[...]Berching, Deutschland Auf Klärwerken ist die Klärschlammentsorgung ein zentrales Thema. Unabhängig von der Art der Verwertung sind Gewicht und Volumen Hauptursache für eine hohe finanzielle Belastung. Der Stand der Technik bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten der Entwässerung. Allerdings bleibt hierbei das energiereiche Filtratwasser meist unbeachtet. Durch den Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin kann diese Energie nutzbar gemacht werden. Primäres Ziel der Klärschlammentwässerung auf Kläranlagen ist es den Festsstoffgehalt des Schlammes zu erhöhen. Nach derzeitigem Stand der Technik werden nach Entwässerungsanlagen Trockensubstanzgehalte von ca. 30 % erreicht. Im Verhältnis zur Eingangsfracht werden dem Schlamm in der Regel ca. 25 % Wasser entzogen. Dieses wird zusammen mit dem Abwasser wieder der Anlage zugeführt und den einzelnen Behandlungsschritten unterzogen. Was hierbei gänzlich unbeachtet bleibt ist die Tatsache, dass das abgeschiedene Wasser eine sehr hohe Temperatur besitzt. Aufgrund der biologischen Aktivitäten im Faulturm bei einer Temperatur von ca. 36°C besitzt das Filtrat eine grosse Wärmeenergie. Diese gilt es zu nutzen! Durch den Einsatz des Abwasserwärmetauschers HUBER RoWin kann die Wärmenergie dem Filtratwasser entzogen und genutzt werden. Mit Hilfe von Wärmepumpen kann die Nutztemperatur weiter angehoben werden. Dadurch bieten sich direkt auf der Kläranlage verschiedene Einsatzmöglichkeiten für diese umweltfreundliche Art der Energieerzeugung. Als erstes sei die Aufheizung des Faulturms genannt. Für die biologischen Prozesse im Schlammturm gilt es eine optimale Temperatur einzuhalten. Diese liegt in der Regel bei 36°C. Je nach Art der Faulturmheizung werden im Vorlauf zwischen 40 und 50°C benötigt. Die hohe Eintrittstemperatur in den HUBER RoWin führt hierbei zu idealen Leistungszahlen der Wärmepumpe. Durch diese Kreislaufführung der Energie lässt sich ein Grossteil der konventionellen Heizkosten einsparen. Ebenso kann die zurück gewonnene Energie für die Beheizung der Sozialbauten auf einer Kläranlage genutzt werden. Mittels modernen Heizsystemen können die Betriebskosten deutlich reduziert werden. So können durch den Einsatz einer Fussbodenheizung ca. 80% der Nutzenergie aus Filtratwasser gewonnen werden. Strebt man nach der Entwässerung des Klärschlammes durch Zentrifugen, Filterbandpressen o.ä. einen noch höheren Trockensubstanzgehalt an, bietet der Markt weitere Trocknungsverfahren. Hierzu kann die aus dem Filtratwasser gewonnene Energie unterstützend eingesetzt werden, womit dieses Verfahren eine umweltschonende Reduzierung der Entsorgungskosten darstellt. Bereits mit 18 m³/h Filtratwasser können mittels HUBER RoWin und Wärmepumpe ca. 270 kW Heizleistung mit einer Temperatur von 45°C gewonnen werden. Die hierbei erreichte Leistungszahl der Wärmepumpe von > 4,5 weist hierzu einen Energieaufwand von < 60 kW auf. Wird der benötigte Strom durch Klärgas gewonnen tritt der finanzielle Vorteil noch stärker hervor. Besonders in den Sommermonaten ist der Energieentzug nicht nur finanziell von Vorteil. Die Temperatur des Kläranlagenablaufes wird gesenkt und somit der Wärmeeintrag in den Vorfluter reduziert. Dies hemmt die Algenbildung und wirkt sich positiv auf die Gewässergüte aus. Auf einer Kläranlage befinden sich demnach nicht nur diverse Energieabnehmer, sondern auch eine hohe Energiequelle. Der Abwasserwärmetauscher RoWin entzieht dem Filtratwasser diese bisher ungenutzte Energie und stellt auf diese Weise das Bindeglied dieser ökonomisch und ökologisch überzeugenden Energieerzeugung dar.[...]
[...]Kompaktanlagen sind komplette Systeme zur mechanischen Abwasserbehandlung für kleine bis mittlere Abwassermengen von 10 – 300 l/s. Grundsätzlich besteht eine Kompaktanlage aus den beiden Hauptkomponenten Rechenanlage und Sandfang. Natürlich können optional die zwei Hauptbereiche auch noch mit Zusatzaggregaten wie Rechengutbehandlung, Belüftung oder Fettfang ausgestattet werden. Seit dem Jahr 2000 gehört nun zusätzlich eine Sandwaschanlage zum Stand der Technik bei der mechanischen Abwasserreinigung, so dass hier in aller Regel immer Rechen, Sandfang und Sandwäscher in einem Atemzug genannt werden. Bei konventionellen, aufgelösten Installationen ist eine optimale Aufstellung einfach realisierbar, denn Rechen, Sandfang und Sandwaschanlage werden einfach passend zu einem Gesamtsystem kombiniert. Bei Kompaktanlagen ist die Kombination aller drei Bereiche nicht so einfach möglich, denn hier sind Rechen, Sandfang und Sandwäsche direkt miteinander hydraulisch verbunden. Nun ist es uns gelungen, unser intelligentes und patentiertes Sandwaschverfahren in den Sandfang einer Kompaktanlage zu integrieren. Der Sandwäscher ist dabei an das Ende des Sandfangs geblockt und wird direkt von der horizontalen Sandräumschnecke des Sandfanges „gefüttert“. Im Sandwäscher erfolgt die Trennung des Sand-/Organik-Gemisches mit dem gewohnten Aufstromverfahren. Dabei setzen wir unsere äusserst effektive hydrostatische Druckmessung ein, die sich bei den „grossen“ Sandwaschanlagen tausendfach bewährt hat. Der grosse Vorteil liegt bei dieser Messung darin, dass auch während der Beschickung die Sandwaschanlage Sand wäscht und gleichzeitig austrägt. Der gereinigte Sand wird dabei aus dem Sandwäscher gefördert, statisch entwässert und in der Regel mit einem Glühverlust von < 3% in einen Container abgeworfen. Die ausgewaschene Organik wird gleichzeitig in den Ablauf der Kompaktanlage zudosiert, so dass eine Akkumulierung von organischen Partikeln vermieden wird. Mit dieser Innovation ist es uns gelungen, dass nun auch kleine Kläranlagen mit weniger als 100 l/s Zulauf „ihren“ Sand kostengünstig behandeln und somit entsorgen bzw. verwerten können.[...]
