[...]Rehau, Deutschland HUBER Langsandfang ROTAMAT® Ro6 Bio und HUBER Sandwaschanlage RoSF G4E erhöhen Betriebssicherheit und reduzieren Betriebskosten Beim Betrieb der RSB Bioverwertung Hochfranken GmbH zeigte sich bereits nach kurzer Betriebszeit, dass die Abscheidung der Schwerstoffe aus dem aufbereitetem Substrat (zerkleinerte Bioabfälle mit Wasser angemaischt) nur sehr unzureichend ist und die Bioabfälle noch sehr hohe Fremdstoffgehalte aufweisen. Dabei handelt es sich um Kies und Sand, Steine, Glasreste bis hin zu Metallabfällen. Diese Fremdstoffe sammeln sich im anschliessenden Fermenter auf dem Boden an und mussten regelmässig unter hohen Kostenaufwand bergmännische entfernt werden um die Leistungsfähigkeit der Gesamtanlage zu gewährleisten. Aus diesem Grund hat die Betriebsgesellschaft die HUBER SE kontaktiert. Nach genauerer Untersuchung und Konzepterstellung wurde zwischen der Substrataufbereitung (Pulper-Anlagen) und Eintrag in den Fermenter eine HUBER Langsandfang ROTAMAT® Ro6 Bio nachgerüstet und zusätzlich um eine HUBER Sandwaschanlage RoSF4 G4E ergänzt. Dadurch wird die Sedimentationsproblematik aus dem Fermenter in den Langsandfang verlagert und die Schwer- und Störstoffe gezielt entfernt. Der nachgeschaltete HUBER Sandwaschanlage führt anhaftende Organik wieder in die Biosuspension zurück, so dass die Schwerstoffe zur Entsorgung möglichst wenig Restorganik aufweisen. Wichtig ist auch, die Aufenthaltszeit so zu wählen, dass zwar Schwerstoffe gezielt absinken können, aber möglichst wenig Biosubstrat „verloren geht“ und die Anlage nicht verschlammt. Hierzu ist auch eine Belüftung des Sandfangs installiert. Seit Inbetriebnahme der Anlagentechnik Mitte 2018 funktioniert die Schwerstoffabscheidung sehr gut und zuverlässig und trägt zu einer nachhaltigen Optimierung des Betriebsablaufs und der Anlagenstabilität bei.[...]
[...]Gärreste können eine wichtige Rolle bei der Bodenanreicherung spielen, müssen aber erst aufbereitet werden, bevor sie als alternativer Mineraldünger verwendet werden können. Das Problem In Abfallvergärungsanlagen landet ein Mix verschiedener Nahrungsmittelabfälle unterschiedlichster Herkunft, manche in Handelsverpackungen, manche mit einem nicht geringen Anteil an Plastik. Um den Abfall verwerten zu können, werden in einer speziellen Anlage die nutzbaren Essensreste vom Verpackungsmaterial getrennt. Als Nebeneffekt werden dabei aber einige der Plastikteile in zu kleine Stücke zerbrochen, die dann nicht mehr entfernt werden. Diese Trennanlagen leisten gute Arbeit, wenn es darum geht, grössere, sperrigere Teile zurückzuhalten, können aber Plastik nicht zu 100% entfernen. Da Plastik nicht abgebaut werden kann, passiert es die Anlage und fliesst mit den Gärresten ab. Das öffentliche Bewusstsein für die Plastikproblematik ist auch in England gerade derzeit besonders hoch; die Folgen für die Umwelt werden ausführlich publiziert. Abgesehen von der unerwünschten schlechten Presse können durch Plastik in den Gärresten möglicherweise auch die Anforderungen des Industrie-Standards PAS-100 nicht erfüllt werden, was die Weiterverwertung des Gärguts einschränkt und seinen Wert mindert. PAS 110 ist eine “Publicly Available Specification” der British Composting Association, also eine öffentlich verfügbare Spezifikation (öffentliche Anforderung, jedoch noch keine Norm). Diese stellt sicher, dass Anlagen “Gärgut produzieren, das die Marktbedürfnisse erfüllt und die Umwelt schützt.” Für “Gesamtglas, Metall, Plastik und ‘andere’ (Nicht-Stein-)Fragmente > 2 mm” beträgt die Obergrenze 0,5 % m/m Trockensubstanz. Unsere Lösung – HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® Soll Gärgut als Dünger verwendet werden, muss der Plastikanteil reduziert werden. Wir bei HUBER haben zur Entnahme von Plastik auf mehreren Anlagen eine STRAINPRESS ® erfolgreich eingesetzt. Die STRAINPRESS ® entfernt Plastik und andere grössere Materialien, sodass die PAS-110-Anforderungen erfüllt werden. Die Maschine arbeitet automatisch und benötigt nur sehr wenig Wartung – optimal für Abfallvergärungsanlagen. Die Vorteile des HUBER Fremdstoffabscheiders STRAINPRESS®: Kontinuierliche Siebung, Entwässerung und Transport von Grobmaterialien in einem Schritt Gekapseltes, mit Druck betriebenes System – keine Pumpen erforderlich, in Druckleitungen einsetzbar Langlebig, da komplett aus Edelstahl gefertigt Zuverlässige mechanische Reinigung des Lochblechs ohne Wasser oder Chemikalien Automatisches Presskonussystem für maximale Entwässerungsleistung und Kompaktierung des separierten Materials (Rechengut mit 40-50% TS) – reduzierte Entsorgungsmengen Höhere Betriebssicherheit für nachfolgende Systeme, wie Schlammeindickung, -desinfektion, -stabilisierung, -entwässerung, -und -trocknung, sowie reduzierter Wartungsbedarf Einfache Wartung durch Schnellverschlüsse zum Öffnen und