[...]Pachacútec , Peru HUBER liefert die Technik zur solaren Klärschlammtrocknung für die Kläranlage in Pachacútec. Die über 10.000 Kilometer vom HUBER-Standort Berching entfernte Anlage ist bereits das zweite Projekt in Peru, das die innovative Trocknungstechnik mit dem HUBER Schlammwender SOLSTICE® und Solarenergie verwendet. HUBER liefert innovative Komponenten zur nachhaltigen Klärschlammtrocknung mithilfe von Solarenergie HUBER liefert drei HUBER Schlammwender SOLSTICE® 11 und die Fördertechnik, bestehend aus zwei HUBER Transportschnecken Ro8 T 355 mit einer Gesamtlänge von etwa 70 Metern. Darüber hinaus liefert HUBER die Steuerungselemente und sorgt für Lieferung und Errichtung des Glashauses mit einer Gesamtfläche von über 5.200 Quadratmetern. Das Projekt in Pachacútec, circa 30 Kilometer nördlich des Stadtzentrums der peruanischen Hauptstadt Lima, ist etwa dreimal so gross wie die erste Installation von HUBER in Peru, die bestehende Solartrocknungsanlage in Arequipa im Süden des Andenstaates. Die Kläranlage Pachacútec soll laut der gesamtverantwortlichen Wassersparte Agua des spanischen Bauunternehmens Acciona künftig das Abwasser von rund 200.000 Menschen reinigen. Die Auftragssumme für HUBER beläuft sich auf etwa 1,6 Millionen Euro. „Für die erfolgreiche Umsetzung solcher Projekte braucht es eine detaillierte Projektplanung und das gemeinsame Engagement aller Beteiligten“, sagt Marcin Stańczak, Projektmanager bei HUBER. „Aber dies lohnt sich – vor allem in der Ausführungsphase auf der Baustelle, weil der Kunde eine zuverlässige und leistungsfähige Anlage bekommt.“ Zur landwirtschaftlichen Nutzung: Über 15.000 Tonnen Klärschlamm und 13,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr Die Aufbereitungsanlage Pachacútec behandelt unter anderem kommunalen Klärschlamm, der in dem 145 Meter langen und 12 Meter breiten Glashaus von den HUBER Schlammwendern SOLSTICE® mittels Solarenergie getrocknet wird. Die Anlage hat eine tägliche Wasserkapazität von circa 37.000 Kubikmetern, was etwa 13,5 Millionen Kubikmetern pro Jahr entspricht. Über 15.000 Tonnen nasser Klärschlamm sollen von anfangs 20 Prozent auf bis zu 85 Prozent Trockenrückstand getrocknet werden. So verdunsten fast 12.000 Tonnen Wasser pro Jahr. Der getrocknete und granulierte Klärschlamm wird anschliessend beispielsweise in der Landwirtschaft als Bodendünger und Kultivierungsmittel genutzt. Bildergalerie der Baustelle in Pachacútec Die Baustelle mit den in Bau befindlichen Gewächshäusern für die solare Trocknung Die Bauarbeiten sind in vollem Gange Luftaufnahme der beeindruckenden Baustelle mit den Gewächshäusern for die solare Trocknung „Turnkey“-Projekt für HUBER: Die Herausforderungen im Projektmanagement Das Projekt ist für HUBER ein sogenanntes „Turnkey“-Projekt: das Berchinger Unternehmen fungiert als beauftragter Generalunternehmer für die gesamte solare Klärschlammtrocknung und koordiniert die lokalen Ressourcen vom fernen Berching aus, um eine „schlüsselfertige“ Lösung zu präsentieren. „Unser Team auf der Baustelle besteht aus etwa 25 Personen. Neben der Entfernung von über 10.000 Kilometern und der Zeitverschiebung stellt uns natürlich die Corona-Pandemie weiterhin vor Herausforderungen“, sagt Marcin Stańczak. „Wir verbauen Produkte und Steuerungselemente auf dem neuesten Stand der Technik und arbeiten bei der Errichtung des Glashauses mit einem neuen Lieferanten zusammen. Bisher meistern wir auch dank der hervorragenden Unterstützung unserer chilenischen Tochtergesellschaft HUBER Latin America alle Herausforderungen und die Montagearbeiten schreiten voran.“ Jährliche Globalstrahlung von über 2.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter: Pachacútec bietet hervorragende Bedingungen zur Nutzung von Solarenergie Der Standort Pachacútec bietet für die innovative Technologie mittels Solarenergie von HUBER hervorragende Bedingungen: die jährliche Globalstrahlung beträgt hier über 2.