[...]Hohe Qualität des HUBER Global Service, ein Maschinenleben lang: Der Geschäftsbereich Global Service der HUBER SE steht für Kompetenz und Zuverlässigkeit und kümmert sich vollumfassend um alle Belange der Kunden in puncto After-Sales-Service. Rund um die Uhr und rund um den Globus sind Servicespezialisten erreichbar, um Kunden dabei zu unterstützen, die Qualität und Leistung der HUBER Produkte zu erhalten. Regelmässige Abfragen über Qualität und Kundenzufriedenheit: HUBER Global Service auf konstant hohem Niveau Um diese hohe Qualität und Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, führen wir kontinuierlich Abfragen über die Qualität unserer Services und die Zufriedenheit unserer Kunden durch. Diese direkten Abfragen zu den Leistungen unseres Geschäftsbereichs und unserer Servicetechniker führen wir durch, indem wir nach einer Serviceleistung stichprobenartig mit zufällig ausgewählten Kunden über die Abwicklung der kompletten Leistung sprechen und der Kunde die einzelnen Parameter bewertet. Zu diesen Parametern gehören unter anderem: Qualität der durchgeführten Arbeiten Fachliche Kompetenz der Servicetechniker Betreuung und Beratung durch den Serviceberater bzw. das Service-Center Freundlichkeit und Auftreten des Servicetechnikers Termintreue Das unten stehende Diagramm zeigt, dass wir unseren Standard seit mehreren Jahren auf einem konstant hohen Niveau halten. Diese Ergebnisse bestätigen uns in unserer Vorgehensweise jedes Jahr auf das Neue. Stetige Qualitätssicherung: Weitere Verbesserungen erkennen und Optimierung einleiten Die monatlichen Abfragen bei unseren Kunden und die Auswertungen dazu werden durchgeführt, um auf mögliche weitere Verbesserungen sofort reagieren und Massnahmen zur Optimierung einleiten zu können, sowie bei Bedarf unser Personal entsprechend zu schulen und Prozesse weiterzuentwickeln. Dadurch halten wir die Qualität der Leistungen und Prozesse des HUBER Global Service auf einem sehr hohen Niveau und stellen den Anspruch an uns selbst, diese Qualität täglich zu leben und das hohe Level zu halten. HUBER stellt die Zufriedenheit seiner Kunden nicht nur durch die hohe Qualität seiner Produkte und Lösungen sicher – sondern auch durch die Bereitschaft, den Kunden und sein Produkt ein ganzes (Maschinen-)Leben lang zu begleiten und zu betreuen.[...]
[...]Salt Lake City, USA Die solare Trocknung von Schlammetabliert sich immer mehr zu einer weltweit gefragten Technik. Gerade auch mittlere und grosse Kläranlagen nutzen mittlerweile die solare Trocknung von Klärschlamm, um die Kosten für die Schlammentsorgung zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Kläranlagenbetreiber aus der ganzen Welt schätzen unsere innovativen und zuverlässigen solaren Trockner. Die HUBER-Lösung zur solaren und regenerativen Trocknung arbeitet mit einem kontinuierlichen Trocknungsverfahren, dessen spezielle Wendeeinrichtung das Verteilen, Wenden, Transportieren und Rückmischen des Schlammes übernimmt. Aufgrund der hohen Effizienz des HUBER Solartrockners ergibt sich dabei eine hervorragende ökologische Bilanz. So arbeiten nun seit knapp einem Jahr die ersten HUBER SRT mit dem with HUBER Sludge Turner SOLSTICE® auch in den Rocky Mountains - selbst im Winter. Die Anlage liegt in der Nähe von Salt Lake City, einem der schönsten Skigebiete Nordamerikas. Wenn Sonnenstrahlen auf das Gewächshaus fallen, können trotz deutlicher Minusgrade im Freien Temperaturen von über 15°C im Trockenbeet erreicht werden. Die Anlage läuft ganzjährig, auch wenn das Trocknungsergebnis im Sommer naturgemäss besser ist. Im Rahmen dieses Projekts lieferte die HUBER SE nicht nur drei ihrer grössten Solartrocknungsmaschinen (Typ SRT 11), sondern stattete die Anlage zudem mit neuer Entwässerungstechnik aus. Damit sorgt HUBER für einen reibungslosen Betrieb von der Bearbeitung des Dünnschlamms bis hin zum fertigen Trockengranulat. Dank der automatisierten Aufgabe entfällt jegliches Handling von klebrigem Schlamm, der aus der Entwässerung kommt. In Nordamerika erfreut sich der Golfsport grosser Beliebtheit; so auch auf den trockenen und nährstoffarmen Böden des Staates Utah. Das Klärwerk von Tooele, auf dem sich die Solartrocknungsanlage befindet, wird hier gleichsam zum Lebensnerv für die Erholungsräume: Das geklärte Abwasser kann zum Bewässern der Anlage verwendet werden, während der solar getrocknete Schlamm, der vor allem im Sommer selbst höchsten Hygieneansprüchen gerecht wird, als Dünger dient. So werden aus schmutzigem Abwasser wertvolle Rohstoffe für den Betrieb der Golfanlage gewonnen – ein Grund dafür, dass die Anlage nun für eine Auszeichnung nominiert wurde. Als Folge der positiven Erfahrungen mit dem HUBER-Equipment sind in den USA weitere Projekte im Bereich der solaren Trocknung geplant. Die innerhalb Europas längst bewährte Technik der HUBER SE wird damit zunehmend auch in Übersee als innovative und zugleich solide Lösung anerkannt. Daten zum Projekt: 3 Stück HUBER Solare und Regenerative Trocknung SRT mit HUBER Schlammwender SOLSTICE®, Baugrösse 11 2 Stück HUBER Schneckenpresse S-Press zur Schlammentwässerung Hallenlänge: 3x 100 m 3.000 m² Trocknerfläche 5.800 t entwässerter Schlamm jährlich Besonderheit: reine Solartrocknung ohne thermische Fremdenergie Von 18 % DS auf 70 % DS getrocknet (Durchschnittswert)[...]
