[...]Bremen, Deutschland In Bremen entsteht aktuell ein neues Zukunftsquartier für Wirtschaft, Wohnen, Arbeit, Kultur und Freizeit – und das mit nachhaltiger Energieversorgung aus Abwasser: Europas einst grösste Tabakfabrik wird zum Gebäudekomplex „Tabakquartier“ revitalisiert. Das Quartier hat sich neu erfunden, aus veralteter Industriestätte wird ein Musterbeispiel an städtebaulicher Entwicklung am Puls der Zeit. Es ist eines der grössten städtischen Entwicklungsgebiete Norddeutschlands. Das neue Tabakquartier nutzt künftig mithilfe des Systems HUBER ThermWin die Energie aus Abwasser zum Heizen und Kühlen. So werden durchschnittlich 1 MW thermische Energie zum Heizen und rund 0,4 MW zum Kühlen von Gebäudeabschnitten des neuen Stadtquartiers verwendet. Das nachhaltige Gesamtkonzept des Tabakquartiers wurde 2023 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem DGNB-Gold-Vorzertifikat ausgezeichnet. Technische Lösung zusammen mit swb und hanseWasser Bei einem ersten Termin im Jahr 2021 fand eine Begehung einer bestehenden Pumpstation statt, um die Entnahmesituation beurteilen zu können. Dies geschah mit den am Projekt Beteiligten der hanseWasser Bremen GmbH und der swb Services AG & Co. KG. Anhand der Abwassermengen und Temperaturen wurden zahlreiche Potentialermittlungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die hanseWasser Bremen GmbH konnte umfangreiche Messdaten zur Verfügung stellen und sehr bald zeichnete sich ab, dass die Ressource Abwasser für das Projekt einen grossen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung des neuen Quartiers leisten kann. Erfahrungen aus bestehendem HUBER-System in Bremen genutzt Die swb Services AG & Co. KG., die Vertriebsgesellschaft für technische Dienstleistungen der swb AG, hatte sich an die HUBER SE gewandt: Grund hierfür war unter anderem, dass HUBER bereits vor ca. zehn Jahren eine Anlage zur Energierückgewinnung aus Abwasser an die hanse Wasser Bremen GmbH geliefert hatte. Auf der Pumpstation in Bremen verrichtet ein HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin der Baugrösse 4 zuverlässig seine Arbeit. „Ausschliesslich positive Rückmeldungen“ Laut Frank Estler, Projektleiter bei swb Services, lagen die Gründe für das System HUBER ThermWin auf der Hand: „Bei der Suche nach einem geeigneten Wärmeübertragungssystem waren uns zwei Punkte besonders wichtig. Das System sollte seine Leistungsfähigkeit schon in der Praxis bewiesen haben und der Instandhaltungsaufwand auf der Abwasserseite sollte minimal sein. Sowohl zu den beiden Punkten als auch zur Zusammenarbeit mit der Firma HUBER haben wir von hanseWasser aus dem Projekt in Findorff ausschliesslich positive Rückmeldungen erhalten.“ Das System HUBER ThermWin Das Verfahren HUBER ThermWin ermöglicht das Heizen und Kühlen von Gebäuden unter Nutzung des Abwassers in der Kanalisation als regenerative Energiequelle. Die Temperatur von Abwasser in der Kanalisation beträgt in der Regel zwischen 12 und 20 °C und sinkt selbst im Winter kaum unter 10 °C ab, weshalb das Abwasser eine ideale Energiequelle zum Betrieb einer Wärmepumpe darstellt. Als Abnehmer der so gewonnenen Heizenergie bieten sich alle grösseren Gebäude und Nahwärmenetze an. Ein Teilstrom des durch den Kanal fliessenden Abwassers wird zunächst über eine HUBER-Lösung zur Vorsiebung geleitet (z.B. meist über Siebanlagen wie die HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT® RoK4), welche die Grobstoffe aus dem Abwasser entfernt. Im Projekt „Tabakquartier Bremen“ wird das Rohabwasser über eine HUBER Siebanlage ROTAMAT® RPPS 1400 vorgesiebt. Das Abwasser wird dann in drei oberirdisch aufgestellte und speziell für Abwasser entwickelte HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin verteilt und fliesst dann wieder zurück in den Abwasserkanal. Innerhalb des Wärmetauschers erfolgt der Wärmeaustausch mit dem Sekundärkreislauf, welcher mit der Wärmepumpe gekoppelt ist. Bundesförderung für effiziente Wärmenetze Das Verfahren HUBER ThermWin nutzt Abwasser als eine langfristig gesicherte und sich stets erneuernde Energiequelle, um ein umweltfreundliches und nachhaltiges Verfahren zum Heizen und Kühlen von Gebäuden zu ermöglichen. Fossile Energieträger wie Gas, Öl oder Kohle können eingespart werden und CO 2 -Emissionen werden minimiert. Das Tabakquartier wird künftig ca. 245 Tonnen an CO 2 pro Jahr einsparen. Deshalb ist dieses Projekt von der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Das BMWK unterstützt mit dieser Fördermassnahme den Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien sowie die Dekarbonisierung von bestehenden Netzen. 1 MW zum Heizen, 0,4 MW zum Kühlen des Tabakquartiers Die Anlage zur Energierückgewinnung aus Abwasser wird voraussichtlich im Oktober 2024 Energie in das Stadtquartier liefern. Dann werden über drei HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin durchschnittlich 1 MW thermische Energie zum Heizen und rund 0,4 MW zum Kühlen von Gebäudeabschnitten verwendet. Ein weiterer wichtiger Beitrag zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Gebäude- und Städteplanung mit Vorbildcharakter – und ein Leuchtturmprojekt für HUBER.[...]