[...]Basel, Schweiz Abwasser als Wärmequelle für Wärmepumpensystem stellt eine hocheffiziente Energiequelle und -senke dar. Ihre Verwendung ist jedoch oft auf grosse Kanaldurchmesser und Durchflussmengen beschränkt. Im folgenden Artikel soll eine Alternative zur Abwasserwärmenutzung aus dem Kanal am Beispiel des Altersheimes Hofmatt in Münchenstein in der Schweiz vorgestellt werden: die Nutzung der Abwärme des vor Ort anfallenden Abwassers als regenerative und nachhaltige Energiequelle zur Brauchwassererzeugung und Heizung des Gebäudes. Einführung Durch immer besser werdende Gebäudehüllen reduziert sich der Wärmebedarf moderner Gebäude kontinuierlich. Die Raumluft wird, so gut es geht, am Entweichen aus dem Gebäude gehindert oder über Wärmetauscher ins Freie geleitet, damit möglichst wenig Energie verloren geht. Diese Energie steckt auch in unserem Abwasser, jedoch wird nicht verhindert, dass es ungenutzt in die Kanalisation entweicht. An diesem Punkt setzt die Abwasserwärmenutzung (AWN) an. Die im Abwasser enthaltene Energie soll weiter verwendet werden. Hierzu sind Wärmetauscher notwendig, die den schmutzigen Abwasserstrom von einem sauberen Kühlwasserstrom trennen. Diese Wärmetauscher gibt es zum Einbau in einem Abwasserkanal und als oberirdisch aufgestellte, externe Variante. Ihr Einsatz ist inzwischen erprobt und ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Die meisten bisher realisierten Projekte nutzen dabei den Abwasserstrom, der den Kanal bereits erreicht hat. Im Altersheim Hofmatt in Münchenstein in der Schweiz wurde in dieser Hinsicht ein neuer und sehr viel versprechender Weg beschritten: die Nutzung des hauseigenen Abwassers zu Heizzwecken und zur Brauchwassererwärmung. Die Nutzung des Abwassers am Entstehungsort birgt ein sehr hohes Potential. Pro Person fallen im Schnitt 130 l Abwasser pro Tag mit 23-25°C an. Bei einer Abkühlung von 15 K können somit pro Tag und Person ca. 2,26 kWh Energie zurückgewonnen werden. Bei einem zulässigen Jahresenergiebedarf von 55 kWh/m² laut KfW85 und angenommenen 170 Heiztagen können mit dieser Energie ca. 7 m² Wohnfläche volllastfähig versorgt werden. Es kann eines der grössten Energielecks moderner Gebäude auf kurzem Weg geschlossen werden Projekt Historie Das Altersheim Hofmatt am Rande der Gartenstadt Münchenstein nahe Basel in der Schweiz ist eine Stiftung der Familie Zaeslin im Gedenken an ihre beiden bei einem Eisenbahnunglück 1891 verstorbenen Söhne. In der damaligen „Erholungsstation Hofmatt“ fanden Rekonvaleszente des Spitals aus Basel Aufnahme. 1940 erfolgte die Neunutzung als Fürsorgeheim und in den 1960er Jahren schliesslich der Wandel zum Alters- und Pflegeheim aufgrund der veränderten Nachfragesituation. Deshalb erfolgte zwischen 1966 und 1968 der Bau des ersten Bettenhauses mit ca. 60 Betten und im Jahre 1977 kam der Erweiterungsbau West hinzu. Einer ersten Sanierung 1984 folgte eine zusätzliche Erweiterung 1995, sodass der Grundstein zur Pflege mit 124 Betten geschaffen wurde. Im Jahr 2010 erfolgte die Planung für eine komplette Renovierung und nochmalige Erweiterung des Pflegeheims. Auf der IFAT 2010 stellte die HUBER SE erstmalig einen Wärmetauscher vor, der speziell für den Einsatz mit Abwasser konzipiert war. Die Ingenieure der ETA Group wurden auf diesen aufmerksam und stellten ihre Idee der Abwasserwärmenutzung im kleinen Kreislauf der Firma HUBER SE vor. Schnell war klar, dass mit dem Abwasserwärmetauscher RoWin der optimale Wärmetauscher für die Idee der AWN für die Hofmatt gefunden wurde. Das Alters- und Pflegeheim Hofmatt wird seit 2012 saniert und in diesem Zuge um zwei Blöcke erweitert. Hierbei wurde auch das Energiekonzept des Hauses von Grund auf überarbeitet. Die Nutzung der Restwärme des Abwassers des Hauses und der zugehörigen Kantine spielte hierbei eine wichtige Rolle. Das gesamte Abwasser des Komplexes wird in einem Sammelschacht vor dem Gebäude gesammelt (vgl. Abbildung 1) und anschliessend über den Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin geleitet. Dabei wird dem 23 °C warmen Abwasser die Energie entzogen und einer Wärmepumpe zugeführt. Vergleich mit alternativen Lösungen Zu Beginn der Planung dieses Vorhabens wurde ein manuell zu reinigender Wärmetauscher zum Einbau in einen Abwasserschacht in Betracht gezogen. Das Abwasser wird dabei beim Einlaufen in den Wärmetauscher über eine Filtereinheit geleitet, um den Wärmetauscher vor Grobstoffen zu schützen. Aufgrund der Biofilmbildung und der nicht vorhandenen präventiven Abreinigung der Wärmetauscherflächen ist eine manuelle Reinigung dieses Systems notwendig und es fallen hohe Wartungskosten an. Zudem ist ein recht grosser Schacht notwendig, in den der Wärmetauscher verbaut wird. Aus diesen Gründen entschied sich die EBM als Contractor, Anlagenbesitzer und Betreiber für den Einsatz eines HUBER RoWin welcher durch seine vollautomatische mechanische Reinigung der Wärmetauschermodule wartungsfrei seinen Dienst verrichtet. Gleichzeitig garantiert einer Turbulenzerzeuger eine konstant hohe Wärmeübertragungsleistung auch bei Batch-Beschickung (chargenweise Beschickung). Es kommt eine vollautomatische Siebanlage im Abwasserschacht zum Einsatz, welche die Pumpe und den Wärmetauscher vor Grobstoffen schützt. Der Abwasserschacht konnte zudem deutlich kleiner ausgeführt und mit Gas- und Geruchsdichten Schachtdeckeln versehen werden (vgl. Abbildung 3). Dadurch war es möglich den Schacht in direkter Nähe des Gebäudes zu platzieren ohne die Bewohner durch Emissionen zu belästigen. Auf der Heizungsseite kommt eine Kolbenkompressor-Wärmepumpe