[...]Penzing, Deutschland Die solare Klärschlammtrocknung ist in den letzten Jahren zu einem anerkannten ökologischen und ökonomischen Verfahren geworden. Um eine solare Trocknungsanlage erfolgreich und nachhaltig zu errichten, müssen alle notwendigen Gesichtspunkte stimmen: neben den wirtschaftlichen und planerischen Aspekten sind dies vor allem auch die Akzeptanz beim Betreiber und bei der Bevölkerung. Eine der Anlagen, bei dem Konzept und Akzeptanz ineinander greifen, steht in der Nähe des Ammersees, in Penzing-Weil. An die aerob stabilisierende Kläranlage sind 8.500 Einwohnergleichwerte angeschlossen. Ab dem Jahr 2008 musste die Kläranlage Penzing Weil den PFT Parameter messen lassen. Da sich hohe Konzentrationen von Perfluorierten Tensiden fanden, stiegen die Entsorgungskosten von vormals 30.000 € auf ca. 100.000 € an. Eine Investition in die Schlammbehandlung mit dem Ziel, die jährlichen Entsorgungskosten zu reduzieren, wurde daher wirtschaftlich interessant. Anfang 2010 begann man mit dem Bau einer Schlammbehandlungsanlage mit Entwässerung und Trocknung. Nach Fertigstellung und Probebetrieb ging die neu errichtete Anlage im Juli 2010 in Betrieb. Der Weg der Schlammbehandlung beginnt mit einer HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® 440. Der gepresste Schlamm wird über eine Schnecke automatisch in das Gewächshaus transportiert und fällt dann auf den Boden. Von dort wird der Schlamm mit der Wendetransportkombination SRT 9 im Gewächshaus sowohl verteilt als auch transportiert. Am Ende des Gewächshauses fällt der getrocknete Schlamm in Form von Granulat in einen Abwurfbunker. Von dort wird er 5 bis 6 Mal pro Jahr mit einem Radlader aufgenommen und von Lastwagen abtransportiert. Schwankungen der Trocknungsleitung zwischen Sommer und Winter werden durch zwei bestehende Dünnschlammbehältern mit je 700 Kubikmeter Fassungsvermögen abgepuffert. Je nach Wetter gibt der Klärwärter mehr oder weniger Schlamm auf den Trockner. Dabei kann er entweder direkt den im Nachklärbecken abgesetzten Dünnschlamm oder den voreingedickten Schlamm aus den Behältern über die Schneckenpresse entwässern. Das Bedienprogramm der Anlage ermöglicht die Umstellung auf Knopfdruck – so wird entweder Überschussschlamm mit ca. 1 % Trockensubstanz oder statisch eingedickter Schlamm mit etwa 3,5 % Trockensubstanz über die Schneckenpresse gefahren. Sollten auf einer Kläranlage keine Speichermöglichkeiten vorhanden sein oder ist das Platzangebot begrenzt, kann die Leistung der solaren Trocknung mit Abwärme oder Umweltwärme gesteigert werden. Unter Umweltwärme ist in diesem Fall die ökologisch erzeugte Wärme einer Wärmepumpe zu verstehen, welche die Wärmeenergie aus dem gereinigten Abwasser bezieht. Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin garantiert hierbei einen wartungsarmen und sicheren Betrieb. Es handelt sich dabei um einen Wärmetauscher, der auftretende Algen und andere Verschmutzungen an den Tauscherflächen automatisch abreinigt. Die Länge und damit die Fläche der Trocknungshalle ergeben sich durch die geforderte Trocknungsleistung. Die notwendige Leistung ist abhängig von dem möglichen Entwässerungsergebnis der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS®. Vor diesem Hintergrund ist die Gewächshaushalle in Penzing um einige Meter länger gebaut worden als eigentlich erforderlich. Die daraus resultierende höhere Leistung des Trockners nutzt der Betreiber, um den Polymerverbrauch am Entwässerungsaggregat zu reduzieren und so weiter Kosten zu sparen. Mit der automatischen Aufgabe von Schlamm in die Halle spart sich die Kläranlage die Übergabestellen, einen Radlader und die Arbeitszeit, um den Trockner zu beschicken. Der Betreiber bekommt damit auch ein hervorragendes Schlammhandling, das Geruchsprobleme minimiert: direkt in den Trockner gebracht und dort sofort bewegt und belüftet bedeutet, dass der Schlamm augenblicklich in einen sicheren, quasi aeroben Zustand gebracht wird. In diesem Zustand ist die Geruchsentwicklung des Schlammes minimal In Penzing Weil ist überhaupt kein unangenehmer Geruch wahrnehmbar. Für eine effektive und geruchsarme Trocknung ist es erforderlich die Klimatechnik und die Maschinentechnik exakt aufeinander abzustimmen. Dabei gehen in die HUBER Klimasteuerung Erfahrungen aus dem Betrieb, Messungen im Gewächshaus sowie theoretische thermodynamische Gesetzmässigkeiten ein. Das Gewächshaus ist mit Klimasensoren, Ventilatoren und Lüftungsklappen ausgestattet. Die Steuerung sorgt stets für das ideale Trocknungsklima in der Halle. Um dies dauerhaft zu erreichen, wird die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft innerhalb und ausserhalb des Gewächshauses betrachtet und der Kondenswasseranfall begrenzt. Die Laufzeiten der Ventilatoren, die das Schlammbeet direkt belüften, werden entsprechend der Arbeitszyklen der Wendemaschine (und dem jeweiligen, frisch gewendeten Schlammbeetzonen) sowie der Trocknungsfähigkeit der Luft gesteuert. Die Luft wird abgestimmt auf die unterschiedlichen Trocknungsbereiche des Schlammes unterschiedlich geführt. Vorrang vor den Klimabedingungen haben für die Steuerung natürlich die Sicherheit für die Maschinentechnik sowie der Sturm- und Unwetterschutz für das Gebäude. Das Herzstück des solaren Trockners ist die Maschinentechnik für den Transport und das Wenden des Schlammes: Die Schlammwendeeinrichtung besteht aus einer drehbaren Doppelschaufel, die sich an einer Kette durch die Halle zieht. Beim Rotieren und gleichzeitigem nach vorne Fahren wird der Schlamm belüftet, gewendet, granuliert und transportiert. Dabei wird der Schlamm in die Schaufeln aufgenommen und übergeworfen. Fährt die Wendetransportkombination einmal durch die Halle, ist jedes Schlammgranulatkorn belüftet worden. Das geschieht normalerweise jede Stunde. Die feuchten Anfangsbereiche werden in der Einbringphase sogar in einem 20 Minutentakt gewendet und belüftet und zwar über die gesamte Breite des Gewächshauses. Die vollständige Umlagerung des gesamten Schlammbeetes bedeutet, dass der Schlamm sicher in einem „quasi“ aeroben Zustand bleibt und gleichzeitige beste Bedingungen für den Trocknungsprozess herrschen. Ein weiteres Merkmal des HUBER SRT-Verfahrens ist die kontinuierliche Rückmischung des Schlamms: Die Doppelschaufel wird neben dem Mischen auch zum gezielten Verfahren von Schlamm eingesetzt. Beim Rückmischen mit Trockengranulat wird so der eingebrachte Schlamm direkt nach der Aufgabe auf etwa 40 % Trockenrückstand gehoben. Dies liegt in einen Bereich, bei dem mögliche geruchsintensive biologische Aktivitäten zum Erliegen kommen. Ausserdem ist der Schlamm mit 40 % TR offenporiger und einfacher zu trocknen und wegen der geringeren Klebrigkeit einfacher mit der Maschinentechnik zu bearbeiten. Das kommt vor allem der Langlebigkeit der Maschinentechnik entgegen. Auf der gegenüberliegenden Seite, d.h. der trockenen Seite des Schlammbeetes, entsteht durch das kontinuierliche Rückmischen der gegenteilige Effekt. Die Zone, in der das Granulat sehr trocken wird, ist sehr kurz und damit auch der Bereich, in dem trockenes Material mechanisch beansprucht wird und Staub entsteht. Das Schlammbeet, das sich über die Hallenlänge durch den Rückmischeffekt ausbildet, zeichnet sich durch einen sehr langen Grundtrocknungsbereich aus, bei dem der