Schliessen. Der Siebteil ist feststehend, die Presszone ist mit Schwenkrollen leicht zu verschieben. Bei Einbau zwischen Faulbehälter und erstem Gärgutlagerbehälter kann der konstante Druck im Faulbehälter dazu genutzt werden, die STRAINPRESS® ohne zusätzliche Pumpen mit Druck zu beaufschlagen. Bei Aufstellung auf einer Plattform fallen die Plastikpartikel aus der STRAINPRESS® direkt in einen darunter stehenden Container. Die HUBER STRAINPRESS® ist auch erhältlich mit: Frostschutz Elektrischer Steuerung Platform oder Förderer James Tucker, Industrial Business Development Manager bei HUBER Technology UK, dazu: “Die STRAINPRESS ® ist ideal geeignet für diese Art von Anwendung – die Ergebnisse sind hervorragend. Bei fast 400 verkauften Maschinen allein in Grossbritannien und der jahrzehntelangen Erfahrung mit Betrieb und Wartung ist die HUBER STRAINPRESS ® die naheliegende Wahl.“ HUBER Technology ist Spezialist für Ausrüstung zur Verbesserung der anaeroben Faulung. Zahlreiche Zusatzoptionen werden angeboten. Des Weiteren sind Lösungen zur Sandentnahme, Sandwäsche, Kompaktierung von Verpackungsmaterial und Entwässerung von Gärresten erhältlich. Gerne kommen wir mit auf Rahmen vormontieren Vorführanlagen auch gerne zu Ihnen und zeigen Ihnen vor Ort die Leistungsfähigkeit unserer Maschinen. Unsere vormontierten Maschinen sind ideal für den Vorführbetrieb vor Ort, sie werden anschlussfertig geliefert mit: HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® SP290 mehrere verschiedene Siebkörbe für unterschiedliche Anforderungen am Rahmen montierter Schaltschrank und vorverkabelt (Plug-and-Play) am Rahmen montierte Beschickungspumpe Es ist auch möglich, die STRAINPRESS® mit vorhandenen Pumpen anstelle der mitgelieferten Pumpe zu beschicken. Die STRAINPRESS® arbeitet im Druckbetrieb und kann daher in Druckleitungen eingebaut und ohne zusätzliche Pumpe betrieben werden. Prinzipskizze des HUBER Fremdstoffabscheider STRAINPRESS® Drei STRAINPRESS®-Maschinen auf Plattform montiert, mit Schaltschränken und Frostschutz Vormontierte Vorführanlage mit Beschickungspumpe und Steuerung[...]
[...]Der belüftete Sandfang ist ein sehr wichtiger Bestandteil in der mechanischen Abwasserreinigung. Neben einer sicheren Sandabscheidung soll er auch partikuläre lipophile Stoffe (Fett) zurückhalten, damit es in nachfolgenden Reinigungsstufen nicht zu Ablagerungen oder Abtrieb von schwimmfähigen Partikeln kommt. Feiner Sand der Körnung ≥ 75 µm lässt sich in konventionell belüfteten Langsandfängen in der Regel nicht abscheiden, weil die aufsteigende Luft einer stetigen Sedimentation der kleinen Partikel entgegenwirkt. Sehr lange, breite und voluminöse Bauwerke sind bereits dann notwendig, wenn man Sandkörnungen ≥ 100 µm abscheiden möchte. Der erstmalig auf der IFAT 2018 vorgestellte neue HUBER Sandfang GritWolf® setzt hier neue Massstäbe und ist das Ergebnis einer Entwicklung, in welche die langjährigen Erfahrungen von HUBER aus dem Bereich der Sand- und Fettabscheidung eingeflossen sind. Weg vom flächenfressenden belüfteten Langsandfang wird beim HUBER GritWolf® in eine belüftete und eine unbelüftete Sandfangkammer unterschieden. In der ersten, kleineren Kammer wird das Abwasser einer feinblasigen Belüftung ausgesetzt. Schwimmfähige partikuläre Partikel werden zur Wasseroberfläche aufgetrieben, akkumulieren dort zu grösseren Agglomeraten und werden kurz vor dem Ablauf mittels Paddelwerk von der Sandfangoberfläche entnommen. Die zweite Kammer wird unbelüftet ausgeführt und ist mit Lamellenpaketen, sogenannten „stacked plates“ bestückt. Aufgrund der tiefen Anströmung und den Vorteilen eines Lamellenabscheiders kann Sand der Korngrösse ≥ 75 µm zu 90% sicher abgeschieden werden. Der neue HUBER Sandfang GritWolf® ist in verschiedenen Baugrössen für eine Zulaufmenge von 44 l/s (1 MGD) bis 876 l/s (20 MGD) erhältlich und benötigt einen deutlich geringeren Flächenbedarf als konventionelle Systeme. Der Sandfangbehälter wird in der Regel aus Beton gefertigt, jedoch sind auch Edelstahlbehälter bis zu einem Zulauf von 175 l/s (4 MGD) möglich. Alternativ kann der HUBER GritWolf® auch in bestehenden Sandfangkammern integriert werden. Die horizontale Sandförderschnecke, die Lamellenpakete und das Paddelwerk für Fett werden in korrosionsbeständigem Material produziert. Der HUBER Sandfang GritWolf® wird zeitgesteuert mittels horizontalem Schneckenförderer axial beräumt. Auch grössere „Sanddünen“, welche bei Regenwetter (Spülstoss) anfallen, werden gleichmässig in den Saugbereich einer Sandpumpe dosiert. Verstopfungen in konisch ausgeführten Sandsümpfen oder Verschleiss am Schildräumer gehören der Vergangenheit an. Das Sand-/Wassergemisch wird mittels Sandpumpe in eine HUBER Coanda Sandwaschanlage RoSF4 gefördert, die in bewährter Weise sauberen Sand produziert und somit das gesamte Sandfangsystem abrundet.[...]