mit Direktkondensation zum Einsatz welche das Brauchwarmwasser in den Kombispeichern auf bis zu 70°C erhitzen kann. Als 100% Backup und Spitzenlastabdeckung steht der Fernwärmeanschluss der EBM Münchenstein zur Verfügung, die auch als Contractor des Systems auftritt. Die Idee der speziellen Fernwärmstation mit vollständig integrierten Anlagenteilen erfolge über die Firma HLK Consutling GmbH in Dornach. Von ihr stammt das Konzept Konzept der Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung statt reiner Brauchwasserwärmung. Diese Lösung wurde bereits vor rund 15 Jahren diversen Anlagen in Basel realisiert, dort diente Abwärme aus den Kühlprozessen als Wärmequelle, hier wie beschrieben Abwasser. ETA Group hat die schlüsselfertige Lieferung der Anlage übernommen. Ebenfalls kommt die Steuerung der gesamten Anlage aus der Feder der ETA Group.Obwohl eine höhere Nutzung der Abwärme durch die Heizungsunterstützung möglich wurde, war die Anlage als Gesamtkonzept nicht teurer als die ursprünglich vorgesehene Lösung. Maschinentechnik Neben dem Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin in seiner kleinsten Baugrösse 4S wurde auch die ROTAMAT® Siebanlage RoK 1 von der HUBER SE geliefert. Der Wärmetauscher wurde im Keller des Gebäudes neben der Wärmepumpe installiert (vgl. Abbildung 4). Von Seiten der ETA Group wurde eine Wärmepumpe mit Kolbenkompressor und Direktkondensation geliefert welche das Brauchwarmwasser auf bis zu 70°C erhitzen kann. Die ETA Group verbaute dabei Speicher der Firma Jenni, die für den Betrieb mit Direktkondensation geeignet sind. Durch den entfall eines weiteren Wärmetauschers kann die Effizienz des Systems gesteigert werden und auch die erreichbare Temperatur steigt an. Im Inneren des Schichtspeichers wird das Brauchwarmwasser im oberen Teil mit 65°C vorgehalten, in der Mitte liegt 30-40 °C Wasser für die Gebäudeheizung und im unteren Teil des Speichers wird das Wasser mit 25°C zur weiteren Kühlung des verflüssigten Kältemittels vorgehalten.. Ein drehzahlgeregelter Kompressor erhöht den Wirkungsgrad bei Teillastbetrieb. Betriebserfahrung Die Anlage befindet sich seit 2012 im Betrieb und in den 2 Jahren Betriebserfahrung wird von Seiten der ETA Group und der EBM Münchenstein ein durchweg positives Fazit gezogen. Seit die ersten Anlaufschwierigkeiten gelöst sind produziert das System Brauchwarmwasser mit 65°C und versorgt grosse Teile der Heizung mit einer JAZ von 3,2. Eine Wartung des Wärmetauschers war bisher noch nicht erforderlich. Auch der Sammelschacht läuft bisher weitgehend wartungsfrei. Bei diesem Projekt konnten die beteiligten Parteien im kleinen Massstab Erfahrungen zum Betrieb einer solchen Anlage sammeln, um diese bei grösseren Projekten direkt in die Planung integrieren zu können.[...]
[...]Toronto, Kanada Noventa Energy Partners setzt auf HUBER ThermWin Das kanadische Unternehmen Noventa Energy Partners aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien nutzt innovative Technologien, um die negativen Umwelteinflüsse der bisherigen Energieversorgung für das Toronto Western Hospital (TWH) zu reduzieren. Während der Laufzeit dieses Projekts wird das TWH eine kumulative Reduzierung der Treibhausgasemissionen um ca. 169.000 Tonnen verzeichnen – das entspricht den jährlichen CO 2 -Emissionen von ca. 52.000 Autos. Bürgermeister von Toronto Tory: „Grossartige Initiative gegen den Klimawandel“ Die Bedeutung dieser technologischen Neuerung hob John Tory, Bürgermeister von Toronto, in seiner Rede anlässlich der Projektverkündigung hervor: „Dieses neue Abwasserprojekt ist eine grossartige Initiative, um den Klimawandel im täglichen Leben anzugehen.“ Er hoffe, durch den Erfolg dieses Projekts könnten ähnliche Technologien und Initiativen in der ganzen Stadt implementiert werden, um die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. HUBER ThermWin-System ermöglicht Betrieb von Pandemie-Frühwarnsystem Laut Dennis Fotinos, Gründer und CEO von Noventa Energy Partners, ermöglicht das Projekt dem Krankenhaus zusätzlich zu den erheblichen Energie- und Umweltvorteilen bedeutende Einsparungen bei den Betriebskosten. Daneben ermöglicht das HUBER ThermWin-System den Betrieb eines Pandemie-Frühwarnsystems. Eine dem Krankenhaus angeschlossene Universität kann so das Abwasser gezielt auf Krankheitserreger und andere schädliche Toxine untersuchen. Damit kann auf eine neue Pandemie frühzeitig und besser reagiert werden. Darüber hinaus betonte Fotinos die grossartige Unterstützung durch die kanadische Regierung. Künftige Rückgewinnungswärme deckt ca. 85% des Heiz- und Kühlbedarfs Das neue System wird das TWH mit sauberer Energie versorgen und dabei die aus dem Abwasser und dem Abwassersystem gewonnene Rückgewinnungswärme nutzen. Die Technologie deckt etwa 85% des Heiz- und Kühlbedarfs des Krankenhauses. HUBER wird für die erste Stufe dieses Projektes 16 HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin der Baugrösse 8 und drei HUBER Schachtsiebanlagen ROTAMAT® RoK4 700 XL mit 6 Millimeter Lochblech liefern. Für die nächsten Jahre ist eine Erweiterung der Energietransferstation geplant, die bei der Erstellung der Gebäude und Abwasserschächte bereits berücksichtigt wird. Noventa ist der exklusiver Vertriebspartner von HUBER für das HUBER ThemWin-System in ganz Nordamerika. Noventa in Kanada und die jeweiligen Teams bei HUBER in USA und bei HUBER in Deutschland arbeiten seit drei Jahren zusammen, um massgeschneiderte Lösungen rund um das innovative und nachhaltige Thema „Heizen und Kühlen mit Abwasser“ zu entwickeln.[...]