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Als Globalstrahlung bezeichnet man laut der offiziellen Definition des Deutschen Wetterdienstes die am Boden von einer horizontalen Ebene empfangene Sonnenstrahlung. Zum Vergleich: in Deutschland beträgt die jährliche Globalstrahlung durchschnittlich etwa 1.000 kWh/m² und ist damit halb so hoch wie in Pachacútec. Im sonnenreichen Spanien beträgt die Strahlung gut 1.650 kWh/m² jährlich, in Brasilien und Indien beispielsweise sind die Werte ähnlich hoch wie in Pachacútec. Projekt besteht aus zwei Teilen: Beginn 2019 und wichtige Fortschritte 2020/2021 Das im Jahr 2019 begonnene Projekt besteht aus zwei Teilen: erstens aus der Errichtung der Kläranlage Pachacútec selbst sowie zweitens aus dem Bau der Einleitung des gereinigten Abwassers in den Pazifischen Ozean, wofür ein Land- und ein Unterwasserauslass genutzt werden. Im Jahr 2020 wurden bereits mehrere Fortschritte bei der Realisierung des Projekts erreicht, zum Beispiel der Bau der Belebungsbecken, der Schlammeindicker und der Desinfektionskammer. 2021 wurden die Arbeiten an den Klärbecken und der Rückpumpkammer für den Schlamm sowie die Erdarbeiten für die solare Trocknung, die Teil der Schlammbehandlung ist, fortgesetzt. Wassersparte Agua des Bauunternehmens Acciona ist für Gesamtprojekt verantwortlich: Kläranlage Teil eines mehrstufigen Ausbauplans Der Bau der Kläranlage ist Teil der dritten Stufe des „Plans zur Erweiterung und Verbesserung des Trinkwasser- und Abwassersystems für das Makroprojekt Pachacútec“ (Plan de Ampliación y Mejoramiento del Sistema de Agua Potable y Alcantarillado para el Macroproyecto Pachacútec). Verantwortlich für die Realisierung des Gesamtprojekts ist Acciona Agua, die Wassersparte von Acciona, ein im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau tätiges Unternehmen aus Spanien.[...]
[...]Seefelden, Deutschland Deutschlands grösstes Kombi-Verfahren zur Spurenstoffentfernung Das Verbandsklärwerk Seefelden im Abwasserzweckverband Überlinger See am Bodensee mit 70.000 Einwohnergleichwerten erhält eine Weitergehende Abwasserbehandlung zur Entfernung von Spurenstoffen. Herzstück der neuen Reinigungsstufe wird eine Verfahrenskombination aus Ozonierung und Aktivkohlefiltration sein – in einer technischen Grössenordnung, wie sie in Deutschland bisher noch nicht realisiert worden ist. HUBER liefert für dieses Vorzeigeprojekt 24 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK für die biologische Nachfiltration und Adsorption der Spurenstoffe nach der Ozonierungsstufe. Investitionsvolumen 7,4 Millionen Euro: Baubeginn Frühjahr 2021, geplante Inbetriebnahme Herbst 2022 Bereits im Frühjahr 2021 wurde mit dem Bau der neuen Reinigungsstufe begonnen, die künftig pro Stunde durchschnittlich 650 m³ Abwasser aufbereiten wird, was einer jährlichen Menge von etwa 5,6 Mio. m³ entspricht. Die Inbetriebnahme des Projekts, in das der Abwasserzweckverband 7,4 Mio. Euro investiert, ist für Herbst 2022 geplant. Vorstand Technologie Dr. Johann Grienberger: „Dieses Projekt hat Vorbildcharakter – für Deutschland und weltweit“ „Das Thema Weitergehende Abwasserreinigung muss und wird in den nächsten Jahren noch stärker in den Fokus rücken“, sagt Dr. Johann Grienberger, Vorstand Technologie der HUBER SE. „HUBER liefert bereits bei einigen Projekten seine Technologien und Produkte zur zuverlässigen Elimination von Mikroverunreinigungen im Abwasser – und die Erneuerung des Verbandsklärwerks Seefelden ist eines davon. Es ist Deutschlands grösstes Kombi-Verfahren zur Spurenstoffentfernung und hat Vorbildcharakter: nicht nur für ganz Deutschland, sondern weltweit.“ HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK: Adsorptive Elimination von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasserstrom mithilfe von granulierter Aktivkohle Der HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK ist ein im Aufstrom betriebener Aktivkohleadsorber, dessen Füllung aus granulierter Aktivkohle (GAK) besteht. Er entnimmt dem Abwasserstrom Mikroverunreinigungen adsorptiv und arbeitet in kontinuierlicher Betriebsweise. Dies bedeutet, dass für die Reinigung der Aktivkohle keinerlei Beschickungspausen notwendig sind. Während der Zulauf das Aktivkohlebett langsam von unten nach oben durchströmt, werden gelöste organische Substanzen wie Spurenstoffe an der grossen inneren Oberfläche der Aktivkohle adsorbiert. Das gereinigte Wasser fliesst über ein Wehr im oberen Bereich des Filters ab. Bei ansteigendem Druckverlust wird die Aktivkohle schonend vom Trichterboden in den oben angebrachten Wäscher gefördert und dort von partikulären Reststoffen befreit. Die Partikel werden mit einem kleinen Teilstrom, dem sogenannten Waschwasser, abgeschieden. Die von Feststoffen gereinigte, aber nach wie vor mit Mikroverunreinigungen teilbeladene Aktivkohle fällt anschliessend wieder nach unten auf das Filterbett zurück, wodurch ein interner Aktivkohlekreislauf entsteht. Mit dem fortschreitenden Betrieb steigt die Beladung der inneren Oberfläche der Kohle langsam an. Jährlich 135 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für vier Millionen Menschen: Weitergehende Abwasserreinigung scheidet gefährliche Spurenstoffe ab Durch die Einführung der Weitergehenden Abwasserreinigung auf der Kläranlage Seefelden werden künftig gefährliche persistente Spurenstoffe wie Arzneimittelrückstände, Hormone und Flammschutzmittel zuverlässig abgeschieden, noch bevor sie in den Überlinger See gelangen. Dieser Teil des Bodensees versorgt rund vier Mio. Menschen in weiten Teilen Baden-Württembergs mit jährlich etwa 135 Mio. m³ Trinkwasser. Ehemaliger Umweltminister Baden-Württembergs: „Wir sind bundesweit Vorbild“ „Das ist eine gute Nachricht für den Bodenseekreis und den Gewässerschutz im Land“, erklärte der damalige Umweltminister Franz Untersteller in der offiziellen Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. „Wir sind da bundesweit Vorbild und tun auf diese Weise sehr viel, um den ökologischen Lebensraum der Gewässer zu erhalten und zu stärken, was besonders am Bodensee von herausragender Bedeutung ist.“ Das Ministerium habe schon vor einigen Jahren vorsorglich damit begonnen, Anlagen zur Abwasserreinigung an besonders empfindlichen Gewässern mit der vierten Reinigungsstufe auszurüsten.[...]
[...]Vollautomatische Durchsatz- und Leistungsregelung HUBER entwickelt ein revolutionäres Regelungssystem für den Bandtrockner BT. Das System ist in der Lage, den Anlagendurchsatz vollautomatisch an schwankende Trockensubstanzgehalte des entwässerten Klärschlamms anzupassen. Dabei reduziert sich der Aufwand für den Betreiber auf ein Minimum. Entwässerter Klärschlamm, auch wenn er nur von einer Kläranlage stammt, weist im Regelfall keine konstanten Eigenschaften auf. Änderungen im Organikgehalt, in der chemischen Zusammensetzung oder beim Polymer führen zwangsläufig zu Änderungen im Entwässerungsergebnis. Kleinere Schwankungen können dabei im Regelfall relativ gut ausgeglichen werden. Liegen diese aber im Bereich von mehr als +/– 1 % TR pro Stunde, kann es zu Beeinträchtigungen des Trocknungsbetriebes kommen. Die Durchsatzleistung sinkt oder der geforderte Trocknungsgrad wird nicht erreicht. Die Anlage läuft weniger effizient und die Betriebskosten erhöhen sich. Die Schere zwischen Kosten und Effizienz wird noch grösser, wenn Fremdschlämme in grösserer Menge angenommen werden. Sprünge von mehreren Prozentpunkten TR pro Stunde sind oft unvermeidbar, da die Schlämme meist in einem grossen Bunker gelagert und anschliessend in einer undefinierten Mischung dem Trockner zugeführt werden. Die Anlage unter diesen Umständen auf voller Leistung zu betreiben, stellt für den Betreiber eine grosse Herausforderung dar. Steigt die Anzahl verschiedener Schlammquellen, ist es kaum noch möglich, mit vertretbarem Personalaufwand eine Homogenisierung der Schlämme zu erreichen. Die Anzahl der Anlagen mit Fremdschlammannahme wird durch die Tendenz zur Errichtung grosser Schlammzentren zukünftig steigen. Deswegen hat sich HUBER dieser Thematik intensiv angenommen und ein vollautomatisches Regelungssystem entwickelt, welches den TR-Gehalt des Schlammes kontinuierlich erfasst, bevor dieser auf die Trocknungsanlage gelangt. Somit