Trockenrückstand langsam von 40 % auf 60 % ansteigt. Hier findet der eigentliche Trocknungsprozess statt. Erst in den letzten 10 bis 15 m steigt der Trockenrückstand auf die normalerweise gewünschten 80 bis 85 % TR an. Der Wender ermöglicht durch den Transport die Verfahrung des Schlamms in den Schaufeln, das getrocknete Granulat an der Giebelseite der Schlammaufgabe auch wieder abzugeben. Er wirft das Granulat beispielsweise in eine im Boden versenkte, mit Gitterrost geschützte Schnecke ab. So kann das Gewächshaus im Randbereich der Kläranlage gebaut werden, ohne dass eine weitere Strasse und ein zweiter Fahrbereich am Ende des Gewächshauses erforderlich werden. In Penzing kam allerdings die klassische Variante zum Zuge, bei der die Schlammaufgabe und -abgabe an gegenüberliegenden Seiten des Gewächshauses realisiert wird. Diese Variante machte bei der bestehenden Bebauung mehr Sinn. Auf der Anlage in Penzing besteht neben der automatischen Aufgabe auch die Möglichkeit den Schlamm mittels Radlader einzubringen. „Das ist aber nicht angedacht. Uns reicht unser eigener Schlamm“, sagt der Leiter der Kläranlage, Markus Keller mit einem Schmunzeln. Ein Knopfdruck würde genügen und der Wender arbeitet einen mit dem Radlader aufgehäuften Schlammberg nach und nach ab. Bei der kontinuierlichen automatischen Beschickung bringt die Schnecke immer sofort die Menge ins Schlammbeet ein, die sich nach einer viertel Stunde gebildet hat. Für einen möglichst geruchsarmen Betrieb ist das wie eingangs beschrieben die bessere Variante. Bei stabilisiertem, gut entwässertem Schlamm ist die automatische Aufgabe aber nicht unbedingt erforderlich. Die Schlammwendekombination fährt auf Betonfertigteilen durch die Gewächshaushalle. Die eigentliche Trocknungsfläche ist in Penzing einer normalen Strasse nachempfunden. Die Betonfertigteile übernehmen die Funktion der Bordsteinkante, dazwischen wurde asphaltiert. Der Untergrund ist frostsicher gegründet, die Maschine und der Schlamm belasten die Fläche statisch kaum. Durch die installierte Fernanbindung kann der Be-treiber während und nach der Inbetriebnahmephase optimal unterstützt werden: Die Steuerung registriert die wichtigen Werte und lässt diese via gesicherter Internetverbindung von der HUBER-Zentrale in Berching aus einsehen. Neben diesen Werten werden aktuelle Zustände wie die gesamte Schlammbeethöhe oder der gerade ablaufende Zyklus in Echtzeit übertragen. Die am Wender direkt installierten elektronischen Bauteile sind auf das Nötigste beschränkt worden. Auf dem Wender fährt somit kein Schaltschrank sondern nur ein grösserer komplett geschlossener Klemmkasten mit. Die meisten Steuerungskomponenten sind in einem Hauptschaltschrank untergebracht, der sich in einem geschützten Bereich der Halle befindet. Die Belastung für die elektronischen Bauteile durch Umweltbedingungen ist damit deutlich reduziert, was eine einfachere Wartung und eine längere Lebensdauer bedeutet. In Penzing ist ein Solartrockner SRT 9 -Wender in die 100 m lange Halle eingebaut – eine Wendetransportkombination, die in einem 10 m breiten Gewächshaus arbeitet. Darüber hinaus stehen als weitere Alternativen auch Wender für 7 m und 12 m breite Gewächshäuser zur Verfügung. Die solare Trocknung ist die umweltfreundlichste Art, Klärschlamm zu Trocknen. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen durch die Verringerung der zu entsorgenden Klärschlammmenge kommen verringerte Umweltbelastungen hinzu: weniger Lastwagen, die den Schlamm abfahren, bedeutet den Ausstoss von weniger Kohlendioxid. Höherer Trockenrückstand im Trockengranulat bedeutet einen besseren Brennwert des zu entsorgenden Gutes. Dem Betreiber öffnen sich weitere Entsorgungswege Er ist damit unabhängiger und eigenständiger in Bezug auf die Schlammentsorgung.[...]
[...]Maximale Servicekompetenz an jedem Ort der Welt Kunden erwarten im Bereich Service von den Maschinenherstellern moderne Dienstleistungen, schnelle Reparaturen, hohe Kompetenz und ein extrem hohes Mass an Flexibilität. Die Aufgabenbereiche eines HUBER Servicetechnikers sehr vielseitig. Angefangen von der mechanischen Montage von HUBER Maschinen und –Anlagen, über die weiterführende elektrische Verkabelung aller Aggregate mit abschliessender Inbetriebnahme, bis hin zu Wartung, Reparatur und Betreiberschulungen, bildet der Servicetechniker das Bindeglied zwischen Kunden und HUBER, dies weltweit. Digitalisierung ermöglicht effizienteres Arbeiten im Feld Noch vor wenigen Jahren waren die Arbeitsaufgaben eines HUBER Servicetechnikers, sowie die Koordinierung von Service- und Wartungsaufträgen anders strukturiert. Mit Stift und Papier wurden Serviceeinsätze auf Durchschlagformularen dokumentiert und sorgten neben der daraus resultierenden „Zettelwirtschaft“ nicht selten für ineffiziente Workflows. Mit voranschreitender Digitalisierung ist es heute kaum mehr vorstellbar, die komplette Auftragsabwicklung inkl. Vor- und Nachbereitung ohne technische Unterstützung und automatisierter Prozesse durchzuführen. So startet die Arbeitswoche eines HUBER Servicetechnikers heute mit dem Blick auf ein mobiles Endgerät: Neben Smartphone zählen Laptop, Tablet-Computer und Unterschriftenpad zur Grundausstattung eines jeden HUBER Servicetechnikers. Vor Reiseantritt sichtet der Servicetechniker alle für den Serviceeinsatz relevanten Informationen auf einem online zugestellten Arbeitsauftrag, welcher neben Schadensbeschreibung auch die durchzuführenden Arbeiten inkl. aller mitgelieferten Ersatz- und Verschleissteile, sowie zur Dokumentation der Arbeiten erforderliche Checklisten und Kontaktdaten aufzeigt. Am Einsatzort angekommen ist es keine Seltenheit, dass der Servicetechniker auf ein Problem stösst, welches unter Umständen individuelles Fachwissen erfordert. Ausgestattet mit HUBER Datenbrille bietet Augmented Reality nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Fehlersuche und Problembehebung. Durch den Einsatz einer SmartGlass arbeitet der HUBER Servicetechniker freihändig und ist permanent mit einem Experten – wenn nötig auch am anderen Ende der Welt – verbunden. Durch live Videokonferenzen wird das Bild, welches der Servicetechniker vor sich hat in Echtzeit auf unterschiedlichste Bildschirme übertragen und die Experten am Ende der Leitung haben die Möglichkeit in das Bewegtbild hinein zu zoomen, Notizen und Zeichnungen hinzuzufügen, einzelne Bildausschnitte zu markieren und den Techniker visuell sowie akustisch anzuleiten und bei der Problemlösung zu unterstützen. Unmittelbar nach Beendigung des Einsatzes werden alle zur Dokumentation erforderlichen Berichte erstellt und nach Rücksprache und Sichtung des Inhaltes durch den Kunden digital unterschrieben, ehe abschliessend die komplette Arbeitsauftragsdokumentation automatisiert zur Prüfung und Weiterverwendung bzw. Weiterverarbeitung an Kunden und HUBER interne Systeme geleitet werden. Die gekoppelten Lösungen innerhalb unseres Serviceprozesses bilden die Basis für den richtigen Einsatz digitaler Komponenten, um die Produktivität und Qualität unserer Servicedienstleistungen kontinuierlich zu verbessern. Für unsere weltweiten Kunden bedeuten diese wegweisenden Digitalisierungs-Entwicklungen bei HUBER Global Service überragende Vorteile bei Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit![...]
