[...]Berching, Deutschland Phosphorreduktion mit dem HUBER RoDisc® Scheibenfilter Durch den Menschen zusätzlich in die Gewässer eingeleitete Nährstoffe (Phosphor, Stickstoff) verschlechtern die Gewässerqualität nachhaltig. So können sich Phosphatgehalte im unteren Mikrogrammbereich bereits negativ auf den Sauerstoffgehalt im Gewässer auswirken und dadurch das Eutrophierungspotenzial des Gewässers steigern. Als Eutrophierung bezeichnet man die Anreicherung eines Gewässers mit Pflanzennährstoffen (Überdüngung). Diese Nährstoffe bewirken ein verstärktes Algenwachstum und die Algen wiederum trüben das Wasser, sodass nach einiger Zeit nur noch in der oberflächennahen Schicht genügend Licht für die Fotosynthese vorhanden ist. Durch die verringerte Fotosyntheseleistung sinkt die Sauerstoffkonzentration im Wasser. Ausserdem werden abgestorbene Algen von Mikroorganismen abgebaut – und bei diesem Vorgang wird Sauerstoff verbraucht. Die Folge der Eutrophierung ist also eine sehr niedrige Sauerstoffkonzentration im Wasser, was letztendlich zu Fäulnis (anaerobe Zersetzungsprozesse) und Fischsterben sorgen kann. In diesem Fall spricht man auch vom „Umkippen des Gewässers“. In einzelnen Ländern, wie beispielsweise China und Russland, gefährdet die Algenplage sogar die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. So wucherten im Sommermonat Juni die Algen im Taihu-See in China bereits so stark, dass für einige Tage die Trinkwasserversorgung für die angeschlossene Bevölkerung in der Stadt Wuxi (Provinz Jiangsu) unterbrochen werden musste. Fünf Millionen Menschen waren daraufhin auf in Flaschen abgefülltes Wasser angewiesen. Da durch menschliche Einflüsse Nährstoffe wie Stickstoff, Schwefel etc. in der Regel in grösseren Mengen im Gewässer verfügbar sind, gilt der Gehalt an Phosphor als der limitierende Faktor für ein übermässiges Algenwachstum. Der Entnahme von Phosphor fällt damit im Schutz unserer Gewässer eine Schlüsselrolle zu, da jeder zusätzliche Eintrag eine weitere Steigerung des Pflanzenwachstums bewirkt. Phosphor wird in der Abwasserreinigung im festen Aggregatzustand über den Schlammweg aus dem Abwasser entnommen. Der Phosphor wird dabei entweder durch Aufnahme in die Biomasse oder durch eine zusätzliche chemische Fällung in Feststoffe überführt und im Schlamm eingebunden. Weil die biologische Aufnahme des Phosphors (Bio-P-Prozess) limitiert ist, wird auf den meisten Kläranlagen eine Kombinationsfahrweise der biologisch-chemischen Phosphorreduktion betrieben. Bei der chemischen Phosphorelimination bilden mehrwertige Metallionen mit den im Abwasser gelösten Phosphationen unlösliche Verbindungen. Insbesondere da der Phosphor durch diese zum Teil aufwendigen Verfahrensschritte in die ungelöste Form überführt wird, kommt der sicheren Abscheidung der Feststoffe eine grosse Bedeutung zu. Der Huber RoDisc® Scheibenfilter ist hierfür eine kostengünstige und sichere Filtrationsanlage, welche eine weitgehende Feststoffentnahme aus dem Ablauf des Nachklärbeckens gewährleistet. Der geringe Platzbedarf, der geringe Druckverlust und der modulare Aufbau sowie die Beschickung im freien Gefälle ermöglichen eine einfache Anpassung an vorhandene Gegebenheiten und beschränken die baulichen Massnahmen auf ein Minimum. Die Restverschmutzung des Kläranlagenablaufs wird zu einem grossen Teil durch gelöste Stoffe und zum anderen Teil von suspendierten Schlammflocken verursacht. Jedes Milligramm an suspendiertem belebtem Schlamm, das mit dem gereinigten Abwasser abtreibt, erhöht die Phosphorablaufwerte um ca. 0,02 bis über 0,04 mg/l (ATV-DVWK-A131). Dies bedeutet, dass beispielsweise bei einer Entnahme von 20 mg/l abfiltrierbaren Stoffen durch einen nachgeschalteten Scheibenfilter die Phosphorkonzentration bereits um ca. 0,4 bis 0,8 mg/l reduziert werden kann. Durch eine höhere Zugabe von Fällungsmitteln in den vorgeschalteten Verfahrensschritten (Simultanfällung) kann die Entnahmeleistung für Phosphor weiter gesteigert werden. Durch Fällungsmittel erhöht sich der anorganische Anteil, welcher durch Agglomeration an die Schlammflocke gebunden ist, und wird ebenfalls durch die Filtration aus dem Abwasser entnommen. Üblicherweise können Phosphorablaufwerte < 1 mg/l mit der Filtration und ausreichender Dosierung an Fällungsmitteln in den vorgeschalteten Verfahrensstufen sicher eingehalten werden – und sogar Ablaufwerte < 0,5 mg/l Phosphor sind erreichbar. Bestehen sehr hohe Anforderungen hinsichtlich einer weitgehenden Phosphorelimination, kann der Scheibenfilter auch als Flockungsfiltration eingesetzt werden. In diesem Fall sollten in der vorhergehenden Abwasserreinigung Simultanfällung und biologische Phosphorelimination genutzt werden, damit die Phosphorablaufkonzentration des Nachklärbeckens bereits relativ gering ist und damit auch ein wirtschaftlicher Betrieb des Scheibenfilters erzielt werden kann. Die Dosierung der Fällungsmittel erfolgt dabei in den Ablauf des Nachklärbeckens und wird nach kurzer Fliessstrecke bzw. Reaktionsstrecke in den Scheibenfilter geleitet. Zur Entnahme dieser feinsten vom Fällungsmittel gebildeten Flocken wird der Scheibenfilter mit dem Filtermaterial Nadelfilz bestückt. Der dreidimensionale Aufbau des Nadelfilzes bewirkt, dass die Abscheideeffekte nahezu denen eines klassischen Tiefenfilters entsprechen, was zur sicheren Absonderung der Mikroflocken auch notwendig ist. Die Nachrüstung dieser zusätzlichen Reinigungsstufe ermöglicht es, Überwachungswerte auch < 0,3 mg/l Phosphor zu erreichen. Eine Scheibenfilteranlage ist eine einfache und effiziente Lösung, welche für unterschiedliche Anforderungen der Phosphorreduktion eingesetzt werden kann, und dadurch einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Gewässer leistet. Der minimale Druckverlust sowie der geringe Platzbedarf ermöglichen eine problemlose Integration der nachgeschalteten Filtrationsstufe in bestehende Kläranlagen.[...]