[...]Mannheim, Deutschland Erster von drei HUBER Bandtrocknern BT 22 im Regelbetrieb Bereits im Jahr 2017 erhielt HUBER den Auftrag zur Modernisierung der Klärschlammtrocknung der Stadtentwässerung Mannheim auf dem Gelände der Kläranlage Mannheim. Drei Anlagen des HUBER Bandtrockner BT der Baugrösse 22 ersetzen die beiden älteren Trommeltrockner. Die Modernisierung der Klärschlammtrocknung umfasst nicht nur den Rückbau der alten Trommeltrockner und den Neubau der Bandtrockner. Auch das gesamte Wärmekonzept wurde auf die neuen Mitteltemperatur-Bandtrockner abgestimmt. Zielsetzung der Stadtentwässerung Mannheim ist es, den Betrieb der Kläranlage zukünftig weitegehend CO 2 neutral zu gestalten. Der HUBER Bandtrockner BT trägt durch Nutzung der Abwärme der Blockheizkraftwerke dazu massgeblich bei. Die von HUBER gelieferte Bandtrocknungsanlage besteht aus den folgenden Kernkomponenten: 3 Schlammpumpen mit Vorlagetrichter 3 Linien HUBER Bandtrockner BT 22 mit Kondensationsstufe Anbindung der Trockner an das Wärmenetz Abluftbehandlung mit zweistufigem Wäschersystem und Biofilter Trockenschlammtransport mit HUBER Trogförderschnecken Ro8 T und Becherwerk zum Trockenschlammsilo Komplette Schalt- und Steueranlage für den gesamten Prozess Nach einer Planungs- und Bauzeit von ca. 15 Monaten konnte die Inbetriebnahme der ersten Linie bereits im Juli 2020 durchgeführt werden. Mit der Aufnahme des Regelbetriebs der ersten Trocknerlinie ist der Startschuss für den Rückbau der Trommeltrockner in den kommenden Monaten erfolgt. Nach Abschluss des Rückbaus beginnt die Installation der beiden weiteren Bandtrockner. Die Inbetriebnahme der beiden neuen Linien ist für November 2021 terminiert. Zahlen und Fakten zum Projekt: Projektort: Mannheim, Deutschland Baugrösse: 3 x BT 22 Länge des Trockners: 25 m Wasserverdampfung: 3 x 1.500 kg/h Durchsatz: 36.980 t/a bzw. 6.328 kg/h Betriebszeit: 8.000 h/a Trocknung: von 26% TR auf 90% TR Wärmequelle: Abwärme BHKW 80-90°C[...]
[...]Neben den Langsandfängen (unbelüftet oder belüftet) gibt es auch Rundsandfänge. Hierbei wird zwischen einfachen Rundsandfängen ohne aktiv eingebrachter Energie und Rundsandfängen, welche konstant die Rotationsgeschwindigkeit des Abwassers durch aktive Energieeinbringung halten, unterschieden. Zu dem letztgenannten Rundsandfangtyp zählt der innovative VORMAX, der zur Komplettierung unserer unterschiedlichen Sandfangtypen entwickelt und erfolgreich in den Markt eingeführt wurde. Durch den Einsatz des VORMAX, welcher Abwassermengen von bis zu 3.000 l/s, bei einem Durchmesser von grösser 9 Metern verarbeitet, kann die HANS HUBER AG auch für grösste Kläranlagen die mechanischen Reinigungskomponenten (Rechen, Rechengutbehandlung, Sandfang, Sandgutbehandlung) aus einer Hand liefern. Der Behälter des VORMAX wird in der Regel aus Beton bauseits gefertigt. Die hierfür notwendigen Planungsunterlagen werden dabei von uns an den Auftraggeber geliefert. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche VORMAX-Varianten: einmal die 270°-Version und zum andern die 360°-Version. Je nach baulicher Gegebenheit werden die entsprechenden Versionen eingesetzt (befinden sich z.B. Rechen/Sandfang in Linie, wird häufig die 360°-Version eingesetzt). Das Arbeitsprinzip des VORMAX beruht auf dem Phänomen, dass in Krümmungen das Geschiebe sich im Innern der Kurve bewegt. Durch das sich langsam drehende Rührwerk wird im Sandfang eine konstante Kreisbewegung erzwungen, so dass sich der Sand an der Sohle nach innen bewegt. Die Grundvoraussetzung für die gute Sandabscheidung wird aber bereits im Zulauf gelegt: die gleichmässige, konstante Strömung nach dem Rechen bis zur Sandfangsohle. Auf Sohlsprünge im Sandfangzulauf oder den Einbau von Leitblechen wurde aufgrund der besseren Sandabscheidung bewusst verzichtet. Das Rührwerk ist mit einem langsam drehenden, starken Getriebemotor ausgestattet. Der Servicefaktor für dieses Getriebe wurde dabei auf den Faktor 5 dimensioniert, um immer ausreichend „Leistung“ zur Verfügung zu haben. Als Verschleissschutz wurden die Rührpropeller mit einer Hartgussaufschweissung behandelt, um die Standzeit des Rühraggregates stark zu erhöhen. Der abgeschiedene Sand wird, wie beschrieben, hydraulisch in das Zentrum des Sandfanges „gesaugt“ und fällt dort automatisch in einen tiefer liegenden Pumpensumpf. Von dort wird das Sand-Wasser-Gemisch entweder mittels Zentrifugalpumpe oder Druckluftheberanlage in den nächsten Sandklassierer oder eine Sandwaschanlage gefördert. Der Auslauf des Rundsandfanges ist dabei immer so dimensioniert, dass die Sandfanganlage nur einen sehr geringen hydraulischen Verlust erzeugt. Mittlerweile arbeiten die ersten VORMAX-Anlagen in Mexiko, Südafrika (siehe Abbildung) und Middle East. Bei allen diesen Projekten haben wir die kompletten mechanischen Vorreinigungskomponenten geliefert. Alles aus einer Hand heisst unsere Devise. Ein Vorteil, den die Anlagenbauer gerne nutzten.[...]