[...]Weltweit Ein international erfolgreiches Unternehmen braucht einen internationalen Service Die Exportrate der HUBER SE geht seit Jahrzehnten steil bergauf. Derzeit liegt sie bei rund 80 Prozent. Die Maschinen und Anlagen zur Abwasser- und Schlammbehandlung haben sich auf dem weltweit umkämpfen Markt etabliert: HUBER steht für Qualität Made in Germany – ein Anspruch, dem das Unternehmen auch im After-Sales-Service gerecht wird. Im Dienst der Abteilung Global Service reisen die Mitarbeiter um die ganze Welt, um Maschinen zu installieren, zu warten, Reparaturen durchzuführen und Personal vor Ort im Umgang mit den Maschinen zu schulen. Der Job des Servicetechnikers international birgt ganz besondere Herausforderungen: Fernab der Heimat ist Vieles anders und Sprachbarrieren müssen überwunden werden. Für diejenigen, die in der Regel täglich den gleichen Weg zur Arbeit haben und dort die gleichen Kollegen und gleichen Gegebenheiten vorfinden, ist diese Arbeitsweise kaum vorstellbar. Wir haben zwei international tätigen HUBER-Servicetechnikern ein paar Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Erlebnissen gestellt: 1. Guten Tag ihr zwei. Vielen Dank, dass Ihr Euch für das Interview Zeit genommen habt. Stellt Euch doch bitte kurz vor. Christoph: Hallo, mein Name ist Christoph Mederer und ich bin 28 Jahre alt. Andreas: Hallo, mein Name ist Andreas Thumann, ich bin 26 Jahre jung und komme aus Neumarkt i.d.Opf. 2. Seit wann arbeitet Ihr bei HUBER und welcher Weg hat Euch dort hingeführt? Andreas: Ich habe meine Ausbildung als Fachkraft für Abwassertechnik im Jahr 2009 bei HUBER begonnen und dann nach meinem erfolgreichen Abschluss in den Geschäftsbereich Global Service gewechselt. Aufmerksam wurde ich damals auf die Firma HUBER, weil ich mich schon immer für Umwelttechnik, aber auch für Physik, Chemie und Biologie interessiert habe. Christoph: 2005 habe ich meine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei HUBER begonnen und diese 2009 erfolgreich abgeschlossen. Seit dem Abschluss bin ich als Servicetechniker Mechanik international im Geschäftsbereich Global Service tätig. Von vielen Bekannten habe ich gehört, dass HUBER ein guter Arbeitgeber ist, deshalb habe ich mich damals beworben. 3. Wie k önnen sich unsere Leser den typischen Arbeitsalltag eines Servicetechnikers international vorstellen? Christoph: Meine Arbeitseinsätze und die zugehörigen Reisen werden von der Firma HUBER geplant und gebucht. Meistens reise ich vom Flughafen München oder manchmal auch Nürnberg per Flugzeug zu meinem Einsatzort. Mit dem Taxi geht es dann im fremden Land ins Hotel und eventuell dann gleich weiter zum Einsatzort. Das ist meistens eine kommunale Kläranlage, manchmal auch ein Industriebetrieb. Dort kläre ich zuerst mit den Zuständigen vor Ort ab, welches Werkzeug benötigt wird und verschaffe mir einen Überblick, ob alle erforderlichen Teile vorhanden sind. Dann beginne ich mit meiner Arbeit, die je nach Umfang einen oder auch mehrere Tage dauern kann. Am Abend geht es zurück ins Hotel, dort erstelle ich noch mit meinem Notebook einen Bericht über meine Tätigkeiten. Andreas: Meistens ist es derselbe Ablauf. Auf die Kläranlage kommen, als erstes mit den Gegebenheiten vertraut machen und den Ablauf mit dem Klärpersonal durchsprechen. Manchmal hilft bei den Arbeiten jemand vom Kläranlagenpersonal mit dazu, dann geht’s natürlich schneller. Bei Wartungen gehe ich anhand einer maschinenspezifischen Checkliste die Punkte an der Maschine durch und behebe kleinere Mängel. Aber es kann auch passieren, dass das Problem schwerwiegender ist und der Einsatz verlängert wird oder ich nochmal kommen muss. 4. Welche Fähigkeiten sind für Euren Job besonders wichtig? Andreas: Handwerkliches Geschick, Selbständigkeit und technisches Verständnis sind sehr wichtige Eigenschaften, die man mitbringen muss, wenn man als Servicetechniker arbeiten will. Christoph: Da gibt es Vieles! Zum Beispiel Flexibilität, Reisebereitschaft, offen für Neues zu sein ist wichtig, Selbstständigkeit bei Reisen ins Ausland, gute Englischkenntnisse, Improvisationsgeschick bei schwierigen und komplexen Gegebenheiten. Auch ein selbstsicheres Auftreten sollte man mitbringen. 5. Was war die spannendste Reiseerfahrung, die Ihr als HUBER internationale Servicetechniker erlebt habt? Christoph: 2015 war ich zur Reparatur von zwei Rechenanlagen auf einem Kreuzfahrtschiff. Die Reise begann in Rom, über Athen, weiter nach Santorini und schliesslich Istanbul. Wie die anderen Passagiere durfte ich alle Annehmlichkeiten des Schiffs nutzen – natürlich erst nach getaner Arbeit. Das war kein gewöhnlicher Einsatz und bei uns eine absolute Seltenheit. Andreas: Da fällt mir mein Einsatz in Südamerika ein, der sehr spannend war. Die Gegebenheiten sind dort ganz anders als bei uns. Jeder Tag war eine neue Herausforderung und ich wusste nicht was mich erwarten würde. Man kann dort nicht einfach in den nächsten Baumarkt gehen um notwendige Kleinteile oder Werkzeug zu kaufen. Da ist dann oft Kreativität und Improvisationsgeschick gefragt. 6. Welches Land m öchtest Du unbedingt noch kennenlernen? Andreas: Ich war zwar schon einmal in Griechenland, leider hatte ich aber keine Zeit mir das Land und seine Sehenswürdigkeiten näher anzuschauen. Bei meinem nächsten Besuch habe ich hoffentlich etwas Zeit für Sightseeing. Christoph: Am interessantesten wäre Südafrika – da ich dort noch nie war, weder beruflich, noch privat. Sollte es mich beruflich mal dort hin verschlagen, werde ich auf jeden Fall ein paar Tage Urlaub dranhängen, um eine Safari machen zu können. 7. Erzählt uns bitte abschliessend: Warum mögt Ihr Euren Job? Christoph: Weil ich keinen 08/15 Job habe! Jeder Tag ist anders und man weiss nicht was einen beim Kunden erwartet. Weder in Deutschland und noch weniger im Ausland. Zudem führt mich mein Job bei HUBER quer durch die ganze Welt. Seit Anfang dieses Jahres bin ich zudem Urlaubsvertretung für die Teamleiter Mechanik im Büro, hier bekomme ich Einblick in die Vorplanung eines Einsatzes, bis dieser durchgeführt werden kann. Nun weiss ich auch welcher Arbeitsaufwand hinter der kompletten Planung steckt, bis ich oder einer meiner Kollegen zum Einsatz kommt. Andreas: Die Arbeit als Servicetechniker international ist sehr abwechslungsreich und man ist viel unterwegs. Es ist nie langweilig, man wird bei jedem Einsatz mit neuen Herausforderungen konfrontiert und gefordert diese zu meistern. HUBER hat sehr viele unterschiedliche Maschinen die in den verschiedensten Ländern installiert und betrieben werden. Für uns ist deshalb definitiv kein Tag wie jeder andere.[...]