[...]Rom, Italien Sieben HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® zur verbesserten Wasseraufbereitung für 3,5 Millionen Einwohner Die drei grossen Kläranlagen der „Ewigen Stadt“ erhalten weltweit tausendfach bewährte Maschinen: HUBER hat über seine italienische Tochtergesellschaft insgesamt sieben HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® für die Kläranlagen Rom Nord, Süd und Ost geliefert. Die sehr guten Betriebserfahrungen mit bestehenden STRAINPRESS®-Anlagen auf der Kläranlage Ost waren ausschlaggebend dafür, dass sich das italienische Versorgungsunternehmen Acea dazu entschied, erneut mit HUBER zusammenzuarbeiten und die bewährte Technik der Schlammsiebung auch auf den Kläranlagen Nord und Süd einzusetzen. Einsatz auf allen drei grossen Kläranlagen Roms: Versorgungsunternehmen Acea kontaktierte HUBER Die Stadt Rom hat insgesamt drei grosse Kläranlagen, die alle von dem Versorgungsunternehmen Acea S.p.A. ( Acienda Comunale Energia e Ambiente ) betrieben werden. Aufgrund erheblicher Betriebsprobleme und enorm gestiegener Wartungskosten in den letzten Jahren, verursacht durch Ablagerungen und die Ansammlung grosser Mengen an Rechengut und Feststoffen in den Faulbehältern, hat sich Acea an HUBER gewandt, um ein Schlammsiebsystem auf den Kläranlagen Süd und Nord zu installieren und die Kapazitäten der bestehenden HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® 290 auf der Kläranlage Ost zu erhöhen. Die Schlammlinie in diesen Anlagen besteht aus einer Voreindickung, gefolgt von einer anaeroben Faulung und einer Nacheindickung, bevor der Schlamm über Dekanterzentrifugen entwässert wird. Insgesamt sieben neue HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® Anfang 2020 unterzeichnete HUBER Italien den Vertrag über die Lieferung von vier HUBER Fremdstoffabscheidern STRAINPRESS® 430 und drei STRAINPRESS® 290. Die Maschinen verteilen sich folgendermassen: Kläranlage Rom-Süd (Kapazität: 1,5 Mio. Einwohner): zwei HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® 430 und eine STRAINPRESS® 290 Kläranlage Rom-Nord (1 Mio. EWG): zwei HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® 430 Kläranlage Rom-Ost (1 Mio. EWG): zwei HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® 290 (zusätzlich zu den vier bereits in den Vorjahren installierten Maschinen gleicher Baugrösse) HUBER schlägt die passende Lösung vor Die von HUBER vorgeschlagene Lösung war der Einsatz der neuen STRAINPRESS® der Baugrösse 430 speziell für die Absiebung der Primärschlämme mit einer typischerweise höheren Konzentration an Trockensubstanz (TS). Speziell für die Kläranlagen in Rom ermöglicht die STRAINPRESS® 430 die Behandlung von bis zu 100 m³ Primärschlamm pro Stunde mit bis zu 5 % TS und reduziert damit die Anzahl der benötigten Einheiten um etwa die Hälfte im Vergleich zum Einsatz der kleineren STRAINPRESS® 290. Die STRAINPRESS® 290 wurde jedoch auch benötigt, um den biologischen Schlamm mit einer TS-Konzentration von bis zu 2,5 % und einem hydraulischen Durchfluss von bis zu 60 m³/h zu sieben. Mehr als 1000 erfolgreiche Installationen: HUBER STRAINPRESS® ist die effizienteste Lösung Die gewählte Baugrösse des HUBER Fremdstoffabscheiders STRAINPRESS® 430 stellt eine sehr günstige Lösung im Hinblick auf das Verhältnis von Leistung und verfügbarem Platzbedarf dar, insbesondere für Anlagen mit grossen Mengen an zu behandelndem Primär- und Bioschlamm. Die Maschinen wurden im September 2020 ausgeliefert. Die sehr guten Testergebnisse, die mit den Maschinen erzielt werden, stellen den Kunden Acea sehr zufrieden. Die oben genannten Maschinen gehören zu den mehr als 1000 erfolgreichen Installationen des HUBER Fremdstoffabscheiders STRAINPRESS® weltweit. Der HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® – Aufbau und Funktionsweise Der HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® ist ein horizontaler, zylindrischer Grobstoffabscheider, der aus Einlauf-, Sieb- und Presszone und einem Austragsteil besteht. Eine Pumpe presst die ungesiebte Flüssigkeit durch die Siebzone und fördert die gesiebte Flüssigkeit zu den weiteren Prozessschritten. Das auf dem zylindrischen Sieb zurückgehaltene Grobgut wird von einer koaxialen Schnecke abgestreift und durch die Presszone gedrückt, wo das Material weitgehend verdichtet und entwässert wird. Die Schnecke arbeitet nur, wenn die Drucksensoren einen Differenzdruck feststellen, der durch die Belegung der Siebfläche entsteht. Das verdichtete Material wird durch einen Spalt um einen hydraulisch betätigten Druckkonus gepresst, der einen Teil des Rohrendes verschliesst und einen Gegendruck aufbaut. Der Gegendruck des Kegels wird automatisch umgekehrt proportional zur Last des Schneckenmotors geregelt. Das System benötigt kein Waschwasser, da eine Rückspülung des Siebes nicht erforderlich ist. Die Perforation und das Design der Schneckenwelle werden individuell angepasst, um den spezifischen Anforderungen optimal gerecht zu werden. Acea ist für die Wasserversorung in Rom verantwortlich Wie in anderen Grossstädten ist die Frage der effizienten Verwaltung der Infrastruktur und der Investitionen in technologische Innovationen auch im Falle Roms von entscheidender Bedeutung, um eine immer höhere Qualität zu erreichen. Der gesamte Wasserkreislauf vom Quellwasser bis zur Abwasseraufbereitung wird in der Region Latium, deren bedeutendste Stadt Rom ist, von Acea verwaltet. Acea ist eines der führenden Versorgungsunternehmen Italiens, das in den Bereichen Wasser, Energieerzeugung und -verteilung sowie Abfallwirtschaft tätig ist.[...]