können die Trocknungsparameter in dem Moment korrekt eingestellt werden, in dem der Schlamm auf den Trockner aufgegeben wird. Dieses Verfahren ist auf dem Trocknungsmarkt einzigartig. Das Regelungssystem besteht aus einer kontinuierlich arbeitenden Messeinrichtung, die den Trockensubstanzgehalt des Klärschlammes erfasst, bevor er auf den Trockner aufgegeben wird. Eine komplexe Steuerung passt anschliessend sämtliche Betriebsparameter der Trocknungsanlage vollautomatisch, den Anforderungen entsprechend, an. Somit ist es möglich, Sprünge von mehreren Prozentpunkten TR pro Stunde sicher und ohne nennenswerte Leistungsschwankungen auszuregeln. Der Trockner kann kontinuierlich mit der vollen Wasserverdampfungsleistung betrieben werden. Auf dem folgenden Diagramm ist der Verlauf des Trockensubstanzgehaltes und der Wasserverdampfung während eines 24h-Messzeitraumes an der Testanlage dargestellt. Trotz der teilweise gravierenden Änderungen des Eingangs-TR regelt sich der Trockner vollautomatisch auf die geforderte Wasserverdampfung von 1.400 kg/h ein. Die HUBER Durchsatz- und Leistungsregelung garantiert kontinuierlich volle Anlagenleistung und höchste Energieeffizienz, ohne dass der Betreiber selbst eingreifen muss. Bei Tag, bei Nacht und auch am Wochenende.[...]
[...]München, Deutschland Der neue HUBER Tuchfilter RotaFilt® feiert auf der IFAT 2022 seine Premiere: HUBER stellt eine Originalmaschine dieses Filtertyps auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien aus. Der HUBER Tuchfilter RotaFilt® besteht aus mehreren scheibenförmigen und drehbar angeordneten Filterelementen, die auf einem Zentrumsrohr angebracht sind. Diese sind vertikal eingebaut und mit speziellen Filterbeuteln aus innovativem Polstoff-Gewebe versehen. Das Polstoff-Gewebe besitzt einen mehrdimensionalen Aufbau und besteht aus einer filteraktiven Polstofffaserschicht sowie einem Stützgewebe. Das Abwasser, das in die Filterkammer gelangt, durchströmt die einzelnen Filterscheiben kontinuierlich von aussen nach innen. Dabei werden partikuläre Stoffe zuverlässig in der Polstoff-Struktur zurückgehalten. Durch den Feststoffrückhalt erhöht sich der Filterwiderstand und die Differenz der Wasserspiegel zwischen Abwasser- und Klarwasserseite steigt an. Ab einem bestimmten Druckverlust beginnt die stufenweise Abreinigung der Filterscheiben. Dabei werden zurückgehaltene Feststoffe über Absaugbalken zuverlässig und effektiv aus den rotierenden Filterelementen entfernt. Durch die runden Filterscheiben ist sichergestellt, dass beim Abreinigungsprozess keine Totzonen entstehen. Um eine Verschlammung des Beckens zu verhindern, wird in regelmässigen Zeitabschnitten der abgesetzte Schlamm am Boden des Beckens mit Hilfe von Sauglanzen abgesaugt. Der HUBER Tuchfilter RotaFilt® ist in der Weitergehenden Abwasserreinigung vielseitig einsetzbar. Typische Anwendungsfelder sind: Rückhalt von feinen suspendierten Stoffen (Schlammflocken, Mikroplastik) Flockungsfiltration zur Phosphorelimination Vorfiltration bei der „Vierten Reinigungsstufe“ (Ozonierung, GAK) Nachfiltration bei der „Vierten Reinigungsstufe“ (Abtrennung von PAK) In naher Zukunft wird der HUBER Tuchfilter RotaFilt® auf der Kläranlage Kressberg (Baden-Württemberg) zur Phosphorelimination mittels Flockungsfiltration und auf der Kläranlage Bickenbach (Hessen) als Vorfiltration für die Weitergehende Abwasserreinigung zur Spurenstoffentfernung (Ozonierung mit anschliessender Aktivkohlefiltration) den Betrieb aufnehmen. Der HUBER Tuchfilter RotaFilt® besticht durch folgende produktspezifische Merkmale: Maximierte freie Oberfläche der Filtersegmente aufgrund einer innovativen Stützstruktur und optimierte Nutzung der Filterfläche durch runde Bauform der Scheiben Wartungsfreundliche und leistungsstarke zentrale Drehkolbenpumpe, trocken aufgestellt für Scheiben- und Bodenabsaugung Hohe Wartungsfreundlichkeit aufgrund optimierter Konstruktion der Filterscheiben und des Absaugsystems Hohe Kosteneffizienz aufgrund eines minimalen Anlagenfootprints durch optimierten Scheibendurchmesser[...]