[...]Umfangreiches Knowhow, jahrzehntelange Erfahrungen und intensive Untersuchungen und Gespräche: Aufbauend auf diesem Fundament in der Behandlung und Verwertung von Klärschlamm hat HUBER 2020 den neuen HUBER Scheibentrockner RotaDry® vorgestellt. Dieser basiert auf dem Funktionsprinzip der Kontakttrocknung über dampfbeheizte Scheiben und überzeugt im Vergleich zu anderen Trocknungsverfahren durch seine kompakte Bauform sowie einige innovative Merkmale, Funktionsweisen und entscheidende Vorteile für eine zuverlässige Trocknung von Klärschlamm auf dem neusten Stand der Technik. Vollautomatische Steuerung Online-Messung des Trockenrückstands am Ein- und (optional) Auslauf des Trockners Verbesserte Verarbeitung unterschiedlicher Schlammqualitäten Vorausschauender Prozessbetrieb und umfassende Betriebskontrolle durch frühzeitiges Erkennen schwankender Schlammqualität Geringerer Bedienaufwand und Entlastung des Betriebspersonals zum Patent angemeldet Dampfbeheizte Scheiben: Optimiertes Design und vollautomatisch von Roboter geschweisst Parallel angeordnete, dampfbeheizte Scheiben zur Trocknung des Klärschlamms gleichmässige Bewegung und Verteilung einer grösseren Menge an Trocknungsgut kontinuierlich grössere Kontaktflächen zwischen Schlamm und Scheibe optimierter Trocknungsprozess höhere Standzeit der Rotorscheiben durch reduzierte tolerierbare Restwandstärke von ca. 3,5 mm Alle Schweisspunkte und -nähte geschützt und damit weniger anfällig für Verschleiss und Leckagen deutliche Verringerung der Verschleissgrenze Verschleissring am Umfang der Scheibe zum Schutz der darunter befindlichen Schweissnaht Tausch des Verschleissrings ist auch ohne umfangreichen Rotorausbau möglich, um Standzeit der Scheibe zu maximieren in einem Arbeitsgang vollautomatisch bearbeitetes und gebohrtes Zentralrohr aus Stabilitätsgründen in Baustahl, vollständig von den Scheiben aus Edelstahl bedeckt grössere Wandstärke und geringerer Durchmesser zur Erhöhung der aktiven Scheibenflächen höhere Wasserverdampfung des Trockners bei gleichem Bauvolumen Wartungunanfälliger Austrag des Dampfkondensats durch Rotation Frequenzumrichtergesteuerter Direktantrieb des Rotors über Frequenzumrichter regelbare Drehzahl zur Anpassung an unterschiedliche Schlammqualitäten und erforderliche Leistungen höhere Effizienz des Trocknerantriebs deutlich verringerten Lärmemissionen signifikante Reduktion von Verschleiss weniger wartungsintensive Bauteile und dadurch Entlastung von Betreiberpersonal Spezialdichtungen zwischen Rotor und Gehäuse zur Vermeidung von Austreten des Klärschlamms SEW-Getriebe mit direkt gekoppeltem Motor für optimale Schmierung des Schnelllauflagers Automatische Fettschmierung der Lager von Rotor und Austragsschnecke Hochleistungs-Lager der Marke SKF für lange Lebensdauer Packungen der Marke Chesterton für optimale Sicherheit und Leistung Weitere spezifische Produktmerkmale zusätzliche Isolation der Kopfseiten des Trockners zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur signifikanten Reduktion von Wärmeverlusten erhöhter Korrosionsschutz des Trockners durch spezielle Abdeckungen mit vollständiger Abdichtung der Flanschverbindung zwischen Rotor und Wellenstummel Schlammberührende Bauteile in Edelstahl Automatische Notwassereinspritzung zur Vermeidung der klärschlammspezifischen Leimphase Strömungstechnisch optimierter Brüdendom zur Minimierung des Austrags von Schwarzwasser und von Ablagerungen in den nachfolgenden Rohrleitungen Flexibilität im Dampf- und Kondensatsystem zur Sicherung einer optimalen Gesamtlösung für die Anlage HUBER Dampfregelung mit minimalem Druckabfall durch optimierte Ventilregelung beim Aufheizen des Trockners und im Regelbetrieb Steigerung der Heizfläche durch optionalen Dampfmantel Volle Ausstattung mit Wägezellen, Druckmessumformern, Temperaturmessumformern, automatischen Regelventilen, wechselrichtergesteuerter Schlammaustrag, HUBER-Messsystem zur Kontrolle der Trockensubstanz für automatischen Betrieb Zertifizierungen der Fertigung Druckzulassung nach ASME Code, PED (Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU) oder jeder anderen Anforderung in dem Land, in dem der Trockner zu installieren ist eine in Europa gefertigte Maschine in einer nach DIN EN ISO 3834 / AD2000 HPO zertifizierten Fertigungswerkstatt Engineering, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und HUBER Global Service Neben Engineering, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme des Scheibentrockners bietet HUBER auch seinen bewährten Global Service. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns direkt – wir helfen Ihnen jederzeit gerne weiter: sludge@huber.de .[...]
