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Abschlussarbeit im Dualen Studium bei der HUBER SE: Umsetzung der zukünftigen Abwasserrichtlinie in Norwegen mit dem HUBER Tuchfilter RotaFilt®

Im September 2021 habe ich mein duales Bachelor Studium Bio- und Umweltverfahrenstechnik bei HUBER und an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden begonnen. Im Studium werden vor allem natur- und ingenieurswissenschaftliche Inhalte in Fächern wie Strömungsmechanik, mechanische und thermische Verfahrenstechnik oder Wasser- und Abwasseraufbereitung vermittelt. Neben der Theorie müssen auch einige Praxisprojekte während der studienfreien Zeit durchgeführt werden.

Praxisnähe im HUBER Technology Center

Als dualer Student hatte ich den Vorteil, diese bei der Firma HUBER im Technology Center zu realisieren. Ich durfte die Produktmanager bei vielen verschiedenen Projekten unterstützen, lernte durch Versuchsreihen mit verschiedenen Vorführanlagen die Maschinen gut kennen und konnte auch neue Erkenntnisse erarbeiten. Der Abschluss des 3,5-jährigen Studiums ist die Bachelorarbeit. Das Projekt für diese Arbeit führte mich nach Norwegen, genauer gesagt nach Øystese.

Ein malerisches Ziel mit technischer Herausforderung

Øystese ist ein kleines Städtchen mit circa 2.000 Einwohnern im Südwesten von Norwegen. Es liegt direkt am Hardangerfjord, dem zweitlängsten Fjord Norwegens, der von großen Grünflächen, Bergen und Gletschern umgeben wird.

Norwegens neue Abwasserrichtlinie erfordert Handlungsbedarf

Da Norwegen seine Umwelt noch besser schützen möchte, wurde eine neue Abwasserrichtlinie ausgearbeitet, die die von mir besuchte Kläranlage betrifft.

Bisheriger Anlagenbetrieb ohne biologische Reinigungsstufe

Bisher durchlief das Abwasser der Kläranlage mit 10.000 Einwohnergleichwerten (EW) zuerst die mechanische Reinigungsstufe, eine HUBER Siebschnecke ROTAMAT® Ro9 500, danach einen HUBER Rundsandfang HRSF 2 und schließlich eine Flotation. Wie für viele Kläranlagen in Norwegen üblich, wurde bisher auf den Einsatz einer biologischen Reinigungsstufe verzichtet.

Neue Anforderungen machen Nachrüstung erforderlich

Mit der neuen Abwasserrichtlinie werden die Grenzwerte für das Einleiten von Abwasser in Zukunft verschärft – und die aktuellen Ablaufwerte der Kläranlage zeigen, dass eine Einhaltung dieser Werte mit der zur Zeit verbauten Technik vor Ort nicht möglich ist. Nach einer Marktanalyse unserer Kollegen von HUBER Technology Nordic müssen in Norwegen in Zukunft mehrere hundert Kläranlagen Maschinen und Anlagentechnik nachrüsten, um die neuen Vorschriften zu erfüllen.

Besuch der Kläranlage Øystese

Im Rahmen einer Projektarbeit führte mich eine Dienstreise im März 2024 nach Norwegen. Ich besuchte zum ersten Mal die Kläranlage Øystese und stellte den Mitarbeitern vor Ort das HUBER-Produktportfolio vor. Anschließend vereinbarten wir, dass eine Versuchsreihe mit dem HUBER Tuchfilter RotaFilt® vor Ort erfolgen soll, um herauszufinden, ob die RotaFilt® als Technologie geeignet ist, die zukünftigen Grenzwerte einzuhalten.

Versuchsreihe mit dem HUBER Tuchfilter RotaFilt® vor Ort

Ende August war es dann soweit: ich stieg in den Flieger nach Norwegen und machte mich auf den Weg nach Øystese. Währenddessen war eine Vorführmaschine der RotaFilt® ebenso auf dem Weg in den Norden. Nachdem unsere norwegischen Kollegen und ich die Maschine zusammengebaut und für die Versuchsreihe vorbereitet hatten, begann ich mit der Variation der Fäll- und Flockmittelmenge im Labor zur Erzeugung von Flocken und übertrug das beste Ergebnis auf die Vorführanlage.

Sehr gute Ergebnisse

Der eingesetzte Polstoff auf dem Tuchfilter konnte die Flocken zuverlässig zurückhalten. Im Labor vor Ort beprobte ich die Zu- und Abläufe der Kläranlage. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass der HUBER Tuchfilter RotaFilt® die künftig geltenden Grenzwerte für CSB, BSB und Phosphat einhalten kann. Es wurden auch sehr gute Abscheideleistungen für AFS und Trübung erzielt und das über einen breiten Durchsatzbereich.

Grundstein für zukünftige Lösungen in Norwegen

Durch die Versuchsreihe konnte der Grundstein für die Anpassung der Anlage gelegt werden und unsere Kollegen von HUBER Technology Nordic wurden an der neuen Maschinentechnik geschult. So wird auf dem norwegischen Markt gezeigt und bewiesen, dass unsere Produkte geeignet sind, viele Kläranlagen in Norwegen wieder zukunftsfähig zu machen.

Naturerlebnis in der Freizeit

Neben den Versuchsreihen hatte ich am Wochenende auch die Möglichkeit, zu einem berühmten Felsvorsprung, der Trolltunga, zu wandern. Während des 10 km langen Aufstiegs bot sich mir ein wunderschöner Ausblick auf Berge, Gletscher, Wasserfälle und Fjorde.

Außenansicht Kläranlage Øystese (© H2 Hardanger AS)
Außenansicht Kläranlage Øystese (© H2 Hardanger AS)
Vorführanlage HUBER Tuchfilter RotaFilt® auf der Kläranlage Øystese
Vorführanlage HUBER Tuchfilter RotaFilt® auf der Kläranlage Øystese
Ausblick von der Trolltunga
Ausblick von der Trolltunga

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