[...]Parsberg, Deutschland Mitten im Bayerischen Jura zwischen Nürnberg und Regensburg liegt die Stadt Parsberg. Die Stadt ist besonders als Naherholungsgebiet und durch die perfekte Anbindung an den Fünf-Flüsse-Radweg bei Touristen beliebt. Im Tal entlang der schwarzen Laber befindet sich die Kläranlage Parsberg. Sie besitzt eine mechanische, biologische und chemische Reinigungsstufe und ist für bis zu 13.300 EW ausgelegt. Für die stationäre Entwässerung wurde auf dem hügeligen Terrain speziell zur örtlichen Schlammentwässerung ein zweistöckiges Gebäude gebaut – eine bewusste Entscheidung der Stadt Parsberg. Neubau zur Optimierung der Schlammentwässerung Hintergrund der Entscheidung für einen Neubau einer Anlage zur Schlammentwässerung und -lagerung nahe des bestehenden Schlammstapelbehälters ist die wachsende Belastungssteigerung der Kläranlage um 10 bis 15 % und die bis dato stattgefundene kostenintensive Entwässerung durch einen Lohnunternehmer. Die Entwässerung des Schlamms erfolgte bisher im Vierteljahres-Rhythmus. Die Folge des Prozesses war eine grosse Lagerungsmasse an Klärschlamm und das daraus resultierende Filtrat, welches dann alle vier Monate im Überschuss vorlag. Es konnte aufgrund der grossen Menge, welche in kürzester Zeit vorhanden war, nicht komplett ins System zurückgeführt werden und musste mit zusätzlichen Gebühren entsorgt werden. Neue Technik, neue Gebäude Ende des Jahres 2022 fiel mit der Vorstellung des Neubaus der Schlammentwässerung im Stadtrat der Startschuss auf der Kläranlage in Parsberg. Neben dem Gebäude der Schlammentwässerungsanlage ist zudem beschlossen worden, einen integrierten durchmischten Faulschlammvorlagebehälter mit Gashaube sowie eine Schlammlagerhalle zu bauen. Zusätzlich zur HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® wurde für die Schlammentwässerung die gesamte Pumpen- und Messtechnik, die Polymeraufbereitung inklusive Polymereinmischung, Schalt- und Steuerungstechnik mit Leitsystemanbindung mit angefordert. Erste Tests und positive Ergebnisse der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Bereits im Jahr 2017 war auf der Kläranlage eine Leistungsfahrt auf der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® Q440.2 mittels der mobilen Vorführanlage durchgeführt worden, um das Entwässerungspotential des Klärschlamms zu untersuchen. Es konnten dort bereits die positiven Merkmale der HUBER Schneckenpresse bestätigt werden: Entwässerungsleistung > 26 % TR Durchsatz von bis zu 4 m³/h Möglichkeit eines 24/7-Betriebs Sehr guter Abscheidegrad von > 98 % Bau und Inbetriebnahme Im Herbst 2023 startete der Bau des Gebäudes der Klärschlammentwässerung. Das Gebäude wurde so geplant, dass die Anlagentechnik raumtechnisch optimal gestaltet wurde. Die Ausführung der maschinen- und elektrotechnischen Peripherie der HUBER-Komponenten oblag in partnerschaftlicher Zusammenarbeit der Fa. SCHARR TEC aus Hunderdorf (Niederbayern), den Generalunternehmer des Gesamtprojektes, für den die HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® mit intelligentem Fördersystem inkl. Verfahrenstechnik geliefert wurde. Somit erfolgte im Januar 2025 die Inbetriebnahme der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® Q440.2. Durch die Steuerung der Schneckenpresse regelt die Maschine auf den voreingestellten optimalen Arbeitspunkt, sodass als Ziel ein hoher Entwässerungsgrad sowie eine minimale Filtratbelastung erreicht werden. Zusätzlich ist ein automatischer Füllstandsabbau des Schlamms im Vorlagebehälter mittels doppelt abgesicherter Füllstanderkennung installiert worden, wodurch eine automatische Beschickung der Maschine erfolgt. Leistungsdaten und Optimierungen Es konnten folgende Leistungsdaten der Schlammentwässerung erreicht werden: Entwässerungsleistung von 25 % – 28 % TR Um 25 % reduzierter Polymervebrauch bei 