[...]„Nur eines steht fest: Das Zeitalter der günstigen Energie ist vorbei!“ Nobuo Tanaka, Chef der Internationalen Energieagentur Dieses Zitat beschreibt in wenigen Worten, warum es immer wichtiger wird, bereits eingesetzte Energie wieder zurückzugewinnen. Wie dies auch in der Praxis erfolgreich gelingen kann, zeigen nachfolgende Anwendungen der Abwasser- und Prozesswasserwärmenutzung. Energierückgewinnung aus Brüdenwasser In Kläranlagen fällt Brüdenwasser von 30 – 60 °C bei der Schlammentwässerung und im Waschwasser der Abluftreinigung der Klärschlammtrocknung an. Dank des HUBER Abwasserwärmetauschers RoWin ist es uns bereits bei zwei Projekten (ARA Bern/Schweiz und Firma Lindenschmidt KG/Kreuztal, Deutschland) gelungen, aus diesem Abwasser mit ca. 1 % TS-Gehalt durch Abkühlung erhebliche Energie zurückzugewinnen. In der nebenstehenden Abbildung ist eine beispielhafte Auslegung einer solchen Anwendung für eine Kläranlagengrösse 100.000 EW dargestellt. Es zeigt sich, dass über 580 kW Wärme aus dem Brüden entzogen und einer Wärmepumpe zugeführt werden können. Diese erzeugt daraus ca. 750 kW Wärme, die anschliessend für Faulschlammerwärmung und/oder Beheizung einer Gebäudefläche bis 25.000 m² (= 3,5 Fussballfelder) oder für externe Fernwärmeversorgung zur Verfügung steht. Die Investition rechnet sich nach kurzer Zeit und rechtfertigt sich zusätzlich durch eine signifikante Verbesserung der CO 2 -Bilanz. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass während der Abkühlung des Abwassers Ausfällungen stattfinden, und so das bisherige lästige Zuwachsen von Leitungen verhindert wird. Die anfallenden Feststoffe können separat aus dem Wärmetauscher abgezogen und entsorgt werden. Einsatz des Wärmetauschers zur direkten Vorwärmung von Prozesswasser in einem Krankenhaus Hierbei wird ein Abwasserstrom hoher Temperatur durch den Wärmetauscher geleitet, welcher auf der anderen Seite von frischem Trinkwasser durchströmt wird. In diesem Anwendungsfall ist der Einsatz einer Wärmepumpe nicht notwendig, da die Wärme bereits auf einem hohen Niveau vorliegt. Im Klinikum rechts der Isar München wird auf diese Weise die Wärme aus den Operationsbesteckspülmaschinen direkt zurückgewonnen und den Spülmaschinen auf der Frischwasserseite wieder zugeführt. Wärmerückgewinnung in solch einem kleinen Kreislauf hat zwei Vorteile: Zum einen sind die Systeme meist relativ einfach und deshalb günstig zu realisieren, zum anderen ist wenig zeitlicher Versatz zwischen dem Anfall von warmem Abwasser und dem Bedarf nach Frischwasser. Die einzigartige Pufferfunktion in Kombination mit der patentierten Reinigung des HUBER RoWin-Wärmetauschers verhilft dieser Anwendung zu ihrer Effizienz. Win-win durch RoWin Die Lindenschmidt KG aus Kreuztal ist ein Entsorger für ölhaltige Problemstoffe. Beim biologischen Abbau dieser Stoffe kommt es zu einer starken Erwärmung des Abwassers im Belebungsbecken, sodass hier eine Abkühlung gewünscht war. Durch den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin kann dem Wasser der Biologie Energie entzogen und direkt in den Altöl-Lagertank weitergegeben werden. So werden zwei Probleme auf einmal gelöst: Zum einen wird die Temperatur der Biologie optimiert, zum anderen werden fossile Energieträger zur Beheizung des Altöl-Lagertanks eingespart. Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Industrien Die Grundidee dieser wirtschaftlichen Anwendungen zur Wärmerückgewinnung aus verschmutzten Medien kann zum Beispiel auch auf die Lebensmittelindustrie (Vorwärmung des Speisewassers zur Dampferzeugung), Papierfabriken sowie Entsorger und sonstige produzierende Industrien mit warmem bis heissem Abwasser übertragen werden.[...]