[...]Mit HUBER Retrofit-Service gewappnet für die Zukunft Nicht nur an der Maschinentechnik, sondern auch an der zugehörigen Schalt- und Steueranlage nagt der Zahn der Zeit. Dies hat zur Folge, dass sich Ausfälle und Störungen besonders an den empfindlichen SPS-Bauteilen (Speicherprogrammierbare Steuerung) häufen. Mit einer veralteten Hardware ist ein Stillstand in naher Zukunft unvermeidbar. Funktion und Betriebssicherheit sind nicht mehr gegeben. Hinzu kommt, dass die Hersteller der SPS-Hardware bereits auf neue Technologien setzen (IoT, Industrie 4.0, etc.). Somit ist eine Ersatzteilbeschaffung nicht mehr möglich oder mit hohen Kosten und langen Lieferzeiten verbunden. HUBER-Service hat für Sie die perfekte Lösung! Mit unserem HUBER Retrofit-Service erhalten Sie neue SPS-Hardware und ein neues Bediengerät. Dieses Paket ist optimal auf Ihre bestehende Maschinentechnik und Ihre Anforderungen zugeschnitten. Durch diese Erneuerung ist nicht nur die Funktion und Betriebssicherheit wieder langfristig gegeben, stetige Weiterentwicklungen am Programmablauf führen zu einem verschleissoptimierten Betrieb Ihrer HUBER-Maschinen. Gemeinsam mit Ihnen planen wir eine Teil- oder komplett Erneuerung der Steuerung, je nach Bedarf und Anforderungen. Der Austausch kann durch Sie selbst oder gleich durch einen unserer erfahrenen HUBER-Servicetechniker erfolgen. HUBER verwendet Standardprogramme, die auf Ihre anlagenspezifischen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Somit sind teure Programmierarbeiten vor Ort nicht nötig. Einer schnellen Wiederinbetriebnahme steht nichts im Wege. Austauschen – Einschalten – Läuft! Selbstverständlich erneuern wir auch Steuerungen, die ursprünglich nicht in unserem Lieferumfang waren. Auch die Einbindung von Fremdfabrikaten stellt für HUBER kein Problem dar. Unsere Empfehlung: Warten Sie nicht, bis Ihr Kontrollsystem ausfällt! Wenden Sie sich frühzeitig an service@huber.de , wir beraten Sie gerne unverbindlich vor Ort oder am Telefon, um die beste Lösung für Sie zu finden. Kläranlage Fremdingen „steuert“ wieder sicher in die Zukunft Frank-Markus Merkt, Erster Bürgermeister der Gemeinde Fremdingen (Landkreis Donau-Ries, Schwaben), kommentiert die zukunftsweisende HUBER-Lösung für die Steuerungstechnik auf der Kläranlage der Gemeinde: "Der Grund für den Austausch der Schalt- und Steueranlage war, dass wir auf unserer Kläranlage immer fit für die Zukunft sein wollen und müssen, d. h. die Funktion und Betriebssicherheit der Anlage muss gegeben und heutzutage auf dem neuesten Stand der Technik sein! Die alte Schalt- und Steueranlage auf unserer Kläranlage war in die Jahre gekommen und dadurch nahm die Anzahl der Störungen und Ausfälle leider zu. Beim Ausfall einer Hardware an der alten Schalt- und Steueranlage, musste erst ein Spezialist kommen, der sich mit dieser veralteten Anlage auskannte, um den Fehler lokalisieren zu können. Wurde dann ein neues Bauteil benötigt, war dies oft mit langen Lieferzeiten und hohen Kosten verbunden. Teilweise mussten die Ersatzteile sogar auf Ebay ersteigert werden, weil diese gar nicht mehr im Handel erhältlich waren. Diese Ausfallzeiten, letztendlich hervorgerufen durch veraltete Technologie, führten dazu, dass die gesamte Anlage nicht mehr optimal betrieben werden konnte. Der Umbau der elektrischen Schalt- und Steueranlage auf technologisch aktuellen Stand durch den Service von HUBER lief reibungslos ab und die neue Schalt- und Steueranlage konnte innerhalb der von uns geplanten Zeit wieder in Betrieb gehen. Auch der Not-Betrieb während der Umbauphase lief sehr gut, die Anlage wurde vom HUBER Service auf Handbetrieb umgestellt und konnte während der Umbaumassnahme so optimal betrieben werden. Die geforderten Ablaufwerte wurden somit gesichert eingehalten. Besonders gut war die Zusammenarbeit mit den beiden Klärwärtern Martin Fuchs und Alexander Lawatschka. Auf deren Wünsche und Vorschläge wurde eingegangen und die Anlage so vor Ort nach unseren Bedürfnissen optimal von den Spezialisten der Firma HUBER konfiguriert. Wir sind nach dem Umbau mit der neuen Schalt- und Steueranlage hoch zufrieden. Die neue Touch-Funktion am Display erleichtert die Bedienung sehr und unsere Mitarbeiter auf der Kläranlage konnten sich durch die kompetente Einweisung und Schulung durch den Service von HUBER sehr schnell einarbeiten und waren auch nach kurzer Zeit in der Lage, Betriebswerte bei Bedarf selbst anzupassen. Die Anlage kann dadurch optimal gesteuert und überwacht werden. Wir haben die Firma HUBER als Partner für den Umbau der Schalt- und Steueranlage gewählt, da wir bisher mit dem Service von HUBER ausschliesslich sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Mit dem HUBER-Serviceberater, Herrn Erwin Wagner, haben wir neben dem HUBER Service-Center, einen hochkompetenten Ansprechpartner, der auch zu ungewöhnlichsten Geschäftszeiten immer erreichbar ist und uns bei Bedarf mit entsprechenden Massnahmen hilft. Dieser notwendige Umbau unser Steuerungstechnik auf den neuesten Stand der Technik mit der Firma HUBER als Partner, bringt uns wieder Sicherheit für die Zukunft unseres Anlagenbetriebes! Die Zuverlässigkeit und Kompetenz von HUBER Service sucht ihresgleichen – wir fühlten uns von der ersten Minute an gut aufgehoben."[...]
