[...]Ihre Anforderungen sind unser Ansporn: die Anforderungen an Kläranlagen und deren Betreiber steigen stetig und um diesen gerecht zu werden, wollen wir Sie bestmöglich unterstützen. HUBER entwickelt sich stetig weiter und ist immer auf der Suche nach Potentialen, um seine Produkte, Lösungen und nicht zuletzt seine Serviceleistungen weiter zu optimieren. "All inclusive" mit HUBER Full Service Neben unserem umfassenden Service-Produktportfolio, das unter anderem Installationen, Inbetriebnahmen, Reparaturen, original Ersatz- und Verschleissteile und präventive Wartungen einschliesst, haben wir in den vergangenen Jahren ein neues, leistungsstarkes Serviceprodukt etabliert: den HUBER Full Service-Vertrag . Mit diesem neuen Vertragsmodell stehen wir mehr denn je für einen ganzheitlichen Service. Mit einer HUBER Full Service-Lösung garantieren wir unseren Kunden: langfristiger Werterhalt von Maschinen und Anlagen Minimierung von Stillstandzeiten maximale Effizienz der Maschinentechnik Höchstmass an Betriebssicherheit volle Kosten- und Planungssicherheit Der Schlüssel zu maximaler Verfügbarkeit: Rechtzeitiger Austausch von Verschleissteilen und gezielte präventive Anlagenwartung Die präventive jährliche Wartung und sorgfältige Einhaltung von Tauschintervallen relevanter Ersatz- und Verschleissteile sind das A und O im Hinblick auf einen zuverlässigen Anlagenbetrieb und die damit verbundene Betriebssicherheit. Neben der Wartungsleistung sind in dem neuen Serviceprodukt ebenfalls alle Reparaturen, die original Ersatz- und Verschleissteile, deren Austausch und die damit verbundenen Kosten mitinbegriffen. Der damit ebenfalls einhergehende regelmässige Know-how-Transfer durch unsere hochqualifizierten HUBER Servicetechniker ist ein weiterer Pluspunkt für unsere Kunden. Ein weiterer Leistungsbaustein des Serviceprodukts ist der HUBER Hotline-Dienst: hier kann unser erfahrenes Service-Team Ihre Fragen rund um die Uhr beantworten und Sachverhalte klären. Die Kernfunktion des Abwasserbetriebes wird somit sichergestellt. Daneben bieten wir Ihnen den 48-Stunden-Störungsdienst, bei dem Sie von einer schnellen Reaktionszeit profitieren. Betriebsnahe Instandhaltung – Wertschöpfungskomponente statt Kostenfaktor Während der gesamten fünfjährigen Laufzeit des Vertrags garantieren wir Ihnen Preisstabilität, die für Sie volle Kostenkontrolle und Planungssicherheit Ihrer Anlage sicherstellt. Neben einer optimalen Budgetplanung minimiert sich dadurch gleichzeitig der damit einhergende Verwaltungsaufwand. Schäden an der Maschinen- und Anlagentechnik und hierdurch hervorgerufene und oft kostspielige Ausfallzeiten werden minimiert, wodurch Sie maximale Maschinenverfügbarkeit erzielen. Die Wirtschaftlichkeit Ihrer Investition steht für uns im Vordergrund. Deshalb interessieren sich Kunden von HUBER für die neue Servicelösung: „Strukturierte und präventive Wartung unserer Anlagentechnik wird durch kompetente Servicetechniker durchgeführt – dieses Know-how des Herstellers ist unerlässlich!“ „Die darin enthaltenen Leistungen, wie der 48-Stunden-Störungsdienst und die HUBER Service-Hotline sowie die schnelle Reaktionszeit, minimieren Ausfallrisiken. Dies ist für uns von höchstem Interesse, da unsere Betriebssicherheit gesteigert und ein Stillstand der Produktion dadurch vermieden werden kann!“ „Wir versprechen uns von einem Abschluss eines HUBER Full Service-Vertrages vor allem, dass noch weniger Ausfälle und Störungen auf unserer Anlage vorkommen – wir hätten ruhigere Nächte.“ „Wir wissen die Wartungsarbeiten bei HUBER in guten Händen und haben deshalb mehr freie Kapazitäten, um uns voll und ganz auf unsere Kernkompetenzen zu konzentrieren.“ „Volle Kostentransparenz und -kontrolle durch fix vereinbarte Servicepauschalen bedeutet für uns absolute Planungssicherheit, da auf uns keine hohen ausserplanmässigen Kosten zukommen können.“ Nutzen auch Sie den neuen und zukunftsweisenden HUBER Full Service – wir beraten Sie gerne und erstellen ein individuelles Lösungskonzept für Sie, um all Ihren Anforderungen, Wünschen und Bedürfnissen gerecht zu werden. Ihr HUBER Service Center International erreichen Sie unter: Telefon: +49 8462 201-455 oder per E-Mail unter maintenance@huber.de[...]