[...]München, Deutschland In der ZSVA werden Medizinprodukte wie z. B. Operationsbestecke gereinigt, desinfiziert und steril verpackt. Sicherheit für den Patienten und für die Mitarbeiter des Klinikums steht an absolut erster Stelle. Konzeptioniert ist die ZSVA für die Reinigung und Sterilisation von 90 000 Sterilgut-Einheiten pro Jahr. Der Planer berücksichtigte in seinem Konzept für die Wärmetauscheranlage eine jährliche Betriebszeit von 4000 Stunden, einen Abwasserdurchsatz von 2,8 m³/h sowie eine Temperaturdifferenz von 16 K. Der Wirkungsgrad wurde mit 96 % angenommen. Die benötigte Aufstellfläche für den Wärmetauscher beträgt zwar nur 6,5 m², die besondere Herausforderung lag aber bei der komplizierten Einbringung in ein Bestandsgebäude. Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin wurde in drei Teile „zerlegt“, mit Flanschen versehen und erst am Aufstellort wieder zusammengefügt. Seit November 2014 wird mit dem HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin das energetische Potenzial des Ablaufs aus den Spülmaschinen der ZSVA zur Vorwärmung des vollentsalzten Wassers für die Reinigungs- und Desinfektionsgeräte genutzt. Das Temperaturniveau des VE-Wasser- Kreises kann nun um 20 K angehoben werden. Die Temperaturanhebung ist durch die Aufschaltung der Messwertgeber auf die Gebäudeleittechnik jederzeit nachvollziehbar. Auch die Volumenströme können so kontrolliert und dokumentiert werden. Das innovative Reinigungssystem des Abwasserwärmetauschers RoWin sorgt dafür, dass die Wärmeübertragungsflächen frei von Verschmutzungen bleiben. Ohne dieses automatische Reinigungssystem würden sich aufgrund der organischen Bestandteile des Abwassers (wie z.B. Blut, Wundsekret, Fett,…) in kürzester Zeit Biofilme auf den Wärmeübertragungsflächen bilden, die den Wärmeübergang erschweren und damit den Wirkungsgrad verringern würden. Mit dem HUBER Abwasserwärmetaucher RoWin kann aber eine konstante Wärmeübertragung auch über Jahre hinweg gewährleistet werden. Die Anlage im Klinikum läuft seit dem 4. Quartal 2014 ohne Unterbrechung und sorgt für eine zuverlässige Nutzung des energetischen Potenzials aus dem Ablauf der Spülgeräte der ZSVA. Richtungsweisend für die Realisierung eines Abwasser-Wärmenutzungsprojektes ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung, welche Aufschluss über das finanzielle Potenzial im Vergleich zu konventionellen Heizanlagen liefert. Im Jahr 2014 war die ZSVA zu 65 % ausgelastet, was eine Amortisation der Anlage nach ca. 8,5 Jahren bedeutet. Die Leistungsfähigkeit der neuen ZSVA wurde jedoch nach dem tatsächlichen Bedarf für die kommende Jahre bemessen. Die Auslastung der ZSVA wird jährlich steigen und dies wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus. Diese langfristig sichere und erneuerbare Energiequelle „Wärme aus Abwasser“ ist ständig und in grosser Menge verfügbar. In Verbindung mit der heutigen Wärmepumpentechnik und geeigneten Abnehmern, möglichst in der Nähe des Abwasserkanals oder am Entstehungsort (Industrie), stellt die Technologie zur Wärmerückgewinnung aus Abwasser einen weiteren Baustein im Gesamtbauwerk zur Erreichung der EU-Klimaschutzziele dar. Mit einer effizienten und wirtschaftlichen Nutzung dieser regenerativen Energiequelle, die 24 Stunden pro Tag und ganzjährig zur Verfügung steht, kann in den nächsten Jahren wirtschaftlich, ohne Einbussen an Komfort und Stand der Technik der Primärenergieverbrauch und damit der CO 2 -Ausstoss signifikant gesenkt werden..[...]
[...]Weltweit gilt die Holz- und Papierindustrie als eine der grössten und umsatzstärksten Industriemärkte. Doch oft ergeben sich neben den teils riesigen Produktions- und Lagerstätten nicht minder bedeutende Probleme für die nahe liegende Umwelt. Vor allem der hohe Wasserbedarf und gestiegene Umweltanforderungen verlangen einen immer grösseren Aufwand bei der Abwasseraufbereitung und -reinigung, was sich wiederum im Anfall grosser Schlammmengen widerspiegelt. Um die entstehenden Schlammmengen möglichst einfach und kostengünstig zu entsorgen, ist unter anderem die bestmögliche Entwässerung von grossem Interesse. Dabei steht neben dem eigentlichen Entwässerungsergebnis auch die Wirtschaftlichkeit der Anwendung an oberster Stelle. Hier zeigt sich, dass die ROTAMAT® Schneckenpresse S-PRESS bei der Entwässerung von Sekundärschlämmen (biologischer Überschussschlamm) und insbesondere von Primärschlämmen (Faserschlamm) international mit an vorderster Stelle steht. Ein gut durchdachtes Design, einfache Bedienung und hohe Zuverlässigkeit werden mittlerweile durch Anwendungen auf der ganzen Welt bestätigt. KCPM - Kiewskiy Cardboard and Paper Mill Standort: Ukraine (installiert 2002) Maschinen: 3 x 2 S-PRESS Maschinen parallel Anwendung: Entwässerung von Primärschlamm Durchsatz: 50 - 60 m³/h Gesamtdurchsatz TS im Zulauf: 1,8 - 3,6 % TS im Austrag: 32,8 - 49,5 % Über eine Partnerfirma direkt vor Ort konnten im Jahr 2002 in der Ukraine 6 HUBER Schneckenpressen S-PRESS für die Schlammentwässerung in einer der grössten Papierfabriken des Landes erfolgreich etabliert werden. Grundlage bildeten aussagekräftige Vorversuche mit einer mobilen Containeranlage. Entscheidend für die KIEVSKIY CARDBOARD AND PAPER MILL waren dann neben den hervorragenden Betriebsergebnissen auch die Verfahrenssicherheit und Wirtschaftlichkeit der gesamten Entwässerungsanlage. So ergibt sich durch die besondere Art der Installation (3 x 2 parallele Aggregate) selbst bei Wartung oder unplanmässigem Ausfall einer Maschine die Garantie zur kontinuierlichen Behandlung des anfallenden Schlammes ohne qualitative und quantitative Einbussen. Zusätzlich wird durch Zu- und Abschalten einzelner Schneckenpressen verhältnismässig