[...]Amsterdam, Niederlande Die holländische Kläranlage Amsterdam-West ist seit der Modernisierung 2006 für die Behandlung von 1.000.000 Einwohnergleichwerten (EWG) ausgelegt. Zusätzlich können Fremdschlämme von weiteren 1.000.000 EWG angenommen und behandelt werden. Speziell die Behandlung von Primärschlamm war in der Vergangenheit ein Risiko für die Betriebssicherheit der gesamten Schlammlinie. Fremdstoffe aus den unterschiedlich vorgereinigtem Schlämmen und Transporttanks verursachten hohen Verschleiss und unvorhersehbare Wartungsarbeiten an Pumpen, Faulraumeinbauten sowie der Schlammentwässerung. Zur Entfernung von Fremdstoffen aus dem Schlamm wurden in 2011 durch die Firma Dutch Spiral 4 Stück HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® inklusive Abfördertechnik und Siebgutcontainer installiert und erfolgreich in Betrieb genommen. Durch jede STRAINPRESS® wird bis zu 75 m³/h Primärschlamm mit einem Feststoffgehalt von 1 bis 6 Prozent gepumpt. Fremdstoffe werden durch ein konisches Sieb – in diesem Fall mit Lochweite 5 mm – zurück gehalten. Ist die Siebfläche mit Fremdstoffen belegt, stellt sich in der Maschine ein Filtrationswiderstand an der Siebfläche ein. Überschreitet der Filtrationswiderstand eine bestimmte Druckdifferenz startete automatisch eine Räumschnecke im Inneren des Siebes und reinigt die Siebfläche. Die im Sieb zurückgehaltenen Fremdstoffe werden im gleichen Arbeitsgang gegen einen pneumatisch betätigten Presskonus komprimiert und ausgeworfen. Der gesiebte Primärschlamm wird nur mittels des Druckes der Beschickungspumpe weiter zum Faulturm gefördert. In Amsterdam-West fallen die entwässerten Fremdstoffe mit einem Trockensubstanzgehalt von 40 Prozent in 2 Trichter, welche das Siebgut von je 2 Maschinen sammeln und in 2 geruchsdichten Container abwerfen. Das Siebgut wird dann in einer Verbrennungsanlage direkt neben der Kläranlage verbrannt. Die Effizienz der Huber STRAINPRESS® wird anschaulich im Vergleich zu den 4 im Zulauf der Kläranlage installierten Rechen mit je 4 m Breite und einer Spaltweite von 6 mm: Die Rechen separieren jährlich eine Rechengutmenge von 125 Tonnen Trockensubstanz. Eine nachgeschaltete Rechen-gutpresse komprimiert das Rechengut auf Entwässerungsgrade von 25 Prozent. Im Vergleich dazu separieren die nachgeschalteten STRAINPRESS® mit jährlich 600 t Trockensubstanz die fast 5fache Menge an potentiellen Störstoffen. Der integrierte Entwässerungsmechanismus erreicht konstant Entwässerungsgrade von 40 Prozent und erzeugt damit ein brennfähiges Produkt. Weil die STRAINPRESS® vollständig gekapselt ist verursachen weder Schlamm noch Siebgut korrosive oder explosive Atmosphären im Aufstellungsgebäude. Trotz der Kapselung können die Maschinen zur Inspektion oder Wartung mit wenigen Handgriffen vollständig geöffnet werden. Durch die Installation der Schlammsiebung Anfang 2011 konnten die Wartungskosten und Stillstandzeiten in der Schlammbehandlung der Kläranlage Amsterdam-West deutlich reduziert werden. Die zuverlässige Funktion der STRAINPRESS® Schlammsiebung zeigt sich nicht nur an den niederländischen Referenzen in Amsterdam und Den Haag, sondern auch an den vielen Installationen auf internationalen Grosskläranlagen wie z.B. Berlin, Barcelona, San Diego, Seoul, Marrakesch … Vorteile der STRAINPRESS® Schlammsiebung: hohe Abscheideleistung deutliche Betriebskostenreduktion kompakte, gekapselte Bauweise tausendfach bewährt[...]
