser wird letztlich wieder zusammen mit den zuvor abgesiebten Feststoffen in den Abwasserkanal eingeleitet. HUBER lieferte für das Museum der Bayerischen Geschichte ein ThermWin® System mit einer Heizleistung von 2 x 280 kW und einer Kühlleistung von 2 x 500 kW. Die HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin sind selbstreinigend und äusserst wartungsarm. Um die Wärmetauscher in die Gebäudestruktur einzupassen, werden die Wärmetauscher in geflanschter Version geliefert und vor Ort zu einer Einheit zusammengebaut. Das ThermWin® System von HUBER ist im Museum Teil eines fortschrittlichen Konzepts zur Nutzung energetischer Potentiale erneuerbarer Energiequellen. Dazu gehört auch das Abwasser unserer Städte. Mit dem ThermWin® System hat HUBER ein Verfahren entwickelt, welches einen betriebssicheren und zuverlässigen Zugriff auf die Ressource Abwasser ermöglicht.[...]
[...]Berching, Deutschland Auf Klärwerken ist die Klärschlammentsorgung ein zentrales Thema. Unabhängig von der Art der Verwertung sind Gewicht und Volumen Hauptursache für eine hohe finanzielle Belastung. Der Stand der Technik bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten der Entwässerung. Allerdings bleibt hierbei das energiereiche Filtratwasser meist unbeachtet. Durch den Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin kann diese Energie nutzbar gemacht werden. Primäres Ziel der Klärschlammentwässerung auf Kläranlagen ist es den Festsstoffgehalt des Schlammes zu erhöhen. Nach derzeitigem Stand der Technik werden nach Entwässerungsanlagen Trockensubstanzgehalte von ca. 30 % erreicht. Im Verhältnis zur Eingangsfracht werden dem Schlamm in der Regel ca. 25 % Wasser entzogen. Dieses wird zusammen mit dem Abwasser wieder der Anlage zugeführt und den einzelnen Behandlungsschritten unterzogen. Was hierbei gänzlich unbeachtet bleibt ist die Tatsache, dass das abgeschiedene Wasser eine sehr hohe Temperatur besitzt. Aufgrund der biologischen Aktivitäten im Faulturm bei einer Temperatur von ca. 36°C besitzt das Filtrat eine grosse Wärmeenergie. Diese gilt es zu nutzen! Durch den Einsatz des Abwasserwärmetauschers HUBER RoWin kann die Wärmenergie dem Filtratwasser entzogen und genutzt werden. Mit Hilfe von Wärmepumpen kann die Nutztemperatur weiter angehoben werden. Dadurch bieten sich direkt auf der Kläranlage verschiedene Einsatzmöglichkeiten für diese umweltfreundliche Art der Energieerzeugung. Als erstes sei die Aufheizung des Faulturms genannt. Für die biologischen Prozesse im Schlammturm gilt es eine optimale Temperatur einzuhalten. Diese liegt in der Regel bei 36°C. Je nach Art der Faulturmheizung werden im Vorlauf zwischen 40 und 50°C benötigt. Die hohe Eintrittstemperatur in den HUBER RoWin führt hierbei zu idealen Leistungszahlen der Wärmepumpe. Durch diese Kreislaufführung der Energie lässt sich ein Grossteil der konventionellen Heizkosten einsparen. Ebenso kann die zurück gewonnene Energie für die Beheizung der Sozialbauten auf einer Kläranlage genutzt werden. Mittels modernen Heizsystemen können die Betriebskosten deutlich reduziert werden. So können durch den Einsatz einer Fussbodenheizung ca. 80% der Nutzenergie aus Filtratwasser gewonnen werden. Strebt man nach der Entwässerung des Klärschlammes durch Zentrifugen, Filterbandpressen o.ä. einen noch höheren Trockensubstanzgehalt an, bietet der Markt weitere Trocknungsverfahren. Hierzu kann die aus dem Filtratwasser gewonnene Energie unterstützend eingesetzt werden, womit dieses Verfahren eine umweltschonende Reduzierung der Entsorgungskosten darstellt. Bereits mit 18 m³/h Filtratwasser können mittels HUBER RoWin und Wärmepumpe ca. 270 kW Heizleistung mit einer Temperatur von 45°C gewonnen werden. Die hierbei erreichte Leistungszahl der Wärmepumpe von > 4,5 weist hierzu einen Energieaufwand von < 60 kW auf. Wird der benötigte Strom durch Klärgas gewonnen tritt der finanzielle Vorteil noch stärker hervor. Besonders in den Sommermonaten ist der Energieentzug nicht nur finanziell von Vorteil. Die Temperatur des Kläranlagenablaufes wird gesenkt und somit der Wärmeeintrag in den Vorfluter reduziert. Dies hemmt die Algenbildung und wirkt sich positiv auf die Gewässergüte aus. Auf einer Kläranlage befinden sich demnach nicht nur diverse Energieabnehmer, sondern auch eine hohe Energiequelle. Der Abwasserwärmetauscher RoWin entzieht dem Filtratwasser diese bisher ungenutzte Energie und stellt auf diese Weise das Bindeglied dieser ökonomisch und ökologisch überzeugenden Energieerzeugung dar.[...]