schnell auf Schwankungen im Zulauf zur Anlage reagiert, ohne vor allem in Phasen geringerer Durchsatzmengen unnötig Energie und Betriebsmittel zu verschwenden. International Paper – VCP Três Lagoas Standort: Brasilien (noch nicht installiert) Maschinen: 4 x 2 S-PRESS Maschinen parallel Anwendung: Entwässerung von Primärschlamm Durchsatz: 100 - 103 m³/h Gesamtdurchsatz TS im Zulauf: 2,5 - 2,7 % TS im Austrag: Ziel > 40 % Die schon über mehrere Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem weltweit grössten Papierunternehmen INTERNATIONAL PAPER hat Ende 2007 zum bisher grössten Einzelauftrag für die Papierschlammentwässerung geführt. Bereits im Jahr 2005 wurden schon einmal 4 HUBER Schneckenpressen zur Schlammbehandlung in einem der vielen Produktionsstandorte in Brasilien installiert. Überzeugt durch deren Leistung mit hervorragenden technischen und wirtschaftlichen Betriebsergebnissen sowie eine sehr guten Preis-Leistungsverhältnis wurden nun noch einmal 8 S-PRESS Schneckenpressen zur Primärschlammentwässerung bei VCP TRÊS LAGOAS bestellt. Zum momentanen Zeitpunkt befinden sich die Maschinen noch auf dem Transport nach Brasilien. Die Installation mit abschliessender Inbetriebnahme ist für Frühjahr/Sommer 2008 vorgesehen, wobei die geforderten Zielwerte zum Entwässerungsgrad und Polymerverbrauch aufgrund der langjährigen Erfahrungen der Firma HUBER mit derartigen Anwendungen kein Problem darstellen sollten. M-REAL Papier Biberist Standort: Schweiz (installiert 2007) Maschinen: 1x S-PRESS Vorführanlage Anwendung: Entwässerung von Primär- und Sekundärschlamm als Gemisch Durchsatz: 7 - 10 m³/h Gesamtdurchsatz TS im Zulauf: 4,7 - 7,9 % TS im Austrag: 28,0 - 45,0 % Die seit mehr als 140 Jahren in Biberist (Schweiz) ansässige Papierfabrik, welche seit 2001 zum M-REAL Konzern gehört, nutzt derzeit noch eine Siebbandpresse zur Schlammentwässerung. Im Zuge der gestiegenen Anforderungen an die betriebseigene biologische Abwasserreinigung ergeben sich ansteigende Mengen biologischen Überschussschlamms und damit Veränderungen im Mischungsverhältnis von Primär- zu Sekundärschlamm. Das führte zu vermehrten Problemen an der Funktionsfähigkeit der Siebbandpresse und zur Suche nach Entwässerungsalternativen. Bei einem einwöchigen Versuch mit einer mobilen HUBER Schneckenpresse S-PRESS im Container konnten darum die Vorzüge dieser Entwässerungstechnik erneut unter Beweis gestellt werden. So hat der Versuch gezeigt, dass es möglich ist, sogar noch Schlämme zu behandeln, die aufgrund ihres Mischungsverhältnisses von 90 % Sekundär- zu 10 % Primärschlamm von der vorhandenen Siebbandpresse überhaupt nicht mehr gehandhabt werden können. Im direkten Vergleich beider Maschinen mit einer eher durchschnittlichen Mischung aus 55 % Primärschlamm (14,3 % TS) und 45 % Sekundärschlamm (2,3 % TS) setzte sich die HUBER Schneckenpresse ebenfalls sehr deutlich von der Siebbandpresse ab. Trotz nahezu feststofffreiem Filtratablauf lag das Entwässerungsergebnis (bis zu 45 % TS) knapp 10 % über dem der vorhandenen Anlage. Die Firma M-REAL war von diesen Werten derart angetan, dass mit einer Erneuerung der Schlammentwässerungsanlage bereits im Laufe des Jahres 2008 zu rechnen ist.[...]
[...]Hämeenlinna, Finnland Verschleissbedingte Wartungskosten beeinträchtigen häufig die Wirtschaftlichkeit von Zentrifugen. Hier bieten Schneckenpressen deutliche Kosten- und Verfügbarkeitsvorteile. Betreiber von Schneckenpressen können aber auch an anderer Stelle profitieren. Dekanterzentrifugen gehören zu den am häufigsten genutzten Aggregaten zur Klärschlammentwässerung. Die bekannten Vorteile, wie etwa hohe Entwässerungsgrade auch bei grossen Durchsatzmengen, basieren auf dem Effekt der Trennung von schweren Feststoffpartikeln und leichterer Wasserphase im Zentrifugalfeld, wo die ca. 3.000-fache Erdbeschleunigung herrscht. Zur Erzeugung eines so starken Zentrifugalfeldes werden Trommeldrehzahlen von 2.000 bis 4.000 U/min benötigt. Eine Folge dieser hohen Belastung ist die Abrasion und damit der Verschleiss im Inneren der Zentrifuge. Da durch die Abnutzung der Schnellläufer die Sicherheit des Betriebspersonals gefährdet werden kann, sollten Zentrifugen steuerungstechnisch mit Einrichtungen zur Überwachung von Schwingungen und Lagertemperatur ausgestattet sein. Auch die Begrenzung der Trommeldrehzahl sollte geregelt sein. Hierdurch kann der Verschleiss der Anlage zwar nicht vermieden, aber zuverlässig detektiert werden. Hohe Betriebskosten entstehen nicht zuletzt auch durch das regelmässige Zerlegen von Zentrifugen durch Spezialisten. Diese Art der Verschleissüberprüfung ist in vielen Märkten sogar durch Vorschriften geregelt. Die Wartung einer verschlissenen Zentrifuge beinhaltet üblicherweise die Aufarbeitung der Trommel, die Erneuerung des Verschleissschutzes auf dem Rotor und eine Lagerüberprüfung. Zudem werden die Dichtflächen erneuert, bevor die Bauteile schliesslich auf einem Prüfstand gewuchtet werden. Im Rahmen einer solchen Massnahme können durchaus Kosten im 5-stelligen Bereich entstehen. Da diese zeit- und materialintensiven Arbeiten selten beim Betreiber selbst durchgeführt werden können, sind sie in der Regel mit einem längeren Stillstand der Zentrifuge und gegebenenfalls mit Zusatzkosten für einen Überbrückungsbetrieb durch Lohnunternehmer verbunden. Steigende Wartungskosten lassen den Wusch nach einer sparsamen Alternative aufkommen Das beschriebene Szenario spielte sich auch im finnischen Hämeenlinna ab. Die nur 6 Jahre zuvor installierte Zentrifuge sollte wegen steigender Wartungskosten und häufiger verschleissbedingter Ausfälle ersetzt werden. Dass die HUBER Schneckenpressen deutlich geringere Wartungskosten verursachen