[...]Varna, Bulgarien Die bulgarische Schwarzmeerküste vor der 300.000-Einwohner-Stadt Varna ist, vor allem auf Grund ihrer Bedeutung für den Tourismus, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zum Schutz des Schwarzen Meeres wurde im Jahr 2002 die Verwendung von Fördergeldern der Europäischen Union für den Ausbau und die Modernisierung der lokalen Kläranlagen beschlossen. Dadurch konnte das Klärwerk der Stadt Varna auf 450.000 EW ausgebaut und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Insbesondere die Direkteinleitung von unbehandeltem Abwasser in das Schwarze Meer soll auf diese Weise minimiert werden. Zudem sollen die behandelten Abwässer zukünftig die europäischen Grenzwerte für Stickstoff und Phosphat einhalten. Konkret wurde in Varna einer der grössten Abwasserkanäle an die Kläranlage angeschlossen und die biologische Reinigungsstufe ertüchtigt. Ausserdem wurden die Faulbehälter modernisiert sowie mit einer Biogasverstromung ausgerüstet. 2011 entschied HUBER die Ausschreibung über die mechanische Schlammeindickung für sich. Noch im selben Jahr wurden drei Schneckeneindicker vom Typ S-PRESS 4L geliefert und installiert. Schneckeneindicker der HUBER SE sind seit über 20 Jahren weltweit im Einsatz. Die in Varna installierte Baugrösse 4L wurde 2008 speziell für hohe hydraulische Durchsätze und grosse Feststofffrachten weiterentwickelt. Das bewährte Funktionsprinzip einer langsam drehenden Förderschnecke in einem massiven Edelstahlfilterkorb erlaubt dabei nahezu unbegrenzte Filterstandzeiten. Die Förderung des einzudickenden Schlammes entgegen der Schwerkraft, in Verbindung mit einer speziellen geometrischen Ausbildung der Förderschnecke, ermöglicht zusätzlich hohe Eindickgrade und verhindert wirkungsvoll das Durchbrechen von ungenügend eingedicktem Schlamm. Zuverlässige Messtechnik überwacht die Auslastung der Maschinen und gestattet auf diese Weise einen automatischen und unbeaufsichtigten Betrieb der Schneckeneindicker. Die Betriebsdaten in Varna belegen anschaulich die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit der HUBER-Maschinen. Behandelt wird biologischer Überschussschlamm aus statischen Eindickern. Pro Maschine wird bei einem Durchsatz von 75 m³/h und einem schwankenden Eingangsfeststoffgehalt von 1,6-2,4 % eine Feststofffracht von durchschnittlich 1500 kg/h verarbeitet. Der Schlamm wird trotz des inhomogenen Zulaufes zuverlässig auf einen Feststoffgehalt von aussergewöhnlichen 6-8 % eingedickt und auf diese Weise optimal auf den folgenden Faulprozess vorbereitet. Durch die niedrige elektrische Anschlussleistung von lediglich 3 kW pro Maschine wird die Bilanz der neuen Faulgas-BHKW kaum beeinflusst. Die drei Maschinen arbeiten mittlerweile seit 2 Jahren zur vollsten Zufriedenheit des bulgarischen Betreibers.[...]
[...]Sheboygan, WI, USA In den USA ist der Startschuss für die Installation einer neuen HUBER Bandtrocknungsanlage BT gefallen. In der Stadt Sheboygan, im Bundesstaat Wisconsin, wird ein BT 18 mit einen Durchsatz von 11.700 t/a errichtet. Bereits im Juli 2012 entschied die HUBER SE das Projekt für sich: Die Firma wurde nicht nur mit der Errichtung einer Bandtrocknungsanlage beauftragt, auch die Entwässerung - eine HUBER Schneckenpress Q-PRESS®, Baugrösse 800 - wurde in den Lieferumfang mit aufgenommen. Die HUBER Bandtrocknungsanlage in Sheboygan wird als die erste der neuen Generation in den USA installiert. Das Anlagenkonzept zeichnet sich durch eine hervorragende Energieeffizienz und ein hohes Mass an Sicherheit aus. Der niedrige elektrische Energiebedarf wird vor allem durch das neue Steuerungskonzept und die sogenannte Helix-Luftführung erreicht. Diese führt dazu, dass die Prozessluft spiralförmig die Trocknungskammern durchströmt. Da die Luft in jeder Kammer neu erwärmt wird, kann ihre Beladungskapazität maximal ausgeschöpft werden. Das heisst wiederum, dass nur die Luftmenge durch den Trockner bewegt werden muss, die tatsächlich für die Trocknung beansprucht wird. Es werden somit deutlich kleinere Antriebe für die Ventilatoren benötigt. Zudem wird die Ausbaugrösse der Abluftbehandlung sehr gering gehalten, was zu erheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten führt. Für den sicheren Betrieb der Anlage sorgte insbesondere das Aufgabesystem des Trockners. Der Klärschlamm-Extruder, auch Pelletierer genannt, presst den Schlamm in Stränge und schafft somit ein definiertes Verhältnis zwischen Oberfläche und Volumen. Da der Schlamm während der Trocknung seine Form behält, wird die Entstehung von Staub – das grösste Sicherheitsrisiko bei Bandtrocknern – vermieden. Zur Erleichterung der Montagearbeiten vor Ort wurde die Trocknungsanlage vor dem Transport in die USA in wenige Einzelteile vormontiert. Bei der Installation wird das örtliche Montageteam von einem Supervisor der Firma HUBER geleitet und unterstützt. Zahlen und Fakten zum Projekt: Standort: Sheboygan, Wisconsin, USA Baugrösse: BT 18 Länge des Trockners: 24 m Wasserverdampfung: 1.361 kg/h Durchsatzmax: 11.700t/a 1.800 kg/h Betriebszeit: 6.500 h/a Trocknung: von 20 % TR auf 90 % TR Wärmequelle: Warmwasser 90° C[...]
