Nach 25 Jahren Betrieb: Austausch des Filterstufenrechens durch effiziente HUBER Siebanlage ROTAMAT® Ro2 auf der Kläranlage Schnaittachtal
Die Kläranlage Schnaittachtal besteht bereits seit knapp 50 Jahren und beschäftigt derzeit sechs Klärwärter und eine Klärwärterin. Seit Jahren schon setzt die Anlage auf HUBER Maschinen zur mechanischen Abwasserreinigung, wie beispielsweise die HUBER Waschpresse WAP® Ro4-OS, HUBER Trogförderschnecke Ro8, sowie den HUBER Filterstufenrechen SSL. Diese wurden nun durch eine neue HUBER Siebanlage ROTAMAT® Ro2, Baugröße 1600 mit 3 mm Spaltweite, HUBER Trogförderschnecke Ro8 T und HUBER Waschpresse WAP® SL ersetzt.
Ein Vierteljahrhundert im Einsatz
Seit 1999 im Einsatz, wurde der damals aufgrund seiner mechanischen Effizienz allseits bekannte Filterstufenrechen im August 2024 außer Betrieb genommen. Nach dieser langen Betriebszeit von rund einem Vierteljahrhundert ließ die Abscheideleistung zum einen altersbedingt und zum anderen bedingt durch die Veränderungen der Zulaufsituationen im Abwasser (Spülstoßbelastungen, Veränderungen im Rechengut) nach, so dass die nachgeschalteten Prozesse nicht mehr optimal ablaufen konnten.
Effizienzsteigerung durch moderne Siebtechnik
Mithilfe der neuen Siebanlage wurde eine effizientere Lösung gefunden – nicht nur hinsichtlich Effizienz, sondern auch in Bezug auf ihre Wartung. Somit hatte der Filterstufenrechen nur noch geringe finanzielle Rentabilität. Dem Filterstufenrechen wurde aufgrund seiner Belastung eine Standzeit von 15 bis 20 Jahren zugeschrieben. Die regionale Besonderheit der Gegend in der Nähe von Neunkirchen am Sand gibt bereits Aufschluss darauf, was auch wesentlich zum Verschleiß des Filterstufenrechens durch das Abwasser der Region beigetragen hat.
Deutliche Entlastung der Gesamtanlage
Die Belastungen in den weiteren Bereichen der Kläranlage sind nun seit der Installation der neuen HUBER Siebanlage ROTAMAT® Ro2 sehr stark zurückgegangen. Denn durch die hohe Effizienz der neuen Siebanlage werden auch die kleinsten Reststoffe viel einfacher zurückgehalten und sicher aus dem Abwasserstrom entnommen. Dies zeigt sich auch in der jetzt anfallenden Rechengutmenge. Diese hat sich im Vergleich zum alten Filterstufenrechen verdoppelt.
Bauliche Herausforderungen erfolgreich gemeistert
Für den Austausch der Anlage gab es zunächst platztechnische Herausforderungen. Hintergrund war der für die Siebanlage benötigte Platz, der sich auf die doppelte Größe im Vergleich zum Filterstufenrechen belief. Notwendig waren statt der 80 cm nun 1,6 m, da für die Anlage ein breiteres Gerinne benötigt wurde. Der Umbau mit dem Ausbau des Hauptrechens, dem Einbau des neuen Gerinnes und dem Neueinsetzen wurde in nur vier Wochen zügig durchgeführt.
Erfolgsfaktor: Präzise Planung und Projektsteuerung
Dass dieser anspruchsvolle Umbau mit Neugestaltung des gesamten Zulaufbereiches sowie die Erneuerung der Abwasserhebeschnecken in diesem Zeitfenster realisiert werden konnte, wurde auch durch die perfekte Planung und Projektsteuerung durch das beauftragte Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg ermöglicht.
Für das in uns gesetzte Vertrauen und für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken wir uns bei allen Projektbeteiligten, insbesondere bei den Mitarbeitern der Kläranlage Schnaittachtal.