[...]Konstanz, Deutschland Datum 12-09-2022 Der Bodensee, mit einer Wasserfläche von rund 536 km² der grösste See Deutschlands und das grösste Süsswasserreservoir Mitteleuropas, wird seit mehr als 110 Jahren zur Trinkwasserversorgung der Stadt Konstanz genutzt. Durch die bereits ausgezeichnete Qualität des Bodenseewassers kann das Wasserwerk mit vergleichsweise wenigen Aufbereitungsschritten täglich bis zu 50 Millionen Liter Trinkwasser für die Region Konstanz zur Verfügung stellen. Ausgezeichnete Trinkwasserqualität durch Mikrofiltration, Ozonierung und Sandfilter Aus 40 Metern Tiefe wird das Rohwasser aus dem Bodensee gepumpt. Zunächst werden alle gröberen Schmutzstoffe mittels Mikrofiltration entfernt und im Anschluss jegliche Keime durch die Behandlung mit Ozon abgetötet. Im letzten Schritt fliesst das Wasser durch einen Sandfilter, der alle verbleibenden Partikel zurückhält. Danach kann das exzellente Trinkwasser über das Wassernetz in der Stadt und Region verteilt werden. Zuverlässige und innovative HUBER Scheibenfilter RoDisc® kommen zum Einsatz Eine Herausforderung bei der Wasseraufbereitung am Bodensee stellen die ca. 50 µm kleinen Larven der Quagga-Muschel dar. Die aus der Region des Schwarzen Meers stammende Muschel wurde erstmals 2016 im Bodensee nachgewiesen und verbreitet sich seitdem rasant. Um einen hohen Reinigungsaufwand in den nachfolgenden Anlagen zu verhindern, muss sichergestellt werden, dass die Muschellarven den Betrieb des Wasserwerks nicht beeinträchtigen. Um dies langfristig gewährleisten zu können, werden die mittlerweile 50 Jahre alten Trommelfilter durch zuverlässige und innovative HUBER Scheibenfilter RoDisc® ersetzt. HUBER erneuert die Mikrosiebung mit drei Scheibenfiltern RoDisc® Die HUBER SE ist für die gesamte Erneuerung der Mikrosiebung zuständig. Zusammen mit der Firma Sülzle Kopf GmbH aus Sulz am Neckar werden die Maschinen von Anfang 2022 bis Mitte 2023 schrittweise ausgetauscht, damit die Trinkwasserversorgung durchgängig sichergestellt bleibt. Im Zuge dessen liefert HUBER drei Scheibenfilter RoDisc® der Baugrösse 8. Ausgerüstet mit einem speziellen Filtergewebe, entfernen die Scheibenfilter Partikel > 20 µm und somit sämtliche Muschellarven zuverlässig. Bestehend aus jeweils acht Filterscheiben, wird der HUBER Scheibenfilter RoDisc® 8 im Freispiegel von innen nach aussen durchströmt. Nimmt die Durchlässigkeit des Filtergewebes aufgrund von zurückgehaltenen Partikeln ab, schaltet sich die Maschine automatisch ein. Dann rotieren die Filterscheiben und werden mittels einer Hochdruckpumpe gereinigt. Da das Filtrat der Maschine selbst[...]