[...]Bei der nächsten IFAT in München 2005 präsentiert sich der unangefochtene Marktführer von Sandwaschanlagen weltmeisterlich. Die 1000 gelieferten COANDA-Sandwaschanlagen verdeutlichen eindrucksvoll, dass diese Anlagentechnik heute einen festen Bestandteil bei der mechanischen Abwasserreinigung darstellt. Bei den ersten Pilotanlagen im Jahre 1994 wurde von vielen die Notwendigkeit, den Kläranlagensand zusätzlich zu waschen, als nicht nötig empfunden. Es wurden sogar Stimmen laut, die die Durchführbarkeit dieser Technik anzweifelten. Teilweise wurden wir sogar mitleidsvoll belächelt, als wir uns zusätzlich ausgerüstet mit Schaufeln, Schläuchen und Blaumann, an unserer COANDA-Sandwaschanlage zu schaffen machten. Und es funktionierte! Ja, es funktionierte sogar so gut, dass die COANDA-Sandwaschanlage patentiert wurde. Unmittelbar danach wurde mit einer breitgefächerten Markteinführung begonnen. Mit dieser denkwürdigen Einführung begann, ausgehend von Deutschland, ein nicht in diesem Umfang erwarteter weltweiter Siegeszug! In diesem Zusammenhang darf hier auch erwähnt werden, dass bis auf einen kleinen Maschinenbauer der so genannte Wettbewerb nicht einmal wusste, dass kontaminierter Kläranlagensand gewaschen werden kann. Heute, zehn Jahre später, sind Sandwaschanlagen für Kläranlagensand Stand der Technik. Nun haben auch fast alle Wettbewerber ihre „eigene” Sandwaschanlage fest im Programm, mit der sie hoffen, Sand waschen zu können. Es ehrt und bestätigt die geniale Funktion unserer COANDA-Sandwaschanlage, dass sich ca. 90 % all unserer Wettbewerber an unserer Anlage orientieren. Bis auf einige wenige, die das Original völlig kopieren und natürlich mit einer Patentklage belegt werden, versuchen viele, ein Merkmal aus dem Patentanspruch auf Kosten der Funktion zu umgehen. Konsequenterweise haben diese „Kopien“ deutliche Schwachstellen gegenüber dem Original, wie zum Beispiel: Diese Anlagen benötigen eine Vorabsiebung bei < 4 mm und geben dadurch sehr viel Sand/Splitt ungewaschen in die teure Entsorgung ab. Diese Anlagen haben einen sehr hohen Verschleiss aufgrund eines schnelllaufenden Rührwerks. Diese Anlagen haben einen sehr hohen Verschleiss, weil mit dem Rührwerk grössere Steinchen und Kies zermahlen werden müssen. Diese Anlagen müssen auf groben Sand/Splitt oder auf Feinststand eingestellt werden. Brauchbare Ergebnisse bei Vorhandensein beider Fraktionen werden kaum erzielt Diese Anlagen haben in Bezug auf die Beschickung eine sehr hohe Oberflächenkennzahl und schaffen deshalb nicht die gewünschte Abscheideleistung. Diese Anlagen haben keinen Organikabzug zur getrennten Abführung der ausgewaschenen Organik, wodurch der Abscheidegrad beeinträchtigt wird. Diese Anlagen arbeiten mit keinem konstanten Wirbelbett und bringen deshalb nur ab und zu geeignete Waschergebnisse. In der heutigen Zeit werden nötige Investitionen aufgrund gesetzlicher Vorgaben (z.B. deutsche Abfallablagerungsverordung oder EU Richtlinie 1999/31) wegen fehlender Investitionsmittel auf morgen verschoben. Die wenigen Sandwasch-Projekte, welche noch zur Ausführung kommen, unterliegen einem immer härter werdenden Wettbewerb. Der Preis steht dann meist über der Funktionalität und der Technik. Das böse Erwachen kommt dann erst später, wenn Abscheide- und Waschleistungen nicht erreicht werden, die Anlage einen völlig überhöhten Verschleiss produziert, oder die mineralische Ausbeute zu wünschen übrig lässt. Ärger und zusätzliche Investitionen sind in diesem Fall vorprogrammiert. Unsere 1000 Originale stehen für Kontinuität und Qualität. Unser Original bietet Ihnen optimale Abscheide- und Waschleistungen, langjährige Erfahrung und beste Verfahrenstechnik zur Behandlung von Kläranlagensand. Ausserdem kann die COANDA-Sandwaschanlage problemlos in Sandaufbereitungsverfahren eingebunden werden, die zusätzlich Kanalsand, Sinkkasteninhalte oder Strassenkehricht aufbereiten. Kommen Sie zu uns, wir beraten und zeigen Ihnen gerne eine unserer 1000 Referenzen weltweit. Wir wollen, dass Sie dauerhaft zufrieden sind![...]