[...]STP Vorra, Deutschland Kläranlage Vorra entscheidet sich für RoDisc® Scheibenfilter von HUBER Die 1982 erbaute TKN (Tropfkörper mit ausgelagertem Nachklärbecken) Kläranlage Vorra musste 2006 nach ATV-DVWK A281 neu bemessen werden. Hierbei wurde festgestellt, dass der Bau eines neuen, grösseren Nachklärbeckens mit einem Volumen von 350 m³ erforderlich ist. Unter Berücksichtigung der bauseitigen Bedingungen (Bodenbeschaffenheit, hoher Grundwasserspiegel) lag die Kostenschätzung für die nötigen Massnahmen (Spundwand, Wasserhaltung, Verteilerbauwerk, Zu- und Ableitung und Nachklärbecken) bei ca. 525.000,- €. Auf der Suche nach preiswerteren Alternativen setzte sich der Betriebsleiter, Herr Sauerbrey, 2007 mit der Firma HUBER SE in Verbindung. Innerhalb kurzer Zeit kam man zu dem Ergebnis, dass sich die erforderlichen Verbesserungen durch den Einsatz eines RoDisc® Scheibenfilters erzielen lassen. Zur Feststellung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit entschied sich der Gemeinderat Vorra für einen Versuchsbetrieb mit dem HUBER Scheibenfilter. Hierbei erreichte die Anlage alle gewünschten Parameter. Die Messergebnisse des Testbetriebes Zulauf AFS = 22 mg/l -> Ablauf AFS = 8 mg/l Zulauf CSB = 51 mg/l -> Ablauf CSB = 37 mg/l Nach ausführlicher Prüfung der technischen Möglichkeiten durch das Ingenieurbüro Siegle fiel 2009 die Entscheidung für einen ergänzenden Entwurf, der die Alternativlösung einer Scheibenfilteranlage in Betracht zieht. Diese sollte im Anschluss an das bestehende Nachklärbecken installiert werden. Die Kostenschätzung für die gesamte Massnahme lag diesmal bei ca. bei 330.000,- €. Ferner wurde im Zuge der Ausführungsplanung ein zusätzlicher Betrag in Höhe von ca. 50.000,- € eingespart. Letztlich liessen sich die Investitionskosten also, bei voller Einhaltung der geforderten Parameter, um ca. 250.000,- € im Vergleich zu einer konventionellen Lösung (Neubau des Nachklärbeckens) reduzieren. Nach Erteilung des Auftrags zur Lieferung und Montage des HUBER RoDisc® Scheibenfilters Ende 2011 wurde diese bereits im Juni 2012 in Betrieb genommen und funktioniert seither zur vollsten Zufriedenheit des Betreibers. Die HUBER SE darf sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen sowie für die konstruktive und reibungslose Zusammenarbeit bedanken. Unsere Anerkennung gilt dem Auftraggeber – der Gemeinde Vorra –, dem Personal des Klärwerks Vorra, dem Betriebsleiter Herrn Sauerbrey und dem Ingenieurbüro Siegle aus Nürnberg.[...]
[...]Berlin, Deutschland Zugleich zuverlässige und innovative Produkte aus Berching für die Bundeshauptstadt: HUBER liefert vier Scheibentrockner RotaDry® nach Berlin zur Klärschlammverwertungsanlage Wassmannsdorf, die sich auf dem Areal des gleichnamigen Klärwerks befindet. Die HUBER Scheibentrockner RotaDry® werden dort in Zukunft für die Teiltrocknung von bis zu 40.800 kg/h Klärschlamm eingesetzt. Klärschlamm künftig zu 100 % thermisch verwerten Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) betreiben in Berlin und im Berliner Umland sechs eigene Klärwerke. Statt der landwirtschaftlichen Verwertung oder Mitverbrennung in Kraft- oder Zementwerken soll der Klärschlamm in Zukunft zu 100% in eigenen thermischen Verbrennungsanlagen verwertet werden. Am Standort der Kläranlage Berlin-Wassmannsdorf wird dafür eine neue, aus drei parallel operierenden Linien bestehenden Monoverbrennungsanlage errichtet. Erhöhung des Trockenrückstands von rund 25 auf bis zu 43,5 % Über ein Kransystem und Förderschnecken wird der entwässerte Klärschlamm vom Bunker zu den Scheibentrocknern gefördert. Im Trockner wird dann der Trockenrückstand (TR) des Schlamms von rund 25% TR auf bis zu 43,5% angehoben. Dies erfolgt durch den Kontakt des Klärschlamms mit durch bis zu 6 bar Dampfdruck beheizten Scheiben. Der teilgetrocknete Klärschlamm verlässt den Scheibentrockner über eine am Trockner angeflanschte Austragsschnecke, die den Schlamm in Richtung Wirbelschichtöfen fördert. Intelligentes Redundanzkonzept für höhere Anlagenverfügbarkeit Durch das intelligente Redundanzkonzept mit einer zusätzlichen Klärschlammförder- und Trocknungslinie wird die Anlagenverfügbarkeit deutlich erhöht. Im Falle einer Störung kann die in Standby gehaltene Linie hochgefahren werden und den Weiterbetrieb des Wirbelschichtofens gewährleisten. Einhub im vierten Quartal 2023, Regelbetrieb ab 2025 Die vier Scheibentrockner sollen im vierten Quartal 2023 in die Ebene 7 der Klärschlammverwertungsanlage eingehoben und mit der Gesamtanlage im Jahr 2025 in den Regelbetrieb übergehen. Zahlen und Fakten zum HUBER RotaDry® - Projekt Berlin-Wassmannsdorf: Baugrösse: 4x HUBER RotaDry® 2264M Leergewicht Trockner: ca. 80t Wasserverdampfung: bis zu 5.780 kg/h je Trockner Gesamtdurchsatz: bis zu 40.800 kg/h Betriebszeit: 8.000 h/a Trocknung: von 25 % TR auf 43,5 % TR Wärmequelle: Sattdampf 6 bar[...]