[...]Kompaktanlagen sind komplette Systeme zur mechanischen Abwasserbehandlung für kleine bis mittlere Abwassermengen von 10 – 300 l/s. Grundsätzlich besteht eine Kompaktanlage aus den beiden Hauptkomponenten Rechenanlage und Sandfang. Natürlich können optional die zwei Hauptbereiche auch noch mit Zusatzaggregaten wie Rechengutbehandlung, Belüftung oder Fettfang ausgestattet werden. Seit dem Jahr 2000 gehört nun zusätzlich eine Sandwaschanlage zum Stand der Technik bei der mechanischen Abwasserreinigung, so dass hier in aller Regel immer Rechen, Sandfang und Sandwäscher in einem Atemzug genannt werden. Bei konventionellen, aufgelösten Installationen ist eine optimale Aufstellung einfach realisierbar, denn Rechen, Sandfang und Sandwaschanlage werden einfach passend zu einem Gesamtsystem kombiniert. Bei Kompaktanlagen ist die Kombination aller drei Bereiche nicht so einfach möglich, denn hier sind Rechen, Sandfang und Sandwäsche direkt miteinander hydraulisch verbunden. Nun ist es uns gelungen, unser intelligentes und patentiertes Sandwaschverfahren in den Sandfang einer Kompaktanlage zu integrieren. Der Sandwäscher ist dabei an das Ende des Sandfangs geblockt und wird direkt von der horizontalen Sandräumschnecke des Sandfanges „gefüttert“. Im Sandwäscher erfolgt die Trennung des Sand-/Organik-Gemisches mit dem gewohnten Aufstromverfahren. Dabei setzen wir unsere äusserst effektive hydrostatische Druckmessung ein, die sich bei den „grossen“ Sandwaschanlagen tausendfach bewährt hat. Der grosse Vorteil liegt bei dieser Messung darin, dass auch während der Beschickung die Sandwaschanlage Sand wäscht und gleichzeitig austrägt. Der gereinigte Sand wird dabei aus dem Sandwäscher gefördert, statisch entwässert und in der Regel mit einem Glühverlust von < 3% in einen Container abgeworfen. Die ausgewaschene Organik wird gleichzeitig in den Ablauf der Kompaktanlage zudosiert, so dass eine Akkumulierung von organischen Partikeln vermieden wird. Mit dieser Innovation ist es uns gelungen, dass nun auch kleine Kläranlagen mit weniger als 100 l/s Zulauf „ihren“ Sand kostengünstig behandeln und somit entsorgen bzw. verwerten können.[...]
