Neue HUBER Global Service Academy: Wissen als Erfolgsfaktor
Mit der fortschreitenden Internationalisierung und dem stetigen Wachstum der HUBER-Gruppe wird der Transfer von Wissen zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor – sowohl intern als auch in der Kundenbeziehung. Die neu geschaffene Global Service Academy verfolgt das Ziel, die Expertise rund um unsere Produkte und Services systematisch und skalierbar zu vermitteln. Durch ein erweitertes Schulungsangebot, digitale Lernplattformen und praxisorientierte Trainingsformate wird ein zukunftsorientierter Rahmen geschaffen, der Know-how weltweit verfügbar macht – effizient, standardisiert und nachhaltig.
Seit April 2025 leitet Harald Neumann diesen neuen strategischen Bereich. Im Interview gibt er Einblicke in seine neue Rolle, seine Ziele – und auch ein wenig in sein Privatleben.
Harald, du bist seit April 2025 Manager der neuen Global Service Academy bei HUBER. Wie verlief dein bisheriger Weg im Unternehmen?
Harald Neumann: Ich bin seit November 2002 bei HUBER und habe zunächst im internationalen Vertrieb für Produkte zur mechanischen Schlammbehandlung gearbeitet. 2005 bin ich in das Produktmanagement gewechselt und war dort unter anderem für die Q-PRESS®, S-DISC und STRAINPRESS® verantwortlich. Mein Studium der Umweltverfahrenstechnik habe ich an der FH Nürnberg absolviert, inklusive einer Diplomarbeit über Trinkwasseraufbereitung in Australien.
Was reizt dich an der neuen Position besonders?
Der direkte Kontakt zu Kollegen und Kunden, die tagtäglich mit unseren Produkten arbeiten – das ist für mich besonders spannend. Ich finde es sehr motivierend, an der Schnittstelle zwischen Technik, Service und Wissensvermittlung zu arbeiten und damit aktiv zur langfristigen Qualität unserer Dienstleistungen beizutragen.
Welche strategischen Vorteile bringt die Global Service Academy aus deiner Sicht mit sich – insbesondere für HUBER als Gesamtunternehmen?
Die Internationalität unseres Teams und die wachsende Zahl an installierten HUBER-Produkten machen eine strukturierte und skalierbare Wissensvermittlung unerlässlich. Mit der Service Academy können wir standardisierte Schulungsinhalte weltweit digital bereitstellen. Gleichzeitig bauen wir das Angebot an Präsenzschulungen für Servicemitarbeiter und Betreiber deutlich aus, was den Wissenstransfer in beide Richtungen fördert.
Worauf fokussieren sich die Schulungsinhalte konkret?
Zunächst bleiben die bewährten Inhouse-Schulungen für unsere Kolleginnen und Kollegen ein zentrales Element. Neu ist, dass wir nun gezielt auf kontinuierliche, nachvollziehbare Weiterbildung bis hin zu Zertifizierungen setzen. Besonders wichtig wird künftig der Fokus auf unsere Kunden: Betreiber unserer Anlagen sollen Schulungsangebote erhalten, die flexibel hinsichtlich Ort und Inhalt gestaltet werden können – ein entscheidender Aspekt im Sinne eines ganzheitlichen Lifecycle-Services und v.a. auch ein neues Geschäftsmodell im Produktportfolio des HUBER Global Service.
Wie gehst du den Aufbau und die Weiterentwicklung der Academy konkret an?
Im ersten Schritt haben wir einen internen Schulungskalender für die meistverkauften HUBER-Produkte erstellt. Parallel werden die Inhalte digitalisiert und online bereitgestellt. Zugleich erfassen wir die Kompetenzen unserer internationalen Serviceteams, um gezielt Weiterbildungsbedarfe zu erkennen und proaktiv anzugehen. Künftig wird eine Software diesen Prozess unterstützen. Inhaltlich erweitern wir unser Portfolio um Themen wie Automatisierung sowie Mess- und Prozesstechnik. Auch die Schulung von Betreibern wird ein zentraler Bestandteil sein.
Was ist für dich persönlich der wichtigste Aspekt der Global Service Academy – insbesondere mit Blick auf die internationale Ausrichtung?
Ganz klar: die Digitalisierung. Sie ermöglicht nicht nur gleichbleibende Qualität und Weiterentwicklung der Inhalte, sondern auch deren Verfügbarkeit über Zeitzonen und Sprachbarrieren hinweg. Technologien wie Videotelefonie, 3D-Illustrationen oder Augmented Reality bieten großes Potenzial, Sprachbarrieren zu überwinden und komplexe Inhalte anschaulich zu vermitteln.
Ein neues Team, ein neues Umfeld – wie sind deine ersten Eindrücke?
Sehr positiv. Die Wege im Global Service sind kurz, das erleichtert die Zusammenarbeit enorm. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus erfahrenen und neuen Kolleginnen und Kollegen. Die hohe Anzahl neuer Mitarbeiter bringt natürlich Herausforderungen im Bereich Schulung mit sich – aber genau dafür sind wir ja da.
Und zum Schluss: Was machst du in deiner Freizeit, wenn du nicht gerade die Service Academy aufbaust?
Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe eine 15-jährige Tochter. In meiner Freizeit bin ich oft mit dem Rad unterwegs – hin und wieder nehme ich auch noch an Wettkämpfen teil. Außerdem höre ich gerne Musik und besuche Konzerte, wann immer es möglich ist.
Vielen Dank für das Gespräch, Harald – und viel Erfolg beim weiteren Aufbau der HUBER Global Service Academy!