[...]Sharjah, VAE Ein Wachstum einhergehendes Problem stellt die enorme Bevölkerungsexplosion, v.a. in Dubai und dem angrenzenden Sharjah, dar. Dies hat natürlich zur Folge, dass alle bestehenden Kläranlagen hydraulisch masslos überlastet sind. In der Regel werden die Kläranlagen bereits erweitert oder ertüchtigt, doch auch diese Erweiterungen, obwohl im Bau befindlich, können meist die Abwassermassen schon nicht mehr bewältigen. Wegen der Wasserknappheit wird das gereinigte Abwasser in den VAE zum Grossteil zur Bewässerung von Grünanlagen und Palmen verwendet und ist somit ein wertvoller Rohstoff. In den letzten Jahren haben sich die VAE mehr und mehr zu einem Golferparadies entwickelt. So wurde Ende 2005 der Sharjah Golf & Shooting Club eröffnet. Das Wasser zur Bewässerung des Golfplatzes (noch nicht gänzlich fertig gestellt) liefert die Hauptkläranlage des Emirates Sharjah, die Sharjah Main STP. Ein Teil des gereinigten Abwassers wird über die Al Sweihat Pumpstation zum Sharjah Golf & Shooting Club gepumpt und dort über ein unterirdisches Rohrnetz verteilt. Die Sharjah Main STP war ursprünglich auf einen täglichen Zulauf von ca. 80.000 m³/d ausgelegt worden, im Moment müssen aber ca. 162.000 m³/d behandelt werden (100%ige Überlastung). Demzufolge sind v.a. die Nachklärbecken natürlich nicht mehr in der Lage den Belebtschlamm entsprechend vom gereinigten Abwasser zu trennen, was wiederum zu Verstopfungen der Beregnungsdüsen, einer teils enormen Geruchsbelästigung oder sogar zu „Schlammseen“ auf dem Green führte. Diese Problematik hat den Golfclub veranlasst, bei der Sharjah Drainage Section zu intervenieren und schnellstmögliche Besserung zu fordern. Auf Grund dieser Tatsache trat die Sharjah Drainage Section an unser lokales Büro, HUBER TECHNOLOGY MIDDLE EAST, heran, mit der Bitte, Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Es wurde schnell deutlich, dass die Anwendung genau dem Profil unserer noch recht „jungen“ Maschine RoDisc® entsprach. In mehreren Meetings mit den verantwortlichen Personen und Planern wurde das einfache und sehr betriebsichere Prinzip der Scheibenfiltration dargestellt und man konnte die Entscheidungsträger überzeugen, dass Applikation und RoDisc® bestens zusammen passen. Die Ausschreibung wurde im August 2006 veröffentlicht; neben der HUBER RoDisc® waren noch Sandfilter als mögliche Lösung spezifiziert. Average Flow: 625 m³/h Peak Flow 900 m³/h TSSin - Average 50 mg/l TSSin - Peak: 120 mg/l TSSout: <10 mg/l Auf Grund dieser Auslegungsdaten wurden zwei Stück RoDisc® BG 20 ausgewählt, bestückt mit einem 10 Micron Maschensieb. Unser Angebot wurde Ende August 2006 abgegeben und letztendlich konnte dann HUBER TECHNOLOGY MIDDLE EAST am 08. November 2006 den Auftrag für die “Provision of Polisher/Secondary Filter at Al Sweihat Pumping Station” gewinnen. Ausschlaggebend für die Vergabe an HUBER war neben der sehr einfachen Funktionsweise auch das sehr kompakte Design der RoDisc® im Vergleich zu einer Sandfilterstrasse. Eine Herausforderung lag auch darin, dass HUBER TECHNOLOGY MIDDLE EAST bei diesem Projekt nicht nur als Zulieferer der Maschinentechnik agierte, sondern als Main Contractor! Das heisst sämtliche anfallenden Arbeiten wie Erd- und Bauarbeiten oder Rohrleitungsbau mussten geplant, koordiniert und letztendlich erledigt werden. Eine weitere wichtige Bedingung war, dass die Ausführung des Projektes innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein musste. Letzter Fertigstellungstermin war der 15. Mai 2007 - an diesem Tag mussten sich beide RoDisc® drehen! Weiterhin waren Betrieb und Instandhaltung der Anlage für den Zeitraum eines Jahres Bestandteil des Auftrages. Problematisch bei der endgültigen Klärung der Ausführung waren die sehr beengten Platzverhältnisse auf der Pumpstation. Hinzu kam, dass sich die Pumpstation in einer sehr guten Wohngegend Sharjahs befindet und man an bestimmte Auflagen gebunden war. Schliesslich konnte im Januar 2007 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Wir hatten uns entschieden, beide RoDisc® in je einem Betonbehälter zu installieren, welche zu ca. 2/3 unterirdisch angeordnet sind. So sind die Maschinen / das Bauwerk gemäss Anforderung von aussen nicht sichtbar und zum anderen ist eine einfache und leichte Zugänglichkeit für Service- und Wartungsarbeiten immer noch gewährleistet. Die Abreinigung der Filterscheiben (Gewebe) erfolgt über je zwei Hochdruckpumpen pro Maschine, welche das gereinigte Abwasser direkt aus den Tanks saugen. Beide RoDisc® wurden Mitte März nach Sharjah verschifft und konnten Anfang Mai in die vorhandenen Betontanks installiert werden. Am 21. Mai wurde die RoDisc® unter Anwesenheit der Leitung der Sharjah Drainage Section offiziell in Betrieb genommen. Die RoDisc® sind jetzt seit ca. sechs Monaten in Betrieb und konnten bis dato vollends überzeugen. Als problematisch sind jedoch die andauernd schlechten Betriebsbedingungen (Zulaufqualität) anzusehen. Der TS-Gehalt des Zulaufs ist laufend weit über den im Tender spezifizierten Angaben und Werte von 200 - 300 mg/l abfiltrierbare Stoffe sind alltäglich (Spitzenwerte bis zu 750 mg/l im „worst case“). Ausserdem konnten wir feststellen, dass Haare und Faserstoffe nahezu ungehindert die Kläranlage durchfliessen und so das Maschengewebe der RoDisc® zusätzlich belasten. Hinzu kommt noch ein hydraulischer Druck von 5 -6 bar in der Zulaufleitung, der in dieser Höhe ebenfalls nicht bekannt war. Der hohe Schlamm- und Schmutzstoffanteil im Zulauf führt natürlich zu einer erhöhten mechanischen Belastung des Maschengewebes (durch höheren Druckverlust) und zu einer Reduzierung des Durchsatzes. Trotz dieser erschwerten Bedingungen sind die Ablaufwerte der RoDisc® hervorragend und bewegen sich in einem Bereich von 10 – 20 mg/l abfiltrierbare Stoffe. Sowohl der Sharjah Golf & Shooting Club als auch die Sharjah Drainage Section sind mit den Leistungsdaten und Reinigungsergebnissen der RoDisc® höchst zufrieden. Fazit: Mit den ersten beiden verkauften Mikrosiebungsanlagen im Arabischen Golf konnte die Leistungsfähigkeit der RoDisc®, in Bezug auf Ablaufqualität und Durchsatzleistung, auch in der Praxis und ausserhalb von Vorführungen/Pilotierungen eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden – sogar unter extrem erschwerten Bedingungen. Der Anwendungsfall, sprich die Ablaufsiebung überlasteter Kläranlagen, entspricht genau dem Profil der RoDisc® und stellt in Bezug auf weltweit immer striktere Bestimmungen für die Ablaufqualität von Kläranlagen eine optimale Lösung dar. In wasserarmen oder boomenden Regionen wie im Mittleren Osten und Asien, in denen gereinigtes Abwasser ein sehr wichtiger Rohstoff ist, kann über unsere RoDisc® eine andauernd gleich bleibende Ablaufqualität garantiert werden.[...]