[...]Basel, Schweiz Abwasser als Wärmequelle für Wärmepumpensystem stellt eine hocheffiziente Energiequelle und -senke dar. Ihre Verwendung ist jedoch oft auf grosse Kanaldurchmesser und Durchflussmengen beschränkt. Im folgenden Artikel soll eine Alternative zur Abwasserwärmenutzung aus dem Kanal am Beispiel des Altersheimes Hofmatt in Münchenstein in der Schweiz vorgestellt werden: die Nutzung der Abwärme des vor Ort anfallenden Abwassers als regenerative und nachhaltige Energiequelle zur Brauchwassererzeugung und Heizung des Gebäudes. Einführung Durch immer besser werdende Gebäudehüllen reduziert sich der Wärmebedarf moderner Gebäude kontinuierlich. Die Raumluft wird, so gut es geht, am Entweichen aus dem Gebäude gehindert oder über Wärmetauscher ins Freie geleitet, damit möglichst wenig Energie verloren geht. Diese Energie steckt auch in unserem Abwasser, jedoch wird nicht verhindert, dass es ungenutzt in die Kanalisation entweicht. An diesem Punkt setzt die Abwasserwärmenutzung (AWN) an. Die im Abwasser enthaltene Energie soll weiter verwendet werden. Hierzu sind Wärmetauscher notwendig, die den schmutzigen Abwasserstrom von einem sauberen Kühlwasserstrom trennen. Diese Wärmetauscher gibt es zum Einbau in einem Abwasserkanal und als oberirdisch aufgestellte, externe Variante. Ihr Einsatz ist inzwischen erprobt und ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Die meisten bisher realisierten Projekte nutzen dabei den Abwasserstrom, der den Kanal bereits erreicht hat. Im Altersheim Hofmatt in Münchenstein in der Schweiz wurde in dieser Hinsicht ein neuer und sehr viel versprechender Weg beschritten: die Nutzung des hauseigenen Abwassers zu Heizzwecken und zur Brauchwassererwärmung. Die Nutzung des Abwassers am Entstehungsort birgt ein sehr hohes Potential. Pro Person fallen im Schnitt 130 l Abwasser pro Tag mit 23-25°C an. Bei einer Abkühlung von 15 K können somit pro Tag und Person ca. 2,26 kWh Energie zurückgewonnen werden. Bei einem zulässigen Jahresenergiebedarf von 55 kWh/m² laut KfW85 und angenommenen 170 Heiztagen können mit dieser Energie ca. 7 m² Wohnfläche volllastfähig versorgt werden. Es kann eines der grössten Energielecks moderner Gebäude auf kurzem Weg geschlossen werden Projekt Historie Das Altersheim Hofmatt am Rande der Gartenstadt Münchenstein nahe Basel in der Schweiz ist eine Stiftung der Familie Zaeslin im Gedenken an ihre beiden bei einem Eisenbahnunglück 1891 verstorbenen Söhne. In der damaligen „Erholungsstation Hofmatt“ fanden Rekonvaleszente des Spitals aus Basel Aufnahme. 1940 erfolgte die Neunutzung als Fürsorgeheim und in den 1960er Jahren schliesslich der Wandel zum Alters- und Pflegeheim aufgrund der veränderten Nachfragesituation. Deshalb erfolgte zwischen 1966 und 1968 der Bau des ersten Bettenhauses mit ca. 60 Betten und im Jahre 1977 kam der Erweiterungsbau West hinzu. Einer ersten Sanierung 1984 folgte eine zusätzliche Erweiterung 1995, sodass der Grundstein zur Pflege mit 124 Betten geschaffen wurde. Im Jahr 2010 erfolgte die Planung für eine komplette Renovierung und nochmalige Erweiterung des Pflegeheims. Auf der IFAT 2010 stellte die HUBER SE erstmalig einen Wärmetauscher vor, der speziell für den Einsatz mit Abwasser konzipiert war. Die Ingenieure der ETA Group wurden auf diesen aufmerksam und stellten ihre Idee der Abwasserwärmenutzung im kleinen Kreislauf der Firma HUBER SE vor. Schnell war klar, dass mit dem Abwasserwärmetauscher RoWin der optimale Wärmetauscher für die Idee der AWN für die Hofmatt gefunden wurde. Das Alters- und Pflegeheim Hofmatt wird seit 2012 saniert und in diesem Zuge um zwei Blöcke erweitert. Hierbei wurde auch das Energiekonzept des Hauses von Grund auf überarbeitet. Die Nutzung der Restwärme des Abwassers des Hauses und der zugehörigen Kantine spielte hierbei eine wichtige Rolle. Das gesamte Abwasser des Komplexes wird in einem Sammelschacht vor dem Gebäude gesammelt (vgl. Abbildung 1) und anschliessend über den Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin geleitet. Dabei wird dem 23 °C warmen Abwasser die Energie entzogen und einer Wärmepumpe zugeführt. Vergleich mit alternativen Lösungen Zu Beginn der Planung dieses