als Dekanter, ist in Skandinavien seit Jahren bekannt. Grund für die geringe Abrasion ist die niedrige Drehzahl der Schneckenpresse von <1 U/min. Die Untersuchung des Schlammes im Labor der HUBER SE ergab zufriedenstellende Garantiewerte, z. B. Kuchen-TR-Gehalte > 28 % bei einem Durchsatz von 200 kgTR/h und einem Polymerverbrauch von max. 9 g/kgTR. Auch die zahlreichen HUBER-Referenzanlagen in Finnland bestärkten den Betreiber in seiner Wahl einer HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® der neuen Baugrösse 620. Bereits während der ersten provisorischen Inbetriebnahme wurden sämtliche Garantiewerte eingehalten: Bei einer Polymerdosiermenge von 8 g/kgTR und einem Feststoffdurchsatz von 280 kgTR/h wurden Kuchen-TR-Gehalte von 33 % gemessen. Diese Werte übertrafen sogar die Leistungsdaten der örtlichen, erst 6 Jahre alten Zentrifuge bei optimaler Einstellung und geringer Beladung. Während die Zentrifuge jedoch zum Erreichen dieser Leistungsdaten ganze 12 kW Antriebsleistung verbraucht und eine Schallpegel von > 86 dB(A) verursacht, benötigt die Schneckenpresse lediglich 1 kW bei einem Geräuschpegel < 68 dB(A). Die Tatsache, dass die Schneckenpresse zudem deutlich höhere Entwässerungsgrade erreichen kann, wurde anschliessend in einem Leistungstest bewiesen: Entwässerungsgrad und Durchsatz sollten maximiert, der Polymerverbrauch minimiert werden. Tatsächlich erreichte die Q-PRESS® 620 mit einer Feststofffracht von 350 kgTR/h und einer Polymerdosiermenge von 6,5 g/kgTR unglaubliche 38,5 % Kuchen-TR und unterbot damit deutlich die Referenzdaten der Zentrifuge. Deutliche Kosteneinsparungen durch Einsatz einer Schneckenpresse Inwieweit sich in Hämeenlinna auch die Senkung der Wartungskosten einstellt, die für den Kauf ausschlaggebend war, bleibt abzuwarten. Die üblichen Erfahrungen mit den seit Jahren bewährten Baugrössen der HUBER Schneckenpresse Q-PRESS® lassen in diesem Punkt auf Kosteneinsparungen von 70 – 80 % im Vergleich zu Zentrifugen hoffen.[...]
[...]Innsbruck, Österreich Die Kläranlage Innsbruck befindet sich auf dem rechten Innufer in der Rossau auf der Höhe des Olympischen Dorfes. An die regionale Kläranlage sind derzeit 15 Gemeinden angeschlossen mit einer Ausbaustufe von 400 000 EW. Auf der ARA Innsbruck wurde Anfang 2007 im Zuge der Optimierung des Kläranlagenbetriebes nach einer effizienten und innovativen Lösung für die vier veralteten Spaltsiebtrommeleindickungen gesucht. Durch die Betriebsleitung, sowie dem beauftragten Ingenieurbüro wurde im Vorfeld eine umfangreiche Prüfung der im Markt befindlichen Verfahren durchgeführt. Letztlich ausschlaggebend für die Kaufentscheidung war, dass die besichtigten Referenzen von HUBER als ein robustes, zuverlässiges und unempfindliches System, komplett ausgeführt in Edelstahl, überzeugt hat. Beim System HUBER Drainbelt DB 2 handelt es sich um eine Bandeindickungsanlage, die den geflockten Schlamm gleichmässig und turbulenzfrei über einen Aufstromreaktor auf den Bandeindicker aufgibt. Die Schlammflocken setzen sich schonend auf dem umlaufenden Siebgewebe ab. Das durch die Flocken freigegebene Filtrat wird nach unten durch das Siebband in die Filtratsammelwanne geleitet. Zur effizienten Eindickleistung sind auf dem Band vollflexible Dreiecksschikanen angebracht, die eine Umschichtung des Schlammkuchens bewirken und somit eine verbesserte Feststoff-/ Flüssigkeitstrennung ermöglichen. Das HUBER Drainbelt besteht im Wesentlichen aus einem Edelstahlgehäuse mit zwei integrierten Walzen. Hierbei dient eine Walze als Antriebswalze, die mit einem frequenzgesteuerten Getriebemotor angetrieben wird. Die zweite Walze dient als Spannwalze. Das Siebband wird über ein spezielles Verfahren zwangsgeführt, so dass der permanente Bandgleichlauf sichergestellt ist. Der eingedickte Schlamm wird über eine Staurampe in den Dickschlammtrichter ausgetragen. Das abgetrennte Filtrat kann als Spülwasser aus der Filtratsammelwanne durch die Spülwasserpumpe angesaugt werden, um das kontinuierliche Abreinigen des Siebbandes zu gewährleisten. Bei dem einzudickenden Medium handelt es sich um 100 % Überschussschlamm aus der Biologie. Bereits im Zuge der Inbetriebnahme wurden alle garantierten Verfahrenswerte laut Ausschreibung erreicht und übertroffen! Die wesentlichen Hauptvorteile des installierten Systems Bandeindicker/Drainbelt sind die niedrigen Betriebskosten, mit denen eine sehr hohe Effizienz bei der Schlammeindickung erreicht wird. Beim Projekt Innsbruck wurden die vier veralteten Spaltsiebtrommeleindickungsanlagen durch zwei Bandeindickungsanlagen HUBER Drainbelt DB 2 ersetzt. Bei der Standortfrage konnte man auf die vorhandene Stellfläche zurückgreifen und dabei sogar 50 % an Platz einsparen. Der gravierendste Vorteil des neu installierten HUBER Drainbelt liegt hier in dem auf ein Minimum reduzierten Polymerverbrauch und einer enormen Durchsatzleistung von 100 m³/h pro Maschine. Konkret konnte speziell beim Projekt Innsbruck durch das Wechseln auf die neu installierte HUBER Bandeindickungsanlagen die anfallenden Polymerkosten um zwei Drittel reduziert werden. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns bei der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG, Kläranlage Innsbruck sowie beim Planungsbüro ILF Beratende Ingenieure und bei allen an der Baumassnahme Beteiligten für eine reibungslose Umsetzung und wünschen weiterhin einen störungsfreien Betrieb mit den HUBER Drainbelt Schlammeindickungsanlagen. Schlammart ÜSS ÜSS ÜSS ÜSS Schlammindex 143 143 143 143 Zulauf TS in % 1,1 0,8 0,6 0,9 Durchsatzleistung m3/h 100 100 100 100 Austrag - TS in % 6,3 6,5 7,3 6,4 Polymerverbrauch g/kg TS 2,2 2,6 2,3 2,5 Abscheidegrad in % > 99 > 99 > 99 > 99[...]