[...]Essen 1. Veranlassung Beim Lippeverband sind einige Sandwaschanlagen unterschiedlicher Anbieter in Betrieb. Die vorliegenden Betriebserfahrungen sollten dokumentiert und die Austragsergebnisse bewertet werden. 2. Untersuchte Sandwaschanlagen und Dokumentationen Die Sandwaschanlagen sind zum Teil seit mehreren Jahren in Betrieb. Hier ist neben der Bewertung der Betriebsergebnisse auch eine Aussage über die Betriebssicherheit und den Betreuungsaufwand der jeweiligen Anlage möglich. Im Rahmen des Messprogramms erfolgte eine aktuelle Bewertung der Betriebsergebnisse der jeweiligen Sandwäsche. Es fand eine Probenahme des Sandaustrages sowie des Zuflusses zur Sandwäsche statt. Die Zulaufprobenahme war jedoch zum Teil problematisch, so dass eine repräsentative Probe schwer zu erhalten war. Die nicht plausiblen Proben wurden später bei der Auswertung nicht berücksichtigt. Als Untersuchungsparameter der beiden Probenahmestellen waren der Glühverlust und die Bestimmung einer Sieblinie vorgegeben. Es wurden insgesamt fünf Sandwaschanlagen erprobt und die Erfahrungen des Betriebes kurz dokumentiert. Im Folgenden werden die Ergebnisse und die bislang vorliegenden Betriebserfahrungen von zwei Sandwäschen der Firma HUBER dargestellt. 3. Betriebsergebnisse Die Betriebsergebnisse sollten eine Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Sandwäsche ermöglichen. Im Zusammenhang mit den Betriebserfahrungen vor Ort konnte dann eine Gesamtbewertung der Anlage erfolgen. Von den untersuchten Sandwäschen mussten einige aufgrund massiver Betriebsprobleme umgebaut bzw. optimiert werden. Die Einstellung der Anlagen ist in der Regel so, dass möglichst keine Betriebsprobleme auftreten, d.h. der erreichte Glühverlust des gewaschenen Sandfanggutes ist zur Zeit noch zweitrangig. Die COANDA-Sandwaschanlagen der Firma HUBER sind z.T. seit Jahren in Betrieb. Die Anlage in Selm-Bork wird seit 1997 betrieben. Der zweite untersuchte Sandwäscher auf der Kläranlage Herten-Westerholt wurde erst 2000 installiert. Bei diesem neueren Modell sind einige Details im Verglich zur älteren Version geändert worden. Laut Aussage des Betriebes sind bei beiden Anlagen bislang keine nennenswerten Betriebsprobleme aufgetreten. 3.1 Glühverluste Die Ergebnisse aus Tabelle 1 sind für Selm-Bork folgendermassen zu bewerten: Der Glühverlust des gewaschenen Sandes der Anlage in Selm-Bork lag mit rund 6% zwar über dem zur Deponierung von Stoffen zu erreichenden Wert von 5% (nach TASi, Deponierklasse II), es werden aber auch immer wieder Werte unter 5 % erreicht. Die Betrachtung des Glühverlustes des Zulaufs (nicht ganz repräsentativ) zeigt einen relativ hohen Wert, d.h. es ist eine sehr hohe Waschleistung notwendig, um Werte unter 5 % zu erreichen. Es war am Austrag zu erkennen (Bild 3), dass der gewaschene Sand eine homogene Zusammensetzung mit einem sehr geringen Anteil an Störstoffen hat. Die Ergebnisse der COANDA-Sandwaschanlage auf der Kläranlage Herten-Westerholt führen zu der nachfolgenden Bewertung: Die Glühverluste des gewaschenen Sandes der Anlage in Herten-Westerholt lagen mit Werten mit 3 % niedriger als die der COANDA-Sandwaschanlage in Selm-Bork. Es werden in der Regel 3 % GV eingehalten, was auch zukünftig eine problemlose Deponierung (Deponieklasse I) des Sandfanggutes ermöglicht. Die im Vergleich zu der ca. 3 Jahre älteren Anlage in Selm-Bork verbesserten Betriebsergebnisse lassen sich zum Teil durch die technischen Änderungen der letzten Jahre begründen. Der zweite Grund sind die unterschiedlichen Zulaufbedingungen der Sandwaschanlage, die aber aufgrund der nicht plausiblen Daten nicht genauer bewertet werden können. Der Austrag des gewaschenen Sandfanggutes (Bild 4) beinhaltet, wie in Selm-Bork, nur einen unwesentlichen Teil an Störstoffen. Neben der möglichen Deponierung des Sandes wäre es interessant zu prüfen, ob mittlerweile die Möglichkeit besteht, den anfallenden Sand an z.B. die Bauindustrie abzugeben. 3.2. Zentrale Korndurchmesser Die Siebanalyse (Quadratloch) erfolgte nach DIN 22019-1 Spektrum, Spektrum > 2,0 mm bis < 0,063 mm. Im Bild 4 sind die im Verlauf der Untersuchungen ermittelten Sieblinien dargestellt. Erläuterung der Ergebnisse der Sieblinien: Der zentrale Korndurchmesser des ausgetragenen gewaschenen Sandes liegt in Selm-Bork mit 0,22 mm in einem guten Bereich. Im Vergleich zu bisher eingebauten Klassierern (Untersuchungen von HÄGER, 1996) wird ein besserer Feinsandrückhalt erreicht. Eine eindeutige Aussage zum Feinsandaustrag in Bezug auf Zulauf ist aufgrund der Problematik bei der Zulaufprobe nicht möglich. Der gemessene zentrale Korndurchmesser des Zulaufs ist mit 0,13 mm sehr niedrig, was zum Teil auch durch den hohen Organikanteil begründet ist. Der zentrale Korndurchmesser des gewaschenen Sandes der Kläranlage Herten-Westerholt ist mit 0,21 mm vergleichbar mit Selm-Bork. Da