Vorhabens wurde ein manuell zu reinigender Wärmetauscher zum Einbau in einen Abwasserschacht in Betracht gezogen. Das Abwasser wird dabei beim Einlaufen in den Wärmetauscher über eine Filtereinheit geleitet, um den Wärmetauscher vor Grobstoffen zu schützen. Aufgrund der Biofilmbildung und der nicht vorhandenen präventiven Abreinigung der Wärmetauscherflächen ist eine manuelle Reinigung dieses Systems notwendig und es fallen hohe Wartungskosten an. Zudem ist ein recht grosser Schacht notwendig, in den der Wärmetauscher verbaut wird. Aus diesen Gründen entschied sich die EBM als Contractor, Anlagenbesitzer und Betreiber für den Einsatz eines HUBER RoWin welcher durch seine vollautomatische mechanische Reinigung der Wärmetauschermodule wartungsfrei seinen Dienst verrichtet. Gleichzeitig garantiert einer Turbulenzerzeuger eine konstant hohe Wärmeübertragungsleistung auch bei Batch-Beschickung (chargenweise Beschickung). Es kommt eine vollautomatische Siebanlage im Abwasserschacht zum Einsatz, welche die Pumpe und den Wärmetauscher vor Grobstoffen schützt. Der Abwasserschacht konnte zudem deutlich kleiner ausgeführt und mit Gas- und Geruchsdichten Schachtdeckeln versehen werden (vgl. Abbildung 3). Dadurch war es möglich den Schacht in direkter Nähe des Gebäudes zu platzieren ohne die Bewohner durch Emissionen zu belästigen. Auf der Heizungsseite kommt eine Kolbenkompressor-Wärmepumpe mit Direktkondensation zum Einsatz welche das Brauchwarmwasser in den Kombispeichern auf bis zu 70°C erhitzen kann. Als 100% Backup und Spitzenlastabdeckung steht der Fernwärmeanschluss der EBM Münchenstein zur Verfügung, die auch als Contractor des Systems auftritt. Die Idee der speziellen Fernwärmstation mit vollständig integrierten Anlagenteilen erfolge über die Firma HLK Consutling GmbH in Dornach. Von ihr stammt das Konzept Konzept der Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung statt reiner Brauchwasserwärmung. Diese Lösung wurde bereits vor rund 15 Jahren diversen Anlagen in Basel realisiert, dort diente Abwärme aus den Kühlprozessen als Wärmequelle, hier wie beschrieben Abwasser. ETA Group hat die schlüsselfertige Lieferung der Anlage übernommen. Ebenfalls kommt die Steuerung der gesamten Anlage aus der Feder der ETA Group.Obwohl eine höhere Nutzung der Abwärme durch die Heizungsunterstützung möglich wurde, war die Anlage als Gesamtkonzept nicht teurer als die ursprünglich vorgesehene Lösung. Maschinentechnik Neben dem Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin in seiner kleinsten Baugrösse 4S wurde auch die ROTAMAT® Siebanlage RoK 1 von der HUBER SE geliefert. Der Wärmetauscher wurde im Keller des Gebäudes neben der Wärmepumpe installiert (vgl. Abbildung 4). Von Seiten der ETA Group wurde eine Wärmepumpe mit Kolbenkompressor und Direktkondensation geliefert welche das Brauchwarmwasser auf bis zu 70°C erhitzen kann. Die ETA Group verbaute dabei Speicher der Firma Jenni, die für den Betrieb mit Direktkondensation geeignet sind. Durch den entfall eines weiteren Wärmetauschers kann die Effizienz des Systems gesteigert werden und auch die erreichbare Temperatur steigt an. Im Inneren des Schichtspeichers wird das Brauchwarmwasser im oberen Teil mit 65°C vorgehalten, in der Mitte liegt 30-40 °C Wasser für die Gebäudeheizung und im unteren Teil des Speichers wird das Wasser mit 25°C zur weiteren Kühlung des verflüssigten Kältemittels vorgehalten.. Ein drehzahlgeregelter Kompressor erhöht den Wirkungsgrad bei Teillastbetrieb. Betriebserfahrung Die Anlage befindet sich seit 2012 im Betrieb und in den 2 Jahren Betriebserfahrung wird von Seiten der ETA Group und der EBM Münchenstein ein durchweg positives Fazit gezogen. Seit die ersten Anlaufschwierigkeiten gelöst sind produziert das System Brauchwarmwasser mit 65°C und versorgt grosse Teile der Heizung mit einer JAZ von 3,2. Eine Wartung des Wärmetauschers war bisher noch nicht erforderlich. Auch der Sammelschacht läuft bisher weitgehend wartungsfrei. Bei diesem Projekt konnten die beteiligten Parteien im kleinen Massstab Erfahrungen zum Betrieb einer solchen Anlage sammeln, um diese bei grösseren Projekten direkt in die Planung integrieren zu können.[...]