[...]Mittelhessen, Deutschland Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) will mit einer neuen Anlage ein bislang wenig beachtetes Potenzial nutzen: Heizen und Kühlen mit Energie aus Abwasser. Die neue Anlage, deren Herzstück das HUBER ThermWin-System ist, wurde Ende Mai vom THM-Präsidium, Giessens Oberbürgermeister Frank Tilo Becher und Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), in Betrieb genommen. THM-Präsident Prof. Dr. Willems: „Bislang ungeborgener Schatz“ Die Anlage befindet sich auf dem Campus Wiesenstrasse der THM. Mit Mensa, zahlreichen Hörsälen, zentralen Verwaltungseinrichtungen sowie Labors und Werkstätten mehrerer Fachbereiche ist der Campus dauerhaft stark frequentiert. Entsprechend viel Abwasser fällt an. Zudem nutzt die Hochschule vor allem das Abwasser aus dem öffentlichen Kanal. „Es mag seltsam klingen, aber dieses Abwasser ist ein bislang ungeborgener Schatz“, sagte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems bei der Inbetriebnahme. Denn Abwasser hat im Winter Durchschnittstemperaturen von 10 bis 12 Grad Celsius, im Sommer knapp unter 20 Grad. Mithilfe von Wärmetauschern und Wärmepumpen lässt sich dieser „Schatz“ zum Kühlen und Heizen nutzen. Mit HUBER ThermWin jährlich 300 Tonnen CO 2 einsparen An der THM wird das Abwasser künftig durch eine HUBER Schachtsiebanlage ROTAMAT ® RoK4 aus dem Kanal der Mittelhessischen Wasserbetriebe geholt. Von dort wird das flüssige Medium in den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin im Gebäude gepumpt, während die Feststoffe direkt wieder in den Kanal zurückgefördert werden. Über den Wärmetauscher wird im Winter eine Wärmepumpe und im Sommer eine Kältemaschine betrieben. Die Wärmepumpe kann rund 850 kW Wärmeleistung bereitstellen, die Kältemaschine erzeugt rund 600 kW Kälte. Eingespart werden sollen so etwa 300 Tonnen CO 2 pro Jahr. Hessens Staatssekretärin Asar: „Anlage spart CO 2 und bringt Forschung in Nachhaltigkeit voran“ „Hessen soll bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein, die Landesregierung will mit gutem Beispiel vorangehen und 2030 CO 2 -neutral arbeiten – dazu werden die Hochschulen schon wegen ihres Anteils am Energieverbrauch der Landesliegenschaften einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Ayse Asar. „Und natürlich bilden unsere Hochschulen auch die klugen Köpfe von morgen aus, die Lösungen für die klimaschonende Energieversorgung entwickeln. Die Abwasserwärmenutzungsanlage hier spart also nicht nur CO 2 , sie bringt auch Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit einen grossen Schritt voran.“ Rund 1 Mio. Euro Förderung Das HMWK fördert Bau und Betrieb der Anlage mit rund einer Million Euro aus dem Fonds „REACT-EU“, der als Reaktion auf die Covid-Pandemie aufgesetzt wurde, um Projekte im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu fördern, insbesondere auch in Bildungseinrichtungen.Die Idee zur Abwasserwärmenutzung gab es an der THM hingegen schon vor der Pandemie, wie Prof. Dirk Metzger, Vizepräsident für strategische Bauplanung und Nachhaltigkeit, erklärte. An die Umsetzung des Projekts ging es im Jahr 2022, als das Facility Management der THM ein Energiekonzept entwickelte und nach Besichtigung der HUBER-Pilotanlage im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg in die konkrete Planung einstieg. Die baulichen Kernelemente der Anlage zur Nutzung der Energie im Abwasser wurden im vergangenen Dezember angeliefert, ehe die Inbetriebnahme nun im Mai dieses Jahres vollzogen werden konnte. Bundesministerin Geywitz informierte sich vor Ort Ende August informierte sich Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, vor Ort über das Potenzial von kommunalem Abwasser für die Wärme- und Kälteversorgung: „Es wird immer wichtiger, dass wir bei der Energie- und Wärmeversorgung möglichst viele dezentrale Lösungen haben“, sagte Geywitz. Bei einer Führung durch die Technik-Räume zeigte sie sich beeindruckt von der Ingenieursleistung und ihrer kompakten Umsetzung, die einen Einsatz auch im Bestand oder in neuen Wohnungsbauquartieren ermöglicht. „Was Sie hier tun, ist im Prinzip kommunale Wärmeplanung – nur eben auf einem Campus“, hob Bundesministerin Geywitz hervor. Dass die Hochschule dafür auf Abwasser als überall verfügbaren Energieträger setze, sei innovativ: „Sie nutzen etwas, das eigentlich als Problem angesehen wird, ohne zusätzliche Kosten oder Umweltbelastungen zu erzeugen.“ Dass die Technik im Sinne eines Reallabors zudem für Lehre und Forschung zur Verfügung stehe, komplettiere den Gedanken der Nachhaltigkeit.[...]