[...]Erlangen, Deutschland Verfahren der Bandtrocknung für Klärschlamm überzeugt Anfang des Jahres 2021 erhielt HUBER nach EU-weiter öffentlichen Ausschreibung den Auftrag zur Lieferung eines HUBER Bandtrockners BT 16 für die Kläranlage Erlangen. Im Vorfeld der Ausschreibung zu dieser weitergehenden Schlammbehandlung für eine Menge von 15.700 t/a wurden mehrere Verfahren untersucht. Diese waren: Solare Klärschlammtrocknung Hydrothermale Karbonisierung Bandtrocknung Die Entscheidung fiel auf die Variante Bandtrocknung, da mit dieser Trocknung der Klärschlamm kontinuierlich auf >=90 % TR getrocknet werden kann. Der thermische Energiebedarf der Trocknungsanlage wird zu 100% regenerativ aus der bestehenden Kraftwärmekopplung des Klärwerks sowie aus einer Kombination von PV-Anlagen und Wärmerückgewinnung unter Einsatz von Hochtemperaturwärmepumpen sichergestellt. Auch der elektrische Energiebedarf für die Bandtrocknung wird aus der Verstromung von Faulgas im Blockheizkraftwerk zu 100 % regenerativ erzeugt. Der auf ca. 28 % TR entwässerte Klärschlamm kann in dem vorhandenen Schlammsilo zwischengespeichert und über Förderschnecken in den Aufgabetrichter der Dickschlammpumpe abgeworfen werden. Die Exzenterschneckenpumpe fördert den Schlamm in den Extruder des Trockners. In der Schlammleitung wird eine Inline-Eingangs-TR-Messung installiert, über welche kontinuierlich der TR-Gehalt des entwässerten Schlamms erfasst wird. Anhand der gemessenen Werte wird die Trocknungsanlage automatisch und optimal auf den aktuell zugeförderten Schlamm eingestellt. Im Extruder selbst wird der Schlamm durch eine Matrize gepresst und in „Spaghetti-Form“ auf das obere Band des Trockners aufgegeben, was eine hohe Permeabilität für die durchströmende Trocknerluft gewährleistet. Der aufgegebene Schlamm wird vom oberen Trocknerband einmal in Längsrichtung durch den Trockner transportiert. Dabei werden Band und aufliegender Schlamm von unten nach oben von der aufgeheizten Trocknerluft durchströmt und getrocknet. Am Ende des Bandes fällt der Schlamm in den Übergabekasten, wird dann gleichmässig auf dem unteren Band verteilt und in entgegengesetzter Richtung erneut durch den Trockner transportiert. Dabei wird der Schlamm auf die geforderten 90 % TR restgetrocknet. Die am Ende des unteren Bandes angebrachte TR- und Temperaturmessung überwacht kontinuierlich Feuchtigkeit und Temperatur des getrockneten Schlammes und passt die Regelung des Trockners vollautomatisch an. Dadurch wird der geforderte Trocknungsgrades betriebssicher eingehalten. Der getrocknete Klärschlamm wird anschliessend über ein Winkelbecherwerk in ein Trockengutsilo transportiert. Von dort wird das Trockenschlammgranulat mit Silofahrzeugen in die thermische Verwertung gefahren. Die Abluft wird in einem sauren und einem basischen Wäscher gereinigt und anschliessend einem Biofilter zugeführt.[...]
[...]Sargans, Schweiz Die bereits hohe Betriebsfreundlichkeit wird nochmals erhöht In Sargans wurde 2017 die erste HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® Q 800.2 in der Schweiz für die Entwässerung des ausgefaulten Klärschlamms installiert. Die neuste Generation der Schneckenpresse konnte sich aufgrund ihrer sehr hohen Betriebssicherheit und Bedienerfreundlichkeit, der kompletten Edelstahlbauweise und der sehr niedrigen Betriebskosten gegen andere Systeme durchsetzen. Die Anforderungen an die Anlage sind extrem hoch. Eine wesentliche Grösse stellt die erforderliche TR-Konzentration im entwässerten Schlamm von über 30% bei gleichzeitiger klarer Filtratqualität dar. Weiter ist ein vollautomatischer Betrieb für den effizienten Einsatz der Anlage von grosser Bedeutung. Nachdem im ersten Jahr die üblichen Systemoptimierungen umgesetzt wurden, wurde vom Betreiber der Wunsch nach weitergehenden Automatisierungsmöglichkeiten insbesondere in Bezug auf die Entkalkung geäussert. Hintergründe dieser Überlegungen waren die quartalsweise notwendige Entkalkung der Maschine, bedingt durch das harte Wasser (um 25 °fH bzw. 14 °dH Härtegrade). Im Zuge der geplanten automatischen Entkalkung wurde zudem das Konzept einer Drehmomentsteuerung zur gezielten Erhöhung der TR-Konzentration entwickelt. Beide Fragestellungen zielten klar nach einer noch höheren Effizienz im Betrieb bei optimiertem Personaleinsatz. Vollautomatische Entkalkung Der Ablagerungsprozess von Kalkausfällungen und anderer schwer lösbaren Stoffen auf der Siebkorboberfläche und in den Filterspalten ist schleichend. Dadurch wird die frei verfügbare Fläche des Filterkorbes laufend verringert, was direkt eine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit der Maschine hat. Da die manuelle Entkalkung einen wesentlichen Zeit- und Kostenfaktor darstellt, ist dieser Arbeitsgang aufs Minimum zu reduzieren. Die Umsetzung der vollautomatischen Entkalkung erfolgt durch die Nutzung des neuen rotierenden Sprühbalkensystems, welches für die Standardreinigung der Aussenfläche der Filterkörbe im Einsatz ist. In einem frei wählbaren Intervall wird dabei Entkalkungsmittel in die Wasserzuleitung des Sprühbalkens zu dosiert und für eine bestimmte Zeit einwirken lassen. Im Fall von Sargans erfolgt dies in einem Intervall von einer Woche und mit einer Einwirkzeit von ca. einer Stunde bevor die Anlage mit Brauchwasser normal gespült und anschliessend mit Schlamm beschickt wird. Durch die vollautomatische Entkalkung werden folgende Zielsetzungen erreicht: Regelmässige Entkalkung der Filterkörbe ohne manuelle Arbeitsgänge Vermeidung von dickeren Ablagerungen, welche noch schwerer zu entfernen wären Sicherstellung von stabilen und optimalen Betriebsbedingungen für die Entwässerung Erhöhung der Standzeit nachfolgender Aggregate (Laufrad Filtratpumpe) Reduktion der Stillstandzeiten für aufwendige Reinigungsarbeiten. Seit der Installation der Entkalkungsstation Anfang 2019 wurden in Sargans keine manuellen Entkalkungen der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® Q 800.2 mehr durchgeführt und der Zustand des Filterkorbes sowie die Leistungen der Anlage sind konstant auf einem sehr hohen Niveau. Lastabhängige Maschinensteuerung Aufgrund der hohen TR-Anforderungen im entwässerten Schlamm wird die Schneckenpresse mit hoher Last betrieben. Eine Überlastung der Maschine wurde im Normalbetrieb durch die konservative Einstellung der Betriebsparameter und einer engen Überwachung durch das Personal sichergestellt. Mit dieser Betriebsweise wurde einerseits ein Teil der Leistung gar nicht ausgeschöpft und andererseits waren die Auswirkungen der manuellen Eingriffe nur für kurze Zeit wirksam, da die Dynamik des Prozesses dadurch nicht nachhaltig beeinflusst werden konnte. Mit der in Sargans weltweit erstmals realisierten lastabhängigen Steuerung für die HUBER Schneckenpresse Q-PRESS ® Q 800.2 erfolgt die Anpassung der Betriebsparameter laufend, um einen optimalen Betrieb sicherzustellen ohne dabei die Betriebssicherheit zu gefährden. Die optimierte Steuerung ermöglicht: Eine sanfte und kontinuierliche Regelung der Schlamm- und Flockungsmittelbeschickung sowie der Schneckenpresse Den Betrieb der Maschine im optimalen Lastbereich zur Erzielung des bestmöglichen TR-Gehaltes im Schlamm Eine einfache und äusserst wirksame Optimierungsmöglichkeit für den Betreiber Ein kürzeres automatisches Anfahren der Anlage bis zum optimalen Betriebspunkt Ein grosser Dank geht an die Bauherrschaft des Abwasserverbandes Saar und insbesondere an den Geschäftsführer Peter Müller für die Unterstützung der Realisierung der vorgestellten Innovationen.[...]