[...]Bickenbach, Deutschland Weitergehende Abwasserreinigung: HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK und HUBER Scheibenfilter RotaFilt® überzeugen Die Kläranlage Bickenbach erhält als erste Kläranlage Hessens eine weitergehende Abwasserreinigung zur Entfernung von Spurenstoffen. Ende 2022 wird die Kläranlage der Grössenklasse 4 (35.000 Einwohnergleichwerte) um eine Ozonierung mit einer nachgeschalteten vierstrassigen Aktivkohlefilter-Stufe und einer vorgeschalteten zweistrassigen Tuchfiltration als Vorreinigung erweitert. HUBER liefert unter anderem zwei HUBER Scheibenfilter RotaFilt® und 16 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW GAK®, die Inbetriebnahme ist für Ende 2023 geplant. HUBER erhielt Lose zur Vorfiltration und Aktivkohlefiltration Die Gesamtmassnahme war in drei Losen öffentlich ausgeschrieben worden. HUBER hatte sich um die Lose zur Vorfiltration und Aktivkohlefiltration direkt beworben und beide Aufträge im November 2021 und Januar 2022 vom Abwasserverband Bickenbach/Seeheim-Jugenheim erhalten. Die beiden Auftragslose enthalten folgenden Lieferumfang: Vorfiltration 2 HUBER Scheibenfilter RotaFilt® 8 Komplette Schalt- und Steueranlage, Zu-/Ablaufschieber, Pumpen und Rohrleitungen Lieferung, Montage und Inbetriebnahme Aktivkohlefiltration 16 HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® 50 GAK Schalt- und Steueranlage, Druckluftversorgung und -steuerung, Rohrleitungen, granulierte Aktivkohle Lieferung, Montage und Inbetriebnahme Vorbehandlung durch HUBER Scheibenfilter RotaFilt® und anschliessende Aktivkohlefiltration durch HUBER Aktivkohlefilter CONTIFLOW® GAK Der Ablauf der Nachklärbecken wird zukünftig im Vollstrombetrieb mit bis zu 300 Litern pro Sekunde durch zwei HUBER Scheibenfilter RotaFilt® vorgereinigt und so von abtreibenden Fest- und Störstoffen befreit. Daran schliesst sich die Spurenstoffelimination im Teilstrombetrieb mit bis zu 150 Litern pro Sekunde an. Diese erfolgt durch Oxidation im Ozon-Schlaufenreaktor mit anschliessender biologischer Nachfiltration und Adsorption von Spurenstoffen in den 16 HUBER Aktivkohlefiltern CONTIFLOW® GAK. Sensibles Grundwasser-Reservoir Hessisches Ried: Lösungen zur weitergehenden Abwasserreinigung von HUBER eliminieren Mikroverunreinigungen zuverlässig „Durch den Bau der Anlage zur Spurenstoffentfernung leistet die Kläranlage Bickenbach einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Hessischen Riedes“, sagt Jörg Stanzel, Geschäftsführer des Abwasserverbandes Bickenbach/Seeheim-Jugenheim. „Das Ried ist das grösste Grundwasser-Reservoir Hessens und stellt das Trinkwasser für rund zwei Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet bereit. Der grösste Anteil an gefährlichen und persistenten Mikroverunreinigungen wie Arzneimittelrückstände, Hormone, Biozide und Haushaltschemikalien wird in Zukunft zuverlässig zurückgehalten“, erklärt Stanzel.[...]
[...]Trinkwasser- und Abwasseranlagen sind wertvolle Bestandteile unserer Ver- und Entsorgung. Es muss sichergestellt werden, dass diese Anlagen und auch die Peripherie lange und sicher betrieben werden können. Steigende gesetzliche und technische Anforderungen zwingen Zweckverbände und Kommunen dazu, ihre Trinkwasser- und Abwasseranlagen zu sanieren. Handlungsbedarf: Viele Anlagen entsprechen nicht mehr den Regeln der Technik und stellen so eine Gefahr für die Umwelt und für die Menschen dar. Daher ist es wichtig, dass durch regelmässige Kontrollen, die Mängel, Schäden und Schwachpunkte frühzeitig erkannt werden und anschliessend auch fachmännisch instand gesetzt werden. Wann muss saniert werden: Es liegt ein Schaden vor und die Funktionssicherheit ist gefährdet Es besteht sicherheitstechnisch Gefahr für Leben und Gesundheit Es besteht die Gefahr, dass aus einem Mangel ein Schaden entsteht Trinkwasser wird nachteilig beeinflusst Ablaufwerte der Kläranlagen können nicht mehr eingehalten werden Betrieb und Wartung sind nicht mehr sicher und wirtschaftlich Unbefugte können Schäden anrichten. Für eine dauerhafte und sinnvolle Sanierung gibt es je nach Fall unterschiedliche Möglichkeiten. Der Werkstoff Edelstahl bietet hierzu alle Optionen und beugt bei fachmännischer Verarbeitung einer weiteren Sanierung vor. Seit Jahrzehnten haben sich Produkte und Verfahren der Firma HUBER im Umwelttechnikbereich bestens bewährt. Davon profitieren die Betreiber langfristig - in technischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht.[...]
