Oberflächenwasserbehandlung eines Entsorgungsbetriebes: HUBER Druckentspannungsflotation HDF reinigt Abwasser für den Isarzulauf


Die Werkstoffgewinnungs- und Vermarktungsgesellschaft (WGV) Quarzbichl betreibt für die Landkreise Bad Tölz und Wolfratshausen die Dienstleistungsaufgaben der kommunalen Abfallwirtschaft. Weiterhin wird vor Ort Kompost zu hochwertigen Erden aufbereitet.
Die anfallenden Oberflächenabwässer werden in einem Zwischenspeicher gesammelt und zur Direkteinleitung in die Loisach aufbereitet. Für das Verfahren mit der HUBER Druckentspannungsflotation HDF hat man sich entschieden, weil die Abwässer fast ausschließlich partikulär belastet sind, die Trennung von Schwebstoffen und Klarwasser ohne Verblockung funktioniert und anfallende Reststoffe entsprechend aufkonzentriert werden.
Pilotierung als Nachweis der Machbarkeit
Jedes neue Verfahren bringt von Haus aus gewisse Unsicherheiten und noch fehlende Erkenntnisse über weitergehende Auswirkungen mit sich. Um eine Vertrautheit für den späteren Betreiber der Anlage zu erreichen, wurde die Praxistauglichkeit des gewählten Verfahrens mit einer Pilotanlage überprüft. Diese Anlage wurde temporär beim Kunden installiert, um den Nachweis der Machbarkeit zu erbringen.
Bei dieser Pilotierung können die späteren Aufwände für den Betrieb realistisch abgeschätzt werden. Weitere Kostenfaktoren wie Chemikalien werden spezifisch ermittelt und erlauben daher eine wirtschaftliche Betrachtung der Anlagentechnik.
Auch die Zuverlässigkeit der Anlage bei wechselnden betrieblichen Abwasserzusammensetzungen wird hier auf Herz und Nieren geprüft. Unabhängige Prüflabore sowie eine qualifizierte Auswertung danach bringen verlässliche Daten für einen späteren Betrieb der Anlagentechnik mit sich.
Übertrag der Ergebnisse zur Festinstallation
Wertvolle Erkenntnisse wirken Überraschungen entgegen: Ausgehend von den erreichten Erkenntnissen und Ergebnissen kann die Dimensionierung der späteren Großanlage vorgenommen werden. Die Herausforderungen des Pilotbetriebes fließen in die Konzeptionierung der Großanlage mit ein.
In diesem Projekt wurde großtechnisch als erste Stufe ein Inline-Sieb verbaut, welche als sogenannter Polizeifilter Grobstoffe zuverlässig zurückhält. Die folgende chemische Stufe wurde in Form eines Röhrenflockulators mit entsprechenden Erkenntnissen aus dem Pilotversuch konzipiert.
Eine Besonderheit hierbei ist, dass trinkwasserzertifizierte Produkte zur chemischen Konditionierung zum Einsatz kommen müssen. So ist gewährleistet, dass der später entstehende Flotatschlamm innerbetrieblich einer natürlichen Kompostierung zugeführt werden kann.
Abwasserreinigung für Isarzulauf
In der Flotationszelle werden abschließend mit Hilfe von feinsten Gasblasen die Feststoffe aus dem Abwasser an die Wasseroberfläche transportiert. Das im Unterstand verbleibende Wasser ist komplett frei von Partikeln und kann somit in den Vorfluter, die später in die Isar mündende Loisach, direkt eingeleitet werden. Um die konstant hohe Qualität des Wassers im Ablauf zu gewährleisten, ist entsprechende Messtechnik zur Überwachung installiert.