[...]Beijing, China Ablagerungen im Kanalsystem verursachen weltweit Probleme und Kosten. Ob in Europa, Amerika oder Asien, überall müssen die Kanäle von heterogenen Sedimenten gereinigt werden. Unser innovatives Sandbehandlungsverfahren holt nun auch in Peking sicher und zuverlässig den Sand aus dem Abfall und verringert somit die zu entsorgende Masse. 1. Allgemein In den letzten 20 Jahren wurde in China die Abwasserreinigung deutlich ausgebaut. Bis Juni 2012 konnten mittlerweile 3.243 Kläranlagen in Betrieb genommen werden, die durchschnittlich 130 Mio. m³ Abwasser pro Tag reinigen. Jedoch treten gerade bei der Schlammfaulung häufig Probleme durch Ablagerungen auf, die eine optimale Faulung beeinträchtigen und zu Verschleiss an den Entwässerungsaggregaten führen. Die Ursache hierfür liegt in den zahlreichen Bauprojekten in den Städten. Von den Baustellen aus gelangen über Entwässerungspumpen grosse Mengen anorganischer Stoffe (Geröll, Sand und Schluff) ins Kanalnetz und weiter in die Kläranlagen. Oft sind hierdurch die Sandfänge überlastet, sodass die mineralischen Stoffe in die Vorklärbecken und weiter in den Faulturm geraten. Untersuchungen in China zeigen, dass die organischen Anteile im ausgefaulten Klärschlamm nur 30-50 % betragen. In Deutschland liegen diese um ca. 20 % höher, da hierzulande weniger Mineralien in die Abwasserkanäle gespült und diese turnusgemäss gereinigt werden. Die Ziele der Behandlungsanlage wurden vom Auftraggeber folgendermassen definiert: Grobstoffe, Sand und Schluff aus dem Kanalsand abzusondern Organische Stoffe aus dem Kanalsand abzutrennen Waschwasser direkt in die Kläranlage Qinghe einzuleiten. 2. Beschreibung der Behandlungsanlage Die Anlage ist auf dem Areal der KA Qinghe, Beijing, in einem eigens dafür gebauten Bauwerk installiert und für eine Durchsatzleitung von 6 t/h ausgelegt. Die tägliche Durchsatzmenge kann dabei in Spitzenzeiten bis zu 60 Tonnen betragen. Auslegungsdaten: Durchsatzleitung: 60 t/d bzw. 6 t/h Tägliche Betriebsstunden: 8–16 h Kanalreinigung und Transport: von 23–6 Uhr Hauptanlieferung März–Mai und Sept. – Nov. (80 % der Jahresmenge) Input-Material: 10 – 70 % TR; durchschnittlich 62 % TR mit 16 % Organik Bauwerke: Unterirdisches Annahmesilo Behandlungshalle Büro und Schaltschrankraum Verfahrenstechnik (siehe Bild 2): Greifer-Anlage (Kran) Zwischenspeicher- und Dosieranlage RoSF 7 / BG1 Waschtrommel RoSF 9 / BG2 mit Schneckenförderer 2 x Sandwäscher RoSF 9 / BG2-S3 Hydrozyklon mit Klassierschnecke Siebtrommel RoMesh® / BG3 mit Schneckenförderer Langsandfang mit horizontaler Räumschnecke Pumpwerk für Brauch- und Kreislaufwasser Biofilter 3. Detailbeschreibung zur Verfahrenstechnik 3.1 Annahmesilo: Das Kanalräumgut wird als Schlammgemisch mittels Saugwagen – oder bereits in entwässerter Form mittels LKW-Transporter – zur KA Qinghe geliefert und sofort in ein Annahmesilo gekippt. Das Speichervolumen des unterirdischen Betonsilos beträgt 150 m³ (8 m × 5 m × 4,5 m). Über dem Annahmesilo befindet sich ein Gitterrost, der grobe Sperrstoffe zurückhält. Im Annahmesilo ist zusätzlich eine Entwässerungsrinne verlegt, sodass Sickerwasser im Freispiegel in eine Pumpvorlage fliesst. Dieses wird mittels Tauchpumpe (Förderhöhe 15 m) in die Waschtrommel RoSF 9 befördert. Unmittelbar neben dem Annahmesilo ist im Aussenbereich ein Biofilter installiert. Über eine DN500-Rohrleitung wird die Abluft vom Annahmesilo abgesaugt und in den Biofilter eingeleitet. 3.2 Dosieranlage und Grobstofftrennung: Eine Greiferkrananlage entnimmt den Feststoff aus dem Annahmesilo und überwindet geodätisch eine Förderhöhe von ca. 10 m. Oben angekommen wird das kontaminierte Material in einen 6 m³ grossen Zwischenspeicher RoSF 7 gegeben. Mittels einer horizontal eingebauten 500er-Dosierschnecke wird das Material weiter in die Waschtrommel RoSF 9 (siehe Bild 3) gefördert. In der Waschtrommel werden Stoffe, die grösser als 15 mm sind, abgetrennt, gewaschen und ausgetragen. Am Ende der Waschtrommel fallen diese Grobstoffe in einen Schneckenförderer. Der Waschwasserverbrauch der Trommel beträgt etwa 90 m³/h. 3.3 Sandabtrennung und Sandwäsche: Das Unterkorn der Waschtrommel (< 15 mm) wird über eine Weiche zwei COANDA Sandwaschanlagen RoSF 4 (siehe Bild 4) zugeführt. In den Sandwäschern wird der Sand von Organik/Schluff abgetrennt, gereinigt und mittels Schnecke ausgetragen. Der organische Anteil im Sand beträgt weniger als 3 % bei einer Korngrösse von 0,2 mm. Der Waschwasserbedarf beider Sandwaschanlagen liegt bei etwa 22 m³/h und wird aus der MBR-Anlage der KA Qinghe zur Verfügung gestellt. 3.4 Organik-Trennung und Prozesswasseraufbereitung: Der Ablauf der Sandwaschanlage wird im Freispiegel über eine DN350-Rohrleitung in eine Siebtrommel RoMesh® geleitet (siehe Bild 4). Dort werden alle organischen Stoffe mit einer Fläche zwischen 2 und 15 mm abgetrennt und ausgetragen. Das gesiebte Ablaufwasser fliesst direkt in einen unbelüfteten Sandfang, der als Zwischenpuffer für das Prozesswasser (Kreislaufwasser) dient. Der Waschwasserbedarf der Siebtrommel RoMesh® beträgt ca. 12 m³/h und wird aus der MBR-Anlage der KA Qinghe zur Verfügung gestellt. 