der Glühverlust mit 2,7 % auch niedrig abschneidet, ist das Ergebnis der Sandwäsche besser als in Selm-Bork zu bewerten. Die im November 2000 ermittelten Werte liegen in der gleichen Grössenordnung, so dass von einer guten Sandseparierung mit einem entsprechenden Feinsandrückhalt auszugehen ist. 4. Fazit COANDA-Sandwaschanlagen der Firma HUBER werden seit einigen Jahren im Verbandsgebiet eingesetzt. Zwei der Anlagen wurden im Rahmen einer Überprüfung näher untersucht. Es lassen sich folgende Aussagen treffen: Bei den untersuchten Sandwaschanlagen sind bislang keine nennenswerten Betriebsprobleme aufgetreten. Die nach TASi geforderten Glühverluste von höchstens 5 % (Deponierklasse II) Widerspruch können auch von älteren Sandwaschanlagen wie auf der Kläranlage Selm-Bork eingehalten werden. Die seit rund einem Jahr auf der Kläranlage Herten-Westerholt betriebene Sandwaschanlage erreicht in der Regel Glühverluste von weniger als 3 %, so dass später eine Lagerung auf Deponien der Deponieklasse I möglich ist. Beide Sandwaschanlagen erreichen zentrale Korndurchmesser im ausgetragenen gewaschenen Sand in der Grössenordnung von 0,21 mm. Da kein direkter Vergleich von rohem, ungewaschenem Sandfanggut mit gewaschenem Sandfanggut aufgrund der problematischen Zulaufprobenahme möglich war, werden im Rahmen von detaillierten Untersuchungen im Lippeverband ermittelte Zulaufwerte zugrunde gelegt. Hierbei bewegt sich der ermittelte zentrale Korndurchmesser im Bereich von 0,15 bis 0,25 mm. Betrachtet man die von den HUBER Sandwaschanlagen im Austrag erreichten zentralen Korndurchmesser von 0,21 mm, ist von einem sehr guten Feinsandrückhalt auszugehen. Im Vergleich zu bisher eingebauten Klassierern (Untersuchung von HÄGER, 1996) sowie den getesteten weiteren Anbietern von Sandwäschern wird ein besserer Feinsandrückhalt erreicht. HUBER Sandwaschanlage, Kläranlage Herten-Westerholt Kläranlage Selm-Bork, gewaschener Sand aus der HUBER Sandwaschanlage HUBER Sandwaschanlage, Kläranlage Selm-Bork[...]
[...]Leukerbad, Schweiz "Leukerbad ist der grösste Thermalbade- und Wellnessferienort der Alpen und verfügt über die schönsten Thermen der Schweiz. Ob für ein Wellness-Wochenende oder für einen längeren Aufenthalt, die entspannende Wirkung des mineralreichen Thermalwassers überzeugt. Entdecken Sie das passende, perfekt auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtete Thermalbad, offen an 365 Tagen im Jahr. In Leukerbad sprudeln täglich 3.9 Millionen Liter 51 Grad warmes Thermalwasser in die Becken der grössten Schweizer Thermen. Dies entspricht dem reichsten Thermalwasser-Vorkommen von ganz Europa." (Quelle: www.leukerbad.ch ). Mit diesen Sätzen und einem atemberaubenden Bergpanorama lockt die Ortschaft Leukerbad Jahr für Jahr abertausende Winter- und Wandersport begeisterte Urlauber in das idyllische Örtchen in mitten des Wallis. Die Firma HUBER wurde dabei von einem Satz ganz besonders angelockt: „… sprudeln täglich 3,9 Millionen Liter 51 Grad warmes Thermalwasser…“. Eine gigantische Wassermenge mit einer sehr hohen Temperatur sind ideale Voraussetzungen für Wärmerückgewinnung aus Abwasser. Hierbei handelt es sich zwar nicht um kommunales Abwasser mit all seinen Schmutzstoffen, allerdings findet durch den Bäderbetrieb neben der Abkühlung des Quellwassers auch ein Eintrag von Fett, Ölen und Hautpartikeln statt. Durch diese Verunreinigungen und durch das Spülwasser der Filteranlagen scheiden herkömmliche Plattenwärmetauscher als Überträger aus. Zu gross ist die Gefahr von Verblockungen oder Verstopfungen der schmalen Kanäle, ganz zu schweigen von Ablagerungen auf den Tauscherflächen und dem damit verbundenen Rückgang der Übertragungsleistung. Speziell für diese Probleme hat die HUBER SE bekanntermassen den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin entwickelt. Seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit hat er bereits in einigen Projekten eindrucksvoll bewiesen. Nun galt es das Burgerbad in Leukerbad von seinen Vorzügen zu überzeugen. Das Bad nutzt ca. 20% der Thermalquelle um auf 1.400 m Höhe seine Gäste in einer umfangreichen Schwimmlandschaft zu verwöhnen. Das Thermalwasser verliert zwar in den Becken einen Teil seiner Energie, verliess das Bad bisher allerdings mit einer Temperatur von ca. 30°C. Mit diesem Temperaturniveau liesse sich problemlos ein modernes Heizsystem versorgen, was das hohe Energiepotential der Thermalquelle abermals verdeutlicht. Was das Projekt Burgerbad von den bisher ausgeführten RoWin-Projekten unterscheidet, ist die Tatsache, dass hierbei erstmals die Beckenversion des HUBER RoWin verwendet wurde. Die Wärmetauschermodule werden dabei nicht in einem Edelstahlbehälter eingebracht, sondern direkt in einem Betonbecken installiert. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit die Module unterirdisch zu platzieren. Im Wallis geschah dies in einem Becken unter einer Parkfläche auf der Rückseite des Thermalbades. Um die Funktion der Fläche als Parkareal nicht einzuschränken, wurde das Becken mit befahrbaren Abdeckungen versehen. Somit verschwindet die Anlage aus den Augen, aber aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit gewiss nicht aus dem Sinn. Durch diese unterschiedliche Anordnung wird der Freispiegelauslauf des Gebäudes ausgenutzt, weshalb auf eine Abwasserpumpe zur Beschickung des Wärmetauschers verzichtet werden kann. Dadurch wird Pumpenergie eingespart und Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit enorm verbessert. Mittels einer optimierten Verschaltung der beiden Wärmetauscher können dem Abwasserstrom von 8-9 l/s ca. 450 kW Leistung entzogen werden. Durch die Zugabe von ca. 300 kW aus einer zusätzlichen Energiequelle erhält die Wärmepumpe 750 kW mit einer Temperatur von ca. 20°C. Hieraus wird eine Heizleistung von > 1 MW erzeugt, welche dem Burgerbad zu Heizzwecken zur Verfügung steht. Die Wärme der Thermalquelle verwöhnt somit nicht nur die Besucher des Burgerbads, sondern auch deren Betreiber. Eine natürliche Energiequelle, eine ganzjährliche Nutzung, Einbau des Wärmetauschers in den Ablaufstrom des Bades, sehr gute Leistungszahlen für die Wärmepumpe,… die Liste der Punkte welche für die Abwasserwärmenutzung sprechen könnte sicherlich noch weitergeführt werden. In Leukerbad wurde diese Chance erkannt und gewinnbringend ausgenutzt. Sobald diese Anwendung ausserhalb der Grenzen des Wallis Bekanntheit findet, wird das Burgerbad wohl nicht das einzige Bad bleiben, welches seinen Energiehaushalt mit dem HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin optimiert. Projektdaten zu Burgerbad 2x HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin, Baugrösse 8 in der Beckenversion Abwasserstrom: ca. 8 l/s mit einer Temperatur von ca. 30°C Gewonnene Energie: ca. 450 kW[...]
[...]Witzenhausen, Deutschland Was haben eine Kläranlage in hessischen Witzenhausen, ein Seniorenheim in der Schweiz und ein Bürogebäude in Frankreich gemeinsam? Die Antwort lautet: Sie werden in der kommenden Heizperiode mit umweltfreundlicher und "regenerativer" Energie aus Abwasser versorgt. Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin zeigt dabei seine Fülle an Einsatzmöglichkeiten auf. Im Schatten des Grossauftrages zur Klimatisierung des Innenministeriums in Stuttgart waren es in den vergangenen Monaten die "Kleinaufträge", welche die Bandbreite der Energierückgewinnung aus Abwasser mit dem HUBER ThermWin®-System aufzeigten. So wird beispielsweise auf der Kläranlage Witzenhausen die Energie des Abwassers zur Erwärmung des Faulturms, sowie zur Beheizung der Kammerfilterpresse und des Betriebsgebäudes genutzt. Grund für diese Massnahme war die Tatsache, dass die benötigte Energiemenge durch das mit Klärgas betriebene BHKW vorwiegend in den Wintermonaten nicht bereitgestellt werden kann. Diesem Umstand begegnete man bisher durch den Einsatz von Erdöl zur Unterstützung des Brennwertkessels. Nachdem insbesondere auf Kläranlagen eine grosse Menge an (warmen) Abwasser vorliegt, kann dieses ideal als alternative Energiequelle zu teurem Öl verwendet werden. HUBER erstellte hierzu ein schlüssiges Konzept mit dem HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin sowie einer abgestimmten Wärmepumpe und ist somit für die Wärmebereitstellung verantwortlich. Ein Verfahren, welches sicherlich auf vielen Kläranlagen reproduzierbar ist. Gut 500 km südlich von Witzenhausen, in der Nähe von Basel, liegt Münchenstein. Der Ort mit ca. 12.000 Einwohnern ist bereits seit dem Jahr 2000 offiziell als Energiestadt gelistet. Eine Tatsache, welcher die gesamte Bevölkerung mit Stolz erfüllt. Trägt man doch seinen Teil dazu bei, dass Klimaziele erreicht werden und unser Lebensraum erhalten bleibt. Da diese Auszeichnung allerdings nach drei Jahren überprüft und neu vergeben wird, steht Münchenstein sozusagen in der Bringschuld. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass das ortsansässige Alters- und Pflegeheim Hofmatt regenerative Energiequellen für den Um- und Neubau der Pflegeeinrichtung vorsieht. Erstmals wird hierbei der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin exklusiv mit dem Abwasser des Gebäudes beschickt. Kurze Wege innerhalb des Gebäudes und eine gewisse Pufferwirkung des Wärmetauschers sorgen für ein hohes Wärmeniveau an der angeschlossenen Wärmepumpe. Diese arbeitet dadurch mit hohen Leistungszahlen und sorgt somit wirtschaftlich und effizient für die Warmwasseraufbereitung des Gebäudes. Durch diese innovative „Kreislaufführung“ der Wärmeenergie werden fossile Brennstoffe eingespart und Münchenstein kann zurecht auf weitere Auszeichnungen hoffen. Wandert man von Münchenstein ca. 700 km auf der europäischen Landkarte nach Westen macht man Station in