[...]Innsbruck, Österreich Die IKB (Innsbrucker Kommunalbetriebe AG) investiert in einen HUBER Bandtrockner BT 16. Mit der Strategie „ Vom Klärwerk zum Kraftwerk “ erzeugt die Abwasser-reinigungsanlage (ARA) der IKB nachhaltig Energie und integriert sie intelligent in ihr bestehendes System. Ziel ist es, die Effizienz der gesamten Abwasserreinigungsanlage weiter zu steigern und dadurch zu den fortschrittlichsten Kläranlagen Europas zu gehören. Innsbruck, die mit ca. 130.000 Einwohnern, fünftgrösste Stadt Österreichs und Landeshauptstadt Tirols, produziert zusammen mit 14 umliegenden Gemeinden 50.000 m³ Abwasser pro Tag (Spitze: 145.000 m³), welche die moderne Abwasserreinigungsanlage aufbereitet. Zwei HUBER Bandeindicker DrainBelt 2.0 liefern täglich ca. 320 m³ Dünnschlamm mit 6% bis 7% TR, welchem pro Tag etwa 70 m³ Bioabfall beigemischt werden. Durch die Co-Fermentation erhöht sich die Biogasausbeute der Faultürme auf der ARA. Im Durchschnitt produziert die Faulung ca. 9.000 m³ Gas am Tag, welches grösstenteils in zwei Blockheizkraftwerken verstromt wird. Die dabei entstehende Abwärme aus der Motorenkühlung mit einer Vorlauftemperatur von 90°C wird im Mitteltemperaturbereich des Bandtrockners verwertet. Der restliche Teil des Biogases wird in einem 1.800 kW Heisswasserkessel zur Wärmeproduktion mit einem Temperaturniveau von 140 °C genutzt. HUBER realisiert hier einen massgeschneiderten Zwei-Temperaturzonen-Trockner, der gleichzeitig über Mitteltemperaturenergie aus den Blockheizkraftwerken und Hochtemperaturenergie aus dem Heisswasserkessel betrieben wird. Die Trocknergrösse ist auf Grundlage des vorhandenen Platzangebotes auszulegen So wurde der Bandtrockner von HUBER entsprechend modifiziert, um in das bereits existierende ehemalige Schlammentwässerungsgebäude integriert werden zu können. Hierzu reduzierte man die Höhe des Standardtrockners, um die Durchgangshöhen oberhalb des begehbaren Bandtrockners einzuhalten. Auch die Länge des Trockners war durch die Gebäudemasse vorgegeben. Aus diesem Grund musste die thermische Energie im Inneren des Bandtrockners so verteilt werden, dass trotz limitierter Baulänge eine Wasserverdampfung von 2.000 kg/h erzielt wird. Massgeschneidertes Wärmekonzept HUBER konzipierte für die IKB einen Trockner, der auf die Bedürfnisse der Abwasser-reinigungsanlage zugeschnitten ist. Neben den 330 kW Abwärme aus den bauseits vorhandenen Blockheizkraftwerken wird das Biogas effizient genutzt, um in einem Hochtemperaturkessel thermische Energie zu erzeugen. Ein sicherer Betrieb der Trocknungsanlage auch bei Revision der Blockheiz-kraftwerke wird gewährleistet, da der Trockner mit einem zusätzlichen Wärmetauscher ausgestattet ist, der es ermöglicht, die Hochtemperaturwärme auch in den Mitteltemperaturbereich zu übertragen. Bei Betriebsstörungen oder Revisionsarbeiten auf Seiten der Blockheizkraftwerke wechselt der Trockner vollautomatisch in den reinen Hochtemperaturbetrieb. Die Betriebsdauer des Trockners wird dadurch weiter erhöht und die zu trocknende Schlammmenge sicher verarbeitet. Die positive Energiebilanz der ARA der IKB wird durch den Betrieb des HUBER Bandtrockners BT 16 weiter verstärkt. Ein zusätzlicher Lamellenwärmetauscher vor der Kondensationsstufe koppelt über 400 kW thermische Leistung auf einem Temperaturniveau von 70 °C aus und speist diese in das bauseitige Heizsystem