[...]HUBER geht den Weg der Digitalisierung konsequent weiter und bietet nun auch seinen Kunden im Geschäftsbereich Global Service virtuelle Unterstützung: Mithilfe von Augmented Reality, Datenbrillen und dem neuen Kommunikationszentrum „HUBER Remote Support Center“ am Unternehmenssitz ist das Berchinger Unternehmen künftig noch flexibler für seine Kunden weltweit im Einsatz. Das neue HUBER Remote Support Center Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden weltweiten Reise- und Zutrittsbeschränkungen brachten auch für die Kunden von HUBER einige grössere Herausforderungen mit sich, zumal üblicherweise lange im Voraus geplante Installationen und Inbetriebnahmen von Maschinen durch Präsenzeinsätze von HUBER Servicetechnikern auf einmal nicht mehr möglich waren. Mit einem speziell für weltweite Remote-Support-Anwendungen eingerichteten Kommunikationszentrum, das sich im Bereich des HUBER Global Service am Unternehmenssitz in Berching/Erasbach befindet, setzt das Unternehmen schnell und gezielt ein wichtiges Puzzleteil, um Kommunikation, Wissenstransfer und die Verfügbarkeit von Kompetenzen vor Ort zu gewährleisten. Gepaart mit dem Einsatz neuer Technologien wie Augmented Reality (AR) tauscht HUBER technisches Expertenwissen effektiv und erfolgreich aus der Ferne aus. Auf diese Weise konnten bereits viele Projekte trotz Corona und damit einhergehender landesspezifischer Einreisebeschränkungen erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen werden. Montage und Inbetriebnahme durch virtuelle Anleitung von Berching aus So wurde zum Beispiel neben der mechanischen Montage auch die Elektromontage mit abschliessender Trocken- und Nassinbetriebnahme des Projektes „GS Inima Samar Baguaçu“ in Brasilien remote, also durch Service-Experten von Berching aus, erfolgreich angeleitet und begleitet. Lieferumfang dieses Projekts: 3 HUBER Schlammwender SOLSTICE® 11 und HUBER Trogförderschnecken Ro8 T mit einer Gesamtlänge von 38 Metern. Papierfabrik Cenibra (Brasilien): Remote Inbetriebnahme eines Grossprojekts Gemessen an der Komplexität einer Gesamtanlage und anderen Rahmenbedingungen wie beispielsweise den fünf Stunden Zeitverschiebung, ist die Inbetriebnahme des HUBER Bandtrockners BT in der Papierfabrik Cenibra in Brasilien mit Sicherheit eines der anspruchsvollsten Remote-Support-Projekte von HUBER. Cenibra betreibt eine Anlage zur Behandlung von Abwasser, die 54 m³ Überschussschlamm pro Stunde erzeugt. Dies entspricht einem Jahresgesamtwert von 78.000 Tonnen entwässertem Schlamm, der von 5 HUBER Schneckenpressen Q-PRESS® 800.2 zunächst auf ca. 22 % Trockenrückstand (TR) vorentwässert und anschliessend von einem HUBER Bandtrockner BT 30 auf ca. 90 % TR getrocknet wird. Smart Glasses Technologie: Mit Datenbrillen von Berching in die Welt Mit Hilfe der Smart Glasses-Technologie überträgt sich das Live-Blickfeld des HUBER Servicetechnikers von vor Ort über eine sogenannte Datenbrille (engl. Smart Glasses ) direkt ins Kommunikationszentrum des HUBER Global Service nach Berching. Handlungs- und Bildschirmanweisungen werden ad hoc auf ein in den Smart Glasses eingebautes Display projiziert, um interaktiv zu unterstützen und die Distanz zu den Kollegen vor Ort äusserst effektiv zu überbrücken. Unveränderte Qualität von HUBER Service und Produkten Nicht nur in Südamerika, sondern auch in Teilen Asiens und Europas konnte HUBER seine Kunden auch in diesen anspruchsvollen Zeiten bestmöglich remote unterstützen und so die unveränderte Qualität des HUBER Service und der Produkte sicherstellen. In Sri Lanka wurden 3 HUBER Schneckenpressen Q-PRESS® 800 „aus der Ferne“ in Betrieb genommen und die Kunden an den Schneckenpressen umfangreich geschult. Besonders herausfordernd war hierbei, dass anders als bei vorherigen Fällen des HUBER Remote Support Centers – bedingt auch durch regionale Reisebeschränkungen – kein lokaler HUBER Servicetechniker oder andere Mitarbeiter einer HUBER Tochtergesellschaft vor Ort waren: der Träger der Smart Glasses „am anderen Ende der Leitung“ war ein Mitarbeiter des Endkunden. Remote Support auch nach Corona ein zukunftsweisender Service für HUBER Kunden weltweit Der Einsatz von Augmented Reality Lösungen ist nicht nur interessant, wenn es um Alternativen eines Serviceeinsatzes vor Ort aufgrund aktueller Reise- und Zutrittsbeschränkungen geht. Auch im regulären Betrieb bieten sich viele Möglichkeiten, um Serviceeinsätze noch schneller und kosteneffizienter zu planen und auszuführen. Parallel zur kontinuierlichen Nutzung wird wertvolles Know-how gesichert und eine Wissensdatenbank auf- und ausgebaut, sodass archivierte Einsätze zur Lösung vergleichbarer Fälle herangezogen werden können. Durch digitale Lösungen in zwei Jahren 150 Tonnen CO 2 eingespart Als eines der weltweit führenden Unternehmen der Wasserbranche hat es sich HUBER zum Ziel gesetzt, Belastungen der Umwelt zu reduzieren. Durch jede Stunde, die HUBER Servicetechniker nicht in Flugzeugen oder Autos verbringen, leistet das Unternehmen einen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung: so konnte HUBER bereits in den vergangenen zwei Jahren durch die Nutzung dieser digitalen Technik den CO 2 -Fussabdruck mit einer Einsparung von ca. 150 Tonnen CO 2 reduzieren.[...]