[...]Anwendungen & Vorteile Für jede Anwendung die richtige Maschine Industrielle und kommunale Anwendungen Erste und zweite Reinigungsstufe Schutz von Membrananlagen Maschineller Ersatz des Vorklärbeckens Entlastung der biologischen Stufe durch Reduktion von CSB / AFS Siebung von Kraftwerkseinläufen Behandlung von Kühlwasserkreisläufen Brauereiabwasser River and sea outfall Oberflächen- und Flusswassersiebung Die Vorteile liegen auf der Hand Wirtschaftliche Gerinne-/Maschinendimensionierung Geringe Life Cycle Costs Einfache Wartung und Betriebsweise Automatische rotierende Hochdruckreinigung mit sehr geringem Wasserbedarf (0,25 l/s) Einbau in Gerinne oder Behälter Bester Korrosionsschutz durch Edelstahlbauweise und Passivierung im Vollbad Die HUBER Siebanlagen blicken auf eine lange Tradition zurück. Seit über 30 Jahren wird die bewährte ROTAMAT® Maschinentechnik weltweit erfolgreich eingesetzt. Um den sich stetig ändernden Anforderungen sowie den verschiedenen Randbedingungen gerecht zu werden, entwickelt HUBER die Rechen- und Siebanlagen permanent weiter. So kamen zur ROTAMAT® Familie die bekannten Stufenrechen STEP SCREEN® sowie die Rechensysteme der MAX-Familie hinzu. Die Forderung des Marktes nach immer besserer Abscheidung bei gleichzeitig grossen Durchsatzmengen veranlasste HUBER zur Entwicklung des HUBER Trommelsiebes LIQUID. Die Situation Sowohl in der kommunalen als auch in der industriellen Abwasserreinigung ist eine mechanische Vorreinigung mit Abtrennung der Grobstoffe sowie einer Entnahme der Schwimm-, Sink-, und Schwebstoffe notwendig. Je nach Abwasserreinigungsverfahren sind dabei unterschiedliche Anforderungen an die Abscheideleistung der mechanischen Vorreinigung zu stellen. Speziell Anlagen, welche nach dem Membranbelebungs-verfahren arbeiten, stellen dabei höchste Anforderungen an die Abtrennung aller Störstoffe. Für eine wirtschaftliche Lösung muss die gewählte Maschinentechnik nicht nur die geforderte Abscheideleistung einhalten, sondern sich auch durch eine möglichst hohen Durchsatz bei gleichzeitig höchster Betriebssicherheit auszeichnen. Unsere Lösung: HUBER Trommelsieb LIQUID Das HUBER Trommelsieb LIQUID ist eine Siebmaschine, welcher in verschiedenen Ausführungsformen verfügbar ist und somit für zahlreiche Anwendungen der festflüssig Trennung geeignet ist. Die horizontale Trommel wird je nach Anwendungsfall mit Maschengewebe, Spaltsieb oder Lochblech bestückt. Funktionsprinzip Das HUBER Trommelsieb LIQUID zeichnet sich durch einen horizontal im Gerinne oder in einem Behälter angeordneten Siebkorb aus, der von Innen nach Aussen durchströmt wird. Das Abwasser fliesst durch die offene Stirnseite in den Siebkorb und die Feststoffen werden im Inneren des Trommelsiebes zurückgehalten. Die speziell entwickelte Abdichtung zwischen Gerinne und stirnseitiger Siebkorböffnung gewährleistet dabei, dass kein ungesiebtes Abwasser den Siebkorb passieren kann. Mit zunehmender Belegung des Siebkorbes mit abgetrennten Feststoffen steigt der Wasserstand vor dem Trommesieb. Sobald ein vorgegebener maximaler Wasserstand erreicht ist, beginnt die Reinigung des Siebkorbs. Für die Reinigung dreht sich der Siebkorb langsam um seine geneigte(??) Achse. Am Scheitel spritzt eine Düsenleiste Wasser von aussen gegen den Siebkorb. Dabei werden die innen am Siebkorb anhaftenden Feststoffe gelöst und in einen Trichter geschwemmt, der im Inneren der Trommel angeordnet ist. Aus dem Trichter wird das Siebgut im freien Gefälle abgeführt. Alternativ kann das Siebgut auch mittels einer Pumpe abgesaugt und auf ein höheres Niveau gefördert werden. Für die weitere Behandlung des abgetrennten Siebgutes steht die HUBER Waschpresse WAP® liquid zur Verfügung. So kann das Siebgut entwässert und in einen Container abgeworfen werden. Hierdurch kann die vorhandene Schlammbehandlung entlastet werden. Hochdruckreinigung Zur präventiven Reinigung des Siebkorbes kann optional eine innovative automatische Hochdruckreinigung integriert werden. Der, durch den Wasserdruck selbsttätig rotierende Düsenkopf wird in einer linearen Bewegung über die gesamte Länge des Siebkorbes geführt. So wird eine sehr effiziente Reinigung des gesamten Siebkorbes erreicht. Der Wasser- und Personalbedarf für die Reinigung wird auf ein Minimum reduziert. Betriebssichere Abdichtung Jedes System ist nur so gut wie sein Abdichtungssystem im Zulauf der Maschine. Um eine gesicherte Feststoffabscheidung erzielen zu können, wurde eine spezielle PU-Abdichtung integriert. Diese Abdichtung stellt sicher, dass kein ungesiebtes Abwasser das HUBER Trommelsieb LIQUID passieren kann. Somit können konstante Abscheideleistungen betriebssicher eingehalten werden. Wartungsfreundlicher Kettenantrieb Das HUBER Trommelsieb LIQUID ist mit einer einzigartigen selbstjustierenden Lagerungseinheit mit Kettenantrieb ausgestattet. Die Lagerung ist wassergeschmiert aus einem hochverschleissfesten Kunststoffverbundwerkstoff. Die Lagerung im eingebauten Zustand der Maschine auswechselbar. Technische Daten Die Maschine besteht komplett aus Edelstahl und ist im Vollbad gebeizt, so dass sie bestens gegen Korrosion geschützt ist und wenig gewartet werden muss. Die kompakte Maschine kann in einem Behälter geliefert oder direkt in ein Gerinne eingebaut werden. Das HUBER Trommelsieb ist in 4 Baugrössen erhältlich. Mit Durchsatzleistungen bis zu 10.000 m³/h Abwasser Trommeldurchmesser 2,2m Trommellänge bis 4m Lochblech von 1,5 - 3mm Lochweiten Star design von 1 - 2mm Maschenweiten von 0,2 - 0,75mm Spaltweiten von 0,5-3mm Galerie: Verschiedene Ausführungsformen des HUBER Trommelsiebes LIQUID Spaltsieb: Trommelsieb LIQUID ww Spaltweite 0.5 / 1 / 2 / 3 mm Feststoffrückhalt bei gleichzeitig hohen Durchsatzleistungen von bis zu 10.000 m³/h pro Maschine Typische Anwendungen: Mechanische Vorreinigung für Kläranlagen, industrielle fest-flüssig Trennung Lochblech: Trommelsieb LIQUID pp Lochweite 1.5 / 1 / 2 / 3 mm Hohe Abscheideleistungen und Rückhalt von Fasern und Haaren Typische Anwendungen: Schutz von Membranbelebungsanlagen Gekantetes Lochblech: Trommelsieb LIQUID Star Lochweite 1 / 1 / 1.5 / 2 mm Vergrösserte Siebfläche und damit höherer Durchsatz ; hohe Abscheideleistungen und Rückhalt von Faserstoffen und Haaren Typische Anwendungen: Schutz von Membranbelebungsanlagen Maschengewebe: Trommelsieb LIQUID Mesh Maschenweite von 0,2 bis 0,75 mm Höchste Abscheideleistung und Reduktion der CSB- und BSB-Fracht um 20 – 40%. Typische Anwendungen: Entfrachtung der Vorklärung, Ersatz des Vorklärbeckens, Sea and River Outfall Anwendungen[...]
[...]Winsen, Deutschland Wachsende hydraulische Belastungen sowie Veränderungen im Absetzverhalten des Belebtschlammes verursachen, dass Kläranlagen häufig die heutigen Mindestanforderungen an den Feststoffrückhalt im Ablauf nicht betriebssicher einhalten. Die verursachte erhöhte CSB-, BSB- und Phosphor-Belastung im Ablauf verursacht wiederum erhöhte Abwasserabgaben und eine sauerstoffzehrende Belastung der Vorfluter. Im folgendem wird eine effiziente und wirtschaftlich schnell umsetzbare Möglichkeit zur Erweiterung oder Ertüchtigung einer Kläranlage, mit der ein nahezu feststofffreier Ablauf erreicht wird, vorgestellt. Situation auf der Kläranlage Winsen an der Aller Die Gemeinde Winsen (Aller) liegt im Landkreis Celle, in Niedersachsen. Zur Gemeinde zählen sechs Ortsteile mit insgesamt ca. 13.000 Einwohnern. Die mechanisch-biologische Kläranlage Winsen, wurde 1986/87 gebaut. In den Jahren 2000/2001 wurde die Anlage erheblich auf 22.000 EW mit weitgehender Nitrifikation und Denitrifikation erweitert. Das Abwasser wird ausschliesslich über Pumpwerke zur Kläranlage gefördert. Die Kläranlage besteht aus einer Rechen-/Sandfang-Kompaktanlage und einem anaeroben Absetzbecken zur biologischen Phosphorelimination. Die Belebung besteht aus zwei Belebungsbecken, die intermittierend belüftet werden und zwei Nachklärbecken. Bei Bedarf kann zur Entfernung des Restphosphors simultan gefällt werden. Das gereinigte Wasser wird in die Aller, ein Gewässer I. Ordnung, Gewässergüteklasse II, eingeleitet. Der in der Belebung simultan stabilisierte Überschussschlamm wird maschinell eingedickt, zwischengespeichert und landwirtschaftlich verwertet. Eine vorhandene aerob-thermophile Schlammstabilisierungsanlage ist nicht in Betrieb. Nach Stilllegung der Kläranlage einer Nachbargemeinde ist zukünftig die Überleitung dieser Abwässer geplant. Daraus ergibt sich ein neu ermittelter Anschlusswert von 25.000 EW. Im Rahmen dieser Erweiterung ergab die Nachrechnung der Kläranlage Winsen, dass die geforderten Ablaufwerte mit der vorhandenen Nachklärung für die zu berücksichtigende Zulaufspitze von knapp 520 m³/h nicht sicher eingehalten werden können. Daraufhin wurden mehrere Möglichkeiten zur sicheren Einhaltung der Ablaufwerte, wie die Aufrüstung der Nachklärbecken, ein weiteres Nachklärbecken, ein zulaufseitiges Zwischenspeicherbecken und eine nachgeschaltete Filteranlage in die Überlegungen einbezogen. Entschieden wurde sich am Ende für die Filteranlage, da diese nicht nur die Extremzuläufe sicher abreinigt, sondern z.B. auch bei Störfällen auf der Anlage eine Art Polizeifunktion übernehmen kann und damit am vielseitigsten betrieben werden kann. Mehrere am Markt befindliche Filtersysteme sind bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt worden. Verfahrenstechnik eines Scheibenfilters Der geringe Platzbedarf, der geringe Druckverlust, der modulare Aufbau sowie die Beschickung im freien Gefälle des Huber RoDisc Scheibenfilters ermöglicht eine einfache Anpassung an die vorhandenen Gegebenheiten und beschränkt die baulichen Massnahmen auf ein Minimum. Der RoDisc® Scheibenfilter arbeitet grundlegend nach dem bewährten und bekannten Prinzip eines Trommelfilters. Die Maschine besteht aus horizontal gelagerten und drehbaren Filterscheiben, die auf einer Zentrumswelle montiert und bis zu 60% eingestaut werden. Die Scheibensegmente sind mit einem gewobenen Maschengewebe aus Polyester bestückt und werden durch das zu reinigende Abwasser von innen nach aussen durchströmt, wobei das gewonnene Filtrat stirnseitig über ein Ablaufwehr aus der Maschine geleitet wird. Die besonderen Vorteile in der Verwendung des Maschengewebes liegen speziell im definierten Trennschnitt, der zweidimensionalen Struktur, der Lebensdauer und der Stabilität. Während der Filtration verbleiben die Scheiben in der Ruhestellung, wodurch geringe Betriebskosten anfallen. Die an der Siebfläche abgeschiedenen Feststoffe bewirken einen Rückstau und damit verbunden ein Anwachsen des Wasserspiegels innerhalb der Scheiben bzw. des Zentrumsrohrs, bei Erreichen des vorgewählten maximalen Wasserspiegels erfolgt die Reinigung der Siebfläche von den abgelagerten Feststoffen durch eine Spritzdüsenleiste während der langsamen Rotation der Scheibe. Die Beschickung der Düsen erfolgt über eine Pumpe mit filtriertem Abwasser (interner Spülwasserkreislauf) – es wird keine externe Wasserversorgung benötigt. Die sich durch die Wirkung der Sprühstrahlen ablösenden Feststoffe werden über einen unterhalb der Segmentöffnungen angeordneten Trichter aus dem Behälter entfernt. Die sich ausbildende Höhendifferenz zwischen Wasserspiegel innerhalb des Zentrumsrohrs und im Betonbecken ist die treibende Kraft innerhalb des Filtrationsprozesses, wodurch kein Anheben