ein. Die überschüssige Wärme wird in ein Fernwärmenetz übergeben, an welches beispielsweise das Hallenbad Olympisches Dorf und das Seerestaurant am naheliegenden Baggersee der IKB angeschlossen sind. Der Wärmetauscher wird mit einem von HUBER entwickeltem Wärmetauscherreinigungssystem vollautomatisch und während des aktiven Betriebes periodisch gereinigt um die ausgekoppelte Wärmeenergie dauerhaft zu gewährleisten. Intelligente HUBER Durchsatzsteuerung Die Beschickungspumpe des Bandtrockners wird von sechs HUBER Schneckenpressen mit einem konstanten Eingangs-TR von 25% beschickt. Schneckenpressen, Schlamm-pumpe und Bandtrockner bilden auf der ARA der IKB eine verfahrenstechnische Einheit. Die Regelung und Steuerung dieser Aggregate kommunizieren in direkter Verbindung. Bereits kleine z.B. saisonal aufgrund des Bioabfalls bedingte Schwankungen im Ausgangs-TR der Schneckenpressen werden durch die intelligente HUBER Durchsatzsteuerung schon vor der Beschickung des Trockners detektiert. Diese Durchsatzsteuerung gleicht bereits Differenzen von kleiner ±0,5% TR aus, in dem sie die Durchsatzleistung des Trockners TR-abhängig reduziert oder erhöht. Sie sorgt somit für eine konstante Wasserverdampfungsleistung und damit durchgehender maximalen Anlagenleistung. Wahlweise kann der Trockner natürlich auch mit geringerer Durchsatzleistung, entsprechend der im Kläranlagenprozess anfallenden Schlammmenge, betrieben werden. So reagiert der Trockner flexibel und effizient auf unterschiedliche Anforderungen vollautomatisch. Höchste Energieeffizienz Der HUBER Bandtrockner BT 16 trägt in Innsbruck deutlich positiv zum Erreichen der Klimaschutzziele bei. Sowohl die thermische, als auch die elektrische Energieversorgung werden mittels regenerativer Energie, in Form von Biogas aus der Co-Fermentation, realisiert. Zusätzlich werden jährlich ca. 400 t CO 2 durch 450 entfallende LKW-Fahrten, die bisher zusätzlich für den Transport des entwässerten Schlammes notwendig waren, eingespart. Überzeugend ist der beachtenswerte niedrige Energieverbrauch des Bandtrockners BT 16, mit einem thermischen Energieverbrauch von maximal 0,8 kWh pro kg Wasserverdampfung und einem elektrischen Energieverbrauch von unter 0,0375 kWh pro kg Wasserverdampfung. Die Werte setzten neue Massstäbe im Bereich der Bandtrocknung. Zeitmanagement und Projektablauf Bei diesem Bandtrocknerprojekt herrschte stets ein straffer Zeitplan. Nach Vertragsunterzeichnung zum Jahresende 2016 begannen bereits Mitte Mai 2017 die Montagearbeiten auf der Abwasserreinigungsanlage. Die Inbetriebnahme startete dann Anfang August. Innerhalb von acht Monaten (gerechnet ab Auftragserteilung) wurde der Trockner mit sehr vielen Innovationen geplant, gebaut, montiert und in Betrieb genommen. Nach erfolgreichem Probebetrieb mit überzeugender Leistungsfahrt wurde die Anlage im Dezember 2017 mängelfrei an die IKB übergeben. Daten und Fakten zum Projekt: Projektort: Innsbruck, Österreich Baugrösse: HUBER Bandtrockner BT 16 mit zwei Temperaturzonen Länge des Trockners: 19 m Wasserverdampfung: 2.000 kg/h Durchsatz: 21.176 t/a bzw. 2.647 kg/h Betriebszeit: 8,000 h/a Trocknung: von 22% TR auf 90% TR Wärmequellen: Mitteltemperaturquelle: Biogas-BHKW mit 90 °C Hochtemperaturquelle: Biogas-Heisswasserkessel mit 140 °C HUBER Bandtrockner BT - Klärschlammtrockung mit höchster Energieeffizienz[...]