Tours. Die Grossstadt mit knapp 140.000 Einwohnern liegt zwischen Orléans und der Atlantikküste und erhält ab diesem Herbst das Prädikat der ersten HUBER ThermWin®-Anwendung in Frankreich. Im Ortsteil Saint Pierre des Corps wird ein Bürogebäude mit ca. 2.100 m² Fläche errichtet, welches an Firmen und Ämter vermietet werden soll und noch in diesem Jahr mit dem örtlichen Arbeitsamt seinen ersten Mieter findet. Wie bereits in dem Projekt Winterthur in der Schweiz erfolgreich umgesetzt wird auch hier die Anlage zum Heizen und Kühlen genutzt. Die Entscheidung für HUBER fiel letztendlich nach der Besichtigung der seit zwei Jahren in Betrieb befindlichen Anlage in Straubing. Die vom dortigen Betreiber bescheinigte hohe Betriebssicherheit und die somit konstante Wärmeübertragung überzeugten den Investor aus Frankreich. Anwendungsfälle, wie Energieeinsparung auf Kläranlagen, Unterstützung von Heizanlagen in Wohngebäuden und öffentlichen Anlagen oder Klimatisierung von Bürogebäuden, sind für Wärmepumpen nichts Besonderes. Allerdings stellt das kommunale Abwasser in den vorgestellten Anwendungsfällen eine bisher kaum beachtete und selten genutzte Energiequelle dar. Eine Quelle, die idealerweise über eine hohe Wärmekapazität und hohe Temperaturen während der Heizperiode verfügt. Bei der Vergabe dieser Merkmale stand das Abwasser in der vordersten Reihe und der Makel des Verschmutzungsgrades des Abwassers wird durch den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin eindrucksvoll eliminiert. Nach Deutschland und der Schweiz springt nun auch Frankreich auf den „Energie-aus-Abwasser-Zug“ auf. Bepackt mit Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen und lukrativen Einsparungsmöglichkeiten wird er in naher Zukunft rasant an Fahrt aufnehmen und sicherlich weitere europäische Standorte in seinen Fahrplan aufnehmen.[...]
[...]Phosphor, ein Element, das für den Zellaufbau von essenzieller Bedeutung ist, wird überwiegend bergmännisch ausserhalb Europas gewonnen. Da die Vorräte mittlerweile erschöpft sind, wird für die Zukunft ein drastischer Preisanstieg erwartet. Als wesentlicher Bestandteil vieler Düngemittel gelangt Phosphor, direkt über Pflanzen oder indirekt über Tierprodukte, in unseren Nahrungskreislauf. In unserem Organismus erfüllt er als Adenosintriphosphat (ATP) die Funktion eines Energielieferanten. Rund zwei Gramm davon scheidet jeder Mensch täglich über den Stoffwechsel aus. Die Phosphorverbindungen im Abwasser werden mit Hilfe von Mikroorganismen entfernt (man spricht hier von biologischer P-Elimination) und gelangen im weiteren Behandlungsprozess in den Klärschlamm. Abhängig von pH-Wert und Phosphatkonzentration kann der durch die Mikroorganismen gebundene Phosphor jedoch wieder freigesetzt werden. Häufig kommt es dadurch bereits im Faulturm oder später, im Zuge der maschinellen Schlammentwässerung, zu ungewollten MAP-Kristallisationsprozessen (MAP = Magnesium-Ammonium-Phosphat). Die MAP-Kristalle bilden in den betroffenen Anlagenteilen hartnäckige Ablagerungen und führen mittelfristig zu enormen Betriebsstörungen und unkalkulierbaren Kosten. In Berlin begegnete man diesem Problem mit einer Idee, die aus der Not geradezu eine Tugend machte: Im Rahmen eines patentierten Verfahrens, bei dem die MAP-Kristallisation kontrolliert in einem separaten Vorgang stattfindet, werden die Kristalle gezielt aus dem Klärschlamm entfernt [Quelle: www.bwb.de ]. Die gewünschte Grösse der Kristalle kann dabei einfach durch Anpassung der Verweilzeit modifiziert werden. Im Laufe dieses Prozesses wird diskontinuierlich eine Suspension aus Kristallen und ausgefaultem Schlamm entnommen und einer HUBER Sandwaschanlage (Typ RoSF4 T) zugeführt. Durch das besondere Wirbelbettverfahren wird die eingebrachte Suspension unkompliziert und effektiv in Schlamm und MAP-Kristalle aufgeteilt. Das homogene Wirbelbett mit integrierter Druckmessung hat dabei insofern klare Vorteile gegenüber einem Festbett, als die Dichte des MAP, unabhängig von der Korngrösse, konstant bleibt. Durch die Wäsche wird zudem ein Grossteil der organischen Partikel ausgespült, sodass das Endprodukt im Grunde kaum noch als Klärschlamm bezeichnet werden kann. Die HUBER Sandwaschanlage arbeitet nunmehr seit einem Jahr zur vollen Zufriedenheit der Berliner und fördert pro Tag ca. 2 Tonnen sauberes, hochwertiges MAP-Material, das neben Phosphor auch Stickstoff und Magnesium enthält. Das gewonnene MAP wird regelmässig analysiert und an landwirtschaftliche Betriebe verkauft. Obwohl die Erlöse nicht ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken, ist die Investition durchaus sinnvoll und lohnend in Bezug auf den reibungslosen Betrieb von Faultürmen, Rohrleitungen und Zentrifugen. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Schonung der Phosphor-Ressourcen und somit die Erhaltung eines kostbaren Rohstoffs.[...]