3.5 Schluff-Abtrennung: Der unbelüftete Sandfang dient nicht nur als Zwischenpuffer für das Kreislaufwasser, sondern trennt auch Schluff bis zu einer Korngrösse von ca. 60 µm ab. Eine im Sandfang installierte horizontale Transportschnecke fördert Feinsand und Schluff an das Ende des Sandfanges. Dort nimmt eine verschleissfeste Sandpumpe alle Sedimente auf und transportiert das Feingut bei einem Volumenstrom von ca. 30 m³/h auf einen Hydrozyklon. Hier werden die feinen Partikel sicher abgetrennt. Der Unterstrom des Zyklons fliesst in eine nachfolgende Klassierschnecke, die den Schluff statisch entwässert und gleichzeitig in einen Container fördert. Der Oberlauf des Zyklons wird durch eine DN100-Rohleitung zurück in den Zwischenpuffer gegeben. Von dort aus wird nun die Waschtrommel mit dem nötigen Waschwasser (Kreislaufwasser) versorgt. Ein möglicher Wasserüberschuss wird vom Zwischenpuffer in die Kanalisation, also in den Kläranlagenzulauf, geleitet. 3.6 Waschwasser-Management: Für den Sandwäscher RoSF 4 und die Siebtrommel RoMesh® werden insgesamt bis zu 34 m³/h Brauchwasser benötigt. Diese Waschwassermenge wird aus der MBR-Anlage des Klärwerks Qinghe bezogen. Das zufliessende Brauchwasser wird standardmässig in einem 25-m³-Zwischentank gespeichert und, je nach Bedarf, den Verbrauchern zur Verfügung gestellt. Für die Waschtrommel RoSF 9 wird, wie beschrieben, das Kreislaufwasser aus dem Zwischenpuffer entnommen. 3.7 Abluftbehandlung: Die Abluftbehandlungsanlage beinhaltet die Aggregate Abluftventilator, Befeuchter, Biofilteranlage sowie Sprinklersystem und hat einen Durchsatz von 6.000 Nm³/h. Die Biofilteranlage besteht aus einem Festbettreaktor, der mit Aktivkohle gefüllt ist. Aus unterschiedlichen Bereichen der Anlage wird die kontaminierte Luft abgesaugt und in die Abluftbehandlung geleitet. Die biologisch behandelte Luft gelangt anschliessend in die Atmosphäre. 4. Erste Ergebnisse Mit dem hier vorgestellten Verfahren kann der Kanalsand durch die Trennschärfe der einzelnen Aggregate kostengünstig in unterschiedliche Fraktionen aufgeteilt werden. Die einzelnen Massenströme sind dabei in der Tabelle in der nächsten Spalte zusammengefasst. Bei einem stündlichen Durchsatz von 6 Tonnen (dies entspricht bei einem TR von 62 % einer Trockenmasse von 3,72 Tonnen) wird der Kanalsand bei der Behandlung in fünf verschiedene Fraktionen aufgeteilt. Der gewaschene Sand mit einem Glühverlust von < 3 % kann beispielsweise als Material für den Strassenbau oder zur Kanalrohrverfüllung wiederverwertet werden. Der abgetrennte Schluff wird ebenfalls als Baumaterial verwendet. Die gewaschenen Grobstoffe (Steine, Hausmüll, Plastik) werden auf einem Abladeplatz gelagert und schonen aufgrund der deutlichen Gewichtsreduktion die Deponiekapazität der Stadt. Die organischen Bestandteile werden kompostiert, sodass daraus wieder Nährsubstrate gewonnen werden. Lediglich das mit Feinorganik belastete Abwasser fliesst der Kläranlage zu und wird zum grössten Teil im Faulturm zu Faulgas umgesetzt. Als weiterer Vorteil lässt sich anführen, dass durch die regelmässige Reinigung der Kanäle die mineralische Feststoffbelastung der Kläranlage deutlich verringert und die Funktion des Sandfanges verbessert wird. Ein somit geringer Schluff- und Sandanteil im Faulschlamm schützt die Kläranlage vor Betriebsproblemen und reduziert die Kosten für Wartung und Verschleiss. Material | Korngrösse | Anteil Anorganisch |> 15 mm|10% |0,2 - 15 mm|41% | < 0,2 mm|49% Organisch |> 15 mm|4% |0,2 - 15 mm|61% | < 0,2 mm|35%[...]
[...]Wackersdorf, Deutschland Das Ziel der Entsorgungsindustrie ist die Aufbereitung von Sanden und mineralischen Abfällen zu verwertbaren Fraktionen. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Entsorgungsunternehmens ist die wirtschaftliche Annahme sowie Behandlung des Inputmaterials. Insbesondere die niedrigen Betriebskosten sowie der geringe Wartungsaufwand der HUBER Maschinentechnik bilden die Grundlage für die Wirtschaftlichkeit des Sandaufbereitungsverfahrens. Zudem stellt die HUBER Technologie eine gleichbleibend hohe Qualität der zu verwertbaren Fraktionen sicher. Diese verschafft dem Entsorgungsunternehmen wiederum eine Planungssicherheit respektive einen zusätzlichen Marktvorteil. Das Unternehmen Hammerer Kanalservice hat diese Benefits erkannt und wird im Jahr 2020 durch die Inbetriebnahme des HUBER Sandaufbereitungsverfahrens RoSF5 den stetig wachsenden Kundenanfragen nach einer Sandannahme gerecht. Hierbei werden die Tankfahrzeuge der Firma Hammerer die kommunalen Kläranlagensande, industriellen Sandfangsande sowie Kanalspülsande anliefern. Der erste Schritt des Prozesses ist die Abgabe der Flüssigphase aus den Tankfahrzeugen. Hierzu schliesst der Betreiber das Fahrzeug über den Schlauch direkt an den dafür vorgesehen Perrotanschluss an. Durch das HUBER Aufbereitungsverfahren kann die Flüssigphase als Brauchwasser im Kreislauf wiederverwendet werden. Somit ist die kostenintensive Frischwasserzufuhr für den Betrieb der Anlagentechnik nicht notwendig. Dies ist ein signifikanter Vorteil, da im Vergleich zu kommunalen Kläranlagen bei industriellen Entsorgungsbetrieben das Betriebswasser nicht in ausreichender Menge und Qualität kostenneutral zur Verfügung steht. Anschliessend erfolgt die Abgabe der Feststoffphase auf dem Entwässerungsplatz. Bedingt durch die Vor-Ort Situation, wird der Sand vom Entwässerungsplatz dem HUBER Annahmebunker RoSF7 mit dem Radlader zugeführt. Generell wird der Annahmebereich immer kundenspezifisch geplant und umgesetzt. Alternativ kann die Beschickung beispielsweise auch direkt über das Tankfahrzeug oder mit Hilfe einer Krananlage in den HUBER Annahmebunker erfolgen. Die im Annahmebunker integrierte Förderschnecke