[...]Berching, Deutschland Auf Klärwerken ist die Klärschlammentsorgung ein zentrales Thema. Unabhängig von der Art der Verwertung sind Gewicht und Volumen Hauptursache für eine hohe finanzielle Belastung. Der Stand der Technik bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten der Entwässerung. Allerdings bleibt hierbei das energiereiche Filtratwasser meist unbeachtet. Durch den Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin kann diese Energie nutzbar gemacht werden. Primäres Ziel der Klärschlammentwässerung auf Kläranlagen ist es den Festsstoffgehalt des Schlammes zu erhöhen. Nach derzeitigem Stand der Technik werden nach Entwässerungsanlagen Trockensubstanzgehalte von ca. 30 % erreicht. Im Verhältnis zur Eingangsfracht werden dem Schlamm in der Regel ca. 25 % Wasser entzogen. Dieses wird zusammen mit dem Abwasser wieder der Anlage zugeführt und den einzelnen Behandlungsschritten unterzogen. Was hierbei gänzlich unbeachtet bleibt ist die Tatsache, dass das abgeschiedene Wasser eine sehr hohe Temperatur besitzt. Aufgrund der biologischen Aktivitäten im Faulturm bei einer Temperatur von ca. 36°C besitzt das Filtrat eine grosse Wärmeenergie. Diese gilt es zu nutzen! Durch den Einsatz des Abwasserwärmetauschers HUBER RoWin kann die Wärmenergie dem Filtratwasser entzogen und genutzt werden. Mit Hilfe von Wärmepumpen kann die Nutztemperatur weiter angehoben werden. Dadurch bieten sich direkt auf der Kläranlage verschiedene Einsatzmöglichkeiten für diese umweltfreundliche Art der Energieerzeugung. Als erstes sei die Aufheizung des Faulturms genannt. Für die biologischen Prozesse im Schlammturm gilt es eine optimale Temperatur einzuhalten. Diese liegt in der Regel bei 36°C. Je nach Art der Faulturmheizung werden im Vorlauf zwischen 40 und 50°C benötigt. Die hohe Eintrittstemperatur in den HUBER RoWin führt hierbei zu idealen Leistungszahlen der Wärmepumpe. Durch diese Kreislaufführung der Energie lässt sich ein Grossteil der konventionellen Heizkosten einsparen. Ebenso kann die zurück gewonnene Energie für die Beheizung der Sozialbauten auf einer Kläranlage genutzt werden. Mittels modernen Heizsystemen können die Betriebskosten deutlich reduziert werden. So können durch den Einsatz einer Fussbodenheizung ca. 80% der Nutzenergie aus Filtratwasser gewonnen werden. Strebt man nach der Entwässerung des Klärschlammes durch Zentrifugen, Filterbandpressen o.ä. einen noch höheren Trockensubstanzgehalt an, bietet der Markt weitere Trocknungsverfahren. Hierzu kann die aus dem Filtratwasser gewonnene Energie unterstützend eingesetzt werden, womit dieses Verfahren eine umweltschonende Reduzierung der Entsorgungskosten darstellt. Bereits mit 18 m³/h Filtratwasser können mittels HUBER RoWin und Wärmepumpe ca. 270 kW Heizleistung mit einer Temperatur von 45°C gewonnen werden. Die hierbei erreichte Leistungszahl der Wärmepumpe von > 4,5 weist hierzu einen Energieaufwand von < 60 kW auf. Wird der benötigte Strom durch Klärgas gewonnen tritt der finanzielle Vorteil noch stärker hervor. Besonders in den Sommermonaten ist der Energieentzug nicht nur finanziell von Vorteil. Die Temperatur des Kläranlagenablaufes wird gesenkt und somit der Wärmeeintrag in den Vorfluter reduziert. Dies hemmt die Algenbildung und wirkt sich positiv auf die Gewässergüte aus. Auf einer Kläranlage befinden sich demnach nicht nur diverse Energieabnehmer, sondern auch eine hohe Energiequelle. Der Abwasserwärmetauscher RoWin entzieht dem Filtratwasser diese bisher ungenutzte Energie und stellt auf diese Weise das Bindeglied dieser ökonomisch und ökologisch überzeugenden Energieerzeugung dar.[...]
[...]Verfahrenstechnik für die Aufbereitung und Verwertung von biologischen Abfällen Entsorgungskosten sparen Prozesswasser aufbereiten und Abwasser reinigen Reststoffe minimieren Störstoffe abtrennen (Kunststoffe) Betriebskosten reduzieren Das Ziel der biologischen Abfallbehandlung ist die Gewinnung von Energie aus der organischen Fraktion des Hausmülls sowie aus organischen Abfällen, wie zum Beispiel Bioabfälle und Lebensmittelreste. Sowohl für eine trockene aerobe Behandlung (Kompostierung) als auch für eine nasse anaerobe Behandlung (Vergärung mit Biogaserzeugung) ist eine gute mechanische Vorbehandlung der angelieferten Bio-Abfälle entscheidend für die Zuverlässigkeit und Leistung der gesamten Anlage. Eine zielgerichtete Behandlung der abgetrennten Störstoffe sowie der Gärreste mit der richtigen Maschinentechnik reduziert Entsorgungskosten. Eine massgeschneiderte Aufbereitung von Prozesswasser und Abwasser ermöglich interne Wasserkreisläufe, führt zu reduzierten Betriebskosten und ermöglicht einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Dabei kommt es nicht nur auf die Wahl geeigneter Verfahren, sondern auch auf robuste und leistungsfähige Maschinen an; beides ist entscheidend für die Realisierung von effizienten und wirtschaftlichen Prozessen. HUBER Produkte und Lösungen für Ihre Anforderungen Organische Abfälle werden sowohl fest als auch flüssig angeliefert. Bei letzteren handelt es sich insbesondere um den Inhalt von Fettabscheidern. Für Annahmebunker liefern wir massgefertigte HUBER Schachtabdeckungen aus Edelstahl. Die Abfälle werden zunächst in einer Mühle zerkleinert und dann in einen Pulper gefördert, wobei in der Regel zuvor Metalle abgeschieden werden. Im Pulper werden sie in heissem Betriebswasser eingeweicht, durchmischt und dabei desinfiziert. Zur mechanischen Vorbehandlung führen wir die im Pulper erzeugte heisse Schlempe durch unsere speziell für diese Aufgabe entwickelte HUBER Kompaktanlage ROTAMAT® Ro5 Bio oder den HUBER Langsandfang Ro6 Bio . Diese entferne Störstoffe (z.B. Verpackungsmaterial) mit einem Feinrechen und mineralische Sinkstoffe (z.B. Steine, Sand und Glasbruch) in einem belüfteten Sandfang. Die abgetrennten Störstoffe werden gewaschen und verdichtet, die mineralischen Störstoffe im HUBER Coanda Sandwäscher RoSF4 gewaschen und entwässert. Die verdichteten organischen Störstoffe werden als fester Abfall verbrannt und sauber gewaschener Sand als Baustoff verwertet. Um auch sehr feine Störstoffe abzutrennen, z.B. Fasern und Haare, die Wärmetauscher verstopfen im Fermenter störende Schwimmdecken bilden können, wird die Schlempe vor der Zugabe in den Fermenter durch unseren HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® gepumpt. Im Fermenter werden organische Stoffe zu Biogas abgebaut, das in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Erzeugung von Strom und Wärme verwertet wird. Die nicht abbaubaren Gärreststoffe entwässern wir in unserer bewährten HUBER Schneckenpresse S-PRESS , so dass sie stofflich als Dünge- und Bodenverbesserungsmittel verwertet werden können. Das bei den verschiedenen Prozessen abgetrennte Schmutzwasser wird gesammelt und nach chemischer Konditionierung in der HUBER Druckentspannungsflotation HDF aufbereitet und kann als internes Betriebswasser verwendet werden. Unsere Lösungen für Ihre Herausforderungen: CSB, Feststoff und Fett-Reduktion Einleitgrenzwerte zuverlässig einhalten Betriebskosten für Abwasserreinigung reduzieren Entsorgungskosten für Reststoff und Schlämme reduzieren Wasserwiederverwendung Zugangslösungen für Schacht und Behälter[...]
[...]Sand und mineralische Abfälle effizient und zuverlässig aufbereiten Entsorgungskosten senken Wirtschaftlichkeit steigern Störstoffe und Grobstoffe abtrennen Organik abscheiden Reststoffe entwässern Deponiefähigkeit erreichen Sand als Rohstoffe zurückgewinnen Betriebswasser einsparen HUBER bietet effiziente und bewährte Lösungen für die Sandaufbereitung und Entsorgung mineralischer Abfälle wie Strassenkehricht, Sinkkasteninhalte, Kanalschlamm, Sandfanggut, Infrastrukturabfälle. HUBER Produkte und Lösungen für Ihre Anforderungen Unsere universell einsetzbaren und leistungsfähigen Verfahren zur Aufbereitung und Verwertung von kontaminiertem Sand lösen auch Ihre Herausforderungen zuverlässig und wirtschaftlich. Zahlreiche erfolgreiche Projekte in der Entsorgungsindustrie zusammen mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung geben Ihnen dabei Sicherheit für den zuverlässigen und effizienten Betrieb Ihrer Sandaufbereitung. Eine umfassende Palette bewährter und bestens aufeinander abgestimmter Aggregate deckt dabei alle bei der Verwertung mineralischer Abfälle anfallenden Aufgaben ab. Optional kann die Aufbereitung durch Zusatzkomponenten erweitert und der Wasserkreis durch Betriebswasseraufbereitung geschlossen werden. Wir sind in der Lage, für jeden Sand das entsprechende Konzept zu erstellen und Ihnen optimale und zuverlässige Technik zu liefern. Unsere Verfahren und Maschinen zeichnen sich durch ihren robusten, langlebigen Betrieb mit geringem Wartungsaufwand aus. Auch punkten sie durch hohe Abscheideleistung (Abscheidegrade von mehr als 95%) und hervorragender Organikreduktion ("Glühverlust"). Nicht umsonst können wir weltweit mehr als 2.000 erfolgreiche Referenzen mit zufriedenen Kunden im gesamten Spektrum der Sandaufbereitung und -entsorgung vorweisen! Unsere Lösungen für Ihre Herausforderungen: Aufbereitung mineralischer Abfälle Betriebskosten für Abwasserreinigung reduzieren Entsorgungskosten für Reststoff und Schlämme reduzieren Wasserwiederverwendung Zugangslösungen für Schacht und Behälter[...]