25 % TR-Austrag gegenüber 28 % TR-Austrag (gewünschter Austrags-TR: 25 %) Durchsatz von bis zu 15 m³/d Sehr guter Abscheidegrad von > 98 % Drehzahl der Schneckenwelle bei 0,3 U/min Elektrische Antriebsleistung der Maschine von 0,4 kW Zusätzliche positive Nebeneffekte: Eigenständige Optimierung durch den Betreiber möglich Automatisierter Schlammtransport und Containerwechsel Der entwässerte Schlamm wird nachfolgend mit einem an die Q-PRESS® anschliessenden Schacht automatisch vom Obergeschoss ins Untergeschoss und über eine HUBER Trogförderschnecke Containerverteiler Ro8 TC in einen Container gefördert. Die zwei vorhandenen Freiheitsgrade der Ro8 TC – Rotation und Translation – bewirken ein optimales Füllvolumen des Containers. Der automatische Schwenkmechanismus durch die Rotationsbewegung in Kombination mit der zusätzlichen Positionseinstellung der Schurre der Trogförderschnecke mit integrierter Füllstandserkennung sorgen für einen gleichmässig gefüllten 20 m³-Container. Die abwechselnde Befüllung von zwei Containern findet auf der Kläranlage Parsberg automatisiert statt, wodurch die Anwesenheit durch Mitarbeiter oder ein fester Zeitraum nicht gewährleistet werden muss. Beim Abtransport des entwässerten Schlamms, welcher alle 6–7 Tage stattfindet, gilt ebenso keine Anwesenheitsplicht des Personals. Durch die eigenständige Betätigung der Schaltung in „Containerwechsel“ nimmt die Verteilschnecke automatisiert eine Parkposition ein, wodurch ein eigenverantwortlicher Containerwechsel ohne Kollision stattfinden kann. Ein herzliches Dankeschön gilt der Stadt Parsberg, dem Betriebsleiter Herrn Schrems der Kläranlage Parsberg, dem Ingenieurbüro GFM Bau und Umweltingenieure GmbH sowie dem Generalunternehmer Fa. SCHARR TEC für die angehnehme und geschätzte Zusammenarbeit sowie das entgegengebrachte Vertrauen.[...]
[...]Spanien In Spanien bzw. im gesamten Mittelmeerraum kommt es immer wieder zu intensiven Niederschlägen innerhalb kürzester Zeiträume. Dies vermehrt im letzten Jahrzehnt. Bei solchen Starkregenereignissen von mehreren 100 mm Niederschlag pro Quadratmeter in kürzester Zeit kann das Niederschlagswasser nicht mehr vom Boden aufgenommen werden. Zumal dann, wenn dem Starkregen eine längere heisse und niederschlagslose Zeit voranging. Aus kleinsten Fliessgewässern bilden sich rasch beängstigende Flüsse, die alles mit sich reissen und grossen Schaden für Mensch und Umwelt anrichten können. Jüngste Ereignisse im Jahr 2024 im Grossraum Valencia haben gezeigt, wie schnell sich ein Starkregenereignis in eine Katastrophe verwandeln kann. Um solche Katastrophen möglichst zu vermeiden, muss Platz für das überschüssige Regenwasser geschaffen werden, damit sich dieses nicht unkontrolliert durch die Städte bahnen kann und alles mitreisst. Die spanische Lösung: Regenrückhaltebecken Spaniens Antwort hierauf sind Regenrückhaltebecken (storm water tanks). Das Regenwasser wird in grossen, bis zu sechs Meter breiten Kanälen gesammelt und in einem unterirdischen Wasserspeicher zusammengeführt. Somit werden die Kläranlagen entlastet und das wertvolle Regenwasser kann zwischengespeichert werden bzw. kontrolliert abgeleitet werden. Dieses Regenwasser ist stark verschmutzt und führt alle Grobstoffe mit sich, die bei solchen Starkregenereignissen auf der Strasse bzw. in den Kanälen liegen. HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® im Einsatz Hier kann der HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® eingesetzt werden, um das Regenwasser von Rechengut effektiv zu befreien – und das vollautomatisiert. Somit wird die Umwelt geschützt und die Betriebskosten können massiv gesenkt werden, da eine manuelle Reinigung im Nachgang hinfällig ist. In der Region Madrid werden grosse Anstrengungen unternommen, um den Herausforderungen jetzt und in der Zukunft begegnen zu können. An