dosiert vollautomatisch das Material in die HUBER Waschtrommel RoSF9. In der Waschtrommel wird durch die Homogenisierung die Fraktion < 10 mm ausgewaschen. Die Grobstoffe > 10 mm werden durch die schräg aufgestellte Siebtrommel abgetrennt, statisch entwässert und in den bauseitigen Container ausgetragen. Darüber hinaus ist ein Magnet für die Metallabscheidung vorgesehen. Die Grobstoffe werden vom Betreiber entsorgt und die Metalle werden nach einer Vorsortierung verkauft. Im nächsten Verfahrensschritt bereitet die HUBER Coanda Sandwaschanlage RoSF4 das Sand-, Organik- und Wassergemisch (Fraktion < 10 mm) weiter auf. Basierend auf dem Coanda-Effekt sowie dem physikalischen Prinzip der Dichttrennung separiert die HUBER Sandwaschanlage die mineralischen Bestandteile von der Organik ab. Diese mineralische Fraktion < 10 mm wird über die Austragsschnecke statisch entwässert und zur Rekultivierung gewinnbringend als Wertstoff weiterverkauft. Die multifunktionale HUBER Kompaktanlage ROTAMAT® Ro5 scheidet anschliessend die Organik- und Feinstsandbestandteile in nur einem Prozessschritt ab. Sowohl die Organik als auch der Feinstsand werden wiederum durch separate Austragsschnecken entwässert ausgetragen und können umgehend zur Rekultivierung sowie Verfüllung von Gruben aus dem Tagebau lukrativ verkauft werden. Die Qualität des Abwassers aus der HUBER Kompaktanlage ROTAMAT® Ro5 ist für die Waschwasserversorgung der HUBER Waschtrommel RoSF9 ausreichend. Das restliche Abwasser wird mittels der HUBER Druckentspannungsflotation HDF final zu Klarwasser aufbereitet. Dieses Klarwasser wird als internes Prozesswasser zur Versorgung des Sandwäschers und der Kompaktanlage wiederverwendet. Darüber hinaus nutzt die Firma Hammerer das Klarwasser zur Betankung ihrer Tankfahrzeuge. Eine Desinfektionsanlage stellt die Keimfreiheit sicher. Die interne und externe Klarwassernutzung reduziert die Betriebskosten auf ein Minimum, da auf die kostenintensive Frischwasserzufuhr verzichtet werden kann. Zudem fällt kein gebührenpflichtiges Abwasser an. Des Weiteren ist für das Sättigungssystem der HUBER Druckentspannungsflotation HDF keine zusätzliche Druckluft notwendig, was einen weiteren positiven Einfluss auf die Betriebskosten der Gesamtanlage hat. Der Flotatschlamm aus der Druckentspannungsflotation wird maschinell entwässert. Anhand des Projektbeispiels Hammerer zeigt sich, dass das schlüsselfertige HUBER Sandaufbereitungsverfahren RoSF5 die Lösung für ein adaptives, betriebskostengünstiges Sandaufbereitungssystem ist, welches eine gleichbleibend hochwertige Qualität der verwertbaren Fraktionen garantiert. HUBER trägt durch das Sandaufbereitungsverfahren einen wichtigen Beitrag zum effizienten Umgang mit Ressourcen bei, mit dem schönen Nebeneffekt der Wirtschaftlichkeit.[...]
[...]South Padre Island, TX, USA Im südlichsten Teil von Texas, unweit der mexikanischen Grenze und direkt am Golf von Mexiko liegt die Landzunge von South Padre Island. Dieser Ort ist wie geschaffen zum Urlaub machen, mit Sonne, Sand und Meer. Ab Februar bis Oktober wälzen sich dort Ströme von Touristen am feinsandigen Strand und geniessen die Wellen und die Wärme, die allerdings tagsüber ca. 40°C beträgt. Da zudem eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 90% herrscht, verbringt man den Tag am besten im Meer oder am Pool. Die exponierte Lage von South Padre Island hat natürlich auch ihren Nachteil. Sehr viele Leute duschen sich mehrmals täglich und spülen den anhaftenden feinen Sand, mit einer durchschnittlichen Korngrösse von 100 µm in die Kanalisation. Nach kurzer Zeit erreicht der Feinsand dann die Kläranlage, die ohne Sandfang ausgestattet ist und deshalb immer wieder mit Problemen aufgrund von Sandablagerungen in der biologischen Stufe zu kämpfen hat. Diese Umstände waren für unseren HUBER Sandfang GritWolf® ideal, um seine Leistungsfähigkeit bei der Abscheidung von Feinsand bis zu einer Körnung von 75 µm in einem Testbetrieb zu beweisen. Die Konstruktion des Sandfangs GritWolf® setzt hier neue Massstäbe, denn nach einer kurzen belüfteten Kammer, in der Schwimmstoffe aufgetrieben werden, schliesst sich ein unbelüfteter Bereich mit Lamellenabscheider an. Die anfallenden Schwimmstoffe werden diskontinuierlich mit einem bewährten Räumpaddel entnommen. Die stetig im Lamellenabscheider abgeschiedenen Feinsande sammeln sich am Boden der Maschine und werden zeitgesteuert mittels 1.000-fach bewährter horizontaler Fördertechnik in Richtung Saugpumpe gefördert. In South Padre Island wurde aufgrund tageszeitlicher Zulaufschwankungen der GritWolf mit 15 - 50 l/s beschickt. Gleichzeitig zum natürlichen Feinsandeintrag wurde zweitweise bei einem Zulauf von ca. 40 l/s noch feiner Sand mit einer Korngrösse von 100 - 200 µm „zugefüttert“, um das neue Prüfverfahren für Sandfänge (siehe Korrespondenz Abwasser, 2018(65); Nr. 7; 607-611) weiter zu verifizieren. Die am Ablauf des GritWolfs gezogenen Proben bestätigten eindeutig, dass mehr als 95% der Sandkörner ≥ 100 µm sicher zurückgehalten wurden. Für die anstehende Ausschreibung hat der HUBER Sandfang GritWolf® den Betreiber voll überzeugt. Sofern auch Ihre Kläranlage von Feinsand geplagt wird, dann ist unser HUBER Sandfang GritWolf® für Sie genau die richtige Lösung. Natürlich können wir mit unserer GritWolf® Technik auch Ihren bestehenden Sandfang entsprechend ertüchtigen, so dass Betriebsprobleme durch Feinsande der Vergangenheit angehören.[...]