[...]Schwaz, Österreich Nach einer eingehenden Prüfung der am Markt angebotenen unterschiedlichen Produkte zur Sandwaschung setzte sich die HUBER Sandwaschung RoSF4 im Entscheidungsprozess der Stadtwerke Schwaz GmbH klar durch. Hauptmerkmale wie eine Abscheideleistung von 95 % für Korndurchmesser < 0,2 mm sowie unter 2 % Glühverlust im gewaschenen Sand und die im Markt eingesetzten Referenzanlagen führten zur Entscheidung für die HUBER Sandwaschanlage RoSF 4. Nach der Montage im Juni 2001 und der anschliessenden Inbetriebnahme im Juli 2001 zeigt die Anlage ihre volle Funktion wie vorher durch HUBER garantiert mit folgenden gemessenen Leistungsdaten: Durchsatzleistung 16 l/s Unter 2 % Glühverlust im gewaschenen Sand Abscheidung der Feinsande bis 95 % der Korngrösse > 0,2 mm Anlässlich des Projektabschlusses möchten wir uns nochmals beim Betriebsleiter, Herrn Streiter, bedanken. Dieser hatte durch seine zielgerichtete Produktprüfung die Grundlage für eine objektive Entscheidung geschaffen. Weiter bedanken wir uns bei der Geschäftsführung der Stadtwerke Schwaz GmbH für Ihr Vertrauen und wünschen weiter noch viel Erfolg mit der Sandwaschanlage RoSF 4.[...]
[...]Hannover-Lahe, Deutschland Das Projekt Hannover-Lahe von HUBER und der sludge2energy GmbH schreitet weiter voran: Die beiden HUBER Scheibentrocker RotaDry® 2050 M stehen vor der Warm-Inbetriebnahme. Mit einem Schwerlastkran wurden die beiden jeweils rund 63 Tonnen schweren Scheibentrockner im November 2021 auf der Baustelle von den Schwertransportern abgeladen und direkt in das Gebäude auf die vorbereitete Ebene gehoben. Sie kommen in der Klärschlammmonoverbrennungsanlage (KVA) Hannover-Lahe als Vortrockner zur Brennstoffaufbereitung des Klärschlamms zum Einsatz. Kurz darauf wurden auch Wirbelschichtofen und Turbine eingehoben und der fehlende Stahlbau vollendet. Thermische Trocknung zur weiteren Verwertung des Klärschlamms: Umweltfreundlich gewonnene Wärme für rund 5.000 Haushalte Mittels der HUBER Scheibentrocker RotaDry® wird der entwässerte Klärschlamm so weit getrocknet, dass er autotherm (d.h. ohne äussere Wärme- oder Energiezufuhr) in der Wirbelschichtverbrennung verwertet werden kann. Der im Kessel erzeugte Dampf wird sowohl zur Stromerzeugung für die Deckung des elektrischen Eigenbedarfs der Anlage als auch für die Beheizung der Trockner verwendet. Die anfallenden Brüden (Wasserdampf) werden in einem Brüdenkondensator niedergeschlagen und die entstehende Wärme zur Auskopplung in das Fernwärmenetz verwendet. Die umweltfreundlich gewonnene Wärme steht anschliessend rund 5.000 Haushalten zur Verfügung. Erfolgreiche Kalt-Inbetriebnahme 2022 Ein erfolgreicher Meilenstein im Projekt: Im November 2022 erfolgte die Kalt-Inbetriebnahme mit Signalcheck und Drehrichtungstests. Bei der Kalt-Inbetriebnahme wurden zudem die beiden tonnenschweren Rotoren das erste Mal erfolgreich sanft in Bewegung gesetzt. Nach Abschluss der Kalt-Inbetriebnahme fand eine umfassende Schulung des Betreiberpersonals durch den verantwortlichen HUBER-Verfahrenstechniker statt. Ausblick: Warm-Inbetriebnahme und Start-up In Kürze beginnt das Service-Team mit der Warm-Inbetriebnahme und dem Start-up der beiden HUBER Scheibentrockner RotaDry®. Die Trockner werden in der Folge zum ersten Mal mit Dampf beaufschlagt und kontrolliert aufgeheizt. Im Anschluss an die erfolgreiche Warm-Inbetriebnahme kann erstmals Klärschlamm getrocknet und zur Wirbelschichtverbrennung gefördert werden[...]