oder Absaugen des Abwassers notwendig ist. Zusammenfassung Erhöhte Einwohneranschlusswerte und damit einhergehende erhöhte hydraulische Belastungen führen bestehende Anlagen an ihre Kapazitätsgrenzen. Zeitweise abtreibende Belebtschlammflocken aus dem Nachklärbecken sorgen für eine gesteigerte Belastung des Vorfluters. Eine Scheibenfilteranlage ist eine einfache, wirtschaftliche und effiziente Lösung und kann somit einen entscheidenden Beitrag zum Schutz des Gewässers vor sauerstoffzehrender Fracht und Eutrophierung darstellen. Der geringe Druckverlust sowie der geringe Platzbedarf ermöglichen eine problemlose Integration der nachgeschalteten Filtrationsstufe in bestehende Kläranlagen. In der Planung zur Erweiterung oder der Ertüchtigung einer Kläranlage sollte die verfahrenstechnische Möglichkeit einer nachgeschalteten Filtrationsstufe auf jeden Fall berücksichtigt werden.[...]
[...]Düdelingen, Luxemburg Unser wichtigstes Lebensmittel Obwohl die Oberfläche unserer Erde zu 71 % mit Wasser bedeckt ist, steht jedem fünften Erdbewohner kein sauberes Wasser zur Verfügung. Der für den Menschen nutzbare Teil an Süsswasser stellt weniger als 1 % dar. Die Stadtwerke in Düdelingen, Luxemburg, sind sich ihrer Aufgabe, das wenige Trinkwasser auf der Erde zu schützen und in hervorragender Qualität dem Verbraucher zur Verfügung zu stellen, bewusst und haben eine zukunftsorientierte Sanierung ihrer Trinkwasserspeicher durchgeführt. Trinkwasser in Düdelingen Die Stadtwerke Düdelingen erhalten das Trinkwasser vom Syndikat SES (Syndicat des Eaux du Sud) aus Koerich. Dieses Wasser besteht aus einem Gemisch von 2/3 Quellwasser (vom SES aus dem Gebiet des Luxemburger Sandsteins rund um das Eichtal gefördert) und 1/3 Oberflächenwasser, aus dem Stausee in Esch-Sauer gewonnen und von SEBES (Syndikat des Eaux du Barrage d´Esch–sur-Sûre) gefördert. Das Quellwasser wird durch Druckleitungen zu dem Hauptbehälter Rehbierg gepumpt, welcher in der Ortschaft Kahler auf einer Höhe von 400 m über dem Meeresspiegel steht. In diesen Behälter mit einer Kapazität von 15.000 m³ erfolgen ebenfalls die Einspeisung des SEBES Wassers und die Vermischung. Von hier aus tritt das Trinkwasser seinen Weg über Fallleitungen mit natürlichem Gefälle zu den Ortsbehältern an, wo es in die Trinkwasserleitungsnetze eingespeist und zum Endverbraucher transportiert wird. Sanierung durch HUBER-Technik Im Jahr 2002 wurde der Behälter Roudebierg mit einer Luftfilteranlage Typ 662 ausgestattet, um die Luft, welche der Trinkwasserspeicher beim Entleeren einsaugt, zu reinigen. Zugleich wurden die alten Belüftungen, die sich noch über der Wasserkammer befanden, abgedichtet, so dass der Behälter nur noch über die neue Luftfilteranlage be- und entlüftet wird. Diese alten Belüftungen stellten ein Gefährdungspotenzial für die Qualität des Trinkwassers dar: Die Luft für den Druckausgleich des Behälters wurde nicht gefiltert und vorhandene Pilze, Sporen und Bakterien konnten das Trinkwasser verkeimen. Durch das Abdichten der alten Belüftungen, welche sich über der freien Wasseroberfläche befanden, ist das Risiko, dass das Trinkwasser durch Vandalismus verschmutzt wird, auf ein striktes Minimum beschränkt worden. Durch die sehr guten Erfahrungen mit der Luftfilteranlage am Hochbehälter Roudebierg wurden zwei weitere Behälter, Hochbehälter Weich und Hochbehälter Mont St. Jean, ein Jahr später ebenfalls nach dem neusten Stand der Technik umgerüstet. Die Luftansaugung bei allen Behältern erfolgt aus der direkten Umgebung, wobei die Be- und Entlüftungsanlagen gut zugänglich im Bedienhaus installiert sind. Die Luftleitung wurde luftdicht, beul- und verwindungssteif ausgeführt. Sie wurde im leichten Gefälle verlegt, so dass das anfallende Kondenswasser über den in der Luftfilteranlage fest eingeschweissten Kondenswasserablauf abgeleitet wird. Die Luftfiltereinheit wurde in die Luftleitung zwischengebaut. In dieser Luftfiltereinheit befinden sich die Filter mit einem Abscheidegrad von bis zu 99,997% zur optimalen Reinigung der Zuluft. Die Filter bestehen aus keimabtötendem Material, so dass auch bei hoher Beladung und Luftfeuchtigkeit keine hygienische Belastung des Trinkwassers erfolgt. Die Überwachung der Filterverschmutzung erfolgt durch ein Kontaktmanometer. Die Druckdifferenz wird vor und nach den Filtern er- fasst. Bei Überschreitung der zulässigen Arbeitsdrücke erfolgt eine akustische/optische Meldung. Das Kondenswasser aus der Luftleitung und der Luftfiltereinheit wird zuverlässig abgeleitet. Da das anfallende Kondenswasser auch mit Staub, Bakterien und Viren beladen ist, erfolgt die Entnahme ohne Rückvermischung. Ein eingebautes Rückschlagventil/Kugelhahn verhindert das Eindringen von ungefilterter Falschluft. Im Zuge dieser Umbau- und Ertüchtigungsmassnahmen wurde durch passive Schutzmassnahmen auch die Einbruchsicherheit erhöht. Das Ansaugen der Aussenluft bzw. das Ausblasen von verdrängter Luft erfolgt nun über einbruchhemmende Jalousien. Die Verankerung der Jalousien ist nur von der Gebäudeinnenseite zugänglich. Die alten Zugangstüren wurden bei allen drei Behältern durch einbruchhemmende Sicherheitstüren, komplett aus Edelstahl, ersetzt. Diese Sicherheitstüren wurden von einem Prüfinstitut getestet und besitzen eine Widerstandsklasse WK3 (RC3). Die stabile Ausführung der Konstruktion bei den Jalousien und auch bei den Türen dient zum Schutz vor mutwilliger Zerstörung und Randalismus. Durch diese Massnahmen ist die Gemeinde Dudelingen ihrer Verpflichtung, den Einwohnern hygienisch sauberes und einwandfreies Trinkwasser jederzeit und in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, zu 100% nachgekommen.[...]