[...]Volumenreduktion industrieller Schlämme durch Eindickung, Entwässerung oder Trocknung Im Abwasserreinigungsprozess werden Inhaltsstoffe aus dem Abwasser entfernt und fallen als Rechengut oder Schlamm an. Zusätzlich führen biologische Prozesse aber auch physikalische und chemische Behandlungsverfahren wie z.B. das Flotationsverfahren , welches in der industriellen Abwasserreinigung häufig eingesetzt wird, zur Entstehung von Schlämmen. Auch direkt aus der industriellen Produktion können Reststoffe in sehr flüssiger Form anfallen. Verfahrenstechnologie HUBER Lösungen für die Reduktion der Entsorgungskosten Je nach dem vorgelagerten Prozessschritt weisen die Schlämme Wassergehalte von 95 bis über 99 % auf, d. h. bestehen zum allergrössten Teil aus Wasser. Da sowohl die Entsorgung derart wässriger Schlämme schwierig und aufwändig ist und ausserdem hohe Transportkosten anfallen, müssen diese Schlämme weiter behandelt werden. Folgende Prozessschritte sind üblich: Schlammeindickung : Wassergehalt wird reduziert auf 90 – 95%, der Schlamm verhält sich trotzdem noch wie eine Flüssigkeit Schlammentwässerung : Wassergehalt wird reduziert auf 60 – 80 %, der Schlamm ist stichfest Schlammtrocknung : Wassergehalt wird reduziert auf weniger als 10 %, der Schlamm ist ein trockenes Material Zumindest die Eindickung und Entwässerung von Schlamm ist direkt am Ort der Entstehung, d. h. beim Industriebetrieb – üblich, währenddessen eine Schlammtrocknung nur bei sehr grossen Schlammmengen wirtschaftlich ist und daher eher in externen Einrichtungen durchgeführt wird. Durch die starke Kompaktierung des Klärschlamms und Prozessschlamms wird der Trockenrückstand (TR) erhöht, die Transportmengen und damit auch die Transportkosten auf ein Minimum reduziert und der Schlamm optimal für nachfolgende Aufbereitungsschritte vorbereitet. HUBER hat über jahrzehntelange Erfahrung mit der Dimensionierung und Auswahl der optimalen Maschinentechnik für den jeweiligen Anwendungsfall der Schlammbehandlung. Überwiegend kommen bei industriellen Anwendungen der HUBER Scheibeneindicker S-DISC sowie die HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® und die HUBER Schneckenpresse S-PRESS zum Einsatz. Zur Vorabeinschätzung können Laborversuche durchgeführt, sowie containergestützte Pilotanlagen zur Verfügung gestellt werden.[...]
[...]Newark, UK HUBER Technology UK hat vor kurzem ein Projekt für die KA Crankley Point in Newark abgeschlossen. Das Projekt ist Teil einer 60 Millionen-Pfund-Investition von Severn Trent Water in Newarks Abwasser- und Wassersysteme zum Schutz von rund 400 Häuser vor Überflutungen. Ein Teil der Arbeiten umfasste den Bau eines Mischwasserkanals mit 2,8 m Durchmesser und einer neuen Pumpstation auf der KA Crankley Point. Projektbeschreibung Bei diesem Projekt entstand der erste Kontakt 2012, als HUBER Technology direkt von Severn Trent Water gebeten wurde, den Konzeptentwurf für das Projekt zu prüfen. Im weiteren Verlauf gab es 2015 dann den Kontakt mit NMCN und die BNM Alliance. Durch die frühzeitige Einbindung in das Projekt konnten wir die kosteneffektivste und für dieses herausfordernde Projekt beste Lösung entwickeln. Die Pumpstation verfügt über vier Trockenwetterpumpen, die das Abwasser direkt in das Einlaufbauwerk pumpen, sowie sechs Regenwetterpumpen, die nur im Regenwetterfall zum Einsatz kommen. Jede der Regenwetterpumpen ist für maximal 1.000 l/s ausgelegt. Der Gesamtabwasserstrom von 6.000 l/s muss gesiebt werden, um zu verhindern, dass Abfälle in den Fluss Trent gelangen. Um sicherzustellen, dass die Rechen auch wie konstruktiv geplant funktionieren, wurde ein massstabgetreues Modell der gesamten Pumpstation mit Rechengebäude angefertigt. Von HUBER Technology gelieferte Maschinen: 2x HUBER Siebanlage ROTAMAT® RoK1 Die Lösung Die beiden Siebanlagen sind für den kompletten maximalen Regenwasserdurchfluss von 6.000 l/s ausgelegt, der von den sechs Regenwasserpumpen geliefert wird. Die 6 mm Rechen mit zweidimensionaler Siebung verhindern, dass im Regenwetterfall Abfälle und Rechengut in den Fluss Trent gelangen. Sobald eine der Regenwasserpumpen startet, beginnen auch die beiden Rechen zu laufen. Das von den Siebanlagen zurückgehaltene Rechengut wird in das Trockenwettergerinne zurückgeführt und im Zulaufbauwerk weiter behandelt und dann entnommen. Die Lösung Durch die frühe Einbindung in das Projekt konnten wir mehrere mögliche Lösungen ausarbeiten, mit unterschiedlichen Rechenausführungen je nach Durchflussmenge und Auslegung der Pumpstation. Als mögliche Optionen wurden dabei