[...]Newark, UK HUBER Technology UK hat vor kurzem ein Projekt für die KA Crankley Point in Newark abgeschlossen. Das Projekt ist Teil einer 60 Millionen-Pfund-Investition von Severn Trent Water in Newarks Abwasser- und Wassersysteme zum Schutz von rund 400 Häuser vor Überflutungen. Ein Teil der Arbeiten umfasste den Bau eines Mischwasserkanals mit 2,8 m Durchmesser und einer neuen Pumpstation auf der KA Crankley Point. Projektbeschreibung Bei diesem Projekt entstand der erste Kontakt 2012, als HUBER Technology direkt von Severn Trent Water gebeten wurde, den Konzeptentwurf für das Projekt zu prüfen. Im weiteren Verlauf gab es 2015 dann den Kontakt mit NMCN und die BNM Alliance. Durch die frühzeitige Einbindung in das Projekt konnten wir die kosteneffektivste und für dieses herausfordernde Projekt beste Lösung entwickeln. Die Pumpstation verfügt über vier Trockenwetterpumpen, die das Abwasser direkt in das Einlaufbauwerk pumpen, sowie sechs Regenwetterpumpen, die nur im Regenwetterfall zum Einsatz kommen. Jede der Regenwetterpumpen ist für maximal 1.000 l/s ausgelegt. Der Gesamtabwasserstrom von 6.000 l/s muss gesiebt werden, um zu verhindern, dass Abfälle in den Fluss Trent gelangen. Um sicherzustellen, dass die Rechen auch wie konstruktiv geplant funktionieren, wurde ein massstabgetreues Modell der gesamten Pumpstation mit Rechengebäude angefertigt. Von HUBER Technology gelieferte Maschinen: 2x HUBER Siebanlage ROTAMAT® RoK1 Die Lösung Die beiden Siebanlagen sind für den kompletten maximalen Regenwasserdurchfluss von 6.000 l/s ausgelegt, der von den sechs Regenwasserpumpen geliefert wird. Die 6 mm Rechen mit zweidimensionaler Siebung verhindern, dass im Regenwetterfall Abfälle und Rechengut in den Fluss Trent gelangen. Sobald eine der Regenwasserpumpen startet, beginnen auch die beiden Rechen zu laufen. Das von den Siebanlagen zurückgehaltene Rechengut wird in das Trockenwettergerinne zurückgeführt und im Zulaufbauwerk weiter behandelt und dann entnommen. Die Lösung Durch die frühe Einbindung in das Projekt konnten wir mehrere mögliche Lösungen ausarbeiten, mit unterschiedlichen Rechenausführungen je nach Durchflussmenge und Auslegung der Pumpstation. Als mögliche Optionen wurden dabei Varianten mit bis zu vier Maschinen sowie verschiedene Lösungen zur Entfernung und Weiterbehandlung des Siebgutes in einer speziellen Rechengutbehandlungsanlage in Betracht gezogen. Die endgültige Lösung bestand schliesslich aus zwei Siebanlagen mit 700 mm Durchmesser und einer Länge von etwas mehr als 8.000 mm, eingebaut an gegenüberliegenden Überfallwehren. Das von den beiden Maschinen entnommene Siebgut wird von einer Transportschnecke zur Nichtantriebsseite gefördert und dort über einen Räumer in das Trockenwettergerinne ausgetragen. So kann das Siebgut zurückgeführt und von den Zulaufrechen auf der Anlage entnommen werden. Durch Verwendung einer doppelten Abdeckung für den Ablaufbereich der Siebanlagen wird sichergestellt, dass kein Regenwasserdurchfluss in das Trockenwettergerinne gelangt und das Einlassbauwerk überflutet. Die Abdeckung verhindert ein Überlaufen über das Wehr, lässt aber den von der Schnecke transportierten Wasserstrom zum Auslauf passieren. Die Siebanlagen beginnen mit dem Start der Regenwasserpumpen zu arbeiten und laufen nach einem Regenereignis noch weiter, um sicherzustellen, dass der Siebkorb beim nächsten Regenereignis sauber ist. Das Projekt wurde im Dezember 2018 erfolgreich abgeschlossen und in Betrieb genommen. “Bei diesem Prestigeprojekt war es enorm wichtig, dass wir uns frühzeitig und effektiv engagieren, um gemeinsam eine geeignete, innovative Lösung zu finden. Die Maschinen wurden pünktlich und im Rahmen des Budgets geliefert. Das Projekt ist damit ein hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche enge Zusammenarbeit mit dem Wasserunternehmen und dem Anlagenbauer.” (Richard Willis, Area Manager) Foto der eingebauten Maschinen Pumpstation und Rechengebäude Siebanlage im Betrieb[...]