[...]Guangzhou, China Die 16. Asia Olympics werden im Zeitraum vom 12. bis zum 27. November 2010 in der Stadt Guangzhou (Provinz Guangdong) in China durchgeführt. Die Asia Olympics gelten als das grösste sportliche Ereignis in Asien und werden alle vier Jahre durchgeführt. In ganz Asien wird den Spielen mit grosser Vorfreude entgegen gefiebert und die Sportstätten werden gut besucht sein. Für ein entsprechendes Grossereignis wie die Asia Olympics muss die Infrastruktur modernisiert und ausgebaut werden. Hierzu gehören auch die Anlagen zur Abwasserentsorgung und –aufbereitung deren Kapazitäten ausgebaut und auf den neuesten Stand gebracht werden. Die HUBER SE stattet hierbei die grösste Kläranlage der Stadt Lie De mit 28 RoDisc® Scheibenfiltermaschinen aus. Es wird damit das täglich anfallende Abwasser von insgesamt mehr als 2,15 Millionen Einwohnern und einer angeschlossenen Fläche von 150 Quadratkilometern behandelt. Die Spitzenlast beträgt 8,43 Kubikmeter pro Sekunde (!). Das gereinigte Abwasser wird dem Vorfluter Pearl River zugeführt. Der RoDisc® Scheibenfilter ist eine Mikrosiebmaschine, welche in diesem Projekt zur Vorbehandlung des Abwassers für die nachgeschaltete UV-Desinfektion eingesetzt wird. Der Rückhalt an Belebtschlammflocken und feiner Suspensa, welche durch das Nachklärbecken nicht betriebssicher zurückgehalten werden können, ist die Voraussetzung für einen störungsfreien und effizienten Betrieb einer UV-Desinfektion. Der nahezu feststofffreie Ablauf des Scheibenfilters reduziert den Stromverbrauch, erhöht die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer der UV-Desinfektionsanlage. Der RoDisc® Scheibenfilter arbeitet dabei grundlegend nach dem bewährten und bekannten Prinzip von Trommelfiltern. Die Maschinen bestehen aus 24 horizontal gelagerten und drehbaren Filterscheiben, die auf einer Zentrumswelle montiert und im Betrieb bis zu 60 % eingestaut sind. Während der Filtration verbleiben die Scheiben in der Ruhestellung. Die Feststoffpartikel lagern sich unter dem Einfluss der Schwerkraft an der Siebfläche ab, wobei mit zunehmender Filtrationsdauer das Maschengewebe durch zurückgehaltene Feststoffe belegt wird. Dies hat einen Anstieg der Druckdifferenz zur Folge. Bei Erreichen einer vorgewählten maximalen Druckdifferenz erfolgt die Reinigung der Siebfläche von den abgelagerten Feststoffen durch eine Spritzdüsenleiste während der langsamen Rotation der Scheibe. Die Beschickung der Düsen erfolgt über eine Pumpe mit bereits filtriertem Abwasser. Die sich durch die Wirkung der Strahlen ablösenden Feststoffe werden über einen unterhalb der Segmentöffnung positionierten Trichter aus dem Becken entfernt und dem Kläranlagenzulauf hinzugeführt. Der Filtrationsprozess wird bei diesem Reinigungsprozess nicht unterbrochen. Eine Filterscheibe besteht aus 12 einzelnen Segmenten. Die Filtersegmente sind aus hochwertigem Polypropylen gefertigt. Das Filtergewebe, in diesem Projekt Edelstahldrahtmaschengewebe, ist mittels eines thermischen Einbettverfahrens auf den Filterplatten fixiert. Das Maschengewebe hat speziell im definierten Trennschnitt, der hohen Lebensdauer und Stabilität seine Vorteile. Das Einbettverfahren ermöglicht eine formschlüssige Verbindung des Maschengewebes mit der Filterplatte, wodurch das Gewebe dauerhaft geschützt und sicher fixiert ist. Weitere Projekte in der Pipeline Die HUBER SE ist auch an weiteren Grossprojekten in China mit dem RoDisc® Scheibenfilter beteiligt. So wurden die Kläranlagen Shi Jing (sechs RoDisc® 30), Jiang Ning I (zwei RoDisc® 20), Jiang Ning II (vier RoDisc® 26) und Wuxi (zwei RoDisc® 20) ebenfalls mit Mikrosiebmaschinen ausgerüstet. Der Scheibenfilter konnte dabei aufgrund seines geringen Druckverlustes und des geringen Platzbedarf ohne zusätzliche Änderung des Kläranlagenkonzeptes nachträglich integriert werden und damit eine deutliche Verbesserung der Ablaufqualität gewährleisten.[...]