[...]Castres, Frankreich Erste kleine Sandaufbereitung von HUBER in Frankreich installiert Am Ufer des Flusses Agout liegt Castres, eine französische Gemeinde im Süden Frankreichs, geprägt von unterschiedlichen Industrieunternehmen. Das be-kannteste ansässige Unternehmen ist der Pharma- bzw. Kosmetik-konzern Labaratoires Pierre Farbe. Inmitten des Industriegebietes befindet sich die Kläranlage der Gemeinde Castres. Ausgelegt auf 95000 Einwohnerwerte reinigt die Kläranlage das Abwasser der Bewohner der Stadt. Bisher besass die Kläranlage keine vernünftige Lösung zur Aufbereitung von Kläranlagensand und Kanalspülsand. Anfallende Mengen wurden in ein Betonbauwerk gekippt und statisch entwässert. Die Qualität des hier anfallenden Endproduktes entsprach nicht der Französischen Gesetzgebung für die weitere Deponierung. Im November 2014 wurde an der Kläranlage Castres ein Sandaufbereitungsverfahren RoSF5 der HUBER SE installiert. Herausforderung hierbei war, den Platzbedarf der Maschinen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig alle Komponenten auf gleichem Höhenniveau aufzustellen, sodass keine weiteren Baumassnahmen nötig waren. Das Ergebnis der Planung war HUBERs erste kleine Sandaufbereitungsanlage in Frankreich, bei der gleichzeitig das bereits bestehende Betonbauwerk genutzt werden konnte. Das Rohmaterial wird in das Betonbauwerk gekippt und dort mit der Zeit statisch entwässert. Im nächsten Schritt wird das entwässerte Rohmaterial über einen Radlader in einen Annahme-bunker mit 2 m³ Fassungsmenge gekippt und von dort aus mittels einer horizontalen Förderschnecke mit konstantem Durchsatz in die angrenzende Waschtrommel gefördert. In der Waschtrommel wird feines Material unter 10 mm Grösse von den Grobstoffen mittels 10 mm Lochung unter Waschwasserzugabe getrennt. Grobstoffe werden über einen Grobstoffförderer in einen anliegenden Container abgeworfen. Feinstoffe gelangen zusammen mit dem Waschwasser der Waschtrommel über eine Pumpe in die COANDA Sandwaschanlage RoSF4. Bedingt durch die Bauweise des Sandwäschers wird eine Klassierung sowie Auswaschung des Materials erreicht, so dass 95% des Sandes <= 0,25 mm mit einem Glühverlust unter 3 % ausgetragen werden. Die Sandaufbereitungsanlage wurde so in die Kläranlage integriert, dass der Sandwäscher zusätzlich Sedimente aus dem Sandfang über den 2 m³ Annahmebunker verarbeiten kann. Der gesamte Feststoffzulauf in den Sandwäscher ist auf maximal 1 t/h ausgelegt. Derzeit wird die Anlage zur Verarbeitung von Kanalsand und Strassenkehrricht verwendet. Täglich fällt hierbei eine zu verarbeitende Menge von bis zu 10 m³ Strassenkehrricht und bis zu 8 m³ Kanalsand an. Durch das hier vorgestellte Verfahren kann Kanalsand sowie Kläranlagensand kostengünstig in unterschiedliche Fraktionen aufgetrennt und gegebenenfalls weiter genutzt werden. Der gereinigte Sand mit einem niedrigen Glühverlust unter 3 % kann beispielsweise als Füllmaterial für den Strassen- und Kanalbau verwendet werden. Darüber hinaus können die Kosten für eine Deponierung durch eine Gewichtsverringerung der Grobstoffe reduziert werden. Dies führt in Summe zu einem reduzierten Kostenaufwand bei der Entsorgung von Kanal- und Kläranlagensand sowie Strassenkehrricht. Gleichzeitig wird die mineralische Feststoffbelastung der Kläranlage deutlich reduziert, was zwangsläufig die Kosten für Wartung und Verschleiss reduziert und die Funktion des Sandfangs verbessert. Kläranlage Castres auf einem Blick: Mechanische Vorreinigung Vorklärung Biologische Reinigung Nachklärung Zusätzlich Schlammbehandlung sowie Fremdsandannahme Sandaufbereitung in Castres auf einem Blick: Annahmebunker RoSF 7 mit 2 m³ ROTAMAT® Waschtrommel RoSF 9 BG 0,5 COANDA Sandwaschanlage RoSF 4 BG 1 Grobstoffförderer RoSF XXL Feststoffzulauf bis zu 1 t/h[...]