Varianten mit bis zu vier Maschinen sowie verschiedene Lösungen zur Entfernung und Weiterbehandlung des Siebgutes in einer speziellen Rechengutbehandlungsanlage in Betracht gezogen. Die endgültige Lösung bestand schliesslich aus zwei Siebanlagen mit 700 mm Durchmesser und einer Länge von etwas mehr als 8.000 mm, eingebaut an gegenüberliegenden Überfallwehren. Das von den beiden Maschinen entnommene Siebgut wird von einer Transportschnecke zur Nichtantriebsseite gefördert und dort über einen Räumer in das Trockenwettergerinne ausgetragen. So kann das Siebgut zurückgeführt und von den Zulaufrechen auf der Anlage entnommen werden. Durch Verwendung einer doppelten Abdeckung für den Ablaufbereich der Siebanlagen wird sichergestellt, dass kein Regenwasserdurchfluss in das Trockenwettergerinne gelangt und das Einlassbauwerk überflutet. Die Abdeckung verhindert ein Überlaufen über das Wehr, lässt aber den von der Schnecke transportierten Wasserstrom zum Auslauf passieren. Die Siebanlagen beginnen mit dem Start der Regenwasserpumpen zu arbeiten und laufen nach einem Regenereignis noch weiter, um sicherzustellen, dass der Siebkorb beim nächsten Regenereignis sauber ist. Das Projekt wurde im Dezember 2018 erfolgreich abgeschlossen und in Betrieb genommen. “Bei diesem Prestigeprojekt war es enorm wichtig, dass wir uns frühzeitig und effektiv engagieren, um gemeinsam eine geeignete, innovative Lösung zu finden. Die Maschinen wurden pünktlich und im Rahmen des Budgets geliefert. Das Projekt ist damit ein hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche enge Zusammenarbeit mit dem Wasserunternehmen und dem Anlagenbauer.” (Richard Willis, Area Manager) Foto der eingebauten Maschinen Pumpstation und Rechengebäude Siebanlage im Betrieb[...]
[...]Hannover, Deutschland Die Klärschlammverwertungsanlage in Hannover-Lahe geht nach erfolgreicher Warm-Inbetriebnahme und Optimierung in Betrieb: Die mit zwei HUBER Scheibentrocknern RotaDry® 2050 M ausgerüstete Anlage verwertet nun täglich Klärschlamm aus den umliegenden Kläranlagen und versorgt 5.000 Haushalte mit regenerativer Fernwärme. Die feierliche Eröffnung der Klärschlammverwertungsanlage erfolgte am 6. Juli in Anwesenheit von Dr. Manfred Schüle (Geschäftsführer enercity contracting GmbH), Dr. Susanna Zapreva (Vorstandsvorsitzende enercity) und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. Verwertung von 130.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr Primäres Ziel der Anlage, die von der sludge2energy GmbH als Generalunternehmer geplant und errichtet wurde, ist die Verwertung von rund 130.000 t entwässertem Klärschlamm pro Jahr. Ein weiteres Ziel ist die Rückführung des wertvollen und endlichen Rohstoffs Phosphor aus der Klärschlammasche. Die enercity contracting GmbH ermöglicht so bereits heute die Einhaltung der ab 2029 gesetzlich vorgeschriebenen Rückgewinnung von Phosphor aus dem Abwasser. HUBER lieferte Kernkomponenten der Anlage HUBER lieferte mit den beiden Scheibentrockner zwei Kernkomponenten für die Verwertungsanlage Hannover-Lahe. Der von verschiedenen Kläranlagen angelieferte Klärschlamm wird über einen Bunkerkran sowie Kolbenpumpen in die jeweiligen Trockner gefördert. Dort trocknen die beiden HUBER Scheibentrockner RotaDry® 2050 M den Schlamm, von im Mittel ca. 22% TR auf rund 40% TR. Der teilgetrocknete Klärschlamm wird daraufhin in der anschliessenden Wirbelschichtverbrennung autotherm verwertet. Das bedeutet, dass ohne Zusatzbrennstoff die thermische Energie aus der Verbrennung ausreicht, um die Verbraucher des Dampfsystems mit Dampf zu versorgen. Auch die installierte Turbine leistet ihren Beitrag, um den elektrischen Eigenverbrauch zu erzeugen. Grünere Fernwärme für bis zu 15.000 Hannoveraner Neben der Verwertung von Klärschlamm trägt die Anlage auch dazu bei, die Fernwärme in Hannover grüner zu machen. Durch die Klärschlammverwertungsanlage werden bis zu 15.000 Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet mit regenerativer Wärme versorgt. So wird fossil erzeugte Wärme im Fernwärmenetz substituiert. Ein Grossteil dieser ausgekoppelten Wärme wird durch den von HUBER gelieferten Brüdenkondensator zur Verfügung gestellt. Hier werden die in den Scheibentrocknern verdampften Brüden wieder kondensiert, das Fernwärmewasser auf 90 °C aufgeheizt und den Verbrauchern anschliessend zur Verfügung gestellt. Das Inbetriebnahme-Team von HUBER bedankt sich ganz herzlich bei allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit auf der Baustelle und wünscht einen störungsfreien Betrieb der Anlage![...]