Canal de Isabel II, eine staatliche Behörde, die für die Bewirtschaftung aller Phasen des integralen Wasserkreislaufs im Grossraum Madrid verantwortlich ist, sind derzeit mehr als 6,6 Mio. Menschen angebunden und versorgt. Das vorhandene Kanalnetz ist ca.16.000 km lang und umfasst 155 Kläranlagen mit einer Gesamtkapazität von 3,2 Mio. m 3 pro Tag. Spanien besitzt derzeit insgesamt 470 Regenrückhaltebecken. In der Grossregion Madrid sind es in Summe 70, die in der Verantwortung von Canal de Isabel II liegen. Regenrückhaltebecken Butarque und Arroyofresno Mit den Regenrückhaltebecken Butarque und Arroyofresno (Pinos), die jeweils eine Kapazität von bis zu 400.000 m³ haben (jene mit der grössten Kapazität in der EU), konnte die spanische HUBER-Tochtergesellschaft HUBER Technology España, S.L.U. bereits bedeutende Projekte mit dem Harken-Umlaufrechen RakeMax® zur Siebung von Regenwasser realisieren. In beiden Anlagen sorgen die HUBER RakeMax®-Rechen zuverlässig dafür, dass das Regenwasser von Schwimmstoffen und Müll befreit wird und das Regenwasser somit entfachtet in die Kläranlagen zur weiteren Behandlung gepumpt werden kann, ohne diese zu belasten. Regenrückhaltebecken Abronigales Mit dem Projekt Abronigales konnte HUBER Technology España, S.L.U. einen weiteren Auftrag zur Behandlung von Regenwasser in storm water tanks gewinnen. Das Regenrückhaltebecken Abronigales umfasst etwa 200.000 m³ und ist damit zwar deutlich kleiner als Butarque und Arroyofresno – jedoch ist der ankommende Volumenstrom von 100 m³/s der bislang grösste. Die Anfrage der Behörde Canal de Isabel II erreichte HUBER Technology España, S.L.U. Ende 2023 und das Projekt wurde innerhalb von nur sechs Monaten realisiert. Vorher eingetretene Starkregenereignisse hatten am unterirdischen Regenrückhaltebecken Abronigales gezeigt, dass eine manuelle Reinigung im Nachgang mit hohen Betriebskosten einhergeht. Eine schnelle und effektive Lösung musste innerhalb von kürzester Zeit realisiert werden. Da bis dato keine Gerinne in diesem unterirdischen Gebäude vorhanden waren, waren wir in der Gerinnegestaltung frei und Canal de Isabel II baute diese basierend auf unseren Vorschlägen und hydraulischen Berechnungen. 20 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® Die Entscheidung fiel auf 20 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® 5760x1775/40 75°, die das Rechengut anschliessend in ein bauseitiges Förderband abwerfen. Dank der sehr guten Zusammenarbeit von HUBER Technology España, S.L.U. mit Canal de Isabel II und internen Abteilungen der HUBER SE konnte der Auftrag bereits im April 2024 verbucht und mit der Fertigung gestartet werden. Die 20 HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® wurden in vier Etappen bis Ende September 2024 planmässig ausgeliefert. Ziel war es, noch vor der Regenzeit im Herbst 2024 alle 20 Maschinen einzubauen und in Betrieb zu nehmen. Die Wetterprognosen spielten leider nicht ganz mit und somit verzögerte sich der Einbau um ein paar Wochen. Die Inbetriebnahme konnte im Dezember 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Erste Regenereignisse haben bereits gezeigt, dass man sich auf den HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® verlassen kann: Ein zuverlässiger Partner zur Siebung von Regenwasser – state of the art. Weitere Projekte in der Pipeline Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Ende 2025 soll ein weiterer storm water tank in Madrid (la China mit 130.000 m 3 Fassungsvermögen) mit HUBER Harken-Umlaufrechen RakeMax® ausgestattet werden. Zudem sind wir bereits mit Canal de Isabel II im Austausch bezüglich der Notentlastung des storm water tanks Abronigales, ausgestattet mit HUBER Siebanlagen ROTAMAT® RoK2. Wir freuen uns auf viele weitere storm water Projekte mit unserem HUBER RakeMax®, eine Erfolgsgeschichte![...]