[...]Schwabach, Koblenz, Frankfurt Niederrad Seit fast 20 Jahren stellt die HUBER SE erfolgreich Lösungen für die Behandlung von Strassenkehricht, Kanalspülsand und Kläranlagensand zur Verfügung. Bedingt durch weltweit über 170 Projekte kann HUBER umfangreiche Erfahrungen im diesem Bereich vorweisen. Im Zuge der letzten 20 Jahren wurde das Verarbeitungsverfahren stetig weiterentwickelt. Herausforderung war und ist immer noch die unterschiedliche Zusammensetzung des Rohmaterials. Dieses kann nachfolgende Aggregate der Sandbehandlung teilweise gravierend beeinflussen. Das Ergebnis der Weiterentwicklung sind Sandaufbereitungsanlagen mit einem täglichen Rohstoffdurchsatz bis zu 60 Tonnen. Je nach Rohmaterial kann die Beschickung hierbei über einen Radlader, eine Krananlage oder direkt über Tankfahrzeuge erfolgen. Seit 2015 im Betrieb – Sandaufbereitungsanlagen an der Kläranlage Schwabach, Koblenz sowie Frankfurt Niederrad Zwischen 2014 und 2015 sind drei weitere Sandaufbereitungsanlagen in Deutschland in Betrieb gegangen. Die Anlage in Schwabach wurde für geringere Durchsätze bis zu 1,5 Tonnen Rohmaterial pro Stunde ausgelegt. Durch die geringen Durchsatzanforderungen konnte die Sandaufbereitungsanlage dement-sprechend auch klein gehalten werden. In Schwabach wird die wässrige Phase, welche bei 10 m³ Tankfahrzeugen bis zu 8 m³ betragen kann, direkt in die Kläranlage eingeleitet. Somit wird ein geringeres Volumen der Annahmebehälter benötigt. Im Kontrast dazu steht die Sandaufbereitungsanlage in Frankfurt . Das Gesamtverfahren besteht aus zwei Linien, welche unabhängig voneinander Rohmaterial annehmen und verarbeiten können. Zwei Sandwäscher gewährleisten einen maximalen Durchsatz von bis zu 3 Tonnen die Stunde. Für eine Flüssig/Feststofftrennung vor dem Entleerungsvorgang in den Annahmebunker kann die Flüssigphase über ein eigens dafür vorgesehenes Aggregat abgelassen werden. Hierbei kommt es zur Trennung von aufschwemmbaren organischen Feststoffen und der Flüssigphase, welche direkt in den Sandwäscher eingeleitet wird. Bei dieser Anlage wurden auf Kundenwunsch Füllstandsmessungen in Sandcontainern sowie automatisch verschliessbare Abdeckungen der Annahmebunker realisiert. Im Gegensatz zu den Anlagen in Frankfurt und Schwabach handelt es sich bei dem Annahmeverfahren in Koblenz um ein RoSF5 VW-Verfahren. Der Begriff VW steht für eine Beschickung vertikal in eine Waschtrommel (beim Standard-Verfahren RoSF5 HW erfolgt die Beschickung hingegen horizontal in eine Waschtrommel). Die Entwässerung erfolgt hierbei über ein pneumatisches Harkenrechensystem im Behälter des Annahmeverfahrens. Die Anlage in Koblenz ist für einen stündlichen Durchsatz von bis zu 1,5 Tonnen ausgelegt. Da die Kapazitäten des Sandwäschers an der Kläranlage Koblenz noch nicht erreicht sind und die Organikabtrennung so effektiv ist, überlegt sich der Anlagebetreiber derzeit, zusätzlich Sedimente aus seinen Sandfängen in den Sandwäscher einzuleiten. Überblick der 3 ausgeführten Projekte: Projekt | Schwabach | Koblenz | Niederrad Verfahrens-Typ|RoSF5 HW|RoSF5 HW|RoSF5 VW Annahmebunker|RoSF7, 6 m 3 |RoSF8V, 4 m 3 |2x RoSF7, 9 m 3 Waschtrommel|RoSF9 BG1|RoSF9 BG1|2x RoSF9 BG1 Sandwäscher|RoSF4 BG2|RoSF4 BG2|2x RoSF4 BG2 Grobstoffförderer ?|ja|nein|2x ja Beschickung aus Sandfängen ?|ja|geplant|nein[...]
[...]Niebüll, Deutschland KA Niebüll erhält zwei HUBER Kompaktanlagen ROTAMAT® Ro5 100 l/s Wer sich etwas in den nördlichen Gefilden auskennt, hat ungefähr eine Vorstellung, wo der Ort Niebüll liegen könnte: Ganz im Nordwesten von Schleswig-Holstein. Es ist eine Urlauberregion an der Nordsee. Von hier aus startet auch der Autozug nach Westerland über den Hindenburgdamm auf die Insel Sylt. Verständlich, dass bei der Neuplanung der Vorreinigung auf der KA Niebüll durch das Ing.-Büro Ivers aus Husum solche Dinge eine grosse Rolle gespielt haben. Hintergrund sind die stark wechselnden Einwohnergleichwerte, die bei der Bemessung der Anlagen beachtet werden müssen. Hier kann es passieren, dass zu den Feiertagen oder Urlaubzeit gleich die Abwassermengen in die Höhe schnellen und danach wieder auf ein normales Level abfallen. Aus diesem Grund musste bei der Planung der Vorreinigung diese Situation berücksichtigt werden. Im Vorfeld dieses Projektes gab es auch einen regen Austausch mit dem Klärwerksleiter, Daniel Johannsen und seiner Crew sowie mit Herrn Pieper vom Ing.-Büro Ivers aus Husum. Hier flossen Erfahrungen aus dem Projekt KA Zingst, eine Urlauberregion an der Ostsee, ein. Diese Anlage erfüllt schon seit vielen Jahren unter ähnlichen Bedingungen ihre Aufgaben. Insbesondere ist die Montage der HUBER Kompaktanlagen ROTAMAT® Ro5 ein wichtiger Moment in der Projektabwicklung. Hier werden in der Regel die Anlagen in das fertig geflieste Rechengebäude mit einem 50 Tonnenkran vom Spediteur gehoben und über das Tor eingebracht. Innerhalb des Rechengebäudes werden die Anlagen dann mit Hochlastrollen an ihren Standplatz verrollt. Hier haben wir unseren Kunden, die GAA Mölln, die die Lieferung und Montage der Anlagentechnik im Auftrag hatten, mit Rat und Tat unterstützt. Die Last muss auf mehrere Standfusspaare verteilt werden. Im Juni 2016 fand die Werksabnahme im Produktionswerk in Berching statt. Für den Kunden eine gute Möglichkeit an den Maschinen Bereiche anzusehen, die später in dieser Form nicht mehr zu sehen sind, weil das Abwasser diesen Platz einnimmt. Thorben Karl und Arne Hansen haben sich diese Gelegenheit nicht nehmen lassen. Am Ende September 2016 gingen die beiden HUBER Kompaktanlagen ROTAMAT® Ro5 und der HUBER Sandwäscher RoSF4 in Betrieb. Zwischenzeitlich wurden in Zusammenarbeit mit der Kläranlagen-Mannschaft unter Leitung des Klärwerksleiters, Daniel Johannsen, die Einstellparameter für die Maschinen an die Betriebssituation angepasst - ein wichtiger Aspekt für die Betriebssicherheit. Hier sind Erfahrungen gefragt, die wir über viele Jahre bei solchen Projekten gesammelt haben. In diesem Sinne wünschen wir dem Klärwerk Niebüll immer eine Handbreit Abwasser in den Ro5-Anlagen![...]
[...]Mit uns kriegen Sie Ihr Fett weg! Die Fettkonzentration im Abwasser wird in der Regel in Form der „lipophilen Stoffe“ gemessen. Dieser analytische Wert wird aus einer Abwassermischprobe mittels aufwendigem Extraktionsverfahren gewonnen. Das in das Abwasser eingebrachte Fett liegt in der Regel als dispergierte (suspendierte) Fraktion vor. Ein kleiner Fettanteil kommt als Emulsion vor, was sich durch den Einsatz von Lösemitteln und Spülflotten erklären lässt. Das dispergierte Fett wird, in Abhängigkeit vom Abwasserkanal (Länge, Abstürze, Anzahl der Pumpwerke, Siebung), in eine grob- (> 1 mm) und eine feindisperse Phase unterschieden. Je nach Grösse und Form können diese Partikel in einem belüfteten Langsandfang mittels Fettfangtasche gut, mässig oder gar schlecht abgeschieden werden. Eine definitive Abscheiderate wie z. B. beim Sandfang lässt sich jedoch nicht quantifizieren. Fördernd für eine gute Fettabscheidung sind grosse, ruhige Oberflächen. Dort können die dispergierten Partikel, aufgrund ihres Dichteunterschiedes, langsam in Richtung Flüssigkeitsoberfläche aufsteigen, akkumulieren und nicht wieder redispergiert werden. Bei den konventionellen Langsandfängen mit seitlicher Fettfangtasche wird diese Verfahrenstechnik mit mehr oder weniger Erfolg praktiziert. Zum einen bedarf es im Sandfang, als Transportmedium Richtung Fettfang, einer gewissen Strömungswalze und zum anderen sollte im Fettfang die erzeugte Sekundärwalze nicht zu stark ausgeprägt sein. Die Lösung dieser Sisyphusaufgabe ist uns nun mit unserem patentierten Kombi-Sandfang mit „Hydro Duct“-Strömungsführung gelungen (siehe Bild 1). Das Innovative am „Hydro Duct“-Sandfangsystem, welches wir zur IFAT 2005 vorgestellt haben, ist die Kombination von einem belüfteten und einem unbelüfteten Sandfang. Dadurch werden alle Vorteile von belüfteten und unbelüfteten Sandfängen in einer Anlage vereinigt. Im belüfteten Bereich wird durch Einbringung von feinblasiger Luft eine Wasserwalze induziert. Dadurch werden organische Partikel gut in Schwebe gehalten und gleichzeitig werden feindisperse Fettpartikel „flotiert“. Diese als Schaum agglomerierten Partikel bewegen sich langsam Richtung Ablauf. Der belüfteten Kammer schliesst sich, durch eine Tauchwand getrennt, die unbelüftete Sandfangkammer an, welche knapp über dem Boden laminar angeströmt wird. Eine hohe Abscheidequote von > 95 % der Sandkornfraktion 0,20 – 0,25 mm wird durch exakt definierte Geschwindigkeiten in dieser Kammer problemlos erreicht. Aufgrund der eingestellten Relativgeschwindigkeit werden organische Partikel trotzdem weitgehend mit dem ablaufenden Abwasser aus der kompletten Sandfanganlage transportiert. Aufgrund der grossen Oberfläche in der unbelüfteten Kammer steigen dort alle grobdispersen Fettpartikel zur Wasseroberfläche und werden mit dem Schaum der belüfteten Kammer vereint. Eine vor dem Ablauf installierte Tauchwand verhindert das Abdriften der Schwimmstoffe, die sich vor der Tauchwand akkumulieren. Ein an dieser Stelle integrierter automatischer Fetträumer schiebt von Zeit zu Zeit die Schwimmstoffe in einen Fettschacht (siehe Bild 2). Eine unterhalb des Fettschachtes installierte Exzenterschneckenpumpe fördert den Inhalt weiter in einen Abscheidebehälter/Fettcontainer oder in den Rohschlammschacht. Integrierte Sandförder- und Sandklassierschnecken fördern und entwässern das separierte Sandfanggut in Richtung Austrag. Am Ende wird das Sandfanggut entweder in einen Container oder in eine nachgeschaltete, ordentliche Sandwäsche gegeben. Aufgrund des neuartigen, grossen Fettfangsystems in unserem „Hydro Duct“-Sandfang, kann die Abscheidung der grobdispersen Fettpartikel deutlich gesteigert werden. Das beschriebene Fettfangsystem wird in allen unseren HUBER Kompaktanlagen vom Typ ROTAMAT ® Ro5 HD realisiert. Kommen Sie zu uns, wo Erfahrung auf Innovation trifft![...]